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Samstag, 27. November 2010

Copernic und andere Desktop-Searcher

Copernic wäre das Desktop-Suchprogramm meiner Wahl. Großer Vorteil: Es kann in OpenOffice-Dateien hineinschauen und die Wörter dort berücksichtigen. Was das so schnelle Google Desktop Search nicht kann. Vielleicht nicht können will, um es sich mit Microsoft nicht noch weiter zu verderben. Wer weiß. Aber nun hat Copernic nach ein paar Wochen die Macke, dass es nichts mehr findet. Auf eine merkwürdige Weise.



Es werden also jeweils angezeigt, wie viele Dateien vorhanden sind -- auf der anderen Seite. Suche ich nach Musik, erfahre ich, dass es 137 Dateien gibt, in denen das Wort Hunger vorkommt. Keine entsprechenden Ton-Dateien vorhanden. Will ich aber jetzt die Text-Dateien suchen, dann ist da nichts mehr da. Dafür die Information, dass es 4 Tondateien gibt. Was bleibt da, als Copernic von der Platte zu nehmen?! Schade.

Freitag, 26. November 2010

Hartz-IV-Kinder


Da sarrazint es natürlich! Wer faul ist oder sich nicht erfolgreich am Arbeitsmarkt etablieren kann, der sollte einfach keine Kinder in die Welt setzen! Es bringt Deutschland nichts, wenn solche Leute Jahr für Jahr lauter kleine Hartz-IV-Empfängerchen produzieren. Wohingegen viele -- vom HIV-Empfänger natürlich strikt zu unterscheidende -- VW-Hartze natürlich gut für die Gesellschaft sind, weil ja auch Prostituierte Steuern zahlen.

Donnerstag, 25. November 2010

Brussels-Jokes 1: My balls are as hot as your balls!

Es bleibt dabei: Harald Martenstein ist ein wahrer, echter und einzigartiger Aufklärer! Ich darf zitieren und zitatweise anführen, was ich heute morgen in unserer Abo-ZEIT gelesen habe -- und was die ZEIT, menschenfreundlich, wie sie nun mal ist, auch gleich im Internet zur Verfügung stellt:

... Nun betritt der Ingenieur und Aktionskünstler Siegfried Rotthäuser die Szene. Rotthäuser bietet im Internet ein sogenanntes »Kleinheizelement in Glühbirnenform« an. Das Produkt heißt »Heatball«, wird in China hergestellt und ist äußerlich von einer traditionellen Glühbirne nicht zu unterscheiden. Man kann es in eine normale Lampenfassung hineinschrauben, dann leuchtet das Produkt. Rotthäuser sagt, die Leuchtwirkung seines Kleinheizelementes sei »ein technisch bedingter Nebeneffekt« und stelle »keinen Reklamationsgrund« dar. Zwar sei zu beobachten, dass zahlreiche Kunden das Produkt als Lampe zweckentfremdeten, dies missbillige er, könne es allerdings nicht verhindern. Kinder benutzen Konservendosen als Fußbälle, Erwachsene benutzen Bücher als Bettpfosten, ein Produzent hat so etwas nicht in der Hand.

Übersetzen wir mal schnell: Der Aktionskünstler lässt "alte Glühbirnen" herstellen und mit einem neuen Etikett versehen, das ausweist, dass diese "Elemente" zum Heizen bestimmt sind. Und schon ist eine EU-Verordnung ausgehebelt, denn die hatte -- nun ja, muss ja sein bei einer so großen Bürokratie, die nichts Besseres zu tun hat -- definiert... Also in den Worten von Martenstein:

"Die Glühlampenverordnung der Europäischen Union ist 17 Seiten lang, ihr wichtigster Satz lautet: »Das Wort ›Lampe‹ bezeichnet eine Einrichtung zur Erzeugung von Licht.«"

Nun denn, wenn die "Einrichtung" aber als Wärmeerzeuger definiert wird, spricht nichts gegen die "Einrichtung".

Wir definieren: Bürokraten sind Menschen, die a) plemplem sind und sich b) -- was eng mit a) zusammenhängt - - in ihrer Ausbildung das Sprachgefühl haben wegtrainieren lassen. Einrichtung! Es ist zum Schreien!

So, und noch ein kleines Umsonst-Pröbchen obendrauf:

In einem Interview denkt Rotthäuser darüber nach, ob sich der Heatball als birnenförmige Kochplatte nutzen ließe, zum Beispiel könnte man Salamischeiben darauf rösten. Falls der Heatball als Heatball von der EU-Kommission doch noch verboten wird, würde er ihn unter der Bezeichnung »Cookball« sofort wieder auf den Markt werfen. Das Wort »Kochplatte« bezeichnet eine Einrichtung zum Erhitzen von Speisen.

Mittwoch, 24. November 2010

Videoüberwachung -- zum Zweiten!

Es ist ja bekannt, dass Engländer in puncto Videoüberwachung anders ticken als die Deutschen. Das kann man anhand des Falles der Katzen-Mülltonne-Frau gut überprüfen. Oder, man betrachte die Welpen-Werferin!

Wenn es doch nicht immer diese Dilemmas gäbe! Die Sucht nach dem Internet-Pranger versus Idioten dürfen sich -- von Datenschützern gehätschelt -- frei betätigen.

Und es bleibt dabei: Der Satz "Wer nichts zu verbergen hat, muss keine Videokamera scheuen!" ist schwer zu widerlegen.

