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Mittwoch, 31. Januar 2007

Falcos Todestag, oder: Modern Times One

Diese Meldung steht für die Zeit JETZT, weil sie vor 50 Jahren gleich in mehrfacher Hinsicht nicht möglich gewesen wäre:

"... Obwohl Falco nicht ihr leiblicher Vater sei, vermisse sie Falco noch immer, sagte die 20-jährige Vitkovic. Zudem hat sie sich die Initialen Falcos hinter das Ohr tätowieren lassen. 1985 hatte Falco ihre Mutter Isabella Vitkovic kennen gelernt und sie 1988 in Las Vagas geheiratet. Sieben Jahre nach Katharinas Geburt im März 1986 fand Falco jedoch durch einen Vaterschaftstest heraus, dass sie nicht sein Kind war."

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Dass Thomas Gottschalk so harte Worte sprechen kann? Ist das gesichert?

"Eigentlich ein netter Typ. Doch seit dem Song Jeanny ist er für mich nur mehr ein Wiener Würstchen,das apokryptischen Schwachsinn fabriziert hat. Von einem Liebeslied zu sprechen ist ja wohl Hohn."

YouTube versammelt fast alles, also auch, arg gerastert, das Video zum Lied. Schon schräg, das Ganze...

Aschura-Fest

Das, was die die Netzzeitung mit den Überschriften "Blut spritzt im Takt des Trommelschlags" und "Blutiges Ritual" einen Bericht und Bilder von diesem eigenartigen Fest bringt, sind mit der der Selbstgeiselungen in Spanien vergleichbar. Dennoch schockieren mich diese Aschura-Bilder mehr. Wahrscheinlich, weil es einen Unterschied macht, ob man sich mit Peitschen folkloristisch-traditionell den Rücken blutig haut oder ob man sich mit großen Messern verletzt. Und dabei auch gleich noch weinende Kinder blutig "zeichnet".

Dienstag, 30. Januar 2007

iPod-Nachbau

Wer einen iPod-Nachbau hat und die Firmware flashen möchte, kann hier rausfinden, dass er das besser lassen sollte. Erstaunlich, wie lange die Leute -- ohne jeden sichtbaren Hinweis auf Erfolge -- immer wieder neu versuchen, ein Wunder zu sehen.

des funzt net

Das muss ich aus therapeutischen Gründen loswerden: das Neuverb funzen erzeugt bei mir Übelkeit.

"Habe mal eine von nem Aiptek-Player probiert, hat aber auch net* gefunzt, obwohl der den gleiche Chip hat."

"Bei mir steht eine xd-version, also hab ich mir so eine runtergeladen, und es funzt."

Gibt es denn wirklich keine Möglichkeit, solche Wörter zu veröden und die Stelle dann, beinahe ohne sichbare Narbe, ausheilen zu lassen?

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* Und wer hat den Bamberger Franken eigentlich beigebracht, aus dem einfachen, leicht auszusprechenden Wörtchen nicht ein so grausliches ned (geschrieben, s. o.: net) zu machen?

Samstag, 27. Januar 2007

Die Medien -- irgendwo

Heute bei nassem Wetter zur Goethestraße in München gefahren. (Zur Goethestraße am Bahhof, nicht zum Goetheplatz!) Großes Hotel, Tagung des Verbands deutscher Mineralbrunnen. Es spricht am Schluss, will sagen: als letzter Vortragender der Tagung, Klaus Bresser. Wir kennen ihn noch vom Fernsehen her. Bresser, ich schaue das später nach, ist am 22. Juli 1936 in Berlin geboren. Auf die Entfernung wirkt er jung, jünger. Wie 45. Na ja -- 50. Jetzt firmiert er schlicht unter "politischer Journalist, Berlin". Doch dann, beim genaueren Hinsehen -- Bresser wirkt müde, irgendwie krank sogar. Zu meinem Erstaunen liest er ab, mit recht gleichförmiger, leiser Stimme. Aber er gibt mir einen Gedanken mit, den ich so klar noch nicht gehört habe: Hätte es 1987 - 1992 die Welt-Fernsehberichterstattung nicht gegeben, so wären die Veränderungen in der Sowjetunion und ihren Satelliten wahrscheinlich nicht unblutig abgegangen. Die Kontrollfunktion der Medien. Deren Macht gegenüber den Mächtigen.

