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Dienstag, 29. Oktober 2019

"Die Kunst des guten Gesprächs"

Sollte es einmal die großen Zeitungen wirklich nicht mehr geben, dann werde auch ich ihnen hinterhertrauern. Wann liest man dann noch solche Interviews?!

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28. OKTOBER 2019 LEBEN UND GESELLSCHAFT



Die Kunst des guten Gesprächs


Der Moderator und Small-Talk-Profi Jörg Thadeusz über die Wahl der richtigen Worte, Peinlichkeiten auf Gartenpartys, missglückte Pointen und eine Gesprächseröffnung, die immer funktioniert.

Von Max Fellmann

Jörg Thadeusz, 51, ist Radio- und Fernsehmoderator. Im RBB-Fernsehen läuft seine politische Gesprächssendung Thadeusz und die Beobachter, auf WDR 2 macht er regelmäßig Talk Radio und spricht dafür mit vielen interessanten Personen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport.

SZ-Magazin: Herr Thadeusz, Sie gelten als jemand, der mit jedem zu jeder Zeit an jedem Ort problemlos ein gutes Gespräch führen kann.
Jörg Thadeusz: Haha, sehr freundlich.

Was ist denn ein gutes Gespräch?
Da ist Geheimnis drin, da ist Spaß drin, da kommt man ein Stück weiter, man merkt, dass es auf irgendeine Art klickt. Ein Gespräch ist dann richtig gut, wenn es eine Kleinigkeit verändert.

Wenn in den Gesprächspartnern etwas hängenbleibt?
Genau. Wenn es nicht spurlos an einem vorbeigeht. Ein gutes Gespräch kann sich anfühlen, als hätte man sich ganz toll geküsst. (SZ Online)

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Donnerstag, 26. September 2019

"Denn ein 'gimp' oder 'gimp suit' ..."

Woran denken Sie, wenn Sie GIMP kennen, vielleicht sogar genutzen? Vielleicht -- "Ja, ich hab mich schon mal gefragt, woher das Wort kommt. Keine Ahnung. Irgend so ein -- Akronym wahrscheinlich. Ist aber auch egal." Oder sie asssoziieren den "GIMPel". "Der Gimpel, auch Dompfaff oder seltener Blutfink genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Finken."

Wussten Sie denn das Folgende? Also ich, bis eben, nicht!

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Nach 24 Jahren: GIMP-Fork soll unliebsamen Namen überwinden. Weil ihnen der Name GIMP unangenehm ist, starten eine Handvoll abtrünnige Entwickler des Grafikprogramms nun das Gegenprojekt Glimpse. || Nach 24 Jahren: GIMP-Fork soll unliebsamen Namen überwinden. GIMP ist eins der bekanntesten Open-Source-Programme. 29.08.2019 || Von Fabian A. Scherschel || Das GNU Image Manipulation Program (GIMP) ist eine der Erfolgsgeschichten der Open-Source-Szene. Es wird weitläufig als brauchbare, kostenlose Alternative zur Bezahlsoftware Photoshop gehandelt und gilt als eines der besten Desktop-Programme unter Linux. Mit den jüngsten Versionen wird GIMP sogar langsam seinen Ruf los, eine schreckliche Bedienoberfläche zu haben. Nun gibt es schon seit über zwanzig Jahren Nutzer, die sich an der Abkürzung GIMP, die seit langem als de facto Name des Programms fungiert, stören. Denn ein "gimp" oder "gimp suit" ist die englische Bezeichnung für den bei einigen BDSM-Praktiken üblichen Ganzkörperlatexanzug. Eine Fork, also ein Klon der Software unter der Führung neuer Entwickler, soll diesen von manchen empfundenen Makel nun endlich beheben, wie es scheint.
...
Eine weitere Entwicklerin namens Leonora Tindall unterstützte in der Diskussion den Vorschlag von Davis. Sie habe GIMP bereits zweimal verschiedenen Lehrstätten als Photoshop-Alternative empfohlen und es sei nur deswegen nicht zum Einsatz gekommen, weil der Name nicht Klassenraum-tauglich sei. Andere an dem Open-Source-Projekt beteiligte Entwickler sprachen sich gegen eine Namensänderung aus. Es sei dumm die über Jahrzehnte erarbeitete Bekanntheit des namens GIMP nun plötzlich aufs Spiel zu setzen. Wie viele öffentliche Debatten dieser Art driftete auch diese Diskussion schließlich in eine unschöne Schlammschlacht ab. An diesem Punkt entschied sich ein Oracle-Mitarbeiter namens Bobby Moss dazu, das Fork-Projekt Glimpse ins Leben zu rufen. (heise.de)

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Donnerstag, 30. Mai 2019

"Sprachensterben pro und contra?"

Mal wieder bei gutefrage.net mitgelesen.

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Frage von Eilema2208 vor 1 Stunde, 47 Minuten


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"Ich glaube kaum, dass es da irgendwelche Vorteile gibt."

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Nun denn -- ein extrem großer Vorteil wäre: Wenn alle Sprachen bis auf eine ausstürben (!), dann hätten wir den Turm zu Babel überwunden! Wir würden uns überall auf der Welt mit dieser einen verbliebenen Sprache verständigen können. Wäre das nicht ein extrem großer Vorteil?

Ein bisschen weitergedacht:


  • Man muss prüfen, wie viel unreflektierte Sozialromantik in der Angst vor dem "Sprachensterben" drinsteckt. Heißt:
  • Man muss genauer hinschauen. Welche Sprache ist wann warum und mit welchem Effekt ausgestorben? (War's vielleicht doch nur ein Dialekt, der in den letzten Jahren seines Lebens von 384, 383, ... Menschen gesprochen wurde?)
  • Oder ist eine Sprache nur in Teilsprachen zerfallen?
  • Ein immer mich immer wieder faszinierender inverser Einzelfall: Die Rekonstruktion des Ivrit aus einer toten Religionssprache. Israel hat seine Standardsprache aus der Totenkammer zurückgeholt! (Wir Könnten es ja, vergleichbar, mal mit dem Kirchenlatein versuchen und daraus Europäisch machen!)


