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Samstag, 30. Juni 2007

Grenzen des guten Geschmacks ...?

Ist das die richtige Überschrift für das hier, wenn den Test eines elektrischen Messerschärfers mit Kenntnisnachweisen über die Rolle von Messern in der Bartholomäusnacht, bei der US-Kavallerie (gegen Indianer) und, ja auch das: der "Nacht der langen Messer" (= Röhm-Putsch) garniert. Auf jeden Fall wieder ein Fund für die Rubrik "Was es nicht alles gibt!"

Donnerstag, 28. Juni 2007

Tessin Traum Albtraum

Manchmal ergeben sich in der Realität Konstellationen, von denen man annehmen möchte, dass sie sich nur ein über-kreativer Drehbuchschreiber ausdenken kann. Es passt eben, dass selbst der Ortsnamen -- der sowieso jeden zuerst an die Schweizer Traumlandschaft denken lässt -- am Ende auch noch einen deutschen Doppelgänger hat. Wie ein Kundiger in der Wikipedia mal eben klarstellt:

Folgende Aussage "Bundesweite Bekanntheit erlangte Tessin Anfang Januar 2007. In der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2007 erstachen zwei 17-Jährige Gymnasiasten ein Ehepaar in deren Wohnhaus in Tessin ..." ist geografisch falsch. Es stimmt zwar, dass dieses verbrechen in Tessin stattgefunden hat. Aber es handelt sich hierbei um das Tessin, dass bei Boizenburg an der Elbe liegt.

Hier also die wenigstens die geografische Sicherheit, die längst keine Sicherheit mehr ist.

Ach, und auch das gleich noch: Ein Psychiater stellt fest, dass die beiden jungen Männer nicht psychisch krank sind. Die Frage muss erlaubt sein, ist der Psychiater geistig in Ordnung? Und mit ihm sein Fach? Es müsste doch in einem solchen Fall sofort eine psychiatrische Fachgruppe eingesetzt werden, die diese Krankheit als Spezialfall des Columbine-Syndroms beschreibt. Es kann ja wohl nicht sein, dass wir Menschen, die so etwas machen, als junge Mörder beschreiben, die dennoch "geistig gesund" sind.

Montag, 25. Juni 2007

Fehleinkauf Tevion Jukebox?

Hab ich am Wochenende bei einem -- zugegeben -- Spontankauf danebengegriffen?

Aldi Süd hatte eine 8-GB-Jukebox im Angebot. Mit Winzigfestplatte. Da die technischen Dinge bei Aldi eigentlich immer ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis hatten, habe ich nicht lange nachgedacht. Und jetzt?

Positiv:
  • Also, 139 Euro für 8 GB. Geht. Und reichlich Platz.
  • Die Unterverzeichnis-Struktur: funktioniert.
  • Klang? Bin zufriede. Etwas lauter könnte er sein bei leisen Aufnahmen. Aber: Ich habe zu wenig Vergleichsmöglichkeiten.
  • Aussetzer, die von anderen beklagt wurde, gehen auf die Rechnung des Touch-pads. Man muss halt das Gerätchen mit dem Schiebschalter "oben" sperren.
Negativ:
  • Bilder / Video -- noch nicht ausprobiert Aber das Display ist zu klein für Vergnügen.
  • Kein Radio, keine Aufzeichnungsfunktion.
  • Bedienung: Das sogenannte Touch-pad -- hakelig. Mal ploppt es, mal nicht. Ein Druckpunkt ganz normal wäre angenehmer.
  • Die Bedienung ist irgendwie nicht intuitiv. Die Schrift arg klein. Weh dem, der den Menüpunkt "Zufall" eingestellt hat und Sprachaufnahmen drauf hat: Da spricht dann Goethe gleich nach Jethro Tull.
Abgeschlossen ist das nicht. Aber ich überlege schon, ob ich mir nicht etwas Größeres, auch mit größerem Display für 150 Euro mehr hätte kaufen sollen. So eine Archos-Maschine zum Beispiel.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Ego-shooter

Nicht alle, die Ego-shooter spielen, bringen Menschen um. Aber einige eben doch. So zu lesen -- hier.

