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Sonntag, 25. September 2022

Putin und die atomare Drohung

Im Internet gelesen: -- Die atomare Drohung hängt von einer Sache ab, die vorab entschieden werden muss und die kaum jemand ins Zentrum stellt: Handelt Putin jetzt und in Zukunft rational? Wenn er, worauf ja einiges hindeutet, gefangen in einem irrationalen Weltbild irrational handelt, was sollte ihn daran hindern, am Ende einen Atomkrieg ins Auge zu fassen? Die Mittel hat er. Nein, das Folgende ist eine Analogie, kein Vergleich. Das ist ein Unterschied! (Wer den Unterschied zwischen Analogie und Vergleich nicht kennt, muss sich informieren). Also -- hätte Adolf Hitler, wenn er Ende 1944 Atomwaffen gehabt hätte, gezögert, diese auch einzusetzen? Natürlich hätte er nicht gezögert. War Hitler verrückt? Nein. War er, gefangen in seinen Ideen, irrational? Natürlich. Frage also: Handelt Putin jetzt schon irrational, ja oder nein? Wird er irrational handeln, wenn er in der Ukraine nicht siegt? Ja oder Nein?

Donnerstag, 24. März 2022

Clickbaiting: XY wollen nicht, dass ...

Ein verlässlicher Anschlagschlag auf das menschliche Gemüt im Internet geht so: Da gibt es neuerdings ein Mittel, dass man kaufen kann. Dieses Mittel ist so toll, dass die Platzhirsche vom Bereich XY nicht wollen, dass es bekannt wird, weil es sonst ihr Geschäft stören oder zerstören würde. Ein weicher Ableger dieser Masche ist: XY sind verblüfft. 

Beispiel:



Hier wird angeblich entgiftet und Gewicht verloren, im Schlaf, durch ein Wundermittel. Es nützt einfach nichts, dass Ärzte immer wieder sagen, dass das Bild vom menschlichen Körper als Müllhalde, die man "entgiften" muss, absoluter Humbug ist. Das Bild vom Giftdepot ist offebar einfach zu eingängig.

Was macht der rationale Zeitgenosse, wenn er einer solchen Sache auf den Grund gehen will? Er sucht nach

erfahrungen mit detox pflastern

überspringt die Werbeanzeigen am Anfang der Ergebnisliste und findet dann beispielsweise: 

"Die Detox-Lüge. Immer mehr Produkte und Anwendungen versprechen, den Körper zu „entgiften“. Dabei kann der das sehr gut selbst. 06.05.2021"

Sonntag, 19. Dezember 2021

SPIEGEL-Kommentar, nicht gebracht. Betteln und spenden

So geht effektiver Altruismus. Die Optimierung der guten Tat. Kurz vor Weihnachten fragen sich viele Menschen, an wen sie Geld geben sollen. Effektive Altruisten gewichten gute Taten nach streng rationalen Kriterien. Der Ansatz ist so revolutionär wie beklemmend. Von Stefan Schultz 18.12.2021 (spiegel.de Abo)

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Kommentar

Was immer ich hier lese: Straßen- und Haustürbetteln verändern die soziale Landschaft zum absolut inakzeptabel Bösen. Einfach weil es keine Grenzen gibt und weil man zwischen systematischem Betrug und echter Not nicht unterscheiden kann. 

Ich habe als Letztes, das ist jetzt 6 Jahre her, mit dem Spenden an der Haustür und auf der Straße aufgehört. Auslöser war ein einfaches Ereignis. Ein Mann sammelte für den Zirkus XY, hatte auch einen Ausweis dabei. Ich habe mir den Namen des Zirkus angesehen und habe 10 Euro gegeben. Dann habe ich bei dem Zirkus angerufen und hatte den Direktor am Apparat. Der hat gelacht. Sein Zirkus würde nie an der Haustür sammeln, hat er gesagt.

Frage: Wie soll ich zwischen echter unverschuldeter Not und Betrug und Masche unterscheiden?

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Donnerstag, 25. Juni 2020

Die DUMMHEIT und der GRÖSZENWAHN

Als ZEIT-Kommentar abgeschickt. Ob das Zitat mit den Kant-Negers gebracht wird?

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Rational wäre es, eine Diskussion darüber zu führen,

1. wie es denn sein konnte, dass die Geistes- und Politgrößen unter unseren Altvorderen zu ihren jeweiligen Zeiten Sklavenhandel und Gladiatorenspiele für erlaubt und menschlich gehalten haben. Und ob man es wahrhaben will oder nicht, unter den Großen waren auch Luther und Kant.* Das Gerede von der Zeitgebundenheit des Denkens ist erstmal nur Gerede, keine Erklärung. Wer kann's erklären?

2. woher das Bedürfnis der Menschen kommt, irgendwelchen Größen Statuen zu bauen. Das ist doch ein an und für sich lächerliches Unterfangen. Aber auch da müssen wir konstatieren: Die Sache mit den Denk- und Mahnmälern ist irgendwo im Menschen drin.

Heute morgen ist mir bei der SZ-Lektüre** der Gedanke gekommen, dass ich bei einem Verein mitmachen würde, dessen Ziel es ist, ein Denkmal - gendergerecht - für die DUMMHEIT und den GRÖSZENWAHN zu errichten. Der natürliche Standort wäre m. E. der Alexanderplatz in Berlin.