Zu 1-3: Wenn das Norn ausgestorben ist, dann wird das heute kaum jemand vermissen. Es sei denn aus prinzipiellen Gründen, weil nichts, aber auch gar nichts vergehen soll. (Siehe das mit dem Sozialromantischen!)

Latein ist in die romanischen Sprachen zerfallen. Ist es damit "ausgestorben" oder hat es Kinder bekommen und ist dann den Weg alles Irdischen gegangen?

Nicht vergessen: Die modernen Nationalsprachen sind relativ junge, merkwürdige Gebilde. In der Regel eine Vereinigung von vielen Dialekten in 1 Sprache. Wobei meist ein führender Dialekt zum Standard wurde. (Das Toskanische in Italien, das Hannover-Stadtdeutsch in Deutschland. -- BTW Vergesst die Mär von der sächsischen Kanzleisprache! Das war was künstlich Geschriebenes. Höchstens. Sächsisch hat sich in den letzten 300 Jahren kaum verändert. Es war und ist -- von außen besehen -- ein lustig klingender Dialekt.)

Und noch mal weiter: Viele Dialekte sterben aus (Norddeutschland) oder werden durch das Fernsehen und überhaupt: "die Medien" mit der Zeit stark ausgedünnt und verwässert (Süddeutschland). Auch da wird manchmal sogar von staatswegen dagegengehalten. Wahrscheinlich vertane Liebesmüh.

Also, Schlusspunkt, realistisch: Englisch zur Weltsprache zu machen, auch wenn dann ca. 700 Sprachen aussterben -- gar keine schlechte Idee. Nur eben nicht politisch durchsetzbar. Allein schon wegen der Franzosen. ;-)

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Mittwoch, 22. Mai 2019

"Sein Kampf" > Noam Chomsky

Notizbuch

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Sein Kampf – Noam Chomsky tritt für Holocaust-Leugner ein By SPME September 17, 2010 Source: Scholars for Peace in the Middle East (SPME) 0 GENF, 14. September 

Noam Chomsky ist auf Welttournee. In Frankreich wird der linksradikale Linguist wie ein Superstar verehr. Die 1800 Plätze in Paris waren schnell ausverkauft.,,Nur der Dalai Lama ist noch zugkräftiger“, mit diesem Satz begrüßte der Moderator den 81Jahre alten Intellektuellen. Er ist in Paris ein alter Bekannter und hat jeder Welle des Marxismus:, Totalitarismus- und Revolutionskritik widerstanden. Unerschrocken fraternisiert er mit den Kreisen, die sich zur Auschwitz-Lüge bekennen: Das tun in Frankreich unverbesserliche Rechtsextreme und utopische Marxisten – eine Erscheinung, der Alain Finkielkraut seinen brillanten Essay über,Die Zukunft einer Verneinung’ gewidmet hat. Seit dreißig Jahren solidarisiert sich Chomsky mit Robert Faurisson, der ... (spme.org)

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Anfang der 1980er Jahre entstand vor allem in Frankreich eine Kontroverse, weil Chomsky im Herbst 1979 auf Bitte von Serge Thion, einem seit 1978 aktiven Holocaustleugner, eine Petition zur Verteidigung der Redefreiheit des französischen Literaturprofessors und Neonazis Robert Faurisson unterzeichnet hatte. Faurisson hatte in zwei 1978 und 1979 im Le Monde veröffentlichten Artikeln die Existenz von Gaskammern im Dritten Reich bestritten und wurde daraufhin wegen Verleumdung und Aufruf zum Rassenhass zu einer dreimonatigen, zur Bewährung ausgesetzten Gefängnisstrafe und einer Geldbuße in Höhe von 21.000 Franc (3.200 Euro) verurteilt. (Wikipedia)

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Freitag, 3. Mai 2019

DeepL, die Wikipedia und die Wissenschaft

Die Wikipedia ist vieles. Und gelegentlich ist sie halt einfach auch sehr anregend. Beispiel:

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"Der DeepL-Übersetzer ist ein Online-Dienst der DeepL GmbH in Köln zur maschinellen Übersetzung, der am 28. August 2017 online gestellt wurde. Bei seiner Veröffentlichung soll der Dienst eigenen Angaben zufolge in Blindstudien die Angebote der Konkurrenz u. a. von Google, Microsoft und Facebook übertroffen haben." (Wikipedia)

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Ich beginne einen Diskussionsabschnitt zu dieser Seite so. Und es geht dann weiter.

Weil ich gerade in diesem Bereich unterwegs bin: Auch wenn die WP keine Stiftung Warentest ist: In diesem Fall wäre es gut, wenn ein paar Beispielzeilen mit aufgenommen würden.

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Earlier this year, Amélie Wen Zhao’s literary career almost imploded before it had even begun.

Her debut novel, “Blood Heir,” was six months away from publication, but it was already getting pummeled. The controversy started in January, when some readers argued that Zhao’s depiction of slavery was racially insensitive. It quickly snowballed into an online pile-on, as some commenters who hadn’t read the young adult fantasy book expressed outrage about its contents. (nytimes.com)

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DeepL

Anfang des Jahres brach Amélie Wen Zhaos literarische Karriere fast zusammen, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Ihr Debütroman "Blood Heir" war sechs Monate von der Veröffentlichung entfernt, aber er wurde bereits geschlagen. Die Kontroverse begann im Januar, als einige Leser argumentierten, dass Zhaos Darstellung der Sklaverei rassistisch unsensibel sei. Es schneite schnell zu einem Online-Pile-On, als einige Kommentatoren, die das Fantasy-Buch für junge Erwachsene nicht gelesen hatten, ihre Empörung über den Inhalt äußerten.

