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Samstag, 8. August 2020

KAPITALISMUS SPD ENRON


Es gibt Dinge, die werden nie so richtig öffentlich. Manche geraten schnell in Vergessenheit. Wie das hier ...

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Am 2. Dezember 2001 meldete das Unternehmen [Enron] Insolvenz an, da eine Übernahme durch den Konkurrenten Dynegy am 28. November 2001 gescheitert war. Die 401(k)-Ersparnisse und Betriebsrenten der Mitarbeiter im Wert von zwei Milliarden US-Dollar gingen verloren. Im Januar 2002 wurde die Aktie vom Handel ausgesetzt. Der Aktienpreis sank zuvor innerhalb kurzer Zeit vom Höchststand von 90 US-Dollar (August 2000, das Management von Enron verkaufte zu diesem Zeitpunkt seinen gesamten Aktienbestand) auf wenige Cent pro Aktie. Im Februar 2002 wurde bekannt, dass rund 500 Enron-Manager kurz vor der Pleite ihres Konzerns kräftige Bonuszahlungen erhalten hatten. So ließ sich Kenneth Lay eine Abfindung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar auszahlen. (Wikipedia)

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Seltsam, dass ich wieder auf Enron komme. Warum komme ich auf Enron zurück? Weil ich denke, dass die SPD, wenn sie solche Fälle systematisch aufarbeiten würde und eine realistische Politik in der Migrationsfrage machen würde, wieder auf die alten Werte kommen könnte. Was steht dem entgegen? Die internen Selbstverständlichkeiten, die zur Selbstverflüssigung und also zur Selbstauflösung führen.

Donnerstag, 9. April 2020

Eine Diskussion bei der ZEIT.

Eine Diskussion bei der ZEIT. Die natürlich steckenbleibt. Für solche Diskussionen sind Foren dieser Art ja nicht gemacht.

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"Aber unsere Staaten handeln mit diesen Regierungen, liefern an sie Waffen, damit die Verhältnisse auch schön so bleiben. Und der Westen erhebt eben auch keine Strafzölle auf solche Produkte."

Zu gerne würde ich - auch wenn wir dabei völlig vom Thema abkommen - diese Diskussion auf 50 Seiten führen!

Ich halte das alles ja für völlig berechtigt! Einerseits. 

Auf der anderen Seite - wir haben da schon so Einiges an Kontrollen. Und - wenn der eine nicht liefert, liefert der andere. So sicher wie das Amen in der Kirche. An Waffennachfrage und Waffenlieferung fehlt es nie, auch wenn Deutschland sich zum Heiligen Land wandelt.

"Die Vertriebsketten so wie sie gerade sind, setzen korrupte autoritäre Regierungen voraus. Andernfalls hätte man die Fabriken dort nicht errichtet."

Das sind zwei paar Stiefel. 1. Korrupte Regierungen, oft ja. Aber nicht notwendig. Denn: 2. Die Löhne sind einfach viel niedriger. Und es gilt auch: Wenn diese Länder keine Jeans oder Schuhe zusammennähen würden, dann hätten sie gar nichts. Für den Aufbau einer Auto- oder Computerindustrie sind sie einfach nicht entwickelt genug.

" Sollte man sich vor Ort wehren, so wird man versuchen, nach Afrika zu gehen."

Sie sagen es! 

Also nach all dem: Was könnte man konkret tun? Wie schon gesagt: Selbst wenn Deutschland zum Heiligen Land würde, gerecht und ethisch bis zum Anschlag, ändert das die Welt nicht.

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Sonntag, 2. Juni 2019

Gewächshaus

Notizbuch

Wird er uns wirklich klar -- der Zusammenhang zwischen unserem Luxus und dem Elend anderer?


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SPIEGEL 23, 2019. S. 74

Ausbeutung, Tagelöhner, Südspanien, Erdbeeren, Tomaten, Deutschland.

