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Freitag, 21. Januar 2022

Die so genannte Bhagwan-Bewegung

Osho, Eigenbezeichnung von Chandra Mohan Jain (Hindi चन्द्र मोहन जैन; * 11. Dezember 1931 in Kuchwada, Madhya Pradesh, Indien; † 19. Januar 1990 in Pune (früher auch „Poonah“ geschrieben), Maharashtra, Indien), war ein indischer Philosoph und Begründer des Neo-Sannyas (der so genannten Bhagwan-Bewegung). (Wikipedia)



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... 25 Sannyasins standen wegen der Straftaten [in Oregon] vor Gericht, 8 erhielten Freiheitsstrafen. Sheela wurde unter anderem wegen unerlaubten Abhörens und der Vergiftung von Lebensmitteln zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt, wegen guter Führung aber nach zwei Jahren und fünf Monaten vorzeitig entlassen. Sie wagte mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann, ebenfalls ein Sannyasin, einen Neuanfang in der Schweiz. Sheela neigt dazu, schnell müde zu werden, wenn ihr heute Fragen zu den Straftaten gestellt werden. Sie hat ihre eigene Wahrheit: „Ich habe unschuldig im Gefängnis gesessen.“ Nüchtern betrachtet war die Inderin Protagonistin eines Lehrstücks über Aufstieg und Fall sozialer Bewegungen, die von einem charismatischen Führer begründet werden. Ob es Jesus, der Mormone Joseph Smith, der Scientologe Ron Hubbard oder Bhagwan ist: Nach einer lebendigen Phase der Experimente mit Visionen vom neuen Menschen erstarren die Bewegungen zu einer Art Kirche mit einem schwer kontrollierbaren Eigenleben. Die »Veralltäglichung des Charisma« hat der Soziologe Max Weber diesen Prozess genannt. (magazin.spiegel.de)

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Jetzt überlege ich: Ist das, was damals in Oregon geschehen ist eine "Veralltäglichung von Charisma"? Und die Kreuzzüge, noch einmal ein anderes Kaliber, waren es dann auch? Alltag? 

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Die einfachen Wahrheiten: Hier und jetzt

Irgendwann haben die Bhagwanesen, also die Sannyasin von Bhagwan / Osho, groß verkündet, dass es eine Leistung sei, gemäß dem Motto "Ganz entspannt im Hier und Jetzt!" zu leben. Das hatten schon die Wiener in ihren Trinkliedern postuliert: "Glücklich ist, wer vergisst, was nun mal nicht zu ändern ist ...!"

Nicht bedacht haben sie, die Bhagwanesen, dass, erstens, der größte Teil der Bürger längst so lebt, und dass, zweitens, der Spruch an sich voll daneben ist. Die Leute leben so, als ob das Jetzt die Ewigkeit sei. Dabei heißt das nur: kein Gefühl für die Zeit und die Ewigkeit zu haben. Das formulieren wir mal um: "Glück ist er, der Stein! Er muss nicht denken!"

Gesehen:

"Zehn Frauen, die alle eines verbindet: Sie gehörten in den Neunzigern zur Riege der Supermodels. Auf der Aufnahme von Fotograf Michel Comte aus dem Jahr 1994 sind bekannte Gesichter zu sehen wie etwa das von Nadja Auermann, Claudia Schiffer, Carla Bruni, Naomi Campbell oder Christy Turlington. Nur eingefleischte Modefans dürften hingegen die Französin Nadège Dubospertus (im hellblauen Kleid) und die Amerikanerin Brandi Quinones (vorn) kennen."

Damals waren sie jung und schön, und heute sind sie -- nun ja, nicht mehr jung und nicht mehr schön. So einfach ist das. 

Sic transit gloria mundi! Das waren noch Zeiten, als die Menschen das gesehen, gefühlt, gelebt haben! 

"Stelle dir ein Bild der jungen und der alten Brigitte Bardot aufs Nachtkastl, und schau die Bilder jeden Abend drei Minuten lang an. Dann wirst du verstehen, worum es im Leben geht."

