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Mittwoch, 28. November 2018

60 Milliarden Dollar

DIE WAHRHEIT BEI TAG UND BEI NACHT

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Am Anfang rauchte sie nur Marihuana. Dann Crack. Dann Crystal Meth. Seine Tochter sei heute 20 Jahre alt und abhängig von Heroin, sagt Jaeger. Aus seiner Brusttasche zieht er nun ein kleines Foto. Darauf ist eine Frau mit zerfurchter Haut und aufgerissenen Augen, wie eine Grimasse. Seine Tochter sei erst halb so alt wie er, sagt Jaeger, "manchmal sieht sie aus wie meine Mutter". Er besuche sie einmal im Monat in einer Klinik. Seine Frau habe sich scheiden lassen, er sei nur wegen seiner Tochter aus Afghanistan zurückgekehrt. Und als er sie gefragt habe, wer ihr die Drogen verkauft, von wem sie als Teenager den ganzen Stoff bekommen habe, da habe sie ihm verraten: von den drei Männern, denen er Arbeit und eine Chance gegeben hatte, die immer zu ihnen zum Essen gekommen waren, den jungen Männern aus Kolumbien.

Jaeger sagt, er habe jetzt einiges begriffen. Er hat nicht auf Fox News, sondern auf CNN gehört, dass allein dieses Jahr 400 000 Immigranten illegal über die Grenze gekommen seien; dass mit ihnen jedes Jahr Drogen im Wert von über 60 Milliarden Dollar ins Land gelangten und dass im vergangenen Jahr mehr als 70 000 Menschen in den USA an Überdosis gestorben seien, so viele wie nie. (spiegel.de)

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Freitag, 1. Juni 2018

Osang: Drogentod im Berghain

Notizbuch:

Die taz zu einem Osang-Artikel, den ich auch gelesen habe. Ich war sehr -- nein: sehr, sehr beeindruckt.

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20.03.2018

LAURA EWERT


Ja, hier wird konsumiert

Eine „Spiegel“-Reportage mystifiziert einen Ecstasy-Todesfall. Dabei sind Drogen längst Mainstream. Nur wer das akzeptiert, kann aufklären.

Eine Tüte mit rosa Pillen, es ist Ecstasy

Es ist wieder passiert, eine Reportage aus dem Drogenmilieu verschreckt die Spiegel-Leser. Alle paar Jahre ist es so weit, da berichtet ein Journalist von „Pferdenarkosemitteln“ und „Graffitientfernern“, die sich die „Techno-Jünger“ reinziehen. Das bleibt zwar auch in der Wiederholung tendenziös und ungenau, aber es ist immer wieder aufregend.

Diesmal setzt der preisgekrönte Journalist Alexander Osang noch einen drauf, er beschuldigt in seiner ausführlichen Reportage für den aktuellen Spiegel über eine junge Frau aus den USA, die im Sommer 2017 innerhalb weniger Stunden wohl zwei Ecstasy-Pillen nahm und am Morgen in einem Berliner Krankenhaus an Multiorganversagen verstarb, die Betreiber des Berliner Clubs Berghain, nach dem Tod der Frau „einfach so weiter“ zu machen.

Er beschuldigt auch eine Mitarbeiterin der unterlassenen Hilfeleistung, weil sie die Rettung zu spät rief. Ob das stimmt, lässt sich nicht nachprüfen. Die Polizei hat sie nicht vernommen und ob das Leben der Amerikanerin gerettet worden wäre, hätte sie der Notarzt die strittigen 15 Minuten früher behandelt, fragt der Reporter niemanden.

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Über den folgenden Satz kann man wirklich lange nachdenken:

"Dabei sind Drogen längst Mainstream. Nur wer das akzeptiert, kann aufklären."

Was soll das denn nun wieder heißen? Dass Drogen Mainstream sind. Wie ermittelt man, ob diese Aussage nicht ein Wunsch, eine Phantasmagorie oder ein extrem subjektiver Eindruck ist? Was heißt denn in diesem Zusammenhang 'aufklären'? 