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Montag, 25. März 2019

Abendzeitung > Werbung > Finanzierung > Filter

Zeitungen brauchen Geld. Darum pflastern sie, kaum dass eine Seite aufgerufen ist, Werbung über das Bild. Natürlich ist das kontraproduktiv. Natürlich rutschen solche Seiten schnellstens in den "Filter nicht aufzurufender Websites"

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Mittwoch, 28. November 2018

60 Milliarden Dollar

DIE WAHRHEIT BEI TAG UND BEI NACHT

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Am Anfang rauchte sie nur Marihuana. Dann Crack. Dann Crystal Meth. Seine Tochter sei heute 20 Jahre alt und abhängig von Heroin, sagt Jaeger. Aus seiner Brusttasche zieht er nun ein kleines Foto. Darauf ist eine Frau mit zerfurchter Haut und aufgerissenen Augen, wie eine Grimasse. Seine Tochter sei erst halb so alt wie er, sagt Jaeger, "manchmal sieht sie aus wie meine Mutter". Er besuche sie einmal im Monat in einer Klinik. Seine Frau habe sich scheiden lassen, er sei nur wegen seiner Tochter aus Afghanistan zurückgekehrt. Und als er sie gefragt habe, wer ihr die Drogen verkauft, von wem sie als Teenager den ganzen Stoff bekommen habe, da habe sie ihm verraten: von den drei Männern, denen er Arbeit und eine Chance gegeben hatte, die immer zu ihnen zum Essen gekommen waren, den jungen Männern aus Kolumbien.

Jaeger sagt, er habe jetzt einiges begriffen. Er hat nicht auf Fox News, sondern auf CNN gehört, dass allein dieses Jahr 400 000 Immigranten illegal über die Grenze gekommen seien; dass mit ihnen jedes Jahr Drogen im Wert von über 60 Milliarden Dollar ins Land gelangten und dass im vergangenen Jahr mehr als 70 000 Menschen in den USA an Überdosis gestorben seien, so viele wie nie. (spiegel.de)

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Donnerstag, 19. Juli 2018

Die Kapriolen des Kapitalismus

Fund:

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"Der wertvolle Rohstoff wird in Zukunft noch gefragter als je zuvor. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2040 weltweit 20 % mehr Öl verbraucht werden als heute. Wir haben für Sie die 3 besten Aktien gefunden, die von dem Ölrausch massiv profitieren werden! Auf Sie wartet hier eine der größten Gewinn-Chancen des Jahrzehnts! In diesem exklusiven Sonderreport erfahren Sie:

… mit welchen 3 Öl-Aktien Sie jetzt 2018 richtig viel Geld machen können!" (swissinvestor.de)

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Dieser Text kam aus einer Anzeige irgendwo. Aber er lässt sich auch direkt bei der Werbung für das Buch nachlesen.

Da will alle Welt weg vom Öl, hin zu Solarstrom als wichtigstem und zentralen Energieträger. Und dann das! Und alles dreht sich um's Geld. Auf dass es mit den Inverstoren hinab in die Grube fahre!

Sonntag, 20. Mai 2018

""Die Leute schlachten ..."

Notiz. Was sagen die, die vom Sozialismus träumen?

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"Deutsche Rentner verlassen Venezuela | "Die Leute schlachten Katzen und Hunde" | 20.05.2018 - Zwölf Jahre lang lebte das Hamburger Rentnerehepaar Franz und Gisela Holl in Venezuela. Diese Woche kamen sie zurück nach Deutschland - wegen der schweren Wirtschaftskrise. Sie schildern die Not der Menschen dort." (spiegel.de Video)

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Selbst wenn man die Meinung vertritt, dass der Kapitalismus – nur eben nach einer längeren Frist – ebenfalls in die Katastrophe führt: Wie modifiziert man ihn? Wie schafft man ihn ab? Wenn doch die Leute kurzfristig denken und im Grunde genommen wirklich gilt: „Nach uns die Sintflut!“


Donnerstag, 19. April 2018

Deutsche Bank: "Bonus-Unkultur"

Notizbuch:

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„Bonus-Unkultur. Jetzt attackiert auch die Konkurrenz die Deutsche Bank. Von Gerald Braunberger. 19.04.2018 || Was läuft schief in den Chefetagen der Deutschen Bank? Darüber macht sich nun auch die Konkurrenz Gedanken. | In der Heimat des neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Christian Sewing, hat der Vorstandsvorsitzende der genossenschaftlichen DZ Bank, Wolfgang Kirsch, am Mittwochabend eine harte Kritik an Zuständen in Teilen des Bankgewerbes geübt. Kirsch erwähnte nicht namentlich die Deutsche Bank, aber ein großer Teil seiner Kritik trifft wohl nicht zufällig auf die Deutsche Bank zu. In einer Rede vor dem Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld prangerte Kirsch laut dem Redemanuskript eine 'Bonus-Unkultur' an, die 'jedes Verständnis von unternehmerischer Verantwortung pervertiert'. Die Transformation von Egoismen in Unternehmenswohl und daraus entstehendes Gemeinwohl durch Boni funktioniere offensichtlich nicht. ... 'Wie passt ein Bonus, der gute, ja überdurchschnittliche Leistungen honorieren soll, zu unterdurchschnittlicher Performance? Zu ausfallenden Dividenden? Zu Kapitalerhöhungen', fragte Kirsch rhetorisch. Wenn ein Bonus nur noch als Halteprämie funktioniere, solle man erstens die Motivation des Mitarbeiters hinterfragen und zweitens, ob das Geschäftsfeld noch tragfähig sei. Dies lässt sich durchaus als ein Kommentar zur Entscheidung der Deutschen Bank lesen, für das vergangene Jahr im Investmentbanking trotz eines Verlustes Boni zu zahlen, weil dies angeblich notwendig sei, um qualifiziertes Personal an Bord zu behalten. Boni nur für herausragende Leistungen „Ebenso bin ich der Meinung, dass unternehmerische Entscheidungen erst einmal von den Eignern und den Märkten zu beurteilen sind“, fuhr Kirsch fort. Das mag eine Anspielung auf die Praxis der Deutschen Bank sein, seit Jahren Boni auszuschütten, obgleich der Markt in Gestalt der Börse den Aktienkurs der Bank seit Jahren in den Keller schickt. „Gesellschaftliche Akzeptanz ist die erste Grundlage des Bankgeschäfts, und in der Debatte über Boni schwingt eben auch die grundsätzliche Frage mit, ob nur, weil etwas vertraglich zugesichert und rechtlich möglich ist, auch immer legitim sein muss“, führte der langjährige Vorstandsvorsitzende der DZ Bank aus." (faz.net)

Dienstag, 30. Januar 2018

Adblocker? Ein Vorschlag ...

Wirtschaft ist eine andere Form der täglichen Auseinandersetzung zwischen Interessen. Beispiel: Der "User" will keine Werbung sehen, weil sie ihn nervt. Blocker werden erfunden und gerne genutzt. Das bedroht das Geschäftsmodell z. B. der Zeitungen. Als kommt -- inzwischen wohl flächendeckend -- so etwas:


Man beachte: den herausfordernd-abschätzigen Blick der jungen Dame! "Du kommt mir nicht in meine Wohnung! Du Werbung-Verweigerer!

So geht das hin und her.

Mein Vorschlag für die nächste Stufe an Chrome u. a.: Der User darf anklicken, wenn er eine Seite überhaupt nicht mehr sehen möchte. Zum Beispiel, weil sie Adblocker ausschließt.

Und gleich noch ein Vorschlag: Die Werbung so gut machen, dass man sie gerne anschaut. Youtube macht es vor: Nach 3 Sekunden darf man wegklicken. Wer gesehen werden will, muss was Spannendes präsentieren.

Freitag, 5. Januar 2018

Der Tag der fetten Katzen

Eine SPIEGEL-Meldung, mal ausführlich. Sie bleibt zu kommentieren.

"Astronomische Gehälter, magere Löhne

Tag der fetten Katzen

Seit Mittwochabend müssen Top-Manager nicht mehr arbeiten - sie haben schon so viel verdient wie der Durchschnitts-Deutsche im ganzen Jahr.

VON FELIX BOHR

Der britische Humor ist berühmt. Und die Engländer sind bekanntlich selbst dann noch zum Witzeln aufgelegt, wenn anderen das Lachen im Halse stecken bleibt: Sie begehen etwa den "Fat Cat Day". Als fette Katzen gelten auf der Insel die überfütterten Topverdiener des Landes. Und Donnerstag, der dritte Arbeitstag des neuen Jahres, ist ihr Tag: Zur Lunchzeit hatten die Vorstandschefs der 100 umsatzstärksten britischen Börsenunternehmen bereits genau so viel verdient, wie der Durschnitts-Brite im gesamten Jahr verdienen wird.

Auch in Deutschland gibt es einen Tag der fetten Katzen. Die Chefs der 30 Dax -Unternehmen konnten ihn schon am Mittwoch feiern: Seit Mittwochabend müssten sie also eigentlich keinen Handschlag mehr tun und würden trotzdem so viel verdienen wie der Durchschnitts-Deutsche.

