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Sonntag, 1. Mai 2022

Pfeifen die Zeitungen, auch die ZEIT ...

 ... wirklich schon so sehr aus dem letzten Loch? Verzweifelte Versuche, die Leser mit Angeboten anzufixen, wie Drogendealer? Abo plus Plus, usw. Und die ZEIT hat jetzt alle Martenstein-Kolumnen auf ZEIT+ gesetzt! Mei, muss es den Zeitungen und auch der ZEIT schlecht gehen!

Meine alte Erklärung: Weder der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch die großen Zeitungen mögen einsehen, dass sie auch mal "kleiner werden können müssen"! Wildes Paddeln in Zeiten es Internets. Die Lesezeit des Menschen ist endlich, und wenn es im Internet Amzon, Netflix gibt, dann wird die Zeit zum Zeitunglesen einfach kleiner. Vom hochmütigen SPIEGEL rede ich erstmal gar nicht.

Samstag, 25. Dezember 2021

Migration: die mittelfristige Finanzierbarkeit

Auch das, vor fünf Minuten, wird vom SPIEGEL nicht gebracht.

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Mal abgesehen davon, dass weit und breit kein christliches Abendland mehr zu sehen ist – was soll uns dieser Gedanke weiterbringen? Mit Spendenbereitschaft und Gutsein wird dieses Problem ja nicht gelöst. Es geht am Ende darum, ob eine Integration dieser Flüchtlingsströme mittelfristig möglich ist und ob der arbeitende Teil der Bevölkerung diese Migration, wieder mittelfristig, auch bezahlen kann.

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Donnerstag, 16. Dezember 2021

Die einfachen Wahrheiten: Hier und jetzt

Irgendwann haben die Bhagwanesen, also die Sannyasin von Bhagwan / Osho, groß verkündet, dass es eine Leistung sei, gemäß dem Motto "Ganz entspannt im Hier und Jetzt!" zu leben. Das hatten schon die Wiener in ihren Trinkliedern postuliert: "Glücklich ist, wer vergisst, was nun mal nicht zu ändern ist ...!"

Nicht bedacht haben sie, die Bhagwanesen, dass, erstens, der größte Teil der Bürger längst so lebt, und dass, zweitens, der Spruch an sich voll daneben ist. Die Leute leben so, als ob das Jetzt die Ewigkeit sei. Dabei heißt das nur: kein Gefühl für die Zeit und die Ewigkeit zu haben. Das formulieren wir mal um: "Glück ist er, der Stein! Er muss nicht denken!"

Gesehen:

"Zehn Frauen, die alle eines verbindet: Sie gehörten in den Neunzigern zur Riege der Supermodels. Auf der Aufnahme von Fotograf Michel Comte aus dem Jahr 1994 sind bekannte Gesichter zu sehen wie etwa das von Nadja Auermann, Claudia Schiffer, Carla Bruni, Naomi Campbell oder Christy Turlington. Nur eingefleischte Modefans dürften hingegen die Französin Nadège Dubospertus (im hellblauen Kleid) und die Amerikanerin Brandi Quinones (vorn) kennen."

Damals waren sie jung und schön, und heute sind sie -- nun ja, nicht mehr jung und nicht mehr schön. So einfach ist das. 

Sic transit gloria mundi! Das waren noch Zeiten, als die Menschen das gesehen, gefühlt, gelebt haben! 

"Stelle dir ein Bild der jungen und der alten Brigitte Bardot aufs Nachtkastl, und schau die Bilder jeden Abend drei Minuten lang an. Dann wirst du verstehen, worum es im Leben geht."

Sonntag, 5. Dezember 2021

Die Wikipedia und die Relevanz

Weil ich gerade bei der Wikipedia war: Nicht die schlechteste Seite der Wikipedia ist: dass man sich am Morgen manchmal erheitern kann. Wenn man eine Stelle entdeckt, an der sich Fans in die Details begeben und dort austoben. 