"Zu viele Stunden saß Felix vor seinem Computer, spielte einen Ego-Shooter, der erst ab 18 Jahren freigegeben ist. " Und die Eltern fragen erst jetzt: "Wie haben wir zulassen können, dass unser Sohn sich das Gehirn verseucht?"

Aber die Vertreter der simulierten, entspannenden Blutspritzerei sehen sich weiterhin "verteufelt". Kann jemand sie dazu bewegen mal klarzulegen, welche Gefühle der Entspannung sie empfinden, wenn sie auf dem Bildschirm realistisch Menschen oder auch nur Monster zerfetzen? Wäre es nicht an der Zeit, all die, die das simulierte Blutspritzen schön finden, mal psychiatrisch untersuchen zu lassen? Was treibt sie an? Was finden sie da bei dem Blut auf dem Screen schön und spannend? Ist das Ego-shooten nur eine Fortsetzung der Krimi-Lektüre mit anderen Mitteln? Oder doch was anderes?

Der Originalton, auf den ich mal nicht verlinke, und den ich auch nicht in Sachen Rechtschreibung und Zeichensetzung und Aussehen korrigiere, dieser Originalton klingt dann so:

"Diese welt besteht nur noch aus lug und betrug.wenn du nicht mit an der spitze(politik usw) mit dabei bist hast du schon verloren!Ich weiss nur das mich der Scheiss staat bayern voll ankotzt obwohl ich hier wohne.Heutzutage wird man eh nur noch verarscht."

Möchte man dem Verfasser dieser Zeilen nachts im schlechtbeleuchteten U-Bahn-Durchgang begegnen? Ist gesichert, dass er nicht irgendwann doch die Spielwelt mit der Wirklichkeit verwechselt? Wo verläuft, was die Gesetzgebung angeht, die Grenze zwischen Liberalität und staatlicher Total-Wurschtigkeit?

Mittwoch, 20. Juni 2007

Der Klügere gibt nach

Die Google-Suche mit dem folgenden Inhalt


ergibt 521 Treffer. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ich war auf der Suche nach Quellen und Unterlagen für die sehr kreative Volksmund-Weiterentwicklung: "'Der Klügere gibt nach', sagt das Sprichwort. Stimmt. Deshalb sind überall die Idioten an der Macht." Jetzt fehlt nur noch eine geistreiche und engagierte Diskussion zu der Frage: Ist das richtig?

---

Für den Anfang, wäre hier was nachzulesen. Wenn auch nicht vollständig zum Thema. Aber gut formuliert.

Nachtrag heute, 27.05.2012. Google-Funde: 660.000 Ergebnisse. Erstaunlich!

Montag, 18. Juni 2007

Rechtschreibung, wieder einmal

Tja, ich habe immer wieder meine Auflacher, wenn einzelne Neu-und-Kurios-Schreibungen mit in freier Sprachwildbahn begegnen. Aber das hindert mich nicht daran, zu sehen, dass gewisse Strömungen im Meer der Reformgegner doch allmählich zu Sekten werden. Ausweislich ihrer Verlautbarungen, wie etwa dieser hier:

"Freiheit, Tradition, Kultur und Sprache bewahren: Wir kippen die Rechtschreibreform!
Kaufempfehlungen für Erzeugnisse in der traditionellen Qualitäts- rechtschreibung
von
vielen Mithelfern und
Jürgen Frielinghaus
...
Stand vom 25. März 2007, 16:22 Uhr (03/25/2007 16:22:38)

Liebe Beschützer unserer Sprache,

ich erlaube mir, Ihnen Erzeugnisse zu empfehlen, die nicht auf den Rechtschreibpfusch der deutschsprachigen Kultusminister (siehe zum Beispiel das Resümee von Herrn Dr. Pohl) oder auf Zeitungshausorthographien umgestellt sind und Ihnen wegen der gewohnten Schreibweise beim Lesen Freude machen können. ..."

Terminliches

Er hat einen Termin vergessen. Den er keinesfalls vergessen wollte. Und er posaunt es in die Welt hinaus, damit er nicht an seiner Vergesslichkeit erstickt:

ICH BLÖDMANN!

