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Donnerstag, 24. Februar 2022

"Wie wird man Millionär?"

 Eine Anzeige bei SPIEGEL-Online:



Woran erinnert mich das? 

"Wie wird man Millionär?" -- "Indem man Milliardär ist und eine Airline kauft!" 

(Da einen schönen Artikel aus dem Jahr 2004 gefunden. Der Spruch hat allerdings viele Väter.)

Jetzt also neu: 

"Wie wird man Millionär?" -- "Indem man Milliardär ist und in NFT investiert!"

Sonntag, 9. Januar 2022

Befindlichkeiten und Tatsachen

Und noch ein Kommentar aus dem CICERO:

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Politikfähigkeit der Grünen. Wenn Befindlichkeiten wichtiger sind als Tatsachen. Nicht nur mit ihrer Klimapolitik, die steigende Preise und Wohlstandsverluste für Normalverdiener bedeutet, beweisen die Grünen einen eklatanten Mangel an Regierungsfähigkeit: Denn man kann nicht gleichzeitig einem Land dienen und dessen Bevölkerung verachten. Von Jens Peter Paul. 9. Januar 2022

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"Denn bis auf weiteres gilt: Sie sind mit ihrem Land nicht im Reinen und nicht mit sich selbst."

Vorschlag, dass wir diese guten Worte auf die gesamte deutsche Gesellschaft 2022 anwenden. "Wir sind mit unserem Land nicht im Reinen und nicht mit uns selbst." 

Wir wollen die Vereinbarkeit des Unvereinbaren, und tadeln "die Politik", die diesen abstrus-hirnrissigen Wunsch nicht Wirklichkeit werden lässt. Weil er einfach nicht umzusetzen ist. Aber das will niemand hören.

Realistisch ist: Wir müssen unsere Ansprüche des "Weiter wie gewohnt!" herunterfahren. Skiurlaub, Fernreisen, Autofahren, Alltagskonsum -- alles runterfahren! Wie das geht? Steuern erhöhen, und zwar drastisch, und das Geld in die Umwelttechnologien umlenken.

Wie sagt da der Realist: "Politisch nicht durchsetzbar!" Er hat recht, der Realist. Und wir fahren an die ökologische Wand. That's it!

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Freitag, 12. November 2021

Die taz und der Joghurt

 Ach, liebe taz, weil ich doch gerade bei dir war:

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"Über 31.000 Personen beteiligen sich bei taz zahl ich. Immer mehr entscheiden sich dafür, uns zu unterstützen. Weil es eine unabhängige, kritische Stimme in den hiesigen Medien braucht. Weil es die taz braucht. Unsere Community ermöglicht damit den freien Zugang für alle. Weil wir Journalismus nicht nur als Produkt oder Ware, sondern auch als öffentliches Gut verstehen. Dies unterscheidet uns von anderen Zeitungen und Bezahlmodellen. Was uns noch unterscheidet: Unsere Leser:innen. Es sind schon über 31.000, die auf taz.de nichts bezahlen müssten, aber wissen, dass guter Journalismus etwas kostet."

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Ich stelle mir gerade vor, dass ich vor einem Supermarkt-Regal stehe, und der Joghurt sagt zu mir: 

"Immer mehr entscheiden sich dafür, unseren Super Linke Sahne Joghurt zu unterstützen. Weil wir Joghurt nicht nur als Produkt oder Ware, sondern auch als öffentliches Gut verstehen. Dies unterscheidet uns von anderen Joghurt-Herstellern. Was uns noch unterscheidet: Unsere Joghurt-Esser:innen."

Wahrscheinlich verstehst du nicht, was ich sagen will, liebe taz. Also noch einmal in der vereinfachten Kurzfassung: Ob Joghurt oder Zeitung, die Hersteller leben davon, dass ihr Produkt gekauft wird, weil Menschen dieses Produkt essen bzw. lesen wollen. Für Joghurt oder für Zeitungen zu spenden, ist der wirklich unsinnige Weg! Das wird auf mittlere Frist nie klappen.