Während Bresser spricht, bemerke ich die gelangweilte Stimmung im Saal. Die Anwesenden wollen etwas über Markt und Marke und Macht hören. Wie verkaufe ich mehr. Für die große weite Welt zwischen Medien und Moral haben sie wenig übrig. Dem entsprechend dann die -- wenigen -- Fragen: Ist es denn journalistisch erlaubt, mittelständische Betriebe aus Sensationslust mit willkürlich festgelegten Grenzwerten so zu kritisieren, dass die große Absatzeinbußen hinnehmen müssen. Besser wirkt geduldig. Weist eine Frage als zu allgemein zurück. Sagt dann, dass er gegen Kampagnenjournalismus sei. Aber Seehofer und seine Freundin passen irgendwie nicht zu dem Managern und Eigentümern im Raum.

Freitag, 26. Januar 2007

Copyright-Freaks

Man findet gute Seiten im Internet. Voller guter Inhalte. Das, was man gesucht hat. Und dann, im Impressum, taucht da ein selbstverliebter Besserwisser auf. Der uns anraunzt, ja nicht irgendwelche Bilder von seiner Seite zu entführen. Was wir nie vorhatten. Aber dieser Ton. Diese aufgeplusterte Selbstverliebtheit. Schnelle Flucht, das ist das Einzige, was bleibt.

Mittwoch, 24. Januar 2007

Handy mit normalem USB-Anschluss

Ich besitze: ein nicht allzu neues Nokia-Handy, mit dem ich vollkommen zufrieden wäre. Wenn -- ja, wenn das Ding einen normalen USB-Anschluss hätte, der vom PC erkannt würde, sodass man z.B. die Adressdatei am PC erstellen und auf das Handy übertragen könnte. Einen kreuznormalen USB-Anschluss, an dem man auf der anderen Seite einen normalen USB-Kopfhörer bzw. ein normales Headset anschließen könnte.

Statt dessen gibt es von Nokia einen seltsamen breit-hakligen Spezialanschluss, eine "proprietäre Lösung" also, und eine furchtbar komplizierte softwaregestützte Verbindungslösung, die, ausweislich vieler Statements im Internet, nicht nur bei mir nicht funktioniert.

Und dann lese ich das:

China: Ladegeräte für Handys standardisiert

Motorola V3x: Wird per USB-Schnittstelle aufgeladen.

In Zukunft müssen alle in China verkauften Handys über einen USB-Anschluss aufladbar sein.

Das chinesische Ministerium für die Informationsindustrie hat bekannt gegeben, dass alle Ladegeräte für Mobiltelefone ausschließlich mit einer USB-Schnittstelle ausgeliefert werden dürfen. Der neuen Regelung zufolge müssen die Handyhersteller ihre Geräte mit einem USB-Port des Typs A ausstatten.

Aber nicht nur das Laden der Geräte soll über die Schnittstelle abgewickelt werden. Auch die Übertragung von Daten auf und vom Handy soll nur noch über die USB-Schnittstelle funktionieren. Verfügt ein Geräte nicht über einen USB-Port, kann der Hersteller allerdings auch einen Adapter beigelegen.

Die chinesische Regierung will auf diesem Weg dafür sorgen, dass Kunden nicht mehr mit jedem Handy ein neues Ladegerät kaufen müssen. Ausserdem könnten die Mobiltelefone auf diese Weise auch an PCs oder Notebooks geladen werden.

(Quelle)

Und die Frage ist und bleibt: Muss sich eigentlich Europa immer häufiger von Japan und China in technischen Gesunder-Menschenverstand-Fragen überholen lassen?

Botschaft von Japan -- ?

Schafft man es wohl -- das ist ja immerhin eine hochoffizielle Angelegenheit -- die japanische Botschaft in Berlin davon zu überzeugen, dass die Bezeichnung

"Botschaft von Japan in Deutschland"

ziemlich holpriges Deutsch und alles in allem nicht korrekt ist. Besser wäre auf jeden Fall das Schlichte "Japanische Botschaft" oder auch "Botschaft Japans". Der Zusatz "in Deutschland" ist hier nicht notwendig, weil auf der deutschen Seite die Sprache hinreichend klar macht, worum es geht. (Auf der japanischen Seite, wo es auch um eine andere japanische Botschaft gehen könnte, wäre der Zusatz aber natürlich wichtig.)