Freitag, 15. Juni 2007

Die hohe, nicht die lange Lebenserwartung

Sprachen sind vermaledeit kompliziert. Das Deutsche so wie die anderen Sprachen. Okey, das zugestanden, halten wir mal dafür, dass es im Deutschen weiterhin eine 'hohe Lebenserwartung' gibt, und keine lange. Also, ihr lieben MSN-Nachrichten...

"Wo sich Blei im Blut und hochgiftige Gase im Trinkwasser finden, dort haben die Menschen keine allzu lange Lebenserwartung."

Nachtrag: Es sei nicht verschwiegen, dass ein entsprechender Googlefight von heute (18.07.2007) erbringt:

lange Lebenserwartung: 802.000
hohe Lebenserwartung: 697.000

Wieder einmal bin ich versucht, meinen alten -- natürlich politisch unkorrekten, aber dafür unabweisbar richtigen und unmittelbar nachvollziehbaren -- Vergleich zu bemühen: Wenn 100.000 mittelmäßige Schachspieler gegen einen wirklich guten Schachspieler antreten und die 100.000, wer halt grad drankommt, dürfen jeden Zug im Internet besprechen und dann per Mehrheitsentscheid beschließen -- wer gewinnt da wohl? Wahrscheinlch doch der eine, der um Klassen besser spielt, oder?

Dienstag, 12. Juni 2007

Bürgerliche Erziehung

Herr Gott! Ich bekomme meine Erziehung nicht mehr aus dem Körper. "vermeindliches" -- ich starre auf das Wort wie andernorts die Autobahn-Neugierigen auf den Unfall auf der Gegenfahrbahn starren. Nein, das sollte nicht sein. Aber -- was tun?

vermeindliches Firmware Upgrade. ~ 15. April 2005
Noname MP3 Player sind ja schon was spannendes. Im Manual steht:. Choose the new firmware program (you ...

Freitag, 8. Juni 2007

Konstruktivismus

Das habe ich schon seit Längerem (schreibt 'man' heute wirklich so - groß?) gewusst. Aber nun ist es amtlich. Wir machen die Dinge, die ohne uns nicht existieren würden. Ade Realismus, komm Extremer Konstruktivismus.

"Bekannt ist schon länger ... was ein Ding wirklich ist, kann im Augenblick der Messung aus weiter Ferne beeinflusst werden, weshalb die Welt im Innersten als nicht lokal angesehen werden muss, wie es nett und unbegreiflich heißt. Während das schon verrückt genug war, zeigen neue Experimente, dass dies leider nicht reicht, um die Atome zu verstehen. Man muss zusätzlich auf die Annahme verzichten, dass es die Atome wirklich - ohne unser Hinschauen - gibt.
Doch hier wehrt sich Aspect. Dieser Schluss sei "mehr eine Frage des Geschmacks als der Logik", schließlich gebe es mehr als einen Weg, nicht lokale Wechselwirkungen einzuführen.
Auf jeden Fall müssen wir den gesunden Menschenverstand aufgeben, wenn wir versuchen, die Atome zu verstehen. Hoffentlich halten wir an ihm fest, wenn wir versuchen, mit ihnen umzugehen."

Eine Frau des mittleren Managements

Sie ist ungefähr 40, geht mit nach außen zeigenden Fußspitzen und festen, soldatischen Schritten. Immer ein ironisch gemeintes Lächeln im Gesicht, das besagt: Vorsicht! Mit mir ist nicht gut Kirschen essen. Auf diese Weise hält sie sich die Menschen vom Hals. Menschen, Kollegen, die sie gleich darauf sucht, indem sie Sekretärinnen nachäfft. Was haben die doch für ein schlichtes Weltbild! Sie kann sich da ausschütten vor Lachen. Gleichzeitig trägt sie gerne etwas vorschnell die neueste Mode, die für die Jüngeren gemacht ist. Eine Art Unterrock zu Beispiel, der sie fraulich, wenn nicht gar sexy erscheinen lassen soll, und der mit ihrem Soldaten-Auftreten auf das Wunderlichste in Kontrast tritt. Was ihr fehlt, ist die Fähigkeit zur ruhigen Außensicht. Sie kann sich nicht mit den Augen der anderen sehen. Ihr Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe ...

