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Freitag, 8. April 2022

Die "demolierte Demokratie" eines Landes

 Noch eine Notiz. Zu diesem SPIEGEL-Artikel bzw. Kommentar:

Viktor Orbán in Ungarn wiedergewählt. Sieg des Systems Ministerpräsident Viktor Orbán hat den vierten Wahlsieg in Folge eingefahren. Bald ist er so lange im Amt wie Angela Merkel. Das ist keine gute Nachricht für die demolierte Demokratie seines Landes. Von Jan Puhl 04.04.2022

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"Das ist keine gute Nachricht für die demolierte Demokratie seines Landes."

Wer sagt das, mit welcher Legitimation? Würden die Wähler gezwungen, O. zu wählen? Das deutsche Besserwissertum.

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Seit wann braucht jemand eine Legitimation, um etwas zu sagen? In Ungarn ist das vielleicht so. Aber nicht in Deutschland.

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Ich habe nicht unterschrieben, sondern festgestellt. Und meine eigentliche Antwort – zwei Versuche – wird einfach blockiert. Wie das halt so ist. Wir könnten ja beim SPIEGEL einfach mal gemeinsam anfragen, wie es der SPIEGEL – im großen Gegensatz zu Ungarn – mit der Meinungsfreiheit so hält.

Nun ja, die Meinungsfreiheit beim SPIEGEL ist so wie die in Ungarn. Nur andersherum, was die Inhalte angeht.

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Das ist noch nicht durchgegangen:

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Hochachtung, dass das gebracht worden ist, liebe SPIEGEL-Redaktion! Allerdings wird niemand es mehr lesen. Ein Zeichen von Zeitung: "Nichts ist so alt wie die ~ von gestern." Gleiches gilt für Kommentare, hier wie anderswo. Ich warte darauf, dass der SPIEGEL mal Längsschnitte in Angriff nimmt: Ein Thema, das über ein Jahr hin diskutiert wird. Das wär' was!

Freitag, 25. März 2022

Die SPIEGEL-Kommentarseite ...

... verbirgt wahrhaftig ein Geheimnis! Ich schreibe einen Kommentar, der gebracht wird. Sofort ein Downvote, innerhalb von Sekunden.

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Wenn schon nicht geklärt werden kann oder darf, wem eine Luxusjacht in einem italienischen Hafen gehört und was da so an Bord ist, dann gute Nacht! Vielleicht ist auch eine A-Bombe im Unterdeck. Die Polizei darf aber nicht nachsehen. Von wegen Datenschutz und so.

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3. Versuch (Warum wurde die ersten beiden eigentlich nicht gebracht?) Mein Bot ist wieder unterwegs. Vor 30 Sekunden abgeschickt, schon ein Downvote. --

Das wird dann verlässlich nicht mehr gebracht.


Mittwoch, 9. März 2022

Netflix-Serie "Designated Survivor"

Das hier mal in aller Ausführlichkeit festgehalten:

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Und der Text dazu, für die Suche:

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BDLB

vor 19 Stunden

So, der vielleicht letzte Kommentar hier von mir: Ich sehe die Netflix-Serie "Designated Survivor", und selbst wenn diese Serien nicht realistisch ist, lerne ich doch viel. Ich sehe eigentlich nie Serien, sondern höchstens Filme; aber hier bin ich dabei geblieben. Mittlerweile 1. Staffel, 17 Folge. Ich glaube, die Politik funktioniert wirklich so. Man mag es ja nicht glauben, aber wie soll man sich sonst erklären, was heutzutage so alles geschieht?


TampaTwo

vor 18 Stunden

Peinlich, die Sesamstrasse hat mehr Realismus als diese wirklich schlechte Serie mit einer allerdings guten Anfangsidee.


BDLB

vor 14 Stunden

Na gut, da steht Meinung gegen Meinung. Ein Schuss Irrationalität und Unwahrscheinlichkeit, meinetwegen auch zwei Schüsse, gehört für mich zu einer guten Serie dazu. Wenn ich was anderes suche,  schaue ich mir Dokumentarfilme an.

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Und in der nächsten Folge, ziemlich am Anfang schon, ist dann ein Virus an der Reihe. Viel gefährlicher als Covid19.