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Google

Anfang dieses Jahres brach Amélie Wen Zhaos literarische Karriere fast zusammen, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Ihr Debütroman "Blood Heir" war sechs Monate vor der Veröffentlichung, aber es wurde bereits verprügelt. Die Kontroverse begann im Januar, als einige Leser argumentierten, dass Zhaos Darstellung der Sklaverei rassisch unempfindlich sei. Es verwandelte sich schnell zu einem Online-Pile-on, da einige Kommentatoren, die das Fantasy-Buch für junge Erwachsene nicht gelesen hatten, Empörung über den Inhalt äußerten.

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Das Bessere von DeepL hält sich m. E. in Grenzen. rassistisch unsensibel besser als rassisch unempfindlich. Ein Roman wird von der Kritik weder geschlagen noch verprügelt. Und ähnliches mehr. Wobei -- rassistisch unsensibel geht natürlich auch nicht. Und der Schneeball erst! Verwandeln ist da wohl zu schwach, wenn aus einem Schneeball eine Lawine wird. Und das einfache Schneien ist voll neben der Spur. 21:10, 1. Mai 2019

Eigene Beispiele aufzunehmen macht keinen Sinn, ist WP:TF, nicht repräsentativ, das Ergebnis ändert sich immer wieder wenn die Übersetzungsmaschinen aktualisiert werden, etc. --KurtR 21:25, 1. Mai 2019

Schon richtig, das mit der schnellen Veränderung und dem nicht Repräsentativen! Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen, 1 x im Jahr mit unterschiedlichen Texten und ausreichend Korrekturen und Kommentaren tätig zu werden und zu veröffentlichen. Das könnten wir dann hier verlinken. (Hmm. Eigentlich müsste es das doch schon geben ...) 10:02, 2. Mai 2019

Einfach weil ich neugierig war:

Externe Dolmetscher überprüften dabei 100 Sätze, die sowohl von DeepL übersetzt wurden als auch von den Online-Werkzeugen von Google, Microsoft und Facebook, wo sich Postings und Kommentare in verschiedenen Sprachen anzeigen lassen. DeepL lag bei seinen Übersetzungen deutlich häufiger richtig als die Onlinedienste der großen amerikanischen Internetfirmen: ... (spiegel.de)

Wobei - eine Sache erinnert mich an den Witz, dass Mathematiker eine Analog-Uhr die überhaupt nicht geht einer anderen, die 3 Minuten pro Tag vor geht, vorziehen. Weil: Die kaputte Uhr zeigt zweimal pro Tag die exakte Zeit! Die andere nur alle 240 Tage. (Stimmt die Rechnung mit den 240 Tagen?)

"Your brother's gonna kill me and he's six feet ten" aus dem Lied "Can't Stand Losing You" von The Police macht der Google Übersetzer: "Dein Bruder wird mich töten und er ist sechs Fuß zehn." Da muss man erst einmal kurz drüber nachdenken." [...] "Dass zumindest das Übersetzen ins Deutsche bei DeepL tatsächlich besser funktionieren könnte als bei der Konkurrenz aus dem Silicon Valley, darauf lässt zumindest die Übersetzung der obigen Liedzeile hoffen: "Dein Bruder wird mich töten und er ist 1,80 m groß." Aus Fuß werden Meter, auch wenn die zehn Zoll dahinter noch unterschlagen werden. "Six feet ten" ergeben korrekt umgerechnet nämlich über zwei Meter." (Ebd.)
Die Übersetzungen von Google und DeepL sind übrigens, soeben überprüft, exakt die gleichen geblieben. 10:21, 2. Mai 2019

Mir ist unklar, wieso das für die Wikipedia relevant wäre. So etwas gehört nicht in eine Enzyklopädie. Wie schon richtig geschrieben, ist die WP keine Stiftung Warentest (und den Klotz will sich hier sicherlich niemand ans Bein binden). Außerdem würden wir uns damit auf das Terrain von WP:TF begeben. --Winof (Diskussion) 19:11, 2. Mai 2019

Ich dachte, das was ich da geschrieben habe, sei selbsterklärend. Aber da dem offensichtlich nicht so ist (für manche jetzt vielleicht etwas überexplizit) -- gemeint war Folgendes: "Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen, 1 x im Jahr mit unterschiedlichen Texten und ausreichend Korrekturen und Kommentaren tätig zu werden und zu veröffentlichen. Das könnten wir dann hier verlinken." Da ich davon ausgehe, dass auch Fachleute aus den Wissenschaften gelegentlich bei der WP vorbeischauen, war das, zusammen mit den Beispielen anschließend, als Anregung gemeint, sich der Sache doch mal anzunehmen, auf dass die WP "verlinken" könnte. Ich halte ein solches Anregen für absolut legitim. Und in einem bestimmten Umfang ist diese Anregung auch an mich selbst adressiert. 11:56, 3. Mai 2019

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Samstag, 2. Februar 2019

"Clean Your Room ..." - Übersetzungen

Notizbuch

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Der Satz ist einfach und, mit den geheimnisvollen Eigenschaften ausgezeichnet, die Meme nun mal charakterisieren. Aus einem geheimnisvollen Grund ist der Satz offenbar für viele Menschen wichtig und hat eine erstaunliche Karriere hingelegt! Passend zum Erfolg von Marie Kondo*, der großen japanischen Aufräumerin. Ich habe ihn, diesen Satz, vorher in meiner schnellen Übersetzung schon mal zum Plakat gemacht. Der Satz stammt von dem kanadischen Psychologen Jordan Peterson, der inzwischen weltweit Kult ist. Natürlich nicht bei allen.** Es gibt ja immer Besserwisser und Neider. Der englische Satz also:

"Clean Your Room 
before Cleaning up the World"*** 


Wie übersetzt man diese einfache Aufforderung? 
  1. Reinige dein Zimmer, bevor du die Welt reinigst!
  2. Räume dein Zimmer auf, ehe du die Welt aufräumst!
  3. Räum erst mal dein Zimmer auf, bevor du die Welt verbesserst!
Stufen der Annäherung: to clean heißt reinigen. Aber im Deutschen reinigt man sein Zimmer nicht, man räumt es auf. (Und reinigt es bei der Gelegenheit natürlich auch. Boden, Regale. Staubsaugen, Staubwischen. Spinnweben? Weg damit. Feucht nachwischen. So halt.) 

