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Dienstag, 30. August 2016

Der Unterschied zwischen bipolarer ...

... und Borderlinestörung.

Danach habe ich, mit vagen Erinnerungen, gesucht und ich wurde fündig: Der große Thomas Fischer führt uns vor (Achtung! doppelte Bedeutung):

"Frage eins: Kennen Sie, verehrte Leser(innen), den Unterschied zwischen bipolarer und Borderlinestörung? Ja? Alle Achtung! Damit liegen Sie schon einmal über dem Durchschnitt der in Deutschland bei Gericht tätigen forensisch-psychiatrischen Sachverständigen. | Von den Richtern, die mit diesen Begriffen um sich werfen, dass es nur so spritzt, ganz zu schweigen. Ich rege einen Test an (als amtlich anerkannter Nestchenbeschmutzer – Obacht FAZ! – darf ich das): Aufforderung an 800 Strafrichter, 100 Staatsanwälte und 100 Strafverteidiger, binnen 60 Minuten ohne Hilfsmittel die wesentlichen Unterschiede zwischen dissozialer, gemischter, narzisstischer [sic], borderlinerischer und bipolarer Persönlichkeitsstörung im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Straftaten nach den Paragrafen 249 ff. [Raub, Schwerer Raub, Raub mit Todesfolge] und 174 ff. [Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen] StGB zu skizzieren. Meine drei Prognosen: ..."

Für alle, die nicht ganz sicher sind, empfehle ich den Wikipedia-Artikel 'Psychische Störung', der die folgenden Stichworte enthält ...

Also, auf geht's! Packmas!

Und am Ende werden wir feststellen: Wir befinden in der extrem konstruktivistischen Welt der Psychiatrie. Eine Welt, in der immer weiter versucht wird, den Nebel der Geistesgestörtheiten, der nur Vagheiten und Übergänge kennt, in ein Raster zu bringen. Davor, vor diesem Versuch, kann man Ehrfurcht haben. Oder ihn für die Auswirkungen einer berufsbedingten Zwangsstörung namens Definitoritis professionalis halten. Ganz nach Gusto.

A

Donnerstag, 25. August 2016

Alternative zu Whatsapp?

Ich habe mich mal umgesehen. Eigentlich habe ich gar nichts gegen Whatsapp. Aber: Was gäbe es alternativ? Nachdem ich wegen zu vieler Mails und wegen unterschiedlicher Auffassungen in Sachen Kommunikationsethik :-) bei Facebook ausgestiegen bin. 

Was lese ich? Das übliche deutsche Datenschutz- und Weltverbesserungsgerede. Wobei eben so gut wie nie die immer anstehenden drei Fragen mit ins Visier genommen werden:
  • Datenschutz: Was um Himmels willen soll ich denn warum verbergen wollen? Nur weil ich dann spezifischere Werbung bekomme? Ist das schlechter als wenn ich Werbung bekomme, die mit überhaupt nicht interessiert? Und ich weiß, dass ich nicht Brad Pitt bin! So gut wie keiner außerhalb der Werbebranche interessiert sich für mich. Das ertrage ich mit Demut.
  • Böse: Was ist, wenn unter dem Schild der Datenschützer die Verbrecher unterwegs sind? Kinderpornographen, Terroristen, Wirtschafsverbrecher der großen und kleinen Sorte?
  • Beliebtheit: Wenn ich allein dastehe mit der "deutschen App Hoccer", die "der klare Sieger" bei der Stiftung Warentest ist? Wenn die anderen Menschen Hoccer nicht installieren mögen? Was mache ich dann? Ich kommuniziere mit mir selbst? Blöd halt: Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg.

Dienstag, 23. August 2016

'... d'autres photos qui donnent le frisson'

Übersetzen Sie mal diesen kleinen Absatz:

"Contrairement à ce qui avait été annoncé par TMZ, Bobbi Kristina est allongée sur son lit d'hôpital, quelques jours avant sa mort. «La dernière photo de Bobbi Kristina vivante», ajoute le journal. Toujours prêt à repousser les limites du scandale, le «National Enquirer» prévient toutefois que «d'autres photos qui donnent le frisson» sont également exposées à l'intérieur du numéro." (parismatch.com)

'Treppenwitz' und 'Sehnsucht'

Notizbuch 'Übersetzen':