Denn sie erhalten durchschnittlich 6,1 Millionen Euro brutto im Jahr. Spitzenverdiener war 2016 SAP-Boss Bill McDermott mit 15,3 Millionen. Im Schnitt brauchen die Dax-Top-Manager also nur 2,87 Tage, um auf den jährlichen Bruttolohn des vollbeschäftigten deutschen Durchschnittsverdieners zu kommen. Denn das sind genau 48.936 Euro pro Jahr.

Die übrigen Dax-Vorstandsmitglieder können sich am kommenden Samstag freuen, die Durchschnittsverdiener abzuhängen.

Und künftig müssen die fetten Katzen noch weniger arbeiten. Denn Deutschlands Top-Manager verzeichnen einen steten Gehaltszuwachs. Sie erhalten bombastische Boni und sogar im Fall des Scheiterns häufig horrende Abfindungen. Gleichzeitig stagnieren die Gehälter ihrer gewöhnlichen Mitarbeiter.

Also kommentieren: Das ist natürlich eine polemische Parabel. Aber ist sie deshalb falsch? Klar ist, dass ein Teil der Menschen, auf welche Weise auch immer, sehr sehr viel mehr Einkommen hat als der Rest. Und Besitz natürlich! Wobei – hier werden die Zusammenhänge dann kompliziert, sondern einfach: Wer wirklich viel Besitz hat und das eine nicht vergisst, nämlich sich gute Berater zu suchen, gegen gutes Entgelt natürlich, dessen Besitz vermehrt sich auch ohne Arbeit. Nehmen wir zwei ganz unterschiedliche Beispiele aus der Vergangenheit, bei der auch von unterschiedlichem Glamour umgeben: Da ist zunächst Arndt von Bohlen und Halbach, der mit dem Geld seiner Vorfahren, nachdem er ausgezahlt worden war, ein durchaus verrücktes Leben zu führen wusste. Allerdings mit einem nicht so schönen Ende. Und da ist dann Gunter Sachs, der manchmal, aber auch nur manchmal dem Playboy gab, was aber sein Image in der Öffentlichkeit nachhaltig zementierte. Der war ganz offensichtlich talentiert, polyglott und natürlich auch charmant. Allein schon in den besten Jahren Brigitte Bardot am Ausgang eines Lokals in Saint Tropez zu treffen und gleich mit ihr anzubandeln, mit ihr des Nachts im Motorboot, mit angebundenem Steuer durch die gefährlichen Klippen zu kurven… Na gut lassen wir das. Zurück zum Geld. Was nützt das Geld am Ende des Lebens? Nun gut, ungefähr 80 % der Bevölkerung werden sagen: So darf man nicht fragen! Aber warum eigentlich nicht? Ach so, ja – hatte der Gunter Sachs nur einen schönen Tod oder nicht?

Dienstag, 2. Januar 2018

Open Access

Die folgende Meldung ist keineswegs neu, und dennoch passt sie wunderbar an den Beginn eines neuen Jahres.

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Open Access: Durchbruch bei wissenschaftlichen Texten

22.08.2013 Stefan Krempl

Laut einer von der EU-Kommission finanzierten Studie (PDF-Datei) sind rund 50 Prozent aller 2011 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel gemäß dem "Open Access"-Prinzip im Internet kostenfrei zugänglich. Brüssel sieht damit einen Wendepunkt erreicht und weltweit die kostenlose Bereitstellung schriftlicher Forschungsergebnisse "kurz vor dem Durchbruch". Der Anteil sei fast doppelt so hoch wie zuvor erwartet. (heise.de)

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Es ist ja nur schwer zu begreifen – im Grunde genommen ist es überhaupt nicht zu begreifen, warum die Universitäten und die sonstigen Forschungseinrichtungen das Publizieren nicht zu ihrer eigenen Domäne gemacht haben, von Beginn an. Warum da Wissenschaftsverlage dazwischen geschaltet werden mussten, die in vielen Fällen auf Kosten des Steuerzahlers den privaten Reibach gemacht haben. Das mit dem Steuerzahler erklärt sich so: Die Inhalte geschrieben, korrigiert und selektiert haben Wissenschaftler, die von der Öffentlichkeit bezahlt werden. Die Wissenschaftsverlage haben die Herstellung und Verwaltung übernommen. Bei Büchern wollten sie meistens von den Wissenschaftlern noch einen „Druckkostenzuschuss“, der in vielen Fällen willig gezahlt wurde, weil die Wissenschaftler nicht nachgefragt und keinen Einblick in die Kalkulation verlangt haben.

