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Mittwoch, 30. Januar 2008

Noch'n Quiz!

Die WELT bringt einen Test. Ob man als Erwachsener, der Grundschüler spielt, wohl fürs Gymnasium geeignet wäre. Ich habe 26 von 29 richtige Antworten und wäre wohl sio eben noch geeignet. Aber eben -- drei falsche Antworten! Eine Aufgabe, bei der ich falsch liege, verstehe ich dabei im Ansatz nicht.

Nämlich diese:

Musik: Im Kinderlied "Der Kuckuck und der Esel" streiten die beiden darum, …
… wer wohl am besten sänge.
… wer wohl am schnellsten liefe.
… wer wohl am höchsten klett're.
… wer wohl am schwersten trage.

Mathematik: Auf der deutschen Ein-Cent-Münze sehen wir …
… eine Kirchenfassade.
… ein Portrait.
… einen Triumphbogen.
… ein Eichenblatt. xxx

Sachkunde: Welches Tier hält weder Winterschlaf noch Winterruhe?
Igel
Hase xxx
Bär
Siebenschläfer

Religion: Welcher Feiertag ist nicht auf einen bestimmten Termin festgelegt?
Nikolaus
Heilige Drei Könige
Ostern xxx
Heiligabend

Musik: Welches Instrument ist kein Schlaginstrument?
Cembalo
Triangel
Trommel
Tamburin

Usw. Oder:

Deutsch: Das Märchen "Die kleine Meerjungfrau" wurde geschrieben von …
… den Gebrüdern Grimm.
… Wilhelm Hauff.
… Hans Christian Andersen.
… Gerdt von Bassewitz.


Religion: Der Nikolaustag ist benannt nach …
… dem Heiligen Klaus von Köln in Deutschland.
… dem heiligen Nikolaus von Myra in der Türkei. xxx
… dem heiligen Niccolò von Assisi in Italien.
… dem heiligen Nikolaos von Samaria in Griechenland.



Wunderbar, auf in die 2. Klasse mit dem Fach Deutsch: Das Alphabet hat seinen Namen von …
… den Grammatikschulen des Mittelalters.
… den ersten beiden Buchstaben des griechischen Alphabets.
… dem deutschen Duden.
… Martin Luther.


Sachkunde: Von der Kartoffelpflanze essen wir …
… die Knolle.
… die zur Frucht gereifte Blüte.
… die Wurzel.
… die verdickten Stiele.

Dienstag, 29. Januar 2008

Microsoft Explorer - Offener Brief

Liebe Firma Microsoft,
warum beschäftigen Sie nicht einen Menschen mit kleinen PC- und normalen Alltagskenntnissen? Der hätte Ihnen doch sofort gesagt, dass in einem Allround-Explorer nicht in erster Linie Musik verwaltet wird. Sondern Text-, Bild- und sonstige -Dateien. Warum also bekomme ich als Normalvorgabe dann die Musikidauer und Sternchen für die Bewertung vorgesetzt? Im Internet geht eine rege Diskussion vor sich, wie man das dauerhaft verändern kann. So kann man die Zeit der User sinnlos an sich reißen.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Päda-go-go!

Nehmen wir mal an, Sie sind von Beruf -- nun ja: Psychologe mit Spezialsierung "Lehrerpsyche". Oder so ähnlich. Und sie haben heute eine Lehrerfortbildungsveranstaltung hinter sich. Als Clou ist Ihnen für diese Veranstaltung Folgendes eingefallen: Sie haben gleich am Anfang die These aufgestellt, dass wir alle, also auch Lehrer, von Vourteilen gesteuert sind. Das haben Sie dann ausgetestet. In einem Quasi-Selbstversuch. Sie haben gesagt: "Also, stellen Sie sich einmal vor, ich wäre Lehrer. Für Deutsch und Englisch. Versetzen Sie sich für einen Moment in die Schülerrolle. Wie gut wäre ich wohl als Lehrer? Benotet mit einer Schulnote. Wenn Sie wollem mit Plus oder Minus."

An Selbstbewusstsein mangelt es Ihnen nicht. Sich selbst würden Sie, von wegen Bescheidenheit, keine glatte 1 geben. Sondern eine 1-. Wegen Ihrer angeborenen Bescheidenheit.