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* "Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Race der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften. […] Die Negers von Afrika haben von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege." Immanuel Kant

** https://www.sueddeutsche.de/kultur/berlin-statue-walter-benjamin-platz-1.4946177

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-06/rassismus-new-york-naturkundemuseum-statue-theodore-roosevelt-entfernung

25.06.2020 13:45

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Dienstag, 11. Juni 2019

Verschwörungstheorien (Ausstellung)

Notizbuch

Das musste endlich mal her!

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Sklaven der Echsenwesen | „Ich leide doch nur unter Verfolgungswahn, weil sie mich umbringen wollen“: Eine ausgezeichnete Ausstellung im Kloster Dalheim bei Paderborn zeigt, wie Verschwörungstheorien entstehen, funktionieren und verbreitet werden | VON ALEXANDER MENDEN || Der Engländer David Icke war früher Profifußballer, wenn auch kein besonders erfolgreicher. Dann wurde er Sportjournalist. Seine wahre Berufung entdeckte der heute 67-Jährige aber erst, als ihm durch Eingaben aus der Geisterwelt klar wurde, dass die Welt von „Echsenwesen“ beherrscht wird, die ihre Gestalt verändern können. Diese „Babylonische Bruderschaft“, die ursprünglich vom Mars stammt, steuert vom Mond, der in Wirklichkeit ein Raumschiff ist, über den Geheimbund der Illuminaten die Menschheit. Sie halten uns davon ab, unser volles Potenzial auszuschöpfen, unter anderem durch eine Blockierfrequenz namens „Moon-Matrix“, Gift im Wasser und Impfungen. Außerdem kontrollieren „Rothschild-Zionisten“ die Gesellschaft, und steuern durch die Nato („die De-facto-Weltarmee“) auf den Dritten Weltkrieg zu. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus Ickes bizarrem Welterklärungskonstrukt, über das er in vielen Ländern lange Vorträge in ausverkauften Hallen hält. (sueddeutsche.de)

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Montag, 18. März 2019

"Alle zwei Sekunden ..."

Eine Wikipedia-Diskussion. Hintergrund: Absturz einer Boeing 737 Max. (Ganz kleine Bearbeitung am Anfang von mir. In Sachen Großschreibung.) 

Meine Anmerkung zum Schluss.

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Durchschnittlich startet oder landet weltweit alle zwei Sekunden eine 737 - das ist doch Quatsch! Ist das wirklich so richtig? Dann müsste es weltweit doch Millionen von Boeings geben, damit überhaupt durchschnittlich alle 2 Sekunden eine starten oder landen kann. --≈≈≈≈

10.000 Maschininen * 2 s => da kann Jede Maschine ca. 6 h fliegen (6h / Flug * 60 s / Min * 60 Min / h = 20.000 Sekunden Flug). Und es wurden ca. 10.000 Stück gebaut. Also die Aussage kann hinkommen. --GodeNehler (Diskussion) 18:11, 14. Mär. 2019

[...] [Es wird weiter vorgerechnet.]

(Nachträglicher Einschub zur Klärung: Was derzeit nicht fliegt, ist nur die neueste Version (MAX) – ein Bruchteil der heute betriebenen Flotten. --Monow (Diskussion) 01:41, 16. Mär. 2019

Hier geht es nicht um "glauben" oder "Quatsch", sondern um simpelste Rechenfähigkeiten.
Dieser Abschnitt kann archiviert werden. Uli Elch (Diskussion) 13:14, 15. Mär. 2019

Darf ich, trotz "Erledigt", noch was anfügen? Ob die Rechnung stimmt ist nur das eine; das andere ist: Solche Veranschaulichungen führen fast immer auf Pfade, die mit "Unsachliches Beeindrucken der Leserschaft" gut überschrieben sind. -- Richtung: "Haben Sie ... gewusst, dass jede Sekunde weltweit vier Kinder geboren werden. Das ergibt sage und schreibe 345.600 Geburten täglich. Pro Sekunde betreten außerdem 700 Menschen eines der 32.000 McDonalds-Restaurants und es werden weltweit 150 Dosen Redbull geleert. Jede Sekunde werden außerdem weltweit 3000 Geschlechtsakte vollzogen. Daraus entstehen im Schnitt elf Schwangerschaften. Das wiederum bedeutet, das stündlich insgesamt 39.600 Frauen schwanger werden." --Delabarquera (Diskussion) 10:19, 18. Mär. 2019

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12:13 Uhr P. S. Natürlich reizt so etwas immer zum Nachrechnen. Aber es lenkt doch von den wichtigen Dingen ab. [Hier: "jede Sekunde weltweit vier Kinder geboren werden" vs. "stündlich insgesamt 39.600 Frauen schwanger" 39.600/(60*60) = 11/Sekunde. Differenz: 7. So viele Abtreibungen u. ä.? -- Wo ist der Rechen- oder Denkfehler?]

Montag, 6. August 2018

Elfen und Trolle auf der A2

Das ist doch mal eine Meldung, die heraussticht! Deutschland wird halt -- und zwar in jeder Hinsicht -- bunter!