Mittwoch, 17. Februar 2021

Ikea bei Amazon

Der Versuch, diese Rezension bei Amazon einzurücken. Mal schauen ... 
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Diese Ikea-Boxen -- direkt von Ikea -- sind gut und preisgünstig. Sie kosten bei Ikea pro Stück 1 Euro.

Nun aber, HIER, AUFGEPASST! 

 "Preis: 5,25 € + 15,50 € Versandkosten" 

Ich sehe so etwas in letzter Zeit häufiger, auch bei anderen Ikea-Produkten. Die gegenüber dem Originalpreis extrem überteuert angeboten werden. Die Überlegung ist offenbar: "Ein paar Dumme finden sich vielleicht." Schafft es Amazon nicht, da ein Auge drauf zu haben?! 

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Montag, 28. Dezember 2020

Preis / Streit

Die Frage, wie Preise gefunden werden, hat mich schon immer interessiert. Nun also ein kleiner Blick ins Innere der Maschine. Wenn man sich mal nicht einig ist. Und zwar so sehr, dass das in die Zeitungen kommt. 
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 "Moët Hennessy ist nicht der erste Getränkehersteller, mit dem sich Edeka anlegt. Erst vor wenigen Wochen hatten einige Edeka-Märkte alle Produkte von Coca-Cola aus den Regalen entfernt. In dem Fall ging es dabei um neue Lieferpreise des US-Konzerns. Allerdings brachen dabei die Umsätze für die Edeka-Filialen ein und der Streit wurde zeitnah wieder beigelegt." (chip.de)

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Ja, wenn sich die Kräfteverhältnisse wirklich zeigen ...!

Mittwoch, 2. September 2020

Seltsame Websites: businessvibes.de

Nein, diese Seite gehört nicht zu den bösen, sondern nur zu den -- nun ja, seltsamen. Die Seltsamkeit beginnt damit:

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Perfekt für Menschen, die sich neben ihrem Job was aufbauen möchten:
"Wie ich 500.000€ Umsatz mit Büchern gemacht habe,
ohne jemals ein Buch geschrieben zu haben"

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Seltsam warum? Nun ja, weil das alle Buchverlage, mit unterschiedlichen Umsätzen natürlich, so schreiben könnten. Sie machen ja auch Umsatz, die Verlage, ohne die Bücher selbst zu schreiben.

Dann weiter -- um das Video ansehen zu dürfen, soll man seine E-Mail-Adresse angeben. Ja, ja. Mit dieser schönen E-Mail-Sammlung lässt sich an sich schon schönes Geld machen. Weil: die Interessenten sind sehr spezifisch und damit sehr spezifisch für Werbung.

Unterm Strich: Ich hab es gelassen, keine Mail-Adresse. Die jungen Leute da sind mir einfach zu durchsichtig tüchtig. Um es mal so zu formulieren.

Samstag, 8. August 2020

KAPITALISMUS SPD ENRON


Es gibt Dinge, die werden nie so richtig öffentlich. Manche geraten schnell in Vergessenheit. Wie das hier ...

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Am 2. Dezember 2001 meldete das Unternehmen [Enron] Insolvenz an, da eine Übernahme durch den Konkurrenten Dynegy am 28. November 2001 gescheitert war. Die 401(k)-Ersparnisse und Betriebsrenten der Mitarbeiter im Wert von zwei Milliarden US-Dollar gingen verloren. Im Januar 2002 wurde die Aktie vom Handel ausgesetzt. Der Aktienpreis sank zuvor innerhalb kurzer Zeit vom Höchststand von 90 US-Dollar (August 2000, das Management von Enron verkaufte zu diesem Zeitpunkt seinen gesamten Aktienbestand) auf wenige Cent pro Aktie. Im Februar 2002 wurde bekannt, dass rund 500 Enron-Manager kurz vor der Pleite ihres Konzerns kräftige Bonuszahlungen erhalten hatten. So ließ sich Kenneth Lay eine Abfindung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar auszahlen. (Wikipedia)

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Seltsam, dass ich wieder auf Enron komme. Warum komme ich auf Enron zurück? Weil ich denke, dass die SPD, wenn sie solche Fälle systematisch aufarbeiten würde und eine realistische Politik in der Migrationsfrage machen würde, wieder auf die alten Werte kommen könnte. Was steht dem entgegen? Die internen Selbstverständlichkeiten, die zur Selbstverflüssigung und also zur Selbstauflösung führen.