Dann in der ersten Pause blättern Sie die Zettel durch, die Sie eingesammelt haben. 3, 4, 3-, 2-, 4, 4, 3+, ... Einer hat dazugeschrieben, ein Mann, da sind Sie sicher, wahrscheinlich der aus der zweiten Reihe links am Gang: "Übrigens: Ich bin eine Lehrerin!" Eine andere, ziemlich sicher eine Frau, hat einen dicken Strich gemacht und angemerkt: "Diese Frage ist ohne Kenntnis der Schulsituation unsinnig!"

Und was ist da mit Ihren Vourteilen?

Sie schauen in das Publikum vor sich. Diese allzeit zur Kritik bereiten Gesichter. Was wird uns von dem wohl geboten? Die gute alte 'Erziehung zur Kritikfähigkeit', hier ist sie an ihr zum Selbstzweck gewordenes Ziel gelangt. In den Köpfen, die Sie vor sich sehen ist eine stumpfe Kritikfähigkeit am Werkeln. Beständing lauernd. So wenig Denkfähigkeit war nie...

Die Lehrer? Ja, klar, die sind immer noch da. Und Ihre eigenen Vorurteile? Auch. Und sie sind jetzt verstärkt, Ihre Vorurteile. Lehrer sind, erstens, Besserwisser, zweitens unkreativ, was, drittens, das Prädikat denkfaul nach sich zieht. Kein Wunder. Immer sind Lehrer mit per definitionem Unterlegenen konfrontiert, denen sie die Welt erklären dürfen. Immer in der überlegenen Position. Wissenschaft auf Sparflamme. Bis zum 65. Lebensjahr vor sich hinköchelnd. Und viertens? Noch einmal: Besserwisser. Für den Lehrer gibt es das Faktum und die Sicherheit des Faktischen, wo es für vernünftige Menschen erst einmal die Besinnung, das Nachdenken, das Überlegen und die Unsicherheit des Nachdenkens gibt.

Dann sagen Sie sich, dass Jürgen von der Lippe, selbst wohl als Lehrer ausgebildet, zwar vielen Schmarrn gemacht, aber eben auch ein paar Perlen aus der Schale geholt hat. Beispielsweise jenes Lied "Päda-go-go!"

"Wer bringt sich ein, wer macht nie zu,
wer sieht im Ich auch stets das Du?
Wer ist politisch und als Mensch ein Gewinn?
Der Lehrer und die Lehrerin!"

Ach ja! Wie ist Ihre Fortbildungsveranstaltung eigentlich gelaufen?

Dacht ich's mir doch. Beschissen. Ein Haufen besserwissererischer, motzender Pädaogen war am Nachmittag vor Ihnen. Im Ton und in der leerlaufenden Kritikfähigkeit schlimmer als jede von der Leine gelassene Mittelstufenklasse.

Na gut, es ist Abend, und Sie haben es hinter sich. In Zukunft werden Sie dieser Klientel einfach aus dem Weg gehen. Ein Psychologe hat so viele Zielgruppen wie er will.

Und leicht schaudernd erkennen Sie jetzt nach dem zweiten Bier: In allen Zielgruppen ist was von den Lehrern! Und Sie sagen sich: Kein Wunder. Es kann gar nicht anders sein. Schließlich sind alle Menschen in diesem Land mal zur Schule gegangen.

Schu-hu-ule! Schub-schubi-du!

Gesellschaft der Wolkenliebhaber

Ich glaube, bei der Cloud Appreciation Society werd ich Mitglied. Angeblich kostet das nur eine einmalige Aufnahmegebühr von fünf Euro. Hat der ORF gemeldet. Aber das ist es ja eh nicht. Es einfach eine gute Idee, eine solche Gesellschaft zu gründen.

Ikea-Hacking verhindern!

Liebe Ikea,

vielleicht ist es ein Versuch, Veränderungen an deinem geistigen Eigentum mitsamt seiner Fehler zu schützen, also Ikea-Hacking, zu verhindern. Fakt ist jedenfalls: Wenn man das Schubladen-Element zum Schreibtisch JONAS zusammenbaut, stehen die Halteschrauben der Schienen ein Stück weit vor. Was dazu führt, dass ich jedenmal ziemlich kräftig ziehen muss, um diesen "Druckpunkt" zu überwinden und die Schubladen aufzubekommen. Bei einem Schrank auf Rollen besonders lustig, weil jedesmal der Schrank mitfährt, wenn man zieht.