Wer kennt sie nicht.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Witz

Der Herschel-Witz von Matussek.

Und dazu eine Prise Sex. Was will man mehr.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Der Fang seines Lebens

Ist das nicht wert festgehalten zu werden?

"Im Kärntner Weissensee ist einem einheimischen Angler der Fang seines Lebens gelungen: Der Mann zog einen Spiegelkarpfen mit 87 Zentimetern Länge und 24,48 Kilogramm an Land. Es ist dies der schwerste Fisch, der jemals in Österreichs höchstgelegenem Badesee gefangen wurde.

Der Karpfen landete übrigens nicht in der Bratpfanne, sondern wurde nach seinem "Landausflug" wieder in sein nasses Element entlassen."

Quelle: Kronenzeitung von heute

Dienstag, 5. Juni 2007

Eins-Live und der Swinger-Club

Die Kreativität nimmt und vor allem: die Links zur Kreativität nehmen rasant zu! Worauf die Menschen nicht alles kommen, also nein! Und dann gibt es die, die das, was dabei herausgekommen ist, beim Kreativ-sein, dann auch noch weitertragen. Hier zum Beispiel...

Jeden Tag eine gute Tat: Audacity


Audacity ist ein wunderbares, ausgefeiltes Programm zum Töne-Verwalten und -Verändern. Ein Schnittprogramm und vieles mehr. Umso bedauerlicher, dass die deutsche Audacity-Newsgroup, wie man halt so sagt, vor sich hin dümpelt. Mit den bescheidenen Mitteln, die ein zurückgezogen lebender Blog hat, wollen wir dagegen etwas tun.

Lob und Preis für dieses Freeware-Programm!
Ich wollte anfangs nicht glauben, dass es kostenlos ist.
Aber es ist so!

Also, downloaden, ausprobieren. Sich am Forum beteiligen!

Montag, 4. Juni 2007

Geldanlage / Aktien: Gebühren

Beim Aktienkauf auf die Gebühren achten

Beim Kauf von Aktien werden Gebühren fällig.

Mit Aktien lässt sich viel Geld verdienen. Das könnte man zumindest glauben, wenn man tagtäglich die Börsenberichte liest und den steigenden DAX vor der Tagesschau beobachtet. Doch wer tatsächlich mit Aktien gut fahren will, sollte sich auskennen und alle Nebenkosten mitberechnen.

Aktien-Anleger habe es nicht leicht. Erst müssen sie sich über eine Strategie im Klaren werden, dann müssen sie sich die entsprechenden Aktien herauspicken und dann auf einen möglichst günstigen Einstiegskurs warten. Aber das alles reicht nicht aus, denn so manche Bankgebühr macht das schönste Schnäppchen teuer.

Keine einheitlichen Gebühren

Die Direktbanken, die Banken, die Volksbanken und die Sparkassen erheben eine Gebühr beim Aktienkauf. Diese liegt zwischen 0,25 Prozent bei den meisten Online-Brokern und einem Prozent bei den Banken mit Filialgeschäft. Das bedeutet: Kaufe ich Aktien zu einem Kurswert von 2.000 Euro, werden Gebühren zwischen fünf Euro und 20 Euro fällig.

...

Autor: Stefan Wolff

Mehr gibt es hier: Quelle

Sonntag, 3. Juni 2007

Giftigst

Der Mensch als solcher liebt Superlative. Das giftigste Tier ist so ein erregender Superlativ. Aber wenn sich die "Ekschperte" nur endlich einig wären! (Einige Satzzeichen u. ä. habe ich Folgenden korrigiert.)

Vermutung 1: "Die Seewespe, die zur Gattung der Würfelquallen gehört, ist das giftigste im Meer lebende Tier. Ihr Körper ist fast transparent und mit langen Tentakeln die mit giftigen Nesselkapseln bestückt sind, die bei Berührung aufplatzen. Das Gift verursacht beim Menschen schmerzhafte, ja sogar tödliche Verletzungen."

