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Dienstag, 2. Juli 2019

Sea Watch 3

Kommentar bei der ZEIT, eben gelesen:

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Es ist wieder mal so, wie es meistens ist: Jede*r hat so seinen "Standpunkt", und von dem aus kommentiert er*sie frischfröhlich die Probleme der Welt, hier also die Causa Sea-Watch 3. Kaum jemand bemüht sich auch nur ansatzweise gegenläufige Zusammenhänge und Maßnahmen > Folgen wahrzunehmen. 

Ich habe vor gut einer Woche mal in dem Zusammenhang gesagt: Die Sache mit den Flüchtlingen Afrika > Europa wäre kein Problem, wenn ein kleiner Teil der hohen Schiffsüberkapazitäten für einen Fährbetrieb Nordafrika > Europa verwendet würde. Flüchtlinge aufnehmen > rüberfahren > verteilen. Keine Ertrunkenen mehr. Die viel gescholtene "Schlepperkriminalität" käme von einem Tag auf den anderen Tag zum Erliegen!

So, und jetzt bitte ich mal die Mitkommentar*innen, die "mit festen Standpunkten", zu überlegen, warum das wohl nicht so gemacht wird mit dem Fährbetrieb und was wäre, wenn doch.

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Dienstag, 13. November 2018

Rotor: Kernstück der Windkraftanlage

Immer wenn ich an Windkraftanlagen vorbeifahre, stelle ich mir die gleiche Frage: Warum so dünne und so wenige Flügel bei den Rotoren? Ist das denn effizient? Auf der anderen Seite natürlich: Die Fachleute werden das bis ins Kleinste berechnet haben... 

Jetzt mal nachgesehen:

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Das Kernstück der Windkraftanlage ist der Rotor, mit dem die kinetische Energie des Windes in Rotationsenergie umgewandelt wird. Dadurch wird der Generator zur Erzeugung elektrischer Energie angetrieben. Er ist in der Gondel oben am Mast über ein Getriebe unmittelbar mit dem Rotor verbunden.

Je nach Art der Anlage hat der Rotor eine unterschiedliche Form und Anzahl von Rotorblättern, die im Prinzip ähnlich gebaut sind wie die Propeller eines Flugzeugs. Dabei gilt die Faustformel: Viele Rotorflügel laufen langsam, haben ein hohes Drehmoment und können schon bei kleineren Windstärken starten. Ihre bekanntesten Einsatzgebiete sind Wasserpumpen und das Mahlen von Getreide. Man spricht von vielblättrigen Langsamläufern.

Die heutigen kompakten Generatoren zur Stromerzeugung erfordern jedoch hohe Drehzahlen. Dies wird durch schnell laufende Rotoren mit möglichst wenig Flügeln erreicht, die aerodynamisch optimiert werden. Dabei spielen Form und Stellung der Rotorblätter eine entscheidende Rolle. Die modernen Schnellläufer benötigen allerdings zum Anfahren höhere Windgeschwindigkeiten von etwa zehn Kilometern pro Stunde. Am Markt sind überwiegend Anlagen mit drei Flügeln zu finden. Die Dominanz dieser Anordnung hat ihre Ursache vor allem darin, dass sie schwingungstechnisch in der Handhabung Vorteile bringen und länger halten. (weltderphysik.de)

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Auf der anderen Seite -- dass sich die dreiflügeligen Großräder besonders schnell drehen, kann ich nicht sehen. Aber vielleicht: Was heißt schon schnell?!

Und wieder mal die Frage, ob die Analogie trägt oder verboten ist:

10 kleine Windräder mit unterschiedlicher Rotor-Auslegung und dann nachmessen, als Schulversuch. Wär das was?

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Dienstag, 11. Oktober 2016

Ferrari / VW

Was hat Ferrari / Formel 1 mit VW / Diesel-Skandal zu tun?