Wohlfeil (rund um den Stoiber-Rücktritt)

Das sei noch festgehalten (weil es mir seit Tagen im Kopf herumspukt):

Es muss so ums Jahr 1988 gewesen sein, in dem schon in Voltaires Candide besungenen Münster in Westfalen. Das Stadttheater führte das Stück eines polnischen Autors auf, in dem es viel um Sex (auch: im Alter) und um Kirchenkritisches ging. Das Stück führte zu städtischen Empörungen, zu einem Eklat, wie man so sagt, und es sollte abgesetzt werden. Es kam in einer Matinee am Sonntag zu einer großen Diskussion, in Anwesenheit des staunenden und sich geehrt fühlenden Autors übrigens.

Nach einiger Zeit stand einer der angestellten Theaterleute auf, der für die Musik Verantwortliche vielleicht, und der erklärte, dass er jetzt, wegen der Zensurmaßnahmen und nach reiflicher Überlegung, auch sein Tätigkeit einstelle.

Ich hatte unmittelbar -- was man nur verstehen kann, wenn man die Situation und die Person des Sprechenden vor sich sieht -- den Eindruck, dass da jemand, recht ängstlich, abgewartet hatte, wohin die Reise geht, um dann auf den längst fahrenden Zug aufzuspringen. Etwas Wohlfeiles und Opportunistisches lag im Raum. Und viele bemerktes das. Der mit Eifer gerade Redende freilich merkte es nicht.

Heute erinnere ich mich, wenn ich die Kritik an Edmund Stoiber höre und lese, oft an jenen Sonntag vormittag. An das Wohlfeile in den kritischen Stimmen ...

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Ach ja, und das noch: Stoiber mag ein schlechter Redner sein. (Die, die das immer wieder anführen, möcht ich einmal hör'n!) Er mag ein erzkonservativer und dazu auch noch ungeschickter politischer Knochen sein. Aber, ich kann mir nicht helfen: In den letzten Wochen ist mir der Stoiber sympathisch geworden. Das mit dem "Hund, der leidet" -- nun, irgendwann hab ich ihm das abgenommen. Und dass die Häme nimmer aufhört, auch dann nicht, wenn einer grad zu Boden sinkt, macht mir dieses Land und seine Kritikaster arg verdächtig. Immerhin, ein kleiner Trost: im SPIEGEL war eine plötzlich stille, reife Darstellung der Vorgänge zu lesen. Im SPIEGEL! Immerhin!

Und wer weiß, ob sie sich die Bayern und ihre CSU nicht Anno 2008 nach ihrem guten alten Stoiber sehnen. Wart mers mal ab.

Der harte Bursche und der Hai

"Obwohl er schon fast verschlungen war, hat sich ein Profi-Taucher vor der Südost-Küste Australiens aus dem Kampf mit einem Weißen Hai retten können.

Vom Krankenhausbett aus berichtete Eric Nerhus am Dienstag Freunden, wie er mit einem Schneckenmeißel so lange den Kopf des Hais bearbeitete, bis dieser von ihm abließ. Der 41-Jährige überlebte mit schweren Kopfverletzungen und tiefen Bißwunden am Oberkörper."

(Quelle)

Komma-Setzung

Verehrte Sprachfanatiker! Ich weiß, dass viele von euch in dem folgenden Satz nach den Wort versuche ein Komma (oder, wie man in Österreich zu sagen pflegt: einen Beistrich) setzen würden.

"Ich versuche ihm zu erklären, dass das"

Aber sprecht bitte den Satz mal mit und ohne Komma! (Natürlich, das muss man erst mal können. Aber Sprachfanatiker können das! Oder etwa nicht?) Ich gebe der durchgehenden Sprachmelodie den Vorzug und setze also kein Komma.

Der Bestseller

Ich solle doch mal zur Abwechslung einen Bestseller schreiben, sagt mein Sohn. (Der Ältere von zweien. Die Tochter ist noch zu klein und redet bei sowas noch nicht mit.)