Ich sehe per Zufall soeben:

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Rihanna trug das Lied erstmals am 30. Oktober 2010 (ohne Drake) bei Saturday Night Live vor. Während des Auftrittes trug sie einen BH, welches [= welcher -- welcher!] mit dem von Rihannas Freundin Katy Perry verglichen wurde. Am 15. November 2010, vor der Album Veröffentlichung, sang Rihanna What’s My Name? für MTVs The Seven, Live am Times Square in New York City. Ein Tag später am 16. November 2010 sang Rihanna das Lied in der The Late Show with David Letterman. Am 17. November 2010 gab Rihanna bei Good Morning America einen Interview und sang anschließend das Lied. Bei den American Music Awards 2010 am 21. November 2010 sang Rihanna das Lied in einem Medley mit ihren Hits Love the Way You Lie (Part II), What's My Name? und Only Girl (In the World). Im Vereinigten Königreich trat Rihanna am 11. Dezember 2010 wieder im Finale, der siebten Staffel von The X Factor auf, zuerst sang sie ihren Hit Unfaithful zusammen mit dem Finalisten Matt Cardle, später folgte ein Solo-Auftritt von What's My Name?. Das Finale sahen über 15 Millionen Zuschauer und mehrere Tausend Personen beschwerten sich ein Tag später beim Sender über die provokative Kleider und Outfitwahl von Rihanna und über ihren sexuellen Auftritt. Vivienne Patterson, Chefin von Mediawatch UK, sagte: „Ich denke Rihanna hat mit ihren Outfit und ihrer Kleiderwahl nicht übertrieben, es war noch im angemessenen Bereich.“ Die britische TV-Firma Ofcom erklärte später, dass sie die Auftritte von Rihanna und Christina Aguilera beim Finale von The X Factor untersuchen und analysieren wolle. Rihanna sang das Lied bei der Grammy-Verleihung 2011 am 13. Februar 2011 das erste Mal zusammen mit Drake. Sie sang das Lied in einem Medley mit Only Girl (In the World) und S&M Live bei den Brit Awards 2011 am 15. Februar 2011. Rihanna sang das Lied auch am 20. Februar 2011 mit Drake beim NBA All Star Game in einem Medley mit Umbrella / Only Girl (In the World) / Rude Boy und All of the Lights (mit Kanye West). Rihanna nahm das Lied auch auf die Setlist zum australischen Teil ihrer Last Girl on Earth Tour, wo sie das Lied im März und April 2011 sang. Auf ihrer Loud Tour im Sommer 2011 wird Rihanna What's My Name? bei jeden Konzert singen. [2011, wird ... singen? 2021?] Im Mai 2011 sang Rihanna What's My Name? bei NBCs Today Show, als Teil deren Sommer Konzerte in einem Medley mit Only Girl (In the World), S&M und California King Bed.  

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So etwas also, ohne dass da auch nur ansatzweise Relevanz-Diskussionen aufkommen! 

Anregend immerhin in dieser Frage: Wie ist das "öffentliche Bewusstsein" beschaffen, dass Menschen wie Rihanna, eine besondere Form von Menschen, von Firmen unter _Vertrag genommen werden? Große Organisationsstrukturen werden von den Firmen geschaffen, wissend, dass sich, wegen der besonderen Beschaffenheit des öffentlichen Bewusstseins und der öffentlichen Nachfrage in diesem Bereich, viel Geld verdienen lässt. Ein Teil der westlichen Bewusstseinsindustrie, die für mich stalinistische Strukturen hat.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Liebe Sparkasse!

Da gibt es also etwas Neues, genannt Push-TAN. Und ich soll umstellen. Das versuche ich jetzt seit einer knappen Stunde. Im Moment bin ich wieder in der Warteschleife und werde da mit schönen Werbeansagen und einer wirklich sehr, sehr klapprigen Musik. (Es ist mir gar nicht klar, was man anstellen muss, um eine solche Musik zu generieren)

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Inzwischen der dritte Anruf. Das Verfahren funktioniert einfach nicht. Der junge Mann, der geduldig ist -- offenbar bin ich da nicht der erste Anrufer --, will mich zurückrufen oder zurückrufen lassen. Ich warte jetzt seit 2 Minuten ...

