Sonntag, 25. September 2022
Putin und die atomare Drohung
Freitag, 24. Juni 2022
»Sollen die Ukrainer die russischen Panzer umarmen?«
Emotionale Kriegsdebatte bei der Linken. »Sollen die Ukrainer die russischen Panzer umarmen?« »Frieden kommt nicht, wenn man die Leute sterben lässt«: Mit einer Wutrede hat Sofia Fellinger die Delegierten auf dem Linken-Parteitag aufgeschreckt. Hier legt die aus der Ukraine stammende Nachwuchspolitikerin nach. -- Ein Interview von Timo Lehmann und Marc Röhlig, Erfurt -- DER SPIEGEL 24.06.2022
Mein Forumsbeitrag, den der SPIEGEL diesmal bringt:
Wenn doch endlich einmal die wichtigsten Punkte gelistet und miteinander in Beziehung gesetzt würden! Es sind ja nicht so viele.
1. Russland überfällt die Ukraine (Mit Argumenten, die in Russland offenbar viele, im Westen extrem wenige Menschen anerkennen. Ich kenne aber immer persönlich schon mal zwei, die das tun.)
2. Es kommt zu Sanktionen, die den Westen via Gegensanktionen wahrscheinlich mehr schaden als den Russen.
3. Putin droht mit einer Ausweitung des Kriegs bis zum Atom-Schlag bei weiterer "Einmischung" des Westens. Die Gefahr des Aufschaukelns dieses Konflikts ist sehr groß.
So, und was nützen in dieser Situation markige Worte? Sie nützen gar nichts. Das unter 3. Gesagte zeigt das Damoklesschwert, das über uns allen schwebt.
Donnerstag, 19. Mai 2022
Putin: Die Macht und wahrscheinlich auch sein Leben
US-Krisenforscher über den Ukrainekrieg. »Putin geht davon aus, dass er bei einer Niederlage sein Leben verliert«. -- Der Kremlchef kenne keine Hemmungen und könnte auch Atomwaffen einsetzen, sagt Harvard-Politologe Graham Allison. Wie man das Morden in der Ukraine stoppt? Indem man Putin ein Angebot mache. -- Ein Interview von Bernhard Zand, New York. 19.05.2022 (spiegel.de)
Mein SPIEGEL-Kommentar, bislang nicht gebracht:
Der klügste. weiterführendste Artikel, den ich bislang in Sachen Ukraine-Invasion gelesen habe!
"Ich glaube, er geht zu Recht davon aus, dass er im Fall einer eindeutigen Niederlage die Macht und wahrscheinlich auch sein Leben verlieren wird – ähnlich wie Zar Nikolaus II. im Jahr 1918."
Ich werde ihn heute Abend noch einmal lesen. Eine Idee, die ich hier noch vermisse -- aber man kann in so einem Interview natürlich auch nicht auf alles zu sprechen kommen: Das westlich-aufgeklärte Denken muss neu belebt werden, es müssen die Menschenrechte im westlichen Sinn als attraktiv herausgestellt werden. Und das in einer Zeit, in der in diesem Westen lebhaft diskutiert wird, ob Halbdiktaturen vom Schlage Chinas nicht doch viele Vorteile haben.
Donnerstag, 28. April 2022
Nolan's "James Bond chases Vladimir Puntin"?
The following news has been leaked to this blog:
The director Christopher Nolan and his company Syncopy Films have applied for the rights to a script "James Bond chases Vladimir Puntin". Nolan reportedly wants to react to the Russian aggression in Ukraine in a fast-paced production.
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В этот блог просочилось следующее сообщение:
Режиссер Кристофер Нолан и его компания Syncopy Films подали заявку на получение прав на сценарий "Джеймс Бонд преследует Владимира Пунтина". Как сообщается, Нолан хочет отреагировать на российскую агрессию в Украине в быстром темпе.