Dienstag, 12. Mai 2020

Elsevier & de Gruyter

Ich bin mal wieder rückfällig geworden und hab -- aber nur ein klein wenig -- bei der Wikipedia mitgearbeitet! Anschließend auf der Diskussion: Aufklärung aber auch noch das angemerkt, was ich hier festhalte.

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... Und dann will ich das noch loswerden, auch wenn es nicht direkt zur Verbesserung dieses Artikels beiträgt. Überschrift: "Ausbeutung durch Verlagskonsortien. Was Elsevier bei den Naturwissenschaften ist de Gruyter bei den Geisteswissenschaften". Nämlich, ich sag es direkt: ein Wucherbetrieb! Ich hätte gerne eine Rezension dieses Buches gelesen. Dafür soll ich 30, in Worten: dreißig Euros zahlen! Für eine Rezension! Es ist wirklich wie bei Elsevier: Durch Steuern bezahlte Wissenschaftler schreiben und prüfen -- und Privatverlage machen den Reibach. Die Bibliotheken bluten aus. -- Wer das löschen will: Nur zu! Ich musste es mir einfach mal von der Seele tippen.

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Welche Verlage hat de Gruyter aufgekauft? Man kann es ja nachlesen.

Dienstag, 14. April 2020

Gehaltsdimensionen

Fund bei den SPIEGEL-Diskussionen:

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Ausgangspunkt

Philosophin über Gehaltsgerechtigkeit
Wie viel bin ich wert, im Vergleich zu anderen?
In der Coronakrise zeigt sich, welche Berufe entscheidend dafür sind, das Leben am Laufen zu halten. Die Philosophin Lisa Herzog hofft, dass die Gesellschaft daraus lernt. Werden wir alle die Chance nutzen?
Von Maren Hoffmann

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Crom
Fällt der Chef eine falsche Entscheidung, kann die ganze Firma den Bach runter gehen, am anderen Ende sieht das anders aus. Daher wird man versuchen die besten Manager zu rekrutieren und das bedeutet, das man entsprechend zahlen muss.

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Werner...
"Fällt der Chef eine falsche Entscheidung, kann die ganze Firma den Bach runter gehen ..."

Die meisten "Chefs" haben für diesen Fall ein gutes finanzielles Polster, ihre Angestellten eher nicht. Außerdem ist mit der Verantwortung noch nichts zu den Gehaltsdimensionen gesagt. Warum sollte, sagen wir: der oberste Chef von VW nicht mit dem 20fachen des Facharbeiterlohns gerecht entlohnt sein?

Exzesse von Boni und Gier - sie sollten offengelegt werden. Die SPD wäre die Partei dafür.

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Sonntag, 5. April 2020

Soziale Marktwirtschaft - "eine kurze, sachliche Diskussion"?

Ein Kommentar, den ich soeben bei der ZEIT eingerückt habe. Auf dass er sich noch ein wenig erhalte und verbreite.

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Corona-Krise. Her mit dem Corona-Soli. In der Corona-Krise haben viele Menschen ihr Einkommen verloren. Andere erhalten weiter Gehalt. Sie sollten zehn Prozent abgeben, fordert unsere Autorin. Von Ines Schipperges.  4. April 2020

Dazu gibt es dann, Stand jetzt, 1.420 Kommentare

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BDLB #407

Ich habe jetzt viele Kommentare hier gelesen und fühle mich wie auf einer Argumentationsachterbahn.

Was für mich bleibt: Wenn diese Corona-Krise geschafft ist, sollte eine lange Diskussion ansetzen, was denn heute "soziale Marktwirtschaft" und soziale Gerechtigkeit bedeuten. Und dann sollten Gesetze und Gesetzesänderungen folgen.

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s062012 #407.1
natürlich... äh nein. Noch mehr Steuern bezahlen? Dass der Soli bleibt ist klar. Die Rechnung der Großzügigkeit bezahlt wieder mal derjenige, der schuften geht. Da sind wir wieder gut genug. Steuerliche Entlastung dagegen ist beim deutschen Neidbürger völlig indiskutabel. Eigenartigerweise fordern immer nur diejenigen, die profitieren.