Kein einfaches Betteln

Nun gut, so etwas ist gewöhnlich. Eine Mail mit einer solchen Bitte, soeben eingetroffen:

Attn,

Guten Tag, Sie, l halten es fit zu kontaktieren Sie heute auf Ihr Profil, die ich heute in meiner privaten Suche sah, ...
Mein Name ist Ms.Veniasa Williams, ich bin eine einzige Frau, der 24 Jahre alt, die Tochter des Chef spät Dr.Lambert Williams, war mein verstorbener Vater ein erfolgreicher Geschäftsmann in seiner heutigen, es ist traurig für mich, Ihnen mitzuteilen, dass l meinen Vater verloren bei einem Autounfall auf der 14. November 2004. während der Zeit wurde er von einer Geschäftsreise aus Jackson, Michigan nach Ohio (USA), Sehr geehrter Rückkehr nach vier Monaten l verloren mein geliebter Vater, tötete seine zweite Frau meine Mutter so, dass sie und seine Kinder erben alles, was mein Vater links für uns alle.

--

Aber das heute, München Innenstadt, das ist doch eher selten: Eine Frau kommt auf mich zu und beginnt von Ihrem schweren Schicksal zu erzählen. Der Mann hat sie verlassen, die Kinder, usw. Ich kann solchen Geschichten nicht widerstehen. Selbst wenn sie erlogen -- ach was! schön erfunden sind. Die Frau ist erkennbar keine gewöhnliche Bettlerin. Gut angezogen. Geschminkt. Auffallend: die weiß lackierten, langen, sorgfältig manikürten Fingernägel. Ich frage, woher sie kommt. Aus Rumänien. Ich gebe ihr fünf Euro. Vielleicht blöd, aber so bin ich nun mal.

Dann die Überraschung: Sie fragt, ob ich ihr nicht meine Telefonnummer geben wolle. Sie würde mir ihre Telefonnummer geben. Dann könnte sie bei einem Kaffee einmal genauer erzählen, was ihr widerfahren ist.

Nein, sage ich. Passt schon!

Wie sperre ich die Zeit aus?

Na ja, beispielsweise durch Gießharz. Für eine Weile. ;-) Ist ja kein Widerspruch, das mit dem "die Zeit eine Weile draußen halten".

GSV -- Hm.

GSV, darin steckt: GV - Geschlechtsverkehr, sachlich. SV - Sportverein. GS - Germania Sacra. Bei soviel Vorspiel: Darauf habe ich -- nun, nicht gerade gewartet. Es war einfach zu erwarten:


Vorab: Schöne Diskussion bei Jörg Schieb, für Argumentationstheorie-Seminare perfekt geeignet!


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VON STEFFEN HAUBNER
24. November 2010, 06:12 Uhr

Google-Fans fotografieren gepixelte Häuser neu und stellen die Fotos ins Internet. Fanatiker werfen Eier gegen Fassaden in Essen

BERLIN. Mit Worten, Fotos und sogar mit Eiern gehen Google-Fans gegen all jene vor, die sich gegen die Vereinnahmung durch den Suchmaschinenkonzern zur Wehr setzen.

Um die 360-Grad-Ansichten deutscher Straßen im Kartendienst Google Maps ist ein erbitterter Kampf entbrannt. Waren dem Start von Street View monatelange Diskussionen um den Schutz des Persönlichkeitsrechts von Hausbesitzern und Bewohnern vorausgegangen, schienen sich die Gemüter zunächst zu beruhigen. Rund 250 000 Menschen in Deutschland entschieden sich dafür, die Fassaden der von ihnen bewohnten Häuser pixeln, also unkenntlich machen zu lassen - aus gutem Grund, wie Datenschützer betonen. Sie haben ihre Rechnung offenbar ohne die Google-Fans gemacht.
...
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Casper kann den Unmut der Google-Gegner gut verstehen. Er sieht aber keine rechtliche Handhabe, um gegen private Fotos von Fassaden im Internet vorzugehen. "Wir bewegen uns hier in einer Grauzone." Solange die Fotos privat seien, könne man sie nicht entfernen lassen.

Freitag, 19. November 2010

Zucker (und anderes "schwere" Esszeug) ...

macht schwer süchtig (Fortsetzung)

Das war vor kurzem mein Thema. Und nun -- jetzt bin ich an der Quelle:

Nature Neuroscience 13, 529 - 531 (2010). -- Cheesecake-eating rats and the question of food addiction. David H Epstein1 & Yavin Shaham
...
Rats given extended access to high-fat high-sugar food show behavioral and physiological changes that are similar to those caused by drugs of abuse. However, parallels between drug and food “addiction” should be drawn with caution. ... But can eating, even in an unhealthy, seemingly compulsive way, be legitimately labeled an addiction?

Eine Frage also erst einmal, keine These, was den Menschen angeht.

Donnerstag, 18. November 2010

Mi piace... piacerebbe

Ach Gott, kann man nicht weinen vor Freude, wenn man Italienisch hört -- schon beim Lesen?

Sei il sole tu che mi sveglia ogni mattina
E se e un sogno non svegliarmi, dormirei altri cent´anni
Basta che tu sia con me

--

Ciao! Posso chiederti un favore?
Potresti dirmi come fai a "modificare" le immagini con le scritte?
Cioè come fai proprio a crearle! Non sono molto brava xD spero mi risponderai...