Dienstag, 1. Februar 2022

Generell zu den SPIEGEL-Kommentaren

 Noch einmal generell zu den SPIEGEL-Kommentaren:

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Ich habe jetzt sechs Kommentare, vollkommen sachliche, zu fünf verschiedenen Artikeln geschrieben. Keiner ist "durchgekommen". Wer oder was filtert da wie und warum?

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Auch dieser Meta-Kommentar ist natürlich nicht gebracht worden.

Montag, 17. Januar 2022

MEINUNGSFREIHEIT

Das neue Poster zum Thema Meinungsfreiheit:

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Montag, 13. Dezember 2021

Noch ein SPIEGEL-Kommentar

Mo 13.12.2021 00:40 Uhr -- Und der SPIEGEL bringt diesen Kommentar natürlich auch nicht:

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Ich schaue hin und wieder ganz gerne SF-Filme. Wer erklärt mir nun, dass ich, mit Blick auf das Lead und auf die Fotos, spontan beschließe, mich um diesen Film nicht weiter zu kümmern. Obwohl er es doch bis in den SPIEGEL geschafft hat. Geht es anderen ähnlich?

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Thriller-Drama »Encounter« bei Amazon. Prime Video. Das Land der unendlichen Verlorenheit. // Wird als Science-Fiction-Thriller vermarktet, ist aber eher ein Drama über einen verzweifelten Vater, der unter einer Psychose leidet: Riz Ahmed spielt in »Encounter« einen Mann, der glaubt, dass eine Alien-Invasion droht.

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Mittwoch, 10. Juni 2020

ZEIT Online - Ein Fund

Ein Fund, eben. Der Schlusssatz sollte einmal im Jahr in einer Medienwoche diskutiert und überprüft werden.

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GEZ-Hasser #33 — vor 2 Jahren

Hallo ZON,

erst mal ein Lob, dass Sie überhaupt noch Kommentare zulassen!

Viele Zeitungen haben diese Funktion inzwischen abgeschaltet oder massiv eingeschränkt (z.B. FAZ, Handelsblatt, Kölner Stadtanzeiger). Grund dafür war aber nicht dass laufend Beleidigungen in den Foren vom Stapel gelassen wurden, sondern dass die dort verfassten Kommentare meist diametral zum edukativen, politisch korrekten Ton des Artikels standen.

Könnte es nicht sein, dass die Medienschaffenden in einem Biotop leben, welches nichts mehr mit der Realität der Leser gemein hat? 


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P. S. Hier in dieser Facebook-Gruppe hätte der Verfasser wohl eher schlechte Karten.

Mittwoch, 3. Juni 2020

BILD macht mobil!

Manchmal ist der SPIEGEL schon gut. Wenn man BILD verstehen will zum Beispiel.




Mal als Text, für die Suchmaschine:

>> Reichelts Jungs verstünden sich als eine Art Elitetruppe, heißt es in der Redaktion, gebuhlt wird um die Gunst des Chefs: Wer ist gerade näher dran an Julian? Wer hat von ihm spätabends noch eine SMS bekommen? Es klingt nach einer Welt, wie man sie aus Journalistenfilmen kennt. Weißwein, Bier, Zigaretten, Männergespräche. Eine "Bild"-Redakteurin sagt: "Man fühlt sich wie in einer Netflix-Serie." | Reichelt spricht von einem "Team von großartigen, jungen, ehrgeizigen Leuten, Frauen wie Männer". Doch Frauen gehören, mit wenigen Ausnahmen, nicht zum engsten Zirkel, die Zahl der leitenden Redakteurinnen ist in den vergangenen Monaten merklich geschrumpft. << 

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Dabei halte ich BILD doch immer hoch! Gegen die, die glauben, sie seien als Intellektuelle ausgewiesen, wenn sie betonten, dass sie BILD für ja so schrecklich hielten. Da entsteht dann immer die Frage, woher man das wissen kann, wenn man BILD nicht liest. Und außerdem halte ich meiner Herkunft die Treue - dem Proletariat im Marxschen Sinne. Diese Attacke gegen Drosten aber war schlicht daneben.