Ich habe Osangs Artikel, wie schon erwähnt, vorher gelesen, vor diesem taz-Artikel. Mein Eindruck war ein ganz anderer: Da erzählt einer, also Osang, einfühlsam, klar, nachdenklich: dass sich ein US-Paar -- bürgerlich, sehr gut verdienend -- zu einer Weltreise aufgemacht hat. 100 things you must have seen before you are married. Ungefähr so. Eine Sache auf der Tour: das Berghain. Und dann ein Unglück. Ja, ein wenig auch: falsche Einschätzung der Verantwortlichen vor Ort. (Vielleicht doch wegen des Mainstream? Weil so normal?)

Und, ja, ich bin für die umfassende und bedingungslose Freigabe aller, wirklich aller Drogen. Aufklärung über die Risiken. Gleich dabei auch: Nein, die Gemeinschaft in Form von Krankenkassen u. ä. übernimmt keine Kosten und keine Verantwortung. Die Drogen verscchreibt der Arzt, der auch aufklärt und für Entziehungskuren plädiert.

Es würden wegfallen ...
  1. die Anbaukriminalität
  2. die Handelskriminalität
  3. die Dealer-Kriminalität
  4. die Kosten für die Verfolgung von 1. - 3
  5. die Gefahren durch Strecken und Panschen
  6. die Kosten der Gerichtsverfahren
  7. die Kosten für Gefängnisplätze
Wenn man diese Kosten ehrlich berechnet, könnte man die Drogen ziemlich günstig anbieten. Aufklärung natürlich, härter und klarer als bei den Rauchern.

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Ich sehe gerade: Der Osang-Artikel ist frei zugänglich.


Freitag, 12. Januar 2018

Das Ende der Film-Zigarette

Was eine Filterzigarette ist, weiß ich. Was aber ist eine "Film-Zigarette"? Eine Zigarette, die aus alten Filmen hergestellt ist? Kann man Zelluloid denn rauchen?

PANORAMA Freitag, 12. Januar 2018 Artikel 6/7 || Rauchen im Film | Das schreit nach Zensur! || Die ersten hundert Jahre Filmgeschichte mögen ohne Nikotin undenkbar gewesen sein - aber jetzt? Leben wir in der Zukunft. Trotzdem wird in Serien wie "Mad Men" Kette geraucht. Die Drogenbeauftragte fordert nun das Ende der Film-Zigarette. VON MARTIN ZIPS (sueddeutsche.de)

Die Drogenbeauftrage? Von wem wo beauftragt? Na gut ...

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat gerade vorgezählt, dass in 33 von 39 Filmen, die 2016 und 2017 für den Deutschen Filmpreis nominiert wurden, geraucht wird. Sie sagt: So geht es nicht weiter.

Das wird jetzt die Frau Mortler aber halt auf etwas aufprallen, nämlich auf die grundgesetzlich garantierte "Freiheit von Wissenschaft und Kunst" (Art. 5 Absatz 3). Und anschließend wird sie wohl vom gesunden Menschenverstand wieder auf die Beine gestellt: Wo kommen wir hin, wenn unerwünschte, ungesunde, gefährliche Dinge nicht mehr im Film und sonstwo dargestellt werden dürfen? Nein, Film, Fernsehen, Romane, Zeitungen usw. habe die Aufgabe uns das Leben, so wie es ist, vor Augen zu führen. Unter anderem haben sie diese Aufgabe.

Was bliebe denn sonst noch? Im Film sollte nicht mehr gezeigt werden:

  • Alkohol bzw. Trinken desselben und Betrunkene
  • Alle anderen Drogen
  • Waffen, Schießen und Morden bwz. Töten
  • ...

Sonntag, 2. April 2017

"A Gift for Young People"

Die schlichten bis halbschlichten Scherze sind halt immer noch die besten!


Im Englischunterricht ("false friends") jederzeit einsetzbar!

Freitag, 20. Januar 2017

Joaquín "El Chapo" Guzmán (Drogenbaron)

Der Luxus des genauen Blicks. Am Morgen in der ZEIT ein Bericht über die geplante Auslieferung des mexikanischen Drogenbosses Guzmán an die USA. Mit einem enigmatischen Bild oben drüber.