"Take the German noun Treppenwitz, which literally means ‘staircase wit’: that all too common phenomenon of a witty rejoinder that comes to mind just after an interaction! Secondly, there are words I think I’m familiar with, but which still leave me intrigued, as if their full meaning and significance elude me. Frisson is a good example. So too are a batch of Scandinavian adjectives that roughly translate as ‘cosy’ – such as hyggelig and koselig – but which are extolled as conveying an almost existential sense of warmth and security. Likewise the mysterious German term Sehnsucht, which evokes an ambivalent, bittersweet sense of ‘life-longings.’ That said, we do find attempts to render such terms more comprehensible. Indeed, Sehnsucht is one of the few on the list to have been analysed empirically, in the form of a psychometric scale created by Susanne Scheibe and colleagues; factor analysis suggested the construct comprises six core characteristics, including utopian perspectives, a sense of the incompleteness of life, and high levels of self-reflection. It is my hope that this project will stimulate a research agenda where all words on the list are eventually afforded this kind of treatment. (scientificamerican.com)

Citrus Valley High School

Ich meine, das ist doch an sich schon der Traum eines jeden 16jährigen: Sex haben mit der jungen, attraktiven Lehrerin! Und dann auch noch Geld dafür bekommen?

"WELT | Schüler schwängert Lehrerin – und kassiert 6 Millionen | By fe • August 23, 2016 || Ein minderjähriger amerikanischer Schüler hat in Kalifornien seine Lehrerin geschwängert. Das Gericht sprach dem jungen Mann nun sechs Millionen US-Dollar von Seiten des Schulbezirks zu. Dieser soll von dem Verhältnis gewusst, aber nichts unternommen haben. || Am Freitag einigten sich die Anwälte des damals 16-jährigen Schülers mit dem Schulbezirk auf eine Zahlung von sechs Millionen Dollar, berichten US-Medien. Die Schule soll laut Anwälten von der Beziehung des Schülers und der 28 Jahre alten Lehrerin der  gewusst haben, aber diesen nicht ausreichend davor geschützt. Der Schulbezirk sieht die Zahlung der Summe allerdings nicht als Schuldeingeständnis ein, sondern wolle „eine weitere Rufschädigung abwenden.“" (unsertirol24.com)

Ist der Junge wirklich geschädigt worden? Heutzutage, in einer vollkommen oversexten Gesellschaft? Und mit 16 war er ein willenloses Werkzeug? Wenn ja, dann doch wohl nur: seiner eigenen Triebe.

Ach ja, und wer erinnert sich denn an "Ich war 16 und sie 31"?

Ich war Sechzehn und sie Einunddreißig,
und über Liebe wusste ich nicht viel. 
Sie wusste alles,
und sie ließ mich spüren:
Ich war kein Kind mehr. 
Und es war Sommer.

Kommt ZEIT, kommt Unrat

Ich denke, ich werde mein ZEIT-Abo kündigen. Die Sprache der ZEIT ist nicht mehr das, was ich lesen möchte.

"Neuseeland: Schöner scheißen | Öffentliche Toiletten in Neuseeland sind eine Offenbarung: Sie sind sauber, die Seife ist nachgefüllt. Und manchmal hat sie ein weltberühmter Künstler entworfen. | Von Anja Maier || 22. August 2016, 20:10 Uhr Aktualisiert am 22. August 2016, 20:31 Uhr 28 Kommentare

Ich meine -- ihr habt sie doch nicht mehr alle, ihr ZEIT-Journalisten!

Donnerstag, 18. August 2016

Amerikanische Arbeiterklasse über Nacht reich

Googeln Sie doch mal nach diesem Rezept! "Da das System die amerikanische Arbeiterklasse über Nacht reich machen könnte, wollte die Regierung es verheimlichen."

"Das System, das Christoph H. nutzt, nennt sich 'Binäre Optionen'. Die Methode erlangte in den USA Berühmtheit und sorgte für einen Verdienst von mehreren tausend bis sogar Millionen Euro für viele, die durch einen außergewöhnlichen Trick mit geringem Aufwand das Geld einstreichen konnten. In Amerika sorgte sie für regen Wirbel und sollte gar nicht bekannt werden. Da das System die amerikanische Arbeiterklasse über Nacht reich machen könnte, wollte die Regierung es verheimlichen. Es könnte sonst eine Störung der Finanzkräfte hervorrufen. Die Kontrolle verlieren zu können, macht die politische Elite nervös."

Es reicht doch einzugeben: erfahrungen binäre optionen

Erfolgsrezept

"Wie komme ich an den Erfolg?"
So fragte einstens der Herr Molch.
Das sei nicht schwer, sagte Herr Klaus,
"Sei immer deiner Zeit voraus!"

Diskussion um Computerspiele

Eine Meldung, die ich erst jetzt sehe: 

"Nach dem Amoklauf von München ist in Deutschland auch wieder eine Diskussion um Computerspiele entbrannt, in die sich nun auch ProSieben Maxx eingemischt hat. Wer am späten Mittwochabend die Eleague im Programm des Männersenders sehen wollte, wurde nämlich enttäuscht, denn anstelle von Counter-Strike strahlte ProSieben Maxx kurzerhand um 23:00 Uhr eine weitere Folge der Serie "Warehouse 13" aus, die mit zwei Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen punkten konnte." 