Ferraris ehemaliger Top-Ingenieur Luca Baldisserri hat das "Terrorklima" beim Traditionsrennstall für die enttäuschende Formel-1-Saison verantwortlich gemacht. "Ferrari ist kein Team mehr, sondern eine Gruppe ängstlicher Personen. Dort herrscht ein Terrorklima", sagte Baldisserri, der an der Seite von Michael Schumacher fünf WM-Titel feierte, der Tageszeitung Corriere dello Sport. | Wegen der schlechten Stimmung in Maranello leide die Scuderia um Ex-Weltmeister Sebastian Vettel unter einem Innovations-Stau. "Die Teammitglieder erfinden nichts Neues, sie fassen keine Beschlüsse - aus Angst, verjagt zu werden", sagte Baldisserri, der insgesamt 26 Jahre für Ferrari gearbeitet hatte. Verantwortlich für das Versagen sei das neue Management. | "Weder Ferrari-Präsident Sergio Marchionne noch Teamchef Maurizio Arrivabene haben Erfahrung mit der Formel 1", sagte Baldisserri. Auf die Frage, wann Ferrari wieder gewinnen werde, meinte er: "Wenn das Team eine effiziente Organisation und Stabilität erreicht. Wichtig sind gute Ideen und Piloten, die keine Fehler machen." | Bisher blieben Vettel und sein Teamkollege Kimi Räikkönen hinter den Erwartungen zurück, ihnen gelang 2016 noch kein Sieg. Vettel liegt sogar nur auf Rang sechs der WM-Wertung.

Gemeinsamkeit: Die Verantwortlichen bei der Technik haben Angst, dass sie die Vorgaben der Geschäftsleitung nicht erfüllen können, und knicken ein, mit dummen und gefährlichen, zuweilen auch ruinösen Tricksereien. Bei Samsung wird es nicht anders gewesen sein. Und bei Nokia wahrscheinlich auch nicht.

Frage: Hat denn nicht jede größere Firma eine kleine Gruppe von Menschen, Dep. LF = Licensed Fools genannt, die nur die Aufgabe haben, Skandale der Vergangenheit zu studieren und absolut offen Warnhinweise auszusprechen und den eigenen Hinweisen auch gleich selbst nachzugehen? Unter anderem in Gesprächen, für die vollständiger Informantenschutz zugesagt wird. Wenn nicht, dann würde ich diese Idee gerne unter haizara-x1/Licensed_Fools zum Patent anmelden. Wenn das nicht geht, dann eben Titelschutz beantragen, oder sowas ähnliches.

Donnerstag, 7. Juli 2016

"Warum Ideen (leider) nichts wert sind"

Heute interessieren ich mich mal für das Thema Crowdfunding. Natürlich wie immer: Das Internet -- endlose Weiten! Ein wenig herumlesen. (Nein, nicht herum lesen, du Dödel-Korrekturprogramm!) Einfach so und recht ziellos. Dann finde ich beim Thema Ideenklau dies:

Geschäftsideen | Gedanken zum Thema Ideenklau | Joel Kaczmarek am 28. Januar 2013 | 23 Kommentare || Kolumne. Gründer mit einer Geschäftsidee kämpfen bei der Kapitalsuche mit einer Angst: dass ihre Idee geklaut wird. Was gibt es beim Umgang mit Ideen zu beachten?

Ok, schon ein paar Tage her, aber doch noch ziemlich aktuell. 

Dann gleich, als provokanter Appetizer wahrscheinlich gedacht:

Warum Ideen (leider) nichts wert sind | Konzentrieren wir uns für den Moment einmal auf Geschäftsideen im Internetbereich und lassen wirkliche Erfindungen wie den Hochofen oder das Automobil außen vor. Dann gibt es eine wichtige Grundlage, derer sich angehende Gründer bewusst sein sollten: Ideen sind nichts wert. Das mag befremdlich und frustrierend klingen und doch ist es so. Ideen gibt es wie Sand am Meer und nahezu alles wurde schon einmal irgendwann irgendwo angedacht. Hattet ihr schon mal eine super Idee und eine Google-Suche zeigte dann, dass genau eure Idee schon umgesetzt wird?

Irgendwie ist das vollkommen richtig. Das Entscheidende ist das Irgendwie. KDas nämlich relativiert diese Aussage hin zum Sinnlosen. Mal im Einzelnen.

Natürlich ist es von der Idee "1993 -- Man könnte die meisten Produkte doch demnächst über das Internet präsentieren, bestellen lassen und dann liefern" hin zu Amazon ein weiter Weg, und die Idee lag damals wahrscheinlich am Wegesrand jedes halbwegs lesenden Arbeiters. War sie deshalb aber nichts wert?

Wir denken mal -- ohne Ideenschutz -- in die Gegenrichtung: Warum hatten die deutschen Versandhäuser Quelle und Otto nicht jemanden in halbwegs leitender Position, der diese Idee auch hatte, ein Papier schrieb, mit dem Vorstand besprach. Der es dann auf die Schienen setzte? Es hätte ja doch einen gewissen Vorsprung gegeben gegenüber US-Amerikanern, die die Vorlieben der Deutschen noch nicht so genau kannten, usw.