Liebe Sparkasse, die Abteilung für kundeneinbeziehende Neuerungen, ob sicherheitsrelevant oder nicht, sollte bitte immer überlegen, dass die Kunden auch noch etwas anderes zu tun haben, als komplizierte Installationsverfahren durchzuführen. Bitte setzen Sie doch, bevor Sie eine Sache auf den Weg bringen, mal 20 Leute an die Aufgabe und schauen Sie, wie lange diese Menschen jeweils brauchen. Länger als eine 1/4 Stunde sollte das Ganze nicht dauern. Ich bin jetzt mit zwei Sparkassen-Konten geschlagene 2 Stunden am Werkeln ...

Jetzt warte ich seit 5 Minuten ...

Freitag, 12. Juli 2019

Alena Schröder (Journalistin)

Ein Artikel im SZ-Magazin:

09. JULI 2019. LEBEN UND GESELLSCHAFT. Altersweisheit verzweifelt gesucht. || Harald Schmidt, Alice Schwarzer, Gerhard Schröder – einst wichtige Menschen verstören ihre Anhänger gerade mit seltsamen Äußerungen. Warum tun sie sich – und uns – das an? Von Alena Schröder.

Darin:

Ein Zeugnis echter Altersweisheit könnte ja sein, den Moment zu erkennen, in dem es ratsam ist, anderen die Bühne zu überlassen und nicht mehr überall mitquatschen zu wollen.

Erinnert in der Diktion an das berühmte "Einfach mal die Fresse halten" von Dieter Nuhr und dem, was an Hin und Her aus diesem Spruch geworden ist. Einschließlich der vielen Empfehlungen von Leuten mit anderer Meinung und Ausrichtung, Nuhr möge sich doch hier bitte an seine eigene Empfehlung erinnern.

Genaues Lesen: mitquatschen? Ist das, was da abläuft, einfach  nur Quatschen?

Und jetzt diese Frage, in Summe: Wieso kommen Journalisten -- allgemein Menschen -- wie Frau Schröder, Jahrgang 1979, nicht darauf, dass diese Alterseinteilung plus angehängte Forderung ganz nah bei sonstigen, sagen wir: "Gruppeneinteilungen" sind, mit denen irgendwelche mehr oder weniger intelligenten Forderungen des Typs "Schuster bleib bei deinen Leisten!" oder anderes Hämische verknüpft werden? Sind Ältere auf einmal die Ersatzneger eines neuen Altersrassismus? Kommt "der Mensch" einfach nicht ohne doofe Gruppeneinteilungen aus? Warum zum Teufel soll das Sich-zu-Wort melden mit einer Altersgrenze versehen werden? Kann nicht die Meinung einfach für sich stehen? Im Sinne von: Auch 30jährige können gelegentlich großen Stuss von sich geben. Aber natürlich auch 70- oder 80jährige. Beide "Alterskohorten" -- und alles anderen auch -- können auch sehr kluge Dinge sagen. Und außerdem: Meinungsfreiheit gilt. Und wenn sich, weil Schmidt, Schwarzer und Schröder berühmt waren und, wie ich denke, noch einigermaßen berühmt sind -- wenn sich da Medien anbieten, deren Meinungen in die Welt zu tragen -- je nun, so funktioniert sie halt, die Mediengesellschaft! Oder?

Man muss sich mit der Sache auseinandersetzen, in der Sache kritisieren! Geschlecht, Rasse, Religion und, ja auch: Alter sollten da getrost draußen bleiben!

Und ich bin dafür, auch mal wieder so alte Wörter und Einteilungen wie Kinderstube und Das gehört sich einfach nicht! mit in die Diskussion zu nehmen. Denn von dem Artikel von Alena Schröder bis hin zu einer Amazon-Buchrezension wie dieser ist es nicht weit:

„1,2 Milliarden werden bis zum Jahr 2050 nach Europa strömen“, was er auf Grund seines Alters nicht mehr erleben wird, aber was ihm vor dem irdischen Ende noch einmal Aufmerksamkeit verschafft.