 Eine Meinung (Rechtschreibung und Zeichensetzung des Originals): 

"Christian Wi. · Bocholt | Wenn es danach geht müssten nach jedem Mord sofort alle Horror/Krimi Filme/Serien/Bücher umgehend auf dem Index landen. Es könnte potentiell eventuell die Gefahr bestehen das all jene die diese Inhalte konsumieren unter umständen in Kürze plötzlich dazu animiert werden das gesehene nachzuarmen. *doh*" 

Christian, der Verfasser, glaubt offenbar, damit ein Argument gegen die Pro7-Entscheidung geliefert zu haben. In Wahrheit hat er, glaube ich, in eine andere Richtung recht: Es muss tatsächlich überprüft werden, welche aberwitzigen Formen der Gewalt in Filmen "ab 16" inzwischen so präsentiert werden.

Im Übrigen bekomme ich nie eine Antwort, wenn ich frage, was denn beim realistischen, blutspritzenden Abknallen von 'Terroristen' via Videospiel der Thrill ist.

Donnerstag, 11. August 2016

Buchhandel und Mitleid

Noch so ein Fund zu später Stund!

Beitrag vom 29. Juni 2016 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online | Kundenservice mit Links: Was Buchhandel.de alles falsch macht || »Warum verlinkt das literaturcafe.de bei den Rezensionen und Buchtipps nur auf Amazon? Warum nicht auf Buchhandel.de, um die kleinen Buchhandlungen um die Ecke zu unterstützen?« Diese Fragen werden uns regelmäßig gestellt. | Sie wurde vor einiger Zeit mit großer Aufregung auch dem SPIEGEL Online gestellt, der bei seinen Bestsellerlisten ebenfalls nur Amazon verlinkt hatte. Für kurze Zeit fügte der SPIEGEL einen Link auf Buchhandel.de hinzu. Jetzt hat man ihn wieder entfernt. Uns wundert das nicht. | Es gibt keinen einzigen Grund, warum Websites und Blogs Buchhandel.de verlinken sollten – außer Mitleid. (literaturcafe.de)

Wer sich eine Meinung bilden will, muss unter dem Link weiterlesen.

Martensteins Telefonliste?

Ist das jetzt ein weiterer Fall der Kategorie 'Martensteins Sparschwein' oder doch echt?

"Kann es sein, dass ein Berliner Luxushotel dem Druck arabischer Gäste nachgibt und Israel von der Liste der auf den Zimmern ausliegenden Ländervorwahlnummern streicht? Der französische Filmproduzent und Publizist Claude Lanzmann ("Shoa") hatte in der FAZ über einen Aufenthalt im Bristol Kempinski am Kurfürstendamm berichtet. Nachdem er auf der im Zimmer ausliegenden Ländervorwahlliste Israel vermisst hatte, habe ihm ein Mitarbeiter an der Rezeption erklärt, die Nummer sei auf Druck arabischer Kunden heraus genommen worden, es handele sich da um eine bewusste Entscheidung der Direktion der Kempinski-Hotels." (tagesspiegel.de)

Aber eben:

"Es sei allerdings ein unglücklicher Zufall, dass unter den 35 Vorwahlen, die aus 193 Ländern weltweit für die Liste ausgewählt wurden, Israel nicht mit dabei sei, räumte sie [Hoteldirektorin Birgitt Ullerich] ein. Dahinter stecke aber auf keinen Fall Absicht. 'Sollten wir mit dem Fehlen der israelischen Vorwahl die Gefühle von Herrn Lanzmann verletzt haben, so bitten wir aufrichtig, dies zu entschuldigen', fügte sie hinzu."

Die Entwicklung der Türkei

Drei Frage, die ich eben im ZEIT-Forum gestellt habe:

Ich habe in letzter Zeit versucht, in den Zeitungen die Berichterstattung über die Entwicklungen in der Türkei und die Haltung der Türken in Deutschland zu dieser Entwicklung mitzulesen. Auch im vorliegenden Artikel fehlt zunächst wieder ein Punkt:

* Wie steht die heutige Türkei, wie stehen Erdgan / Gülen, wie stehen die verschiedenen Fraktionen der Türken hierzulande zu den Gedanken von Mustafa Kemal Pascha, genannt Atatürk?

