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Donnerstag, 31. Januar 2013

GEMA - YOUTUBE

Ich bin kein großer Freund der Gema, seit die bei Festen Spitzel einsetzt und die kleinen bis winzigen Bands mehr Arbeit mit dem Gema-Listen-Führen als mit dem Üben neuer Stücke haben. Aber!

Wissen/Technik > Musikmarkt | Gebührenstreit: Gema kann Klage gegen Youtube nicht zustellen | Handelsblatt | Die Verwertungsgesell- schaft hat vergeblich versucht in Deutschland gegen Youtube zu klagen - die Klage lässt sich nicht zustellen. Nun muss die Gema den internationalen Rechtsweg gehen. Es geht um die Sperrhinweise.

Die großen Firmen sollten -- müssten -- müssen! eine Niederlassung in Deutschland haben, gegen die auch geklagt werden kann. Wie sieht es bei Google, Yahoo und anderen aus?

SMS, nur fast kostenlos

Vor dem PC. Keine Luste für die SMS auf dem Handy herumzufummeln. Also -- mal nachgesehen. Gibt es natürlich, SMS kostenlos, ohne Anmeldung, usw. Dann aber natürlich -- nichts ist wirklich kostenlos -- die Fenster anschließend. Aus der Ecke: blöd, aber geschäftstüchtig.



Munich! Auch das noch. Und es wird mich nicht wundern, wenn dann demnächst Herr Lovoo als Vertreter vor der Tür steht und mir eröffnet: "In unseren AGB, die Sie anerkannt haben, steht ja drin, dass ich Sie mal besuchen darf. Ich darf dann wohl mal reinkommen. (Schiebt sich an mir vorbei.) Also, welchen Typ Frau -- oder Mann -- bevorzugen Sie denn? Wir von der Agentur FN, steht für Fast Number, sind sehr erfolgreich mit ..."

Dienstag, 29. Januar 2013

Deutschland verblödet!

Das war vor Jahren schon mal eine große Schlagzeile. Erinnere ich mich recht: in der ZEIT.* Und jetzt? Ok, es muss einfach sein! Alles beginnt damit:

"13:47 Fernseh-Auszeichnung | "Stuckrad-Barre" für Grimme-Preis nominiert | Zu den Anwärtern auf den renommierten Grimme-Fernsehpreis gehört Talk-Moderator Benjamin von Stuckrad-Barre. Überraschend wurde in der Sparte "Unterhaltung" das RTL-"Dschungelcamp" nominiert."

Ich sammle ab heute Indizien für einen Indizienprozess. Es geht nicht um dumme oder angeblich dumme, aber erfolgreiche Leute. Leute, die von einem Volk von Dummen erfolgreich gemacht werden. Nein! Es geht darum, dass bürgerlich-angesehene Personen und Institutionen sich mit der Blödheit gemein machen. Hier, am Ansgangspunkt also:

  • Grimme-Preis
    • Stuckrad-Barre
    • Dschungelcamp
Kein Gespür nirgends!

--

|* Nachtrag: Bei der ZEIT nicht gefunden, dafür einen schön formulierten Diskussionsbeitrag beim SPIEGEL, 19.02.2008, von einem gewissen L.,olli.

Schwelb!

Ja, der Hildebrandt!

"Lustig ist in dieser Regierung niemand. Wenn sich Schwarz-Gelb - ich nenne es Schwelb, das klingt etwas besser - zusammentut, kann offenbar nichts Gutes passieren. Ich weiß nicht, wo der Verstand der Kanzlerin geblieben ist, als sie meinte, mit der FDP könnte man irgendwas erreichen. Mit dieser FDP kann man Golf spielen oder ins Theater gehen und sich anschließend wahnsinnig streiten. Aber regieren kann man mit denen nicht. Aber das wusste man eigentlich immer." (Süddeutsche Online)

Eufemiano Fuentes

Jetzt weiß ich, wie ich mir Eufemiano -- was für ein Vorname! -- Fuentes vorgestellt habe und warum ich da so falsch lag!

"Fußball, Tennis, Leichtathletik: Doping-Wegbereiter Eufemiano Fuentes gesteht beim Prozess in Madrid, dass er nicht nur bei Radfahrern Bluttransfusionen durchführte - Nachfragen ergeben sich vor Gericht dadurch nicht. Weil die Verhandlungssache "nur die Öffentliche Gesundheit" betrifft, könnte Wesentliches ungeklärt bleiben." (Süddeutsche Online)



Da fragt sich natürlich so mancher: Wer ist da wer?

Archivieren: Dropbox und andere

Erst mal ein großes Lob und einen großen Dank an tippscout.de für diese klare Erläuterung: "So nehmen Sie bestimmte Dropbox-Ordner von der Synchronisation aus".

Dann die Grundidee: Archivieren ist etwas anderes als "Backupen". Für das Archivieren bietet sich ein Dreiklang an: a) Dropbox, b) Skydrive, c) externe lokale Festplatte. Und da ist es natürlich wichtig, dass man die Ordner dann nicht auf jeden Rechner gespiegelt bekommt. Das, was bei tippscout.de präsentiert wird, ist eine prima Lösung in diese Richtung.

Samstag, 26. Januar 2013

Iminent & Co: Jetzt machen wir mal Ernst!

Es kommt Voodoo gegen diese drei zum Einsatz gegen ...





Mal sehen, was dann geschieht!

Der BND ließ Franzosen sterben?

Bei arte eine Sendung anlässlich der Elysee-Verträge. Am 22. Januar 2013. Unter anderem, das könnte es untergehen: dass der BND in Pullach von einem Anschlagsplan auf einen Staudamm in Frankreich wusste und die Franzosen nicht gewarnt hat. Es starben über 400 französische Bürger. Die Sache wurde wohl von beiden Seiten unter den Teppich gekehrt.

Und heute? Wie steht es heute um solcherlei? Reden wir drüber? Was für Typen bildeten damals die Adenauer-Regierung, was für Leute waren da im Pullach am Werk? Und wieso werden die NSU-Akten heute geschreddert, obwohl es Scanner und Backup-Systeme gibt?