Meine Überlegung bei den Forumsbeiträgen dort:

Eine Petitesse sicherlich, aber sei's drum: Über dem Artikel das Bild eines jungen Mannes mit der Unterzeile: "Ein Mitglied der Evangelikalen Kirche trägt vor dem Gefängnis in Ciudad Juárez ein T-Shirt mit dem Bild von Joaquín 'El Chapo' Guzmán". Unter dem Bild von Guzman auf dem T-Shirt: "Jesus Christus die [einzige] Hoffnung". Warum dieses Bild, an dieser Stelle, und was will es bzw. die Redaktion uns damit sagen? Dass sogar die evangelikale Jugend Guzman verehrt? Dass sie das nicht tut, weil nicht Guzman, sondern Jesus die einzige Hoffnung ist? Oder dass Guzman (so was Ähnliches wie) Jesus ist? Und das weiße Ornamentale hinter dem Jungen? Sind das Engelsflügel? Die der Junge gleich anlegt, weil er ein Engel ist oder sich als solcher fühlt? Oder sind das Flügel, die dazu gemacht sind, dass Guzman wieder mal entfliegen kann? -- Fragen über Fragen ...

Freitag, 7. Oktober 2016

"Ein Kämpfer starb beim russischen Roulette"

So viele so traurige Meldungen!

... Doch trotz des Erfolges war in Samman etwas kaputtgegangen. "Der Tod starrt uns allen ins Gesicht", schrieb er. "Wir müssen mit der Sucht leben, unserer eigenen und der Sucht anderer Menschen." Sammans Gedanken verdüsterten sich zusehends, er bekam Drogenprobleme, wie er in seinem Buch bekannte. Drogen waren nun wohl auch für seinen Tod verantwortlich. | Sammans Schicksal ist auch deswegen so bedrückend, weil mit Box-Weltmeister Tyson Fury soeben ein weiterer Kampfsportler von schweren Depressionen und Drogenmissbrauch berichtete. Speziell für die MMA-Szene war 2016 bislang ein Horrorjahr. Samman ist schon der siebte prominente Todesfall. Jordan Parsons und Ryan Jimmo wurden von einem Auto überfahren, Kevin Randleman und Kimbo Slice erlitten einen Herzstillstand, Joao Carvalho starb im Ring, und Ivan Cole jagte sich beim russischen Roulette eine Kugel in den Kopf. Was für eine furchtbare Bilanz.

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Und was das Wrestling angeht, bei dem angeblich alles abgesprochen ist? Das kann auf jeden Fall nicht stimmen, siehe hier. (Pedro Aguayo Ramírez). Nicht wahr, Tim Wiese?

07.10.2016 Der Termin steht fest: Am 3. November steigt Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese zum ersten Mal als Profi-Wrestler in den Ring. An der Seite der Star-Wrestler Cesaro und Sheamus kämpft der 34-Jährige in der Münchner Olympiahalle gegen das Tag-Team "The Shining Stars | "Ich habe hart für diesen Augenblick gearbeitet und kann es kaum erwarten, gemeinsam mit Cesaro und Sheamus in den Ring zu steigen", sagte Wiese. Im Trainingszentrum in Orlando der Vereinigung World Wrestling Entertainment (WWE) hatte sich Wiese in Form gebracht. Mittlerweile bringt er bei einer Körpergröße von 1,93 Metern 129 Kilo auf die Waage.

Dass Wiese nun an der Seite von Cesaro steht, überrascht dann schon:

Geht es nach Wrestling-Star Antonio Cesaro, ist Wiese von einer WWE-Karriere weit entfernt. "Viele Typen wirken groß und stark, können im Ring dann aber überhaupt nichts", sagte er jüngst im Interview mit "Sport1". Muskeln allein würden nicht genügen. "Man muss sich nur seinen schnellen, tiefen Fall als Torhüter anschauen. Die Karriere hat er ja voll durchgezogen." ... Geht es nach Wrestling-Star Antonio Cesaro, ist Wiese von einer WWE-Karriere weit entfernt. " ... Allerdings gab es auch darauf [Wiese sagte, dass er Cesaro 'umhauen' würde] eine Antwort des Spitzenwrestlers [Cesaro]: "Das sagen viele, das bin ich gewohnt. Und Tim Wiese wäre nicht der erste, der da falsch liegt. Ich sage nur: Wo meine Faust hinschlägt, wächst kein Gras mehr - und erst recht kein Wiese."