Unterm Strich meine ich: Die Fachleute der ZEIT sollten sich daranmachen, ein Buch zu konzipieren, das auf die in den Foren häufig gestellten Türkei-Fragen systematisch eingeht. Auch auf die, die nicht so ganz einfach sind, wie etwa:

* Warum sind viele junge 'Deutsch-Türken', deren Eltern schon hier geboren sind, nicht einfach Deutsche mit einem irgendwie fremd klingenden Namen, die auf der Ebene der Folklore türkische Feste feiern? (Die Parallelen mit den Deutschstämmigen in den USA oder den Vietnamstämmigen in Deutschland werden ja oft gezogen.)

* Kann man in der letzten Kölner Pro-Erdogan-Demonstration und im Assimilationsverbot von Erdogan, gerichtet an die hier lebenden Türken, nicht Schritte zur Etablierung einer türkischen Nebenregierung in Deutschland sehen?

Mittwoch, 10. August 2016

Untergrundprüfung

Manche Heimwerkerseiten scheinen von studierten Juristen gefertigt zu werden, in der Sprache der Juristen:

"Die strengen Ansprüche der an die Untergrundprüfung, deren Bewertung und die darauf aufbauende, zwingend nötige Untergrundbehandlung bleiben mangels Erkennens und der Messmöglichkeiten unbeachtet. Die technischen Merkblätter der Hersteller weisen zwar darauf hin, es verwirrt jedoch der sprachlich sehr positive Ausdruck, "soll ein Bläuebefall vermieden werden, ist ein Bläueschutzgrund aufzutragen..." Und wie ist die Gefährdung? Ist es nur eine Sollvorschrift oder ist es zwingend nötig?"

Preis: 'Die unangenehmste Website'

Für die Auswahl zum Preis 'Die unangenehmste Website' finde ich einen neuen Kandidaten. (Vorsicht, wenn Sie hier draufdrücken, haben sie diesen Kandidaten an der Backe! Er schädigt wahrscheinlich nicht, er ist einfach nur unangenehm.)

Die Sache geht so: Ich sehe bei msn.com einen Hinweis mit dem Inhalt: "Ex-Polizist: „Vergessen Sie Schusswaffen. Das ist das taktische…" Als da draufdrücke, kommt eine Seite, die nach 1 Sekunde von einer unangenehmen Zwangsforderung zugedeckt wird. 



Vergrößern? Draufklicken!



Und wofür soll geworben werden bei "Vergessen Sie Schusswaffen" bei der bescheuerten Seite  helpfultipsforhome.com?* Für starke Taschenlampen. Man fasst sich an den Kopf!

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* Übrigens lässt sich die URL nicht kopieren. Das habe ich auch noch nicht erlebt. Angst vor Hinweisen wie diesem hier?

Der Dichter Tse Koi Wu

Ach Gott, ja, es gibt Sprachkünstler, die aus dem Hölzken und dem Stöcksken große Kleinkunst machen. Heute ein Beispiel von der ersten Seite der Süddeutschen, Auszug:

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Das Streiflicht


(SZ) In Robert Neumanns parodistischem Briefwechsel zur chinesischen Lyrik geht es um ein Gedicht des weithin unbekannten Dichters Tse Koi Wu, das mit der Zeile "tschuang ti kuang" beginnt. Die gelehrte Welt ist von dem Fund sehr angetan, es ergibt sich ein reges Hin und Her, in dessen Verlauf die erste Zeile zunächst mit "Mutter Knaben Bleibendem" übersetzt wird. Es folgt "Der Knabe reitet - 's Mütterchen bleibt heim", dann die kaum weniger poetische, angeblich auf Klabund zurückgehende Version "Die Mutter äugt ins Feld vom frommen Warteturm", und schließlich meldet sich auch noch der einschlägig bekannte Hans Bethge mit der Fassung "Zum Knaben Li neigt' sich die Kaiserin" zu Wort. Die Affäre endet mit der Auskunft des Sinologischen Instituts Tsingtau, dass es sich bei "tschuang ti kuang" um die dürftige Übersetzung von "Konrad, sprach die Frau Mama, / Ich geh fort und du bleibst da." handele. Tse Koi Wu aber sei kein Dichter; das bedeute "Aus dem Deutschen".

...

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Meine chinesische Übersetzung mit Hilfe von Google Translate lautet nun wie folgt:

Konrad, sprach die Frau Mama, / Ich geh fort und du bleibst da.

康拉德,女的說,媽媽,/我離開,你呆在那裡。

Dienstag, 9. August 2016

Sodom & Gomorra (1)

Die beiden biblischen Städte Sodom und Gomorra stehen ja für den großen Sittenverfall, besonders für den sexuellen. Ich nehme hier noch dazu, was an Dekadentem sonst noch auftreten mag. Beispiel: Gemma hatte schreckliche Zähne. Nicht anzuschauen! Sie geht damit in eine Fernsehshow und wird anschließend in den asozialen Netzwerken zum Objekt von Spott und Häme. Das Fernsehen zahlt die Zahnbehandlung.