Ich versuche ihm zu erklären, dass das mit dem Bestseller-Schreiben sei so eine Sache. Erstens gebe es kein Rezept. Denn wenn es ein solches Rezept gebe, schrieben ja alle nach diesen Vorgaben, und schon sei die geplante Bestsellerei wieder perdu. Zweitens aber, und das sei noch wichtiger: Bestseller -- die ich ja selbst durchaus gerne lese --, die seien auf der Verständnis- und der Erwartungsebene der großen Masse, und dahin, zu dieser Ebene wolle ich gar nicht. Ich schreibe, versuche ich zu erklären, für eine sehr, sehr kleine Gruppe von Menschen, die so tickt wie ich selbst. Vier oder fünf Menschen vielleicht. Wenn es hochkommt sieben. Ja, sagt mein Sohn, schon ... Aber -- ob ich denn nicht einmal über meinen Schatten springen könne. Einfach, damit ein wenig mehr Geld in die Kasse kommt.

Das stete Reden meines Ältesten bewirkt etwas. Heute morgen beschließe ich also, den Roman, an dem ich schreibe und den ich sowieso neu angefangen habe, noch einmal neu und anders zu schreiben. Als einen Bestseller. Um die literarische Qualität ist es schon schad. Aber, Gott, man will ja manchmal den Kindern einen Gefallen tun.

Dienstag, 23. Januar 2007

Alle Dosen finden ihr Ziel

Eigentlich wollte ich mein derzeitiges YouTube-Lieblingsvideo im Original hier einbinden. Aber so, über Umwege, geht es erst mal auch.

Und den zweiten Teil gibt es dann hier!

"Bremer Türke"

Ich habe heute in BR5, dem Info-Radio, einige Male gehört, dass Außenminister Steinmeier "im Fall des Bremer Türken Murat Kurnaz... in die Offensive" gegangen sei. Es fehlt da, im "Hintergrund" eine Erklärung. Abgesehen davon, dass mir die Formulierung "Bremer Türke" an und für sich gegen das Sprachgefühl geht, würde ich doch zu gerne wissen, ob Kurnaz türkischer Staatsangehöriger ist, der in Bremen lebt bzw. gelebt / gearbeitet hat oder ob der (eingebürgerter) Deutscher ist. Im ersten Fall wäre interessant, warum sich die türkische Regierung nicht für ihn eingesetzt hat, im zweiten Fall ist die Formulierung falsch, denn dann ist K. nicht Türke, sondern Deutscher, und das mit dem "Türken" wäre höchstens als Anmerkung zur Abstammung von Belang.

Außerdem wäre, nach so vielen Berichten, doch Hintergrundinformation nützlich: Wer ist K. eigentlich? Wie hat er gelebt und gearbeitet? Ist er in muslimischen Organisationen aktiv gewesen? Im Moment geistert der Mannn als ein großer Medienschatten durch die Gegend, ohne dass die Öffentlichkeit etwas über ihn erfährt. Das gilt, nach meinem Kenntnisstand, auch für die Zeitungen, aber eben auch für den BR.

So hatte ich geschrieben. Dann erst habe ich bei Wikipedia nachgelesen: "Die deutsche Bundesregierung fühlte sich anfangs für den Inhaftierten nicht zuständig, da Kurnaz türkischer Staatsbürger ist und die USA Verhandlungen über die Gefangenen nur mit dem jeweiligen Mutterland führen wollten. Die türkische Regierung intervenierte jedoch nicht, da sie Kurnaz als Islamisten einordnete." (Quelle)

Interessant, eins ums andere Mal, die Diskussionen bei den Wikipedianern:

"Ein nicht verurteilter Mörder ist kein Mörder. Und es ist illegal, jemanden als Mörder zu bezeichnen, wenn er nicht als solcher verurteilt wurde.
Godwin! (modifiziert) Hitler und Stalin sind keine Mörder. Sie sind unschuldig. Denn sie wurden nie verurteilt. Blödsinn. Was für 'ne kranke Logik ist das da oben denn?