Freitag, 24. April 2020

"Welterklärungsclowns"

SPIEGEL-Kommentar zu

Coronakrise und Eurobonds. Deutschlands fatales Zerrbild von Italien. Eine Kolumne von Thomas Fricke || Das wahre Euro-Drama liegt im irrigen deutschen Klischee vom prassenden Italiener. Es hat mit der Lebenswirklichkeit nichts zu tun - und ist dabei, die EU zu zersetzen. 24.04.2020 (spiegel.de)

"Stattdessen schreiben deutsche Welterklärungsclowns allen Ernstes in diesen Tagen noch über die "Kreditsucht" der Italiener. Auch hier ein kleiner Faktentipp: Die privaten Schulden liegen gemessen am Bruttoinlandsprodukt in kaum einem Land der EU so niedrig wie in Italien."

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[ Für Technikprotokoll: Das hatte ich schon mal geschrieben und über SENDEN abgeschickt. Es ist aber offenbar nicht angekommen. Noch ein Versuch, Text aus dem Gedächtnis. ]

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Ich weiß einfach nicht, ob das inzwischen der Stil bei SPIEGEL-Kommentaren / -Kolumnen ist: andere mit Bezeichnungen wie "Welterklärungsclowns" zu belegen. Ich meine: Wir nehmen alle am selben Meinungsspiel teil. Sie, Thomas Fricke, alle Kommentatoren hier, auch ich. Wenn wir jetzt alle, die Dinge anders sehen als wir selbst, mit solchen Bezeichnungen belegen - wo kommen wir da hin? Man kann doch nicht im SPIEGEL immer einmal über die Auswüchse von Internet-Trollen und deren Sprache klagen und dann selbst eine solche Sprache verwenden!

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Freitag, 17. April 2020

Corona und Sylt und -- Menschen

Wieder mein ZEIT-Kommentar. Die Ausgangsfrage war: "Warum, glauben Sie, fällt es den Menschen so schwer, sich an die Regelungen zu halten?"

Der Zusammenhang dieser Frage: "'Die Leute denken, sie seien sicher auf Sylt' | Sylt ist der Sehnsuchtsort vieler Deutschen. Ferien in Westerland, wie schön wäre das jetzt! Bürgermeister Nikolas Häckel muss in diesen Tagen dafür sorgen, dass sich niemand diesen Wunsch erfüllt. Das ist nicht leicht, denn Urlauber finden Wege, um auf die Insel zu kommen – teilweise mithilfe der Einheimischen. Im Gespräch mit unserer Autorin Myriam Salome Apke erzählt Häckel, wie Touristen auf die Insel kommen und warum er das Einreiseverbot so wichtig findet.

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Der erste Kommentar

Es ist der Reiz des Verbotenen. Deshalb z.B. wollen auch Frauen so gerne durch die Herbertstraße gehen. Auch das Argument sie würden dort nichts anderes als zuhause sehen, wenn sie sich nackt vor den Spiegel stellen würden, überzeugt nicht. Das Austesten von Grenzen und verstoßen gegen Spielregeln ist doch Alltag. Und zum kindischen Verhalten gehört danach dann Gejammer und Unverständnis...


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... und mein Kommentar zu diesem Kommentar:

"Deshalb z. B. wollen auch Frauen so gerne durch die Herbertstraße gehen."

Das nenn' ich mal einen kühnen Vergleich! Und einen ziemlich unpassenden dazu.

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Meine Annahmen gehen in eine andere Richtung: Wir haben 70 Jahre Wohlstand und Frieden hinter uns. Das Anspruchsdenken vieler Zeitgenossen ist in dieser Zeit extrem geworden. Der Staat muss alles richten, die Wissenschaft alles heilen können! Für einige Menschen ist ihr eigenes kleines Wohlergehen so selbstverständlich geworden, dass sie sich das Recht nehmen, Einschränkungen ihrer "Freiheiten" zu ignorieren. Die Fahrt durch die Rettungsgasse wäre mein zentrales Beispiel.

Mich würde wirklich interessieren, wie diese Menschen reagieren, wenn wirklich der ganz reale Weltuntergang gesichert bevorstünde ...*

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* Schöne Bebilderung, natürlich aus der großen Traumfabrik: "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt". Mit Keira Knightley. -- Kein großer Film, aber die Sache mit dem Weltuntergang wird hier einmal zu Ende gedacht und zu Ende gebracht.