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本ブログに以下のようなニュースがリークされています。
クリストファー・ノーラン監督と彼の会社シンコピー・フィルムズは、「ジェームズ・ボンドがウラジミール・プンティンを追う」という脚本の権利を申請しています。ノーラン監督は、ウクライナにおけるロシアの侵略に、テンポの良い演出で対応したいと考えていると伝えられています。
Donnerstag, 24. März 2022
Legasthenie, Dyskalkulie usw.
Mittwoch, 9. März 2022
Auch so eine Prophetie: Russland - Ukraine
- Netflix: Designated Survivor. Staffel 2: Folge 1 "Ein Jahr", 11:05 "... denn Russland wird das als Vorwand benutzen, um die Ukraine anzugreifen."
- Der schwarze Reverend, der gegen einen Abbau und auch gegen die Versetzung eines Rassisten-Generals ist. Mit der Begründung, die ich auch immer nenne. (An den Sockel ein Code, mit dem man die Hintergründe dieses Lebens abrufen kann.) Staffel 2: Folge 3. "Ausbruch". 19:00
Samstag, 5. März 2022
Bei den sogenannten Antiimperialisten
Und noch, bevor ich vom SPIEGEL Abschied nehme, ein nicht-gebrachter Kommentar:
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"Ja, bei den sogenannten Antiimperialisten gibt es immer noch die Wahrnehmung, dass Russland keine Imperialmacht ist."
Wenn Muslime im Innersten gegen die USA und gegen den dekadenten Westen mit seinen Schwulen und Frauenrechten sind, glauben sie am Ende, Putin sei strenggläubiger Moslem und ihr Bruder. So funktioniert es eben, das einfache menschliche Gehirn.
Ach, und nebenbei, liebe junge SPIEGEL-Redakteure: "Er hat an der University of Sydney dissertiert." Er hat da promoviert, nicht "dissertiert". (zu spiegel.de)
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"Bürger vor Lügen schützen"
Mein Kommentar am Morgen, beim SPIEGEL, nicht gebracht.
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Es ist eine unbegreifliche Zeit, in der wir leben. Wenn es je um die "Umwertung aller Werte" gegangen ist, dann heute. Im Herumlesen stoße ich auf das:
"Alexander Geljewitsch Dugin hasst Amerika, den Westen, die moderne Welt, die für ihn immer mehr in Nihilismus und Dekadenz versinkt. Der 60-jährige Philosoph und Politologe träumt von einem wiedererstarkten Russland, das dem Siegeszug westlicher Werte Einhalt gebieten soll. Er beruft sich gern auf Martin Heidegger." (hoheluft-magazin.de)
Und in der FAZ:
"Der Duma-Vorsitzende, Wjatscheslaw Wolodin, sagte nun, das neue Gesetz sei nötig, damit die Bürger „objektive Informationen“ erhielten, und, um sie „vor Lügen zu schützen“, die vor allem über aus dem Ausland kontrollierte „Informationsressourcen“ verbreitet würden. Zu den in den vergangenen Tagen in Russland blockierten Websites kam am Freitag die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter hinzu. Zuvor waren bereits die Angebote der Deutschen Welle, der BBC, des russischen Diensts von Voice of America sowie des exilrussischen Newsportals Medusa gesperrt worden. Es entstand, nachdem die einst führende unabhängige russische Nachrichtenagentur Lenta.ru in der Anfangsphase des Ukrainekonflikts „auf Linie gebracht“ wurde. Die Machthaber gehen auch gegen immer mehr Anbieter von VPN vor, mit deren Diensten gesperrte Websites über „Umwege“ über ein Drittland erreichbar sind."
Ich sage es hin und wieder: Mit einem guten Glas Rotwein und einem guten Buch sich vor den Kamin setzen und alles vergessen, wird zur besten aller praktischen Möglichkeiten.
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Samstag, 26. Februar 2022
SPIEGEL – Berechnungen
Hier werden Vergleiche gezogen, die nicht hinken, sondern einbeinig sind.
Israel ist eine hoch gerüstete Regionalmacht, berechenbar, sich selbst im Zweifelsfall mit allen Mitteln schützend.