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Demokratieversuch #407.2
Keine lange, eine kurze sachliche, damit die Ergebnisse bei der nächsten Krise verwertbar sind. Wie immer sind, die Schönredner sind gefordert

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"Keine lange, eine kurze sachliche, damit die Ergebnisse bei der nächsten Krise verwertbar sind. Wie immer sind die Schönredner gefordert."

Nun denn - die Schönredner. Es ist immer die Frage, wie man eine Diskussion angeht und aufzieht. Da müssen halt Regeln her. Ohne die geht es nun mal nicht. Wenn zunächst alle mitmachen dürfen - dann erst mal vorgeschaltet ein Stimmungsbild via Internet vielleicht.

Aber wie auch immer - die Häßlichredner werden den "Schönrednern" wahrscheinlich in politischen Diskussionen immer unterlegen sein. Gut formulieren zu können, ist ja nicht per se ein Manko. Man vergibt beim Eiskunstlauf ja auch keine Sonderpunkte für die, die am häufigsten hinfallen.

Lange / kurze Diskussion?

Übers Knie brechen kann man eine solche Sache nicht. Es braucht seine Zeit. Und wir leben nicht mehr in Grundgesetz-Zeiten, wo alles auch kontrovers war, aber halt - 14 Tage Konvent und 9 Monate Rat - ein GG her musste. Die deutsche Gesellschaft heute, das sollte man sich durch die Lektüre der Kommentare hier wie anderswo immer mal wieder klarmachen, ist extrem aufgespalten und die Interessengruppen, einmal von der Leine gelassen, sind kaum noch kompromissfähig. Wie könnte es da eine kurze, sachliche Diskussion geben? (zeit.de)

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Montag, 13. Januar 2020

Erbschaftssteuer > Leistung - was ist das?

Die Schlaumeier, die mit der Leistung daherkommen! 

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 will den Nachlass neu besteuern: Umso höher, je älter das Vermögen ist. Ein Gespräch über Familie, Glück und die Fairness des Marktes.  Interview: Lars Weisbrod

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Erben sei also keine Leistung? Nur, ich würde behaupten: Von der Natur, den Eltern und dem Zufall ein Bill-Gates-Hirn & entsprechende zufällige Umstände mitbekommen zu haben, ist auch keine Leistung. Was zum Teufel ist im Leben schon Leistung! GLÜCK haben, darum geht es. Das Leben ist eine Lotterie!

Und außerdem, Achtung! Es gibt menschliche Instinkte! Das beginnt ja mit dem "Eigentum". Wohin haben die Eigentum-ist-Diebstahl-Versuche geführt? Ja, genau. Ins reine Elend haben sie geführt. Überall. Und zu den Instinkten gehört auch, Eigentum an Nachfahren oder an Menschen, die man selbst bestimmt hat, weitergeben zu dürfen.

Und wenn ich "Fairness des Marktes" lese, dann muss ich einfach spontan lachen. "Glück gehört dazu, das Getränk seiner Träu-me zu fin-den!" Getränk? Jawohl!

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Ok, das kommt natürlich auch.

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ZEIT: Die Wirtschaftswissenschaftler Milton und Rose Friedman haben ein anderes Argument gegen die Erbschaftsteuer ins Feld geführt: Warum macht es überhaupt einen Unterschied, ob ich ein Vermögen erbe oder ein Talent? Beides ist Glückssache. Wir würden nie auf die Idee kommen, die Talente von Musikern, Sportlern, Künstlern umzuverteilen. Warum also Vermögen?

Halliday: Die Friedmans tun so, als sei Talent etwas, das man einfach hat oder nicht. Aber das stimmt nicht: Jeder Sportler oder Künstler muss Arbeit aufbringen, um sein Talent auszubilden. Man muss Opfer bringen. Außerdem geben talentierte Menschen der Gesellschaft gewöhnlich etwas zurück, sie haben einen Output, der für uns in irgendeiner Form wertvoll ist. Menschen zahlen Geld, um einen talentierten Fußballer oder Pianisten spielen zu sehen. Für Erben gilt das nicht. Wer erbt, muss weder Arbeit in etwas hineinstecken noch erzeugt er einen Wert für die Gesellschaft. Erben ist keine Leistung. Erbschaften sind deswegen auch nicht Teil der Marktwirtschaft.