Vermutung 2: "Ja, das giftigste Tier (Bis jetzt Bekannte!) auf diesem Planeten ist immer noch die Purpurfarbene Nacktschnecke aus der Spezies der "Kegelschnecken". Wer auf dieses Tier "latscht" , macht in Sekunden seine Augen zu, um sie nie mehr aufzumachen, je nach Kontaktflächengröße! Diese Spezies weiß wie man Richtig "rockt". Tod als Spontanerlebnis - mal ganz was Neues. Da ist man ganz schnell im Gehenna, auch ohne "letzte Ölung."

Vermutung 3: "Der Pfeilgiftfrosch auch 'Schrecklicher Blattsteiger' genannt verfügt über das wirksamste aller tierischen Toxine. Bereits 0,0001 Gramm seines Giftes reichen aus, um einen Menschen auf der Stelle zu töten. Das Gift gelangt über die Haut oder kleine Wunden in die menschliche Blutbahn. Das Tier sollte man also keinesfalls berühren."

Ok, OK! Mal im Meer, mal auf dem Land. Und so weiter. Und am giftigsten für wen? Bei welcher Wahrscheinlichkeit der Begegnung? Und absolut gezählten Todesfällen im Jahr 1999. Oder 2006? Und die Baumsteiger-Frösche sind in neun Gattungen und 228 Arten aufgeteilt, kann man irgendwo lesen. Das macht die Sache auch nicht einfacher.

Und dann am Ende immer die ganz Schlauen! Die haben wieder mal herausgefunden: Natürlich ist der Mensch das gefährlichste Tier. (Also nicht ich oder du oder Sie -- der Mensch im Allgemeinen.) Und, auch wenn es etwas arg metaphorisch ist, auch das giftigste Tier ist der MENSCH als solcher. Denn der Mensch kann Soman, Sarin und Tabun verabreichen. So die Oberschlauen, die keine Scheu kennen.

Horst Mahler als Politik-Theorem

Wer alle Aspekte des Politischen verstehen will, kommt an der Akte HORST MAHLER nicht vorbei. Selbstverständlich ist da nicht alles enthalten, was man für eine Theorie des Politischen so braucht; aber jene Mischung aus zu vermutenden traumatischen Kindheitserfah- rungen, einer daraus resultierenden Ich-Schwäche bei gleichzeitigem Streben nach Höherem und nach Anerkennung, die vorhandene Zelle 'Berühmtseinsbedürfnis' mutiert und wandelt sich zum Herostaten- tum. Dass 'geistige Gesundheit' im Bereich der Politik immer etwas arg Relatives ist, sollte klar werden, wenn bei HM als Exempel genauer hinschaut. Wie sich die etablierte Politik mit der herostratischen berührt, lässt sich kaum jemals so schön beobachten.

Wenn man also verstehen will, was den "normalen Politiker" in Anteilen so umtreibt und zu Taten bewegt, muss man den Horst Mahler studieren. Ein Anfang findet sich in der Wikipedia hier:

"Mahler war Mitglied in der SPD, wurde aber 1960 ausgeschlossen, da die Partei eine Unvereinbarkeit der Mitgliedschaften in SDS und SPD erklärte. Ab 1964 schloss Mahler sich mit dem SDS der Außerparlamentarischen Opposition (APO) an. In dieser Zeit war er als Anwalt für strafverfolgte Studenten tätig.

1970 trat er in die RAF ein. Er war an der Planung zur Befreiung von Andreas Baader und an drei Banküberfällen im September 1970 beteiligt. Nach der Befreiung Baaders flüchtete er mit ihm, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und etwa 20 weiteren Mitgliedern der RAF nach Jordanien, um sich dort für den bewaffneten Kampf ausbilden zu lassen.

Am 8. Oktober 1970 wurde er in Berlin verhaftet und später wegen Bankraubs und Gefangenenbefreiung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Seine Verteidigung hatte der spätere Innenminister Otto Schily übernommen.

1974 wurde Mahler noch während der Haft wegen seiner Mitgliedschaft in der maoistischen KPD (M) und anderer ideologischer Differenzen mit Andreas Baader aus der RAF ausgeschlossen. Im Februar 1975 entführte die Bewegung 2. Juni den Politiker Peter Lorenz, um die Entlassung Mahlers und sechs seiner Mithäftlinge zu erpressen. Mahler blieb als Einziger freiwillig im Gefängnis, die sechs Mithäftlinge wurden freigelassen.