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Ja, Martenstein sagt schon Vernünftiges, glaube ich. Ausgangspunkt: der inzwischen berühmte alte weiße Mann. Als Typus gesehen. Vor allem gut, sinngemäß: Sie können heute schreiben, was Sie wollen -- es wird immer Leute geben, die Sie dafür runtermachen. Wenn Sie das Gegenteil schreiben -- dann gibt es andere Leute. 

"N99 | Harald Martenstein über alte, weiße Männer und Debatten".

Wer nachhören und nachsehen will ... Bitte!

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Allen Jungen und allen Alten und dem fließenden Übergang dazwischen sei an dieser Stelle das Lautlesen der Goethe-Zeilen empfohlen:

Ueber allen Gipfeln
Ist Ruh',
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.

Und wenn die heute Jungen dann demnächst die Alten sind, was schneller geht als sie denken, dann können sie sich noch Hubert von Goiserns 'Heast as net' anhören und überlegen, ob sie jetzt zufrieden sind, wenn jemand daherkommt mit der Empfehlung, jetzt doch bitte "anderen die Bühne zu überlassen und nicht mehr überall mit[zu]quatschen".


Samstag, 29. Juni 2019

Singles 50plus

Diese Anzeige bei der ZEIT. Ich habe sie aber auch schon auf anderen Seiten gesehen. Nein, sie erscheint nicht bei jedem an dieser Stelle. Google schaltet ja personensensitiv!


Und immer das Gleiche! Der schöne Betrug mit den Bildern. Natürlich gibt es 53jährige Frauen, die so gut aussehen. Aber das sind 0,271 Prozent eines Jahrgangs!

So ist es gut und realistisch, ob mit oder ohne Kopftuch!

18 < > 50


Freitag, 28. Juni 2019

Wikipedia und die Quadratur des Kreises

Notizbuch

Dass es einen Notizblog gibt, finde ich schon mal schön. Einfach so. Und weil ich mich in diesen Tagen von der Wikipedia verabschiede, bin ich beim Herumsuchen auf diesen Eintrag aus dem Jahr 2009 gestoßen.

Was das Aufhören bei der Wikipedia angeht: Ich werde jetzt kein Lamento anstimmen und auch nicht die Zusammenhänge darstellen, die mich zum Aussteigen bewogen haben. Richtig ist ja auf jeden Fall: Das Zitierte stammt aus dem Jahr 2009 und die Wikipedia gibt es immer noch.

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Der Wikipedianer JD hat einmal angemerkt:

"Dummerweise ist Wikipedia [...] dem Tode geweiht. Schuld daran ist natürlich die große Relevanz-Hinterfragerei, zudem gibt's hier krass hierarchische Machtstrukturen. Schade, es war eine schöne Zeit."

Ich glaube, das war ironisch gemeint. So im Sinne des alten "Totgesagte leben länger!"

Wie dem auch sei -- kein böses Wort über die Wikipedia. Und ein sachlich-analytisches vielleicht später, mit einigem Abstand. Oder auch gar nicht.

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Pointers & Pointen

VERÖFFENTLICHT AM 20. OKTOBER 2009 VON TORSTEN

...

So schreibt Pavel:

99% aller Deutschen sind irrelevant. Und werden es auch immer bleiben. Jedenfalls nach den Relevanzkriterien der deutschen Wikipedia.

Ähm – ist das ein Vorwurf? Natürlich sind die allermeisten Menschen für Wikipedia irrelevant. Wie kann man sich über Datenlücken bei StudiVZ aufregen, wenn man parallel in der Wikipedia eine Personendatei aufmacht, von der nicht mal Wolfgang Schäuble zu träumen wagt?

Ich persönlich bin ganz froh keinen Wikipedia-Artikel über mich zu haben, den ich ständig nach Vandalismen untersuchen müsste und in dem plötzlich ein Abschnitt „Kritik“ auftaucht, in dem ein Worst-Of der auffindbaren Äußerungen über mich gesammelt werden.
Arrogant oder notwendig?