Imiment & Co. unter Google Chrome

Heute wollte ich es wissen und habe ein altes Vorhaben in die Tat umgesetzt: Ich habe den Ashampoo-Uninstaller heruntergeladen. Trial-Version. Gedanke: Wenn es klappt, kaufe ich das Ding. 

Iminent neu installiert. Die Installation mitprotokolliert. 

Nach der Installation Chrome mal aufgerufen. Dann die Installation mit dem Uninstaller rückgängig gemacht.

DARAUFHIN -- spinnt meine Google-Internet-Verbindung: Keine E-Mail-Verbindung mehr. Kein Zugriff auf die anderen Google-Dinge, z. B. auf diesen Blog. Google meldet "verdächtige Aktivitäten". Neue Zeichen werden ans Handy geschickt. Usw.

Iminent sitzt übrigens immer noch im Browser!

Immerhin, ich komme wieder an die Mails und an den Blog. Aber die Frage ist: Was geht hier vor? Was spielt sich da ab? Jetzt werde ich am Ball bleiben. Und mal per Papierbrief bei den Beteiligten nachfragen. So geht das nicht weiter!

Donnerstag, 24. Januar 2013

Merkel und Cameron -- wie denn nun?

Der Tag und die Politik und die Berichterstattung über die Politik:


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Kadmos, das Irfan-Plug-in macht daraus:


 ~irSch~rum  :  Merke geht auf Kusche*i,rs mit  ~eron  Tagesspk~l
 Ihre bevorzi~e Qiielk:  Liveblog Davos: Merke zeigt Cameron die ka~e S c  h  u lte Hande~mn
 Aus Schweiz:  Wenig Ve~ndnis für Cameron  N~ online
 AlIsfühilic I:  EU-Debaüe in Davos: Merke we ich Showt1own mit Cameron aus spk~ online

Das ist natürlich nix.

Das Lebensgefühl einer Kleptomanin

»Warum stehlen Sie, obwohl Sie es ja nun nicht nötig haben?«
»Ich kann nicht anders. Es ist eine Sucht wie jeder andere. Ich stehe vor dem Regal und habe die Alternative zu klauen oder nicht zu klauen. Und das Gefühl des -- es ist wie ein Triumph, wenn die Sache heimlich in die  Tasche wandert.«
»Und wenn der Detektiv vor Ihnen steht?«
»No risk, no fun!«
»Ernsthaft? So denken Sie?«
»Nein, natürlich nicht. Es ist schrecklich. Ich weiß, dass ich viel besser und ruhiger leben würde, wenn ich nicht stehlen würde. Ich brauche die Dinge, die ich klaue ja wirklich nicht. Aber eben -- ich weiß auch nicht, woher diese Such kommt. Und ich weiß nicht, was ich dagegen unternehmen kann.«
»Haben Sie Therapien versucht?«
»Vier. Es hat nichts genutzt. Gar nichts.«
»Und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass ich Sie noch heute heilen könnte von dieser Sucht?«
»Sie könnten? Es wäre mir viel wert.«
»Würden Sie mich heiraten?«
»Das sowieso.«

EZB als Schlapphut mit Ansprüchen

Für das wirtschaftspolitische Notizbuch: Die EZB darf also wie ein Geheimdienst agieren. Darf sie das wirklich? Wer legt das denn fest? Und wer soll da geschützt werden?!

Die Europäische Zentralbank (EZB) darf der Öffentlichkeit aufschlussreiche Papiere über die Entstehung und die Systematik der Finanz- und Schuldenkrise vorenthalten. Das besagt ein aktuelles Urteil des Gerichts der Europäischen Union.

Unter anderem geht es um ein von Experten der EZB angefertigtes Dossier, das jenes Währungsgeschäft untersucht, mit dem die US-Bank Goldman Sachs dem griechischen Staat in den Jahren von 1998 bis 2001 den Eintritt in die Euro-Zone ermöglichte. Das Dossier könnte mögliche Manipulationen aufdecken. Ein zweites Dokument korrespondiert eng mit dieser Analyse.

Gut zwei Jahre lang klagte der Wirtschaftsdienst Bloomberg Finance LP vor dem Gericht der Europäischen Union auf die Herausgabe der Papiere, weil deren Inhalt von großem öffentlichen Interesse sei. Obwohl grundsätzlich jedem Bürger der Europäischen Union das Recht auf Zugang zu Dokumenten der Europäischen Zentralbank zusteht, unterlag Bloomberg. Mit dem Urteil vom 29. November 2012 wies das Gericht der Europäischen Union die Bloomberg-Klage ab. Die Zentralbank dürfe die Unterlagen auch weiterhin geheim halten, urteilten die Richter.

(WELT Online)

Amazon, Verpackung, Umweltschutz

Dass Amazon ein Problem darstellt, wenn es um die Umweltverschmutzung durch Transport und Verpackung geht, ist eh klar. Aber muss man bei Amazon wirklich so verpacken?

Nun denn -- zwei Bestellungen vom selben Tag, praktisch vom selben Zeitpunkt: Glühbirnen, große und kleinere Fassung. Es kommen: zwei Riesenpakete. Darin je ein kleineres Paket. Darin wieder jeweils: viel Luft und Rutschverhinderer-Papier bzw. Plastik. Dann endlich: zwei ganz kleine Packerl mit besagten Glühlampen.

Frage: Geht das logistisch nicht mit einem = 1 Paket, Inhalt gut geschützt, aber nicht mit übertrieben viel Luft? Natürlich ist es billiger, schlichte logistische Abläufe zu erhalten. Aber mit dieser Schlichtheit ist es wie mit der geistigen Schlichtheit -- man lebt bequem, wenn man ein schlichtes Gemüt hat. Aber ist das ein Grund, nicht zu lernen ...


Hier der Schnappschuss zum Überschnappen!

Alle Einträge zu Amazon in diesem Blog

Mittwoch, 23. Januar 2013

Hochleistungsprojektoren

Für das Gedächtnis: Man gibt eine Idee bei Google, z. B. hochleistungsprojektoren häuserfassaden, ein, und schon sind Informationen da! Zum Beispiel: Projektionen am Rathaus von Tübingen ...