Ein Lob aus der Wikipedia

Beschließe ich also den Tag mal versöhnlich und erfreut. Der Wikipedianer Neun-x gibt mir auf eine Bemerkung in der Diskussion des Artikels Innovation eine gute Note. Der Zusammehang:

--

Ich lese das hier vollkommen zufällig, weil ich durch den "Innovationszyklus" drauf gekommen bin, mal hierher zu sehen. (s. meinen Eintrag unten) Ein paar Bemerkungen grundsätzlicher Art zum "akademischen Geschwurbel". Selbstverständlich wird jeder rational gesinnte Mensch für größtmögliche Klarheit sein, in WP-Artikeln wie auch sonst im Leben. Auf der anderen Seite: Nicht alles, was der "normale Mensch" nicht versteht, ist "akademisches G.". Ich pflege gerne auf die Verständnismöglichkeiten bei Artikel wie "Heisenbergsche Unschärferelation" zu verweisen. Und es ist ein Irrtum, dass in Mathematik und Physik, überhaupt Naturwissenschaften, manches für den Laien eben unverständlich ist, dass aber die Literaturwissenschaft, zum Beispiel, alles so formulieren kann, dass es auch nur der "normale Deutschlehrer" versteht. Wenn etwas unverständlich ist, dann kann das halt immer a) an der Unfähigkeit des Autors liegen, sich verständlich auszudrücken, oder b) an der Unfähigkeit des Lesers, das Entsprechende zu verstehen. Wie das Verhältnis von a) und b) ist, lässt sich nur in einer -- von allen Vorurteilen mitgeprägten -- Diskussion feststellen, und da nie endgültig. Vorsichtig zusammengefasst: Das Wort Geschwurbel allzu schnell und mit allzu großem Selbstbewusstsein zu verwenden zeugt nie von allzu großer Reflexionstiefe. 25. Apr. 2010 (CEST)

--

+1 so isses ! Siehe auch Hermeneutik - "eine Theorie über die Auslegung von Werken und über das Verstehen". Neun-x 17. Nov. 2010

PS: frei nach Einstein: "Formuliere die Dinge so einfach wie möglich - aber nicht einfacher."

--

... ich bin allergisch gegen den Begriff. Nach meiner Meinung wird er zu 90 Prozent als Schlagwort ohne wissenschaftlichen Hintergrund verwendet. Die Beschreibung, die ich hierher verschoben habe ist leider auch nicht sehr erhellend. Das eine Prozessverbesserung zu höherer Produktivität führt ist seit Henry Ford, ich meine seit Beginn der Industrialisierung, ich korrigiere, seit der Erfindung des Faustkeils bekannt. Es wäre schön, wenn einer die wissenschaftliche Bedeutung so erläutern könnte, dass es über Allgemeinplätze hinausgeht und für jedermann verständlich ist.18. Feb 2005

Meine Anmerkung dazu, am 25. April 2010: "Können wir eigentlich nicht Einverständnis erzielen in diesem Punkt: Wer "allergisch gegen einen Begriff" ist, sollte an dem entsprechenden Begriff nicht mitarbeiten. Genau so wenig wie der, der der allergrößte Fan ohne jede Distanz ist. Also -- echte Voodoo-Anhänger haben vielleicht viel Ahnung von dem Innenleben dieser Bewegung, aber sie können nicht sachlich-kritisch sein. Und extreme Aberglauben-Kritiker werden bei einer ruhigen, sachlichen Darstellung von Voodoo immer scheitern. Eine gewisse emotionale Distanz zum Analysierten gehört zur wissenschaftlichen Grundhaltung ebenso dazu wie ein gewisses Interesse an der Sache. Wer da nicht balancieren kann, sollte sich bei einer Sache raushalten." 

Ein defekter USB-Stick?

Ich stecke einen USB-Stick, den ich schon seit längerer Zeit verwende, in den PC. Klicke mich in ein Unter-Unterverzeichnis. Das sei leer, steht da. Nanu? Wirklich? Ich gehe eine Ebene nach oben. Auf einmal ist der ganze Stick leer! Was soll das? Abziehen, neu anstecken. Der übliche Reflex. Hinweis:

"Für dieses Gerät sind keine Treiber installiert."

Soso. Und jetzt? Die Sache bleibt nach mehreren Versuchen die gleiche.


"teste den usb-stick bitte an einem anderen rechner. wenn er dort auch nicht geht, dann ist er defekt. ansonsten liegt evtl. ein problem mit einem usb controller vor."

Ich gehe also zu einem anderen PC. Und siehe da -- alles vorhanden! Noch ein Hinweis aus demselben demselben Forum:

"hast du alle usb-ports ausprobiert? bei meinem notebook funktioniert z.b. ein port von vieren nicht mehr. dieser port liefert noch strom, um z.b. ein mobiltelefon zu laden, aber er erkennt kein einziges gerät. "

OK, das kommt das später. Jetzt erst mal weiter mit der Arbeit. Und wieder einmal notiert:

"PCs helfen uns Probleme zu lösen, 
die wir ohne PCs nicht hätten."

Ist natürlich nur so ein Spruch...!

Mittwoch, 17. November 2010

Zucker (und anderes Esszeug) macht schwer süchtig

Ich halte mal fest, was ich in einer Wikipedia-Diskussion eingeführt habe, und dazu die Antworten:
Nein, man kann selbstverständlich _nicht_ die BILD-Zeitung als Beleg zitieren. Aber als Anregung, um dann in der ernsthaften wissenschaftlichen Literatur nachzulesen bzw. um festzustellen, dass da Falsch-Interpretationen vorliegen ist alles recht. Nun also:
Zucker // ER MACHT ABHÄNGIG WIE DROGEN // Mögen Sie auch so unheimlich gern Schokolade, Kuchen und Süßigkeiten? Dann sind Sie vielleicht süchtig! Zucker hat nämlich eine ähnliche Abhängigkeitswirkung wie harte Drogen. // Dr. Frank Lipman hat in der Online-Ausgabe der „Huffington Post“ über seine Zucker-Sucht geschrieben. Größtes Problem: Das Gehirn wird im Laufe der Zeit zuckerabhängig. Ähnlich wie Kokain, Alkohol und Nikotin stimuliert Zucker das Belohnungszentrum so sehr, dass es zum Verlust der Selbstkontrolle und zur Abhängigkeit führen kann. // Eine französische Studie zeigte, wenn Ratten – mögen ähnlich gern Süßes wie Menschen – die Wahl zwischen mit Saccharin gesüßtem Wasser und Wasser mit Kokain haben, entscheiden sich 94 Prozent für das gesüßte Wasser.
Usw. Vielleicht schaut sich ja mal ein Kenner diese "französische Studie" an. --Delabarquera 13:38, 16. Nov. 2010 (CET)
Entschuldige, der Artikel ist derart daherschwadroniert, dass man darauf verzichten kann. Und was hat eine „französische Studie“ zu Süßstoff und Kokain bei Ratten mit einem angeblichen Suchtpotenzial von Zucker beim Menschen zu tun? Rainer Z ... 14:40, 16. Nov. 2010 (CET)
Zu entschuldigen gibt es da nichts! Aber wir können uns ja mal heranpirschen an die Wissenschaft. Erste Stufe der Annäherung, bis wir die Originalveröffetnlichung dann endgültig haben:
"On peut y lire: // La stimulation excessive des centres du plaisir provoquée par les aliments riches en énergie peut mener à une consommation compulsive de nourriture hypercalorique. Une étude récente montre que cette dépendance est due à l'activation par la malbouffe des mêmes mécanismes qui sont impliqués dans la dépendance aux drogues dures, comme l'héroïne et la cocaïne. // Les aliments qui contiennent de grandes quantités de sucre et de gras plaisent énormément au cerveau, car nous sommes biologiquement programmés pour aimer ces sources de calories. Cette attirance est cependant exploitée de façon outrancière et irresponsable par l'industrie de la malbouffe qui cesse proposer tout une gamme d'aliments contenant des quantités extraordinaires de sucre et de gras, très souvent à prix modiques. // L'intensité du plaisir associé à la consommation d'aliments qui contiennent ces substances est tellement puissante qu'elle peut perturber nos mécanismes de contrôle interne impliqué dans la régulation de l'appétit et ainsi provoquer une surconsommation de calories qui mène à un excès de poids : c'est là une des sources de l'épidémie mondiale d'obésité. // Une véritable drogue // Pour déterminer les mécanismes responsables de cette dépendance, des chercheurs américains ont examiné le comportement d'animaux ayant un accès facile à certains aliments hypercaloriques comme des saucisses, du bacon ou du gâteau au fromage. Leurs résultats viennent d'être publiés dans une des meilleures revues du monde, Nature Neuroscience. Il ont observé que ces animaux délaissaient leur nourriture équilibrée normale et acquéraient très rapidement l'habitude de consommer cette nourriture grasse de façon compulsive, à tel point qu'ils devenaient obèses peu de temps après le début de l'étude."
--Delabarquera 16:41, 16. Nov. 2010 (CET)
Tipp: Mal hier vorbeischauen. --Katach 16:50, 16. Nov. 2010 (CET)
Isch nixe französisch. Rainer Z ... 01:41, 17. Nov. 2010 (CET)

The Tallest Man On Earth – Visited

Ein Morgen mit ein wenig freier Zeit: Computer-BILD lädt zu freiem Musik-Download ein. Ich probiere mal aus. In der Folge geht es mit dem üblichen Hin und Her, bei dem ich zwangsweise ein wenig Werbung angucke -- von irgendwas muss der Mensch bei Computer-BILD schließlich leben --, durch einige Unter-Seiten zur Homepage von tonspion.de, und da ist dann The Tallest Man On Earth – “Like The Wheel” für den Download bereit. Nun ja -- ich kannte das Stück nicht. Und die Geschmäcker sind natürlich verschieden. Mein Geschmack sagt mir: Eine Stichsäge habe ich schon, in der Werkstatt. Warum also das Geräusch einer zweiten anschaffen, wenn die noch nicht mal sägen kann? Und zu alldem ist das Stück, zeigt mir Audacity gleich, in Mono. Soweit zum freien Download von Musik und Gesang.

Montag, 15. November 2010

Schlenkerla Rauchbier

Zum höheren Ruhme der fränkischen Braukunst!

Sonntag, 14. November 2010

Helmut Kohl, "Der Panther"

Im Radio liest jemand, merkwürdig sachlich, Rilkes "Panther" vor. Ich erinnere mich plötzlich, dass vor längerer Zeit einmal jemand Helmut Kohl mit den Zeilen aus dem "Panther" charakterisiert hat.

"Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht."

Was habe ich diese Übertragung damals für genial gehalten!

Jetzt suche ich. Hat das jemand mitbekommen und im Internet festgehalten? Ich suche nicht lange. Eine ganz andere Verbindung erscheint:

"Am 29. Dezember 1926 stirbt Rilke im Sanatorium Valmont sur Territet bei Montreux und wird am 2. Januar 1927 auf dem Bergfriedhof von Raron im Wallis, westlich von Visp, beigesetzt. Die Liste derer, die ihn verehren ist lang; sie reicht von Stefan Zweig über Lou Andreas Salomé bis hin zu den ehemaligen deutschen Kanzlern Kohl und Schröder. Wer das Grab im Rhonetal, gerade im Winter besucht, wer sich den mühsamen Weg zur kleinen Kirche und zum Friedhof bahnt, die über dem verschlafenen Ort liegen, der ist überrascht, eine Gedenktafel zu finden, die an die mehrmaligen Besuche von Helmut Kohl erinnert, an einen Politiker, der sich öffentlich immer wieder zu Ernst Jünger bekannte."

Ja, da schau her! sagte ich. Was es doch für reale Verbindungen gibt, von denen ich in meiner stupenden Unwissenheit nichts ahne.

Samstag, 13. November 2010

Tom Carr

Ich bin einer, der nur noch -- oder fast nur noch -- Thriller liest. Genauer gesagt: Bücher, auf denen in der Bibliothek hinten, Schwarz auf Blau, aufgedruckt steht: Thriller. Beispielsweise: Keith Baker, Ungesühnt. 1996 erschienen und schon 1997 von Lichtenberg in München auf Deutsch herausgebracht. In dem Roman ist auf Seite 85 von einem Maler die Rede: "Tom Carr. ... Mein Vater mochte ihn." Ich kenne Tom Carr nicht. Gibt es ihn wirklich? Ja, es gibt ihn. Und er ist wohl sogar ziemlich bekannt. 245.000 Google-Treffer. Zum Vergleich: Georg Baselitz bringt es auf 113.000.

--

So, und jetzt verfeinern wir die Sache einmal. Ich finde gerade diesen Eintrag: "Tom Carr, Vice President of Emerging Markets, SyCom Technologie". Also geht es, wenn was Vernünftiges herauskommen soll über Tom Carr, den Maler, nur so: "Tom Carr" painter / Maler -- "Georg Baselitz" painter / Maler.



Jetzt sieht die Sache doch auf einmal ganz anders aus! Das nennt man dann wohl differenzierte Analyse!

--

Das also sind endgültig: die vorbereitenden Bemerkungen zu einer Theorie des Ruhms in den Zeiten der Google-Internet-Bekanntheit. Die möglichen statistischen Feinheiten -- z. B. nationale vs. internationale Bekanntheit -- sind ja bereits angedeutet.

Freitag, 12. November 2010

Da werden selbst starke Verben schwach

Oder umgekehrt?

Die Meldung sieht so aus:

(Vergrößern > Auf Bild klicken!)

In der Überschrift "betrügt", in der Bild-Unterschrift "betrügte". Und Google-News macht daraus bei der Übernahme dann die klare Form "betrügte":


Schön, der Sprache beim Sich-Entwickeln zuzuschauen!

Der Ruhm, ein weiteres Mal

Für einen Essay lese ich einmal schnell nach, was es mit dem Glasperlenspiel so auf sich hat. Gelesen habe ich das Buch vor vielen, vielen Jahren. Was bleibt da im Gedächtnis. Über den Wikipedia-Artikel komme ich auf den schönen Satz: "Hesse lässt in dem Roman abschließend einige Elemente seiner Jahrzehnte zurückliegenden Begegnung mit Gusto Gräser auf dem Monte Verità anklingen." Ich habe -- ich, der ich mich in allen abseitigen Bereichen gerne herumtreibe -- noch nie etwas von Gusto Gräser gehört. Was wissen wir? "Im Alter von 15 Jahren ging Gustav Gräser vom Gymnasium ab, begann eine Lehre, gewann 1896 mit seiner Schnitzarbeit eine Goldmedaille der Weltausstellung von Budapest und studierte dann Kunst in Wien." Assoziation: Gräser wird in Wien zugelassen, Adolf Hitler, ein wenig später, nicht. Viele haben sich ja gefragt, wie die Geschichte verlaufen wäre, hätte man Hitler an der Wiener Kunstakademie zu einem mittelmäßigen Maler heranreifen lassen. Und dann -- der Ruhm, nur verstanden als ein Index der Bekanntheit. Dieser Index kann heute via Google schnell ermittelt werden. Nun denn:

"Adolf Hitler": 4.220.000
"Gustav Gräser" 942 + "Gusto Gräser" 2.080 = 3.022
"Hermann Hesse": 1.100.000

Was erstaunt an diesem Ergebnis? Doch eigentlich nur, dass es Hesse immerhin auf 1/4 der Treffer von Hitler bringt. Ein ganz anständiger Ruhm-Index für einen Schriftsteller. Nehmen wir mal -- aus für den Kenner leicht nachvollziehbaren Gründen -- noch dazu:

"Martin Walser": 165.000

Schauen wir es uns an:


Nun gut.

"Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen."

Donnerstag, 11. November 2010

Nachdenken über die neue Form der Demokratie

Wieder so eine Meldung:


Ermittlungen nach Ketchup-Attacke auf Sauerland?

Duisburg, 11.11.2010, Wolfgang Gerrits

Duisburg. Mittwoch wurde Duisburgs OB Adolf Sauerland öffentlich mit Ketchup bespritzt – Anzeige hat er nicht erstattet. Die Staatsanwaltschaft prüft , ob gegen den Täter Rolf Karling, Vorsitzenden eines gemeinnützigen Vereins, dennoch ermittelt werden soll.

Nach der Ketchup-Attacke auf Oberbürgermeister Adolf Sauerland am Mittwoch in Rheinhausen prüft die Staatsanwaltschaft nun, ob der Tatverdächtige nach der Berichterstattung „von Amts wegen“ zu verfolgen ist. Die Polizei wurde gebeten, die Vorgänge vorzulegen. Durchaus denkbar also, dass sich Ketchup-Mann Rolf Karling wegen Beleidigung, Sachbeschädigung oder auch Körperverletzung verantworten muss. Detlef Nowotsch von der zuständigen Staatsanwaltschaft Duisburg erklärte auf WAZ-Anfrage: „Die gesamte Palette ist denkbar. Zunächst müssen wir aber die Ermittlungen abwarten.“ Wie berichtet, will Adolf Sauerland den Vorfall auf sich beruhen lassen. Das Stadtoberhaupt hat auf eine Anzeige verzichtet, um dem Angreifer keine Öffentlichkeit zu bieten.

Mit einem Bild dabei, das den Oberbürgermeister zeigt, wie er sich, mit weinerlichem Gesichtsausdruck, das rote Zeug aus dem Gesicht wischt.

Ein wenig Analyse: Es geht um die Lust des Volkes, seinen Repräsentanten was zu sagen, nämlich, wie unzufrieden es, das Volk, mal wieder ist. Das ist die neue Form der repräsentativen Demokratie, und diese Form ist, ausbuchstabiert: Wir hätten es vielleicht nicht besser gemacht, aber wir haben uns auch nicht hingestellt und haben uns wählen lassen! Ihr, unsere gewählten Vertreter, repräsentiert uns und unsere Dummheit, unser Unvermögen. Wir geben euch die Schuld, denn ihr seid ja die Gewählten, die sich haben wählen lassen. Natürlich seid ihr nicht persönlich verantwortlich. Kein OB kann sein Amt überblicken. Aber wenn eure Ämter -- Achtung jetzt! der Ton des Volkes! -- "Scheiße bauen", dann bist du, OB, politisch verantwortlich. Du kannst -- Ton des Volkes -- deinen Amtsleitern "in den Arsch treten", wir aber brauchen jemanden, dem wir in den Arsch treten können, und der bist du, der Verantwortliche! Bei einem Amtsleiter macht das keine recht Freude. Der ist ja gar nicht repräsentativ genug für unsere Wut.

Die Frage ist nun freilich: Wer ist, in einer ganz umgangs- sprachlichen Bedeutung des Wortes, unsympathischer, der OB oder der Ketchupspritzer, der sein Mütchen kühlt, weil eine zwangsneurotische Party!-Party!-Party!-Veranstaltung der vergnü- gungssüchtigen Gesellschaft Menschenleben gekostet hat? Weil die Masse von der Macht nicht in der rechten Weise kanalisiert worden ist.

STERN-Design

Lieber STERN,

wenn doch dein Online-Auftritt nicht so total überladen und die Texte nicht so sinnlos-unverständlich wären! Schau dir das mal an! Soll sich in diesem Gewusel und Geschwurbel noch jemand auskennen oder gar Lust haben, ein wenig zu verweilen?! Das ist doch kaum anzunehmen.

Es grüßt! Bernardo de la Barquera


Von nun an mit Bewegtbild: Damit Sie gleich wissen, woran Sie sind, sind die Kurzkritiken zu den Filmen der aktuellen Kinocharts von nun an mit Trailern versehen. Viel Spaß auf stern.de!

Ja; da möchte ich mal weiterlesen. Aber kein Link, kein Nichts.

Mittwoch, 10. November 2010

Sky Deutschland

Mittwoch 10.11.2010, 13:53
von FOCUS-Online-Autor Daniel Gratzla

dpa Die Bundesliga-Rechte kosten Sky 240 Millionen Euro pro Jahr

Der Bezahlsender Sky kommt nicht aus der Verlustzone. Auch im dritten Quartal wird er wohl tiefrote Zahlen schreiben. Wie lange will Eigentümer Rupert Murdoch das noch bezahlen?

Sie sollten mich mal fragen, wie es geht. Ach ja -- wie es ginge! Ich weiß es nämlich.

Wunderbare Kaufwelt

Den "langen Stuhl" von Charles Eames gibt es
von unter 500 Euro 
bis 7 1/2-tausend. Ich hab ihn aber auch schon teurer gesehen.

Montag, 8. November 2010

Einer der Wikipedia-Diskussionstöne


"Attentäter ohne Artikel? [Bearbeiten]
Warum heißt es "James ... war US-amerikanischer Attentäter"? War das sein "Beruf"? Ich würde, wenn das nicht sein "Beruf" war, eher schreiben: "James ... war *ein* US-amerikanischer Attentäter". - 16:33, 18. Nov. 2005 80.121.13.220

dann änders doch einfach ab, anstatt eine diskussion zu starten... - ?

Tut mir leid aber was du schreibst ist komplette scheiße ... Ray is ner Verschwörung zum Opfer gefallen ... Da gibts soviel Beweise für da kannste zehn Artikel von schreiben lies ma ditt Buch von Pepper -- 16:33, 18. Nov. 2005 80.121.13.220"

John F. Kennedys Tod

Im Radio, Bayern 2, eine Sendung über John F. Kennedy, und dabei der Hinweis, dass sich viele, die damals bewusst gelebt haben, noch an den Moment erinnerten, als sie vom Tod Kennedys erfahren haben. Nun, ich erinnere mich auch. Kein ganz würdiger Ort: Es war, als ich vor dem Piss-Becken eines kirchlichen Internats stand. Eines Internats, das es nicht mehr gibt. Ich rechts außen, drei Becken weiter nach links zu sagt einer: auf den Kennedy hätten sie geschossen. Kühle, dann Kälte im Körper. Die Situation ist im Kopf und will nicht mehr heraus.

Ich weiß nun nicht, warum die Sendung heute kommt. Denn der Tod Kennedys -- das weiß ich aus bestimmten Gründen genau -- war doch am 22. November.

Immer wieder möchte ich wissen, ob es technisch möglich war, mit einem solchen Gewehr, wie es Oswald benutzt hat, auf diese Entfernung überhaupt so zu treffen. Aber das lässt sich ja mal fragen...

---

Ich hatte diese Frage in der Wikipedia-Diskussion gestellt. Obwohl zunächst geantwortet wurde, dass das doch im Artikel beantwortet sei, entwickelte sich eine sehr, sehr ausführliche Diskussion, in der das "schon beantwortet" erheblich relativiert wurde. Die Diskussion ist mittlerweile archiviert. Der Link wurde aktualisiert. 27.12.2011

Freitag, 5. November 2010

BILD 3: Kritiker

Das sind so Einlassungen, die es verdienen, weiter verbreitet zu werden. Finden Sie nicht? Es fehlt sowieso an Kritikern der selbstgerechten Kritiker! Und an den Kritikern der noch selbstgerechteren Kritiker der selbstgerechten Kritiker? Ach nein, weg mit den Sperenzchen! Das sieht doch jeder, dass man da an kein Ende kommt.

Nun also, das hier, einfach festgehalten. Gefunden bei jetzt.de, dem jungen, [hoch und spitz, also ein wenig schwul auszusprechen]  frechen Teil der Süddeutschen Zeitung.

"Es passiert selten, dass Stefan Niggemeier das in Frage stellt, was er den ganzen Tag so tut. Der Mann, der für Bildblog und sein Privatblog bereits zwei Grimme-Online-Awards bekommen hat, inszeniert sich lieber so, als habe er allein den doofen Deutschen den Segen des Internets gebracht. Heute jedoch scheint Internet-Gott Niggemeier eine menschliche Regung in sich gespürt zu haben.

Anders ist nicht zu erklären, wieso er sich - in Bezug auf seine Arbeit beim Bildblog - Fragen stellt wie: „Wen interessiert das? MSV-Duisburg-Fans? „Titanic”-Leser? Bildblog-Abonnenten? Sie?" Anhand der Geschichte um ein möglicherweise erfundenes Angebot an einen unbekannten Stürmer des ebenso unbekannten MSV Duisburg surft Niggemeier ein paar vermeintliche Quellen (Foren und Wikipedia) im Netz ab, kommt aber zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis und fragt sich schließlich: „Was mache ich hier eigentlich?“ "

BILD 2: Das Leben als BILD

Warum schaue ich immer wieder zu BILD-Online? Weil es andere auch tun, die sich dann mokieren? Sie könnten doch einfach an BILD vorbeigehen

Nun, BILD bringt das Leben auf den Punkt. Das Leben, wie es ein bestimmter Teil unseres Intellekts -- jawohl! unseres Intellekts! -- gerne hat. Oder hätte. Das ist egal. Überschaubar. Lebenswert. Lustig und lustvoll. In sich widersprüchlich auch. Das ist der Mensch. Und die Menschin natürlich auch. Busen und Nackheit präsentieren am laufenden Band und daneben das Sex-Monster, das schreckliche, über das man sich so schön aufregen kann! Lust und Grauen, Reichtum und Armut. Klatsch, Tratsch und Alltag. Natürlich ist das nicht alles. Da gibt es doch noch die Quantenphysik und Martin Walser, den alten Waldschrat. Und den Yellowstone-Nationalpark, der, wenn er explodiert, das Leben auf der Erde auslöschen könnte. Na ja, nicht das Leben als solches. Die höheren Lebewesen nur, die nicht mal eben so 5.000 Jahre ohne Internet und ihre tierische Nahrung wie Angus- und Kobe-Rinder überleben können. Fangen die Amöben halt von vorne an! Sie haben dann ja noch 2 Milliarden Jahre. Da ist für eine zweite Evolution doch reichlich Zeit! Ob da, beim zweiten Anlauf, wieder Menschen rauskämen? Und am Ende gar eine neue BILD-Zeitung?! Wer weiß. Das sind sowieso ungesunde Fragen. Weg damit!

Also -- für's Erste ist ein Blick auf's BILD doch einfach erholsam.

BILD 1: Ingrid Steeger

BILD-Online meldet's und wahrscheinlich auch die Papierausgabe von BILD: 


Ingrid Steeger, die immer nur das blonde Püppchen war, dass Mann liegengelassen hat, wenn man es über hatte. Die und Hartz-IV?! Diese Hübsche, Nette, Quirlige? Die Vorläuferin von Verona Feldbusch. Wie hieß er doch gleich, der große Entdecker, Förderer, Liebhaber von Ingrid S.? Michael Pfleghar? Wer von den ein wenig Jüngeren kennt ihn und sein "Werk" denn noch. Sein Großes Theater, seinen entschlossenen Selbstmord! 

Anyway. Zurück zu Ingrid S. Könnte man es nicht hinbekommen, zu Spenden aufzurufen? Einfach ein Konto einzurichten, auf das Leute 1, 10, 100 Euro einzahlen? Könnte ein Redakteur der BILD-Zeitung das nicht so nebenbei verwalten und einen festgesetzten Betrag monatlich auszuzahlen, nicht opulent, aber deutlich mehr als Hartz-IV? Sagen wir mal: das 5fache? Ein Aufruf von BILD würde genügen, und 100.000 Euro kämen zusammen. Wetten dass?!

Donnerstag, 4. November 2010

Meine Ideen und ihre Realisierung

Das hätte ich ja fast vergessen! Ich war meiner Zeit mal wieder knapp voraus mit der Idee der Live-Black-Box. Und nun also?


24.10.10 | 10:22 Uhr

Als erster Hersteller weltweit will der kanadische Konzern Bombardier seine neuen Passagierjets mit einer Funk-Blackbox ausstatten, die ständig die Flugdaten an die Bodenstation überträgt.

Grobe Adjektive

Aus dem heutigen ZEIT-Literatur-Heftt, S. 22:

Natürlich drängt sich die Frage auf, ob man sie heute unter literarischen Aspekten noch ernst nehmen kann. Oder damals schon konnte. Stilistisch zum Beispiel kann man sie sich nicht zum Vorbild nehmen. Christie pflastert ihre Texte mit groben Adjektiven zu und verläuft sich in Redundanzen, die Dialoge sind häufig nur funktional. Über die Figurenzeichnung muss man auch nicht viel sagen, da reicht das Stichwort »Stereotype«. Sie Stereo typisierte gerne Ausländer (vollbärtig, dunkel, böse), von Juden und »Zigeunern« ganz zu schweigen. Die waren dann zwar nicht die Täter, aber allein schon durch ihre bloße Existenz höchst verdächtig und als falsche Fährte ausgesprochen hilfreich. Für ihre Landsleute hatte sie zwar ein paar Schubladen mehr zur Verfugung, aber von einer allzu großen Bandbreite kann man kaum sprechen.

Mittwoch, 3. November 2010

Flugsicherheit

Die naheliegenden Denkweise der Politiker: Einer sagt, so höre ich es im Radio: Während weltweit Passagiere schikaniert würden, würde die Luftfracht nicht hinreichend kontrolliert. Was macht man mit Menschen, die sich so gerne reden hören, dass es ihnen ständig unreflektiert und unsauber aus dem Mund herausfließt?

Der Gute kann sich also wieder einmal einen wohlfeilen Schlag gegen irgendwen nicht verkneifen, obwohl ziemlich klar sein dürfte, dass sorgfältige Personenkontrolle kein Gegensatz zur sorgfältigen Frachtkontrolle ist. Schikanen mag es geben, aber das ist dann doch eine Sache der Einzelfalldarstellung. So wie man eben einen Polizisten, der sich danebenbenimmt, anzeigen kann.

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Ich habe mir so etwas schon mal für die Sicherheit im Internet überlegt; jetzt lässt sich das Gedankenexperiment auf die Luftfahrt übertragen: Nehmen wir an, wir haben drei Sicherheitsstufen, die vollkommen frei gewählt werden können:

a) Sehr sorgfältige Kontrolle, manchmal nahe der Schikane -- sehr langsam.
b) Mittelsorgfältige Kontrolle, mal so mal so -- mittellangsam, ungefähr wie heute.
c) Gar keine Kontrolle -- sehr schnell.

In welchen Flugzeugtyp steigen -- bitte ganz ehrlich antworten -- Sie dann ein?

Die Unzufriedenen: Entweder Meckerer, die immer alles zugleich wollen, auch das Unversöhnliche und das Unmögliche. Auftrag an die Regierung: das Unmögliche möglich machen! Oder solche, die mit der dämlichen Statistik kommen. Klar ist: Statistisch würde auch den c-Passagieren kaum was passieren. Aber wenn der erste c-Flieger vom Himmel kracht -- Chance, da unter c umzukommen war und ist 1 : 13 Mio. auf Einzelpersonenen und Flüge gerechnet -- dann wollen wir mal sehen, wer in den nächsten c-Flieger einsteigt! Aber auch das Verhalten vorher, vor dem ersten Crash, wäre interessant. Wären die Kritikaster wirklich unter den c-Passagieren?

Nachtrag: Es könnte natürlich auch sein, dass eine a-Maschine zu Schaden kommt, abstürzt. Wie wäre die Reaktion derer, die in c eingestiegen sind? Nun, zu vermuten ist: Kein Mitleid. Häme allüberall. Überhaupt: Mitleid! Was für eine Looser-Kategorie für die mittleren Angestellten um die 40, heute. "Das Leben ist ein Kampf! Jawoll. Und wir sind die Tüchtigen, die ohne Netz und doppelten Boden unterwegs sind, um die Welt der Wirtschaft am Laufen zu halten! Ihr, die Ängstlichen, die Looser! Bleibt doch zuhause. Wir sind mit vollem Datenschutz unterwegs. Kein Transponder nirgends! Das Risiko muss einfach sein."

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Nachtrag: Waren denn die guten alten '68er mal wieder die Urheber auch dieses Denkens? Ist dieses Freiheitsgerede ins Bürgerliche hineindiffundiert, wie so vieles aus der Zeit um 1970? "Seid realistisch -- verlangt das Unmögliche!" Poetisch. Der Strand unter dem Pflaster. 'Man kann ja mal daherquasseln. Fühlt sich auf jeden Fall prima an.'