Donnerstag, 12. März 2020

Überschießender Patriotismus

Ein ZEIT-Kommentar* von mir, den ich vorsichtshalber wieder mal kopiere:

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"Der ehemalige Fallschirmjäger zitiert hier aus griechischen Tavernen-Gesprächen, in denen historische Ängste, überschießender Patriotismus, antitürkische Ressentiments und Abendlandromantik zu einer kruden nationalistischen Mischung gerührt werden."

Ist das jetzt ein Bericht oder ein -- etwas merkwürdiger -- Kommentar? Wie da der Fallschirmjäger elegant mit dem griechischen Stammtisch gemixt wird! Dann noch Angst und Patriotismus, überschießend natürlich, überbacken mit Ressentiments, eine Prise Romantik und eine Messerspitze Kruditäten -- und schon ist die objektive Berichterstattung fertig.

Anders herum: Ich habe mal Geschichte studiert und sehe, sehr ruhig, sehr sachlich, gewisse uralte Antagonismen, die in der westlichen Aufklärung nicht bloß keinen Platz haben, sondern da gar nicht gedacht werden können. Weil ja: irrational. Bloß -- wenn die Aufklärung gegen uralte Emotionen, Traditionen und Religionen antritt, ist noch nicht entschieden, was da am Ende stärker ist.

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Zu: Griechenland. "Die wollen wir hier nicht". An Griechenlands Grenze versammeln sich Anwohner, um ihr Land zu verteidigen. Die Armee sichert das Territorium. Doch manche Griechen protestieren gegen die Härte. Eine Reportage von Michael Thumann, Vyroneia und Kastanies || 11. März 2020.

Montag, 16. Dezember 2019

Donald Trump

Das möchte ich all jenen ins Stammbuch schreiben, die, eingelullt in die Wärme ihrer Peergroup, glauben, Donald Trump sei per se schlecht. Als Politiker und auch sonst.


SPIEGEL 51 / 2019, S. 20

Aus meinem Abo herauskopiert, durchsuchbar:

Ja­mes Birch, 66, Per­so­nal­ma­na­ger. West Palm Beach, Flo­ri­da Ich bin ein tra­di­tio­nel­ler Ka­tho­lik und glau­be an eine Re­gie­rung, die sich auf ihre Kern­auf­ga­ben kon­zen­triert, ich glau­be an Gott und die Na­ti­on. Vor 30 oder 40 Jah­ren gab es kon­ser­va­ti­ve De­mo­kra­ten, die mei­ne An­sich­ten teil­ten. Das ist heu­te nicht mehr der Fall. Ich bin mir nicht si­cher, ob Prä­si­dent Trump re­li­gi­ös ist oder an Gott glaubt. Aber ganz ehr­lich: Es ist mir egal. Ich be­ur­tei­le Do­nald Trump nach sei­nen Ta­ten als Prä­si­dent und nicht da­nach, was er in sei­nem frü­he­ren Le­ben ge­tan hat. Als Prä­si­dent hat er mehr er­reicht als je­der an­de­re Po­li­ti­ker in den ver­gan­ge­nen 200 Jah­ren. (magazin.spiegel.de)

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Bernd Luckes erste Vorlesung

Also die erste Vorlesung in diesem Semester! Nicht die allererste ...

Da schreibt mir M. soeben per Mail das:

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Irgendwie fühle ich mich nicht mehr wohl in einer Republik, in der die Selbstverständlichkeiten baden gehen und die meisten Leute im Daueraufgeregtheit-Modus umhergehen und sich ihre Emotionen ständig von der Seele reden müssen. (zeit.de)

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Der Bezug ist offenbar das hier bei der ZEIT:

SEMESTERBEGINN. Ein Kommentar von Anna Mayr. Studierende haben Bernd Luckes erste Vorlesung an der Uni Hamburg gestört. Nun wird gestritten, ob das Protest oder Faschismus ist. Vielleicht ist es auch einfach gesund. 17. Oktober 2019 ...  21 Kommentare "Makroökonomik II" sollte die Vorlesung heißen, die Bernd Lucke, Mitbegründer der AfD, am Mittwoch gern an der Uni Hamburg gehalten hätte. Makroökonomie, da geht es um Wirtschaftskreisläufe, also quasi darum, was es für einen Investmentbanker in San Francisco bedeutet, wenn sich ein Kunde bei Aldi in Papendorf für die Biobananen entscheidet. Am Ende hängt ja immer alles zusammen, alles ist Kreislauf, Interaktion, Harmonie.