Montag, 21. Januar 2013

FOCUS -- auf dem absteigenden Ast

Ich schaue prinzipiell keine Filme im Fernsehen, bei denen der Sender das Vor- und Rückspulen des Kabel-Deutschland-Recorders unterdrücken lässt. Damit man die Werbung glotzen muss.

Und auch hier: Ich hätte diese Meldung des FOCUS ja gerne gelesen. Aber wenn da mitten im Text eine blaue Riesen-Einblendung aufploppt und rechts davon ein Video unaufgefordert losplärrt? Ja, lieber FOCUS, auch da hab ich schneller auf "X und weg!" gedrückt, als man überhaupt schauen kann! Und ich bin gewiss nicht der Einzige, der es so macht.

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P. S. Von Google lernen, heißt siegen lernen! (Das hab ich hier doch schon mal gesagt, oder?) Werbung muss dezent und "User-interessierend" auftreten. Sonst überwiegt der Schaden, den die Werbung anrichtet.

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Nachtrag: Auch das über Beyoncé beim Super-Bowl hätte ich gerne gelesen. Dann aber sofort zurückgeklickt. Kann man ja auch woanders nachlesen, lieber FOCUS!



Niedersachsen-Wahl

Das politische Tagebuch vermerkt:

Nicht zu verschleiern ist die Niederlage von David McAllister. Merkels letzter Kronprinz hat seine erste richtige Wahl verloren und muss zurück in die zweite Reihe treten. Dass er am Wahlabend Edmund-Stoiber-gleich den Sieg bereits für sich reklamierte und sich als schlechter Verlierer entpuppte, hat seinem Abgang einen unschönen Beigeschmack gegeben. Als Hoffnungsträger für die CDU ist er vorerst verbrannt. 
...

"Hauptsache wir können entscheiden, mit wem wir regieren", war am Wahlabend im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin zu hören. Die CDU gibt ihr Selbstverständnis als Regierungspartei eben nicht so einfach auf. Aber nach der Niederlage in Baden-Württemberg mussten die Christdemokraten nun erneut erfahren, dass man auch als stärkste Partei in der Opposition landen kann. (ZEIT Online)

Gestern Abend habe ich noch mit dem Kindle Fire im Netz gestöbert. Erstaunlich, dass es, unter den Berichten, viele Stimmen aus dem Leser-Off gibt, die das Wahlsystem als solches in Frage stellen, einschließlich der These, über die ich dann doch erstaunt war: dass falsche = gefälschte Wahlergebnisse durchtelefoniert werden. Das ist eigentlich nicht nachzuvollziehen, aber es gibt auch da ein hohes Potential an Verschwörungstheorien. 

Interessanter schon die oft zu lesende These, die Meinungsforscher und Wahlprognostiker sollten einpacken, wenn sie, Beispiel gestern, über das Abstimmungsverhalten in Richtung FDP so falsch gelegen haben.

Meine alte Idee da: Eine allgemeine Umfrage im Internet, und dann mal schauen, wer in drei Wahlen dem amtlichen Endergebnis am nächsten ist. Zugelassen sind neben der Forschungsgruppe (!) Wahlen und allen professionellen Demoskopen auch alle Bürgerinnen und Bürger, ob mit oder ohne Kaffeesatz. Was zählt, sind die Prognosen bei mehreren Wahlen. Wie ginge ein solcher Wettbewerb wohl aus?

--

Nachtrag: Kann man denn solchen so sicher und selbstbewusst vorgetragenenen Erkenntnissen trauen, wenn dieser eigenartige FDP-Erfolg von der Forschungsgruppe Wahlen so gar nicht vorausgesehen worden ist? Wie kommen denn die Erkenntnisse zustande?


Sonntag, 20. Januar 2013

Mythen des Alltags: Socken & Waschmaschine

Die Sache mit der Wahrheit! Ist immer sehr differenziert zu sehen.

Hier glaubt mancher, der mit Waschmaschinen-Experten gesprochen hat, dass keine Socken in der Waschmaschine verschwinden.

Hier wird vorgemacht,dass es doch vorkommt.



Nur eben, mehr als 2, 3 Socken passen nicht um den Heizstab, und dass die Socken in die Kanalisation gesaugt werden, das sagt bis jetzt noch keiner.

Samstag, 19. Januar 2013

Operation Entebbe

Für das Geschichtsbuch.

"Im Rahmen der Operation Entebbe, einer militärischen Befreiungsaktion in der Nacht vom 3. Juli bis zum frühen Morgen des 4. Juli 1976 auf dem Flughafen von Entebbe in Uganda, wurde die Entführung eines Passagierflugzeugs der Air France nach Entebbe durch palästinensische und deutsche Terroristen von israelischen Sicherheitskräften beendet.

Die lokalen, ugandischen Behörden hatten die Geiselnehmer unterstützt, der Diktator Idi Amin persönlich begrüßte sie nach ihrem Eintreffen. Die jüdischen Geiseln wurden von den Terroristen ausgesondert, während die übrigen freigelassen wurden. Bei der Befreiungsaktion wurden alle Geiselnehmer getötet. Drei Geiseln und etwa 25 ugandische Soldaten kamen bei Feuergefechten ums Leben. Eine weitere Geisel wurde später in einem ugandischen Krankenhaus von ugandischen Offiziellen ermordet. Da kenianische Stellen die Israelis unterstützt hatten, wurden in der Folge auf Veranlassung Amins mehrere hundert Kenianer in Uganda ermordet."


Aus den 1970er Jahren, der Zeit der politischen Spinner, der "Göttinger Mescalero" dazu.

Kommentar-Funktion

Ich hatte hier die Kommentar-Funktion ausgeschaltet. Grund: Ich habe andere Blogs und die Kommentare dort gelesen. Ich habe mir gedacht: Ich will einerseits nicht unhöflich sein und Kommentare zurückweisen. Andererseits -- ich bin allergisch gegen Rechtschreib- und Grammatikfehler, und -- ich kann keine Kritik vertragen. Immerhin: Klare Selbsteinsichten und Selbstbezichtigungen. Jetzt habe ich die Kommentar-Funktion eingeschaltet. Weil ich älter und wissender geworden bin? Oder weil ich auf einmal Kritik vertragen kann? Ich weiß es nicht. Nur dass ich weiterhin gegen schlampig geschriebene Kommentare bin, das weiß ich. Wenn das mit den Kommentaren nicht geht oder wenn keiner kommentiert, dann schalte ich das mit dem Kommentieren-können halt in einer Woche wieder ab.