Mit Hilfe seines damaligen Rechtsanwalts, des späteren Bundeskanzlers Gerhard Schröder, wurde Horst Mahler 1980 nach Verbüßung von zwei Dritteln der verhängten Strafe vorzeitig aus der Haft entlassen. Sein Bewährungshelfer wurde Helmut Gollwitzer. 1987 wurde er nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs wieder als Anwalt zugelassen. In diesem Verfahren zur Wiederzulassung wurde Mahler wiederum von Gerhard Schröder anwaltlich vertreten.

Das Buch "Der Minister und der Terrorist" dokumentiert Mahlers Gespräche mit dem ehemaligen Innenminister Gerhart Baum (FDP)."

...

"Während der Haft erhielt Mahler unter anderem Besuch von Günter Rohrmoser, einem national-konservativen Sozialphilosophen und Mitglied der von der sozial-liberalen Bundesregierung eingesetzten Kommission zur Erforschung der geistigen Ursachen des Terrorismus. Daraus entstand eine persönliche Freundschaft.

Am 1. Dezember 1997 hielt Mahler erstmals seit seiner Haftentlassung zum 70. Geburtstag von Rohrmoser in Stuttgart vor Gästen des Studienzentrums Weikersheim, darunter Hans Filbinger, eine Laudatio auf Rohrmoser. Darin forderte er u.a., das „besetzte“ Deutschland müsse sich von seiner „Schuldknechtschaft“ zum aufrechten Gang seiner „nationalen Identität“ befreien. Dies sahen ehemalige Weggefährten im SDS wie Günter Langer oder der Politikwissenschaftler Alfred Schobert als Coming out einer rechtsradikalen Gesinnung. Rohrmoser dagegen erklärte 1998, seine und Mahlers Positionen seien identisch, und lobte Mahlers Haltung als „national-christlichen Konservativismus".

Mit Franz Schönhuber schrieb Mahler das Buch 'Schluß mit dem deutschen Selbsthaß'. Er sah mittlerweile das Germanentum als „Mittel der Gesundung des deutschen Volkes”.

Im Jahr 2000 trat Mahler in die NPD ein. In seiner Presseerklärung zu diesem Parteieintritt vom 12. August 2000 hieß es, dass er das Grundgesetz für ein „Provisorium für die Übergangszeit bis zur Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches” halte. Von 2001 bis 2003 übernahm Mahler die anwaltliche Vertretung im gescheiterten NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Seine Schriftsätze an das Gericht bestanden in weiten Teilen aus ideologischen Textpassagen unterschiedlichster Herkunft. Er gehörte zwischenzeitlich zu den Führungsfiguren der NPD, trat aber nach der Einstellung des Verbotsverfahrens 2003 wieder aus der Partei aus.

Im November 2003 gründete er einen „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten” (VRBHV), dem neben Mahler selbst eine Reihe bekannter Holocaustleugner angehören.

Mahler vertritt seit seiner Haftentlassung auch antisemitische Positionen. Ab Februar 2004 stand er als Mitgründer des rechtsextremen Deutschen Kollegs zusammen mit Reinhold Oberlercher und Uwe Meenen wegen Volksverhetzung vor dem Berliner Landgericht. Grund war ein im Oktober 2000 von ihnen publiziertes Pamphlet mit dem Titel „Ausrufung des Aufstandes der Anständigen”, in dem unter anderem das Verbot der jüdischen Gemeinden in Deutschland, die Ausweisung aller Asylbewerber, „aller arbeitslos gewordenen Ausländer” sowie eine Reihe von weitergehenden drakonischen Maßnahmen gefordert wurden. Mahler wurde zudem vorgeworfen, dass im September 2002 mit seiner Billigung in der Parteizentrale der NPD in Berlin-Köpenick ein Schriftstück an Journalisten verteilt worden war, in dem der Hass gegen Juden als „etwas Normales” bezeichnet wurde.