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Ich bleibe dabei: Auch die menschliche Fähigkeit, "Arbeit aufbringen" -- seltsame Übersetzung übrigens -- zu können, ist, neben vielem anderen, eine Sache des Glück-habens. Und wer sagt es denn: Macht Geld glücklich? Nein, sagt Arndt. Und der muss es schließlich wissen!

Ich sage: Lasst den Reichen ihr Geld! Sie haben ja nichts anderes!

Dienstag, 15. Oktober 2019

Daytrading: Minus-Nullsumme

Über eine Anzeige in der tz komme ich auf diese Seite. Und was sage ich? Ich sage: "Ach du lieber Gott!"

"WELTNEUHEIT: DAYTRADING LERNEN 
IN NUR 5 MINUTEN"

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Diese Gedanken sind einfach und nicht von der Hand zu weisen:

  1. Wenn es so einfach wäre, dann wären alle dabei, reich zu werden.
  2. Aktien sind ein Minus-Nullsummenspiel: Die einen gewinnen, die anderen verlieren. Minus = es gibt Kosten bei der Verwaltung.
  3. Statt sich da einzuarbeiten, geht man lieber in einen Fond, der in den vergangenen Jahren erfolgreich war und kein Schneeballsystem beinhaltet. (VORSICHT! "Die großen Geldskandale: Bernard L. Madoff ist in den USA als mutmaßlich größter Finanzbetrüger aller Zeiten zu 150 Jahren Haft verurteilt worden. Er soll Anleger um 65 Milliarden Dollar geprellt haben." (welt.de)
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Michael Sturm, Chefanalyst & Profi-Trader || Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand! Ein Grund, warum er viel Zeit für das Ausfeilen von seinen Trades und Strategien verwendet. Mit Vorliebe entwickelt er komplexe Handelsstrategien auf Basis von Derivaten.

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    Montag, 8. Juli 2019

    Dieselbetrug

    Notizbuch

    Immer wieder: Wie können hochbezahlte Manager so technik-genial und gleichzeitig so alltagsdumm sein? Das Risiko mit der Schummelsoftware konnte sich doch jeder 14jährige ausrechnen!

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    Dieselskandal: Wie Autobosse von der Justiz gejagt werden | SPIEGEL Plus

    So wie es lange Zeit unaufhaltsam nach oben geht, zieht es Winterkorn nach unten, als die US-Behörden den Dieselbetrug enthüllen. Von dem Tag an beginnt sein zweites, bitteres Leben. Der Manager, der früher in einer Woche drei Kontinente abflog, kann heute wegen des US-Haftbefehls nicht einmal zur Examensfeier seines Sohnes in die USA reisen. Selbst eine Fahrt nach Österreich birgt Gefahren, auch dort drohen ihm Verhaftung und Auslieferung. Und so lebt Winterkorn, dessen Arbeitstage selten weniger als 14 Stunden hatten, mit seiner Frau in einer Villa in München-Bogenhausen und schaut, wie ein Vertrauter sagt, "den Bäumen beim Wachsen zu". (spiegel.de)

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    Montag, 17. Juni 2019

    "Finanzindustrie'" ?

    Noch nie habe ich glauben können, dass der Begriff Finanzindustrie einen Sinn ergibt. Wir sollten darauf bestehen, dass Industrien etwas Materielles und dann Verkäufliches herstellen. Casinos, Hotels, Reisebüros -- alle reinen Dienstleister bilden keine Industriesparten. Dass irgendwie -- nun: viel Geld verdient wird, ist als Merkmal für Industrie nicht hinreichend.

    Und wo finde ich mich anschließend wieder? Bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung

    Hab ich was dagegen? 

    Nein.

    Sonntag, 2. Juni 2019

    Gewächshaus

    Notizbuch

    Wird er uns wirklich klar -- der Zusammenhang zwischen unserem Luxus und dem Elend anderer?