Apropos Thomas Middelhoff ...

Ab welcher Bekanntheit eines Manager-Namens und ab welcher Liste von Fehlleistungen bestraft der Manager-Arbeitsmarkt eigentlich jemanden wie Middelhoff, und wie bestraft er ihn? Immerhin soll Middelhoff ja Probleme haben, seine Luxus-Yacht zu finanzieren! Und wenn wir schon dabei sind -- ist eine Berufung in den Hochschulrat / Finanzausschuss der Universität Münster eigentlich Belohnung oder Bestrafung?

Amazon -- der Beginn des Niedergangs?

Es gibt berühmte Fälle: Riesige Unternehmen sind auf einmal wegen eher schlichter Fehlentscheidungen in Turbulenzen, und ein Jahr später sind sie drittrangig. Fehlentscheidungen von der Sorte: Das hätte ich, der ich kein hochbezahlter Manager bin, sofort gesehen, dass das nichts werden kann.* Wenig später gibt es sie gerade noch auf dem Markt. Manchmal auch gar nicht mehr. Für die etwas Älteren mit Gedächtnis nennen wir mal, quer durch die Garten, aus der Riege der Hochmütigen: Quelle*, WordPerfect, Nokia, Ebay.

Amazon ist auch so ein Riese. Ich war und bin Kunde. Das war ich aber auch bei Wordperfect, Nokia und Ebay  ...

Worum geht es? Ich habe seit 4 Wochen ein Kindle Fire. Folgende Ideen bzw. Festlegungen sind bei diesem Gerät blödsinnig, manchmal extrem blödsinnig:
  • die Werbung, die zwangsweise eingeblendet wird (Dann lieber gleich 15 Euro teurer machen!)
  • die Abschottung gegen die App-Welt von Google (Ich weiß! Das ist Amazons Politik. Diese Abschottung, aber das Angebot eben leicht bedienbar und preisgünstig. Aber genau hier, beim Kindle Fire, funktioniert die Sache nicht mehr.)
  • Werbung hereinnehmen, die auf Apps verweist, die auf dem Kindle Fire gar nicht funktionieren. Beispiel: Chrome. Dauernd unten eingeblendet. Lässt sich auf auf direktem Weg jedenfalls  nicht installieren. Warum lässt man es dann nicht mit den Einblendungen gleich sein. Zahlt eigentlich Google Werbegebühren für diese Chrome-Einblendung, wenn Chrome garantiert und gewollt auf dem Kindle Fire nicht funktioniert?
Unterm Strich wandelt sich Amazon im Moment vom sympathischen Aufmischer des Marktes zum gierigen Monopolisten. Das kann nicht gut gehen!

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|* Quelle-Fehlentscheidung: Kataloge drucken, während Amazon an den Start geht. Abgucken hätte man sich können: die Internet-Bestellerei als solche, leichte Bedienbarkeit, Abbuchung statt Überweisung, günstige Preise, Rückgabe jederzeit und ohne Begründung  Schon hätte man über drei Übergangsjahre hin seine alten Klientel rüberholen können. Und die Großeltern, die hätten mit Hilfe des Enkels bestellt. Es hat nicht sollen sein, nicht wahr, Herr Middelhoff!

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P. S. Ich habe gerade versucht, Dateien auf dem WDR-Podcast-Angebot im Format swf auf dem Kindle Fire abzuspielen. Verschiedene Player ausprobiert. Verschiedene Suchläufe mit dem Problem gestartet. Nichts zu machen. Player im App Store von Amazon, die entweder gar nicht funktionieren oder eben diese Dateien nicht abspielen. Liegt es am WDR oder an Amazon? Das ist mir sowas von egal! Ich werde für's Richten nicht entlohnt, und ich habe keine Lust, Richter zu sein. Im Moment richtet sich mein Widerwille jedenfalls gegen Amazon. Und ich bin erfahrungsgemäß ein guter Seismograph in solchen Dingen. Da wird es also auch noch andere geben, die so denken wie ich.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Merkel, Euro & Haderer at it's best


"Gestalten der griechischen Tragödie: die Venus von Euro"

Dank an den STERN


Pispers mal wieder: Terrorismus hie und da

"Moslems! Menschen, die ihre Religion ernst nehmen. Für Katholiken unvorstellbar!"

Was so nicht immer stimmt. Siehe Nordirland.

Und daraus resultierend natürlich die Frage an Volker Pispers: "Halten Sie Islamisten und nordirische Militär-Katholiken eigentlich für Leute, die 'ihre Religion ernstnehmen' und also für was Positives, oder war das nur um des Gags willen so dahingesagt?"

Jetzt aber -- ein neuer Blick auf die jüngere Geschichte!


Vorgehen gegen Iminent & Co.

[ Im Aufbau. Wird fortgesetzt. ]


Ich trage jetzt erst einmal alle Dinge zusammen, die wahrscheinlich notwendig sind, um die elendigen "Add-ons" AVG, Babylon Search und vor allem Iminent Search aus Chrome zu entfernen.
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Das was der nette Mann mit der netten Stimme hier für AVG empfiehlt, nämlich unter "Windows Programme deinstallieren", das geht schon mal nicht, denn AVG usw. tauchen da als Programme erst gar nicht auf.

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Dieses stumme YouTube-Video, das eigentlich nur aus Textanzeigen besteht, erklärt erst mal, wo das Problem liegt:

[ Hoppla! Kann man seit ein paar Tagen nicht mehr Bilder direkt von der Festplatte bei blogger.com einfügen?! Nein, geht doch! ]





Der Rest dann in diesem Wort-Video. Ich will die Erkenntnisse des Autors schließlich nicht einfach abkupfern.

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<Weiter hier, demnächst.>

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Das muss man kennen, hier direkt von Windows:

Anzeigen versteckter Dateien

Führen Sie folgende Schritte aus, um versteckte Dateien und Ordner anzuzeigen.