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Auch das noch: Ob das mit dem Investmentbanker in San Francisco und Aldi in Papendorf & Biobananen so hinkommt? Ich habe da so meine Zweifel.

Dienstag, 9. Juli 2019

Regierung: ihre Schergen

Sprachkritik

Ich lese einen Kommentar:

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Wer jetzt noch Zweifel an Merkels Versagen hegt, der denke einfach an die unwürdigen Szenen rund um den Hambacher Forst, wo die Regierung ihre Schergen auf die Klimaschützer hetzte oder an ihr Engagement für die Nordstream-Pipelines, jene gigantischen Schläuche für den Kohlenwasserstoff Erdgas, bei dessen Verbrennung immense Mengen CO2 entstehen. – Selbst wenn die Klimabilanz von Erdgas immer noch besser als die von Kohle ist – Zero-Emission sieht anders aus. (Nachdenkseiten)

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Wenn bei uns schon von "Schergen der Regierung" die Rede ist, was sagen dann denn diese Kritiker, wenn sie mal in einem wirklich unfreien System leben müssen und die Gestapo-Nachfolger kommen zu ihnen?

Dienstag, 2. Juli 2019

Sea Watch 3

Kommentar bei der ZEIT, eben gelesen:

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Es ist wieder mal so, wie es meistens ist: Jede*r hat so seinen "Standpunkt", und von dem aus kommentiert er*sie frischfröhlich die Probleme der Welt, hier also die Causa Sea-Watch 3. Kaum jemand bemüht sich auch nur ansatzweise gegenläufige Zusammenhänge und Maßnahmen > Folgen wahrzunehmen. 

Ich habe vor gut einer Woche mal in dem Zusammenhang gesagt: Die Sache mit den Flüchtlingen Afrika > Europa wäre kein Problem, wenn ein kleiner Teil der hohen Schiffsüberkapazitäten für einen Fährbetrieb Nordafrika > Europa verwendet würde. Flüchtlinge aufnehmen > rüberfahren > verteilen. Keine Ertrunkenen mehr. Die viel gescholtene "Schlepperkriminalität" käme von einem Tag auf den anderen Tag zum Erliegen!

So, und jetzt bitte ich mal die Mitkommentar*innen, die "mit festen Standpunkten", zu überlegen, warum das wohl nicht so gemacht wird mit dem Fährbetrieb und was wäre, wenn doch.

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Wallraff bei BILD

Jetzt mal etwas ernsthaft - eine historische Darstellung. In Sachen investigativer Journalismus.



Und was dann Döpfner sagt -- erstaunlich!

Mittwoch, 15. Mai 2019

SPIEGEL-Auflage noch einmal

Notizbuch

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"Die Geschichte „Schutzlos – Jetzt wird’s persönlich: Wie Hacker und Trolle Politik und Gesellschaft zersetzen“ brachte eine Woche danach einen Einzelverkauf von lediglich 153.270 Exemplaren. Das ist der neue Tiefststand. Inklusive der Abonnements sowie der sogenannten Bordexemplare, die kostenfrei verteilt werden, ist die Auflage der Ausgabe bei 694.140 Exemplaren angekommen. Davon verkauft der „Spiegel“ fast 87.000 Exemplare als „ePaper“ oder über den elektronischen Vertriebsweg „Spiegel-Plus“.

Das schlechtere Leseverhalten im Print führt also nicht zu einem Ausgleich im Internet bzw. e-Ausgaben. Der „Spiegel“ verkauft sich und seine Meinung tendenziell immer schlechter. Kritiker verweisen darauf, dass nicht nur die gefälschten Geschichten, die zuletzt aufgeflogen waren, verantwortlich seien. Vielmehr würde der „Spiegel“ die Abgehobenheit der Leitmedien regelrecht verkörpern. In früheren Jahren waren die Redaktionen solcher Magazine die Meinungsdeuter Nr. 1. Diese Hoheit wollen sie immer noch ausführen. Vergeblich." (tagesspiegel.de)

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Wie sieht es bei den anderen Zeitungen aus? Bei Auflage und Meinungshoheit?

Donnerstag, 21. März 2019

"Die FAZ sorgt sich ..."