"„Bin ein anderer Mensch” | Trotz der harten Worte scheint Gemma ihre Verwandlung in vollen Zügen zu genießen: „Ich bin eine komplett andere Person. Es hat mein Leben verändert. ”Sie erzählt, dass sie nun mit erhobenem Haupt durch die Straßen laufen und endlich wieder in den Spiegel schauen könne. | Jahrelang fühlte sich Swift unwohl in ihrer Haut. Mit sechs Jahren lief sie rückwärts, drehte sich plötzlich um und knallte direkt gegen einen Laternenmast. Das Resultat: Durch ihr zerstörtes Gebiss wurde das Kind in der Schule gemobbt und musste seit dem 15. Lebensjahr zuhause unterrichtet werden. Diese Zeiten gehören nun glücklicherweise der Vergangenheit an."

Nun gut und Ende? Von wegen!

"So schrieb ein Nutzer: „Sie ist immer noch hässlich, nur dass man sich jetzt mehr auf ihr Gesicht konzentriert.”"

Da lässt sich jetzt vieles fragen. Beispielsweise:
  • Warum musste diese Frau so lange mit diesen Zähnen rumlaufen? Hat es nicht einfach eine Krankenkasse gegeben, die ihr die Behandlung gleich nach dem Unfall bezahlt hat?
  • Warum nimmt sich irgendeine TV-Station der Sache an? Weil der Sender mit den asozialen Instinkten rechnet und weiß, dass die 'Quote' bringen? 
  • Wer sind die Menschen, die sich da mit Häme-Posts hervortun? Ist es möglich, diese Leute per Gerichtsbeschluss auf eine Insel ohne Internet-Anschluss zu bringen, damit sie dort, unter sich, die ihnen gemäßen sozialen Strukturen ausbilden?

Montag, 8. August 2016

Onedrive

Die Wikipedia sagt:

"Microsoft OneDrive, ehemals Microsoft SkyDrive ist ein Filehosting-Dienst von Microsoft. Der Dienst startete 2007 in den Vereinigten Staaten unter dem Namen Windows Live Folders (Codename SkyDrive). Seit dem 19. Februar 2014 wird der Dienst unter dem Namen OneDrive betrieben. Der Dienst ermöglicht es, Dateien hochzuladen und dort – auch von anderen Zugängen aus – zu bearbeiten bzw. darauf zuzugreifen."

Nun gut, wer sowas liest und sowas kennt, der wird gleichzeitig an Dropbox und an Googles GDrive, vielleicht sogar an  AWS  (Amazon Web Services) denken. Und es gibt noch so viele mehr

Warum wird ein Dienst wie OneDrive nicht sonderlich erfolgreich? Es ist so, wie es oft ist, wenn die Macher einer Internet-Geschichte besonders toll und schlau sein wollen: OneDrive geht einem -- vollkommen ohne Not -- auf die Nerven. 

Genauer?

Ich bekomme die Meldung, dass mein kostenloser Bereich voll ist. Sogar mit dem kostenlosen Bonuns, den mir OneDrive großzügig einräumt.


Größer? Draufklicken!

Nun hoffen die Macher bei Microsoft wahrscheinlich, dass ich mir zusätzlichen Speicherplatz hinzukaufe. Das würde ich vielleicht tun. (Obwohl -- nein! Ich habe 100 GB bei Google geordert.) Wie dem auch sei -- jetzt würde nur helfen, wenn ich gesagt bekäme, wie ich schnell Speicherplatz freimachen kann. Nach zwei Kriterien: Alter und Dateigröße. 

Was passiert? Ich lösche, Nichts verändert sich. Ich lösche den Papierkorb, der riesig ist. Nichts geschieht. Das Gelöschte in den Papierkorb auf dem selben Laufwerk? Das ist -- wäre kompletter Nosense. Ich will jetzt nicht lange nachdenken, nachforschen, Gar ganze Bücher lesen. Wie melde ich mich von OneDrive schnellstens ab und lösche alle Dateien? Das ist jetzt die Frage!

Zusammenfassend: Den meisten Online-Diensten täte es sehr gut, wenn sie neben ihren oberschlauen Experten drei Leute mit gesundem User-Menschen-Verstand beschäftigen würden. Einzige Aufgabe: Herausfinden, was den Benutzern auf die Nerven geht.