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06.08.2018

Verursachen ?
Es ist eine äußert ungewöhnliche Methode, um die Unfallhäufigkeit auf der Autobahn 2 zu reduzieren: Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) berichtet, hat die selbst ernannte Elfenberaterin Melanie Rüter die Strecke "energetisch versiegelt" - und zwar mit der Unterstützung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Als Ursache für die vielen Unfälle auf der A2 macht Rüter "aufgebrachte Naturwesen" aus, die rebellierten und sich ihr Stück Natur zurückholen wollten. Konkret richtet sich der Verdacht gegen Elfen, Zwerge und Trolle. Die Autobahn 2 ist in den vergangenen Monaten aus den Negativ-Schlagzeilen kaum noch herausgekommen. Fast täglich gab es hier schwere Verkehrsunfälle, häufig kamen dabei Menschen ums Leben.

...

Behörde nimmt Angebot der Elfenberaterin an
Wie die Elfenberaterin Melanie Rüter aus Deensen (Landkreis Holzminden) gegenüber NDR.de bestätigte, hat sie am 19. Juni zusammen mit einer Tierkommunikatorin und zwei Mitarbeitern der Landesstraßenbaubehörde fünf neuralgische Punkte an der A2 zwischen Lehrte und Braunschweig aufgesucht. "Ich hatte der Behörde einfach mal eine E-Mail geschrieben, aber ehrlich gesagt nicht mit einer Antwort gerechnet", sagte Rüter. "Ich hätte eher erwartet, dass die einen Wagen vorbeischicken, um mich einliefern zu lassen." Das geschah nicht, stattdessen erfolgte die Einladung zum Besuch der A2. (ndr.de)

Dienstag, 12. Juni 2018

Daimler-Rückrufaktion

Aus dem ZEIT-Kommentarbereich. Tagespolitik und der Versuch einer Perspektiverweiterung.

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Diesel-Skandal. Hofreiter nennt Daimler-Rückrufaktion eine Show. || Der Rückruf von Daimler-Dieselfahrzeugen reicht der Opposition nicht. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert Hardwarenachrüstungen auf Kosten der Autoindustrie. 12. Juni 2018. ZEIT ONLINE, dpa, mib. 84 Kommentare.

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"Die Verkehrspolitik hat Ziel und Aufgabe, Mobilität entsprechend den Wünschen und Bedürfnissen der Gesellschaft bereit zu stellen."

Kann man so sehen. Man kann aber auch mal fragen, wo die erdkugelbedrohende Kurzsichtigkeit der Menschen in Sachen "Verkehrspolitik" begonnen hat. Mal ein Satz aus der Wikipedia-Diskussion zu "Erdöl": "Das, was in der Natur in 300 Millionen Jahren an Erdöl entstanden ist, verpulvern wir in 150 Jahren."

So um 1950 hätte jemand schon drauf können, dass das keine vernünftige Sache sein kann. Vielleicht hätte man damals schon drauf kommen können, dass eine "nachhaltige Energiegewinnung" angestrebt werden muss, und wir wären dann heute wirklich schon weiter. Dann hätten wir uns vielleicht noch die Klimakatastrophe des Jahres 2100 erspart. Aber die Menschen haben, wie immer wieder zu sehen, einen Rationalitätshorizont von maximal 5 Jahren. Und wenn die Handwerker ihren Diesel nicht mehr fahren können, ja, dann ist das ein gewichtiges verkehrspolitisches Argument.

Montag, 26. März 2018

Wer das politische Leben in Deutschland ...

... verstehen will, der muss sich dieses Video anschauen



und dann tief, tief in sich hineinhören. Denn: Was dem NRA-Mann seine Halbautomatik, ist dem Deutschen seine Kawasawi, BMW oder der aufgemotzte Opel. Die Irrationalität ist vergleichbar. Und nicht alle US-Bürger ballern in der Gegend herum. So wie nicht alle Deutschen mit Tempo 300 auf öffentlichen Straßen unterwegs sind.

Und nebenbei immer wieder die Frage: Lebt der Fahrer noch?

Sonntag, 7. Januar 2018

Unmengen an Energie

Überlegen wir mal ...

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Mathematik : Die größte bekannte Primzahl ist gefunden Hunderttausende Menschen lassen ihre Rechner gemeinsam nach Primzahlen suchen. Jetzt wurde von dem Netzwerk die 50. Mersenne-Primzahl entdeckt. Von Andreas Loos | 5. Januar 2018 | 302 Kommentare

"Hier verbrauchen hundertausende Computer ebenfalls Unmengen an Energie, aber ohne jeglichen Nutzen." (zeit.de)

Mal abgesehen davon, dass das Computer waren, die, ob mit, ob ohne Primzahlen-Suche, wahrscheinlich durchgelaufen wären, wohin kommen wir mit solchen Hochrechnung-Fans? Die Sache ist natürlich ganz einfach: man multipliziert Einzelfälle mit X, hier dem Energieverbrauch, und schon ist man bei einer gigantischen Größe, die man verkünden kann.

Zwei solcher Wunderrechnungen sind mir noch im Gedächtnis: 
  • Man sollte bei Tanken nicht versuchen, den nächsten vollen Betrag durch "Nachtanken" nach dem automatischen Stopp zu erreichen. Warum nicht? Wurde seinerzeit nicht gesagt. Aber dafür: Dass da X Tonnen Benzin im Jahr verbraucht = verschleudert werden. Ich vermute: weil in den Sekunden des Nachtankens aus dem Tankstutzen sonundsoviel Milliliter Benzin verdunsten. Beeindruckend, diese Überlegung? Eher nicht. Mal für 10 Minuten nicht mit Bleifuß fahren bringt wahrscheinlich das 27fache an Benzineinsparung.
  • Unter der Dusche solle man pinkeln! Energieeinsparung! -- Gedankengang wahrscheinlich: Spart einen Toilettgang à 10 Liter Wasser. Wieder beeindruckend!
Schlussfolgerung: Multiplikationsstatistiker: die einfach gestrickten Scharlatane der Statistiker-Zunft.