Was es so alles gibt, und was alles an mir vorbeirauscht. Normalerweise. Heute ein aufploppender Google-Fund:

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JUSTUS BENDER ZUR STEIN-POLEMIK ÜBER BJÖRN HÖCKE Die FAZ sorgt sich um die rechte Pressevielfalt 12. März 2019 ... Von WOLFGANG HÜBNER | Es konnte ja nur eine Frage der Zeit sein, bis sich Justus Bender, FAZ-Chefermittler gegen die AfD und alles irgendwie Patriotische im Land, an der Kontroverse um Dieter Steins Attacke auf Björn Höcke in der „Jungen Freiheit erlaben würde. Auf der Medienseite der FAZ-Ausgabe vom 12. März 2019 hat Bender nun in gleich sechs Spalten den von Stein ausgelösten Streit auf seine Weise dargestellt und behandelt – Überschrift: „Kritik aus dem eigenen Lager gilt als ‚Sabotage‘ an der Partei“. Als (noch) gutbezahlter Lohnschreiber einer Zeitung mit schwindender Auflage, aber der Funktion eines faktischen Zentralorgans des herrschenden Machtblocks, lässt sich Bender erst einmal viertelironisch aus über die alternativen rechten Publikationen, wozu er auch die russischen Medien „RT Deutsch“ und „Sputnik News“ rechnet. Er zählt etliche dieser Publikationen auf, darunter neben der als „rechtsnational“ bezeichneten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ auch „Politically Incorrect“, „Compact“ und „Sezession“. (pi-news.net)

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Bemerkenswert: die Versammlung der entsprechenden Web-Auftritte.

Montag, 11. März 2019

Süddeutsche: "Die Akte Strache"

Wieder Surfen...

Unterwegs kommt mir ein Artikel -- nein, eine große Einzelseite quer:

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... Teil II. Psychogramm eines Populisten. Heinz-Christian Strache könnte nach der Wahl am Sonntag zum Vizekanzler Österreichs aufsteigen. Wie ist er so weit gekommen? Eine Spurensuche, die im Wien der 1970er Jahre beginnt. (gfx.sueddeutsche.de)

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Seltsam, diese Haltung des Sich-mit-dem-Unfassbaren-beschäftigen-müssen! "Wie ist er so weit gekommen?" Vielleicht, weil das Volk sich bei Wahlen so entschieden hat? 

Das Ausgrenzende in der Sprache, das das selbstverständliche Einverständnis des Lesers immer schon voraussetzt, das ist langsam nicht mehr hinzunehmen, liebe Süddeutsche. Die ich doch abonniert habe. Sollten da nicht erst einmal die berühmten Fakten kommen. Und der Rest -- sollte er nicht in dem Meidungs- und Kommentarteil verschoben werden?

Staatsfernsehen?

Notizbuch

Surfen heißt das. Diese Tätigkeit, bei der einem unvermutet Medientreibholz entgegenkommt. Manchmal liegt dann solches Treibholz auch am Strand herum.

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Von Stefan  über die aktuelle Studie des Medienforschers Michael Haller gelesen hatte. Haller hat zusammen mit der Uni Leipzig und der Hamburg Media School eine groß angelegte Studie zur Medienberichterstattung während der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 erstellt und dafür tausende Zeitungsartikel ausgewertet. Zentrales Ergebnis der Studie: Die Medien, zumindest die Tageszeitungen, hätten in erster Linie die Perspektive der Politik eingenommen.

Frau Zimmermann fühlte sich von der Studie in ihrer vor eineinhalb Jahren geäußerten Kritik vor allem an den öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland bestätigt. Sie habe sich damals zwar von ihrer Aussage distanziert, dass Journalisten direkte Anweisungen zur Berichterstattung erhalten, an der generellen Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk, hält sie jedoch fest: „Vor allem die großen Fernsehsender ARD und ZDF werden immer als Staatsfernsehen kritisiert, und meiner Meinung nach stimmt das. Es wird zu wenig kritisch über die Regierung berichtet. Das liegt nicht daran, dass die Journalisten schlecht sind. Das System funktioniert von oben nach unten. Chefredaktionen oder Studioleitungen sorgen dafür, dass zu kritische Berichte gar nicht erst gesendet werden.“

Im Gespräch mit MEEDIA legt Frau Zimmermann Wert darauf, dass sie nicht die einzelnen Journalisten kritisieren will, die ihrer Meinung nach in der Regel einen guten Job machen. Allein die Einstellungspolitik der öffentlichen Sender und die Abhängigkeit vor allem der festen Freien Mitarbeiter (diesen Status hat auch sie selbst beim WDR) verhinderten ihrer Meinung nach, dass allzu kritisch über die Regierung und die Flüchtlingsfrage berichtet werde. „Wenn jemand hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik kritisch berichtet, wird er sehr schnell in die rechte Ecke gestellt. Die Problematik mit den Flüchtlingen wird nach wie vor viel zu positiv dargestellt“, sagt sie zu MEEDIA.

