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Donnerstag, 28. Juli 2022

"Kinder an die Macht‎" -- Wirklich?!

Die Wikipedia meldet heute:

Von der Resonanz und Inter­pre­tation seines Liedes Kinder an die Macht‎ war Gröne­meyer überrascht.

Ich war seinerzeit schon überrascht, wie Grönemeyer eine derart naive Hymne fabrizieren konnte. Kinder an der Macht würden genau die Bandbreite an den Tag legen, die Erwachsene auch aufweisen. Von total doof und dazu unmenschlich habgierig über alle Stufen bis zu herzensgut, freundlich und altruistisch. Und die Macht übernehmen würden die durchsetzungsfähigen Kindern, die auch habgierig sind, das aber einigermaßen verbergen können.

Donnerstag, 21. November 2019

Jeffrey Epstein - Ghislaine Maxwell

Wer das Stichwort Verschwörungstheorie (VT) sachlich, gar wissenschaftlich betrachten will, muss davon ausgehen, dass VT mittlerweile ein Kampfbegriff ist, der natürlich auch dazu dienen kann, berechtigte Fragen zu diskreditieren. Was nicht heißen soll, dass es so sein muss.

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Epsteins Verletzungen deuteten auf einen Tod durch Erwürgen hin, sagte der frühere New Yorker Gerichtsmediziner, der bei der Autopsie anwesend war. Mehrere Brüche in Epsteins Hals, insbesondere des Zungenbeins und des Schildknorpels, seien "sehr ungewöhnlich für Selbstmord".

Epstein-Suizid und Akten nähren brisanten Verdacht Epstein hatte im August nach Angaben der New Yorker Gerichtsmedizin Suizid in seiner Gefängniszelle begangen. Er war in den USA wegen verschiedener Sexualverbrechen angeklagt. Bei einer Verurteilung hätten dem US-Millionär bis zu 45 Jahre Haft gedroht. Epsteins Anwälte und dessen Bruder zweifeln den Befund der Gerichtsmedizin an. Die Chefin der New Yorker Gerichtsmedizin, Barbara Sampson, blieb jedoch bei ihrer Einschätzung. Die gerichtsmedizinische Untersuchung sei "gründlich und vollständig" gewesen, erklärte sie. "Es gibt keinen Grund für eine zweite medizinische Untersuchung durch unsere Behörde." (n-tv.de)

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Mein Gegenargument gegen VT für gewöhnlich: Es würde irgendwann irgend eine undichte Stelle geben! Die Versuchung ist einfach zu groß. Wenn das WTC gesprengt worden wäre, dann wären da viele Arbeiter nötig gewesen, die die Bohrlöcher setzen. Die hätte nicht alle dichtgehalten! 

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Und Ghislaine? Ghislaine Maxwell. Die sah doch immer so entspannt aus! Die soll Epstein Mädchen - Kinder zugeführt haben? Ist das denn zu glauben?

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Prince Andrew’s recent interview about his relationship with the alleged child sex trafficker Jeffrey Epstein has sparked many questions but one stands out: what happened to Ghislaine Maxwell, the British socialite friend of the prince who is accused of procuring victims for the disgraced financier.

The Duke of York admitted ties to Maxwell and Epstein during the bombshell BBC Newsnight interview – while adamantly denying wrongdoing and expressing regret for continued association with Epstein.

Andrew said he met Epstein through Maxwell, the daughter of late media baron Robert Maxwell. Maxwell has vehemently denied allegations of wrongdoing but her current whereabouts are unknown, with media reports placing sightings of her in various cities in the US and Europe. (theguardian.com)

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Und es ist nicht das erste Mal, dass ein vorgeblicher Selbstmord in Frage gestellt wird:

"Though a verdict of death by accidental drowning was recorded, Maxwell has since stated that she believes her father was murdered, commenting in 1997 that 'He did not commit suicide. That was just not consistent with his character. I think he was murdered.'" (Wikipedia)

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Montag, 4. Februar 2019

"Kinder an die Macht!"* 'Wirklich?

Wo hab ich es nur gelesen? Grönemeyers "Kinder an die Macht!" sei ein ziemlich sinnfreier Vorschlag. Denn Kinder, nun ja ...