Der Mensch, der gewohnt ist, solche kleinen Ikea-Fehler selbst auszubügeln sucht sich eine kleine Holzschraube, mit einem flachen Kopf. Entsprechende Löcher in der Schiene sind ja vorhanden. Anschließend soll natürlich die Hindernis-Schraube raus.

Nun aber! Wenn man die Schraube mit dem Rundkopf dreht, kommt das Beste. Sie lässt sich nicht mehr rausdrehen! Sie dreht durch. Aber auch wieder nicht so sehr, dass man sie von innen mit Hilfe eines schmalen Schraubenziehers o. ä. rausklopfen könnte. Da hält die Schraube bombenfest. Was bleibt? Wohl dem, der eine vorne ganz schmale Elektrozange hat, mit deren Hilfe er den Schraubenkopf in der schmalen Führungsschiene gerade noch drehen kann. Das dauert dann ungefähr eine Viertelstunden. Immerzu drehen mit gleichzeitigem kräftigen Ziehen. Dann ist die Schraube endlich raus. Und die Nerven liegen blank.

Offener Brief an AOL in Sachen Kundenfreundlichkeit

Liebe AOL,

nun bin ich schon so lange bei dir Mitglied, und dennoch schottest du dich ab wie Rapunzel, und ich finde nicht mal lange Haare zum Raufklettern.

Da ist also, beispielsweise das:



Da kann ich also in deiner Gruppe in die Betreff-Zeile schreiben, nicht aber in das Inhaltsfeld. Und als ich das über die Betreffzeile melden will, kommt -- irgendwie höhnisch -- die Aufforderung, doch irgendwas zum Inhalt einzugeben. Man kommt sich doch ein wenig vera... vor. Mit Recht, oder?

Gehen tut's übrigens um das: Ich habe vor Tagen eine Mail bekommen, die ich als Pishing-Versuch einstufen würde. Und da wollte ich halt mal fragen, ob ich da richtig liege. Ich kopiere jetzt hier ein und nehme alle Links raus. Um nicht andere in Gefahr zu bringen.
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Dienstag, 15. Januar 2008

Vanitas

Wenn man große Wahnsinne einordnen will, die Zeit der Nazis beispielsweise, dann muss man erst einmal erkennen: Der Mensch als solcher ist für alle Bizzarerien gut. Eine davon, die man nur aus sicherer Entfernung erträgt, geht heute durch die Nachrichten: "Laut Anklage war ihr [der Mutter] der vier Monate alte Sohn am 3. Juli 2007 auf dem Weg in den Garten aus dem Arm geglitten. Aus Angst, ihr Wunschkind würde ein Leben lang schwerstbehindert bleiben, habe sie den Kopf des Babys rund ein Dutzend mal gegen die Treppenstufe geschlagen. Später soll sie im Wohnzimmer gegen den Kopf des Kleinkindes getreten haben."
Ein anderer Bericht.
Soll man diese Handlungsweise verurteilen? Es hat keinen Sinn. Ein Wunschkind, die Angst, dass das Kind behindert sein könnte und dann als Lösung das? Nein. Da steckt natürlich etwas unbegreiflich Anderes dahinter.

Samstag, 12. Januar 2008

Fotos - minimalistisch

Heute, spontan, die Einrichtung eines Foto-Blogs. Thema und Programm: Minimalismus.

Blogger über das Bloggen

Eine solche Linksammlung musste einfach her!

Wie soll ich bloggen? 1

ROMULUS

Dass ich nichts vergesse, hat G. einmal gesagt. Halb bewundernd, halb vorwurfsvoll. Also also vergesse ich auch das nicht. Aber ich nehme die entsprechende Seite raus. Noch ist es nicht so weit.
Sonntag, 22. April 2007

Ein Roman neuen Typs

Die Grundsätze, die diesem "Roman neuen Typs" zugrunde liegen werden:

Form und Inhalt des ROMULUS werden reflektiert, besser und exakter, als literaturwissenschaftliche und feuilletonistische Interpreten das nach Vorliegen des Texts tun könnten. (Das richtet sich direkt gegen das Reich-Ranicki-Diktum -- das viele Literaturwissenschaftler als gesichert verinnerlicht haben: dass nämlich Autoren von den Kompositionsprinzipien ihrer Texte so viel verstünden wie die Vögel von der Ornithologie.)
Die Möglichkeiten des neuen Mediums Internet werden in das Schreiben mit einbezogen.
Es ist soweit: Literatur und Religion bewegen sich aufeinander zu. (Das sollte, bitte, so, und so missverständlich wie es ist, akzeptiert werden. Was damit gemeint ist, wird erst klar werden, wenn der Roman fertig ist.)