Wikipedia will das Weltwissen sammeln, ein hehrer Anspruch. Man kann nun fragen, ob der Straßenkehrer Dominik Müller in Bad Salzdettfurt weniger wert ist als ein Mathe-Professor, der auch nur sein Tagewerk vollbringt? Gehört Dominik nicht auch zum Weltwissen? Woher kommt diese Arroganz?

Nun – schauen wir uns das Grundprinzip der Wikipedia an. Zunächst: Wikipedia will Weltwissen sammeln, nicht nur eine Sammlung von Behauptungen. Was trivial klingt, ist in Wahrheit die Quadratur des Kreises. Denn in Wikipedia kann quasi jeder schreiben, was ihm in den Sinn kommt. Man muss sich nicht mal anmelden. ...

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Mittwoch, 15. Mai 2019

Mick Jagger's Age

Notizbuch

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Wahrheit 1

Der Sänger der Rolling Stones ('Angie') wirkt trotz seiner Alters immer noch sehr jugendlich und das liegt zum Teil daran, dass er noch einen dichten Haarschopf hat, der nicht total ergraut ist. Das sei alles ganz natürlich, versicherte seine Tochter Lizzy (32) im Interview mit 'W': "Er macht nicht viel mit seinen Haaren. Er hat Glück, denn sie fallen nicht aus oder werden grau. Er hat Wunderhaare. Ich pflege meine Haare, aber ich habe auch Glück, denn ich habe die guten Haare von meinen Eltern geerbt", freute sich das Model, deren Mutter das ehemalige Supermodel Jerry Hall (59) ist. (tirolerin.at)

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Wahrheit 2

Konzerte, Drogen, Whiskey: 50 Jahre Rock’n’Roll hinterlassen ihre Spuren – besonders im Gesicht! Mick benutzt Feuchtigkeitscreme von „La Mer“ (820 Euro für 250 ml) und Creme von „La Prairie“ mit Kaviar-Extrakt (475 Euro für 100 ml). Für ein jüngeres Aussehen lässt sich Jagger außerdem alle zwei Wochen seine grauen Haare färben! (bild.de)

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Wahrheit 3

Auf dem roten Teppich schlagen die Rolling Stones ihr Rad, vier Pfauen mit ramponierten grauen Federn. Welcher Schock! Horror! Katastrophe! Sie sind kaum zu erkennen. „Aber wie alt sie geworden sind!“, entsetzt man sich. Es ist erschütternd! Keith Richard mag seinen Schädel noch so bemüht unter einem Piratentuch verstecken – die kahlen Stellen, das flusige Haar sind nicht zu übersehen. Mick Jaggers Gesicht ist aus Falten modelliert, die Haut ist grau, die Wangen schlaff, und wenn er auf der Bühne des Berlinale-Palastes sagt, es sei zu warm und er würde am liebsten sein Hemd ausziehen, da, sofort, vor unseren Augen, beherrscht man sich nur mit Mühe, um ihm nicht zuzurufen: „Nein, Mick, bitte nicht, bleib angezogen!“ Wir, die wir jahrelang vom Anblick seines haarlosen Oberkörpers geträumt haben, die wir auf die Bühne gerast wären, um sein schweißgetränktes Hemd aufzufangen. (tagesspiegel.de)

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Mittwoch, 1. Mai 2019

Melancholie. Oder: Die Zeit, die Zeit ...

Notizbuch

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4 Schwestern machten 40 Jahre lang dasselbe Bild

Quellen zufolge ist dies das letzte gemeinsame Foto der Vier. Eine der Schwestern starb im folgenden Jahr. Daher beschlossen die anderen drei Damen, die Tradition nicht fortzusetzen. Immerhin würde es nie wieder so sein wie damals... (daily-goals.com)

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Zeitraffer, grob. Ich kürze mal ab:

Bild 1 - Bild 10 - Bild 20 - Bild 30 - Bild 38 (letztes)

Donnerstag, 21. Februar 2019

Ein Frühlingsgedicht (Versuch)

Frühlingstag

Herr, es ist Zeit.
Der Winter war sehr groß.
Wirf deine Helle auf die Sonnenuhren
Und auf den Fluren
Lass die Keime los.