Am Ende der Wertschöpfungskette stand dann: dass die Wissenschaftsverlage die Institutionen, die eigentlich die finanzielle Last trugen, durch unverschämt hohe Preise noch einmal ausgebeutet haben. Der Fall des niederländischen Unternehmens Elsevier ist am bekanntesten geworden, eben auch, weil irgendwann Universitätsbibliotheken und Wissenschaftler gegen unverschämte Preise protestiert haben.

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Anmerkung: Was man doch so alles unter der Rubrik „Eigenes“ findet! Ich gebe hier das Suchwort verlag ein. Eigentlich wollte ich herausfinden, was ich über den Olms Verlag hier geschrieben habe. Der findet sich zu meinem Erstaunen nicht. Aber so manches andere, sogar ein unvollendeter Beitrag, den ich doch zu Ende schreiben möchte.

Ok, jetzt ist er zuende geschrieben, der Beitrag. Und das mit dem Olms Verlag kommt dann irgendwann auch noch.

Montag, 17. April 2017

https://www.bwin.com/de

Die PEST unter den Web-Seiten.

Begründung: Eine der Seiten, die so programmiert sind, dass man sie, zumindest unter meinem Android, nicht mehr wegdrücken kann. Schlichtweg ekelhaft. Wie überhaupt dieses Gewerbe der Online-Wetten, Marschrichtung Abzocke, einfach extrem unangenehm ist.

Und im Autoradio höre ich: Dass auch Experten Sportergebnisse nicht vorhersagen können. Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung. Aber natürlich glaubt jeder, der sich von Deppenevents anfixen lässt, dass er die große Ausnahme ist.

Das noch (womit ich nicht einmal ansatzweise sagen will, das bwin damit etwas zu tun hat):

"30.03.2015 14:56 Uhr Wie Betrüger Millionen verdienen Gold aus Stroh – der neue Trick bei Fußball-Wetten || Wettbetrüger setzen im Internet mittlerweile auf erfundene Fußballspiele – und verdienen damit Millionen. Allein in den letzten sechs Monaten seien weltweit etwa 20 so genannte Geisterspiele aufgefallen." (tagesspiegel.de)

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Mittwoch, 16. November 2016

"Eine politische Lösung für Syrien u. a."

Was wird wohl aus dieser durchaus ernst gemeinten, komplexen Frage im Wikipedia-Café? Wir werden sehen. Eingerückt habe ich da das Folgende:

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Ich meine mich vage zu erinnern, dass wir das so oder so ähnlich hier schon mal hatten. Aber diese Frage passt immer, wenngleich sie vielleicht ein wenig zu ernsthaft fürs Café ist, das gebe ich zu. Aber sei's drum. -- Eben lese ich beim SPIEGEL:

"Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat sich dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump als potenzieller Verbündeter im Kampf gegen Terrorismus angedient. Dafür müsse sich Trump allerdings über Widerstand in der US-Regierung hinwegsetzen, sagte Assad dem portugiesischen Fernsehsender RTP in einem Interview." | spiegel.de

Jetzt ist nicht das multiple Stereotyp gemeint (= "Trump ist blöd und Assad ist blöd und extrem grausam"), sondern die Frage, was mit Ländern wie Syrien im halbwegs realistisch gedachten Idealfall überhaupt möglich wäre. Meine Vorannahme ist diese: Demokratien westlichen Typs sind in vielen Teilen der Welt, darunter die arabischen Länder, einfach nicht machbar. Das zeigt die Erfahrung: Ein Diktator verschwindet, auf welchem Weg auch immer > Es folgt der Bürgerkrieg > Der nächste Diktator hat sich durchgesetzt. Also, wer hat -- es darf auch was Angelesenes sein -- einen realistischen Vorschlag, a) für Syrien, b) für Länder wie Afghanistan, Simbabwe und, demnächst wohl: Südafrika? Rauslassen würde ich persönlich alle wohlfeilen Schuldzuweisungen, die nicht für eine Lösung taugen: der Kapitalismus ist schuld, der Einfluss des Westens verhindert das Heil, die alten Kolonialverhältnisse haben die Verantwortung, usw. Was letzte angeht: 50 bis 70 Jahre nach der der Kolonialzeit sind die Länder endlich mal für sich selbst verantwortlich. -- Nun denn, was soll passieren? In Syrien und anderswo?