Ist keine kranke Logik, sondern geltendes Recht, ich würd' sagen, dein Vergleich ist krank. Um nochmal zum Thema zu kommen: natürlich soll man in den Artikel nicht schreiben, er sei unschuldig, aber man sollte (darf) kein Urteil vorwegnehmen, das noch nicht gesprochen wurde." (Quelle)

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Nachtrag: Was das Internet doch alles möglich macht! Die Entwicklung eines Gesichts, gesehen als die Entwicklung eines Menschen: [ 1 ] --[ 2 ] --[ 3 ]

Samstag, 20. Januar 2007

Die Kulturen

Auf dieses ZEIT-Streitgespräch will ich noch einmal hinweisen. Es fragt sich da schon, wie viel Deutschland an solchem Fremdem akzeptieren will, ohne seine Verfassungswerte hohl werden zu lassen. Dass es eine große Anzahl von Menschen gibt, denen mittlerweile fast alles egal ist, ist ein Teil des Problems, nicht ein Hinweis auf Toleranz.

Joachim Swietlik: Ich habe mir das*, ehrlich gesagt, vorher gut überlegt. Als wir von der Bürgerinitiative uns zum ersten Mal mit den Mitgliedern der Ahmadiyyah-Gemeinde getroffen haben, da haben uns nämlich die Frauen den Handschlag verweigert mit der Begründung, das sei aus religiösen Gründen nicht üblich. Wir haben dann beschlossen, dass wir im Gegenzug den Männern der Gemeinde nicht die Hand geben. Aber jetzt sind wir ja quasi unter uns.

Abdul Tariq: Nach dem islamischen Glauben darf es keine Körperberührung zwischen fremden Männern und Frauen geben. Das geht nur im engeren Verwandtenkreis. Wir waren schon sehr verletzt, als Sie uns damals nicht die Hand gaben. Es hätte doch eine einfache Lösung gegeben: Die Männer geben den Männern die Hand, die Frauen den Frauen.

Swietlik: Sie haben sich nun mal entschlossen, in unserem Kulturkreis zu leben, und da ist der Gruß mit Handschlag Usus.

Tariq: Ich kann es nicht ändern, diese Sittlichkeit ist uns sehr wichtig. Der Heilige Prophet Mohammed, Gottes Friede sei mit ihm, hat fremden Frauen nie die Hand gegeben.

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* S. hatte T. zur Begrüßung die Hand gegeben.

Der Chaot 1

Der Chaot nimmt sich vor, ordentlich zu werden, ja pedantisch. Er beginnt heute damit, seinem Zimmer eine

  • "Augenordnung"

zu verpassen, wie er das nennt. Das heißt: oberflächlich darf erst mal nichts mehr rumliegen. Alles wird verstaut. Und dann, morgen, beginnt die

  • Ordnungsstation 1

Sie bedeutet, dass Kartons usw. aufgemacht werden. Der Inhalt wird grob sortiert in andere Kartons. Das muss einfach sein.*

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* Es gibt schlaue Bücher zum Zeitmanagement usw., die sagen, man solle alles in Kartons legen. Wenn man etwas brauche, nachsehen. Und was man 1/4 Jahr nicht brauche, das solle man unbesehen wegwerfen. Wenn das so einfach wäre! Ich habe viele wichtige Zeugnisse seit zwei Jahren nicht gebraucht. Wenn die jetzt da drunter lägen?!


Liebe Werbetreibende!

Viele werden das kennen: "Sehr geehrter Internet Nutzer, online am: 20.01.2007 um: 15:31:43 Uhr -- Noch für 16 Sek. ausgewählt! Unser Zufallsgenerator hat Sie soeben unter allen freenet Nutzern als möglichen Audi A3 Gewinner ausgewählt! Falls ausgewählt, hier klicken: ..."

Der Zufallsgenerator arbeitet bei 100% wie es scheint, so oft kommt dieses Fenster, z. B. hier.

Liebe Werbetreibende! Wenn ihr weiter so phantasielos seid, müsst ihr euch demnächst sehr warm anziehen! Mein Festplattenrekorder schneidet alle Werbung leicht raus, und auf so einen Quatsch wie der mit dem Zufallsgenerator fällt doch längst kaum einer mehr rein.

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Mein Sohn hat mich zur Teilnahme überredet. Er glaubt an unser Glück, und ich wollte ihm die Freude nicht verderben. Die Antwort kam dann auch prompt:


Hallo X Y,

herzlichen Glückwunsch, Sie haben soeben am AUDI A3 Gewinnspiel von ... teilgenommen. Ihre Registrierung wurde erfolgreich abgeschlossen! Der Teilnahmeschluß ist der 31.12.2007. Die Verlosung der zwei AUDI A3 findet am 31.12.2007 statt. Sie werden rechtzeitig informiert, ob Sie gewonnen haben.