Dann: Das Deutsche liebt Partikeln. Sie machen die Sätze erst so richtig idiomatisch und griffig. Also: erst mal dazu. Und ehe du...? Etwas altertümlich vielleicht, dieses ehe.

Schließlich die große Abweichung: Die Welt aufräumen sagt kein Mensch. Die Gleichheit mit zweimal to clean kann nicht durchgehalten werden. Die Kritik, die in Jordan Petersons Satz so zentral ist, die Aufforderung bei kleinen Dingen und dann bei sich selbst anzufangen mit dem Verbessern, diese Aufforderung lässt sich im Deutschen mit der Möglichkeit 3 sehr gut ausdrücken. Denn die Welt verbessern -- dahinter steht der Weltverbesserer mitsamt seinen negativen Konnotationen: einer, der es überall besser weiß, der in die große Politik und Ethik hinaufsteigt, aber selbst nichts Konkret tut. Sondern immer nur redet. Und immer nur die anderen auffordert, tätig zu werden. Eber der Typ, den Peterson im Auge hat.


Ja, so komplex kann das Übersetzen eines kleinen Satzes sein! Also dann: 


Räum erst mal dein Zimmer auf, 

bevor du die Welt verbesserst!

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*  Gefunden: Ausmisten. Wir müssen uns trennen. Marie Kondo sagt: Befreie dich von allem, was dir kein Herzklopfen bringt. Wie leer kann ein Leben ohne Topmodelspiel und Bowlentopf sein? Elf Geschichten vom Loslassen. Von Johannes Schneider, Carmen Böker, Leonie Sontheimer, Luisa Jacobs, Marlon Schröder, Ruben Donsbach, Judith Luig, Stella Männer, Melanie Huber, Willy Katz und Joana Inês Marta. -- 2. Februar 2019 (zeit.de)

**Da ist es natürlich prima, wenn man ein Foto entdeckt, auf dem Peterson mitsamt seinem chaotischen Arbeitszimmer zu sehen ist. Was nicht klar ist: Vielleicht hat Peterson ja anschließend das Zimmer aufgeräumt und diesen bahnbrechenden Satz hingeschrieben!

*** Vollständig steht auf der Seite: "To Make Real Change, Clean Your Room before Cleaning up the World".

Freitag, 21. Dezember 2018

"Das Geschlecht von Hornscheidt..."

Antje Hornscheidt, die sich selbst Lann nennt und zwischen allen Stühlen, nicht nur denen des Geschlechts sitzen will, sie fordert einen Kommentator bei der Wikipedia heraus.

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Das Geschlecht von Hornscheidt ist nicht unbekannt, sondern weiblich. Wenn der Wolf zu Rotkäppchen sagt, er sei ihre Großmutter, dann glaubt sie das. Seid ihr Wikipedianer auch so naiv, dass euch jeder glauben machen kann, dass das, was er sagt, dem Dogma der Unfehlbarkeit unterliegt. -- Ochrid, 13. März 2015 [Ein paar kleinere sprachliche Korrekturen stillschweigend gemacht.]

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Erst einmal bemerke ich, dass ich sprachspielerisch gerne umformen würde: "Das Geschlecht derer von Hornscheidt ..." Es reizt einfach. Und es klingt gut, oder?

Aber dann bin ich wieder bei der Sache: Wissenschaft ist = muss sein: deskriptiv. In der Zeitung und in der politischen Bütt darf Frau Hornscheidt für ihre Sache kämpfen. Die Wissenschaft aber beobachtet und dokumentiert diesen Kampf, sie lässt sich nicht, für welche Seite auch immer, vereinnahmen.

Freitag, 31. August 2018

Peter Rolf Lutzeier

Einfachmal so notiert, weil ich, aus einem Anlass, der hier nicht interessiert, an seine Forschungen denken musste.

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linguistics educator

Peter Rolf Lutzeier, German linguistics educator. Studienstiftung scholar Deutsche Studienstiftung, Bonn, Federal Republic Germany, 1968-1971, Rhodes scholar Cecil Rhodes Trustees, Oxford, England, 1974-1976; Heisenberg fellow Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn, 1983-1989, honorary research fellow RHBNC University London, since 1989.

Background
Lutzeier, Peter Rolf was born on August 11, 1948 in Stuttgart, Germany. Son of Friedrich Wilhelm and Hilda Josepha (Scheuch) Lutzeier.

Education
Diploma in Mathematics, University Stuttgart, 1972. D. Philosophy, University Stuttgart, 1974. Master of Literature, Oxford University, Oxford, England, 1977. Habilitation, Free University Berlin, 1980.

Career
Research assistant University Stuttgart, 1971-1974. Lecturer Free University Berlin, 1976-1981. Reader University Cologne, 1981.

Guest professor University Munich, 1985-1986. Senior scholar University California, San Diego, 1986-1987, University of California at Los Angeles, 1988-1989. Professor University Munich, since 1989.

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Wann ist L. von der Uni München weggegangen?

(Wird fortgesetzt)

Dienstag, 24. Juli 2018

Kommunikation funktioniert -- wie?


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"Sie schließen wirkich nicht Ihre haustür wohnungstür ab? -- Nein. Tu ich nicht. Sie fällt ins Schloß und kann von außen nicht geöffnet werden. Aber abschließen tu ich nicht."

Immer wieder Staunen über die sprachlichen Feinheiten in den Diskussionen hier. Andernorts wäre wohl die Rede von Beckmesserei und Haarspalterei.

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"Nur so funktioniert Kommunikation doch richtig, oder?"

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Entschieden: Nein!

In der Kommunikation müssen einfach Voraussetzungen angenommen und nicht mehr problematisiert werden. Sonst klappt Kommunkation nicht. Darum gibt es ja auch die Hinweise auf "Haarspalterei", "Erbsenzählerei" usw.