Montag, 11. Dezember 2017

Die Dogon und Sirius B

Notizen


In den antiken Kulturen war dieser auffallende Stern häufig ein zentrales Objekt der Verehrung. Im alten Ägypten schenkten Priesterastronomen ihm ihre ganz besondere Aufmerksamkeit. Denn damals fiel der Frühaufgang des Sirius mit dem Eintreten der bedeutsamen Nilschwemme zusammen: Nach einer jahreszeitlich bedingten Unsichtbarkeitsperiode von 70 Tagen zeigte sich Sirius am Morgenhimmel kurz vor Sonnenaufgang, um unmittelbar darauf im Tageslicht zu verblassen. Sobald er wieder erstmals am Morgen ausfindig gemacht werden konnte, wussten die damaligen Sternkundigen, dass der Nil nun beginnen würde, über seine Ufer zu treten.

In Mali findet ein ganz besonderer Siriuskult statt: Der Dogon-Stamm, dessen astronomisches Wissen aus Ägypten zu stammen scheint, verehrt nämlich nicht den hellen Sirius A, sondern seinen erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Sirius B, einen winzigen weißen Zwergstern, der seine grell strahlende Hauptkomponente alle 50 Jahre einmal vollständig umkreist und über 10 000 Mal lichtschwächer ist.

Die Dogon feiern ihren Sirius-B-Kult offenbar bereits seit Jahrhunderten und sprechen sogar noch von weiteren Begleitobjekten im Sirius-System. Woher sie ihr Wissen wirklich bezogen haben, kann niemand sagen, denn auch die alten Ägypter können nach konventioneller Auffassung keine Ahnung von Sirius B gehabt haben.

https://www.pravda-tv.com/2014/10/sirius-verehrung-im-altesten-tempel-der-welt/

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Spekulationen zum astronomischen Wissen der Dogon

In der westlichen Welt wurde die Aufmerksamkeit auf die Dogon gelenkt, als der französische Ethnologe Marcel Griaule und seine Schülerin Germaine Dieterlen während einiger Forschungsreisen ab den 1930er Jahren meinten, Hinweise darauf gefunden zu haben, dass die Dogon Wissen über den Stern Sirius B besitzen. Dieser sehr lichtschwache Begleiter von Sirius kann jedoch nur mit modernen Instrumenten beobachtet werden. In dem 1977 erschienenen Buch „Das Sirius-Rätsel“ stellte der Autor Robert Temple, auf Grundlage der Arbeiten von Griaule und Dieterlen, die pseudowissenschaftliche Hypothese auf, dass dieses angebliche Wissen den Dogon vor langer Zeit durch außerirdische Besucher vermittelt wurde.] Diese Hypothese ist eine der Säulen, auf die die Prä-Astronautik ihre Argumentation stützt, Besucher aus dem Weltall hätten die Erde in der Vergangenheit besucht und in die kulturelle Entwicklung des Menschen eingegriffen. Griaules Angaben konnten jedoch von anderen Forschern nicht bestätigt werden (Walter van Beek, 1991; Ortiz de Montellano, 1996). Detaillierte Nachforschungen von Markus Pössel und Klaus Richter zum Sirius-Rätsel der Dogon ergaben, dass es kein Sirius-Rätsel bei den Dogon gibt. Der belgische Ethnologe Walter van Beek hatte durch jahrelange Studien bei den Dogon herausgefunden, dass Marcel Griaule die Befragung der Dogon methodisch fehlerhaft durchgeführt und so Informationen bei den Dogon suggeriert hat. Astronomen haben darüber hinaus das angeblich komplexe System des Sirius nicht bestätigen können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dogon#Spekulationen_zum_astronomischen_Wissen_der_Dogon

Dienstag, 14. November 2017

"... wirklich nicht gut bei Tesla"

Ein Kommentar-Dialog bei der ZEIT, den ich angestoßen und fortgeführt habe:

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"Nein, es läuft wirklich nicht gut bei Tesla. Vergangene Woche verkündete der E-Auto-Hersteller den größten Quartalsverlust in der Firmengeschichte: mehr als eine halbe Milliarde Euro Minus, angehäuft alleine in den Monaten Juli bis September."

Das werden die Chefetagen von Mercedes, BMW, Audi usw. mit klammheimlicher Freude sehen. Allerdings, nicht vergessen: Es werden die Chinesen bei der E-Mobilität weitermachen, auch wenn Tesla scheitern sollte.

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Denke sie die Deutschen und Franzosen machen nicht weiter?

Alleine BMW, Daimler und VW haben genug Marken wo sie mal "experimentieren" können.

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"Denken Sie, die Deutschen und Franzosen machen nicht weiter?"

