Posts mit dem Label Überbevölkerung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Überbevölkerung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 28. Oktober 2019

"Mutter Natur"

Notizbuch

Zufallsfund

--

8. August 2019 Leipziger Zoo. "Ein Happs und es ist weg" ... Löwin Kigali mit den beiden Löwenbabys, die am 2. August geboren wurden. Nachdem eine Löwin im Leipziger Zoo ihre beiden Jungen aufgefressen hat, sind viele Fragen offen. Ein Zoologe [Joachim Scholz vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt am Main] erklärt, warum Tiermütter so etwas tun. Interview von Alexandra Dehe (sueddeutsche.de)


--

Sollten Pfleger Ihrer Meinung nach eingreifen oder der Natur freien Lauf lassen?
Das kommt darauf an. Normalerweise versucht man im Zoo schon, die Jungen zu retten - gerade bei Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Allerdings sind die Kleinen bei der Geburt kaum schwerer als ein Hausmeerschweinchen. Das ist ein Happs und es ist weg. So schnell können die Pfleger meist gar nicht handeln.

--

Jaja, "Mutter Natur"! Ähnlich wie der "liebe Gott". Manchmal für Menschen schwer zu begreifen.

Mittwoch, 7. August 2019

Tönnies: "Achtung, jetzt kommt’s!"

Ich
Notizbuch

--

Nun, siebzehn Jahre später, versteht man in solchen Dingen keinen Spaß mehr. Der Fleisch-Unternehmer Clemens Tönnies, nicht nur Wurst-Essern, sondern vor allem Schalke-Fans als Aufsichtsratsvorsitzender des Ballsport-Unterhaltungsunternehmens ein Begriff, hat beim Tag des Handwerks in Paderborn im Zusammenhang mit der Klimawandel-Diskussion gesagt, man solle lieber zwanzig Kraftwerke in Afrika finanzieren, statt in Deutschland höhere Steuern auf CO2 einzuführen. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und“ – Achtung, jetzt kommt’s – „sie hören auf, wenn es dunkel ist, Kinder zu produzieren.“ (wiwo.de)

--


Was soll man an dieser Äußerung eigentlich kritisieren? Wenn man ein ernsthafter Mensch ist, dann: Dass die Überbevölkerung in Afrika und die offensichtlich zu hohe Geburtenrate sicherlich nicht mit Kraftwerken und Strom für Fernsehen und elektrisches Licht verändert werden kann.

Im Grunde genommen aber geht es darum, dass da ein Mensch auftritt, der über die Jahre hin so sehr in seinen eigenen Innenräumen sich aufgehalten hat, dass er glaubt, solche Sätze würden in der Öffentlichkeit noch als Witzchen verstanden.

Schlimm finde ich diese dummen Sprüche im Grunde nicht. Es ist halt an denen, die sich immer gerne aufregen, dass sie sich wieder einmal aufregen können.

--

Und der Wirtschaftswoche sei gedankt, dass sie historische Parallelen zieht, die es durchaus in sich haben:

Wer schon vor zwei Jahrzehnten seine Abende mit Talkshows vor dem Fernseher verbrachte, wird sich vielleicht erinnern. Gloria von Thurn und Taxis, laut Wikipedia eine „Unternehmerin und Managerin“, bekannt als einst lebenslustig-bunthaarige Braut und nunmehr Witwe des gleichnamigen Fürsten, dessen Vermögen sie erfolgreich managt, hatte 2001 in der Talkshow „Friedmann“ für jene typisch bundesdeutsche Aufregung gesorgt, die sich nicht aus Taten sondern Worten nährt. Die Fürstin hatte gesagt: „Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne.“

Damals versuchte man solche Dinge noch eher mit Humor zu nehmen. Der „Spiegel“ brachte daraufhin – in Form einer Glosse – das Bedauern zum Ausdruck, dass „der deutsche Adel seiner gerechten Strafe“ entkommen sei, weil die deutschen Freiheitsbewegungen „die Guillotine vergessen“ hätten. Ob das so viel geschmackvoller war als der fürstliche Schnacksel-Satz?

Freitag, 28. Dezember 2018

Iain Keith von Avaaz


Woher hat Iain Keith von Avaaz eigentlich meine E-Mail-Adresse? Jedenfalls -- mit Datumsstempel Fri, 28 Dec 2018 04:20:08 -0500 bekomme ich eine Mail diesen Inhalts:


--

Liebe Freundinnen und Freunde, bis 2020 werden zwei Drittel der Wildtiere sterben. Das Leben auf Erden wird gerade so schnell ausgerottet wie zu Zeiten der Dinosaurier — und all das, weil die Menschheit mit aller Kraft am empfindlichen Geflecht der Natur zerrt. Wenn wir diese Tragödie nicht aufhalten, könnte die Artenvielfalt unserer Erde zusammenbrechen und den Menschen einen totenstillen, unbewohnbaren Planeten hinterlassen. Doch es gibt Hoffnung: Führende Wissenschaftler fordern, dass die Hälfte unseres Planeten unter Schutz gestellt wird, um den Einklang mit der Natur wiederherzustellen. Jetzt haben wir die Chance, für genau diesen "50-Prozent-Plan" einzustehen — denn in wenigen Tagen treffen sich unsere Regierungen, um die Krise zu besprechen. Bringen wir sie mit der geballten Kraft unserer Stimmen dazu, das nächste große Artensterben zu stoppen. Unterstützen Sie den weltweiten Aufruf, bevor unsere Erde verstummt.

--

Eine wichtige Sache, wenn man sie in das Große und Ganze einbettet! Nur eben 

"... Doch es gibt Hoffnung: Führende Wissenschaftler fordern, dass die Hälfte unseres Planeten unter Schutz gestellt wird, um den Einklang mit der Natur wiederherzustellen."

Das soll eine Hoffnung sein!? Wissenschaftler, ob führende oder nicht-führende, können viel fordern. Durchgesetzt und umgesetzt ist damit -- rein gar nichts! 

Die Frage ist so einfach wie verrückt-kompliziert: 
  • Wie schaffen wir es, die Anzahl der Menschen --  nein, nicht auf dem Niveau von 2018 oder 2010 zu halten, sondern so allmählich auf 5 oder besser: auf 4 Milliarden zu reduzieren?
Da liegt -- sehr schräges Bild in diesem Zusammenhang -- der Hase im Pfeffer! Und: Da lassen sich nicht mal eben Vorschläge machen, die im linksliberalen Sinn korrekt sind. Welche Vorschläge gibt es denn überhaupt in diese Richtung?

--

* "Schon seit der ersten Jahreshälfte 2018 leben mehr als 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde – um die Hälfte mehr als nur dreißig Jahre zuvor. Ginge dieses Wachstum völlig ungebremst weiter, würde es schon bald sehr eng auf unserem Planeten: Bei völlig unveränderter Entwicklung könnten es bis zum Jahr 2100 rund zwanzig Milliarden Menschen sein." (br.de)

Freitag, 12. Oktober 2018

"Überbevölkerung"

Was ist Ursache, was Wirkung, gefragt anhand eines ziemlich bizarren Beispiels, das ich eben auf Facebook gesehen habe. Menschen -- wo eigentlich?* --, die in, auf, an einem Zug mitfahren.



Henne-Ei-Frage wieder mal: Ist das Elend Folge einer allgemeinen gesellschaftlichen Undizipliniertheit oder die Undiszipliniertheit eine Folge des Elends? Klar ist nur, dass bei diesen Zuständen "kein Staat zu machen ist".

--

* Ok, wenn man genau hinsieht: Es steht drunter. Bangladesh Railway.