In der Sprache der Linguistik: pragmatische Präsuppositionen müssen gelten und akzeptiert werden. -- Es gibt länger zurückliegende Forschungen von Erving Goffman zu der Frage, was passiert, wenn jemand ständig problematisiert und jeden Wort definiert haben will. Ergebnis: Die Kommunikation bricht zusammen, weil die Gesprächspartner ausrasten.

Sonntag, 3. Juni 2018

Argumentationsanalyse 1: Der Habermasche 'Diskurs'

Ich weiß nicht so recht, warum der Habermassche Diskurs-Begriff in letzter Zeit für mich immer an den Anfang des Nachdenkens über die Möglichkeiten und die Grenzen freien Argumentierens rückt. Es ist einfach so – das mit dem an den Anfang rücken –, und es wird schon einige Bedeutung damit verbunden sein. Eigentlich tut der Name Habermas hier wenig zur Sache, aber manches vereinfachte er halt doch. Nun denn…

Habermas hat ein paar Grundgedanken der philosophisch-linguistischen Pragmatik recht früh aufgegriffen; bei ihm kommen dann tatsächlich Sprechakte vor, er bezieht sich auf Austin und auf Searle. An diesem Punkt aber gehen die Denkweisen in der Linguistik und in der Sprachphilosophie Habermas schon sehr früh auseinander: Habermas entwickelt einen, sagen wir: idealistischen Standpunkt, der von der Macht des freien Argumentes ausgeht. Berühmt geworden die These dass es so etwas wie einen "eigentümlich zwanglosen Zwang des besseren Argumentes" gebe. Irgendwie siedelt das Ganze immer in der Nähe des Glaubens an das Gute im Menschen und an die Fähigkeiten des menschlichen Intellekts.

Dass es zu keiner wirklich engen Verbindung zwischen linguistischer Sprechakttheorie und Habermasscher Diskursethik gekommen ist, liegt wohl daran, dass die Linguisten sich, jedenfalls in der Mehrzahl, seit jeher als radikale Realisten sehen. Sie schauen darauf, wie das wirkliche Sprechen und Argumentieren so verläuft, und da kommen sie zu dem Ergebnis, dass, zwangloser Zwang hin oder her, die Leute sehr schnell verbal aufeinander losgehen und verbal aufeinander einschlagen. 

Ich gehöre, was die grundsätzlichen Möglichkeiten und Grenzen des Argumentierens angeht, zu den linguistischen Realisten. Wie diese Grenzen freilich gezogen werden und was die Möglichkeit angeht, peu à peu diese Grenzen in Richtung eines besseren Argumentierens nach bestimmten Regeln angeht, da bin ich, natürlich eingeschränkt und gebremst, durchaus Optimist. Wissend, dass Nachdenken und Differenzieren nicht jedermanns Sache ist und dass ausgerechnet die, die laut zum Differenzieren aufrufen, dazu manchmal nicht in der Lage sind.*

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* Mir ist natürlich jederzeit klar, dass solche Aussagen radikal standpunktbezogen sind; was aber nur heißt, dass ich mir bei passender Gelegenheit ein paar Gedanken über diese Standpunktbezogenheit und überhaupt über den Begriff der Subjektivität und der Objektivität machen muss. -- Eine weitere sehr schwierige Frage: Welche sprachlichen Fähigkeiten denn notwendig sind, um wirklich komplexe Argumentationen nachvollziehen zu können. Vor kurzem habe ich die schöne Anmerkung gelesen, der zufolge Legastheniker nicht doof seien. Dem ist natürlich vollständig zuzustimmen. Allerdings sind auch Dyskalkulisten nicht doof. Sie können teilweise hervorragende Texte schreiben; nur rechnen können sie halt nicht. Man würde Dyskalkulisten aber eher nicht als Versicherungsmathematiker und Ingenieure einstellen. Umgekehrt wird es kaum Legastheniker unter Journalisten geben. Wobei eben die Legasthenie eine extrem einfache Schwäche ist -- einfach zu erfassen meine ich. Beim Konstatieren einer 'Argumentationsschwäche' liegt die Sache ganz und gar anders. Auch dazu später noch. Wobei ich aber schon hier davon ausgehe, dass Deutschlehrer mit dem Begriff 'Argumentationsschwäche' relativ wenig Schwierigkeiten haben.

Chronologie eines Wikipedia-Konflikts 2


So, wie bei dem entsprechenden Abschnitt im Wikipedia-Café eben gesagt:* Einiges Weg gearbeitet und also der Versuch in der kommenden Woche mit der Aufarbeitung dieses Konflikts – natürlich: Aus meiner Sicht – ein Stückchen voran zu kommen.** Dazu gehört
  • das Material, das sich als PDF-Datei irgendwo parken will. Mal schauen wie das geht.
  • die Voraussetzungen meiner Form von Argumentationsanalyse: Möglichst explizit und explizit.
  • einige Grundfragen, die das Argumentieren und Konflikte innerhalb der Wikipedia ganz allgemein betreffen, noch einmal aus meiner Sicht darstellen.
Die Grundlagen der Argumentationsanalyse, die hier einfach notwendig sind, versuche ich in einem gesonderten Bereich, einer Art Sammelabschnitt vorweg zu stellen. Mal schauen inwieweit mir das gelingt.

