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Montag, 1. Februar 2016

Liebe WHO!

Ich glaube, du hastse nicht mehr alle! Was hast du denn auf diesem Spielplatz verloren? 

"Kampf gegen Tabak | Die WHO will, dass in Filmen nicht mehr geraucht wird || Rauchende Colts sind okay. Rauchende Cowboys nicht. Schon gar nicht, wenn sie von Stars gespielt werden. Die WHO warnt vor dem Nachahmer-Effekt bei Jugendlichen und fordert strenge Auflagen." (faz.net)

Die Zensur im Namen der Oberrichter für die Weltgesundheit? Nein, die Kunst ist da, um darzustellen, was sie will und wie sie es will. Vor allem auch hin und wieder: die Realität. Ob historisch -- was wurde da gequalmt! -- oder gegenwärtig, egal. Es gibt ja immer noch coole Typen mit der Zigarette in der Hand. So wie freeclimber. Die wissen auch: Klettern kann tödlch sein! "... Ohne Nikotin und Rauch / stirbt die andere Hälfte auch." So halt.

Also, sich dann auch mal wieder -- wie originell -- die Raucher rauszupicken. Da verweise ich doch, mit Link, auf andere Gruppen, die ebenfalls nicht mehr in Filmen vorkommen dürfen. Und weitere solcher Menschengruppen ließen sich leicht finden.

[ Allgemein zum Thema 'Rauchen' hier in diesem Theater! ]

Donnerstag, 3. Juli 2014

Für eine radikale Drogenfreigabe

SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Hartmann. Angeblich Crystal Meth - eine Droge mit Geschichte.

Ok, ich habe, wie die meisten wohl, mit Drogen nichts am Hut. Aber ich bin dennoch für eine radikale Freigabe aller Drogen. Warum? Weil damit in erster Linie Positives erreicht würde.

"Crystal gehört zu den am schnellsten zerstörenden Drogen überhaupt, wobei für die zerstörerische Wirkung wesentlich die Verunreinigungen verantwortlich gemacht werden, mit denen bei illegaler Herstellung zu rechnen ist."

Die Leute, die vordem Pervitin in reiner Form bekommen haben, haben offenbar ganz normal weitergelebt. War Heinrich Böll denn nach dem Krieg noch süchtig nach dem Zeug? ("Doch die Soldaten versorgen sich aus der Heimat. Der junge Gefreite Heinrich Böll bittet in nahezu jedem zweiten seiner Feldpostbriefe um Pervitin.")

Das Positive wäre:
  • Erfassung und Kontrolle der Süchtigen rein unter medizinischen Gesichtspunkten, wie z. B. bei Alkohol. Jeder wirklich Drogensüchtige gilt als krank. Dazu gibt es jede Menge Übergänge zwischen gesund und krank. Wie beim Alkohol eben.
  • Ende der verschiedenen Formen der Kriminalität, bei Herstellung, Verteilung und Beschaffung / Konsum.
Überhaupt die Gefahren! Die Leute haben in den 1960er Jahren auch geglaubt, dass die Gesellschaft zerfällt, wenn die Sexualmoral nicht mehr streng ist. Und was ist geschehen? Liebeskummer gibt es immer noch. Aber sonst?

Donnerstag, 24. Januar 2013

Das Lebensgefühl einer Kleptomanin

»Warum stehlen Sie, obwohl Sie es ja nun nicht nötig haben?«
»Ich kann nicht anders. Es ist eine Sucht wie jeder andere. Ich stehe vor dem Regal und habe die Alternative zu klauen oder nicht zu klauen. Und das Gefühl des -- es ist wie ein Triumph, wenn die Sache heimlich in die  Tasche wandert.«
»Und wenn der Detektiv vor Ihnen steht?«
»No risk, no fun!«
»Ernsthaft? So denken Sie?«
»Nein, natürlich nicht. Es ist schrecklich. Ich weiß, dass ich viel besser und ruhiger leben würde, wenn ich nicht stehlen würde. Ich brauche die Dinge, die ich klaue ja wirklich nicht. Aber eben -- ich weiß auch nicht, woher diese Such kommt. Und ich weiß nicht, was ich dagegen unternehmen kann.«
»Haben Sie Therapien versucht?«
»Vier. Es hat nichts genutzt. Gar nichts.«
»Und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass ich Sie noch heute heilen könnte von dieser Sucht?«
»Sie könnten? Es wäre mir viel wert.«
»Würden Sie mich heiraten?«
»Das sowieso.«

Montag, 3. September 2012

Zucker

Der SPIEGEL macht an diesem Montag mit einem Titel-Thema auf, das man so nicht erwartet hätte. Hypothese: Die Rolle des Zuckers als Suchtmittel. Das Suchtmittel Zucker, das für die Adipositas-Entwicklung auf der Welt verantwortlich ist?