Nun ja, in dem TV-Dokumentation, von der ich irgendwo da oben schon mal geredet habe, wurde eben auch angesprochen, dass die Technik, von den Akkus mal abgesehen, viel einfacher ist als die von Benzinern und Diesel-n. Keine Kurbelwelle und kein Ölwechsel, um es mal so zu sagen. Und das Beispiel, das angeführt wurde, war Kodak: Sich fünf Jahre zu lang auf dem Analogfilm ausgeruht, mit immer noch extrem satten Gewinnen in den ersten drei Jahren -- "und weg bist du". So läuft, glaube ich, das gefährliche Spiel der Großwirtschaft im Bereich 'Auto'. Die, die rechtzeitig angefangen haben, werden am Ende liefern. Und ich sehe die Deutschen und die Franzosen eben ein wenig spät dran. Kann sein, dass ich mich irre. On verra.

Und das noch drangehängt: Ein Auto besteht in der Käufer-Verkäufersicht aus "Leistung", selbst wenn allüberall Stau ist, aus Komfort und Äußerlichkeit / Schönheit. Die deutschen Premium-Karren von Mercedes, BMW, Audi und Porsche, die Trump überall gesehen hat, leben von ihrem vagen, aber unglaublich verkaufsfördernden Image, das bei den Reichen und möchte-gern-reichen Protzern immer zieht. Wie wird dieses Image in Zukunft von Deutschland her wohl auf die Straße gebracht werden, wenn alles schnurrt und windschlüpfrig und selbstfahrend ist, sodass der BMW-Fahrer nicht mehr so richtig mit WEG DA! HIER KOMM ICH! die anderen nach Rechts schieben kann? -- Ein komplexes Problem. Mehr will ich ja gar nicht sagen.

Sonntag, 27. August 2017

Nein, noch nicht Rosenmontag!

Hey, das hab ich mal geschrieben! Am 15. Februar 2015, nachts um halb zwölf, im Wikipedia-Café. Find ich erstaunlich!

Mein Wort zum Rosenmontag. -- Hier und heute gebe ich ZU PROTOKOLL: Die WP muss unbedingt eine X-Analyse ihrer selbst durchführen! (Wer es schafft, der finde einen Terminus X, der dem Begriff Tiefenpsychologie auf Wikipedianisch entspricht.) Zu prüfende Hypothese: Hier bei der WP sind nicht etwa (wie manchmal vermutet) Linke am Werk, sondern in der Mehrheit (Achtung, statistische Wahrheit!) verkniffene Spaßbremsen, die nur RATIONAL und LANGWEILIG können. Das Leben aber besteht aus: Vernunft, Emotion, Liebe und Hass, Irrationalität, Lachen, Weinen, höherem und tieferem Blödsinn, Karneval, Aschermittwoch und Tod. BTW: Wer von den veehrten Herrschaften, die dieses Café besuchen, hat eigentlich Das Fest der Narren von Harvey Cox gelesen? Das Lachen ist der Hoffnung letzte Waffe. Wenn nicht: Nachholen! Schnell! Bis Aschermittwoch! Wenn es sein muss, auf der Prunksitzung morgen Abend.

Montag, 7. Dezember 2015

France: Winds of change and anger

Wer wird da nicht immer alles für seine Bilder in der Politik gerügt. Von denen, die ganz korrekt sind, oder von denen, die das Bild einfach nicht mögen. "Flüchtlinge sind keine Flut" und so weiter. Aber die Politik kommt ohne Bilder einfach nicht aus. 

Nun also übersetzt die ZEIT den FIGARO:

"'Der Wind des Zorns ist über Frankreich hinweggeweht' [...]. Auf seinem Weg habe der Zorn alles mit sich gerissen. 'Der Zorn der Bürger über die Machtlosigkeit und die Niederlagen der Regierungen der letzten Jahrzehnte hat sich langsam entwickelt, doch Präsident François Hollande hat das traurige Privileg, diesen Zorn zum Ausbruch gebracht zu haben', schreibt die Zeitung und greift ein Zitat der Wahlsiegerin auf: Der Front National (FN) sei jetzt zweifellos erste Partei Frankreichs."

"Vent de colère | Par Alexis Brézet || C'est une colère qui vient de loin. Une colère froide, brutale, sans nuance ni merci. Elle a mijoté trente ans au feu de l'impuissance publique et des échecs gouvernementaux."

Mis à jour le 07/12/2015 à 00:45 Publié le 07/12/2015 à 00:35 | L'éditorial d'Alexis Brézet, directeur des rédactions

Die Sache ist halt die: Solange wir das Wahlvolk als den Souverän der westlichen Demokratien anerkennen, nützen Entsetzen und Schimpferei rein gar nichts. Und wenn es einmal tatsächlich so ist, dass der Souverän von einer Art Cäsarenwahnsinn übermannt wird? Haben dann die, die sich rational und überlegen dünken, das Recht, das Volk und seine Willensbekundung wegzuputschen?

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Die manchmal doch arg oberschlaue Süddeutsche, hier in Gestalt ihres Pariser Korrespondenten Christian Wernicke, weiß zu vermelden:

"Regionalwahlen | Warum die Rechtsextremen in Frankreich so erfolgreich sind || Die Gründe für den Wahlerfolg finden sich nicht bei Le Pens Front National, sondern bei den etablierten Parteien. Auch Merkels Kurs spielt eine Rolle."