Wahrscheinlich, wird jetzt Joel Kaczmarek einwerfen: "Sag ich doch! Es kommt auf die Umsetzung an!"

Woran ist die Idee dann aber bei Quelle und Otto gescheitert? Sodass die jetzt hinter Amazon herkrebsen und so recht keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen? Wer das jetzt verstehen will, der lese ein wenig über notwendige und hinrechende Bedingungen nach. 

Machen wir es schlicht: Das Verhältnis von Idee und Realisierung und Erfolg ist das zwischen -- mein Metier -- Roman-Exposé, Roman und Erfolg beim Verkauf des Romans. Noch anschaulicher, mal zum Thema Tragödie: 

Idee: Ich möchte ein Drama schreiben. Die Geschichte zweier junger Liebender, die verfeindeten Familien angehören und unter unglücklichen Umständen durch Selbstmord zu Tode kommen. Die Handlung des Stückes soll einen Zeitraum von fünf Tagen umfassen und im Sommer in Verona spielen.

Ist das nicht eine tolle Idee? Wer schreibt das Drama dazu? Und wird es Erfolg haben? Ach so -- ok. Die Idee ist geklaut.

Montag, 27. Juli 2015

Frustessen

Sage keiner, wir könnten für das normale Leben nichts von unseren großen Fußballern lernen!


"Fußball-Weltmeister Mats Hummels hat im Rückblick auf die vergangene Saison ungewohnte Selbstkritik geübt und dabei unter anderem Übergewicht als Grund für seine Formschwäche angeführt. "Die letzte Hinrunde war das wahrscheinlich Schlechteste, was ich in meinem Leben bisher gespielt habe", sagte der Abwehrchef von Borussia Dortmund dem "kicker". || Dies habe auch an seinem körperlichen Zustand gelegen. "Die Hinrunde 2014/15 hat sich schwerfällig angefühlt und sah sehr schwerfällig aus", erklärte Hummels: "Das war gewichtsmäßig eine Katastrophe von mir. Ich trage das Laster des Frustessens in mir. Und weil mir die Hinrunde eben viel Frust beschert hat, bin ich in einen kleinen Teufelskreis geraten." (welt.de)

Nun denn, was wir schon geahnt haben: Wenn Sie wieder erfolgreich werden, nimmt der Frust ab. Nimmt der Frust ab, so nimmt die Willenskraft zu.

Frage: Wo anfangen?

Antwort: Erfolgreich werden und was dafür tun!

Freitag, 13. Januar 2012

Ich will es! Will ich es wirklich?

Die Süddeutsche in Gestalt des großen Thomas Steinfeld dekliniert heute im Magazin einen Fall von Ratgeben durch:

"Ganz schön hilfreich: Die Ratgeberliteratur verspricht Glück und Erfolg, aber ihre Methoden hat der Münchner Gustav Grossmann schon vor 80 Jahren erfunden – die Geschichte eines vergessenen Gurus."

Und im FOCUS geht es diesmal – worum? Richtig, um einen guten Rat. So in Richtung: ›So motivieren Sie sich richtig!‹

Und dazu dieses Bild! Wow!



Und was denke ich?

Ich denke:

Da gibt es den Menschen, nach unserem gegenwärtigen Weltbild mit Urknall und später Lebensentstehung: eine Amöbe im Strom der Zeit. Dieser Mensch lebt selbst unter der Voraussetzung, dass wir nur die Menschengeschichte betrachten, einen Wimpernschlag. Und was tut der Mensch? Er will diese Zeitspanne des Wimpernschlags entlang Erfolg im schlichtesten Sinn! Geld, Beruf, Macht.

Und dann diese Schlicht-Erfolgreichen: Uninteressant und platt bis zum Gehtnichtmehr. Die, von denen wir 10 Wimpernschläge lang wissen, waren Problembeladene, oft sogar in den Augen ihrer Zeit: Versager. Diese junge Frau da oben -- Aufgepasst, bitte! Ich rede nicht von dem Fotomodell, sondern von dem Typus, den dieses Model darstellt. --, sondern von dieser konkreten jungen Frau. Die bereitet sich für das Leben als Kickbox-Turnier vor. Bei diesem Turnier muss man natürlich auch bereit sein, andere zu 'schlagen'. Nicht jede kann an die Spitze kommen, min Deern! Diese junge Frau -- noch einmal: Es geht jetzt wieder um die konkrete junge Frau, die FOCUS-Redaktion da als Typus der Gegenwart kreiert hat --, diese Frau wird in 50 Jahren ziemlich alt sein. Und halbwegs unansehnlich. Und wahrscheinlich leider auch und im schlichtesten Sinn dieses Wortes: nicht nachdenklich, so wie eh und je. Und einen Moment später ist sie – gestorben und vergessen. Aber, schon klar: Das interessiert diesen Typus junge Dame nicht im mindesten. Denn ihre Devise heißt ja: 'Ganz erfolgreich im Hier und Jetzt! Was später später kommt? Is doch egal, Mann!'