Mittwoch, 5. Oktober 2016

"...um sich der Schweinezucht zu widmen"

Ach, die Meldungen, die man im Vorbeigehen findet, sind einfach herzallerliebst! Zumindest für den Leser.

Pletsch spielte zwischen 1999 und 2005 für Gladbach und absolvierte dabei 142 Liga-Spiele. 2011 beendete er seine Karriere, um sich der Schweinezucht zu widmen.

Freitag, 23. September 2016

Calisthenics

"Es ist bewiesen: So werden Sie bis zu sechs Jahre älter" habe ich zuerst gelesen. Und erst einmal nicht verstanden. Ich möchte doch lieber 10, oder besser, wenn schon, denn schon: 20 Jahre jünger aussehen! Dann aber fällt der Groschen. Um Lebensverlängerung geht es!

"Dänische Studie: Es ist bewiesen: So werden Sie bis zu sechs Jahre älter | Ein paar Pfunde verlieren tunt vielen gut und ist ein alljährlicher Vorsatz - egal ob zum Jahreswechsel oder zum Sommerbeginn! Allerdings ist die Diätenflut riesig und täglich werden es mehr: Fatburner-, Ayurveda-, Trennkost- oder Formula-Diät. Doch wie nimmt man eigentlich wirklich gesund und dauerhaft ab? | Abnehmen - was wirklich hilft || Joggen hält fit! Joggen tut gut – zumindest fühlt es sich meist gut an, wenn die Anstrengung bewältigt ist. Doch nun ergab eine dänische Langzeitstudie, dass das langsame Laufen nicht nur fit macht, sondern sogar das Leben verlängern kann – und zwar um bis zu sechs Jahre."

Ich möchte das ganze allerdings ohne Joggen schaffen. Erstens finde ich Joggen langweiliger als sonstwas, und zweitens will ich die Muskeln anders verteilen. Durch Gymnastik. Oder wie immer diese körperliche Belastung durch das Gewicht des eigenen Körpers genannt wird.

Calisthenics. Natürlich gibt dafür schon ein richtiges Wort und ein Buch dazu! (Wenn der Mann auf dem Titelbild nicht schon wieder so extrem vorab-trainiert aussähe! Deprimierend!)

Dienstag, 24. Februar 2015

Drogensüchtige sind Kranke!

... Schmuggler auch!

Zwei Extreme sind denkbar: a) Alle Drogen freigeben. Drogensüchtige sind generell Kranke. b) Alle Erschießen, die auch nur mit 10 g Haschisch erwischt werden.

Beschwerde abgelehnt: Indonesische Richter bestätigen Todesurteil gegen Australier | Keine Gnade für zwei australische Drogenschmuggler: Indonesien will die Todeskandidaten wie geplant erschießen. Richter wiesen eine Beschwerde zurück. || Jakarta - Ein indonesisches Gericht hat eine Beschwerde zweier Australier gegen ihre Hinrichtung zurückgewiesen, nachdem Präsident Joko Widodo ein Gnadengesuch abgelehnt hatte. Das berichtete der Anwalt der beiden Todeskandidaten. Er kündigte an, die Entscheidung des Gerichts anzufechten. "Wir haben zwei Wochen, um in Berufung zu gehen. Wenn das Gesetz beachtet wird, sollte die Exekution aufgeschoben werden, bis das Verfahren beendet ist." (SPIEGEL Online)

Beide Extreme sollten einmal durchdacht werden. Ich bin, aus Effizienzerwägungen, für a). Eine solche Freigabe, mit Drogen, die von der Pharmaindustrie hergestellt werden, würde Anbau, Schmuggel, Kriminalität usw. binnen Kurzem austrocknen.

Im Übrigen: Recht haben die Anbauländer, wenn sie in Richtung der Abnehmerländer sagen: "Wenn eure Menschen den Stoff nicht unbedingt kaufen wollten, dann könnten wir nichts verkaufen!"

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Hier die Suche zu Alle Drogen legalisieren!

Samstag, 11. Oktober 2014

Kokain-Polizist

Eine Meldung auf der Seite des Bayerischen Rundfunks, Abteilung Schwaben. Schwaben! Wie aus einer US-TV-Serie.