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Mal schauen. Ich bin auf die Antworten gespannt. Wird es überhaupt Antworten geben, bei so einem komplex-aussichtslosen Thema?

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Nachtrag (21.11.2016): So, ich habe soeben noch mal ins Wikipedia-Café geschaut. Eine wirklich umfangreiche Diskussion ist da entstanden. Nur eben -- relativ schnell ist diese Diskussion vollständig von meiner Frage da oben weggegangen. (Ich nehme an, weil niemand auch nur die Andeutung einer vernünftigen Antwort kennt.) Am Ende hat die Diskussionsteilnehmer die Frage interessiert: Was ist eigentlich eine "echte Demokratie" und was nicht? Auch interessant, aber meine Fragen war das nicht.

Sonntag, 24. April 2016

Ruhm und Reichtum

Über eine Seite der Microsoft News auf den Namen gekommen, den ich vorher noch nicht gehört hatte: Michael Alig. Partyveranstalter in NY um 1990. Hat im Drogenrausch einen Menschen zerstückelt. Nach Haftentlassung wieder ein Star. So ungefähr.

Kurz bei der Wikipedia nachgesehen.

"Um seinen Namen bekannt zu machen, ging Alig sehr aggressiv vor. Die Ideen für seine Partys wurden immer ausgefallener. Unter anderem verlegte er eine Veranstaltung in einen nachts geöffneten Donut-Shop, eine weitere fand in einem abgeschlossenen Schiffscontainer statt, der auf der Ladefläche eines Lastwagens durch Manhattan fuhr. | Mit seinen Partys unterstützte Alig maßgeblich die Karrieren von DJ Keoki, Jennytalia, Freeze, Richie Rich und anderen Club Kids. Der Ruf, der die Club Kids umgab, wurde sogar von den Nachrichtensendungen und Talkshows US-amerikanischer Fernsehsender aufgenommen."

Ich komme von diesem seltsamen Punkt aus  auf eine alte Frage: Was bedeutet in den verschiedenen Facetten reich / berühmt zu sein? Natürlich am Anfang diese schlichte Einteilung:
reich
berühmt
+
+
-
+
+
-
-
-
Das ist trivial. Aber dann! Berühmt oder reich: Wofür? Und in welchem Grad? Noch lebend, in welchem Alter, oder schon tot? Als Physik-Nobelpreisträger, Software-Unternehmer oder Rapper? A+++-Promi oder C-Promi? Es wird ja gerne so getan, als seien Reichtum und Ruhm absolute Währungen. Sind sie natürlich auch. Und sogar in einem bestimmten Umfang gegeneinander verrechenbar. Aber, sagen wir: Kim Kardashian (gefühlt: fragwürdige B-Promi, lebend, Lebenskünstlerin, 180.000.000 mal bei Google) gegen Albert Einstein (A+++, tot, großer Physiker, 87.900.000 Google)? Kann das sein? Ist Kim mehr als doppelt so berühmt wie der Albert? Hier beginnt das große Fragen und Differenzieren.

Freitag, 4. Dezember 2015

Grand Prix Eurovision de la Chanson

Die FAZ erinnert daran, in einem Vorspann zum Thema Xavier Naidoo:

"Wir schreiben den 24. April 1982: Auf der Bühne sitzt ein Mädchen mit langem blondem Haar. Es trägt ein weißes Kleid mit blauen Tupfen, hält eine Gitarre und singt: 'Ein bisschen Frieden'. Mit diesem Lied gewinnt Nicole den Eurovision Song Contest, der damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß. Im Kalten Krieg ist ganz Europa begeistert vom Vortrag der siebzehnjährigen Abiturientin: 'Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne für diese Erde, auf der wir wohnen. Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude und dass die Menschen nicht so oft weinen.' Damit gewinnt Deutschland den Grand Prix zum ersten Mal, das Lied verkauft sich mehr als fünf Millionen Mal."