Russland ist eine Großmacht, in Person von Putin unberechenbar und bei Ausweitung des Konflikts droht ein Atomkrieg. Im zweiten Fall soll man nicht klug herum reden und Kräftspielchen durchspielen, sondern überlegen, wie trotz allem ein Gespräch mit Russland zustande kommen kann. Der andere Weg wäre mindestens die Zerstörung Europas.
Schlussbemerkung: Was mir immer noch fehlt, ist eine Einschätzung der internen Kräfteverhältnisse in Russland. Am Ende immer die Frage: Besteht eine reale Chance, Putin zu stürzen, auch wenn Nawalny im Gefängnis sitzt. Oder stehen zwei Drittel der Russen bedingungslos hinter Putin?
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Russland ist eine Militärmacht mit Atombomben, aber ein ökonomischer Zwerg, und erfüllt damit die Kriterien für eine Großmacht nicht. Ein Wettrüsten könnte es sich nicht leisten und wäre dabei noch schneller abgeschlagen als seinerzeit die Sowjetunion.
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a) Ich glaube, dass die Russen immer noch -- im Zweifelsfall: verordnet -- leidensfähiger sind als "der Westen". Es wird ihnen unter Putin auch nichts anderes übrigbleiben. b) Wie sehr wir, der Westen, unter den Auswirkungen der eigenen und der russischen Sanktionen zu leiden bereit sind, wird sich noch weisen müssen. Die Corona-Wimmerer werden, glaube ich, schnell umschulen. c) Bei sämtlichen Kräftespielen sehe ich immer noch die Gefahr der Eskalation. Ein Putin mit dem Rücken zur Wand, was wird er tun? Klein beigeben? Wirklich?
Donnerstag, 13. Januar 2022
SPIEGEL-Kommentar, nicht gebracht Aktivisten
Irgendwie geht die Sache seit ungefähr 10 Jahren doch so: Man nennt sich Aktivist oder lässt sich so nennen (kein geschützter Titel, kann jeder sein) und macht irgendwas mit Medien oder Kunst. Und dann, glauben die Betreffenden, haben sie Narrenfreiheit. Von wegen der Freiheit der Kunst. Ich warte auf den Tag, an dem derartige Aktivisten ein Haus anzünden und das zum Kunstwerk erklären.
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Leicht in der Formulierung geändert, noch ein Anlauf.
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2. und letzter Versuch:
Irgendwie geht die Sache seit ungefähr 10 Jahren doch so: Man nennt sich Aktivist oder lässt sich so nennen (kein geschützter Titel; Aktivist kann jeder sein, der sein zentrales Anliegen gern und oft in die Welt schreit) und macht irgendwas mit Medien oder Kunst. Und dann, glauben die Aktivisten, haben sie Narrenfreiheit. Von wegen der Freiheit der Kunst. Ich warte auf den Tag, an dem derartige Aktivisten ein Haus anzünden und das zum Kunstwerk erklären.
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Mittwoch, 12. Januar 2022
SPIEGEL-Kommentar, nicht gebracht
"Nach vier Nächten im Park Hotel in der australischen Stadt Melbourne spazierte die Nummer eins der Tennisweltrangliste am Montag aus dem Abschiebehotel als freier Mann. Mehr als 30 Asylbewerber und Flüchtlinge warten noch immer darauf, es ihm gleichtun zu dürfen. Manche von ihnen seit mehr als einem Jahr."
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Da sind wir mal wieder. Schick! Das Vergleichen des nicht Vergleichbaren, das aber doch einen gewissen Kick bei den Lesern hervorruft. Jedenfalls hervorrufen soll. Dabei sagt niemand, kein einziger SPIEGEL-Journalist, was denn gemacht wird, wenn alle, die nach Australien oder Europa kommen wollen, auch tatsächlich kommen und "hereingelassen werden". Man fühlt sich als SPIEGEL-Journalist offenbar einfach gut, wenn man mal so vor sich hin fordert. Man hat ja schließlich keine politische Verantwortung.
Freitag, 17. Dezember 2021
Was aus den Guten in Afrika wird ...