Freitag, 5. August 2016

Ibrahim B. (43)

Seltsame Formen der neuen Zeit. Kann man weiter etwas dazu sagen? BILD sagt es so:

Mithäftlingen erschwindeln sich Geständnis von Ibrahim B. (43) ### Knackis überlisten Danos Killer mit „Räuberpistole“ ### M. BREKENKAMP ### 16.10.2014 Bielefeld/Herford – Wie überführt man einen Kindermörder? ### Zwei Häftlinge der JVA Bielefeld hatten ein Rezept. Mit verblüffender List „überredeten“ sie Ibrahim B. (43) zu zwei schriftlichen Geständnissen (neun und 31 Seiten), in denen der Türke die Morde an Dano († 5) aus Herford und Jenisa († 8) aus Hannover einräumt, detailliert Tatabläufe und Motive schildert. ### Vor dem Landgericht Bielefeld erklärten Mohammed K. (34, Bandendieb) und Manfred H. (49, Räuber), wie sie das geschafft haben.

"Ein babylonisches Sprachengewirr"

Ist das der zentrale Kommentar zu den Meldungen der letzten Tage, Thema: "Angela Merkel, Bundeskanzlerin"?

green-L02 #1.57 — vor 11 Stunden 23 | "Als ob Merkel jemals Zustimmung erfahren hat. Tssss. Man kann es sich natürlich auch zurechtschreiben Ohne die ihr wohlgesonnenen Medien wäre Merkel schon lang weg"

Exakt so ist es: Viele Medien und die PR-Abteilungen bestimmter Interessengruppen (z.B. "Bertelsmann Stiftung") halten ihr die Stange und konstruieren eine mediale Parallelrealität, in der die Hilfsbereitschaft der Deutschen ständig zunimmt, und man versucht jeden, der das in Frage stellt, zu marginalisieren.

Ich bin jedes Mal voller Ärger, wenn ich sehe, was dieser Wahnsinn aus meiner schönen Mittelstadt gemacht hat: Ein babylonisches Sprachengewirr beim Einkaufen, Schleierfrauen gehören zum "normalen" Stadtbild, abends und nachts bilden sich Gruppen von arabisch/afrikanisch/orientalisch aussehenden Männern, die vor Bars und Schnellrestaurants herumlungern, und die schönsten Plätze (mit Sitzbänken) der Stadt okkupieren. Das vergesse ich Frau Merkel nicht. (ZEIT Online)

Donnerstag, 4. August 2016

Übersetzerstreit, damals

Auch nach Jahren noch lesenswert:

"Der Streit um die mißglückte deutsche Übersetzung des Romans „Lemprière’s Wörterbuch“ von Lawrence Norfolk führt zu der Frage: Ist beim Übersetzen eigentlich alles egal? | Stetige Bumser im Rücken | 5. Februar 1993 | Von Dieter E. Zimmer || Eine Berufsgruppe, die sonst im stillen wirkt, hat seit Ende letzten Jahres so etwas wie einen öffentlichen Eklat: die literarischen Übersetzer. Elf von ihnen, darunter hervorragende, entschlossen sich zu einem beispiellos unkollegialen Schritt. Sie. schrieben einen offenen Brief an die Medien, in dem sie gegen die Arbeit eines Kollegen (Hanswilhelm Haefs) Protest einlegten und den Verlag (Knaus/Bertelsmann) aufforderten, das betreffende Buch (Lawrence Norfolks Roman „Lemprière’s Wörterbuch“) neu übersetzen zu lassen. Der Verlag beantwortete das Ansinnen mit einer Schadensersatzdrohung. | [...] | Denn wenn sich da nicht einiges geraderückt, erhält demnächst einen Orden für sprachliche Innovation und Distanzierung, wer es schafft, aus einer Boulevardschlagzeile wie „Lost Royalties Hit Pop Stars for Millions“ etwas Ungeläufiges zu machen, etwa: „Verlorene Königliche schlagen Puffsterne für Millionen“. Heißt: Honorareinbußen schädigen Pop Stars um Millionen." (ZEIT Online)

Wobei -- Honorareinbußen schädigen Pop Stars um Millionen ? Ich glaube, diesen Satz könnte man noch ein klitzeklein Bisschen, na gut: bisschen schöner formulieren. 

" ... was interessiert mich das?"

Das finde ich bemerkenswert: Ich lasse mich bei der ZEIT, Thema: Aggression auf den Straßen, auf einen kleinen Schlagabtausch ein. Und ich lerne daraus! Über mich, über andere, über "das deutsche Wesen" sogar.

--

BDLB #108 — vor 3 Stunden
Wir begegnen uns hier also noch mal. :-) Und ich weiß auch nicht, warum ich an diesem Thema hängenbleibe. Aber sei's drum.