7. Dezember 2015, 07:38 Uhr

Das hat ungefähr die klare Logik eines Sportreporters, der verkündet: "Die Gründe für den Sieg von Bolt im 100-Meter-Lauf liegen nicht beim Jamaikaner, sondern bei Justin Gatlin, der Entscheidendes falsch gemacht hat. Auch der Drittplatzierte Trayvon Bromell hat dazu beigetragen, dass Bolt gewonnen hat. Schließlich hat auch Bromell nicht gewinnen können."

Sonntag, 7. Juni 2015

G7-Argumente: Ich bin für G7!

Ich kenne Schloss Elmau. Nach dem Um- und Neubau haben wir da mal Kaffee getrunken. Der Ort ist gut gewählt. Leicht zu beschützen, weil auf freier, grüner Fläche gelegen. Dann die Demonstranten ... Ich denke mir, mit dem Eindruck von Fernsehbildern die Sache hin und her.

Pause.

Ich habe gemerkt, dass ich das, was ich hier schreiben will, viel leichter schreibe, wenn ich es gleich dem Wikipedia-Volk vorlege. Um mal zu sehen, was da gemeint und gesagt wird. Dort also weiter.

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Ich habe mir überlegt, ob ich das da oben unter "Laßt uns mal möglichst unsinnig Geld raushauen!" einfüge; aber dann wurde mir beim Durchlesen der Beiträge dort klar, dass es doch nicht wirklich unter diesen Abschnitt passt. Meine Überlegungen gehen, zweigestuft, so:

Stufe 1: Es gibt keine wirklichen Befürworter des G7-Treffens. Das führt dazu, dass ich überlege -- einfach entlang dem Grundsatz Audiatur et altera pars --, was man denn für diese Treffen anführen könnte. Wenn ich es nicht tue, macht es ja keiner.

Nun denn, aufgepasst: Die Gegenmeinungen lassen sich wohl gliedern in: a) die generelle "Die-da-oben-Kritik" und b) die Kosten-Kritik ("Was könnte man mit dem rausgeschmissenem Geld alles an Sinnvollerem tun!").

Stufe 2: In Sachen Rationalität solcher Treffen an sich, beispielsweise: Warum keine Videokonferenz, warum nicht, wenn schon, an einem geheimen, ohnehin extrem geschützten Ort? Usw. Also in Richtung a). Nun, viele Leute, total-ökonomisch eingeseift, wie sie nun mal sind, verkennen, dass Politik seit jeher und wahrscheinlich für immer eine Symbol-Angelegenheit ist. Dazu gehört Öffentlichkeit, sich dem Volk zeigen, mit dem Volk eine Brezel essen in Krün im konkreten Fall. Das geht nicht, indem man neben Fort-Knox einen Hotelbau errichtet für diese Gipfel. -- In Richtung b), unter Voraussetzung von a): Für viele, die sich heute für politische Durchblicker und Rationalisten halten, erschließt sich das Symbolische in der Politik und auch sonst im Leben einfach überhaupt nicht. Das kann man aber durchaus als Wahrnehmungsdefizit und als Unfähigkeit ansehen! Für viele Menschen, nicht nur für die Politiker, ist das Symbolische sehr wichtig. 

Mal ein anderes Beispiel: Irgendwann wurden in den deutschen Universitäten die Talare abgeschafft, nachdem die 68er da "Muff von 1000 Jahren" ausgemacht hatten. Anschließend starrten dann die Studierenden und ihre Eltern neidisch nach England und Österreich, wo man die Talare weiter trug. Dass in Deutschland auf einmal alles nur sachlich sein sollte? Die Abschlusszeugnisse mit der Post kamen und das war's? Gefühl: Was sind wir für ein armes, rationales Völkchen voller aufgeplusterter Rationalisten! 

Noch einmal das Kostenargument: Was hätte man gutes tun können, wenn man das Geld, das für die Dome des Mittelalters und für Neuschwanstein im 19. Jahrhundert ausgegeben wurde, den Armen und Bedürftigen gegeben hätte! Dann hätten wir heute keine Dome und kein Märchenschloss und das Symbolische wäre perdu. Wäre das besser als der tatsächliche Zustand?

Und auch das noch: Wenn die Demonstranten das, was Sie für ihre Demo-Reise und das damit verbundene Selbstbestätigungsgefühl ausgeben, einem Projekt in der Flüchtlingshife gespendet hätten, dann wäre da auch ein "'übsches Sümmchen" (Volker Pispers) zusammengekommen. Und wenn die Deutschen (Reiseweltmeister!), die aus Prestige- und Selbstverwirklichungsgründen dieses Jahr Urlaubsfernflüge buchen, von denen sie anschließend nichts anderes haben als ein paar Fotos, mit denen sie angeben können, und natürlich die Verschlechterung der Umweltbilanz -- wenn diese Deutsche dieses Geld für ein Projekt in Afrika ausgäben, wir könnten wirklich was Großes auf die Beine stellen!

Unterm Strich, ich als der andere Teil: Weil ich den Wert des Symbolischen kenne und schätze, bin ich für den G7-Gipfel!

Dienstag, 10. Februar 2015

Griechenlandforderung / Experten? Phh!

Wie wäre es, wenn wir als Experten nur noch die gelten lassen, die sich zusammensetzen und mit einem gemeinschaftlichen Ergebnis aus der Klausurtagung rauskommen.