Befiehl den ersten Früchten zu gedeihn,
Gib ihnen bald viel südlichere Tage.
Dränge sie zur Entwicklung hin
Und jage die erste Süße in den neuen Wein.

Wer jetzt ein Haus hat,
Baut sich keines mehr.
Wer jetzt zu zweit ist,
Wird es lange bleiben.
Wird lachen, lesen,
kurze E-Mails schreiben
Und wird in den Alleen
Lustvoll wandern,
Wenn die Samen treiben.

Rainer Maria Rilke

(Jahreszeitlich (und auch sonst) angepasst.)

Dienstag, 4. Dezember 2018

Emile Ratelband (69 / 49)

Notizbuch

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Den Haag (Niederlande) – Emile Ratelband (69) fühlt sich jünger als er ist – viel jünger. Und das sollte bitteschön auch genau so in seinem Ausweis stehen. Das ungewöhnliche Anliegen des Niederländers wurde jetzt per Gerichtsurteil abgeschmettert.

Ratelband wurde am 11. März 1949 geboren. Vor Gericht wollte er durchsetzen, dass dort künftig der 11. März 1969 als Geburtsdatum eingetragen steht. Seine Begründung: Er fühle sich wegen seines fortgeschrittenen Alters diskriminiert. (bild.de)

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Heute, Mi 19. Dezember 2018, hat Harald Martenstein in seiner ZEIT-Kolumne den Mann auch entdeckt. Seltsamerweise ist Ratelband bei ihm Belgier...


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Und da ist heute, SZ S. 8, ja auch noch diese Meldung! 



Donnerstag, 15. November 2018

Gott. - "Einstein sagte einmal ..."

Notizbuch

Gödel, Escher, Bach und ich

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Gödel (1906 – 1978) war ein legendärer Logiker. Wie Einstein lehrte er an der Universität Princeton, die beiden großen Männer waren befreundet. Einstein sagte einmal, dass er manchmal nur deshalb ins Institut gegangen sei, um später mit Gödel auf dessen Heimweg sprechen zu können.

Es gibt Wahrheiten, die sich nicht beweisen lassen

Nach Gödels Tod tauchte in seinem Nachlass ein mathematischer Beweis für die Existenz Gottes auf. Gödel hatte ihn nicht veröffentlicht, weil er besorgt war, man könne ihn als Glaubensbekenntnis auffassen. Der Fund im Nachlass war eine wissenschaftshistorische Sensation. Schon zu Lebzeiten wurde Gödel berühmt durch seinen Unvollständigkeitssatz. Er stieß darauf, als er sich mit Aussagen vom Typ „Ich bin nicht beweisbar!“ befasste und die Frage nach ihrem Wahrheitsgehalt stellte. (blog.zeit.de)

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Ich wollte bei der ZEIT ausnahmsweise noch einmal kommentieren. Scheint aus technischen Gründen nicht zu klappen. Also hierher...

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Ich mache, hier und jetzt, eine Ausnahme vom Nicht-mehr-Kommentieren.

3 Jahre her. Den Artikel und die Kommentare jetzt gelesen. 

Mein Ergebnis: Hier sollte man sich einfach mal vor einem großen Denker verneigen. Keiner hier kann und vielleicht nur 10, die gegenwärtig auf der Welt leben, können Kurt Gödel das Wasser reichen. Der Rest sollte: Einfach schweigen. Der Rest, zu dem ich mich auch zähle, ist zu dumm, um Gödel auf der Ebene, um die es hier geht, auch nur im Ansatz zu verstehen.

P. S. Interessant wäre allerdings, was Douglas Hofstadter zu dem Beweis sagt. Hofstadter ist einer von den 10, denke ich.

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Gottesbeweis

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Freitag, 10. August 2018

"Schade, dass du nicht mehr schreibst!"