"Wurzel allen Übels ist der männliche Fahrer mit PS-starkem Fahrzeug. Lösungsansätze gibt es leider keine, außer der tiefe Griff in die grüne Maßnahmenkiste, mit denen ja alles heilen kann, also: Tempolimit, Steuererhöhung oder KiTa-Platz."

Also das mit dem Kita-Platz lass ich mal weg. Aber ansonsten: (i) Nun ja, die Sache mit "Wurzel allen Übels ist der männliche Fahrer mit PS-starkem Fahrzeug"? Darüber kann man ja reden. Vielleicht ist der nämlich nicht nur an diesem Übel schuld, sondern noch an ein paar anderen. (Dass dieser Fahrer gleichzeitig viel aufgebaut hat, was wir heute als selbstverständliche Annahmlichkeit ansehen, wird dann zu bedenken sein. Es geht eben um: Abwägung.) Die generelle Frage, auf die Sie nicht eingehen, ist aber:

* Warum haben wohl alle Staaten außer Deutschland eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf ihren 'schnellsten Straßen'?

Darauf müssten Sie eine Antwort geben! Ist vielleicht doch was dran am '(in bestimmten Bereichen irrationalen) Volkscharakter' und der daraus resultierenden Politik? Die US-Amerikaner eben mit ihrer Liebe zu Schusswaffen, und die Deutschen mit ihrer Liebe zum schnellen Fahren? Wir hatten das da oben ja schon.

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Abate Fetel #108.1 — vor 2 Stunden
" Warum haben wohl alle Staaten außer Deutschland eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf ihren 'schnellsten Straßen'?"

Erstens ist das nicht korrekt, zweitens, was interessiert mich das ?

Nur weil alle anders sind, heißt das nicht, daß etwas mit mir nicht stimmt.

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Antwort auf #108 von BDLB BDLB #108.2 — vor 1 Stunde
"Erstens ist das nicht korrekt ..."
Schon recht. Nicht auf den Faröern, Grönland, Island und der Isle of man. Hab ich was vergessen? Mit D vergleichbar?

"... zweitens, was interessiert mich das?"
Tja, wie soll man, bei Zugrundlegung einer solchen Haltung, überhaupt miteinander reden? (Es liegen dann ja die Fragen nahe: Wenn andere Sie nicht interessieren, wie kommen Sie so mit Ihren Nachbarn aus? Und mit den Kollegen? Und mit Ihrer Frau? Aber das sind natürlich zu private Fragen, die wir jetzt ganz schnell vergessen wollen.)

"Nur weil alle anders sind, heißt das nicht, daß etwas mit mir nicht stimmt."
Darüber muss ich noch ein wenig nachdenken.

Antwort auf #108.1 von Abate Fetel

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Und von heute an frage ich mich, welche Funktion wohl solche Foren haben? Wird da nur geschrieben, um Dampf abzulassen, und nicht gelesen? Haben Jounalisten Zeit, nehmen Journalisten der entsprechenden Artikel sich die Zeit, die Meinungen ihrer Leser und Leserinnen wahrzunehmen? -- Ich möchte es eigentlich wissen.

"Lügenpresse"

Definition: 

Zusammenfassende Bezeichnung für diejenigen Zeitungen, in denen, einwandfrei formuliert und mit korrekter Rechtschreibung und Zeichensetzung, das drin steht, was meiner Überzeugung entspricht.'

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Lügenpresse gehört somit zu den referentiell nicht-statischen, den sogenannten indexikalischen Ausdrücken. (Diese Sache ist nicht einfach. Wer mag, kann mal hier anfangen.) Aber, wie immer: Beispiele machen alles einfacher!

Lügenpresse (Pegida): Zeitungen, die nicht klarmachen, dass Muslime (also auch und in Deutschland in der Mehrzahl: Türken) mit der deutschen Kultur nicht kompatibel sind.

Lügenpresse (Erdogan-Anhänger): Zeitungen, die sich kritisch oder ansatzweise kritisch gegenüber Präsident Erdogan äußern.

Mittwoch, 3. August 2016

120.000 Bitcoins gestohlen

Auch so eine Meldung:

"Digitale Währung | 58 Millionen Euro an Bitcoin gestohlen | An der größten Börse für den Handel mit der digitalen Währung sind 120.000 Bitcoins gestohlen worden. Was ist da los? | 03.08.2016, von FRANZ NESTLER || Der Kurs des Bitcoin in Dollar ist nach dem Diebstahl stark eingebrochen. | Das war für den oder die Diebe ein lohnenswerter Einbruch: Der Hongkonger Bitcoin-Börse Bitfinex wurden nach eigenen Angaben 120.000 Bitcoins gestohlen, was in etwa 58 Millionen Euro entspricht."