Ihre Teilnahmenummer an der Gewinn-Ziehung lautet: ...

Sehr Wichtig! Nutzen Sie bis zur Ziehung und Ihrem Gewinn auch noch Ihre tägliche GRATIS Chance auf 1 Million Euro bei ... . Sie können dort jeden Tag kostenlos Ihr Glück um 1 Million Euro versuchen. Loggen Sie sich dazu einfach mit Ihrer e-Mail Adresse ... auf ... ein und spielen Sie täglich kostenlos mit.

Viel Spass beim Spielen und viel Glück
Ihr ... Team

So, und nun warten wir mal ein knappes Jahr lang ab! Wie erklär ich das richtig, ohne dass seine positiv gestimmte Kinderseele Schaden nimmt, meinem Sohn?! Der will doch (ohne die entsprechende Werbung zu kennen, dazu ist er zu jung):

... Genuss sofort!

Computer-Probleme

Ich beschließe, zwei Blogs aufzulösen und hierher zu transferieren. Es war eh nicht viel Inhalt da. Man soll sich einfach nicht überschätzen.

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Thursday, September 14, 2006
Nicht genügend virtueller Speicher
Diese Meldungen sind immer klasse!

Sie stehen gleich neben so freundlichen Hinweisen wie "Bitte wenden Sie sich an den Hersteller Ihrer Software", und sie bedeuten im Klartext: "Schaun Sie zu, wie Sie selbst weiterkommen". Der PC hat immerhin 1024 MB Arbeitsspeicher. Was tun? Warten, bis Windows die Sache selbst regelt? Warum dann die Meldung überhaupt? Welche Auswirkungen hat das, jetzt und in den nächsten Minuten?

12:38 AM 0 comments
Monday, September 11, 2006
Desktop: Farbunterlegte Schriften
Es ist erstaunlich, a) daß das Folgende nicht allein mein Problem ist, daß also b) auch andere Menschen so empfindlich sind, daß sie das als Problem empfinden und daß c) die Lösung offenbar alles andere als trivial ist.

Also, worum geht es?

Windows-XP. Ich ändere das Desktop-Bild, und auf einmal -- was hab ich nur wieder alles angeklickt?! -- liegt hinter den Schriften, die unter den Icons stehen, Farben. Diese Farben kann ich ändern, aber nicht wegnehmen = durchsichtig machen. Und siehe da, das ist vielleicht eine Diskussion und ein Hin-und-Her, hier!

Ist das wirklich die Lösung?

Antwort 4 von Hasso vom 18.03.2005, 13:53 @rainerhb

Ich hab es gefunden!

Rechtsklick auf Arbeitsplatz,
Klick auf Eigenschaften,
Klick auf Erweitert,
Klick auf Systemleistung,
unter visuelle Effekte solltest Du auf Benutzerdefiniert gehen.
Da kannst Du dann unter "Durchsichtigen Hintergrund für Symbolunterschriften auf dem Desktop gehen.

Gruß
Hasso

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Und tatsächlich, das war's!

Schön, wenn man so einen Blog mit einen schnellen Erfolg beginnen kann.

Der Stab

Er war in einer Krise? Ja, natürlich war er in einer Krise. Er wachte nachts auf und sagte sich, daß er gescheitert war. Da und da und dort auch. Er war jetzt 56 Jahre alt. Bald war er 57. Und er war gescheitert. Auf eine nicht uninteressante Weise. Das immerhin. Wenn er ein Bild für dieses Scheitern suchte, dann sah er sich als Stabhochspringer, in extremer Zeitlupe. Er sah den sicheren Anlauf. Das geschickte Einstechen des Stabs. Das Sich-Biegen des Geräts unter der Last des Geräts. Das Emporsteigen. Dann der Bruch des Stabs. Und das Fallen.

Er fiel noch immer.

Er wachte nachts auf und fragte sich: Was hast du da getan? Wann hast du diese Kerbe in den Stab gefeilt? Mit viel Erfahrung und Instinkt. So daß der Stab, gerade als du die fünf Meter erreicht hattest, zerbrechen mußte. Warum nur hast du das getan?