Der Eurovision Song Contest hieß "damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson"? Mehr als ein Missverständnis und auch nicht mal einfach falsch. Der Grand Prix Eurovision war etwas ganz anderes als das, was wir heute zu sehen und zu hören bekommen! Warum macht man es, ehrlicherweise, nicht so, dass man zwei Wettbewerbe ausrichtet: Einen mit kleinen, nicht so teuren mit Liedern und einen als einen teuer-bescheuert-Event mit ... was? Punk, Gegröle, Witzelei. Das heute Angesagte eben. Also mit Beispielen aus der Vergangenheit: a) Pertti Kurikan Nimipäivät, b) Lordi und c) Raab ('Wadde hadde dudde da?').

Nun also ...

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Ach, wie ist der Kapitalismus ansteckend!

Er zersetzt den Sozialismus von innen her, wie wir am Modell China immer wieder staunend beobachten können. Mit all seinen Folgeerscheinungen wie Pusteln -- Verzeihung! Rasen, Angeben, Durchknallen usw.

"Auf den Straßen und Autobahnen von Peking ist überhöhte Geschwindigkeit immer wieder ein Ärgernis. Erst vor wenigen Monaten waren zwei arbeitslose Männer zu mehrmonatigen Haftstrafen und Geldstrafen verurteilt worden, nachdem sie einen Lamborghini und einen Ferrari zu Schrott gefahren hatten. Die beiden hatten sich ein Autorennen durch Peking geliefert. || 2012 war bei einem Ferrari-Unfall durch überhöhte Geschwindigkeit der Sohn des Politikers Ling Jihua, einem engen Vertrauten des damaligen Staatschefs Hu Jintao, getötet worden. Zwei Mitfahrerinnen, eine davon nackt, wurden verletzt." (SPIEGEL Online)

Anlass des Berichts übrigens: eine Motorradrunde des Fahrers Peng mit Spitze 237 km/h auf dem Mittleren Ring von Peking. 37,5 Kilometer in 13 Minuten und 43 Sekunden.

Montag, 3. August 2015

Charles Moore und der Kapitalismus

Passend zum Vorausghenden:

„Es hat mehr als dreißig Jahre gebraucht, bevor ich mir als Journalist selbst diese Frage gestellt habe, aber in dieser Woche, so empfinde ich es, muss ich es einfach machen: Hat die Linke nicht am Ende recht?“ Mit diesem Satz hat ein renommierter britischer Journalist – konservativ, Autor einer unveröffentlichten autorisierten Biographie Margret Thatchers – im Telegraph seine Kolumne eröffnet. | „Die Reichen, fährt er fort, befördern ein globales System, das ihnen erlaubt, Kapital anzuhäufen und den geringstmöglichen Preis für Arbeit zu zahlen. Die Vielen müssen härter arbeiten, unter zunehmend unsichereren Bedingungen, damit die Wenigen sich bereichern können. Demokratische Politik, die behauptet, zum Wohlstand der Vielen beizutragen, liegt tatsächlich in den Händen jener Banker, Medienbarone und anderer Moguls, die alles in Händen halten und denen alles gehört. “Das ist, für einen Konservativen, mehr als ein Alarmruf, es grenzt an schiere Verzweiflung. Frank Schirrmacher, einem der Herausgeber der FAZ, ist zu danken, den Blick auf Charles Moores Hilferuf gelenkt zu haben. (Cicero, über Frank Schirrmachers Weiterführung dieser Befunde)

Das lasse ich jetzt erst mal so stehen. Verbunden mit dem Hinweis auf Folgendes doch: Dass die Neoliberalen nicht so gut schreiben können wie Charles Moore und Frank Schirrmacher. Vielleicht auch einfach, weil sie die schlechteren Argumente haben.

Das Herzchen der Woche: Airline-Chef O'Leary

Das mit dem Herzchen ist mir eben spontan eingefallen. Alles andere ist längere Überlegung:

"Die Billigfluglinie Ryanair akzeptiert Gewerkschaften nicht als Verhandlungspartner. Das spiegele den Wunsch der Belegschaft wider, behauptet nun Airline-Chef O'Leary. Dabei kämpfen Gewerkschafter auch bei Ryanair um Mitbestimmung."


Kann eigentlich ein Kapitalist, der sein Vermögen über den Geiz der Mehrheit* erwirtschaftet hat, einfach die Spielregeln bestimmen? Gibt es da nicht irgendwo auch noch Staaten und ihre Gesetze?