Samstag, 31. Oktober 2020

Ceterum censeo ...

... islamismum esse delendam!


Ich werde von nun an auch bei anderen Kommentaren wie der Ältere Cato dieses Ceterum censeo anfügen. Es geht einfach nicht mehr anders! Hier einmal, weil zum ersten Mal, ausführlicher. 
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Ich denke, dass allmählich grundlegend andere Denk- und Argumentationsansätze her müssen!  

Zwei Beispiele: 

 1. Im Namen der Religionsfreiheit werden in den westlichen Ländern Moscheen gebaut. Was hindert die westlichen Länder daran, im Namen der Gleichheit zu fordern und durchzusetzen, dass in allen muslimischen Ländern dann natürlich auch Kirchen der verschiedenen Konfessionen und Richtungen stehen müssen. Für deren Sicherheit der jeweilige muslimische Staat sorgen muss. 

 2. Es muss immer und immer wieder offen und sehr nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die wirtschaftlichen und sozialen Probleme der muslimischen Länder sehr viel mit der voraufklärerischen Zurückgebliebenheit des Normal-Islam zu tun haben.* 

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* Den meisten aufgeklärten Westlern ist ein solcher Hinweis natürlich peinlich. Man ist ja einfach großzügig. Was auch beinhaltet, dass man manchen Ländern wie Kindern halt so Einiges nachsieht. Damit tut man diesen Ländern = , also den Menschen dort, aber überhaupt keinen Gefallen. -- Wer es genauer haben möchte, suche mal nach "Neil deGrasse Tyson compares the number of Nobel Laureates in the sciences in both the Muslim and Jewish communities". Es gibt da ein aufschlussreiches Video.


Mittwoch, 9. Oktober 2019

122 Ziffern

Notizbuch

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In ihren Formeln nämlich war durchaus Platz für dunkle Energie. Das Problem war nur: Viel natürlicher wäre es, wenn mehr von dieser Energie vorhanden wäre, als die Astronomen gemessen hatten. Und 'mehr' bedeutet in diesem Fall: viel, viel mehr. Genau genommen: um einen Faktor mit 122 Ziffern mehr. Das ist eine schwindelerregend große Zahl.

Warum hat es die Natur so eingerichtet, dass die dunkle Energie ausgerechnet diesen unerhört niedrigen Wert annimmt, der doch jeder Wahrscheinlichkeit entbehrt? Unter Kosmologen hat das Rätsel einen Namen: 'Feinabstimmung'. (spiegel.de  +)


Noch dazu, vorgeschaltet:


Verdacht eines Physikers: Ist es möglich, dass es unser Universum gar nicht gibt?. Exklusiv für Abonnenten. -- Ein hochgeachteter Physiker der Harvard-Universität äußert eine verwegene Hypothese - und erschüttert damit die Fachwelt. Von Johann Grolle

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So, und an dieser Stelle müssen die Linguisten ran! Eine Analyse dessen, was es heißt

"X gibt es (nicht)."

bringt ein wenig mehr Klarheit.

Nicht ganz klar? - Gut. Denken wir mal über diese Sätze nach:

  • Einhörner gibt es nicht. > Aber sehr wohl viele Erzählungen, in denen sie eine Rolle spielen.
  • Die Stadt, von der ich gestern in der Nacht geträumt habe, gibt es nicht. > Aber in meinem Traum war sie da.
  • Gott gibt es nicht. > Aber viele Menschen sind sicher, dass es ihn gibt.
  • Irgendwo im Universum gibt es Lebewesen, die viel, viel intelligenter sind als der Mensch (in seiner intelligentesten Versionen!).
  • Saurier gibt es nicht. > Aber es gab sie!
  • Nat Tate gibt es. > Insider-Scherz 1.
  • Den Schriftsteller William Boyd gibt es nicht. > Den hat sich der Maler Nat Tate nur ausgedacht. Insider-Scherz 2.
  • Dunkle Energie gibt es nicht. > Sie ist nur ein Postulat, das sich aus mathematischen Berechnungen ergibt.
  • ...