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"... Tage später, ich treffe Christine, sie strahlt wie immer, vielleicht sogar noch eine Spur herzlicher. Sie sagt dann mit überraschender, geradezu überschwänglicher Wärme, wie schade es doch sei, dass ich nicht mehr schreibe. Ich sagte, aber ich habe doch gerade, also Hélène Cixous, die große Poetin, und davor Jeanne Mammen und Claude Simon und jetzt Ishiguro, den Literaturnobelpreisträger … stammelnde Bibliografie. Als Lebensbeweis. Absurd. Als rede man gegen seinen Schatten an."

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Wenn das mit dem "Schade, dass du nicht mehr schreibst!" so oft vorkommt: Da würde es sich doch anbieten, eine "erweiterte Visitenkarte" herzustellen, am Ende jeden Monats aktualisiert, mit allem, was so in den letzten drei Jahren erschienen ist. Raus aus dem Laserdrucker, immer 10 Exemplare Kleingedrucktes in der Handtasche. Und dann geheimnisvoll schweigend überreichen. -- Wär das nichts?

Montag, 29. Januar 2018

"Der Tod des Märchenprinzen"

Mal wieder so rumgelesen am Abend: "Der Tod des Märchenprinzen". Und beim SPIEGEL wieder hängengeblieben an einer Winzigkeit:

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"Also sprach Arne - welcher Arne? Der Ur-Arne aus dem Svende-Buch, der nebenbei, ganz anders heißt, versichert dem SPIEGEL, er habe diese Macker-Konfession keinesfalls geschrieben; der anhaltende revolutionäre Kampf, in dem er nach wie vor steht, ließe ihm dazu wohl auch keine Muße."

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Da gibt es zwei Möglichkeiten. Nur so wie es dasteht, geht es nicht:
  • aus dem Svende-Buch, der, nebenbei, ganz anders heißt, versichert
  • aus dem Svende-Buch, der nebenbei ganz anders heißt, versichert
Aber trotzdem natürlich: eine tolle Besprechung damals!

Dienstag, 18. April 2017

Bohrer, Karl Heinz

Im Radio höre ich eine Besprechung des, sagen wir: Lebensrückblicks von KHB. Ich muss unmittelbar denken: Bohrer, einer von den Männern, die sich die Welt nicht ohne sich selbst vorstellen wollen. Sie sagen sich, dass sie doch immer dazugehört haben! Es war doch alles so herrlich aufregend auf sie ausgerichtet. Sie wurden hoffiert, ihnen hörte man zu. Und auf einmal -- Peng! Über Achtzig. Und die Uhr tickt ihrem Ende entgegen.


Da passt doch auch dies vorzüglich:

"Bei seinen Recherchen stieß Sven Michaelsen auf Erzählungen über Bohrers Regentschaft beim Merkur. Als der neue Chef von einem Redakteur gefragt wurde, ob er die Bleiwüste der Zeitschrift mit Bildern auflockern wolle, antwortete er: »Nein, ich finde Fotos vulgär.« Für die monatlichen Themenkonferenzen führte er den Namen »Apostelgespräche« ein." (sueddeutsche.de)

Was soll ich sagen? Ich habe auch Männer kennengelernt, die vor ihrem 60. Lebensjahr gar nicht und anschließend nur mit großer Mühe das Phänomen Zeit mit sich selbst in Verbindung bringen konnten. Ständig schienen sie sich selbst zu sagen: 'Aber ich, ich bin ewig!' Angenehm waren diese Männer allesamt nicht. Was ja nicht heißt, dass ich nicht instinktiv Mitleid mit ihnen habe, wenn sie, alt und tatterig geworden, dasitzen und sich beständig wundern, dass sie nicht mehr allüberall hofiert werden. Wenn sie erkennen müssen, dass die Welt sich wahrscheinlich auch ohne sie dreht.

Mittwoch, 16. November 2016

Göbekli Tepe

Ist es zu fassen? Da schaut man in diesen Bereichen des Wissens ständig herum, und hat von Göbekli Tepe noch nie was gehört!