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    SPIEGEL 23, 2019. S. 74

    Ausbeutung, Tagelöhner, Südspanien, Erdbeeren, Tomaten, Deutschland.

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    Freitag, 3. Mai 2019

    Liebe Firma Vodafone!

    Die Firma Vodafone schirmt sich gegen Kunden-Mails gut und freundlich ab. Das ist absolut nachvollziehbar. Individuelles Beantworten von Mails und Briefen kostet Firmen viel Zeit und damit bares Geld.* 

    * Ein Unternehmer hat mir mal gesagt: Eine Endkundenanfrage wirklich persönlich und also nicht mit ein paar Textbaustein-Floskeln zu beantworten, schlage mit Minimum 30 Euro pro Antwort zu Buche. Schritte: > Frage durchdenken > Antwort formulieren > Überprüfen der Antwort, vor allem auf juristische Implikationen > [ggf. in die Schleife mit Rückfragen im Haus, zurück an Antwort formulieren] > Endkorrektur > Verschicken.)

    Also mache ich es als Endkunde mal so, dass ich hier eine "offene Mail" an Vodafone schreibe. Mit dem Inhalt der Mail, die nicht zugestellt werden konnte.

    ==

    Betreff: Re: 🍀 Gewinne 1 von 5 Weber-Grills, Mamfred Müller, München
    Datum: Fri, 3 May 2019 xxx
    Von: Manfred Müller
    An: Vodafone 



    Guten Tag!

    Ich bin bei Sprachlichem ein Sensibelchen, ich weiß. In diesem Sinne folgende Hinweise:


    "Suchst Du Gründe zum Feiern, Mamfred Müller, Lindwurmstr. München?"

    • Ich dachte immer, in einem durchorganisierten Betrieb wie Vodafone würden Namen und allgemein: Kundendaten direkt aus der Datenbank in Texte eingefügt. Wie aber wurde dann aus einem Manfred ein Mamfred? Da muss jemand, sehr aufwendig, händisch eingegriffen haben, oder?
    • Ob man die Kunden siezen oder duzen soll, wurde sicherlich bei Vodafone in den obersten Kreisen des Managements ausführlichst diskutiert, und man hat sich, nach Abwägung vieler Gründe, für das moderne Duzen à la Ikea und gegen das Siezen entschieden. Ich bin ein sehr leicht "duzbarer Mensch". Ja, mir ist es angenehm, geduzt zu werden. Dennoch glaube ich, dass in neutralen Zusammenhängen die Mehrheit der Deutschen über 30 im Moment noch für das Sie ist.
    • In der Begrüßungszeile Straße und Ort mit aufzuführen, verstößt gegen gleich mehrere stilistische Gepflogenheiten des Deutschen. Ich würde vorschlagen, Straße und Ort wegzulassen. 
    • Die Zeile hießt dann: "Suchen Sie Gründe zum Feiern, Herr Müller?"
    • Über den Inhalt dieser Mail reden wir dann ein andermal. Richtung: Fühlt sich jemand nicht vielleicht doch etwas unter Wert eingeschätzt, wenn man ihm unterstellt, es müssten ihm von außen Gründe für das Feiern geliefert werden?
    Grüße aus München!

    Manfred Müller



    ==


    * Automatisch generierte Rückmeldung:

    --

    Lieber Vodafone-Interessent, 

    Sie haben Fragen an uns? 

    Nutzen Sie bitte unsere www.vodafone.de/kontakt. 

    Hier finden Sie unter anderem einen Shop in Ihrer Nähe, Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie die Rufnummern für unseren Kundendienst. 

    Anfragen über die E-Mail-Adresse info@enews.vodafone.de können leider nicht beantwortet werden. 

    Danke für Ihr Verständnis. 

    Freundliche Grüße

    Ihr Vodafone-Team 

    Die gesetzlichen Pflichtangaben finden Sie unter https://www.vodafone.de/impressum.html

    ...

    ==

    Freitag, 26. April 2019

    "Angst bei den Großbanken"

    Ich habe überhaupt keine Lust, Verbraucheranwalt zu werden. Aber solche Meldungen springen einfach ins Auge:

    --

    SONDERBERICHT: Thomas Gottschalks neuste Investition sorgt für Begeisterung bei Fachleuten und Angst bei den Großbanken

    Deutsche verdienen von zu Hause aus bereits Millionen Euro mit diesem „Reichtumsschlupfloch" – aber ist es legitim?