Donnerstag, 26. September 2019

"Bundeskanzlerin Merkel bestätigt ..."

1. Heute morgen, Frühstück mit einem Freund. Der wirklich viel in der Welt herumgekommen ist. Und sehr ruhig die These vertritt, dass der Islam natürlich angetreten sei, Europa zu erobern. Mit den Mitteln von Einwanderung und Geld. Man müsse sich nur mal die saudiarabischen Gelder für den Islam in Europa anschauen. Und unter Ausnutzung dessen, was er für eine von Allah gegebene, schön lächerliche westliche "Toleranz" ansieht.

2. Derselbe Freund merkt später mal an, der "Perlentaucher" müsse ja schließen. Oder suche einen Käufer. So genau wisse er das nicht mehr.

3. Ich suche also, nach dem Frühstück, nach dem Stichwort Perlentaucher und finde bei der ZEIT einen alten Artikel: "Feuilletonschau. Perlentaucher.  Ihr Feiglinge! Einige gute Gründe, sich über den "Perlentaucher" zu ärgern Von Hilal Sezgin 21. Januar 2010. Quelle: DIE ZEIT, 21.01.2010 Nr. 04 || 105 Kommentare. 

4. Irgendwo führt ein Kommentator an: "Galliaestdivisa #12 — 21. Januar 2010, 18:15 Uhr || ich finde in dem ganzen Artikel nicht einen einzigen Versuch, inhaltlich auf den perlentaucher einzugehen, sondern lediglich eine beleidigte Attitude, weil die Website islamkritisch ist. Warum erquickt sich die Autorin nicht am muslimmarkt, dort finden sich wunderbare Beispiele über die Toleranz des Islam - oh Entschuldigung, es gibt ja nicht den Islam, sondern ganz viele, besonders dann, wenn man bestimmte Erscheinungen und Verhaltensformen kritisieren will."

5. Muslimmarkt? Da will ich doch mal nachschauen! 
Und da finde ich dann das, heute:

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Do. 26.9.19 / 26. Muharram 1441
- Sie planen und Allah plant
- Neue Links in US-Feldzug gegen die Welt

- Bundeskanzlerin Merkel bestätigt die Heiligkeit unserer Zeit
- Muslim sucht Zimmer in München
- Gesamtzahl der Opfer durch Israel seit 2000 mindestens 12680
- Muslim-TV: Aschura Friedensmarsch in Delmenhorst
- Deutschsprachige islamische Veranstaltungen nur für Jugendliche?!
- Umweltschutz ist Großer Dschihad
- Harald Lesch: Iran brach Atomabkommen durch Raketentests
- Jede praktizierende Muslima ist eine Gefahr für den Westen!
- Sind Zionisten und Antisemitismusbeauftrage Antisemiten?
- Neuer Link zu Berichten & Analysen zum 11. September
- Muslim-TV: Aschura Veranstaltung in Bremen – 10.09.2019 – 10. Tag
- Aschura
- ZDF und YouTube sperren Offenkundiges-Video
- Neue Veranstaltung: Delmenhorster Friedensmarsch zu Aschura

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Woran erinnert mich das spontan? Nun ja -- an die Zeugen Jehovas. Diese leutselige Entrücktheit derer, die sich sicher sind, auf dem einzig wahren Weg zu sein! Für einen aufgeklärten Zweifler sehr, sehr unangenehm. Ich beginne hervorzuheben. Was jetzt hervorgehoben ist.

Freitag, 9. August 2019

Bhagwan > Osho

Notizbuch

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26.05.2012 ESOTERIK Im Bann des Weißbarts. Er nannte sich Bhagwan und zuletzt Osho. Er war erst der Sex-, dann der Rolls-Royce-Guru. 22 Jahre nach dem Tod des Mystikers leben seine Ideen in Hunderten Meditationszentren fort - und in Deutschland sogar in Kommunen.

