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Donnerstag, 31. Juli 2008

Freeware

Es gibt Software, die bleibt frei, und es gibt Software, die wir eine Zeitlang frei angeboten, um die Leute anzufixen. Dann werden wichtige Funktionen kostenpflichtig. Hier ist wieder mal so ein Beispiel:

Das war bis vor kurzem eine prima Sache. Vor allem, dass man mp3 so dowloaden konnte, war schön. Nun ploppt beim Versuch, auf Nur-Audio umzuschalten, ein Fenster auf. Wieviel soll die Sche kosten? 29 $ oder 29 €? Ich hab es schon wieder vergessen. Also -- 21 $ sind es.

Aber egal. Das Geld ist es nicht. Sondern das Per-Anfixen-andere-für-dumm-verkaufen-wollen. Ich schau mich nach was anderem um.


Nachtrag: Ich hab jetzt lange gesucht. Nichts Besseres gefunden. Wenn die Bezahlungsmodalität schlichter wäre, würde ich kaufen. So aber -- abwarten.

Samstag, 19. Juli 2008

"Ein Abgrund an Normalität"

Das mit der Gemeinde Eschenau ist an mir, dem Zeitungsleser, vorübergegangen. Schon eigenartig. Heute morgen dann -- Süddeutsche Zeitung -- habe ich den Fall entdeckt. (SZ Nr 167, S. 45. Rubrik: Bayern) Man braucht bei Google nur das Wort Eschenau einzugeben, und schon wird man aufgeklärt, einschließlich der Werbung rechts für das Marks-Buch. Ist Kindsmissbrauch wirklich Normalität, wie es das Zitat, das ich finde, nahelegt. Wird geschwiegen, weil der normale Erwachsene weiß, dass gegen diesesn Urtrieb Sexualität einfach kein Kraut gewachsen ist, schon gar keines, das Normalität hervorruft?
Und dann finde ich noch diese Werbung in einem Bericht, und ich frage mich, ob ich zu zart besaitet bin, wenn ich diese Werbung in diesem Zusammenhang für subtil-unpassend, also für bescheuert halte.







Mittwoch, 16. Juli 2008

strombergs g*-munich

Ich würde dem Herrn Holger Stromberg, Koch, der in der kreativ küche von meine familie und ich (7 /2008, S. 66ff.) sehr gelobt wird, eine kostenlose Sprachberatung angedeihen lassen -- gegen, sagen wir mal: 7 Abendmenus, verteilt über ein Jahr, jeweils mit meiner Frau oder einem Freund.
"Parken vor der Türe, ein peppiger Empfang, schöne Menschen, eine chillige Atmosphäre, eine kleine Unterwassserwelt, Kontraste in der Einrichtung, provokative Kunst, Sexyness, zeitgemäße Küche, modern persönlicher Service verbinden sich zu einem Lifestyle, den man vergleichbar aus London, Ibiza oder Shanghai kennt."
Dafür würde ich dann aus dem gerade Zitierten einen Text machen, bei dessen Lektüre bürgerliche Menschen nicht zuerst Atemnot und dann Asthma bekommen.

Karikatur von Obama

Werde ich in der Zukunft nach einem Beispiel für ein Dilemma gefragt, dann verweise ich auf die Karikatur von Obama im New Yorker. Und auf die einfache Un-Logik hinter der Sache. Es klappt so gut wie nie, wenn man versucht, Vorurteile und Quatsch dadurch vorzuführen, indem man deren Inhalte karikierend darstellt. Der Inhalt des Quatschs ist allemal stärker als der ehrenwerte Versuch zur Volksaufklärung.
Das sollte einem auch sonst mit Blick auf die politische Logik zu denken geben.

Samstag, 12. Juli 2008

Klimaveränderung

Ich will es wenigstens als Erster angemerkt haben: Wir rücken dem Äquatorialklima näher. Heute am frühen Nachmittag ein plötzlicher Regenguss. Gleich darauf: wieder helleres Wetter. Die Wäsche draußen ist trotzdem nass geworden. Wir werden umlernen müssen!