Gepostet von Haizara unter 03:01 0 Kommentare

Labels: Literatur und Internet, Literaturkritik, Reich-Ranicki


Samstag, 21. April 2007
Der Beginn der Vorbereitungen


Ich beginne mit der Vorbereitung zu meinem Roman ROMULUS.

Zur Vorgeschichte.

Die erste Fassung, oder besser: den ersten Versuch, habe ich vor 37 Jahren geschrieben. 60 Seiten, ohne genauen Plan. Die Idee war, dass sich ein Bild aus dem vorausgehenden ergeben müsste.


*


Die erste Szene: ein junger Mann sitzt in einem Café, das am Fuß einer sehr hohen Mauer liegt, und versucht zu beschreiben, was nun beginnt. Er lebt in "der Stadt", und in dieser Welt, in der der junge Mann lebt, gibt es nur diese eine Stadt. Eine der wichtigsten Institutionen der Stadt sind die "Märchenerzähler", die die Gegenwartsmythen der Stadt erschaffen.
Zu den uralten Mythen der Stadt gehört eine Geschichte, die besagt, es gebe "das Meer". In dieser Welt gibt es kein reales Meer. Nur diese alten Geschichten sprechen davon. Allerdings gibt es Brunnen in der Stadt, aus der das Wasser stammt und in die sich die psychisch Kranken stürzen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Sie hoffen, dass sie durch die Brunnen zum Meer getrieben werden.
Der junge Mann, Romulus, will Märchenerzähler werden, und tatsächlich hat er an diesem erfahren, dass er versuchen kann, ein Erzähler zu werden. Allerdings, so hat der Mann, der ihm das mitgeteilt hat und der sein erster Lehrer werden wird, gesagt: Von den vielen jungen Männern, die versuchen, Märchenerzähler zu werden, scheitern beinahe alle während der Ausbildung. Denn diese Ausbildung ist lang und hart.
Es folgt die Beschreibung der Ausbildung des Romulus.


*


Vor 20 Jahren habe ich versucht, die erste richtige Fassung zu schreiben. Immerhin ein Versuch, der fast zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Dann habe ich aufgegeben. Es war klar, dass ich "noch immer nicht so weit" war.


*


Jetzt also ist es so weit. Ich habe noch eine Vorbereitungszeit von einem Jahr. In dieser Zeit will ich Notizen, die ich über die ganze Zeit hin angefertigt habe, zu ordnen, die theoretischen Probleme zu erörtertn. Probefassungen wird es hier nicht geben.

Die neue und wirklich mit dem ursprünglichen Gedanken nur noch lose verbundene Geschichte der nachfolgenden dritten, der wirklichen Fassung, ist mir vor ungefähr 5 Jahren in Umrissen klar geworden. Seitdem habe ich sie in der Vorstellung ausgebaut. Jetzt also der Anfang der Vorbereitungen, während ich noch an einem anderen Roman schreibe.


Gepostet von Haizara unter 03:38 0 Kommentare

Labels: Entwurf, Literaturtheorie, Roman

KD Wolff

Was es im Laufe des Lebens nicht so alles gibt. Auf einem recht knappen Umweg, den K. findet, ein Kontakt zu KDW. Und er ist, mit Lebengefährtin, Musikwissenschaftlerin, auf einmal zu Gast im Bauernhof. Wo er prompt auf der ausgetretenen Treppe ausrutscht und sich verletzt. Das Bewusstsein der Ironie: Wenn SDS-Führer in die Jahre kommen! Das ist eine Metapher für das und ein Trinkspruch auf das Leben als solches. Jetzt ist noch herauszufinden, ob KD der Stroemfeld-Verleger wurde, weil er er Sohn von Kurt Wolff ist. Auch Verleger. Lassen wir es langsam angehen ...
KDF -- sein notorisches Betteln sollte ihm mal jemand abgewöhnen. Es ist und bleibt eine dumme Marotte.
Später stehe ich auf der Buchmesse mal rechts von KDF, während er mit jemandem spricht. Eigentlich wollte ich ihn dann ansprechen und sorgsam und langsam auf den Bauernhof geleiten. Aber sofort war mir klar, dass ein Mann, der so vielen Menschen begegnet, daran keine Erinnerungen mehr haben wird. Also gehe ich still weiter.
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Mittwoch, 9. Januar 2008

Verkehrsrowdy ...