...

Die Arbeit im Encounter wurde aufgelockert von Bhagwans Vorträgen. Er zitierte Freud, Nietzsche und Kant aus dem Stegreif, plapperte auf dem Niveau chinesischer Glückskeksbotschaften oder war schlicht menschenfeindlich. | Homosexualität, dozierte Bhagwan, sei "eine Perversion", das "biologische Programm" der Spermien sei heterosexuell, bei Schwulen "stimmt was nicht". Das Betriebsblatt "Rajneesh Times" druckte den Text unter der Rubrik "Meisterwerke". Kinder, die behindert geboren würden, sollten, so Bhagwan, "in den ewigen Schlaf geschickt" werden, "wenn die Eltern bereit sind". Ein solches Kind könne dann "woanders mit einem besseren Körper geboren" werden, "nichts wird zerstört". (spiegel.de)

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Sonntag, 28. Juli 2019

Wahrheit und Beweis


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(Angewandte) Homosexualität ist in den abrahamitischen Religionen eine Sünde. Die Regeln kommen von Gott/Allah und können nicht willkürlich angepasst werden!

Da alle göttlichen Regeln jeder Religion letztendlich zu 100 % Menschenwerk sind, können Sie selbstverständlich jederzeit von Menschen geändert werden. Und Regeln, die in der Praxis dazu führen, dass Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung an Baukränen aufgehängt werden, kann man nicht ändern, man muss sie ändern.

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"Da alle göttlichen Regeln jeder Religion letztendlich zu 100 % Menschenwerk sind, können sie ..."

Das glauben Sie.

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"Das glauben _Sie_"

Nein, davon kann und muss man ausgehen, weil "Gläubige" bisher jeden Beweis schuldig geblieben sind, dass die vermeintlichen Gebote ihrer Götter von ihnen persönlich kommen.

"Etwas, das ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis verworfen werden." (Christopher Hitchens)

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"Nein, davon kann und muss man ausgehen, weil 'Gläubige' bisher jeden Beweis schuldig geblieben sind ..."

Jetzt kommen wir auf ein ganz schwieriges Gebiet. Nämlich das der Wahrheitstheorien und der Frage, was denn ein Beweis sei.

Nach längerem Nachdenken -- ich sage die Anzahl der Jahre lieber nicht -- bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die Konsensustheorie der Wahrheit in politischen Zusammenhängen die einzige mit Erklärungsfähigkeit ist. (Nein, nicht die von Jürgen Habermas.) "Wo zwei der drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen!" Das gilt auch für sich gegenseitig in ihrem Glauben bestärkende Atheisten.

(Sollte es interessieren: Im Bereich von Wirtschaft und Militär ist eine pragmatistische Wahrheitstheorie das Beste: Wahr ist, was mich die überlegenen Waffen bauen bzw. die am besten verkäuflichen Waren herstellen lässt.)

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Mal nachgesehen. Setzt sich fort:


Wahrheitstheorien / Frage, was denn ein Beweis sei

"Mit dem Hitchens-Zitat ist alles gesagt."

"'Etwas, das ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis verworfen werden.' (Christopher Hitchens)"

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Eine Frage der Phantasie und des Blicks in die Historie.

Karl Marx und seine Anhänger sind davon überzeugt, dass sie bewiesen haben, und zwar: wissenschaftlich, dass der Kapitalismus dem Ende entgegen taumelt. Nimmt das außerhalb dieser Gemeinde jemand ernst?

Oder naturwissenschaftlich: Paul K. Feyerabend, Against Method, hat mal darauf hingewiesen, dass das geozentrische Weltbild im Rahmen der damaligen Theorien durch Beobachtungen unterfüttert war und also die Annahme, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums, als bewiesen galt.