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* Zur Vereinfachung hierherkopiert:

Zum Schluss möchte ich Delabarqueras Ansichten zur Meinungsfreiheit im Café mit einem (gewohnt schrägen) Vergleich illustrieren: Die Besitzer eines Hauses mit zugehörigem Gartenhäuschen gehen - ohne weiter nachvollziehbaren Grund - auf die Straße und fragen den erstbesten Passanten, ob der ihr Gartenhaus benutzen möchte. Der Passant sagt: "Ja, gerne. Aber nur, wenn ich und meine Freunde in dem Gartenhaus Narrenfreiheit haben, ich meine jetzt: wirklich absolute Narrenfreiheit." Aus noch weniger nachvollziehbaren Gründen stimmen die Besitzer zu. Als dann die Polizei an der Tür klingelt, weil sich die Nachbarn über den ewigen Krach beschweren und über den Müll, der andauernd auf die Nachbargrundstücke geworfen wird, sagen sie: "Ja, tut uns Leid. Aber auf das, was da in unserem Gartenhäuschen vorgeht, haben wir leider nicht den geringsten Einfluss." Was würde die Polizei und die Nachbarn (und der Richter) wohl von diesen Eigentümern halten? Geoz 21:10, 1. Jun. 2018

P.S.: Ich hatte noch vergessen zu erwähnen, dass der unbekannte Passant und seine Freunde das Gartenhäuschen in meinem kleinen Gleichnis kostenlos benutzen dürfen. Geoz 21:49, 1. Jun. 2018

So, einiges von den Schreibtischarbeiten weggearbeitet. Ich denke, dass ich in der kommenden Woche zumindest mal die Grundlagen für meine Argumentationsanalyse hinbekomme. -- Zu dem, was Geoz eben geschrieben hat: Vergleiche und Analogien sind immer wertvoll, selbst wenn sie bei genauerem Hinsehen und Prüfen nicht vernünftig erscheinen. Also -- sie müssen geprüft werden, die Vergleiche. Ob sie stringent und sinnvoll sind. Hier: In welchem Verghältnis stehen Haus und Gartenhäuschen zur Wikipedia und der (notwendigen, zulässigen, verbotenen) "umfassenden Meinungsäußerung"? Wer sind die Nachbarn, wer steht für die Polizei und das Gericht? -- Im Moment nehme ich an, dass das Gartenhäuschen das Café hier sein soll. Wenn nicht, dann vielleicht präzisieren. -- Summarisch: Die Analogien lassen mich im Moment etwas ratlos zurück, weil dahinter die Riesenfrage steht: "Wem gehört die Wikipedia (und nebenan das Café)?" Vielleicht muss man sich aber irgendwann dieser Frage auch stellen. Und die Antwort: "Ist doch klar! Mir und denen, die so denken wie ich, gehört die Wikipedia! Und das Café sowieso" -- diese Antwort ist wohl dann doch nicht gemeint, oder? --Delabarquera 11:45, 3. Jun. 2018


** Das alles, wie in letzter Zeit meistens, in Dragon NS hinein diktiert, nicht getippt, sodass einige manchmal sogar läppische Fehler stehen bleiben werden, wenn das Programm mich falsch versteht und ich beim drüberlesen das nicht sofort sehe. Wie immer: Die meisten Fehler entdecke ich nach einiger Zeit, wenn ich nachlese.

Samstag, 12. Mai 2018

Sprechakt: BESCHREIBEN

Linguistisches Beispiel, Semantik:

Als der Einbrecher die Bewohnerin entdeckte, flüchtete er. Er soll zwischen 25 und 30 Jahren alt sein. Er war circa 1,70 Meter groß, braun gebrannt und schlank. Er hatte eine Glatze, sprach deutsch und trug einen blau-grauen Arbeitsanzug. Wenn du etwas mitbekommen hast, melde dich bitte bei der Polizei: 0251 2750. (bild.de)

Was heißt es, dass jemand "deutsch spricht"? Akzentfrei Münsterländisch? Mit einem Berliner Akzent? Oder "gebrochenes Deutsch"? War er durch die Sonnenbank, das viele Herumliegen am Aasee oder genetisch bedingt "braun gebrannt"? 30 Jahre? Wieviel ungefähr steckt in dieser Angabe?

Montag, 19. März 2018

Die ZEIT mal wieder ...

"Gender-Pay-Gap. Freiheit. Gleichheit. Brüder- und Schwesterlichkeit."

Scho schlecht! Wenn das ganz andere Thema 'Lohngerechtigkeit' wieder mit Sprachgendern aufgemacht wird. Denn diese Form des Genderns ist zwar so zuverlässig wie das Thema Sex: Trotz Überangebots erregt es immer noch die Aufmerksamkeit des Publikums; aber  es transportiert für alle, die nicht ohnehin und immer lustvoll politisch aufstöhnend diesem Appeal erliegen -- es erzeugt Gänsehaut bei der Mehrheit der Bevölkerung und dann eingeübte Ironie. (Meine These, klar.)

  • Herrsching > Herr- und Frausching
  • "Der Herr aber sprach: ..." > "Der Herr und die Frau aber sprachen: ..."
  • Usw. Usf.


Donnerstag, 18. Januar 2018

Google assoziert

Ich suche eine Witz im Internet, den ich auch ohne diese Suche erzählen könnte. Er geht so:

"Ein Mann mit psychischen Problemen kommt zum Psychiater. Der macht, als Teil der ersten Einstufung des Patienten, einen Rorschachtest. Er zeigt verschiedene Kleckse, fragt den Mann, was er in diesen Bildern sehe, und der Mann antwortet jedes Mal: „Geschlechtsverkehr!“ Nach dem siebten Bild unterbricht der Therapeut, und er fragt den Mann: „Sagen Sie mal, warum sagen Sie denn immer wieder nur Geschlechtsverkehr, bei jedem Bild?“ Der Mann antwortet: „Was kann ich denn dafür, dass Sie mir nur solchen Schweinkram zeigen?!“"




Ich möchte aber wissen, ob es diesen Witz im Internet auch gibt, und ich gebe also bei Google ein: witz mann psychiater rorschach geschlechtsverkehr. Als zweiter Eintrag erscheint da:

Humor | therapie.de
https://www.therapie.de/psyche/info/ratgeber/humor/
Witze ... über Therapeuten, Psychologen, Ärzte. Hier finden Sie Witze mit und über Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und andere Irre. Wenn Sie Weitere kennen, .... Ein Mann klagt seinem Psychiater: "Seit Wochen bin ich von dem Gedanken besessen, mein Geschlechtsteil in den Gurkenschneider zu stecken.