... das ist ein Wort, das nach Oma klingt, die ängstlich mit 110 km/ auf der Autobahn unterwegs ist und sich ständig bedrängt fühlt.

Das ist so ein anderer Fall: Den, der mit dem Kennzeichen RO MC 45* vorhin, um 13:55, auf der Autobahn bei Brannenburg Richtung Innsbruck Innsbruck mit seinem Mercedes-SUV mit geschätzten 210 km/h herankam und seine Karre bis auf vier Meter auf meine 170 km/h heranbrachte, sodass ich sein Gemüsegärtlein-Bärtchen im Rückspiegel erkennen konnte, den sollte ich eigentlich anzeigen, glaube ich. Aber -- würde es was nützen?

Nachdem aber Schüler ihre Lehrer ganz offiziell benoten dürfen, darf ich das denn auch bei solchen Zeitgenossen? Auch mit Nennung der letzten Stelle des Kennzeichens?

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NACHTRAG zu gestern, 21.01.2008, auf dem Weg von Unterhaching nach Ottobrunn, 9:16. Da gibt es eine Einfädelspur für die, die von der Autobahn kommen. Amüsiert beobachte ich, wie einer aus der normalen Spur nach rechts fährt, um eine alte Dame, die ihm zu langsam ist und zu viel Abstand hält, rechts zu überholen. Freie Fahrt dem Tüchtigen, den nichts aufhält!

Aber dann! Da wo's einspurig wird schießt ein kleiner schwarzer Smart rechts ran. Ich habe versucht einen halbwegs vernünftgen Sicherheitsabstand zu halten. Da passt der Smart M LH 57* mitsamt seinem Werbeaufdruck natürlich -- kurzes Reißen am Lenkrad, und ZACK! -- prima rein. Als ich reflexartig hupe, weil ich fast auf ihn draugefahren wäre, hupt der Smart fröhlich zurück.

Also, liebe Leute! So wird man ein tüchtiger, durchsetzungefähiger Münchener. Einer, der's natürlich, weil er ja tüchtig ist, immer eilig hat, und so fährt man als solcher. Damits ihr's nur mal wisst! (Vielleicht war's aber a bloß a zuzogner Preiss, a tüchtger, damischer, a gscherter!)

Tour de France

Das Assoziationsvermögen des Menschen ist zuweilen arg deppert. Des Menschen. Meins also auch. Ich lese bei Ebay, bei einem Rudergerät, nicht bei einem Fahrrad: "Trainieren wie die Tour de France Profis mit einer Pulsanalyse!" Sofort liegt mir die Frage auf der Zunge, respektive auf der Tastatur: "Liefern Sie auch die entsprechenden Dopingmittel?" Nicht sonderlich witzig. Aber so funktioniert das Denken eben. Für eine Pointe die Großmutter und die eigene Reputation verkaufen ...

Martin-Walser-Extreme

Martin Walser, wie alle literarischen Männer, die das Extreme nicht scheuen, schwadroniert über Samenerguss -- als Ausschüttung -- und das Schlucken von Samen. Das ist ein wenig besser als jener Paradimensatz "... und er befreite sich in sie". (Der ist nicht von Martin Walser, schon recht.) Natürlich ist das alles vom "Erzähler" der von "Rosa" erzählt, es ist natürlich nicht vom "Autor".