Ich fühle mich wieder wie einer, der auf der Höhe und in der Tiefe der Zeit lebt. Vielleicht bin ich sogar derjenige, der die Themen der Zeit bestimmt. Nur weiß das eben keiner. Und selbst ich kann in dieser Hinsicht nur Vermutungen anstellen.


Sonntag, 11. Dezember 2011

Scientology

Ein Stichwort, das ich -- wie wohl beinahe jeder -- oft im Kopf hatte und das ich nie bei der Wikipedia nachgeschlagen habe: Scientology. Erst einmal das eigene Vorwissen und die eigenen Vorurteile: Die höchst seltsame Idee eines SF-Schriftstellers, die sich, vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten, zur Quasi-Religion gemausert hat. Mindestens ebenso eigenartig: Dass Deutschland und die deutsche Gesellschaft, in der es nun wahrhaftig viele akzeptierte Spinnereien gibt, diese Bewegung so sehr zum Feindbild erkoren hat, dass Lehrer gesonderte angeben müssen, ob sie Mitglied von Scientology waren oder sind. Warum muss man nicht angeben, dass man BILD-Leser war oder ist? (Kleiner Scherz. Ich selbst bin ja notorischer BILD-Leser.) Weil da Leute mit Tricks und versprechen finanziell ausgenommen werden? Ja nun -- dann müsste Rauchen, Alkohol verboten sein und die Mitgliedschaft in ICHWEISSNICHTWAS. 

Gut, hier geht es zur Wikipedia-Seite:

"Scientology [ˌsaɪənˈtɒlədʒɪ [einfach schön, diese Hilfestellung!]] ist eine Neue Religiöse Bewegung, deren Lehre auf Schriften des US-amerikanischen Schriftstellers L. Ron Hubbard zurückgeht. In ideeller Hinsicht sind ihre Lehre und Praxis von szientistischen und psychotherapeutisch anmutenden Komponenten geprägt, die später um transzendente Aspekte erweitert wurden. || In der Öffentlichkeit ist Scientology überaus umstritten. Dies gilt in besonderem Maße für Deutschland und Frankreich.In Deutschland wird die Scientology-Kirche seit 1997 in mehreren Bundesländern aufgrund eines Beschlusses der Innenministerkonferenz durch den Verfassungsschutz beobachtet. In einigen anderen Ländern, wie den Vereinigten Staaten von Amerika, genießt Scientology nach jahrelangem Rechtsstreit den Status einer steuerbefreiten Religionsgemeinschaft."

Na denn. Wie steht es um die Rechts- und Wertegemeinschaft der westlichen Länder? Könnte man sich vielleicht gefälligst mal einigen!? Entweder -- oder? Ist wohl doch nicht so weit her mit der Wertegemeinschaft. Würde es denn nicht reichen, dass alle möglichen Religionen auf ihre sämtlichen Veröffentlichungen und Werbematerialien schreiben müssen:

Religion kann süchtig und terroristisch machen! 
Näheres erfahren Sie von Ihrem Religionswissenschaftler 
oder von Ihrem Hirn und Ihrem Verstand.

Und jetzt müssten wir mal nachschauen, wie Ron Hubbard das geschafft hat. Das ist wichtig. Nicht jeder SF-Autor kriegt so etwas hin. (Und natürlich: Nicht jeder SF-Autor möchte das hinkriegen. Schon klar.)

Mittwoch, 16. März 2011

Sucht, Rauschgiftsucht, Kaufsucht (Ihr Experten...!)

Das noch und dann Schluss für heute...!