1. Öffnen Sie Ordneroptionen, indem Sie auf die Schaltfläche Start klicken, auf Systemsteuerung klicken, auf Darstellung und Anpassung klicken und dann auf Ordneroptionen klicken.

2. Klicken Sie auf die Registerkarte Ansicht.

3. Klicken Sie unter Erweiterte Einstellungen auf Alle Dateien und Ordner anzeigen, und klicken Sie dann auf OK.

Dienstag, 15. Januar 2013

US Sponsoring: Swarthmore College

"Eugene Lang '38 Donates Largest Gift Ever to Swarthmore | December 8, 2012 | The $50 million gift will result in new engineering and science facilities and help to extend connections between the College's engineering program and many of the other disciplines that comprise liberal arts education."

USA: National University Rankings

Schön aufgelistet hier:

Tuition and fees: $40,866 (2012-13)
Enrollment: 6,657
Setting: city
#1Harvard University
Cambridge, MA

Harvard University is a private institution in Cambridge, Mass., just outside of Boston. This Ivy League school is the oldest higher education institution in the country and has the largest endowment of any school in the world.


Tuition and fees: $38,650 (2012-13)
Enrollment: 5,249
Setting: suburban
#1Princeton University
Princeton, NJ

The ivy-covered campus of Princeton University, a private institution, is located in the quiet town of Princeton, N.J. Princeton was the first university to offer a “no loan” policy to financially needy students, giving grants instead of loans to accepted students who need help paying tuition.


Tuition and fees: $42,300 (2012-13)
Enrollment: 5,349
Setting: city
#3Yale University
New Haven, CT
Yale University, located in New Haven, Conn., offers a small college life with the resources of a major research institution. Yale students are divided into 12 residential colleges that foster a supportive environment for living, learning, and socializing


Tuition and fees: $47,246 (2012-13)
Enrollment: 6,027
Setting: urban
#4Columbia University
New York, NY
Columbia University has three undergraduate schools: Columbia College, The Fu Foundation School of Engineering and Applied Sciences (SEAS), and the School of General Studies. This Ivy League, private school guarantees students housing for all four years on campus in Manhattan’s Morningside Heights neighborhood in New York City.

Tuition and fees: $44,574 (2012-13)
Enrollment: 5,388
Setting: urban
#4University of Chicago
Chicago, IL

The University of Chicago, situated in Chicago’s Hyde Park community, offers a rich campus life in a big-city setting. Since 1987, the private institution has hosted the University of Chicago Scavenger Hunt, a four-day event that is regarded as the largest scavenger hunt in the world.

Tuition and fees: $42,050 (2012-13)
Enrollment: 4,384
Setting: urban
#6Massachusetts Institute of Technology
Cambridge, MA

Though the Massachusetts Institute of Technology may be best known for its math, science, and engineering education, this private research university also offers architecture, humanities, management, and social science programs. The school is located in Cambridge, Mass., just across the Charles River from downtown Boston.

Tuition and fees: $41,787 (2012-13)
Enrollment: 6,988
Setting: suburban
#6Stanford University
Stanford, CA
The sunny campus of Stanford University is located in California’s Bay Area, about 30 miles from San Francisco. The private institution stresses a multidisciplinary combination of teaching, learning, and research, and students have many opportunities to get involved in research projects.

Tuition and fees: $43,623 (2012-13)
Enrollment: 6,680
Setting: suburban
#8Duke University
Durham, NC
Located in Durham, N.C., Duke University is a private institution that has liberal arts and engineering programs for undergraduates. The Duke Blue Devils sports teams have a fierce rivalry with the University of North Carolina—Chapel Hill Tar Heels and are best known for their outstanding men's basketball program.


Tuition and fees: $43,738 (2012-13)
Enrollment: 9,779
Setting: urban
#8University of Pennsylvania
Philadelphia, PA
Founded by Benjamin Franklin, the University of Pennsylvania is a private institution in the University City neighborhood of Philadelphia, Pa., near Drexel University. Undergraduates can study in four academic departments: Arts and Sciences, Nursing, Engineering and Applied Sciences, and Wharton.


Tuition and fees: $39,588 (2012-13)
Enrollment: 978
Setting: suburban
#10California Institute of Technology
Pasadena, CA
The California Institute of Technology focuses on science and engineering education and has a low student-to-faculty ratio of 3:1. This private institution in Pasadena, Calif. is actively involved in research projects with grants from NASA, the National Science Foundation, and the U.S. Department of Health and Human Services.

Mord -- wenig Aufsehen

Schon erstaunlich, wie leicht so etwas genommen wird.

"Mord in Obersendling | Katrin Michalk wird in Sachsen beigesetzt | Ralph Hub, 13.01.2013 | ... | Die ermordete Katrin Michalk findet ihre letzte Ruhe in einem kleinen Dorf in Sachsen. ... Katrin Michalk stammt aus der Nähe von Bautzen. Vor gut einer Woche war die Verlagskauffrau in Obersendling von einem Unbekannten mit 18 Messerstichen niedergemetzelt worden. | Die Polizei wertet derzeit den Computer der 31-Jährigen aus, zudem die Daten ihres Smartphones. | Zusätzlich überprüft die Polizei, welche Handys sich zur Tatzeit in der fraglichen Funkzelle in Obersendling eingewählt hatten. Auch die Jacke des Opfers wird nach fremder DNA untersucht." (Münchner Abendzeitung Online)

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Nachtrag: Wie kommt es eigentlich, dass hier der Name der Frau vollständig genannt wird, während sonst höchstens Abkürzungen oder Umschreibungen verwendet werden? Eine Anfrage in der Wikipedia ... 

Donnerstag, 10. Januar 2013

Forever Young


Ich war doch auch mal jung, ihr Kinder!
War auch Student, doch in der andern Zeit.
Die Tour des Leben war anstrengend nicht minder.
Das Dach der Welt, es war doch auch mein Kleid!

Warum vergessen hohlwangige Genossen
des steilen Wegs ihr altes Elternhaus?
In wen war'n sie denn damals wohl verschossen?
Sie wissen es nicht mehr. Nun gut, das Stück ist aus.