Überlegung: Sollte der FOCUS nicht doch mal diesen Titel machen?

Ich will es! 

Nachdenken über die großen Zusammenhänge 

Sonntag, 5. Dezember 2010

Wein- und Whiskey-Reifung

Was für ein schönes Patent! Wein- und Whiskey-Reifung beschleunigen. Wow.

Ich möchte auch mal ein so schönes Patent halten!

Freitag, 25. Juni 2010

Erfinder

Was ist Radiohören toll! Heute also:

Wie kommt der Erfinder zu seinen Ideen? - Artur Fischer

von David Globig

Es gibt wohl kein Haus und keine Wohnung, wo er nicht in der Wand steckt: der Kunststoffdübel. Erfunden hat ihn Artur Fischer - vor über 50 Jahren. Die Idee kam ihm eines Morgens unter der Dusche. Nicht einmal einen Tag später hatte er den ersten Prototyp fertig. Der Kunststoffdübel dürfte Fischers bekanntester Geistesblitz sein. Doch der umtriebige Schwabe hat noch viele andere Erfindungen gemacht: vom Fotoblitz über den Dessous-Kleiderbügel bis zum Konstruktionsbaukasten. Artur Fischers Name steht heute auf mehreren hundert Patenten.
Zwar hat er sich längst aus der Leitung des von ihm gegründeten Unternehmens zurückgezogen, kreativ und erfinderisch ist er aber auch mit 90 Jahren noch.
radioWissen am Vormittag (9.30 Uhr)

Himmelsfahrten - Die Brüder Montgolfier und die Erfindung des Ballons
von Brigitte Kohn
Bildunterschrift:Heißluftballon
Im Jahre 1782 sitzt der Papierfabrikant Joseph Michel Montgolfier aus Avignon vor seinem Kamin und schaut ins Feuer. Über den Flammen tanzen winzige Partikel aus Holz und Asche. Joseph Michel gerät ins Träumen. Könnte man nicht auch von Menschen gemachte Objekte unter Einsatz erwärmter Luft steigen lassen? Man kann. Joseph Michel und sein Bruder Jacques Etienne entwickeln die ersten Heißluftballone, und bald darauf wird der Traum vom Fliegen zum ersten Mal in der Geschichte auch für Menschen Wirklichkeit. Europa gerät in einen Taumel der Begeisterung.

radioWissen am Freitag, 25. Juni 2010
Bildunterschrift:Prof. Harald Mieg
Studiogast: Prof. Harald Mieg, Metropolen- und Innovationsforscher, Humbold-Universität Berlin
Moderation: Leslie Rowe
Redaktion: Jeanne Turczynski
Wissenschaft und Bildung
Homepage Prof. Harald Mieg [Homepage Prof. Harald Mieg]

Dienstag, 31. März 2009

Achtung Hundehalter! -- Erfindung: VHR

Hiermit melde ich als Erfindung und zum Patentschutz an: VHR, das Verfressene-Hunde-Rad.
Sie haben auch einen verfressenen Hund, der zu wenig Bewegung hat? Dann wird Ihnen diese Erfindung gefallen:

Ein großes Laufrad, leichtgängig aufgehängt, in dem der Hund (innen, entsprechend einem Hamsterrad!) bequem laufen kann. Einstellbar ist: nach ... Kilometern ein Leckerli! Luxusauführung mit Hunde-Herzschlag-Frequenz-Messer HHFM.
Natürlich ist das Rad, bei entsprechender Größe, auch für Herrchen und Frauchen geeignet.

Wenn Ihr Hund auch so hinter Fressen her giert wie unserer, können Sie -- selbstverständlich immer in Absprache mit dem Tierarzt, von wegen möglicher Herzprobleme Ihres Lieblings --, ganz beruhigt auf 5 km einstellen. Die rennt Hasso locker, wenn er erst mal rausgefunden hat, dass es dann gesichert 1 Leckerli oder einen kleinen Knochen gibt.