"Heutige Höhe der Forderung | Der heutige Wert der Zwangsanleihe von 1942 wird von Fachleuten sehr unterschiedlich eingeschätzt: Die Berechnungen liegen zwischen drei Milliarden und 64 Milliarden Euro. Nach einem vertraulichen Bericht einer Expertenkommission des griechischen Rechnungshofs sollen die griechischen Experten, wie die Zeitung To Vima berichtete, auf eine Zahl von elf Milliarden Euro kommen. Andere Experten beziffern die Gesamtschulden Deutschlands gegenüber Griechenland mittlerweile auf bis zu 160 Milliarden oder sogar auf 575 Milliarden Euro." (Wikipedia)

Die anderen, die ein 'Minderheitenvotum' abgeben? Minderheitenvoten sind 'Streichnoten', wie beim Skispringen oder beim Eiskunstlauf. Mit einem Unterschied: Anschließend sind diese Experten Ex-Experten. Die Gesellschaft braucht einfach Sicherheit, kein Expertengetöns!

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Etwas anders in der Wikipedia-Diskussion formuliert. Ich bin mal gespannt, was da die Wikipedia-Experten dazu sagen.

Freitag, 2. Januar 2015

Mensch, Gruppe AMS: ein Hirni

A steht hier für "Autofahrer mit Spaßbedürfnis". Das mit dem Hirni belegen wir mal mit folgenden Zeilen:

Lamborghini, Porsche, Ferrari | Tausende PS in 30 Sekunden || Mit Vollgas und geballter Pferdestärke ins neue Jahr! Pünktlich zu Jahresbeginn präsentiert FOCUS Online ein Best-of-Klickdown. Die besten Bilder aus der Auto-Redaktion garantieren Fahrspaß pur. || Auch im Video: So gelingt der perfekte Drift. (focus.de)

Während wir Umweltsorgen haben, nicht wissen, was mir mit den Staus und ihren Kosten anfangen sollen, gibt es also die Hirni-Menschen zuhauf, die in 30 Sekunden von 0 auf 100 kommen wollen. Angeberei, Schwanzvergleich und was für andere bösen Worte dafür gefunden wurden, Butzt alles nichts, wenn Hirnis an der Macht sind.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Die (Un-) Ordnung der Bilder

Ich gehe gerne ins Wikipedia-Café und unterhalte mich. Wie das heute eben so möglich ist. Heute morgen werfe ich das in die Debatte (wörtliches Zitat). Jetzt bin ich mal gespannt, was die anderen dazu so sagen.

Ok, es sind Ferien, und da kommt man auf solche Gedanken...

Ich habe auf der Festplatte zwei Bilderverzeichnisse. Ist irgendwann mal versehentlich passiert, diese Doppelung. Ich wollte die beiden Verzeichnisse endlich mal zusammenführen. Das eine, Verschobene Bilder, ist unproblematisch: 372 MB, 131 Dateien. Das andere aber hat es Wortsinn "in sich"! 56,6 GB, 18.940 Dateien. Das ist das Ergebnis von ca. 5 Jahren "Bilder machen", mit 3 devices: einer Nikon Spiegelreflex, einer kleinen Samsung Pocket und dem LG-Smarthphone. Ich lege die Bilder, um wenigstens eine ungefähre Ordnung zu haben, in Unter-Unterverzeichnissen nach Datum des Überspielens ab. Beispiel: 20140717_Nikon. Es kommt so allerhand zusammen. -- So, und jetzt kommt das Allgemeine, Selbst- und Kulturkritische. Vorweg: Natürlich ist mir klar, dass man mit einer langen Reihe kluger und dazu auch noch richtiger Maximen daherkommen kann. In der Art: (1) "Du solltest dir halt immer überlegen, ob du wirklich auf den Auslöser drücken musst!" Oder: (2) "Bei jedem Ablegen der Bilder gleich Ordnung machen! Erst mal: Behalten -- Wegschmeißen. Dann die Bilder taggen, sodass die Stichwörter 'Ferien Ibiza', 'Tante Anna' usw. gesucht und gefunden werden können. Entscheidend die Merkmale: Wichtig und Absolut wichtig. Diese Bilder werden mit zweifachem Backup versehen. Sind aber, wenn du es richtig machst, nicht so viele!" Oder, Variante von (1): (3)"Mach dir klar, dass weder du und noch ein anderer 19.000 Bilder je wieder anschauen, geschweige denn sortieren wird! Fotografier einfach nicht so viel, Mann!"

So, wer sagt mir da, ganz ferien-tiefenentspannt, wie er / sie es in der Foto-Praxis so hält? Vielleicht kommt ja sogar ein konkreter Tipp heraus, wie man mit Hilfe von Picasa u. ä. der Bilderflut in irgendeiner Weise Herr wird.

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?

Montag, 4. November 2013

Konfix

Ich fühle mich gedrängt, um der Redlichkeit willen, in der Wikipedia-Diskussion zu Konfix Folgendes anzumerken:

"Ein Konfix ist ein gebundenes lexikalisches Morphem wie z. B. bio-, biblio- oder omni-. In der Terminologie einiger germanistischer Linguisten werden sie als Unterklasse der Kombineme aufgefasst."