Kokain-Polizist | Koks-Klage gegen Chef-Drogenfahnder | | Fast zwei Kilogramm Kokain wurden im Februar im Büroschrank des Chefs der Kemptener Drogenfahndung gefunden. Jetzt wurde der Mann angeklagt - wegen Drogenbesitzes, Vergewaltigung und Körperverletzung. | | Stand: 10.10.2014 | | Woher das Kokain stammt, ist weiter unklar. Hat der Kriminaler das Kokain bei einer Sicherstellung abgezweigt? Hat er es als Bezahlung für Informationen an die Unterwelt erhalten? Jetzt - so gemeinsame Recherchen des Bayerischen Rudfunks und des "Spiegel" - hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den in Untersuchungshaft sitzenden Polizisten erhoben. | | Betrunken durch's Allgäu | Entdeckt wurde das illegal gehortete Rauschgift nachdem der Chefdrogenfahnder in seinem Haus in Moosbach seine Ehefrau vergewaltigt und dann mit einem Kissen zu ersticken versucht hatte. Davon gehen das ermittelnde Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft München I aus, die den 53-Jährigen nun angeklagt hat: wegen Drogenbesitzes, Vergewaltigung, Körperverletzung und Alkohol am Steuer, weil er nach der nächtlichen Attacke auch noch völlig betrunken mit seinem Auto durchs Allgäu gerast war. | | Vergewaltigung mit der Dienstmarke in der Hand? | Belastet wird der Erste Kriminalhauptkommissar durch die 1,8 Kilogramm Koks, die die Ermittler in seinem Büro gefunden hatten und die Aussagen seiner Frau, die jahrelang mit ihm gemeinsam Kokain konsumiert haben will. Ihr soll er in der Tatnacht auch ein Messer an den Hals gehalten und so die Frau zum Sex gezwungen haben.

Ja, Deutschland hat auch in Sachen bizarre Kriminalität Weltniveau!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Für eine radikale Drogenfreigabe

SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Hartmann. Angeblich Crystal Meth - eine Droge mit Geschichte.

Ok, ich habe, wie die meisten wohl, mit Drogen nichts am Hut. Aber ich bin dennoch für eine radikale Freigabe aller Drogen. Warum? Weil damit in erster Linie Positives erreicht würde.

"Crystal gehört zu den am schnellsten zerstörenden Drogen überhaupt, wobei für die zerstörerische Wirkung wesentlich die Verunreinigungen verantwortlich gemacht werden, mit denen bei illegaler Herstellung zu rechnen ist."

Die Leute, die vordem Pervitin in reiner Form bekommen haben, haben offenbar ganz normal weitergelebt. War Heinrich Böll denn nach dem Krieg noch süchtig nach dem Zeug? ("Doch die Soldaten versorgen sich aus der Heimat. Der junge Gefreite Heinrich Böll bittet in nahezu jedem zweiten seiner Feldpostbriefe um Pervitin.")

Das Positive wäre:
  • Erfassung und Kontrolle der Süchtigen rein unter medizinischen Gesichtspunkten, wie z. B. bei Alkohol. Jeder wirklich Drogensüchtige gilt als krank. Dazu gibt es jede Menge Übergänge zwischen gesund und krank. Wie beim Alkohol eben.
  • Ende der verschiedenen Formen der Kriminalität, bei Herstellung, Verteilung und Beschaffung / Konsum.
Überhaupt die Gefahren! Die Leute haben in den 1960er Jahren auch geglaubt, dass die Gesellschaft zerfällt, wenn die Sexualmoral nicht mehr streng ist. Und was ist geschehen? Liebeskummer gibt es immer noch. Aber sonst?