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„Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende”: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Flüchtlingskrise › Meedia

Frau Zimmermann fühlte sich von der Studie in ihrer vor eineinhalb Jahren geäußerten Kritik vor allem an den öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland bestätigt. Sie habe sich damals zwar von ihrer Aussage distanziert, dass Journalisten direkte Anweisungen zur Berichterstattung erhalten, an der generellen Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk, hält sie jedoch fest: „Vor allem die großen Fernsehsender ARD und ZDF werden immer als Staatsfernsehen kritisiert, und meiner Meinung nach stimmt das. Es wird zu wenig kritisch über die Regierung berichtet. Das liegt nicht daran, dass die Journalisten schlecht sind. Das System funktioniert von oben nach unten. Chefredaktionen oder Studioleitungen sorgen dafür, dass zu kritische Berichte gar nicht erst gesendet werden.“ (meedia.de)

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Und die ZEIT, die Gouvernante mit dem Durchblick, hat sich auch zu Wort gemeldet:

WDR. Niemand wird zu schlechtem Journalismus gezwungen. Die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann fühlt, der Sender habe seine Berichterstattung über Flüchtlinge freiwillig geschönt. Offenbar hat sie ihren Beruf missverstanden. Von Felix Stephan

...

Zimmermann allerdings argumentiert nicht, sie spricht über ihre Empfindungen. Als Journalistin, der an der Wahrheit gelegen sein sollte, bleibt sie ausgerechnet an jenen Stellen seltsam vage, an denen sie ungeheuerliche Enthüllungen andeutet. Wer hat welche Tatsachen verschwiegen? Inwiefern tragen Polizei und Politik einen Maulkorb? Was ist es genau, das nicht gesagt werden darf? Zimmermann verrät es nicht. Sie unterstellt nur, dass es alle wissen.

Einen Hinweis gibt eine Frage der RP-Journalistin Annette Bosetti, die das Interview geführt hat. Seit Paris und Charlie Hebdo habe sich die Sprachregelung geändert, sagt Bosetti. Bis dahin hätten "sich nahezu alle Journalisten im Westen zurückgehalten und Täter, wenn sie Ausländer waren, nur selten als solche bezeichnet". Woraufhin Zimmermann die Formulierung mit dem "selbst auferlegten Maulkorb" einfällt. (zeit.de)

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Jetzt frage ich mich, ob das ernst gemeint sein kann? Ein Gegensatz zwischen Argumentation und Empfindungen? Umgekehrt wird ein Schuh draus, liebe ZEIT! Man muss unbedingt von seinen Empfindungen sprechen, die prüfen, wenn man argumentiert! Hast du nicht darüber nachgedacht, liebe ZEIT? Noch nie?!

Ach, du liebe ZEIT!

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Es lohnt sich, die Kommentare zu lesen. Die so beginnen:

Out the door #1 — 22. Januar 2016, 18:30 Uhr 276
Das Schweigekartell bröckelt.
atech #1.1 — 22. Januar 2016, 18:41

welt.de/politi...
""Nichts soll nach außen dringen" - So lautet die Anweisung für schwedische Polizisten bei Straftaten im Zusammenhang mit Flüchtlingen."
Antwort auf #1 von Out the door

BarbeQ #1.2 — 22. Januar 2016, 18:51 Uhr 173
Es bröckelt nicht, solange in den Chefetagen der öffentlich-rechtlichen Männer/Frauen mit dem "richtigen" Parteibuch sitzen. Nicht Frau Zimmermann hat ihren Beruf verfehlt, sondern die unzähligen Journalisten, die statt unabhängig und kritisch zu berichten, sich als Sprachrohr der Regierung fühlen.
Antwort auf #1 von Out the door

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