Ikea-Soziologie

Ich bestelle bei den praktischen Soziologen eine umfassende Untersuchung zu der Frage, was den Erfolg von Ikea ausmacht. Dabei sollte Hilfe eingeholt werden: Gefilmt werden muss unbedingt der Weg zum Beispiel einer Schreibtischkombination JONAS vom Kauf bis zum endgültigen Aufstellen am bestimmten Platz. Genau sollte geachtet werden, wie die Leute mit der Tatsache umgehen, dass beim Umdrehen des Schubladen-Elements die Rollen dauernd abfallen. Auch andere Feinheiten dieser Art.
Ach ja, der Erfolgsfaktor. Vorab muss so einiges gesagt werden. Etwa dass, wenn wir die Zusammenbau-Zeit zu der Kaufzeit mit nur 15 Euro pro Stunde ansetzen, die Preise realistischer werden . (Oder mal den Zusammenbau-Dienst, den es auch gibt, antreten lassen und bezahlen.)
Aber der Erfolg von Ikea kommt wahrscheinlich doch von dem Bemühen der Menschen beim Zusammenbauen; da bin ich mir ziemlich sicher. Das wollen die Leute erleben. Aber eine empirische Bestätigung müsste natürlich doch noch sein.

Dienstag, 8. Januar 2008

Es grünt so grün...

"Gewalt hat immer Ursachen." heißt es bei der Grünen Jugend. Und dazu wird ein niedlich lächelnder Kleiner mit eiem Pflasterstein in der Hand gezeigt. Darf man mal rufen: Ja, die Gründe liegen in der Grünen Natur! Die hat Aggression und Egoismus entstehen lassen. (Das sieht man schon bei den Hirschen, die um Revier und Weibchen keilen. Und vor allem bei den niedlichen Knutbären, die, ziemlich grundlos, nur vom kleinen Hunger überfallen, ihre Babys auffressen.)

Dazu auch, dass der Mensch nicht immer des Menschen Freund ist. Von Schlimmerem ganz zu schweigen. Und auf jeden Fall doch bitte nicht immer: Dieses Gejammere über "die Gesellschaft", "den Kapitalismus" oder was der Übel mehr da sind. Das ist einfach nur ein gutmenschliches Gejammere, mit dem man sich auf die bessere Seite begibt, um andere für nicht gut erklären zu können. Wer sein Auto abschafft, hat was getan. Wenn er noch 100 andere dazu bringt, es ihm gleichzutun, hat mehr getan. Wer klimatisch und aggressionsverdammend jammert und einen alten Mercedes fährt und dann noch über seinen Nächsten von der CSU bös herzieht und für Bullenkloppen viel Verständnis hat, der ist schlichtweg -- sagen wir, um nichts Aggressives zu sagen: ein Depp.

Samstag, 5. Januar 2008

Skandal-Video

Was man doch so alles unter Skandal-Video findet! Oben-Ohne-Frauen mahnen in Dänemark zur Einhaltung des Tempo-Limits. (Was da wohl die Männer der islamischen Frauen sagen?! Gibt es schon Flaggenverbrennungen vor Fernost-Koranschulen?)

"Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, sorgte das Filmchen bereits für einen handfesten Polit-Skandal in Skandinavien. Die rechtspolitische Sprecherin der dänischen Sozialdemokraten, Karen Hækkerup, bezeichnete den Aufklärungsfilm als „exzeptionell bescheuert“ und forderte die rechtsliberale Regierung auf, sich mit dem „internationalen Skandal“ zu befassen."

IMac vs. PC

So, und das soll auch noch überliefert werden. Keine Ahnung, was die Normal-PC-Benutzer dazu meinen. Kann Ihr PC das auch? Bezie- hungsweise: Können Sie das mit Ihrem PC machen?


(Gefunden bei AOL)

Freitag, 4. Januar 2008

Verschwörungstheorien

Zugegeben, ich liebe Verschwörungstheorien, egal ob sie zum Lachen, zum Weinen oder einfach und tatsächlich zum Staunen sind. Das menschliche Gehirn, so mein Schluss, ist ein Abbild des Kosmos. Oder von Gott. Oder von dem, was wir nicht kapieren. Die Verschwörungstheoretiker sind die Interpretatoren des sonst Ungesehenen. Hoch soll'n sie leben!
Heute wieder so ein globaler Fund, mit unbekannten Objekten in Grönland, einer unbekannten Raumstation neben der ISS und einem Film über Mormonen-Untaten im 19. Jahrhundert. Also -- was wäre das Leben ohne den Kitzel des Phantastischen?!