    --

    Und oben steht zwar ZEIT Online, aber in der URL-Zeile steht: secretskeletons.com

    Die Sucht der Menschen wird bedient: durch Nix-tun reich zu werden. Denn die Könner auf diesem Gebiet machen es ja vor. "Investoren", die spekulieren und wetten und reich werden. Kaum jemand bedenkt: Wenn gezockt wird, ist der Gewinn des einen der Verlust des anderen. Abzüglich Gebühren der Spielbank = der Bank und der sonstigen Zockerei-Veranstalter.

    Und wie sich die Dinge wiederholen! Dass Banken jetzt Angst haben, weil ein bauernschlauer Schlaumeier ein "Geheimnis", gelegentlich auch "einen Trick" verrät.

    Und wenn die kleinen Leute mit ein wenig Geld und viel Gier durch den Trick und das Geheimnis zu armen Schweinen geworden sind, wird Thomas G. sicherlich nicht haftbar gemacht.

    Also, Freunde des ohne Arbeit erworbenen schnellen Geldes, kämpft euch mal hier durch ...

    Beispiel:

    "Seine [des Spekulanten Müller, 26] Geschichte wirft ein Schlaglicht auf die irrwitzigen Produkte, die Finanzmakler und Broker Laien auch nach der Finanzkrise noch verkaufen.

    Die Zeitbombe, in die Müller sein Geld gesteckt hat, heißt "Contract for Difference" - kurz CFD. 2013 lag das Marktvolumen solcher Verträge, die auf bestimmte Kursdifferenzen von Aktien, Devisen oder Rohstoffe wetten, bei 1,1 Billionen Euro." (spiegel.de)  Usw.

    --

    Ich hätte da mal EINE IDEE!

    Bei jedem Vertragsabschluss dieser Art ist automatisch festgelegt: Bei Verlusten ist die Aufteilung, über die die Verluste beglichen werden, diese:

    Bank : Vermittler (perönlich) : Kunde >> 20% : 40% : 40%.


    Donnerstag, 18. April 2019

    "Auf Kosten Milliarden armer Menschen"

    "Niemand müsste arm sein ..."

    --

    KOMMENTARE

     8
    "Wie Sie sich Ihren Wohlstand auf Kosten dieser Menschen sichern, weiß ich nicht, doch ich arbeite selbst für meinen Wohlstand."

    Auf Kosten Milliarden armen Menschen in der Welt!
    Der Westen ist doch nur deswegen reich!
    Das Sie nicht der alleinige Verursacher dessen sind, ist mir schon klar.
    Doch Ihre ignorante Grundeinstellung teilen Millionen andere Menschen auch. Und das macht es dann zum Problem!
    Niemand müsste arm sein, wenn es nicht so viel Reichtum geben würde!


    --

    Argumentation: reich und arm sind relationale Begriffe. Dass niemand arm wäre, wenn es keine Reichen gäbe, das ist vollkommen richtig. Es besagt nur nichts über die Lebensqualität derer, die da in perfekter Egalität leben. Alle praktischen Versuche, Egalität herzustellen, haben dazu geführt, dass ich eine Oberschicht bereichert hat und die Armut groß wurde.

    Dienstag, 5. März 2019

    Erich Rebasso

    Notizbuch

    Was doch so alles an einem vorbeiläuft! Wer ist bzw. war Erich Rebasso? Und welche Tätigkeitsbereich gibt es doch, wenn es um das große Geld geht!