Er wußte, was er falsch machte, als er begann, seine Erinnerungen aufzuzeichnen. Richtig gewesen wäre es, einfache, kleine Geschichten aneinanderzureihen. So wie diese Geschichten in der Erinnerung bereitlagen. Auch wenn andere Titel gefunden werden könnten, der Haupttitel, schlicht, für diese diese Geschichten wär dann immer: Mein Leben. Und fertig.


Warum schrieb er nicht so? Warum setzte er nicht schlichte Geschichten aneinander?

Die Antwort war einfach und zwingend: Weil er es nicht konnte. Oder, etwas komplizierter formuliert: Weil er, hätte er dies versucht, über kurz den Gedankendruck in seinem Kopf in einem Maß erhöht hätte, daß er bald nicht mehr hätte weiterschreiben können.

Er war kein theoretischer Mensch. Wahrscheinlich war er nicht einmal ein Intellektueller. Es war nur so, daß an seinen einfachen Gedanken andere Gedanken und an diesen wieder andere Gedanken hingen. Sein Denken war wie ein Wurzelgeflecht, das von starken, großen Haltewurzeln zu immer feineren Wurzeln hinabführte. Wenn er schrieb und schreibend Geschichten erzählte, halb und manchmal ganz einfache Geschichten, dann konnte er diese Wurzeln unsichtbar machen. Man sah die Fläche und darauf den Baum des Erzählten, sonst nichts. Aber nun, da er von sich, wirklich von sich sprach, konnte er die Wurzeln, die aus gegenwärtigem Denken bestanden, nicht ausblenden.

Pornografie, weibliche

Frauen dürfen inzwischen -- mit dem Rauchen auch schon wieder aufhören, zu den Soldaten gehen und dort sogar, selten noch, aber immerhin: Kampfjets fliegen. Soweit das eine.

Natürlich dürfen, ja müssen Frauen in diesen Tagen auch pornografische Texte schreiben. Ehrensache: Dass es spezifisch weibliche Pornografie sein sollte, die sich von der rüden, ...gesteuerten Pornografie der Männer unterscheidet. Und auch wenn Alice Schwarzer noch immer versucht, die Pornografie zu ächten, man wird sagen müssen: Sie hat einfach die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Es gibt genug Frauen, die sich explizit sexuell äußern wollen. Nicht alle heißen Erica Jong. Soweit dieses, das noch nicht das andere ist.

Wer Textproben der weiblichen Pornographie sucht, wird sowohl bei den Papierbüchern wie auch im Internet schnell fündig. Und auch explizit Nachdenklich-Deskriptives gibt es, etwa von Svenja Flaßpöhler, als Pornografie im Selbstversuch.

"Ich sehe nicht nur Männer, die sich Bilder ansehen. Ich sehe selbst die Bilder. Ich sehe Schwänze, die sich zwischen Brüsten reiben ("Tittenficks"), ich sehe Sperma, das auf Gesichter, Bäuche, Rücken spritzt ("Cumshots"), ich sehe Hintern, die von zwei Schwänzen gleichzeitig penetriert werden ("Double-Penetrations"), ich sehe Frauen in Schuluniformen, ich sehe Männer in Windeln, ich sehe riesengroße Dildos, ich sehe Frauen in Ketten, ich sehe Männer in Ketten, ich sehe Zungen, ich sehe Hoden, die gegen Ärsche klatschen, ich sehe Finger, die in Mösen stecken. Und ich sehe einen Angestellten, der geradewegs auf mich zukommt."

Die drei Porno-Geschichten von Frauen, durch die ich mich gestern durchgelesen habe, waren allerdings denen der Männer absolut vergleichbar und damit -- öde. Ich sage das nicht, um Prüderie zu tarnen. (Ich bin mir perfekt sicher in diesem Punkt.) Ich sage das, weil ich mich gelangweilt habe und ich hätte mich gerne nicht oder zumindest weniger gelangweilt. An eine der Geschichten erinnere ich mich, weil da schräg Gegensätzliches zusammengestellt wurde. Irgendwo zwischen Lust, Gewalt und Lächerlichkeit.

"Ralphs Blick wurde starr und gläsern, als er spürte, dass ich seinen Schwanz gefickt und zuvor seinen Arsch 'entjungfert' hatte."