Dorothy Stratten

Eine Übung in Sachen Taxonomieisierung: Männer einteilen in Gruppen. Irgendwo diese Unterscheidung (immer mit JA / NEIN):

-- die den Playboy lesen oder gelesen haben
-- die sich an ein Playmate of the year erinnern
-- die bei der Auswahl Dorothy Stratten nennen

"Dorothy died when she was just 20 years old, on August 14, 1980. She was just on the cusp of superstardom then."

Blog-Grenzen

Merkwürdig: Wenn ich blogger.com aufrufe und mich anmelde, dann ich zwar neue Artikel schreiben, aber die vorhandenen nicht überarbeiten. Das war schon manchmal so. Waran mag das liegen?
Wahrscheinlich stoße ich einfach an die Grenzen des Blogbaren. Denn: Worüber man nicht bloggen kann, darüber muss man bei Gelegenheit mal nachdenken.

Fundsachen heute 2: Stefan Aust und der SPIEGEL

Okay, diese Meldung ist auch schon nicht mehr frisch:

"Nach der Absage des ZDF-Manns Claus Kleber geht die Suche des Nachrichtenmagazins nach einem neuen Chefredakteur weiter. Sie begann, als der Vertrag des langjährigen Chefs Stefan Aust nicht über 2008 hinaus verlängert worden war. Inzwischen spekulieren Branchenkenner über ein spektakuläres Comeback."

Und was also ist der Stand der Dinge? Gut, Weihnachten, Fest des Friedens, war zwischendurch mal. Aber wurde nicht zwischen den Jahren eifrig weitergesucht?

Auf der Suche findet man Kerner, der für mich ein Problem ist: Aussehen tut er immer wie ein sehr freundlicher, doch etwas unterbelichteter Gymnasiast. Also wundere ich mich, dass er allüberall im Fernsehen erscheint. Und dann redet er aber durchaus witzig und differenziert im Interview, also doch wohl ohne die Hilfe der Gag-Schreiber. Und so kann es sein, dass JBK doch nicht so überbewertet ist, wie ich und andere [sic] so manchmal glauben.

"SZ: Warum haben Sie Aust 2000 während der Olympischen Spiele in Sydney in Ihre Sendung eingeladen?

Kerner: Es war das einzige Mal. Und es hätte vielfach Grund gegeben, ihn erneut einzuladen.

SZ: Aust wurde nach Australien eingeflogen.

Kerner: Schwimmen ging nicht. Stefan Raab und Wolfgang Schäuble wurden damals auch eingeflogen. Sie waren Gäste meiner Sendung. Aust ist ein großer Liebhaber der Reiterei und konnte sachdienliche Hinweise geben in einer Sportart, in der ich nicht so zuhause bin."

Fundsachen heute 1: Bai Ling

Dass eine noch recht junge Frau bei ihrem Geburtsdatum um drei bis fünf Jahre schummelt, wird häufiger vorkommen. Aber gleich neun Jahre? Wikipedia jedenfalls vermeldet:

"Bai Ling [...] (* 10. Oktober 1970 in Chengdu) ist eine chinesische Schauspielerin. Nach den Angaben ihres Vaters soll Bai Ling am 10. Oktober 1961 geboren sein."

Und dass sich eine Frau aus dem Großen Roten Reich so offenherzig und barbusig zeigt, hätte man auch nicht so leicht vermutet.

[ Viele, viele Bilder! ]

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NACHTRAG (16.10.2014): "Die "Berlinackte" ist zurück. Bai Ling wieder im Nacktkleid auf dem roten Teppich". (rp online)

Dienstag, 1. Januar 2008

Mindestlohn

So kann es gehen:

"FDP-Chef Guido Westerwelle warf der Bundestagsmehrheit vor, sie wolle nur den »Staatsmonopolisten« Post AG schützen." (Quelle)

Wie wäre es mit der Sichtweise: Da beuten Kapitalisten frohgemut arme Schweine aus, um Kasse zu machen. Und wenn das nicht mehr in vollem Umfang geht, dann schaffen sie ohne mit der Wimper zu zucken Arbeitslose. Um der Politik mal zu zeigen, wo Bartel den Most holt und wo der Hammer hängt. Ja, eben: Nicht bei der Sichel, sondern in den Vorstandsetagen.

weltgeschichte

Das Jahr fängt gut an! Ich suche bei google "die 100 wichtigsten ereignisse der weltgeschichte" und finde das: