Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Mittwoch, 29. Juni 2011

Rathaushöhe Lörrach

Ich mache eine Anmerkung in der Wikipedia-Diskussion, weil heute so als kleine Denkwürdigkeit auf der Wikipedia-Empfangsseite steht, dass das Lörracher Rathaus das höchste in Baden-Württemberg ist, dass man da vielleicht gerne eine Rangliste Länder BRD - Deutschland - Europa - Welt hätte.

Zwei Stunden später ist der Diskussionsbeitrag gelöscht. Ich habe Spaß, da doch die folgende Anmerkung zu machen:

---

Rathaushöhe again

Nachdem jemand meine Anmerkungen generell zur Rathaushöhe Lörrach von vorhin blitzschnell rausgenommen hat
"Anfrage ist hier fehl am Platz...", doch zwei Anmerkungen:
a) Wir sind hier in der Diskussion, nicht im Artikeltext. Ich fände es -- nun ja, einfach höflich, wenn Anmerkungen, die nicht erkennbar nur Klamauk sind, wenigstens zwei, drei Tage da stehen dürften. Alles andere ist reine Anmaßung. Es sollten andere die Chance haben, das, was gesagt wurde, zu lesen. Das mit dem "fehl am Platz" wirft sonst unweigerlich die Frage nach der Legitimation des Feststellenden auf. Selbstbewusstsein und Selbsternennung ist da nicht ausreichend.
b) Als kleine Dreingabe zur Güte wurde in der Versionsgeschichte noch hinterlassen: , "... das höchste Rathaus Deutschlands ist übrigens das Essener Rathaus". Dazu finden wir unter Rathaus: "Deutschlands höchstes Rathaus ist das Neue Rathaus in Leipzig mit 114,5 Metern. Es wurde 1905 fertig gestellt und zählt mit fast 600 Räumen zu den größten Rathausbauten der Welt."
Und jetzt bitte: Bis wenigstens, sagen wir: übermorgen dies hier bitte stehenlassen! Ich werde dann gewiss nicht einen Wiener Fernsehturm daraus machen.
--
Mal sehen, was daraus wird.


---

Es hat keine 5 Minuten gedauert, da war diese Anmerkung auch gelöscht. Nun habe ich mich gar nicht für den Menschen interessiert, der da gelöscht hat. Jetzt habe ich aber doch mal nachgeschaut. Der "Nutzer Alabasterstein", ein Löschprofi, der seit einiger Zeit auch anderen auf die Nerven geht. Über "Alabasterstein" findet sich:

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/05/18
Benutzer:Alabasterstein entfernt zum dritten Mal ohne Beendigung der QS den QS-Antrag: http://de. wikipedia. org/w/index. php? title 
85 KB (7.795 Wörter) - 07:00, 19. Mai 2011

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/03/13 (Abschnitt Benutzer:Alabasterstein (erl.) )
Benutzer:Alabasterstein (erl.) : Alabasterstein. Entfernen eines Abschnittes im Artikel Liste der höchsten Fernsehtürme (inklusive Verhalten 
53 KB (5.645 Wörter) - 10:00, 14. Mär. 2011

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/06/22
neuerdings vielleicht sogar an Schreibfehlern in Artikel festhalten weil es garantiert auch tausende Schreibfehler gibt? -Alabasterstein 12:13, 22. 
97 KB (10.834 Wörter) - 02:00, 23. Jun. 2011

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/06/12 (Abschnitt Benutzer:Alabasterstein (erl.)
Benutzer:Alabasterstein (erl.) : Alabasterstein. Alabasterbaustein unterstellt mir bei meiner Anfrage auf Wikipedia_Diskussion:Kandidaturen_ 
108 KB (12.603 Wörter) - 06:00, 13. Jun. 2011


---

Ohne es zu wollen, bin ich in die Donauturm-Gemeinde reingestolpert und zwischen die Edit-War-Neurotiker geraten! Es ist zum Piepen! Warum -- ok, eine Hypothese auf schmaler Datenbasis -- ausgerechnet "hohe Bauwerke" die Löscher anziehen, müsste näher untersucht werden.

    Die Zahl des Tages: 26.500

    In den U-Bahn-Stationen mit Video-Einspielungen auf großen Leinwänden kommt manchmal die Rubrik "Die Zahl des Tages". 

    Meine Zahl des Tages habe ich heute anders ermittelt. In der S-Bahn, um 9:21 Uhr, ungefähr Bahnhof Isartor: Matthias Matusseks Artikel über Hemingway im SPIEGEL 26 / 2011. Da wird auf der Seite 103 mitgeteilt, dass "Der alte Mann und das Meer" 26.500 Wörter umfasst und in einem einzigen Heft von Life abgedruckt worden ist. Ein Heft, das dann in 48 Stunden fünf Millionen mal verkauft worden ist.

    Da begreife ich, dass es Möglichkeiten gibt, lang schon wartende Geschichten kurz zu erzählen. Warum also nicht Mädchen kurz erzählen?

    --

    Auf der S. 101 ein Foto: der Schwertfisch, Hemingway und die "Fotografin Inge Schoenthal". Just die Inge Schoenthal, die später -- das steht hier nicht -- Inge Feltrinelli wurde, und die ich vor ein paar Tagen in diesem Blog erwähnt habe. Zufälle gibt's! 

    ("Es gibt keine Zufälle", sagt Anya. -- Ok, wie auch immer.)

    Die Zukunft voraussehen

    Hier schon einmal erwähnt: Dass wir die Zukunft, was die tech- nischen und gesellschaftlichen Entwicklungen angeht, so unsäglich schlecht voraussehen können, muss uns, wenn wir nicht ganz daneben sind, sehr bedenklich stimmen. Immerhin hätten wir, wenn wir die Prognosen der 1950er und 1960er Jahre -- oder die noch früherer Zeiten -- mit der heutigen Realität vergleichen, die Möglichkeit, über die Gründe der Irrtümer nachzudenken. Wobei die Frage immer bleibt: Wie ernst waren die Prognosen überhaupt gemeint? Geht es nur um ironisch-übertriebene Fortschreibungen als Kritik an der eigenen Gegenwart? Bei rein technischen Visionen ist das nicht zu befürchten, sodass man mit denen anfangen könnte.

    Also schauen und lesen wir, beispielsweise, noch einmal:


    und leiten wir unsere Urteile von den Übereinstimmungen und Nicht-Übereinstimmungen ab.

    ---

    (* Das wusste ich bis eben nicht: "Seine Jugendjahre wie auch den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Berlin. Er besuchte verschiedene Gymnasien, u. a. das Gymnasium in Gotha, an dem Kurd Laßwitz, ein anderer Wegbereiter der Zukunftsliteratur in Deutschland, Unterricht in Mathematik und Physik erteilte. Diese Begegnung sollte für Dominik prägend für sein ganzes weiteres Leben werden. Kurd Laßwitz ließ zudem einen Teil seiner literarischen Werke bei Dominiks Vater publizieren."

    Dienstag, 28. Juni 2011

    If I only had time.

    Der General ruft mich an und ist still verzweifelt. Er liest mir vor, was er gerade notiert hat:

    "Bauern und Aristokraten. Omid_Djalili. Sollte man wohl auch kennen. Ich treibe durch die Welt, gehetzt, mitten im Wasserstrom. Hey, Clown! Haha, said the clown. So much to do. If I only had time. Warum habe ich keine Zeit. Wer hat Zeit, und wie macht der das, dass er Zeit hat? Warum mache ich mir dauernd Sorgen? Was wird sein, wenn ich einmal Freizeit habe? Blühe ich dann?"

    Höchst eigenartig, sage ich. Aber -- poetisch irgendwie. Der General legt, ohne ein weiteres Wort zu sagen, auf.



    Natürlich nicht nur die Saudis

    Im Radio, Bayern 2, am Morgen ein kurzer Bericht. Gar nicht einfach, die entsprechenden Meldungen im Netz zu finden. Dann aber das:

    "Regierungsbericht klagt zahlreiche Staaten an
    USA fordern stärkeren Kampf gegen Menschenhandel
    Einmal im Jahr untersucht die US-Regierung, wie es um den weltweiten Kampf gegen Menschenhandel und Sklaverei bestellt ist. In diesem Jahr fällt die Bilanz noch düsterer aus als sonst. Die betreffenden Staaten müssen mit Sanktionen rechnen.

    Von Silke Hasselmann, MDR-Hörfunkstudio Washington

    Wie haltet ihr es mit dem Kampf gegen Menschenhandel und moderner Sklaverei? Die USA haben sich die Bedingungen in 184 Ländern genau angeschaut und dabei auch die eigene Politik kritisch untersucht. Ergebnis: In diesem Jahr sehen sich fast doppelt so viele Länder wirtschaftlichen Strafen gegenüber wie 2010."


    "Menschenhandel und Ausbeutung in USA
    Di, 28.06.2011 - 07:30 — illi
    In ganz Kalifornien läßt sich die bürgerliche Mittelschicht von "illegalen" Einwanderern für minimale Löhne ihre Häuser renovieren, ihre Gärten pflegen, die Kinder beaufsichtigen und die Drecksarbeiten machen, in vielen Gewerben dort sieht es noch schlimmer aus. Rechtlos, ohne Krankenversicherung und ohne minimale Absicherung werden diese Menschen von den US Amerikanern untereinander nach Bedarf "ausgetauscht". Wer sich in der Bay Area um San Francisco herum mit offenen Augen und Ohren aufhält, sieht und hört, daß dies dort ein Massenphänomen ist. Wie soll man das noch kommentieren, es spricht für sich selbst."

    Und was sagen wir -- was sage ich nun?

    Ich nehme erst noch das dazu:

    "Bundesrat sperrt sich gegen Mindestlohn
    Die SPD-regierten Bundesländer sind im Bundesrat erneut mit einem Vorstoß zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes gescheitert. Ein Antrag der Länder Rheinland-Pfalz, Bremen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin, Brandenburg und Hamburg fand erwartungsgemäß keine Mehrheit"

    Die Frage ist: Was ist der einfache Mensch und Arbeiter, wie viel ist seine Arbeit wert? Arbeit, die ja immerhin angeboten wird. Soviel, wie er auf dem "Markt" rausholen kann? Wirklich? "Hey, ich hab hier einen Job. 1 Euro die Stunde. Willst du ihn? Beeil dich! Es stehen auch noch andere in der Schlange!"

    Eine Frage der Ethik sowas? Vielleicht. Früher einmal: eine Frage der Ehre. Aber was heißt schon Ehre, wenn es ums gierige Geldscheffeln von Firmen und ihren angestellten Großlakaien geht.

    Montag, 27. Juni 2011

    Herr A. aus Saudi Arabien, Sklavenhalter

    Clash of cultures. Oder: Was geschieht, wenn Länder die Hirne ihrer Einwohner im Altertum halten.

    "Vor zwei Jahren lernte Dewi Ratnasari in Saudi Arabien Herrn A., einen Attaché der Botschaft in Deutschland, kennen. Sie unterschrieb einen Vertrag, in dem von 750 Euro Lohn, 40-Stunden-Woche, einem Monat Urlaub die Rede ist. Doch dann musste sie fast rund um die Uhr für die siebenköpfige Familie arbeiten, durfte das Haus nicht verlassen, keinen Kontakt zu ihren Verwandten haben – und statt mit ihrem Namens sprachen die Familienmitglieder sie mit dem arabischen Wort für 'Scheiße' an. Bei einer Flucht, drohte ihr der Hausherr, würde er sie und ihre Familie töten."


    Flagge Saudi-Arabiens

    "Die Immunität von Diplomaten wurde 1961 in Wien beschlossen und gilt in 190 Staaten. Sie sichert zu, dass Botschafter ihrer Arbeit nachgehen können, unabhängig vom geltenden Recht im jeweiligen Gastland. Einzige Möglichkeit, das Fehlverhalten eines Diplomaten in Deutschland zu ahnden, ist, ihn zur "persona non grata" zu erklären. Das geschah in keinem der Fälle. Der saudische Diplomat befindet sich dem Vernehmen nach gerade im Urlaub. Die Botschaft Saudi Arabiens in Berlin wollte sich nicht zum Fall äußern."

    Die Botschaft will nicht, aber wir dürfen uns doch zu dem Fall äußern. Besser gesagt -- es genügt, die WELT zu zitieren.

    Samstag, 25. Juni 2011

    Der Freak wird demnächst erfrolgreich

    Der Freak sagt, er steuere ja jetzt auf die Heilung vom Freak-Sein zu. Ich solle nur mal noch ein wenig warten. Dann werde ich schon sehen. Das werde was!

    Wow! denke ich. Und warte.

    Vorschlag: Camcorder -- ein einfacher Test

    Ich denke darüber nach, mir einen neuen Camcorder zu kaufen. Wieder mal die Qual der Wahl und des Vergleichens. 

    Ich wünsche mir einen Test: Drei kurze Sequenzen (je 30 Sekunden; Nah / Porträtaufnahme SprecherIn -- schneller werdende Bewegung --  Dämmerung) kann man sich herunterladen, auf eine DVD brennen. (Sekunden (3*10*30)/60) = 15 Minuten) passt ja vielleicht sogar auf eine CD?) Und dann kann man mit einem HD-Player am HD-Fernseher oder -Beamer vergleichen.

    Wär das nichts, liebe Tester?

    --

    Und damit ich mich nicht selbst des Ideenklaus bezichtigen muss: Tester mit Audio-Aufnahmegeräten haben es so gemacht. 1 Situation mit verschiedenen Geräten aufgenommen. Ich muss die Seite raussuchen ...

    -------

    Gut, ich glaube diese hier waren es.

    Gelinde gesagt

    "Replay | AW: Camcorder HD oder normal? | @ Günter Walther | Ein hochskaliertes PAL-Bild sieht, gelinde gesagt, immer scheiße aus."

    Tja, was sagt der Mann wohl, wenn er es nicht gelinde sagt?

    Liebe Firma Samsung!

    Das Samsung-PC-Studio zickt sowieso da und dort. Jetzt will ich ein Update herunterladen, und da wird als verpflichtende Komponente, bevor was läuft, Adobes pdf-Acrobat gefordert. Den habe ich aber deinstalliert, weil mich die dauernden Update-Einblendungen genervt haben. Mein Programm heißt PDF Exchange Viewer und ist angenehmer als der Acrobat. Muss man denn Adobe zum Standard erklären? Ich finde nicht.

    Freitag, 24. Juni 2011

    DriverScanner

    Installiere das sehr gute IZARC-Zip-Programm. Da eine Einladung für für einen DRIVERSCANNER. Der mittelerweile auf dem System war und es jetzt nicht mehr ist.


    23.06.2011, 17:24
    Goastyler
    Software hat Betriebssystem unbenutzbar gemacht?!?

    Guten Tag alle zusammen,

    habe heute Mittag auf meinem Medion P9614 All-In-One Touch die beiden Programme Unibblue DriverScanner 2011 und Tuneup 2011 Installiert. Erst habe ich mit Driverscanner meine ganzen Treiber geupdatet und danach die 1 Klick Wartung von Tuneup durchgeführt. Danach habe ich noch die Optimierungen von Tuneup gemacht. Als ich mit allem fertig war habe ich den Rechner rebootet, und jetzt kommt das was mich total wundert. Als der Rechner wieder hochgefahren war konnte man den total vergessen. Der war auf einmal so langsam als hätte man ihm 3 von den vorhanden 4 Gb Ram entnommen und der Sound beim Musikhören sprang auf einmal immer hoch und runter mit der Lautstärke einfach so. Ich verstehe nicht wieso das passiert ist. Das sind doch beides Programme die den Rechner eigentlich Optimieren sollen oder hab ich da irgendwas falsch verstanden?? Bin echt überfragt! Habt ihr vielleicht ne Idee was da passiert ist? Freue mich über jede Antwort die ein bisschen klarheit in meine Verwirrung bringen kann. Danke im vorraus.

    Töchterle und das Glück (+Rawls-Kommentator)

    Das Kennzeichen des Internet-Zeitalter "im Bereich des Publizierten" ist es, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu Auffassungen anderer kundzutun. Das kann man begrüßen oder als die institutionalisierte In-Szene-Setzung der Besserwisserei kritisieren. Betrachten wir mal dieses Beispiel aus dem Standard. Der Wissenschaftsminister Töchterle hat eine Meinung, und der "User" lorelaiG hat eine Meinung -- und äußert dem entsprechend seine Kritik.

    --

    STANDARD: Kann die Politik etwas beitragen zum Glück der Nation?

    Töchterle: Ich glaube, das ist eine der wesentlichen Aufgaben der Politik, zum Glück der Menschen beizutragen. Ich würde fast sagen, sie ist dafür da. Platon oder Sokrates meinten, dass das Glück des Einzelnen wesentlich auf einem gerechten Staat beruht.

    STANDARD: Der Philosoph Sir Karl Popper sagte: "Aber von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht der gefährlichste."

    Töchterle: Das ist typisch Popper. Der berühmte moderne Staatstheoretiker John Rawls wollte ein Staatssystem ersinnen, in dem einer möglichst großen Zahl von Menschen möglichstes Glück widerfährt. Mir gefällt sein Bild vom "Schleier der Unwissenheit", der sich vor den Politiker senken muss, damit er nicht egoistisch agiert, sondern altruistisch. Was soll man anderes wollen, als möglichst viele Menschen glücklich zu machen? Das ist das schlüssigste Ziel der Politik. Heute muss das global getan werden. Natürlich sollten wir auch an benachteiligte, arme Menschen denken. Wer macht sie glücklich?



    lorelaiG
    23.06.2011 11:16
    Fragwürdiges Politikverständnis
    Den Seneca mag er gut kennen, aber aus der Gerechtigkeitstheorie von Rawls herauszulesen, dass es in ihr um die politische Verwirklichung von Glück einer möglichst großen Zahl von Menschen gehe, ist äußerst gewagt - und enthüllt leider ein fragwürdiges Politikverständnis: Politik soll doch nicht (viele) glücklich machen, sondern "nur" GERECHT sein (und zwar so, dass potenziell ALLE die Gerechtigkeit darin erkennen können), so sieht das Rawls. Und als Fan der Stoiker müsste Töchterle auch wissen,

    (Quelle)

    --

    Überlegungen, Stichworte:

    • Was schert es die Eiche, wenn sich das Schwein daran reibt.
    • Darstellung von "Wie hat X das gemeint? / Wie muss X verstanden werden?" vs. "Wie ist es wirklich?"
    • Ist es so? "... dass ein Individuum sich nur selber im Glücklichwerden üben kann - da kann Politik nichts ausrichten und soll es daher auch gar nicht erst versuchen."

    Donnerstag, 23. Juni 2011

    Shi Ming

    Das habe ich mich schon vor längerer Zeit gefragt: Wie kommt es nur, dass Shi Ming akzentfrei Deutsch spricht?

    Dienstag, 26. April 2011 15:30 Uhr
    Chinesischer Journalist Shi Ming kritisiert deutsche Debatte über Ai Weiwei
    Die deutsche Debatte über die Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei gleicht einer Nabelschau. Das kritisiert der Journalist Shi Ming, der seit 1989 in Deutschland im Exil lebt. Es sei befremdlich, dass heute abend bei der Podiumsdiskussion über Ai Weiwei in der Akademie der Künste in Berlin kein einziger Chinese auf dem Podium sitze, sagte Shi Ming im Deutschlandradio Kultur. An der Veranstaltung mit dem Titel "Ai Weiwei und die Kunst der Aufklärung" nimmt unter anderem Kultur-Staatssekretär Bernd Neumann teil. Ebenfalls dabei ist Klaus Schrenk, einer der Macher der umstrittenen Ausstellung über die deutsche Aufklärung in Peking.

    Die Sendung eben: 23.06.2011 17:35 Uhr
    Erfolg für die Menschenrechte? Zu den Hintergründen der Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei
    ...

    Ok, die alte Aufnahme war nicht mehr aufrufbar. Es gibt viele andere. (07.10.2013)

    I know because a very old wise Turk told me

    Youtube Videos einbinden -- neu!

    Gut diese Frage hatte ich. Kann man eigentlich keine YTV mehr einbetten in den eigenen Blog. Gefunden habe ich dies:


    Ich wollte gerade ein Video aus Youtube hier einbinden, welches ich bei den 5 Filmfreunden gesehen habe und dazu einen kleinen Artikel/ Beitrag schreiben, als mir auf Youtube aufgefallen war, dass ich die Option zum Einbinden des Videos nicht mehr angezeigt bekomme. Geh es nur mir so oder ist das jetzt nicht mehr möglich?

    UPDATE: Oh man wie umständlich das jetzt geworden ist. Man muss erst auf weiterleiten und dann auf einbetten klicken!


    --

    Was ist eigentlich eine Rasse?

    Wir lesen heute:

    "Der Rechtspopulist Geert Wilders gilt als einer der umstrittensten Politiker der Niederlande, auch wegen seiner extrem kritischen Äußerungen zum Islam. Ein Gericht in Amsterdam hat ihn in allen Anklagepunkten freigesprochen - auch vom Vorwurf der Anstiftung zum Rassenhass." (SPIEGEL Online)

    Was immer man von Wilders hält -- feststeht wieder mal, dass es Gerichte mit ihrem Medium, der Sprache, nicht genau nehmen. Seit wann ist der Islam eine Rasse? Und wenn wir an die Nazi-Zeit denken? Da haben doch viele vernünftige Leute mit einem Blick auf die Wissenschaft Biologie gesagt, dass 'der Mensch' als solcher vielleicht eine Rasse ist, aber dass es keine Rassen unter den Menschen gibt. Ich füge hinzu: Es sei denn, man definiert die Rassen und überwacht die Züchtung, so wie bei Dobermann und deutschem Schäferhund.

    DER EURO und die Menschen

    Im SPIEGEL zweiteilig der Titel: Der EURO und die Menschen, die von der Krise betroffen sind.


    (Heft 25/2011. Plötzlich und erwartet --
    Nachruf auf eine gemeinsame Währung)


    Mein Fazit nach Lektüre: Manche, die sich selbst für "tüchtig" halten, haben für die "Deregulierung der Märkte" gestritten. Das haben nicht sie, das haben wir jetzt davon! 


    Was nun also?
    • Wir müssen dahin kommen, dass das hemmungslose sich Bereichern als ebenso obszön gilt wie der Geschlechtsverkehr auf offener Straße. Oder anders: Unsere Deregulierungen der Vergangenheit sind nichts als die Freigabe von Geld-Rauschgift. Wir müssen für Regelungen sorgen, dass der öffentliche Finanz-Geschlechtsverkehr verboten ist. Wir müssen den Geld-Rauschgift-Konsum aus den gleichen Gründen verbieten, wie wir wir den Crack-Konsum verbieten. (Und legen wir dann, weil die Gier nun mal zum Menschen gehört, bei Gelegenheit fest, was auf der Ebene der Geldgeschäfte das Äquivalent ist zu: 'Na ja, hin und wieder ein Joint‹ ist ok.')
    • Wir müssen verstehen lernen, dass ein hemmungsloses Sich-Bereichern -- immer! immer! -- ein sich Bereichern auf Kosten der anderen ist. (Müssen wir Menschen wie Roman Arkadjewitsch Abramowitsch eigentlich dulden? Müssen wir die Banken eigentlich so hinnehmen, wie sie sind? Nein, wir müssen nicht!)
    • Und wenn das alles nicht geht, dann müssen die jungen Leute in Athen, Lissabon, Dublin, Berlin, Paris, Rom, … lernen, wie man eine wirkliche europäische Face-Book-Revolution macht. Damit die, die so selbstverständlich glauben, sie hätten Geld und Macht, weil sie tüchtig sind, aber nicht in der Lage waren, dieses Finanz-Desaster vorauszusehen und zu verhindern – damit diese Cliquen verschwinden.
    Es kommt nichts Besseres nach, sagen Sie? Kann sein. Kommt auf den Versuch an. Was wir vor allem brauchen, sind Denker, die die Tiefen der Gründe aufsuchen und neue, überzeugende Demokratie-Konzepte entwerfen.


    Ach so. Das ist Links sagen Sie? Quatsch! Das ist vernünftig!

    Mittwoch, 22. Juni 2011

    Monique

    Der Freak hat Erinnerungen. Erstaunlich, an was er sich so alles erinnern kann. An den Anfang eines Gedichts mit der Überschrift Monique. Passenderweise, so sagt er, war er, in der Jugendzeit, als er dieses Gedicht in einer Jugendzeitschrift der gehobenen Art gelesen hat, in eine Mitschülerin namens Monika, die dann später auch prompt Französisch studiert hat, sehr -- also sozuagen: auf ewig verliebt. Das Gedicht, sagt der Freak, ging in den Anfangszeilen so:

    Besteige du kein Boot, den Sturm zu wagen,
    Nimm kein armselig Schifflein für das Meer.
    Bevor du ausfährst, sollst du dich befragen,
    Welch Boot du nimmst. Nicht hinterher.

    Klingt, sage ich, sehr nach einem fein popularisierten Rilke. Fortsetzung:

    Befiehl den letzten Füchten voll zu sein,
    Schenk ihnen noch zwei südlichere Tage ...

    Der Freak sieht mich an und verzieht leicht angewidert das Gesicht.

    Me 109 -- メッサーシュミット

    Was man doch -- Werner Hahlwegs wegen -- alles über Militärgeschichte wissen müsste!

    "Die Namensgebung des Musters sorgt immer wieder für Irritationen. Umgangssprachlich wurde und wird die Bf 109 meist als Me 109 bezeichnet. Durch die offizielle Namensgebung durch das Reichsluftfahrtministerium ist die historisch richtige Bezeichnung jedoch Messerschmitt Bf 109. Die Bf 109 wurde, über ihre ursprüngliche Bestimmung hinaus, auch als Jagdbomber, Nachtjäger und Aufklärer eingesetzt. Sie wurde in verschiedenen Versionen über 33.000 mal gebaut und ist damit das meistgebaute Jagdflugzeug der Geschichte."







    ---

    Ach, und übrigens: Liege ich ganz falsch, wenn ich die Sache des Designs so sehe: Es besteht eine Verwandtschaft zum klassischen Ford Mustang der 1970er Jahre? Oder sogar noch mehr zur Corvette von Chevrolet?


    Rechtschreibung: das bescheuerte Getrenntschreiben

    "... Solche Sachen halt, die sein müssen, damit Kreativität zu einem Ergebnis kommt und nicht leerläuft."

    Nein, nicht leer läuft! Sprechen Sie das Wort doch mal aus. Sie sagen doch nicht leer läuft. Wenn die Waschmaschine leer läuft, dann ist sie ja nicht im Leerlauf. Im Leer Lauf? Hihih!

    Le Freak et le général

    "Das Gute an dir und deiner Situation", sage ich dem Freak, "das Gute also ist doch, dass du so spontan bist und dich durch nichts und niemanden unterdrücken lässt."

    "Ah ja?", sagt der Freak und blickt mich von unten an.

    "Ja", sage ich und bin verunsichert.

    "Gut", sagt der Freak. "Dann will ich dir spontan einen Rat geben. Schmeiß   den dritten Teil deines Wissenschaftstheorie-Buchs weg und schreib ihn neu. Statt immer wieder alles auf den Kopf zu stellen und umzuschreiben. Eine neue, klare Gliederung. Ein dis- zipliniertes Schreiben. Ganz so, wie es sich für einen General gehört."

    Nach längerem Nachdenken frage ich: "Warum schaffst du es nicht, die Voraussetzungen für ein richtiges Nachdenken zu schaffen? Regelmäßig aufräumen, einordnen, Staub aus dem PC entfernen. Solche Sachen halt, die sein müssen, damit Kreativität zu einem Ergebnis kommt und nicht leerläuft (sic)."

    Zu meiner Überraschung sieht mich der Freak aufmerksam an und hört auf zu grinsen. "Ja, sagt er dann. Ich glaube, du hast recht. Aber du musst mir helfen beim Aufräumen. Ich bin so furchtbar -- sprunghaft, sagen wir mal. Es gibt ja immer was Besseres, Wichtigeres als Aufräumen. Aber wenn ich das mit dem Aufräumen schaffe, dann würde ich vielleicht auch endlich dünner. Ja, sicher sogar! Ich würde wie von selbst abnehmen!"

    Dienstag, 21. Juni 2011

    The freaky world of internet

    "Das Internet bin ich!" sagt mein Freund, der Freak. "Überhaupt bin ich -- ja nun: die ganze Welt! Und ich leide an mir selbst. Wie könnte es anders sein?"

    Gleichzeitigkeit


    "Nachdem ich gerade eben in der immer wieder hörenswerten Sendung des Deutschlandfunks "Forschung aktuell" das Kapitel Stern- zeit gehört habe, kommt mir zwei Überlegungen, die ich im vorliegenden Artikel nicht so recht beantwortet sehe.

    "Die Relativität der Gleichzeitigkeit ist eine aus der speziellen Relativitätstheorie folgende Aussage. Danach gibt es keine universelle Gleichzeitigkeit von Ereignissen, über die sich alle Beobachter einig sind." Usw.
    a) Wenn, sagen wir: Rigil Kentaurus ungefähr 4,5 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, dann können prinzipiell Informationen erst nach viereinhalb Jahren bei uns ankommen. Die normale Interpretation zumindest im volkstümlichen Verstehen ist die des Reisenden, der eine Nachricht überbringt: Wir können nicht wissen, was auf Rigil Kentaurus los war, bevor das Licht = der Reisende angekommen ist. Dieser Gleichzeitigkeitsbegriff geht allerdings von der Konstruktion aus, dass wir, wenn wir ein Telefon hätten, wüssten, was los war, ehe der Reisende ankommt. Anders gesagt: Wir nehmen eine Gleichzeitigkeit an - X ist geschehen -, die Nachricht von X braucht aber ihre Reisezeit. Nur: Wenn es prinzipiell kein schnelleres = Gleichzeitigkeit herstellendes Medium der Kontrolle gibt, dann bleiben die viereinhalb Jahre  grundsätzlich, und zwar vollkommen grundsätzlich, unbekannt. Das ähnelt irgendwie Heisenbergs Unschärfe im ganz Kleinen, mit dem Unterschied, dass eben nicht Ort / Impuls jeweils einzeln bestimmt werden können. Der gesamte Sachverhalt X bleibt vollständig unbestimmt. Die Annahme, X sei geschehen oder nicht, wir wüssten es nur noch nicht, entspricht dem Alltagsverstand, nicht den Konsequenzen, die die Wissenschaft ziehen muss. -- Überlegung korrekt?

    b) Wo liegt warum die Grenze, in der überhaupt -- warum? -- von Gleichzeitigkeit gesprochen werden kann? Oder ist Gleichzeitigkeit auch da nur eine Alltagsmetapher? -- Wenn die Person A von der Person B 1,5 Meter entfernt ist, dann muss das Licht -- vom Schall ganz zu schweigen -- auch eine Strecke zurücklegen, innerhalb derer ein extrem kleines Schwarzes Loch aus Unbekanntheit nistet. Oder nicht?"

    Bekenne dich

    ... dazu, dass du ein Freak bist! Einer, der leidet, weil er Dinge denkt, die sonst keiner denkt. Wenn du Joschka Fischer heute auf der Seite 2 der Süddeutschen kommentieren siehst und wenn der sagt, wie Unternehmen könnten auch Staaten pleite gehen, doch im Gegensatz zu Unternehmen würden Staaten nach der Pleite nicht verschwinden, sondern als ein großes, nicht nur finanzielles Problem bestehen bleiben, dann kommst du sofort auf die Idee: Warum muss das so sein?

    Also, wenn Griechenland Pleite geht, dann wird es ordentlich abgewickelt und aufgeteilt. Vorkaufsrecht haben die "Anrainerstaaten", dann können auch die anderen bieten. Filetstück Athen, mit Akropolis usw. Der ganze Peloponnes... Wer biete mehr?

    So etwas denkt sich ein Freak aus. Aber immerhin, warum nicht.

    Montag, 20. Juni 2011

    BILD dir deine Griechen!

    Es wäre doch auch zu verwunderlich, wenn da nicht BILD-Kritik aufkäme. Und ausnahmsweise glaube ich, dass BILD vox populi ist. Und wie steht es mit der Demokratie, wenn diese Stimmen mit vox rindvieh gleichgesetzt wird und nicht mehr gehört wird? Dreiklassenwahlrecht nach Intelligenz? Wär es das? Hilft das was, in dieser Lage?

    IMMER MEHR DEUTSCHE FRAGEN SICH
    Für Griechen ist Geld da, wann gibt’s was für mich?
    KRISEN-GIPFEL DER EURO-FINANZMINISTER IN LUXEMBURG
    Ob Griechenland die Milliarden-Kredite 
    jemals zurückzahlt, weiß keiner
    Die Griechen-Krise
    19.06.2011 — 23:07 Uhr
    Von A. BALDAUF und N.​ BLOME

    Macht die Griechen-Krise am Ende alle Hoffnung auf Steuersenkungen in Deutschland kaputt?

    Die Euro-Finanzminister ringen seit Sonntagabend in Luxemburg um weitere Kredit-Milliarden für Griechenland: 12 Mrd. Anfang Juli und 110 Mrd. als neues Paket bis 2014 – wenn es nach Deutschland geht, mit Beteiligung von Banken und Versicherungen.

    Spät in der Nacht einigten sich die Euro-Kassenhüter dann darauf, private Gläubiger einzubeziehen.

    Aber ob Griechenland jemals zurückzahlt, weiß keiner. Gehen die Griechen bankrott, werden die deutschen Bürgschaften fällig, schlagen Milliardenlöcher in den Haushalt.

    Wer war's?

    Im SPIEGEL, S. 128ff., ein Gespräch mit dem Historiker Ian Morris. Sehr gut, sehr erhellend. Dabei wird ein Name genannt, den ich kenne, ohne etwas über die Person zu wissen.

    "Mit 13 Jahren wurde er kastriert, da der Kaiser und seine Nach- kommen die einzig zeugungsfähigen Männer im Palast sein durften."

    Wer war's? Wie verläuft Geschichte? Ich werde mir Morris' Buch gleich bestellen und es tatsächlich lesen.

    Religionen 2: Die Katholiken

    »Neuer Hirte in Görlitz« heißt eine kleine Meldung in der heutigen SZ, S. 6, links unten. Seltsamer Titel. Der zukünftige Bischoft heißt Wolfgang Ipolt, ist 57 Jahre alt und im Moment offenbar Regens des Priesterseminars von Görlitz. Wie viele Mitglieder das Seminar hat, wird nicht gesagt, es wäre aber interessant zu wissen.

    Die katholische Kirche! Was war das mal für ein machtvoller Verein. Heute wird die Pracht des Papstes noch als Großkuriosum in den Nachrichten gehandelt. In Deutschland freilich gibt es bald keine Priester mehr. Was waren das noch für Zeiten, als Joseph Ratzinger geweiht wurde! Man konnte es gestern, wegen einer Feier in Freising, allenthalben im Radio hören.

    60 Jahre ist es her, dass der heutige Papst Benedikt (84) und sein älterer Bruder Georg (87) im Freisinger Mariendom von Kardinal Michael Faulhaber die Priesterweihe empfingen.

    Heute also: Priestermangel und Niedergang. Gewiss nicht, die Maßnahme Gottes wg. Kindermissbrauch. Aber vielleicht doch eine Maßnahme.

    --

    In einer nicht ganz öffentlichen Seite des Internets gibt es einen langen Bericht. Auszug:

    18. 4. 02
    Der Hochwürdige Herr Direktor sagt, ich darf abends noch zu ihm kommen. Er hat auch eine tolle Bibliothek mit Büchern, Karl May alles, kann man immer zu ihm kommen sich eins ausleihen. Komm doch rein. Du musst doch frieren in deinem Schlafanzug. Setz dich doch her Komm doch. Hier ist doch viel wärmer. Du zitterst ja noch. Ist es dir jetzt nicht wärmer. [...] Und, das geht keinen was an. Das ist nur etwas zwischen uns beiden! Gelogen Herr N... 


    Im Sommer 1963 muss ich das Ottonianum verlassen, weil ich nicht würdig bin Priester zu werden. Wenn ich nicht gehe flieg ich raus. Dann sagt der Hochwürdige Herr Direktor: Dass ich mich mit einem Mädchen getroffen habe! Heimlich! Und ihn angelogen! Aber er ist großzügig, wenn ich selber gehe, sagt er nichts.
    --
    2002, das ist das Datum des Eintrags. Das, worauf sich der Bericht bezieht, trug sich in den 1960er Jahren zu. Männer in sehr gestandenem Alter erinnern sich an ihre Kindheit im katholischen "Knabenseminar" in Bamberg. Schon erstaunlich.

    Grundfragen der Demokratie: die FPÖ

    In Österreich, so liest man auch in der SZ, will Herr Strache Bundeskanzler werden.

    Dass Strache Zahntechniker von Beruf sei, merkt die SZ an. Was hätte sie beim deutschen Exaußenminister Joschka Fischer als Berufsbezeichnung angegeben?

    Und was, wenn das Volk in einem erheblichen Anteil die FPO und ihr Programm einfach will? Ein anderes Volk wählen? Grundfragen...

    Religionen 1: Die Salafisten

    Die Salafisten sind heute ein Thema in der Süddeutschen. Die in Ägypten und die in Deutschland.

    Da sieht man die Hilflosigkeit der Aufklärung gegenüber ihren Feinden. Soll denn gelten, dass man die Feinde gewähren lässt, weil Toleranz eine der größten Größen der Aufklärung ist? Oder hört die Toleranz dort auf, wo die Intoleranz und der Fanatismus die Abschaffung der Aufklärung nicht nur fordern, sondern auch allmählich und unter Ausnutzung aller aufklärerischen Freiheiten abschaffen wollen?

    Wikipedia: Wieso keine Artikel ...

    zum Beispiel: über das Ehepaar Bulfone / Paus?

    In manchen Fällen toben Löschkriege in der Wikipedia, und man weiß nicht warum. Dann wieder fehlen Artikel. Und man weiß nicht warum.

    "Da bin ich wieder mal platt. Vollkommen unabhängig von Fehlverhalten oder nicht: Silvia Bulfone-Paus und Ralf Paus sind doch so prominent, dass sie einen WP-Artikel haben müssten. Warum haben sie keinen = nicht je einen?"

    Sonntag, 19. Juni 2011

    Ikea-Fortschritte

    Ist eigentlich die Geschichte der Ikea-Bauanweisungen schon geschrieben? Nein, ich werde gewiss so etwas nicht anfangen. Aber anmerken kann ich immerhin, dass es Fortschritte gab und gibt. Einer dieser Fortschritte: Die Fehler der Aufbau-Laien beobachten und dann anmerken, in der internationalen Ikea-Symbolsprache: 


    So nicht! Sondern so!



    Also wirklich, ein echter Fortschritt.

    Fabrizio de André

    Ich habe es nicht gewusst. Italienisch gelernt mit Fabrizio de André. Dann ist er gestorben, als Kettenraucher mit Tumor. Und jemand hat "Andrea" übersetzt und ins Netz gestellt. Am Ende wirkt die Übersetzung ein wenig störend.


    Andrea
    =
    Andrea s'è perso s'è perso e non sa tornare
    Andrea s'è perso s'è perso e non sarà tornare
    Andrea aveva un amore Riccioli neri
    Andrea aveva un dolore Riccioli neri.
    -
    C'era scritto sul foglio ch'era morto sulla bandiera
    C'era scritto e la firma era d'oro era firma di re
    -
    Ucciso sui monti di Trento dalla mitraglia.
    Ucciso sui monti di Trento dalla mitraglia.
    -
    Occhi di bosco contadino del regno profilo francese
    Occhi di bosco soldato del regno profilo francese
    E Andrea l'ha perso ha perso l'amore la perla più rara
    E Andrea ha in bocca un dolore la perla più scura.
    -
    Andrea raccoglieva violette ai bordi del pozzo
    Andrea gettava Riccioli neri nel cerchio del pozzo
    Il secchio gli disse - Signore il pozzo è profondo
    più fondo del fondo degli occhi della Notte del Pianto.
    -
    Lui disse - Mi basta mi basta che sia più profondo di me.
    Lui disse - Mi basta mi basta che sia più profondo di me.


    ===

    Nachtrag, nach einigem Herumlesen. Zufallsfund:


    Fabrizio De André e gli omosessuali

    Le canzoni di Fabrizio De Andrè (18 febbraio 1940-11 gennaio 1999) sanno raccontare storie, emozioni e sogni del nostro tempo... Tra i tanti temi del suo repertorio troviamo anche l'omosessualità.
    ...


    Il tema dell'omosessualità è anche presente in alcune canzoni del cantautore in cui compaiono diverse figure di gay «da lui definiti figli della luna, con citazione platonica. 


    Il soldato Andrea, innamorato di un contadino, dell’omonima canzone. Il trans Fernanda, ispirato a una storia vera, protagonista di “Princesa”, pezzo di apertura di “Anime Salve”. Inoltre, la prostituta protagonista di Via del Campo sarebbe esistita veramente e sembra che fosse in realtà un uomo, Mario, in arte Morena, scomparso non molto dopo De André», da storiadellamusica.it Andrea (1978) «La canzone parla di un figlio della luna, vittima della guerra. L'ambiente richiama il mondo delle fiabe, ma il dolore per la perdita dell'amato è tragicamente reale. Così Andrea si suicida gettandosi nel pozzo più fondo del fondo degli occhi della Notte del Pianto; quest'atto gli sembra l'unico modo per vincere il dolore», cit. di Matteo Borsani e Luca Maciacchini, Anima salva, p. 114. «Questa canzone la dedichiamo a quelli che Platone chiamava, in modo poetico, i figli della luna; alle persone che noi chiamiamo gay oppure, per una strana forma di compiacimento, diversi, se non addirittura culi. Mi fa piacere cantarla così, a luci accese, a dimostrare che oggi si può essere semplicemente se stessi senza bisogno di vergognarsi», dalla presentazione di De Andrè al concerto tenuto al Teatro Smeraldo di Milano il 19 gennaio 1992.  

    Donnerstag, 16. Juni 2011

    Terror - Pressemitteilung

    Die Meldungen inzwischen wie eine Pressemitteilung:

    Aiman Al-Sawahiri - Al-Kaidas neuer Anführer
    Der Ägypter Aiman Al Sawahiri soll der neue Führer der Al-Kaida sein. Sechs Wochen nach dem Tod Osama Bin Ladens wurde der 59-jährige Mediziner von einer einschlägigen Website der Islamisten zum Nachfolger ausgerufen.

    Jörg Kachelmann -- eine multiple Persönlichkeit?

    Vielleicht ist ja der "Wetter-Moderator" (was am Wetter lässt sich eigentlich 'moderieren'?) Jörg Kachelmann eine wirkliche multiple Persönlichkeit, und der Typ im ZEIT-Interview weiß gar nichts von den anderen Persönlichkeiten? Damit hätte immerhin jede Frau ihren Exklusiv-Mann gehabt.

    BILD kommentiert ein BUNTE-Interview für uns:

    Im „Zeit“-Interview relativierte er seine Dauer-Seitensprünge: „Ich bin mutmaßlich nicht der Einzige in Deutschland, der fremdgegangen ist. Nicht jeder steckt in einer idealen Beziehung.“
    Der Hass. Im „Bunte“-Interview nennt Claudia D. ihren Ex-Freund „Monster“: „Er belügt, betrügt und manipuliert jeden um sich herum“, wirft sie ihm vor, vergleicht ihn mit Jekyll und Hyde, spricht von seinem „Größenwahn.“ Er fühle sich allen Menschen überlegen. Claudia D. behauptet: „Er hasst Frauen, das hat er mir selbst gesagt.“

    NEVER VISIT CARAMEL HOTEL!

    Da kommt Spam durch, und die Antwort-Bitte, einen doch aus dem E-Mail-Verteiler zu nehmen, führt zu dem hier: Solch ein Hotel würde ich jedenfalls nie besuchen!

    Delivery to the following recipient failed permanently:
    Technical details of permanent failure:
    TGoogle tried to deliver your message, but it was rejected by the recipient domain.

    kunstgut

    Stellen wir doch mal etwas Besonderes vor: die agentur kunstgut.

    Mittwoch, 15. Juni 2011

    Sprachkritik: Brei

    Hilfskoch tritt seinen Chef zu Brei
    MASAKI M. FLIPPT AUS, WEIL ER SICH GEGÄNGELT FÜHLT


    Die BILD-Zeitung ist ein Hort der sprachlichen Entdeckungen. Wenn einer einen anderen "zu Brei tritt", wie immer das konkret aussehen soll, dann denkt man doch, dass der "zu Brei Getretene" anschließend tot ist. Hier jedoch nicht.

    "Ein weiterer Koch geht dazwischen und rettet Yuri Y. wohl das Leben. Denn er kommt mit gebrochenem Kiefer, zertrümmerter Nase und zerfetztem Jochbein ins Krankenhaus. Der geständige Masaki steht jetzt wegen versuchten Totschlags vor Gericht."

    Was impliziert also was? Und wie steht es mit der Empirie? Ist es so, wie BILD nahelegt oder darf, gar muss man Kritik üben?

    Die Wikipedia-Bürokratie

    Was für ein tolles Bild! Das mit seinen, geschätzt: 80 Wörtern mehr als 10.000 Worte sagt. Ich sehe das Bild erst, als ich bei der Wikipedia-Löschdiskussion Android schon geschrieben habe:

    "Diese Diskussion ist ein wunderbares Beispiel für Dinge, die vorder- gründig nach Regeln diskutiert werden, während die argumentative Basis rein emotional ist und zwischen Bürokraten und Laissez-faire-Typen verläuft. Ich selbst gehöre zu letzteren und ich halte Sätze wie "Wo gibt es da was zu diskutieren: WP:BKL empfiehlt BKL II ab 10:1 hier haben wir sogar 30:1" für den Ausbund an höchst ungesunder Bürokratie-Verliebtheit. Aber ich weiß natürlich, dass das wg. meinem Temperament (meinetwegen: wegen meines Temperaments) so ist."


    Löschdiskussion.gif

    Wer ist eigentlich Heiner Kamps?

    Aus der Reihe: der unbekannte Großmanager. Ja, mehr -- der Unternehmer!

    Dienstag, 14. Juni 2011

    Ein Dramenfragment

    Er habe, sagt M., in dem Fragment 'Der arme Loisls und seine Cousine' des Dichters E.T.A Hoffmann eine Stelle gefunden, die ihn beschäftige. Die Mutter komme eben mit dem Wagen nach Hause, der Sohn ist, vom Universitätsort angereist, schon da. Die Mutter steigt aus dem Wagen und weint laut und haltlos. Der Sohn, der den Tod im Allgemeinen und den Tod des Vaters im Speziellen oft in Gedanken durchprobt hatte, sei von des Vaters Tod berührt, aber nicht in Verzweiflung gestürzt worden. So könne er, der Sohn, ruhig auf die Mutter schauen. Wie habe sie den Vater doch immer unterdrückt. Nie hatte der Vater eine Gelegenheit gegen sie. Die kalte Aggressivität der Mutter sei Legende gewesen. Und nun auf einmal weine sie so. Das sei dem Sohn auf ewig als unbegreifbar in Erinnerung geblieben.

    Montag, 13. Juni 2011

    Zu spät! Zu spät! Zu spät!

    Was habe ich nach diesem Artikel gesucht! Nur gerecht, wenn ich ihn zum Gedicht mache.

    "Zu spät! Zu spät! Zu spät! 
    Es ist einfach zu viel, 
    es geht alles zu schnell,
    die Welt dreht sich wie verrückt, 
    wie soll man da noch mitkommen?
    Jeder Mensch hat heute das Gefühl, 
    er sei mit allem ständig im Verzug."

    Ein Hilferuf von Susanne Schneider


    ---

    Weiterlesen: Süddeutsche Zeitung, Magazin, Heft 20/2011  - Gesellschaft/Leben

    Sonntag, 12. Juni 2011

    Bio-Tonne

    Blick in die eigene Bio-Tonne. Riechen. Der Verdacht: Diese Tonnen produzieren EHEC und anderes ungesunde Zeug. Bakterien-Zuchtanstalten sind das. Ist da einmal geschaut worden, was alles geschieht?

    Samstag, 11. Juni 2011

    Jeder Popel ...

    Die Adam Opel AG steht mal wieder in der Zeitung. SZ, Wirtschaft, S. 25. Verkaufsgerüchte. Da fällt mir dann ein, dass ich das schon lange einmal schreiben wollte: Ein Problem, das nie gesehen wird, wenn von geschäftlichen Problemen bei Opel die Rede ist, es ist der Firmenname. Nicht nur wegen der Fortsetzung eines alten, heute wohl beinahe unbekannten Reims: "... fährt 'nen Opel!" Opel, das klingt einfach unsexy, wie man heute sagen würde. Es ist eben nicht Opal, betont auf der zweiten Silbe. Es ist eher Opa.

    Ja, und dann? Kann eine solche Firma einfach umfirmieren: "Aus Raider wird jetzt Twix -- sonst ändert sich nix!" So ungefähr? Wahrscheinlich geht das nicht. 


    Aber und andererseits: Wenn man ein Problem mit dem Marketing / Firmenname hat, ein grundsätzliches Problem durchaus, dann ist das wie mit dem einsamen Extremkletterer, dessen Hand unlösbar von einem Felsblock eingeklemmt worden ist. Er hätte da einsam in der Felsspalte verhungern können, oder er hätte ... können.

    Nein, nicht hätte. Er hat! Wenn Sie wissen, was ich meine...
    --
    Nachtrag: Ok, es gibt auch das:
    jeder Popel fährt ´nen Opel
    jeder Rowdy einen Audi
    jeder Rabbi einen Trabbi
    jeder Lord einen Ford
    Der Unterschied: Alles außer das mit dem Opel ist erdichtet. Erfunden. Nicht Volksmund sozusagen.

    Freitag, 10. Juni 2011

    HE

    Schlüsseldienst-Mafia

    Die BILD-Zeitung meldets um Eins, gefährlich knurr'n die Wipfel ... (Insider-Joke!)

    "BIS ZU 375 EURO FÜRS TÜRÖFFNEN | So dreist zockt die Schlüsseldienst-Mafia ab! | Schlüssel verloren, ausgesperrt, Schloss kaputt – das kann SEHR teuer werden! Eine neue Studie nennt Fakten: Im Extremfall sind 375 Euro fällig, die „Schlüsseldienst-Mafia“ zockt ab!"

    Die schlichte Frage: Warum werden gewisse für Geldschneiderei -- gutes altes Wort! -- anfällige Bereiche nicht wie die Taxifahrer kontrolliert, mit festen Vorgaben der Innung, die von den Kreisverwaltungsbehörden kontrolliert werden? Was würde bei den Taxis nicht alles passieren, wenn es diese Kontrollen nicht gäbe! Und wenn sich neue Bereiche auftun, dann fallen die eben auch unter diese Kontrolle.

    FDP: Eine Partei beklatscht ihren Untergang

    Wenn es ganz blöd kommt, dann wird es zum Ende des Kapitalismus, der westlichen Demokratie und der FDP immer das Gleiche sein: Die Eliten werden am Vorabend der Katastrophe ihren eigenen Untergang beklatschen. Weil sie sich diesen Untergang nicht vorstellen können und weil sie gelernt haben: Wer erfolgreich sein will, der muss lachen -- oder doch wenigstens grinsen -- und klatschen und die eigene Welt "zuversichtlich", jedenfalls aber "positiv" sehen. Sie können gar nicht anders, diese Eliten. Mit diesen Schein-Erkenntnissen vom Weg zum Erfolg sind sie groß geworden. Diese Haltung geht ihnen nicht mehr aus Hirn und Wäsche.

    Ein Beispiel: Auf der Titelseite der 'liberalen depesche', der Mitgliederzeitung der FDP, steht die neue Mannschaft da, lacht, grinst und klatscht. Makaber ist das. Für eine ernste Haltung, die signalisiert: "Wir versuchen gerade wieder zur Besinnung zu kommen" ist da kein Platz.





    Wenn man ein Argumentationsliberaler ist, so einer wie ich, dann muss man jetzt wohl zu denen Kontakt aufnehmen, die nur verhalten lächeln. Die zeigen, dass sie wenigstens ahnen können, was das Stündlein für die FDP geschlagen hat.

    Die bestverdienden Sportler der Welt

    Der Weg zu diesem Eintrag geht so: Avira, das kostenlose Antiviren-Programm, bringt neuerdings in seinem "Notifier", einer kleinen Werbeeinblendung bei der Aktualisierung, ein paar Zeitungs- anzeigen. Hinweise auf Berichte. Ich klicke einen dieser Hinweise an, bei dem eine Aufstellung der bestverdienden und damit wohl auch reichsten Sportler der Welt versprochen wird. Die Plätze 10 - 8 gehen so:


    Lionel Messi
    Lionel Messi ist das Schlusslicht der Top 10 der Geldrangliste. Für den Superstar vom FC Barcelona ist das mit einem Einkommen von gut 22 Millionen Euro jährlich jedoch verschmerzbar.

    Michael Schumacher
    Wer hätte das gedacht? Michael Schumacher fährt in der Formel 1 zwar hoffnungslos hinterher, landete in der "Forbes"-Liste dennoch als bestverdienender Deutscher auf Position neun. Sein Jahreseinkommen beträgt 23,2 Millionen Euro.

    Alex Rodriguez
    Der Baseballstar von den New York Yankees ist in Deutschland vor allem als On-Off-Lover von Cameron Diaz bekannt. Als Sportler macht "A-Rod" mächtig Kasse. Verdienst: 23,9 Millionen Euro. Platz acht für Rodriguez.

    Werde ich da neidisch? Ach wo! Ich hätte ja auch die Wahl gehabt in der Jugend. Warum bin ich nicht Michael Schumacher geworden, beispielsweise. Hey, ich konnte nicht so gut Auto fahren. Ganz einfach.

    Aber dann bleibt der Gedanke: Ist das ethisch vertretbar? Sind solche Einkommensgefälle zulässig? Ganz in der Theorie erst mal. Demokratietheoretisch gefragt. Ich muss daran denken, dass auf diese Verhältnisse -- eine Gesellschaft, in der es keinen Mindestlohn und keinen Maxi-Lohn gibt, in nach oben alles verhandelbar ist, nach unten aber auch --, dass für eine solche Gesellschaft das Westerwelle-Diktum von der "spätrömischen Dekadenz" zutrifft. 

    Ach so, letzthin da habe ich einen Film mit Hugh Grant gesehen, der in einem US-Krankenhaus spielte. Man konnte so ganz nebenbei die Auswirkungen der harten republikanisch-amerikanischen Haltung "Keine allgemeine Krankenversicherung für die, die es nicht bringen!" bestaunen. (Auf Deutsch, mit einem gewissen Drall: "Leistung muss sich wieder lohnen!")

    ---

    Das schließt ja an an verschiedene vorherige Einträge in diesem Blog. Stichworte sind "Einkommenschere", "Mindestlohn", "Einkom- men" allein, u. ä.

    Donnerstag, 9. Juni 2011

    Kann man einer Frau "Hörner aufsetzen"...

    ... oder nur einem Mann?

    Seine gehörnte Ehefrau arbeitet nach einem offiziellen Untreue-Bekenntnis und mindestens einem unehelichen Kind des „Termi- nators“ weiter mit Hochdruck an der Scheidung. Und laut Skandalautor Ian Halperin, der 2009 eine umstrittene Biografie über Arnies mutmaßlich zahllose Affären veröffentlicht hatte, sollen sich Shriver und Schwarzenegger langsam, aber sicher einem fixen Deal nähern!


    Mittwoch, 8. Juni 2011

    Deutschlands Dividenden-Könige

    Will die BILD-Zeitung den deutschen Neid-Komplex vergrößern? Oder einfach nur mal eben informieren? Eine Auswahl.

    MILLIONEN-REGEN. DAS sind ~

    Die Quandts – hier Susanne Klatten, geborene Quandt – halten 46,7 Prozent der BMW Stammaktien. Ihr Dividenden-Anteil 2011: 365 Millionen Euro

    Otto Beisheim und Frau Liesel: Der Metro-Gründer bekommt 43,6 Millionen Euro ausgeschüttet. Seine ehemaligen Verbündeten bekommen zusammen 69 Millionen Euro

    Die Henkel-Familie, hier Henkel-Erbin Simone Bagel-Trah bekommt 2011 insgesamt 97 Millionen Euro ausgeschüttet

    Usw.

    Es ist aber natürlich schon die Frage, ob diese Menschen wirklich "geleistet" haben, was sie verdienen. Ist das eine philosophische Frage, gar eine rhetorische? Nein! Geben wir mal, liebe FDP, dem modernen Klassiker Bert Brecht das Wort:

    ---

    Wer baute das siebentorige Theben
    In den Büchern stehen die Namen von Königen.
    Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
    Und das mehrmals zerstörte Babylon,
    Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
    Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
    Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,
    Die Maurer? Das große Rom
    Ist voll von Triumphbögen. Über wen
    Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
    Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
    Brüllten doch in der Nacht, wo das Meer es verschlang,
    Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
    Der junge Alexander eroberte Indien.
    Er allein?
    Cäsar schlug die Gallier.
    Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
    Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
    Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
    Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
    Siegte außer ihm?
    Jede Seite ein Sieg.
    Wer kochte den Siegesschmaus?
    Alle zehn Jahre ein großer Mann.
    Wer bezahlte die Spesen?

    So viele Berichte,
    So viele Fragen.

    ---

    Und dann fragen wir uns, wer eigentlich den Mehrwert, der da dividendiert wird, geschaffen hat? Hat Frau Kladden -- die ich persönlich liebreizend finde -- in der letzten Zeit die Entwicklung eines BMWs irgendwie persönlich vorangebracht? Es geht immer um Verteilung, liebe FDP, und um die Regeln dafür. Nichts im Bereich des Verdienens und Bekommens ist von Gott oder dem freien Markt gegeben. Auch die nicht existierenden Regeln sind via nicht Nicht-Regulierung dekretiert.

    Mein Ideal? Es stammt von Bill Gates. Der hat einmal gesagt, dass er seinen Kindern als Erbe je 5 Mio USD gibt. Eine Menge Geld. Seine Obergrenze. Wir wäre es mit einer Gesetzgebung, die das persönliche Eigentum asymptotisch auf 20 Millionen limitiert? Man kann an die 20 Mio. beliebig nahe rankommen, ohne sie je voll zu erreichen. Der Rest wird als Aktien an die Angestellten und die Arbeiter ausgegeben, die die Steine schleppen resp. die Motoren konstruieren und zusammenbauen . Wär das nicht was? Über die Stimmrechte und Befehlsbefugnisse können wir jederzeit reden, nicht aber über die Verteilung nach Dschungelgesetz.

    --

    Und hier noch ein Link zum Weiterlesen in dieser Sache.

    灰皿