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Dazu meint übrigens herrhoffmann unter den Forumskommentaren:

"3. Gewerkschaften für den Selbstzweck | 01.08.2015 | Bitte nicht noch eine Gewerkschaft a la GDL. Diese kostenspieligen Wasserköpfe mit ihrem Mega-Ego nützen den Arbeitnehmern nicht. Sie dienen nur sich und dem Machterhalt der Gewerkschaftsbosse. Sie machen den Standort Deutschland für jedes Unternehmen uninteressant."

Dazu sage ich: Tja, die Unternehmen, die den Standort Deutschland mitsamt seinen Gesetzen nicht mögen, die sollen sich halt vom Acker machen! Allerdings muss dann auch die Landeerlaubnis und das Vergleichbare für Deutschland wegfallen. Das Totschlagargument mit den Arbeitsplätzen und den notwendigen hohen Renditen, das ist sowas von daneben, dass ich da nicht mehr darüber reden will. Vor allem aber: Die Luftverpestung durch die Billigflieger (und die anderen, die Nicht-Billigen natürlich auch) wird, wie seinerzeit bei den Atomkraftwerken, auch nicht veranschlagt und eingepreist. Dass das demnächst geschieht, dafür sollten die Bürger eintreten. Und weniger fliegen. Das wäre politische Vernunft!

Unterstellter Slogan: Möge die Welt auch untergehen, Hauptsache der Turbokapitalismus siegt!

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* Merke: "Frau Lieschen Müller will und muss zusammen mit den Herren Hinz und Kunz unbedingt nach Thailand, hat aber nicht viel Geld. Also .. Ryanair!"

Sonntag, 5. April 2015

Fliegen: die Gesetze des Kapitalismus

Sollte dieser Artikel in der Welt bzw. das Interview, das dort verarbeitet wird, auch nur in der Tendenz der Wahrheit entsprechen, dann brauchen wir eine ganz neue Diskussion zum Thema Fliegen und Piloten und Sicherheit in der Luftfahrt.

""Eigentlich dürfte man mit uns nicht mehr fliegen" Die meisten Piloten in Deutschland werden sorgfältig ausgewählt und sind fliegerisch gut ausgebildet. Doch gerade junge Verkehrsflugzeugführer bei kleinen Airlines stehen häufig unter riesigem Stress. || Beim Kaffee redet der Kapitän Klartext. "Meine Fluggesellschaft hat nicht annähernd so harte Auswahlkriterien wie Lufthansa. Viele Copiloten muss ich heruntersprechen, sonst würden sie es nicht schaffen, selbst bei gutem Wetter. Manche von ihnen bekommen so wenig Geld, dass sie auf dem Land wohnen und stundenlange Anfahrtswege in Kauf nehmen, um morgens im Cockpit zu sitzen. Ich selbst bin Dutzende Male unabsichtlich eingeschlafen, und ich kenne keinen Kollegen, dem das nicht auch passiert ist." Dies sei Alltag bei der Charterfluggesellschaft, für die er tätig sei."

Das Thema ist dann, mit einigem Abstand, gar nicht dieses tragische Unglück von Germanwings, sondern, wieder einmal, der Kapitalismus, der solcherlei gleichsam naturgesetzlich erzwingt.

Sonntag, 4. Januar 2015

"Schleuserbanden"

Welches Attribut gibt man solchen Meldungen? Stereotyp? Simple-minded? Voll daneben?

Flüchtlinge vor Italien. Frontex bezeichnet Geisterschiffe als "neuen Grad der Grausamkeit". || 450 Flüchtlinge trieben stundenlang auf einem Frachter ohne Besatzung über das Mittelmeer. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex befürchtet, dass solche Geisterschiffe häufiger auftauchen. Das Vorgehen der Schleuserbanden sei zunehmend grausam. (SPIEGEL Online)

"... sei zunehmend grausam". Wie verhalten-abgeschmirgelt das schon klingt! Sind diese "Schleuserbanden" nicht einfach nur Geschäftsleute, die einen Markt bedienen und dabei skrupellos sind? Wo verläuft denn die Grenze zu jenen "Geschäftsleuten" in Deutschland, die hilflose, arme Rumänen oder Bulgaren für 4,50 Euro / Stunde beschäftigen und davon dann 3 Euro für ein versifftes Matrazenlager einbehalten? Es ist gut, wenn man festhält: Überall dort, wo die Geldgier Einzelner nicht durch drohende und im Zweifelsfall durchgesetzte Strafen begrenzt wird, bringt die Geldgier skrupellose Idioten hervor. Das System nennt sich Kapitalismus.