Nun aber drei einfache Überlegungen nach diesen Lektüren:

1. Warum sind Pornos zwar für viele, viele wichtig und suchenswert, aber halt doch auch strohdoof und blöd? Antwort: Weil wie keine umgebende normale und gut erzählte Story haben.

2. Warum gibt es per definitionem keine guten Pornos? Antwort: Weil ein Porno, der gut erzählt ist und eine "Umgebungsgeschichte" hat, einfach zu einer Erzählung mit freizügigen sexuellen Darstellungen wird und kein Porno mehr ist.

3. Warum schreiben die Menschen dann keine solchen Erzählungen, wie in 2. gesagt? Antwort: Weil das Schreiben einer guten Geschichte sich vom rein pornografischen Schreiben ungefähr so sehr unterscheidet, wie das kunstvolle Fahren eines Formel1-Wagens vom Röhren-lassen eines Golf-GTi an der Ampel. Will sagen: Natürlich träumen die Golf-GTi-Fahrer an der Ampel von der Formel 1, aber sie haben einfach nicht das Können und, immer wichtig, auch nicht die sozialen Beziehungen, um in die Nähe der Formel 1 zu kommen.

Liebe Pornografinnen! Ich hoffe wirklich, dass ihr es besser macht als die Männer. Aber -- fangt erst mal mit guten Kurzgeschichten ohne Schwanz und Arsch und ficken an. Und wenn ihr das halbwegs drauf habt, dann könntet ihr, wenn ihr dann überhaupt noch Interesse an so was habt, mal eine erotische Geschichte mit einer vernünftigen Handlung und echten Charakteren schreiben.

Nachtrag 1: Hier könnte jemand doch so -- so gut schreiben. Ich erkenne das schnell. Wahrscheinlich aber wird sie es nicht einmal versuchen.

Nachtrag 2: Manche Frauen sind promisk aus statistischen Gründen und weil sie einfach wissen müssen, wie es mit den Sternzeichen der Männer und deren sexueller Qualität steht. Das ist noch keine Pornografie. Selbstverständlich nicht.

"Ein Widder ist der beste Liebhaber, den ich bislang hatte. Mit Stier-Geborenen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Und die Ansichten übers Leben klafften auseinander. Zwillinge uninteressant."

Ja, ja, so schläft frau sich durch die Sternzeichen! Aus statistischen Gründen, um sicher zu sein, jeweils mit mehreren Exemplaren des gleichen Sternzeichens. -- Ich gestatte mir, solche Frauen, wie auch die gleich gepolten Männer, für intellektuell angekokelt zu halten.

Nachtrag 3: "Die weibliche Klientel und auch die Produzentinnen, so zeigt es beispielsweise eine Studie Frauenpornografie von Corinna Rückert, bevorzugen niveauvollere, weniger direkte Erregungen." (Quelle) Ob das wirklich so ist?! Ich hab so meine Zweifel. Siehe oben.

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Nachtrag 4: "Méritt: ... Es gibt aber einen sexpositiven Flügel der Frauenbewegung. Auf den wollen wir aufmerksam machen. SPIEGEL ONLINE: Sexpositiv? Was verstehen Sie denn darunter?"

Darf ich für die Frau antworten, Herr SPIEGEL?! Darf ich?! Ja? Danke!

Also: "Sexpositiv, das ist so wie HIV-positiv, ne. Eben -- positiv! Da sehen Sie mal, was wir porno-positiven Frauen für ein tolles Sprachgefühl haben!"

Sonntag, 14. Januar 2007

Moschee auf ostdeutschem Boden

Der ZEIT ist einfach einmal Dank zu sagen, dass sie viele, viele Artikel online stellt. Hier also beispielsweise den über den Moschee-Bau in Berlin-Heinersdorf, sogar mit Video.

Und wer mag, der kann zu diesem Thema ja auch noch dahin zurückschauen (nachdem er die Blogigo-Werbung weggeklickt hat).

Monica

Ist das nun Monica Lewinsky oder ist sie es nicht? Wie war sie denn so? Eine Versucherin? Heute, heißt es, entwirft sie Handtaschen und vertreibt sie im Internet. Eine Plauderhandtasche? Nein, sie mache sich rar, was Interviews angeht, heißt es andernorts.

Und insgesamt? Fragen über Fragen ...