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Schock in Berlin: 11-Jährige nimmt sich nach Mobbing an der Schule das Leben | In Berlin sind viele geschockt. Eine 11 Jahre alte Schülerin hat offenbar versucht, sich das Leben zu nehmen und ist wenige Tage später gestorben, weil sie in der Schule im Bezirk Reinickendorf gemobbt wurde. Wie der Tagesspiegel berichtet, hatten sich die Eltern des Mädchen und auch andere Eltern schon zuvor mehrmals über das Mobbing unter den Schülern, aber auch über eine Lehrerin beschwert. Sie hätten sich aber mit Beschwichtigungen zufriedengeben müssen. | Wie die Schülerin der fünften Klasse genau gemobbt wurde, ist bisher nicht bekannt. (euronews.com)

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Und dann warten wir mal die Ermittlungen ab.

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* Ich wusste doch, dass ich da was gelesen hatte!

"Jan Fleisch­hau­er. Der schwar­ze Ka­nal. Kinder an die Macht. -- Zu den be­kann­tes­ten Lie­dern von Her­bert Grö­ne­mey­er ge­hört der Song »Kin­der an die Macht«. Mir war es im­mer ein Rät­sel, wie man auf die Idee kom­men kann, dass es bes­ser wäre, wenn Kin­der das Sa­gen hät­ten. Das kann nur je­mand glau­ben, der kei­ne Kin­der hat. In Wahr­heit sind es klei­ne Bies­ter, die ziem­lich rück­sichts­los ih­ren Wil­len durch­zu­set­zen ver­su­chen. Trotz­dem hält sich hart­nä­ckig die Vor­stel­lung, dass Kin­der un­schul­di­ge We­sen wä­ren, auf de­ren Wort man hö­ren soll­te. (spiegel.de Abo)

Freitag, 26. Oktober 2018

5 Kinder. -- Wer ist's?

Das hat mich denn doch überrasch!

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Sie haben fünf Kinder, das jüngste ist [2009] eineinhalb.
Ja, ein Sohn. Und den fährt Trottel-Daddy im Bugaboo artig durch die Kölner Südstadt.

Oft kann das nicht sein.
Doch. Von Montag bis Donnerstag bin ich in der Regel zu Hause, manchmal unterbrochen, wenn ich nach Stuttgart muss.

Nicht gerade viel für eine Großfamilie.
Nicht viel? Fragen Sie mal Familien, wo Vati Chefarzt ist. Um sechs Uhr morgens aus dem Haus, um Mitternacht zurück. Burnout Endstufe, Laptop, Kongresse in Dallas und Denver plus tierischem Druck: Wo ist meine nächste Karriereleiter? Ich bin ja da, definitiv präsent. Und mein großes Hobby ist Spülen und Spülmaschineeinräumen, aber vorher noch mal säubern, damit der Dreck nicht so ankrustet. Spülen finde ich sensationell. Hat aber wahrscheinlich mit meinem inneren Schmutz zu tun. Habe ich mal gelesen.

Wie dürfen wir uns X Y als Vater vorstellen?
Ganz einfach. Kinder brauchen eigentlich nur eine kleine Welt. Das Wichtigste ist Präsenz. Und vorlesen, vorlesen, vorlesen.

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Na gut, hier die Auflösung des Rätsels.

Freitag, 10. August 2018

Matthias Güldner

Wieder so ein Zufallsfund. (Der einzige Wikipedia-Artikel, in dem das Wort "weggebissen" vorkommt!*)

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"Zu Internetsperren

2009 unterstützte Güldner die umstrittene Initiative von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, Internetseiten zur Bekämpfung von Kinderpornografie zu sperren (vgl. Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen).

Im Juli 2009 fasste Güldner seine Position in einem Gastkommentar in der Zeitung Die Welt zusammen. Er erklärte, die Auseinandersetzung um die Internetsperren würden sich in seinem Kern gar nicht um die Bekämpfung von Kinderpornografie drehen. Aus seiner Sicht gehe es vielmehr „knallhart um Definitionsmacht in Zeiten der Virtualisierung der Welt“. Die Anhänger dieser Virtualisierung kämpften aus seiner Sicht „mit hoch effektiven Mitteln für die Rechtsfreiheit ihres Raumes“. Wer sich in ihre Scheinwelt einmischen wolle, werde aus der Sicht Güldners „mit Massenpetitionen per Mausklick weggebissen“. Güldner bezeichnete die Argumentation der Gegner des Gesetzesbeschluss als „Trend“ und sah kein Potential für einen grundgesetzwidrigen Missbrauch der durch diesen geschaffenen technischen Voraussetzungen. Aus der Sicht Güldners könne die „ignorante Argumentation“ gegen Web-Blockaden nicht erklärt werden. Gegnern der Internetsperren, die deren Wirksamkeit bezweifelten und die Möglichkeit zur Umgehung erwähnten, warf Güldner vor, sie hätten sich „wohl das Hirn herausgetwittert“. Man könne sonst auch andere gesetzliche Regelungen, die umgangen werden könnten, abschaffen. Güldner erklärte weiterhin:

„Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert.“

Einige Mitglieder aus Güldners Landesverband reagierten auf diese Äußerungen mit einem Parteiaustritt. Der Bundesvorstand der Grünen distanzierte sich in einer Erklärung von den Ausführungen Güldners. Er stellte fest, dass der Beitrag Güldners nicht nur der grünen Programmlage widerspreche, sondern gegenüber denjenigen, die sich für ein freies Internet engagierten, einen aus Sicht der Grünen nicht akzeptablen Ton anschlage. Der Bundesvorstand der Grünen Jugend kritisierte in einem Offenen Brief an Güldner unter der Überschrift „Die Ignoranz des Matthias Güldner“, Güldners „realitätsferne Polemik“ sei „diffamierend“ und „ignorant“."

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Ich verstehe die Sache offen gestanden nicht. Wie können die Grünen gegen eine Sperrung von kinderpornographischen Seiten sein?! Das kann es doch wohl nicht bedeuten. Oder doch?

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Nachgelesen. Das hier scheint die beste Erläuterung:

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"Das Netz ist nicht bürgerrechtsfrei | Stellungnahme des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Beitrag des Bremer Abgeordneten Matthias Güldner"

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"Das Vorhaben von Frau von der Leyen und der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD den Aufbau einer umfassenden Sperrinfrastruktur umzusetzen haben wir klar abgelehnt. Auch im Kampf gegen Kinderpornografie gelten rechtsstaatliche Grundsätze, diese werden jedoch mit dem jetzt beschlossenen Gesetz nicht gewahrt.

Das Bundeskriminalamt bekommt eine nahezu unkontrollierte Befugnis und Telekommunikationsunternehmen werden erneut als Hilfssheriffs herangezogen. Wir Grüne kämpfen für ein rechtsstaatliches Vorgehen und einen wirkungsvollen Kampf gegen solche widerlichen Taten.

Daher ist unser Ziel, die Betreuung und Hilfe für die Opfer zu verbessern, die Verfolgung zu intensivieren und solche Inhalte konsequent aus dem Internet zu entfernen. Wir sagen: Löschen statt Sperren!

Der Beitrag von Matthias Güldner vom 27. Juli 2009 in der WELT widerspricht deshalb nicht nur unserer grünen Programmlage, sondern schlägt gegenüber denjenigen, die sich für ein freies Internet engagieren, einen aus unserer Sicht nicht akzeptablen Ton an."

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Wieder das Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!

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* In den Wikipedia-Diskussionen kommt das Wort allerdings häufig vor. In manchen Fällen sind sogar Tiere gemeint.

Freitag, 9. März 2018

Können die Fünftklässler lesen und schreiben?

Im Wikipedia-Café gibt es eine interessante Diskussion, die demnächst ins Archiv rutschen wird: „Jeder vierte Fünftklässler kann nicht richtig lesen und schreiben“. Natürlich ist da wieder, nach schlechter Tradition der Sozialwissenschaften, kein einziges authentisches Beispiel dabei. Dabei wäre es doch so einfach! Da die These ja in Richtung „Früher war alles viel besser!“ geht, müsste man nur 50 Fünftklässler finden, die bereit wären, einen einfachen Test zu machen: Sie fassen eine sehr kurze Geschichte innerhalb von einer Viertelstunde schriftlich zusammen. Und dann müssen die Väter und Mütter und meinetwegen auch die Großväter und Großmütter das gleiche tun. Dann vergleichen wir. Können die Erwachsenen es wirklich besser? Und wie viel besser? Es sind ja schließlich Erwachsene.
Da hätten wir dann in einem Aufwasch Verstehen und Formulieren abgeprüft, und immerhin wäre da ein wenig Material, um die Sache anschaulich zu machen. Ausbauen kann man alles immer noch.