Nachdem er während des Prozesses den Richtern, den Schöffen und dem Staatsanwalt die Todesstrafe nach dem Reichsstrafgesetzbuch angedroht und im Gericht antisemitische Äußerungen gemacht hatte, erteilte das Amtsgericht Tiergarten Mahler am 8. April 2004 ein vorläufiges Berufsverbot. Ähnliche Todesdrohungen gingen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und zwei Anwälte der Partei Die Grünen. Wegen der antisemitischen Kommentare erhob die Staatsanwaltschaft eine neue Anklage. Während des Prozesses ordnete das Landgericht an, Mahler von einem psychiatrischen Sachverständigen begutachten zu lassen (Az 502-10/04). Er wurde schließlich zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt.

Um Mahlers Teilnahme an einer geplanten Teheraner Holocaustkonferenz zu verhindern, wurde ihm im Januar 2006 für einen Zeitraum von sechs Monaten der Reisepass entzogen. Es wurde befürchtet, dass Mahler auf dieser Konferenz zum Schaden des Ansehens der Bundesrepublik Deutschland erneut antisemitische Äußerungen tätigen würde.

Als die Konferenz am 11. und 12. Dezember 2006 stattfand, verbüßte Mahler in Deutschland eine neunmonatige Haftstrafe wegen Volksverhetzung. Grund waren seine Äußerungen als Anwalt im Verbotsverfahren gegen die NPD, darunter: Hass auf die Juden sei etwas „ganz Normales“ und „das untrügliche Zeichen eines intakten spirituellen Immunsystems, also von geistiger Gesundheit – eine Gesundheit, die Juden – zu recht – fürchten.“

So hat Mahler seinen Antisemitismus seit dem Gerichtsurteil von 2002 fortlaufend bekräftigt und versucht ihn u.a. über Sylvia Stolz auch im Internet weiterzuverbreiten."

Samstag, 2. Juni 2007

Sauerbraten mit drei Sternen

Das wollte ich doch noch festhalten. Unbedingt. Und wenn ich es gekocht habe, melde ich mich noch einmal und sage, wie es gechmeckt hat. Versprochen!

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So geht Sauerbraten mit drei Sternen

In Deutschland gibt es derzeit sechs Köche, die mit drei Michelin-Sternen dekoriert sind. Sie alle haben aus Liebe zur deutschen Küche traditionelle Gerichte neu für uns interpretiert. In Folge drei unserer Serie zeigt Christian Bau seine Version des badischen Sauerbratens - ein sechs Tage marinierter Rinderbraten mit Baroloessigjus.

Christian Bau, 34, kocht im Restaurant "Victor's" im Hotel "Schloss Berg" in Perl-Nennig an der Mosel

Wer mit 34 Jahren schon drei Sterne hat, muss einiges richtig gemacht haben. Im Fall Christian Bau heißt das: weltweit die Trends der Spitzenküche beobachten, Impulse aufgreifen, verfeinern und eigene Akzente setzen. Gepaart mit einer riesigen Portion Talent und einem genialen Lehrer wie Harald Wohlfahrt war der Weg zum Koch der Meisterklasse quasi vorgegeben.

Baus Restaurant "Victor's" im Hotel "Schloss Berg" in Perl-Nennig liegt in Rufweite zur französischen Grenze, auch deshalb verwendet er fast nur französische Produkte. Aber geboren wurde er in Offenburg, und das leugnet er keineswegs. Seine Rinderschulter ist eine verfeinerte Variante des badischen Sauerbratens. "Eines meiner Leibgerichte", sagt Bau. "Viele Gäste fragen nach dem Braten, obwohl er nicht mehr auf der Karte steht." Für Notfälle hält Bau aber stets eine Rinderschulter bereit.