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    Die Akte Erich Rebasso: Protokoll einer unglaublichen StaffeL Michael Nikbakhsh und Christoph Zotter (04.03.2019) ||| Der 2012 ermordete Wiener Rechtsanwalt Erich Rebasso wusch in großem Stil Geld für russische Klienten | Wie Recherchen eines internationalen Journalisten-Kollektivs belegen, schleuste er über ein einziges Wiener Raiffeisen-Konto in kaum mehr als einem Jahr rund 100 Millionen Dollar zu Offshore-Firmen mit Sitz in Panama und auf den Britischen Jungferninseln. | Das Geld stammte auch aus organisierter Kriminalität. Rebasso zeigte sich und seine Klienten schlussendlich selbst an. Doch die österreichischen Behörden blieben untätig. (profil.at)

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    Donnerstag, 28. Februar 2019

    "Die Schweizer Damen": Elisabeth Raabe und Regina Vitali

    Ich habe doch, wenn auch nur kurz, mit dem Luchterhand-Lektor Klaus B. in Kontakt gestanden.  Lange her. Klaus B. hat immer von den "Schweizer Damen" gesprochen.

    Jetzt habe ich einmal nachgeschaut und diese Stelle gefunden:

    --

    Ermutigt durch den Erfolg des Literaturkalenders wagte der Verlag mit dem Kauf des literarischen Teils des Luchterhand Verlags eine spektakuläre Expansion. Der Hermann Luchterhand Verlag in Neuwied als gemischter Verlag aus dem weitaus größeren juristischen Fachverlag und dem literarischen Verlag war 1987 an den niederländischen Kluwer-Konzern (heute Wolters Kluwer) verkauft worden. Das literarische „Anhängsel“ in Darmstadt war für den Fachbuch- und Wissenschaftsriesen nicht von Interesse, und so konnte Arche noch im selben Jahr den renommierten literarischen Teil mit Autoren wie Günter Grass, Peter Härtling, Gabriele Wohmann, Anna Seghers und Christa Wolf sowie der Taschenbuchreihe „Sammlung Luchterhand“ zu einem vermutlich nicht allzu hohen Preis übernehmen, denn „wir suchten ein Standbein in der Bundesrepublik“. Zu spät musste man feststellen, dass die Taschenbuchrechte für den neuen Roman von Grass, Die Rättin, kurz vor den Verhandlungen mit Kluwer zu einem hohen Vorschuss verkauft worden waren. Zudem stellte sich später heraus, dass die Verluste des literarischen Luchterhand Verlags über die letzten zehn Jahre hinweg nicht in der Bilanz auftauchten, weil man durch kreative Buchführung die Herstellkosten durch die hauseigene Druckerei nicht ausgewiesen hatte.

    Die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 hatte für Luchterhand dramatische Folgen, denn der Verlag lebte in hohem Maß von den Lizenzen, die DDR-Verlage dem westdeutschen „linken“ Verlag Luchterhand übertragen hatten. Auf dem nun gesamtdeutschen Buchmarkt fielen die Rechte in der Regel an den lizenzgebenden DDR-Verlag zurück, allen voran an den Aufbau Verlag mit Christoph Hein, Hermann Kant und Irmtraud Morgner. Im Sommer 1991 siedelte der Verlag nach Hamburg über, weil die finanzielle Situation nach der Kündigung eines Bankkredits schwierig geworden war und der dortige Senat mit zinsgünstigen Krediten lockte: „Der Umsatz war bei gleichbleibenden Fixkosten dramatisch gesunken.“ Weitere Maßnahmen, um den Verlag zu stabilisieren, waren notwendig. Die Vertriebsrechte und das Warenlager der „Sammlung Luchterhand“ wurden an den Deutschen Taschenbuch Verlag in München verkauft, und das operative Geschäft von Arche, die noch immer in Zürich residierte, wurde nach Hamburg verlagert sowie Lektorat und Presse für die beiden Verlage dort zusammengefasst. Doch die Maßnahmen fruchteten nicht, sodass die Verlegerinnen schließlich ihre Anteile zum 1. März 1994 an den Münchner Wirtschaftsanwalt Dietrich von Boetticher verkaufen mussten, um „wenigstens unsere Arche, die kleine ‚Mutter‘, zu retten“. Ein Jahr später wurde auch der mit der Arche übernommene Verlag Sanssouci, „das heitere Beiboot“, an den Carl Hanser Verlag in München verkauft, wo er lange Zeit erfolgreich geführt wurde: „Ich hatte keine Ader für Sanssouci“, merkt Raabe selbstkritisch an. (literaturkritik.de)

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    Ja, wenn sich das Lesen sich mit dem Kaufmännischen paart!