Ich rufe die Seite auf, suche nach geschlechtsverkehr und rorschach und werde in beiden Fällen nicht fündig. Ich wundere mich. Warum wird mir die Seite dann angezeigt? Schließlich, als mein Blick noch schnell über die Seite hinhuscht, sehe ich, dass der Witz doch da steht, nur eben ein wenig anders formuliert. Die Suchwörter rorschach und geschlechtsverkehr kommen darin tatsächlich nicht vor.

Ein Mann sitzt in einer psychologischen Untersuchung. Der Psychologe malt ein Dreieck und fragt: "Woran denken Sie, wenn Sie das sehen?" - "An Sex", antwortet der Patient. Der Psychologe malt eine Kreis und fragt wieder: "Woran denken Sie, wenn Sie das sehen?" - "An Sex" antwortet der Patient. Der Psychologe malt ein Viereck und fragt wieder: "Und woran denken Sie, wenn Sie das sehen?" - "An Sex" sagt der Patient. Der Psychologe: "Sie denken immer nur an das eine!" Der Patient: "Wer malt denn hier die ganze Zeit diesen Schweinkram?" (therapie.de)

Jetzt bleibt für mich nur die Frage, wie der gegenwärtige Suchalgorithmus bei Google das finden konnte. Offenbar arbeitet Google inzwischen mit semantischen Netzen, die so etwas können. Erstaunlich!

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P. S. Dragon NaturallySpeaking schreibt im Diktat übrigens immer: Rohrschachtest. Eigentlich einwandfrei. Und semantisch-assoziativ doch sehr aufgeladen: Rohr – Schach – Test. Da lässt sich mancherlei dabei denken!

Dienstag, 9. Januar 2018

"Europe mysteriously transformed ..."

Stimmt es denn?

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The genetic lineage of Europe mysteriously transformed about 4,500 years ago, new research suggests.

The findings, detailed today (April 23 [2ß13]) in the journal Nature Communications, were drawn from several skeletons unearthed in central Europe that were up to 7,500 years old.

"What is intriguing is that the genetic markers of this first pan-European culture, which was clearly very successful, were then suddenly replaced around 4,500 years ago, and we don't know why," said study co-author Alan Cooper, of the University of Adelaide Australian Center for Ancient DNA, in a statement. "Something major happened, and the hunt is now on to find out what that was."

The new study also confirms that people sweeping out from Turkey colonized Europe, likely as a part of the agricultural revolution, reaching Germany about 7,500 years ago.

For decades, researchers have wondered whether people, or just ideas, spread from the Middle East during the agricultural revolution that occurred after the Mesolithic period. (livescience.com)

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Wie stimmt das mit der These von der Einwanderung der Indogermanen und dem Vaskonischen überein, die Theo Vennemann vertritt?

Mittwoch, 13. Dezember 2017

"... bis zu acht Fremdsprachen!"

Schnell mal eine Fremdsprache lernen! In 14 Tagen! Welche Erfahrungen macht man da?

Ling Fluent – Lehre bis zu acht Fremdsprachen! Wissen mehrere Fremdsprachen erhöht den sozialen Status und die Macher diese innovative Lösung vollkommen darüber wissen. Dank der Bemühungen von Programmierern, Psychologen und Spezialisten im Bereich der Informationsbeschaffung Gehirn, wurde eine Plattform Ling Fluent erfahrungen, die zu meistern können bis zu acht europäischen Sprachen am häufigsten. Sind: Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Norwegisch, Schwedisch und Niederländisch. Ling Fluent – Lehre bis zu acht FremdsprachenWas ist das Geheimnis der Methode Ling Fluent? Der Schöpfer dieser einzigartigen Methode des Fremdsprachenunterrichts Ling Fluent Leo ist anders, Polyglott toll. Die Entwicklung Ihrer Methode, entdeckte er, dass das menschliche Gehirn nimmt die Worte, deren Bedeutung unbekannt ist. Dies lässt vermuten, dass es besser ist, zuerst zu sehen, ein neues Wort, nach dem hören in einem Satz, und erst am Ende erfahren, was es bedeutet. So lernen Kinder die Sprache, und es ist bekannt, dass in einem frühen Alter, wenn das menschliche Gehirn Informationen schneller absorbiert ...

Ach du lieber Gott! Wenn das Ergebnis so ist wie diese -- Übersetzung? Dann doch lieber nicht.

Samstag, 4. November 2017

'How and when Giza pyramids ...

... were actually built'

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Es gibt Zeitungsartikel und Meldungen im Netz, die mich anspringen. Sodass ich sie einfach festhalten muss. Für's öffentliche Notizbuch und auch so, für mich.

IT WASN'T POSSIBLE! 'Undeniable proof' of how and WHEN Giza pyramids were actually built | A conspiracy theory claims aliens built the pyramids on Earth thousands of years ago. | WITH their precise measurements and alignments with celestial bodies and magnetic north, it has long been argued that our ancestors around 4,600 years ago would have been unable to physically build the ancient Pyramids of Giza. | By JON AUSTIN | PUBLISHED: 13:52, Wed, Apr 19, 2017 | UPDATED: 14:30, Wed, Apr 19, 2017 || But, one theory claims to have cracked how they did it - claiming Egyptians used superior technology from alien visitors thousands of years ago. || But added to that, the shocking theory claims they were built much earlier than our history books tell us and that it was actually about 12,500 years ago when there were no civilised human societies on the planet. || The Ancient Aliens or Ancient Astronauts conspiracy theory claims that monuments like the great pyramids, or even Stonehenge, in Wiltshire, in the UK, could not have been created using the human technology available at the time. || So from this mystery, the theory takes the giant leap that it must have been advanced alien visitors who actually did it. […] Is PYRAMID found by NASA Curiosity Rover PROOF of alien civilisation on Red Planet? | Has tomb of Tutankhamun's mother Queen Nefertiti finally been found? | King Tut's manhood mummified upright to mimic erection but snapped off when tomb opened | Black ring aliens portal Novosibirsk Russia debunked | WHAT IS IT? Sinister giant black ring 'portal' in sky sparks fears of alien attack || express_logo | Privacy Policy Terms & conditionsCookie Policy | Copyright ©2017 Express Newspapers. "Daily Express" is a registered trademark. All rights reserved. (express.co.uk)

Nein, das heißt nicht, dass ich solchen Meldungen -- also auch nicht diese hier -- für wahr und richtig, noch nicht einmal, dass ich sie für bedenkenswert halte. Es heißt einfach: 'So können Menschen auch denken! Auch so können sie die Wirklichkeit wahrnehmen.'