Rezept: Marinierter Rinderbraten mit Baroloessigjus
Zutaten für vier Personen

600 g Mittelbug von der Rinderschulter
4 Tournedos vom Rinderfilet à 90 g
Für die Marinade:
1 l Rotwein
2 EL Baroloessig
200 ml roter Portwein
2 Lorbeerblätter
10 Pfefferkörner
200 g Schalotten
100 g Champignons
50 g Staudensellerie
50 g Karotten
800 ml Kalbsjus
Für die Markklößchen:
50 g ausgelassenes Rindermark
2 Eigelb
50 g Mie de pain (zerkrümeltes, püriertes Toastbrot ohne Rinde)
10 g gehackte Petersilie
1 l Geflügelfond
100 ml Olivenöl
20 Perlzwiebeln
2 Lorbeerblätter
2 Rosmarinzweige
4 Thymianzweige
1/4 Knoblauchzehe
2 Stück brauner Würfelzucker
Salz und Pfeffer aus der Mühle
200 g herkömmliches Selleriepüree
Salz, Pfeffer, Muskat

Vorbereitung

Den Mittelbug von Häuten, Sehnen und Fett befreien und die Abschnitte klein schneiden. Dann die Abschnitte und den Mittelbug mit dem Rotwein und Portwein, Gewürzen und Gemüse fünf bis sechs Tage marinieren.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen und trockenlegen. Den Mittelbug mit Salz und Pfeffer würzen und scharf anbraten, danach zehn Minuten bei 150 Grad in den Backofen stellen.
Nun den Rotweinfond passieren, Essig beigeben und einmal aufkochen lassen. Den Mittelbug und etwas von dem Fond in einen Vakuumbeutel geben, verschweißen und bei konstant 60 Grad 60 Stunden garen.

Zubereitung

Die vorbereiteten Abschnitte und das Gemüse in einem Topf anbraten, mit dem Schmorfond auffüllen und etwa um die Hälfte reduzieren lassen. Die Kalbsjus aufgießen und alles nochmals um ein Drittel reduzieren.
Das ausgelassene Rindermark aufschlagen, Eigelb und die fein gehackte Petersilie unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat nach Belieben würzen, danach das Mie de pain unterrühren. Schließlich die Masse in Klößchen abdrehen und etwa fünf Minuten in Geflügelfond sieden lassen.
Das Olivenöl mit den Perlzwiebeln, den Kräutern und Knoblauch erhitzen. Braunen Würfelzucker dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und im Backofen bei 160 Grad circa 30 bis 40 Minuten weich garen.
Wenn das Gemüse gar ist, das heiße Öl abschütten und abkühlen lassen. Zur Aufbewahrung die Perlzwiebeln wieder in das erkaltete Öl geben.
Anschließend die Tournedos mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen und ringsherum scharf anbraten. Danach in Butter nachbraten, bis das Fleisch den gewünschten Garpunkt hat. Den vorbereiteten Mittelbug in Scheiben schneiden und mit den Perlzwiebeln in der Sauce nochmals warm machen.

Anrichten

Das Selleriepüree erhitzen und auf den Tellern anrichten. Die Markklößchen und die Rinderschulterscheiben auf die Teller legen. Die Tournedos längs halbieren und dann die Filets auf die Rinderschulter legen. Mit der nochmals abgeschmeckten Sauce saucieren.
Mein Tipp für die Leser der "Welt am Sonntag": Denken Sie unbedingt daran, bei der Garmethode "Niedrigtemperatur" ständig die Hitze zu überprüfen (immer ein Thermometer im Wasserbad halten), es ist nämlich sehr wichtig, die Temperatur unbedingt konstant zu halten.
Bei Temperaturschwankungen wird das Ergebnis verfälscht.


1. Juni 2007, 15:24 Uhr
Von Robert Lücke


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Nachtrag, wie versprochen: Ja, war damals ganz gut. Allerdings: Der Sauerbraten meiner Mutter hat mir immer noch besser geschmeckt. 

Rechtschreibung, wieder einmal

Ich, der mich mich von berufswegen schon nicht aufregen darf, ich ärgere mich doch, wenn ich daran denke, dass einstens Sprachwissenschaftler mit deppertem Sinn und zerbrochenem Sprachgefühl diese Differenzierunge in der Schreibweise einfach weggeben wollten. Eine Schreibdifferenzierung, , in der ja eine Ausspracheunterschied liegt.

'Sie war weitergesprungen / weiter gesprungen.'

Man hätte diesen tumben Männern nachträglich ihre Doktor- und Professorentitel wegnehmen und sie zu ewigem Schweigen verdonnern sollen!