Kaufsucht // Kaufen, bis die Karte glüht // Der gelegentliche Frustkauf, nachdem es Ärger gegeben hat zu Hause oder im Büro, ist ganz normal. Wenn aber negative Gefühle regelmäßig mit dem Kauf von Dingen ausgeglichen werden, sollte man die Konsumbremse ziehen.

Ein Landwirt -- nein, ein Bänker! -- der zwanghaft und dauernd neue Maschinen kauft, analysiert ruhig und sachlich, dass es da bei ihm Parallelen zu Rauschgiftsüchtigen gibt. 

Dann aber die Fachfrau, Psychologin, die einen großartigen Rat hat: Es gehe darum, die "24-Stunden-Regel" einzuhalten. Erst nach 24 Stunden dem Kauf-Impuls folgen.

Was für ein Käse der Fachleute mal wieder. Da kann man einen Rauschgiftsüchtigen doch auch gleich raten, er solle bis zur nächsten Schuss 24 Stunden warten; das würde helfen. 

Montag, 12. April 2010

Süchte, verschiedene

Das wollten wir doch immer schon mal hören! Sucht ist ein hochinteressantes Wort, kein Zweifel.

"Ob es tatsächlich Sexsucht war, die Jesse James dazu gebracht hat, Sandra Bullock zu betrügen, lässt sich aus der Ferne unmöglich beantworten. Seit dem Bekenntnis von Golfprofi Tiger Woods, er leide an Sexsucht, mag diese als eine Art Mode-Krankheit erscheinen. Eine praktische Diagnose, die für den Promi sogar als Entschuldigung dienen kann. Schließlich ist es ein Kennzeichen des Süchtigen, dass er die Kontrolle über seine Handlungen verloren hat. In einer teuren Klinik kann er diese wieder erlernen - und geläutert wieder in die Gesellschaft aufgenommen werden." (STERN)

Montag, 22. Februar 2010

Sucht-Begriff sinnvoll in hohem Alter?

Auch das halte ich mal fest.

Auf diese Frage gekommen bin ich durch den mir seltsam erscheinenden Hinweis einer Ärztin, die eine damals 90jährige Frau behandelt hat. Das und das Medikament könne süchtig machen, meinte die Ärztin. Deshalb könne sie es nicht weiter verschreiben. Jetzt sehe ich zufällig hier etwas ganz ähnliches.

Frage also: Hat es denn irgendeinen Sinn, in einem hohen Alter von Sucht zu reden, wenn ein Medikament einem sehr alten Menschen Hilfe bringt? Im Klartext: Wenn jemand statistisch gesehen, mit 91 Jahren sein Leben um ein halbes Jahr auf sagen wir: 94 /1/2 Jahre verkürzt, dafür aber halbwegs zufrieden leben kann, ist es da nicht sinnvoll, den traditionellen Sucht-Begriff zu revidieren und das Medikament auf jeden Fall zu verabreichen?

Dienstag, 2. Februar 2010

Gladiatoren

Würde man den alten Gladiatorenkampf zulassen, bei dem am Ende der Herr Präsident den Daumen senkt, und der Mann stirbt -- es würden sich Kämpfer und Publikum finden

Sonntag, 23. Dezember 2007

Sucht und Süchtig machen

Was ich mir noch vornehme: die Übergänge vom legalen zum illegalen Anfixen genauer zu bestimmen. Also denn. Die offizielle, gesetzlich vorgeschrieben Schnellsprechansage: "Glücksspiel kann süchtig machen..." Die Schnäppchen-Versprechungen. "Mediamarkt. Ich bin doch nicht blöd!" Ergänze: "Aber latent konsumsüchtig!" Und dann vor allem, meine Lieblingssparte: Die Anfix-Probepackungen auf den PCs, die man so kauft. Vorinstalliert. Drei Monate zur Probe. Oder: Die Vollversion, leicht hier online zu erwerben, kann noch das. Und das. Und das auch noch. -- Bitte geben Sie ihre MasterCard-Nummer an." Ein kleiner Ekel kann da nicht mehr runtergeschluckt werden.
Was wir aber festhalten wollen, eben: Die Übergänge sind absolut fließend. Vom Schulhof-Ansprech: "Hey, willste mal Stoff? Kostenlos!" bis zu den Handy-Versprechen: "Flatrate Festnetz, Flatrate PC, Flatrate Handy. Alle 0,00 Euro."