Und über allem lag damals der Wein-Geist.
Der Beerenwein-Geist stieg herab vom Berg.
Er ist es, der noch heut durch meine Zeit reist,
als kühner Riese erst und dann als Zwerg.

Ich denk an Ulla, die sich einst vergiftet,
als ihre Welt die meine traf.
Ihr Geist hat mir dann tags darauf berichtet,
wie schön es ist in diesem langen Schlaf.

So geht ihr hin, ihr Immer-auch-Studenten,
laßt euch bezirzen von dem Glanz der Welt.
Doch wenn dereinst auch eure Tage enden,
dann summt das Lied, das Ulla so gefällt.

Die Gesellschaft und das Böse

Ein griffiger Titel, damals. Bei SPIEGEL Online, bei einem Gang durch die Geschichte:

26.08.1968 | Ulrich Sonnemann über Arno Plack: Die Gesellschaft und das Böse | TRIEB, MORAL UND MORAL | Dr. Ulrich Sonnemann. 56, der in USA als Psychologe praktiziert hat und heute als Schritt. greller in München lebt, ist durch zwei Bücher mit kritischen deutschen Reflexionen" bekannt geworden: "Das Land der unbegrenzten Zumutbarkeiten" (1963) und "Die Einübung des Ungehorsams in Deutschland" (1965). Arno Plack, 39 ist Doktor der Philosophie und lebt in Heidelberg. "Die Gesellschaft und das Böse" (Untertitel: "Eine Kritik der herrschenden Moral) ist sein erstes Buch.

Eine Fatwa gegen Iminent!

Iminent ist wie ein dauerndes Jucken! Irgendwann konzentriert man sich darauf, und dann vertut man viel Zeit mit der Frage, wie man das Jucken resp. Iminent wieder los wird. Tausend Tipps im Netz und -- aufgepasst! -- auf der Seite dieser Webzecke. Funktioniert natürlich nicht und nichts hilft. Bei den Chrome-Add-ons ist es nicht gelistet, durch Sichtbar-machen versteckter Dateien und Verzeichnisse nicht auffindbar. 

Also ergeht der Aufruf, diese Website und alle möglichen Nachfolger komplett und auf immer aus dem Netz zu nehmen und ihre Schöpfer und den Geschäftsführer dieser Idee dazu zu verurteilen, unter Brücken zu nächtigen und sich bis zum Ende ihrer Tage von angegammelten Hot-Dogs ernähren zu müssen.

Gerüchte: Gründe und Folgen

Das liegt nun schon etwas zurück, aber die Darstellung von Bergmann100 gefällt mir. Nicht weil ich einfach zustimme, sondern weil sie zum Nachdenken anregt:*


Da, wo heute offiziell fast alles akzeptiert ist, wie 
  • Homosexualität, Homoehe, Fremdgehen
  • eine Ehe durch Flirtangebote knacken
  • One Night-Stand
  • Elternarbeit zu 90 Prozent an den Staat delegieren wollen
  • seine alten Eltern für einen lukrativen Job im Ausland alleine lassen
  • absolutes Desinteresse und Grußlosigkeit gegenüber Nachbarn
  • ...
also viele Tabugrenzen - von einer Elite meist - zwanghaft eingerissen werden ...

---

Der Rest ist dann so, dass ich mich nicht mehr traue, zu verändern, weil ich manchmal die Sätze nicht richtig verstehe. -- Ausgangspunkt des Kommentars ist übrigens ein ZEIT-Artikel von Bettina Raeter, Dezember 2012:

GERÜCHTE | "Haben Sie schon gehört?" | Bettina Wulff ist schwul, Philipp Lahm hat als Prostituierte gearbeitet, und wir sind alle süchtig nach Gerüchten. Eine dieser Aussagen ist wahr.

---

|* Von mir leicht formal und stilistisch überarbeitet.

Gabriel. Zeitungen-Zukunft.

Heute in der ZEIT:

Über Sigmar Gabrie, persönlich, der unter seiner schwierigen Kindheit litt. Vater: Walter Gabriel, bis zum Lebensende ein NS-Gedankengänger. Ein irgendwie unbegreiflicher, unbegriffener, unangenehmer Vater.

Dann: Bernhard Pörksen über die Krise des Journalismus und der Papier-Zeitungen. -- Über diese Probleme hat Pörksen auch schon anderswo gesprochen und geschrieben. Beispiel:

Interview zur Zeitungskrise | "Die Lust an der Apokalypse ist groß" || FTD, FR, "Prinz" vor dem Aus - die deutsche Printmedienlandschaft wird übersichtlicher. Im Interview mit tagesschau.de analysiert der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen die Gründe und spricht von einer Dreifachkrise des Journalismus. Daran hätten auch die Journalisten selbst ihren Anteil. (Website der Tagesschau)

Was die Zeitungen und ihre Journalisten angeht, da heißt das Stichwort Güterabwägung. Papierverbrauch, aber auch überall, Arbeitsplätze. Der technische Fortschritt, die Zeitgeist-Veränderung und das Verbraucher- bzw. Leserverhalten wird vor nichts haltmachen. Wenn Pörksen fordert, die Geisteswissenschaftler sollten sich für "ihre" Zeitungen, Feuilletons, Verlage einsetzen, dann verkennt er die ehernen Gesetze der sozialen Welten. Noch nie ist durch Gegen-etwas-anschreiben eine Sache, die sich überlebt hatte, gerettet worden. Aber noch ist es ja nicht soweit, dass die Zeitungen verschwinden. Auf meinem Kindle möchte ich SZ, Süddeutsche und SPIEGEL nicht lesen. Die Werbeeinnahmen freilich, die wegbrechen, die wandern ins Internet und sind vorher schon ins Fernsehen gewandert. Da heißt es, sich nach der Decke zu strecken. Durch Betteln und Schreiben werden keine Werbegelder umgelenkt.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Toxoplasma gondii

Bevor ich's vergesse oder nicht mehr finde, was ich in der Papier-ZEIT gelesen habe:

PARASITEN | Ferngesteuert | Bislang galt der Erreger Toxoplasma gondii nur für Schwangere und Immunschwache als gefährlich. Doch ein Prager Forscher [Jaroslav Flegr, Evolutionsbiologe an der Universität Prag] ist überzeugt: Der Parasit beeinflusst sogar menschliches Verhalten | [...] | Seine Vermutung birgt Sprengkraft, sie könnte das Bild des Menschen auf den Kopf stellen. Hat Flegr recht, dann steuern mikroskopisch kleine Lebewesen unser Verhalten mit. »Diese Vorstellung«, sagt Flegr, »ist auch für viele Wissenschaftler schwer zu akzeptieren.« (ZEIT Online)

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Nachtrag: Natürlich hat der Martenstein die Brisanz des Themas längst erkannt und auf den Kolumnenpunkt gebracht:

Herr im Himmel, es gibt einen Parasiten, der konservative Machos produziert! Sarkozy und Berlusconi haben zu viel Tartar gegessen. Ich persönlich glaube nämlich nicht, dass sie sehr oft Katzenklos reinigen. Was der Parasit davon im Einzelnen hat, ist noch unklar. Vielleicht vermehrt er sich in alten Stapeln der Zeitschrift Jagd und Hund beziehungsweise deren Pendants in anderen Ländern. Feministisch und links eingestellte Jäger sind doch sicher seltene Ausnahmen, und ein exotischerer Endwirt als der Darm eines Schafes ist so eine Zeitschrift gewiss nicht. Ich selbst muss gestehen, dass ich früher hin und wieder das Katzenklo sauber gemacht habe, inzwischen tue ich das nicht mehr. | So etwas ist Frauenarbeit, immer gewesen.

Samstag, 5. Januar 2013

Lemminge, schifahrende

Gestern in Garmisch, Hausberg-Parkplatz. Nieselregen. Schieches Wetter halt.

Betrachte ich die einzelnen Menschen, will ich ihnen nichts Böses nachsagen. Menschen halt, die unbedingt schifahren müssen, auch bei diesem Wetter. Geschmiere als Schnee, und oben ist es ja besser.

Betrachte ich aber dieses Schifahren-wollen-und-müssen als zeitgeschichtliches Phänomen, dann steigt ein Gefühl zwischen leichtem Ekel und Ratlosigkeit in mir auf. Das Klima krepiert gerade vor sich, und die Lemminge, die bescheuerten, können von ihren Gewohnheiten nicht lassen. Kleiner Absprung, noch einer, noch einer, und -- noch ist der Abgrund nicht da. Alle sagen, dass er gleich kommt, aber solange noch ein schöner Abschwung drin ist, muss das Vergnügen einfach sein. Mit allem Drum und Dran.

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P. S. Westliche Gesellschaft, da gehört China als Hardcore-Osten inzwischen natürlich dazu. Extrema tangunt.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Nika Lubitsch: Blog

Amazon schafft eine neue Literatur, in Veröffentlichungsform und neuen Inhalten. Beispiel: Nika Lubitsch, die unter Umgehung von Verlags- und Lektorenmacht von den Lesern zur Bestseller-Autorin gemacht wird. Da kommt etwas ganz Neues, das die Suhr-Camper und die Hansereaten endgültig in das Reich der Geschichte schieben wird. (Das mit der E-Literatur leider dann auch. Es waren schon tolle Zeiten, als ich Handke gelesen habe.)

Schön auch, was Frau Lubitsch sagt:

Merke: Das Blog. Laut Duden geht aber auch der. Das will ich aber auch meinen. Bei das Blog kräuseln sich nämlich meine Fußnägel. Weil Blog sich immer noch anhört wie Block. Und der ist so was von männlich, dass man fast was dran baumeln sieht. Ich bleibe also meinem Sprachgefühl treu und bei der Blog. (Nika_Lubitsch-Blog)

Der Meinung zum Genus von Blog war und bin ich ja auch. Auch wenn ich mir an der Stelle der Autorin das mit den kräuselnden Fußnägeln und vor allem das mit dem Baumeln doch verkniffen hätte. Klingt ja doch voll pubertär. Und am 7. Tag von Lubitsch hätten einige gute Ratschläge zur Form und zur Sprache den Roman schon noch besser gemacht.

"Die Sexualmoral des 21. Jahrhunderts

Wenn im Jahr 2115 das Standardwerk "Die Sexualmoral des 21. Jahrhunderts" erscheinen wird, wird der Autor nicht ohne das Studium der alten Zeitungen und Online-Meldungen auskommen.

In der portugiesischen Zeitung ,Correio da Manha' plaudert eine sexy Schönheit gaaanz intim aus ihrem privaten Nähkästchen.| Zunächst bestätigt Raffaella Fico (23) was schon alle wussten: im Jahre 2009 hatte das rassige Girl eine heiße Affäre mit dem Real-Kicker. Doch dann geht die brünette Italienerin in die tieferen Details: „Ich habe meine Jungfräulichkeit bei ihm verloren und ich bin glücklich darüber. Wir hatten elf Monate eine wunderschöne Zeit.“ (BILD Online)

RONALDOS EX-FREUNDIN FICO | »Balotelli ist im Bett besser als Ronaldo | Das wird ihm aber gar nicht gefallen... || Jetzt bekommt „Womanizer“ Cristiano Ronaldo (27) von einer Ex-Freundin ordentlich einen übergebraten. Die sexy Dame heißt Raffaella Fico (24), war mal im italienischen „Big Brother“ – und ist zur Zeit mit ManCity-Star Mario Balotelli intimst verbandelt.
Der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ verriet die dralle Schönheit jetzt, wo die wahren Qualitäten von ihrem aktuellen Liebhaber liegen. Vor ihrer Zeit mit Balotelli wäre sie nur mit einem Kicker, Cristiano Ronaldo, im Bett gewesen. Und verglichen mit Ronaldo sei „Mario viel besser", so ihre gaaanz schlüpfrige Meinung. (BILD Online)