Mittwoch, 14. August 2013

Vermischtes, heute

Ferien. Und auch wieder keine Ferien. Der Job lugt durch das Oberfenster ... Aber lesen! Und Radio hören! Das muss sein!
  • Wolf Wondratschek wird 70. Spricht im Radio mit junger Alterherrenstimme, aus Wien. Immer noch ein liebenswerter Aufschneider. Also einer, der perfekt nach Wien passt.
  • Im ZEIT-Magazin auf S. 35, Matthias Kalle fährt -- gegen seine einstigen jugendlichen Vorsätze -- mit einem neuen Golf GTI zum Tennisplatz.
  • Ebd. auf S. 41 das Schachrätsel (das ich später vom PC-Schachprogramm lösen lassen will). Der Schach-Autor wird persönlich. Sein Sohn ist Doktorand in London. Seinen Namen aber erfahre ich nicht. Warum eigentlich nicht?
  • Auf derselben Seite ein Rätsel: "Lebensgeschichte". Ich möchte jetzt gleich wissen, wer das denn sein soll. Stichworte für die Suche: Vater Admiral, Drogen, Song, begraben. -- Ok, das war leicht. Jim Morrison. Ich habe vor Jahr und Tag vor seinem Grab gestanden: Père Lachaise, Paris.

Zu Morrisons Ehre ein Video hierher verlinkt: Turn out the Lights - Jim Morrison's last night on stage? Nein, doch lieber das:




Donnerstag, 6. Juni 2013

RR (Rauschexperte Räsch)

Von dem "Rauschexperten" und gleichzeitig "Eth­no­phar­ma­ko­lo­gen" -- Jesses, neben den Terrorismusexperten jetzt auch noch die Rauschexperten! -- Chris­ti­an Rätsch hatte ich bislang noch nicht gehört. Was nicht viel heißen muss. Jetzt kenne ich den Christian Räsch, und ich muss sagen, dass er Erstaunliches für meine Weiterbildung tut.

Was ist und wie wirkt ...

SPIEGEL: Crack?
Rätsch: Habe ich noch nie gesehen, und ich kenne auch niemanden, der es probiert hat.
SPIEGEL: Crystal Meth?
Rätsch: Eigentlich nix Dolles. Ein ganz normales Methamphetamin. Wirkt wie drei doppelte Espressi. Es kann allerdings bei übermäßigem Gebrauch ziemlich gefährlich sein.

Nun CM kenne ich, wie so vieles, da da verhandelt wird, nicht. Aber ich hab, als Zeitungsleser und ausgewiesener Nicht-Experte, auch schon ganz anderes gelesen. Ja nun gut -- drei doppelte Espressi, die kenn ich. Ich kann da also mitreden.

SPIEGEL: Ayahuasca?
Rätsch: Ein Trank aus ausgekochten Lianen und Chacrunablättern. Die Lianen enthalten Harmalin, die Blätter DMT. Dank dieser Kombination entfaltet der Trank eine stark bewusstseinserweiternde Wirkung. Die Schamanen des Regenwaldes nutzen Ayahuasca, um mit den Pflanzengeistern in Kontakt zu treten.
SPIEGEL: Welches ist die gefährlichste Droge?
Rätsch: Alkohol, ganz klar.
SPIEGEL: Alkohol ist gefährlicher als Kokain oder Heroin?
Rätsch: Nichts anderes fügt dem Körper so viel Schaden zu wie Alkohol. Er greift nahezu alle Organe an und macht unproduktiv, schläfrig, teilnahmslos. Ich trinke jedenfalls keinen mehr. Nie. Alkohol ist die einzige psychoaktive Substanz, mit der ich negative Erfahrungen gemacht habe.

SPIEGEL Nr. 23 / 02.06.2013. S. 117

Nun denn Freunde von Bier, Wein und Whiskey! Sagt nicht, der Experte hätte euch nicht gewarnt. Noch könnt ihr umsteigen. Oder natürlich ganz verzichten. 

Doch halt!

SPIEGEL: Es sterben jährlich Zehntausende Menschen durch Drogen. Wäre eine Welt ohne Drogen nicht eine schönere Welt? 
Rätsch: Eine Welt ohne Drogen gab es nie und wird es nie geben. Und die Menschen sterben nicht an den Substanzen selbst, sondern am unsachgemäßen Gebrauch und an der Kriminalisierung der Drogen. (Ebd.)

Und für alle die, die sich nun weiterbilden möchten, noch dies:

SPIEGEL: Machen Sie sich mit Ihren Forschungen eigentlich strafbar?
Rätsch: Ich bin kein Dealer, ich bin Wissenschaftler. Der Konsum dieser Substanzen ist nicht verboten. Bei manchen ist zwar schon der Erwerb strafbar, aber da befinden wir uns in einer rechtlichen Grauzone, ich habe jedenfalls noch nie Ärger bekommen.