Wenn es nicht so was sie die verpönte Theoriefindung wäre, würde ich da gerne im Namen der kritischen Rationalität Folgendes Hinzufügen: Liebe Linguistik-StudentInnen! Bitte macht euch klar, was da für ein Spiel gespielt wird: Es taucht in der Sprache irgendwo irgendwas auf, das intuitiv eine Rolle in der Wortbildung spielt. Dann kommt einer dahergehüpft, erfindet was gelehrt Klingendes wie Kombineme, und, Hurra!, schon 'gibt es da was Neues' und ihr habt ihr wieder was zu lernen. Der Philosoph Paul Feyerabend hat diese Gepflogenheiten mal so gefasst: "Dieses Verfahren, das manchmal einen ungeheuren logischen Apparat erfordert und deshalb oft als der letzte Schrei einer wahrhaft wissenschaftlichen Philosophie angesehen wird, ist noch schlechter als die einst recht beliebte Forderung, Zweifelsfragen durch Übersetzung [der Fragen] ins Lateinische zu klären."

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Und es gibt eine Antwort dazu. Von Dr. Karl-Heinz Best, einem der ganz wenigen, die in der Wikipedia nicht anonymisiert unterwegs sind. Sie, diese Antwort, klingt ein wenig unentschieden, vielleicht kann man sogar sagen: ratlos. Ich habe eine Antwort geschrieben:

Hallo, Herr Dr. Best! Dank für die Anmerkungen, denen ich, was das WP-Auskunftgeben in Sachen "über einen Begriff stolpern" angeht, voll und ganz zustimme. Es geht mir aber, etwas grundsätzlicher, um den terminologisichen Wildwuchs, der in den Geisteswissenschaften als selbstverständlich angenommen und mit der Liebe zum wild wuchernden Naturgarten gepflegt wird. Um ein anderes, einfaches Beispiel zu nennen: Bei den Wortarten wird die Zahl der Grund-Termini irgendwo zwischen 4 (neuerdings, glaub ich, Dürscheid), 5 (Glinz) und 15 angenommen. Ohne dass ich jemand wäre, der in jeder Hinsicht die Naturwissenschaften für vorbildlich hält, in Sachen terminologischer Disziplin sind sie es. Man stelle sich mal vor, Geisteswissenschaftler würden die Elemente klassifizieren. Sie würden ohne mit der Wimper zu zucken sagen, dass die Anzahl der Elemente irgendwo zwischen 50 und 5.000 liegt, mit den folgenden theoretischen Ansätzen: ... Ein gängiges und handhabbares Periodensystem würde da nie draus. -- So, und weil diese Anmerkungen, wenn ich jetzt weiter mache, auf keinen Fall mehr zum Terminus "Konfix" passen, halte ich es so: Ich mache in meinem User-Bereich in den nächsten Tagen eine Seite auf, die sich generell mit dieser Frage der Terminologie-Disziplin in der Linguistik beschäftigt. Ich denke, ich darf das hier, also auch Ihre Antwort, mit rübernehmen. Natürlich gleich hier die Einladung an Sie, auch da mitzumischen. 9. Nov. 2013

Sonntag, 3. Juni 2012

Ich liebe meinen Lehrer

Also, nein! Nicht ich. Nur weil ich schon mal dabei bin, gerührt zu sein. Hier der nächste Fund:

Ich liebe meinen Lehrer | Ich bin soooo verzweifelt!! Ich liebe meinen Lehrer, aber er ist schon verheiratet und bekam gerade letztens sein drittes Kind... Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Ich würde so gerne loslassen, aber selbst das bekomme ich nicht hin, da ich ihm ja jeden Tag über den Weg laufen muss... Ich weiss nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Er behandelt mich anders als andere Schüler, so kann ich mich auch nicht ganz unterordnen. Ich hatte mal ne Zeit, in der es mir voll scheisse ging ( ich fing an mich zu ritzen und dachte auch an Selbstmord)und er war er für mich da. Er schaute, dass ich mit ihm reden konnte und er unterstütze mich, wo immer es ging... Er gab mir das Gefühl etwas wert zu sein! Er sorge sich um mich... Und ich konnte mit ihm wunderbar über Gefühle reden... Ich habe ihm mal einen Brief geschrieben, in dem ich ihm ziemlich deutlich machte, was ich für ihn empfand. Und was tat er? Als er den Brief gelesen hatte, sprach er nicht einmal mit mir darüber. Ich liebe ihn dafür, was er ist und hasse ihn dafür, dass er meine Liebe verweigert. Ich hasse mein Leben!!! Was hat es denn noch für ein Sinn??? Ich denke immer und überall an ihn und vergesse mich dabei | Bitte helft mir!!! || Gruss Cynderella 

06.04.2011, 21:17 #2 | Dolphin1979 | AW: Ich liebe meinen Lehrer | Hallo! || Wenn dein Lehrer deine Liebe nicht ignoriert, würde er sich strafbar machen, und alles auf Spiel setzen! So wie er reagiert, dass macht er zu seinem Schutz, und ich finde, man kann ihm nichts vorwerfen! || Für dich ist es natürlich unschön, wenn sich bei dir Gefühle tiefer entwickelt haben für ihn. Trotzdem kannst nur Abschied nehmen von der unerwiderten Liebe für dich Selbst von deinen Gefühlen und Illusionen, dass da nicht mehr sein wird als nur jmd. der sich für Menschen interessiert, und Hilfe/Unterstützung anbietet! || Durch den Kummer musst durch wie jeder andere auch, und irgenwann kann man sogar darüber LACHEN!? || lg.

Dieses vernünftige Reden von Dolphin1979! Unbefriedigend! Einfach unbefriedigend...