Und wo kann jetzt gegen die Diebstahl Anzeige erstattet werden? Natürlich in Großbitannien!

(Ok, schaler Kalauer. Aber ich konnte der Versuchung nicht widerstehen.)

Ein neues Blödheitsmuster entdeckt! (5)

Hier ausformuliert und darum längerer Text:

"Wissenschaftler aus der Schweiz warnen: Dank der neuen Kur werden die Haare um 67% dicker | Achtung: Die Kur Vivèse Senso Duo Oil zum Haarwuchs bei Frauen und Männern wurde schon in mehreren Läden ausverkauft, aber am heutigen Tage: 03. August des Jahres 2016 kann man weiterhin über den online Versand erhältlich.|| Unsere Reporterin Jana Hartmann prüft die neue Haarverdickungsformel, die schnell an Popularität auf der ganzen Welt gewinnt || Die neue Behandlung, die das Haarwachstum bei Frauen und Männer stimuliert, ist eine seit Jahren erwartete Wendung. Es ist das Gegenmittel gegen Haarausfall, dünnes und schwaches Haar - Schweizer Kosmetologen haben keine Zweifel. Ihr innovativer Ansatz zur Regeneration von Haarwurzeln ermöglicht sogar um 67% dichtere Frisur in einem Monat."

Drei wunderbare Dinge: (i) Die Präzision erst mal! 67%. Wow. Und: (ii) Die Schweizer Kosmetologen. Also nicht Kosmologen. Das ist was anderes. Auch nicht Kosmetiker, natürlich nicht. Wo sind diese Kosmetik-Forscher, wie wir sie mal nennen wollen, wohl angesiedelt? Und: Gehört Haarwachstum eigentlich zur Kosmetik, pardon: Kosmetologie? Oder nicht doch zur Dermatologie? Fragen über Fragen. Schließlich (iii): Die Wissenschaftler warnen. Die Haare werden dicker. Warnen? Da kann ich mir nur vorstellen, dass ein Haar auf einmal den Durchmesser eines Wäscheseils hat. Und dann 100, gar 1000 Haare dieser Dicke? Nicht auszudenken, wie das aussieht und wie schwer der Kopf da wird!

Dienstag, 2. August 2016

"Aggression im Straßenverkehr"

Eine Anfrage beim zuständigen Ministerium (heißt im Moment: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur). Das ist eine echte Frage. Ich weiß einfach nicht, wie es sich verhält, würde es aber gerne wissen.

"Nach der Lektüre eines Interviews mit dem Verkehrspsychologen Bernhard Schlag in der ZEIT über "Aggression im Straßenverkehr" möchte ich eine Wissenslücke bei mir schließen. Frage: Werden bei
Abstandsmessungen von Autobahnbrücken Statistiken über die jeweiligen Automarken der 'Abstandssünder' erhoben, und sind diese Statistiken öffentlich zugänglich? Wenn Ja: kleiner Hinweis auf die Möglichkeit der Einsichtnahme? Wenn Nein: Warum eigentlich nicht?"

Mal schauen, wie die Antwort ausfällt.

Montag, 1. August 2016

Jack Unterweger war kein Intellektueller?

Für's Notizbuch, Thema Begriffsgeschichte:

--


Ich kopiere, als Anregung, mal etwas hierher, was ich eben in der Diskussion Jack Unterweger gefunden habe:
  • Warum setzt du schrecklich böse in Anführungszeichen. Mörder ist Mörder. Ob nun Intellektueller oder nicht. Unterweger war ein Narzist in höchstem Maße und nicht in der Lage, selbstreflektiert über seine Handlungen zu sprechen. --141.91.136.43 12:36, 22. Mai 2014 (CEST)
  • Intelektueller war er aber nie (nicht signierter Beitrag von 2A02:8388:8600:B080:C1C2:A679:AFDC:4CDD (Diskussion | Beiträge) 12:46, 19. Sep. 2015 (CEST))
Die Frage "Wer ist (k)ein Intellektueller?" harrt einer neueren begriffsgeschichtlichen Untersuchung!

Banksy

Ich schätze den Künstler Banksy. Das schließt allerdings ein, dass ich manchmal den Eindruck habe: Er weiß nicht, wann er die Grenzen -- nein, nicht des guten Geschmacks, sondern der Opferverhöhnung erreicht. Noch so hehre Ziele nützen nichts, wenn man diese Grenze überschreitet. Sie macht den besten Künstler im Handumdrehen zum Blödmann.

Beispiel, bei artstack.com gefunden:


(Ich wollte dieses Bild eigentlich nicht hierher holen. Aber ohne das Bild bleibt vollkommen unklar, was ich meine.)