"Der Göbekli Tepe (deutsch bauchiger Hügel) ist ein prähistorischer Fundort auf dem mit 750 Meter höchsten Punkt der langgestreckten Bergkette von Germuş. Er liegt 15 Kilometer nordöstlich der südostanatolischen Stadt Şanlıurfa in der Türkei. Es handelt sich um einen durch wiederholte Besiedlung entstandenen Hügel (Tell) mit einer Höhe von 15 Metern und einem Durchmesser von rund 300 Metern. Er wird seit Mitte der 1990er Jahre als Langzeitprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts ausgegraben. Bei diesen Arbeiten wurden bisher etwa 1,5 % des Areals freigelegt, eine vollständige Ausgrabung ist nicht geplant. | Derzeit werden zwei Nutzungsphasen unterschieden, von denen die erste bis in das 10. Jahrtausend v. Chr. zurückreicht. Aus dieser Nutzungsphase (Epipaläolithikum/frühes PPNA) wurden sieben kreisförmige Steinanlagen ausgegraben, die aus zum Teil reliefierten T-förmigen Pfeilern bestehen. Aufgrund geophysikalischer Untersuchungen kann vermutet werden, dass über 200 weitere Pfeiler in etwa 20 Kreisanlagen noch unter dem Erdboden liegen. Die einzelnen Pfeiler sind dabei bis zu 6 Meter hoch und bis zu 20 Tonnen schwer und waren in aus dem anstehenden Felsen geschlagene Sockel eingepasst. In der zweiten, der jüngeren Nutzungsphase (Präkeramisches Neolithikum B) fanden sich weitere, aber kleinere Pfeiler in rechteckigen Räumen. Diese Räume besaßen in der Regel einen Fußboden aus geschliffenem Kalk. Danach wurde der Ort offensichtlich aufgegeben. Die Grundmauern eines quadratischen Gebäudes auf dem Südplateau werden in römische Zeit datiert. | Die Funktion der Anlagen ist unklar. Am verbreitetsten ist die vom Ausgräber Klaus Schmidt (1953–2014) etablierte Hypothese, dass es sich um ein steinzeitliches Bergheiligtum gehandelt habe." (Wikipedia)

Nun ja, 'ein steinzeitliches Bergheiligtum', das sagt auch noch nicht viel. Aber mal abwarten ...

Mittwoch, 13. April 2016

... hin zum Jüngsten Gericht

Irgendwie tut es weh, wenn man sieht, wie Themen sich großer Schnelligkeit abwechseln. MH370- und Germanwings-Absturz, die Griechen und ihr Schuldenproblem, die Flüchtlinge, die Terroranschläge A, B, C. Zwischendurch Böhmermann vs. Erdogan. Und dann der große Satz: Das Leben geht weiter! Ich lese die Zeitung. Auf der lokalen Ebene „ein Familiendrama“, ein Autounfall. So reiht sich Zeitung an Zeitung, Bericht an Bericht Tag an Tag. Bis hin zum Jüngsten Gericht.

Samstag, 31. Oktober 2015

Marianne Faithfull

Die Faszination, die Gesichter und Stimmen einer Person zu unterschiedlichen Lebenszeiten!






Donnerstag, 29. Oktober 2015

1985 > 1955, 1885 und 2015

Es wird ein Geheimnis bleiben, warum diese Stelle für mich wichtig ist:

"Zurück in die Zukunft" ist eine der bekanntesten Film-Trilogien der 80er Jahre. Produzent Steven Spielberg und Regisseur Robert Zemeckis inszenierten in ihren 1985, 1989 und 1990 veröffentlichten Teilen Zeitreisen aus dem Jahr 1985 in die Jahre 1955, 1885 und 2015. Das Datum, an dem Schauspieler Michael J. Fox als Marty McFly im Jahr 2015 ankommt, ist der 21. Oktober. Fun Fact: Zunächst hatten sich die Macher mit dem Tag vertan, im Film war es ursprünglich ein Dienstag. Erst in einer späteren und überarbeiteten DVD-Fassung wurde aus dem Dienstag ein Mittwoch. (rp-online.de)