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Donnerstag, 14. April 2022

Beltracchi

SPIEGEL, in den Hausmitteilungen zu einem Artikel:

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Die Anbahnung des Interviews mit Helene Beltracchi verlief nach der Logik des Kunstmarkts: Die Frau des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi inszenierte sich und ihren Mann wie eine Rarität. Monatelang ließ Beltracchi SPIEGEL-Mitarbeiterin Katrin Wilkens im Unklaren darüber, ob sie zu einem Interview bereit sei. Schließlich jedoch reiste Wilkens ins schweizerische Luzern und traf auf ein äußerst redseliges Fälscherpaar. Nur auf eine Frage antworteten die Beltracchis nicht: Wo hängen noch gefälschte Werke von Ihnen? Von Schuldgefühlen ist bei beiden keine Spur. »Die Beltracchis bereuen nichts, aber sie sehnen sich nach einer endgültigen Anerkennung des Künstlers Wolfgang Beltracchi«, sagt Wilkens. Die jedoch verweigere der Kunstmarkt.

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Und darunter dann, wie ein Appetizer: "Malerei: Die Erotik des Täuschens". Das ist der Link auf den Beltracchi-Artikel. SPIEGEL +, "hinter der Bezahlschranke", wie das immer so heißt.

Dienstag, 16. Juni 2020

Eine Hitler-Statue im Warschauer Ghetto

Fundsache:

"28.12.2012 ... Warschau - Mit einer betenden Statue Adolf Hitlers im ehemaligen Warschauer Ghetto hat der italienische Künstler Maurizio Cattelan Aufsehen erregt. Sein Werk 'HIM' ist seit vergangenem Monat ausgerechnet an dem Ort aufgestellt, an dem die Nazis Hunderttausende Juden unter unmenschlichen Bedingungen gefangen hielten. Die Statue soll laut den Organisatoren der Ausstellung zum Nachdenken über die 'Natur des Bösen' anregen."(spiegel.de)

Die Kunst, die sich durchsetzen will, braucht Berichterstattung. Und wie kommt man in den SPIEGEL und andere große Zeitungen: durch Provokation. "Mission !"*

Das, das nicht im SPIEGEL zu sehen ist? Natürlich gibt es das, in jeder Größe und von jeder Seite, im Internet! Wär ja noch schöner, wenn nicht!

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Ein Nachtrag: 

"09.05.2016 ... 17,2 Millionen Dollar für betenden Hitler. Ein italienischer Künstler hat Adolf Hitler als betenden Mann auf Knien dargestellt und mit der Skulptur einen Rekordpreis erzielt: Der Nazi-Diktator aus Harz, Wachs und Menschenhaar wurde für 17,2 Millionen Dollar versteigert." (haz.de)
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Und auf der SPIEGEL-Seite: ein Einspieler vom Stürzen der Denkmäler, in London, nehme ich mal an. Es sieht einfach nach einer anderen hirnlosen Talibaniade aus. Ich kann das nicht anders sehen.

Dienstag, 19. Mai 2020

Paul Maenz

Diskussionsbeitrag bei der Wikipedia

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"Er lernte dort die Künstler Charlotte Posenenske sowie Peter Roehr kennen, mit dem ihn, bis zum frühen Tod Roehrs, eine enge Freundschaft verband."

Beim klassischen Kunstklatsch von Timm Ulrichs klingt das ein wenig anders:

"... Was mich daran allerdings sehr befremdet hat, war, dass Roehr und Paul Maenz in Frankfurt die Ausstellung „Serielle Formationen“ organisierten – wo ich doch bei Detlef Rohde unter diesem Begriff meine Arbeiten publiziert hatte. Zunächst wurde ich eingeladen, dann wieder ausgeladen. Meine Post blieb unbeantwortet, mein eingesandtes Werk habe ich nie zurückbekommen. Ich rief bei Peter Roehr an, und seine Mutter richtete mir aus: „Die Ausstellung ist verschoben worden. Sie melden sich.“ Natürlich haben sie sich nicht gerührt, stattdessen war plötzlich der Katalog da. Mein Name wurde darin nicht genannt.

Haben Sie mit Peter Roehr je darüber gesprochen?

Ja, natürlich. Aber genützt hat es nichts. Auch Sie werden Paul Maenz nicht zur Rede stellen und ihm womöglich Vorhaltungen machen wegen seines schäbigen Verhaltens. Er würde auch nichts auf seinen Freund und Liebhaber Roehr kommen lassen, durch den er so viel Geld verdient hat. In meinem Katalog „Blick zurück nach vorn“ des Museums Ritter, Waldenbuch 2010, untersucht Andreas Bee, zuvor schon Kurator der Roehr-Schau am Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, akribisch diesen Fall und bestätigt alle meine Angaben." (cafedeutschland.staedelmuseum.de)

Möge, wer bessere Belege hat, den obigen Satz dann auch ein wenig genauer formulieren!"

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