Italienischer Skandal-KickerMario Balotelli soll Edel-Hure geschwängert haben „Weil ich´s kann...“ || Bad Boy-Kicker Mario Balotelli soll eine Prostituierte geschwängert haben, ein DNA-Test soll die Vaterschaft klären. | Der italienische Fußball-Nationalspieler Mario Balotelli hat sich angeblich mehrmals mit einer britischen Prostituierten vergnügt. Nun soll ein DNA-Test klären, ob Edel-Hure Jenny Thompson tatsächlich von Balotelli schwanger ist. | Schon wieder soll ein DNA-Test Klarheit bringen: Laut der britischen Boulevardzeitung „The Sun“ ist der italienische Fußball-Profi Mario Balotelli einer von insgesamt fünf Kandidaten, die die englische Prostituierte Jenny Thompson geschwängert haben könnten. Ein DNA-Test soll nun Klarheit über die Vaterschaft bringen. Der 22-jährige Fußballer von Manchester City soll sich im April mehrmals mit der 23-jährigen Edel-Hure vergnügt haben. Die „Daily Mail“ berichtet, dass sich „Super Mario“ insgesamt fünfmal mit Thompson getroffen habe – und das alles während seiner Beziehung zu Model Raffaella Fico. (FOCUS Online)

Und natürlich und unvermeidlich, dass der Ministerpräsident mit von der Party [so] war!

"Mittlerweile wird Raffaella immer wieder in Zusammenhang mit den Sex-Skandalen von Ministerpräsident Silvio Berlusconi (74) gebracht. Für ihre Teilnahme an den berühmten Bunga-Bunga-Partys soll BerLUSTconi dem Model sogar eine Villa im Wert von 1,2 Mio geschenkt haben." (noch einmal BILD Online)

Adam Lanza's DNA

Auf die Idee war ich auch schon gekommen. Denn in ausweglos scheinenden Problemen bleibt nur, das scheinbar Sinnlose zu durchdenken:

In a rare and now controversial investigation, scientists have been asked by Connecticut's medical examiner to study Sandy Hook shooter Adam Lanza's DNA — but the DNA community doesn't think that's such a good idea. Though details on the research are scant, University of Connecticut geneticists will apparently be looking for biological clues that might explain Lanza's extreme violent behavior. (Read more ...)

Wenn nun aber -- so das Gedankenspiel weiter -- eine Gen-Kombination gefunden wird, die tatsächlich für Menschen wie Lanza typisch ist, und wenn, sagen wir: 80% aller Amokläufer diese Gen-Kombination in sich tragen -- was machen wir dann? Gesetzlich, organisatorisch.

Dienstag, 1. Januar 2013

"Klimaexperten fliegen durch die Welt ..."

Was ist, wenn einer exakt das in einer führenden Tageszeitung veröffentlicht, was man selbst immer wieder denkt und gelegentlich sagt? Na was ist wohl? Gut! Dankbar muss man sein! Einer hat es auf den Punkt gebracht! Jetzt geht es nur darum, dass das in den Kaskaden von Meinung und Meldung nicht untergeht. Wie stellt man das an?

Worum geht es? Gestern in der Süddeutschen:

Thema des Tages || Blind in die Apokalypse || Selbst Klimaexperten fliegen durch die Welt und frönen dem Konsum - wie kann man da von Normalmenschen verlangen, ihren Lebensstil zu ändern? Von Harald Welzer || Vor einigen Wochen veranstaltete die Volkswagenstiftung eine große internationale Konferenz zum vierzigsten Jahrestag der berühmten Studie 'Grenzen des Wachstums'. Deren Hauptautor Dennis Meadows hielt den Eröffnungsvortrag und hatte den 160 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Betrübliches mitzuteilen: Seiner Auffassung nach sei nämlich das Einschlagen eines nachhaltigen Pfades - anders als vor vierzig Jahren - heute nicht mehr möglich. Zu viel sei in der Zwischenzeit angerichtet worden und noch immer steige der Verbrauch von Energie und Material und wachse die Menge von Müll und Emissionen. Game over. Heute könne es demgemäß nur noch darum gehen, Gesellschaften widerstandsfähig für das zu machen, was mit Sicherheit auf sie zukomme: Rohstoffmangel, Extremwetterereignisse, Wohlstandsverluste, Stress aller Art. Ohne Frage: Das war keine gute Botschaft, direkt zum Auftakt der Konferenz. Wie würden die anderen Referentinnen und Referenten darauf reagieren? Sehr einfach: gar nicht. Unbeirrt präsentierten sie alle ihre Power-Point-Bildchen und Diagramme, also: business as usual. || [...] || So können Besorgnisse und zerstörerische Lebensstile friedlich koexistieren, und niemand muss sich bis auf Weiteres praktisch mit der Tatsache konfrontieren, dass es sich nur um ein Spiel auf Zeit handelt, dessen Ende absehbar ist. Realismus, oder wenigstens ein Gefühl für das Wirkliche, würde ja anerkennen müssen, dass wenigstens in den reichen Ländern nichts so weitergehen kann wie bisher: Das Kulturmodell, das darin besteht, von allem immer mehr zu haben, muss nämlich in eines transformiert werden, das von allem immer weniger braucht. Weniger Wohlstand, weniger Konsum, weniger Mobilität, dafür aber auch: weniger Arbeit, weniger Konsumstress, weniger Ruhelosigkeit. Das gelingt nur praktisch in der Einübung eines anderen Lebensstils, nicht durch die Appelle der Besorgnisindustrie. Nicht, indem diejenigen, die Teil des Falschen sind, anderen mitteilen, was jetzt zu tun wäre, selbst aber so weitermachen wie bisher. [...]

Süddeutsche Zeitung, Montag, den 31. Dezember 2012, S. 2. (Text online, im Moment jedenfalls.)

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Ich ergänze noch ein wenig: Die großen Zeitungen hierzulande und womöglich überall auf der Welt haben zwei Sparten: a) Umweltschutz, b) Reisen  & Urlaub. Beides geht zusammen wie Phosphor und Wasser. (Wobei das Reisen der Phosphor ist, natürlich.) Aber -- der Leser ist ja schizophren! Er will beides. Die Welt retten, umweltschutzmäßig sozusagen, und im Fernen Osten Urlaub machen. Und nur selten einer, der ihm sagt, dass beides nicht zusammengeht.