Sonntag, 6. Juli 2008

PC, Vista: Porsche mit Fichtenholz-Schaltknüppel

Es ist mir schon oft durch den Kopf gegangen: Heutige PCs (darunter natürlich auch Apples gefasst) sind wahre Wunder an Technik. Um so verwunderlicher ist, dass an den primitivst-einfachen Stellen das Gehirnschmalz eingetrocknet ist. Ob die Serie BIOS - Betriebssystem & Registry - Treiber der Weisheit letzter Schluss ist müßig zu diskutieren.
Es hat sich halt so entwickelt. Und das ist ungefähr so, als wollte man fragen, ob Autofahren vernünftig ist. Ist es nicht. Aber so wie es geworden ist, ist es nun mal: Wir haben uns daran gewöhnt und es hängen Arbeitsplätze davon ab. (Immerhin schon erstaunlich, dass die Grünen und andere den Ausstieg aus der Atomkraftwerk-Kultur fordern, aber vom langfristigen Ausstieg aus der Auto-Kultur redet keiner. Aber gut, das ist ein anderes Thema.)
Zurück zum PC & Vista: Da gibt es schon mal einen Blueescreen. Um im Vergleich zu bleiben: Der Volksporsche bleibt mit blitzschnellem Motorwürgen am Straßenrand stehen. Wenn das zweimal in der Woche passiert und die automatische Dateisicherung eingeschaltet ist, denkt man nicht lange nach. Der Neustart ist ja nicht viel mehr als den Zündschlüssel rumzudrehen. Wenn das allerdings fünf mal am Tag passiert -- respektive alle 50 Kilometer --, dann wird es ärgerlich.
Jetzt konikret: Mein Notebook, ein Medion MD 98300, fängt an zu zicken, immer häufiger und am Ende bei bestimmten Video-Programmen eine halbe Minute nach Programmaufruf. Vista weiß auch zu sagen, woran es liegt.

Freitag, 4. Juli 2008

Fetischismus

Ich stoße wirklich zufällig darauf. (Na ja, was heißt schon zufällig? Gesucht habe ich eine uralte Bekannte, und gelandet bin ich auf einer SPIEGEL-Seite, wo eine Person gleichen Namens vorkam. Und in der Nähe stand es dann.)

... in Nr. 29/51 FETISCHISMUS - In HEISSEN LÄNDERN über den Amtsgerichtsrat Buddee aus Detmold und seine heimliche Liebe zu Damenkleidern, die ihn zum Stehlen verführte. | Kürzlich war Hauptverhandlung gegen Buddee. Zunächst sollte die Presse ausgeschlossen werden, da der Angeklagte es sich, nach den Worten seines Anwalts, nicht leisten konnte, daß die Dinge in breitester Form in die Presse gelangten und außerdem die Artikel seinen Angehörigen vor Augen kämen. Das Gericht lehnte nach halbstündiger Beratung den Antrag ab. Von den drei hinzugezogenen psychiatrischen Gutachtern vertrat nur Professor Ewald, Göttingen, die Ansicht, der Angeklagte sei im Sinne des § 51, Absatz 1, nicht zurechnungsfähig für seine Taten gewesen. Die beiden anderen, Professor Langenlüdecke, Marburg, und Professor Bürger-Prinz, Hamburg, verweigerten Amtsgerichtsrat Buddee den Schutz des § 51. Nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" (Im Zweifelsfalle für den Angeklagten, hier 1 : 2 für ihn) sprach das Gericht Buddee auf Kosten der Staatskasse frei.
Überraschend erst mal: wie wenig man im Netz über diesen Fall findet. Nämlich das da und nichts weiter.

Und dann: Irgendwie fordert dieses eine kriminologische Dissertation heaus, wie den aus welchen Gründen Urteile gegen Juristen ausfallen. Ich will eine Hypothese wagen: Sie sind im Inhalt und Form unanfechtbar, im Strafmaß aber doch immer mal wieder erstaunlich. Ich erinnere mich da an einen Fall im ostwestfälischen Gütersloh, wo ein Richter seine Frau aus Eifersucht mit einer Angelschnur erdrosselt, sich anschließend perfekt stumm gab und sich einen ordentlichen Anwalt nahm. Hat er nun viereinhalb oder dreieinhalb Jahre bekommen. Wäre das Urteil gleich ausgefallen, wenn der Mann, sagen wir: Fernfahrer gewesen wäre? Ist ja nur mal so 'ne Frage...