Aus der New York Times, die man günstig und gut in ihrer Online-Ausgabe abonnieren kann. Es zeigt sich, dass Außen- und Friedenspolitik dort, wo Autokraten und Diktatoren am Werk sind, immer extrem schwierig ist. In diesen Bereichen der Welt gibt es keine Friedensengel, denn jeder "gute" Politiker würde sofort von einem machtbewussten, aggressiven Politiker weggeputscht. Und dann: Äthiopien ist soweit von europäischen Interessen weg, dass nur die Profi-Diplomaten und die Politikwissenschaftler da überhaupt noch hinschauen.
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Abiy insists that war was foisted upon him. But new evidence shows he was planning a military campaign for months before the first shot was fired. Analysts say that Abiy’s journey from peacemaker to battlefield commander is a cautionary tale of how the West, desperate to find a new hero in Africa, got this leader spectacularly wrong.
Analysis: “The West needs to make up for its mistakes in Ethiopia,” said Alex Rondos, formerly the E.U.’s top diplomat in the Horn of Africa. “It misjudged Abiy. It empowered Isaias. Now the issue is whether a country of 110 million people can be prevented from unraveling.”
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Abiy vertritt die Auffassung, dass ihm der Krieg aufgezwungen wurde. Neue Beweise zeigen aber, dass er bereits Monate, bevor der erste Schuss abgegeben wurde, eine Militäraktion plante. Analysten zufolge ist Abiys Weg vom Friedensstifter zum Befehlshaber auf dem Schlachtfeld ein abschreckendes Beispiel dafür, wie der Westen, der verzweifelt nach einem neuen Helden in Afrika suchte, einen Führer auf spektakuläre Weise falsch einschätzte.
Analyse: "Der Westen muss seine Fehler in Äthiopien wiedergutmachen", sagt Alex Rondos, ehemaliger EU-Spitzendiplomat am Horn von Afrika. "Er hat Abiy falsch eingeschätzt. Er hat Isaias unterstützt. Jetzt ist die Frage, ob verhindert werden kann, dass ein Land mit 110 Millionen Einwohnern einfach zerfällt."
Sonntag, 12. Dezember 2021
Den Arbeitern von Nord Stream 2 gewidmet!
Ein Kommentar in der FAZ:
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"Differenzen gibt es dagegen unter anderem bei Nord Stream 2."
Hat irgend jemand schon einmal diese Überlegung gelesen?
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Nord Stream 2 wurde beschlossen und gebaut. Da haben Menschen, Ingenieure, vor allem aber Arbeiter, tausende von Stunden geschuftet. Dieses "Menschenmaterial" zählt im politischen Spiel offenbar nichts, aber auch gar nichts! Ich wäre dafür, die Politiker, die beschließen, was dann später zum leichten politischen Spielball wird, mit ihrem Privatvermögen haften zu lassen. Und dann den Arbeitern, wenn das Bauwerk politisch geopfert wird, einige Boni auszubezahlen, die den Politikern genommen worden sind.
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"Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?"
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Wir aktualisieren:
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"Wer baute Nord Stream 2?
In den Zeitungen stehen die Namen von Politikern.
Haben die Politiker die Rohre verlegt?"
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Donnerstag, 2. Dezember 2021
Politik und Drama 2: Sebastian Kurz
Diese Geschichte gehört wohl eindeutig in den Bereich der Tragikkomödie. Dass, wie ich heute lese, der begabte Mr. Kurz sich ganz und gar aus der Politik zurückziehen will, erstaunt mich. Ich spüre ein leises Bedauern, trotz allem ... (Dieses "trotz allem" lasse ich mit Echo stehen.) Ich habe diesen so ernsthaft auftretenden Bubi-Politiker immer irgendwie gemocht. Kann ich nichts machen.
Politik und Drama 1: Sergei Kirow
Die Welt der Politik ist die Welt der Theaterstücke, mal aus dem Bereich Komödie, mal aus dem der Tragödie. Hier ein Beispiel, das ich zufällig in der WELT finde, natürlich Bereich Tragödie:
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