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Samstag, 5. Juli 2014

Der deutsche Fernsehfilm als solcher

Gestern, wegen nachklingender Fußball-Aufgeregtheit, im Nachtprogramm einen wieder mal extrem merkwürdigen deutschen Tatort (Köln) angesehen. Schon der Titel! "Die Blume des Bösen". Warum nicht einfach gleich den korrekten Plural verwenden? Es kommen ja wahrhaft genug Blumen vor. Wahrscheinlich, weil äußerst feinsinnig nicht direkt auf Baudelaire, sondern auf Chabrols Film angespielt werden soll. Der Kommissar wird von einem Unbekannten in ein wirres »Spiel« verwickelt.* Seltsame Charaktere in einer seltsamen Geschichte. Warum bekommt der deutsche Fernsehfilm es nicht hin, halbwegs gute Drehbücher zustande zu bringen? Die Schauspieler mühen sich ja redlich. Weil die Filme aus einem Filz heraus entstehen, in dem jeder jeden kennt und in dem man sich die Aufträge gegenseitig unter guten Bekannten zuschiebt? Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Doris-Heinze-Geist durch die Gänge von ARD und ZDF weht und leutselig den alten Bekannten Aufträge zuschiebt. Und die Privaten? Die können es wahrscheinlich einfach nicht. Ganz ohne Doris-Heinze-Geist.

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* Fr 04.07. 23:35 Uhr Eins Festival | Erscheinungsjahr: [?!] 2007 | Kommissar: Ballauf und Schenk | Ort: Tatort Köln | „Die Blume des Bösen“ ist ein Fall, der dem Kölner Tatort-Kommissar Max Ballauf durch Mark und Bein geht, schauspielerisch stark und intensiv umgesetzt vom Darsteller der Figur, Klaus J. Behrendt. Die Folge gilt als eine der spannendsten der Tatortreihe, auch wenn Kritiker die Handlung als unglaubwürdig und allzu konstruiert abwerten. [Sie ist unglaubwürdig, und sie ist nicht nur konstruiert, sondern schlecht konstruiert.] Buch und Regie stammt [?!] von Thomas Stiller, der die Krimigeschichte im Stil amerikanischer Kinofilme erzählt. Die Story lebt dabei weniger von der Suche nach dem psychopathischen Mörder, sondern von der Frage nach seinem nächsten Opfer … | Hauptkommissar Max Ballauf hat die undankbare Aufgabe übernommen, das Haus, die Tochter und die Katze seiner Cousine Beatrice zu beaufsichtigen; die frühere Softporno-Akteurin muss für einer Krebsuntersuchung einige Tage lang in eine Klinik. ...

Irgendwie ist das zeichenhaft: Softporno-Darstellerin und Krebsuntersuchung. Das ist, was der deutsche Fernsehfilm als Stichwort-Realismus nimmt, nehme ich mal an. Und das oberste Ziel dieser Filme ist  ein Realismus, der am Ende vollkommen unrealistisch daherkommt.

Dienstag, 19. März 2019

Karina Mroß (56)

Notizbuch

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Auch BUNTE wusste längst, dass es um die Ehe des früheren ZDF-„Wetten, dass..?“- Moderators (bis 2011) nicht besonders gut bestellt war – und dass es in seinem Leben schon längere Zeit (heimlich) eine neue Frau gab. Karina Mroß (56), mächtige Controllerin beim TV-Sender SWR in Baden-Baden. Bislang unverheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter, herzlich, sympathisch und überaus attraktiv. Auf den ersten Blick ähnelt die große, schlanke Blondine sogar Thea Gottschalk. Die ganze Geschichte mit vielen weiteren Fotos lest ihr in der neuen BUNTE 13/19 (ab Donnerstag im Handel).

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Ja nun -- überaus attraktiv! Mächtig auch noch! Wobei -- da denke ich immer an Doris Heinze. "In der Branche galt Heinze als mächtig und einflussreich." Aber das ist ja wohl jetzt was anderes. Oder? Oder verschafft Frau Mroß dem Gottschalk ... Aber nein, daran wollen wir nicht mal denken!

Wobei -- attraktiv? Es gilt halt immer: "Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt ..." Und auch: "Die Jungan san oid worn / Und die Oiden san gsturm / Huidiei jodleiri Huidiridi!"*

Und so richtig mitgehalten mit der Konkurrenz hat der Thomas dann auch wieder nicht.

"... Diesmal mit seiner 38 Jahre jüngeren Freundin Hendrikje!"

"... Als Simone Rethel ihren 'Jopie' 1992 am Starnberger See heiratete, war sie 42, er 88."

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* Na gut, das ist wirklich ein anderes Thema!

Brigitta Meyer, vor 4 Jahren: "Mein absolutes Lieblingslied! Heulen könnt ich sooooo schön ist es ... und macht mich immer wieder nachdenklich!"

Eni, vor 1 Jahr: "i heul a fast immer, so...!"

...

Unit312J, vor 10 Monaten: "agreed.....mine too and I can only make out some of the words because the dialect...but it just takes me back to Austria every time, which is where I want to be!"

Sonntag, 5. Dezember 2010

Werbung: Tricks und -- Misserfolg

Kabel Deutschland und andere wollen Festplatten-Recorder für's Fernsehen verkaufen, die das Vorspulen nicht möglich machen: Werbung muss angeschaut, darf nicht übersprungen werden! Wie gut, dass es noch keinen Kaufzwang per Gesetz gibt. So bleiben die Brüder auf ihren Kisten sitzen. (Oder arbeiten wir da an einem neuen Gesetz, Herr Minister Brüderle? Dieses Produkt muss gekauft werden? Schließlich haben wir doch auch die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten! Das könnte man doch ausweiten.)

Eine Entdeckung aus der Trickkiste: Eine Seite im Internet poppt auf, Werbung. Normalerweise steht da SCHLIESSEN und man kann rasch weitermachen. Nun aber, was soll heißen: Weiter zur Seite. Wohin? Zur Werbung? Oder was? Schon sind Zehntelsekunden gewonnen, mit denen man dem "Werbekunden" gegenüber protzen kann.



Was für eine Idiotie! Statt die Werbung so interessant zu machen, dass jeder sagt: Das musst du gesehen haben! Das kriegen sie nicht hin, diese phantasielosen Nieten in Werbestreifen! Statt dessen immer wieder diese saudummen Tricks, die den Ruf der Werbung weiter ruinieren und den bekannten Kotz- und Wegschaltrflex auslösen.

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Ach, und es geht ja weiter, das mit der Zwangsbeglückung. Ich habe gar nicht wirklich was gegen das Öffentlioch-Rechtliche. Aber dann diese Auswahlkriterien, die in den etablierten Seilschaften gepflegt wird! Wie hieß die Frau noch mal, die sich unter Pseudonym selbst die Fernsehspiele schrieb? Ach ja, Doris Heinze! Was wohl aus ihr geworden ist. -- Das ist das System noch immer! -- Martenstein sagt es so:

Für acht Milliarden Euro kann man also ein mittelgroßes Land pleitegehen lassen oder eine Umweltkatastrophe biblischen Ausmaßes veranstalten, oder man kann Filme senden, in denen eine schmucke Försterin mit einem graumelierten Frauenarzt in Südafrika eine Tierpension aufbaut, in der Waisenkinder an die Liebe zur Natur herangeführt werden. Das ist jetzt nur so ein Beispiel für einen typischen öffentlich-rechtlichen Fernsehfilm.