Die normale Beobachtung, die durch das Internet und seine große Öffentlichkeit, gestützt wird: Die meisten Menschen können nicht gegensätzliche Meinungen zugleich denken. Sie sind einfach nicht -- eines meiner Lieblingswörter -- deliberativ veranlagt.*

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* Wohl wissend, dass die Sache mit der deliberativen Demokratie auch nur ein Schlagwort ist, wie das mit dem machtfreien Diskurs. Nein, es gibt keinen machfreien Diskurs! Es gibt, wie so oft, nur das Bemühen, sich ihm anzunähern.

Montag, 30. Oktober 2017

The Fallacy of Existence

Das wirklich Schöne am Wikipedia-Café ist: Man wird schon am Montag Morgen, noch dazu 1 Tag vor Halloween, mit schönen philosophischen Thesen konfrontiert, auf die man einfach eingehen muss! Nun denn ...

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Es - gibt - keine - Intelligenz !

Was für ein wunderbarer Wochenanfang! Das predige verkaufe sage ich seit Jahren! Es gibt nur Funktionalität. Sieht man ja an Ameisen, Kakteen, E. coli und der alten Frau Kowalski in Nr. 14, die nicht mehr ganz so gut funktioniert.

Jetzt kann man es auch mit Software und Maschinen zeigen: Gibt es äussere Gegebenheiten ("Regeln") entwickelt sich zwangsläufig / "automatisch" Funktionalität. YESSS! Und das, was nicht funktioniert, fällt weg. Hast auch du, Horst, das kapiert? GEEZER … nil nisi bene 08:15, 30. Okt. 2017

Dazu sagen ich um 10:24 Uhr:

Na, Geezer, da muss ich doch ein wenig Argument-Essig in den Gibt-es-nicht-Wein schütten! Das Problem ist allgemein und verallgemeinerbar: Das so schöne Prädikat ... gibt es nicht, will logisch und linguistisch gut bedacht sein. Ich mache hier nur ein paar Eckdaten durch Beispiele auf: 1. Den postulierten Stern Nemesis gibt es nicht. 2. Gott gibt es nicht. 3. Treue Ehemänner gibt es nicht. ... n. Intelligenz gibt es nicht. -- Die fallacy of existence, wie wir logischen Pastorentöchter gerne sagen, hat hier so einige Haken. Kurz gesagt: Es wird, auch von dir hier, so getan, als könnte man alle Existenz-Aussagen nach dem Muster von 1. Nemesis abwickeln, nämlich durch eine naturwissenschaftliche Überprüfung. Das aber ist ein Irrtum. Anders gesagt: Manche Dinge existieren, weil es ein Wort gibt und Menschen dieses Wort gerne ernsthaft benutzen und ihm, diesem Wort, dadurch Bedeutung verleihen. (Bedeutung im Sinne von Relevanz und Bedeutungsinhalt.) Oder gemäß dem guten alten Wittgenstein, in leichter Abwandlung von mir: Die Existenz einer 'Sache' entsteht, zumindest sehr oft, durch den Gebrauch des Wortes, das für die Sache steht. Anders herum: Gib mal Kriterien der Falsifikation für deinen Satz Es gibt keine Intelligenz an! -- Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob man behauptet, (a) X existiere nicht, und dem anderen, (b) man solle den Begriff X nicht naiv und undiskutiert verwenden. (a) verweist in die Empirie des Labors und der Sternwarten, (b) in den rationalen Diskurs.

Mittwoch, 23. November 2016

"Die große Liebe"

Das noch rüberkopiert, und dann ist Schluss für heute!

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Nur mal so, was sich so alles in die Berichterstattung einschleicht und wie das so mit den Quellen ist bzw. wäre, also als Beispiel:

"1973, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere lernt Uschi im Alter von 39 Jahren den Filmproduzenten Bernd Tewaag (76) kennen und lieben. Schon bald kommt ihr erstes Kind Benjamin (40) auf die Welt. 1981 geben sich die beiden das Ja-Wort. Sohn Alexander (34) und Tochter Julia (30) komplettieren die Familie." (jaja, die BUNTE!)

Hört sich ja so an bzw. liest sich, als habe die 39-jährige Uschi G. einen 76-jährigen geheiratet. Was nicht stimmt, wie das Geburtsjahr T. hier zeigt. Und hinzu kommt ein Zahlendreher! 67 ist er jetzt, nicht 76. Also, Vorsicht mit den Quellen! :-)

Sonntag, 20. November 2016

Ein paar große Alte

Zur Abwechslung mal was anderes:

1829 Friedrich Schlegel (* 10. März 1772 in Hannover; † 12. Januar 1829 in Dresden)
1832 Rasmus Rask (* 22. November 1787 in Brændekilde (Insel Fünen); † 14. November 1832 in Kopenhagen)
1835 Wilhelm von Humboldt (* 22. Juni 1767 in Potsdam; † 8. April 1835 in Tegel)
1867 Franz Bopp (* 14. September 1791 in Mainz; † 23. Oktober 1867 in Berlin)
1868 August Schleicher (* 19. Februar 1821 in Meiningen; † 6. Dezember 1868 in Jena)
1900 Max Müller (* 6. Dezember 1823 in Dessau; † 28. Oktober 1900 in Oxford)
1904
Otto von Böhtlingk (* 11. Juni 1815 in Sankt Petersburg; † 1. April 1904 in Leipzig)
1919 Karl Brugmann (* 16. März 1849 in Wiesbaden; † 29. Juni 1919 in Leipzig)
1922
Berthold Delbrück (* 26. Juli 1842 in Putbus auf Rügen; † 3. Januar 1922 in Jena)