Und alle ernst gemeinten Verschwörungstheorien beweisen aus der Sicht ihrer Anhänger, dass XY bewiesen oder zumindest hoch wahrscheinlich ist. Da bleibt nur, die Vertreter für nicht zurechnungsfähig zu erklären. Nur -- das ist eben kein wissenschaftlicher Standpunkt, andere Meinungen für nicht zurechnungsfähig zu erklären.

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addy987

"Karl Marx und seine Anhänger sind davon überzeugt, dass sie bewiesen haben, und zwar: wissenschaftlich, dass der Kapitalismus dem Ende entgegen taumelt. Nimmt das außerhalb dieser Gemeinde jemand ernst?"

Naja, Sie müssen schon zugeben, dass es so, wie es derzeit läuft, nicht unendlich weitergehen kann. Außerdem gibt es doch "den Kapitalismus" in seiner Reinform kaum noch. Es wurde meist eine gewisse Kontrolle und eine mehr oder weniger große soziale Komponente hinzugefügt. Also ist doch "der reine Kapitalismus" bereits am Ende. ;-)

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Die Sache setzt sich also immer noch fort. Das ist gut, und ich lese mit Interesse.

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"Also ist doch 'der reine Kapitalismus' bereits am Ende. ;-)"

Nahezu vollständige Zustimmung zu dem, was Sie schreiben. Aber das so Dargelegte enthält eben vor allem auch: Es ist nicht so gekommen, wie Marx es als historische Gesetzmäßigkeit hingestellt hat. Gesellschaftliche Phänomene ändern sich. So wie sich das Bürgertum ständig wandelt, um als Bürgertum an der Macht zu bleiben.

Vergessen wir aber nicht den Ausgangspunkt, da wo ich hinwollte: Nur schlichte Gemüter gehen davon aus, dass ideologischen und -- eine Teilmenge -- religiösen Systemen mit 'Beweisen' etwas gezeigt werden kann. Beweise gelten nur innnerhalb von Überzeugungssystemen, die aber mit dem, was Religionen sagen und wollen, in der Regel nichts gemein haben.

Das versteht aber wohl nur, wer in unterschiedlichen Systemen denken kann. Oder: hin und wieder über die Systeme aufsteigt, um sie wahrhaft "von oben herab" anzuschauen.

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Dienstag, 23. Juli 2019

"Der Kampf Der Kulturen", revisited

Was man so allem am Weg findet, wenn man im Internet unterwegs ist! 

Zufallsfund heute:

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Der Kampf Der Kulturen 24. Juli 2010 Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:49 || Hier ein Video mit der arabischstämmigen Psychoanalytikerin Frau Dr. Wafa Sultan. Es handelt sich um eine Diskussion mit dem libanesischem Journalisten (Moderator) ´Uqab Saqr und dem muslimischen Geistlichen Dr. Ibrahim Al- Khouli auf dem TV-Sender Al-Jazeera am 21.2.2006. In der Diskussion geht es um die unterschiedlichen Ansichten über die islamische und die westliche Kultur. Im Video wird Arabisch gesprochen. Das Video ist englisch untertitelt Die deutsche Übersetzung ist von memri.de.

Auch scharfe Töne von Kritik und Selbstkritik finden ihren Weg in die arabische Medienöffentlichkeit. Ein Beispiel dafür ist eine Debatte im libanesischen NEW TV, in deren Verlauf der libanesische Journalist ´Uqab Saqr kritisierte, dass die arabisch-muslimische Identität auf der Konstruktion von Feindbildern beruhe. Noch weiter geht die arabisch-amerikanische Psychologin Wafa Sultan, die in einem Streitgespräch auf Al-Jazeera den Muslimen vorwirft, ihre Religion seit jeher zu einem Instrument von Krieg und Terror gemacht zu haben. Nicht um einen „Kampf der Kulturen“ gehe es, vielmehr fände eine Auseinandersetzung zwischen „Zivilisation und Rückständigkeit“ statt. (koptisch.wordpress.com)

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Und da mal wieder ein wenig weitergelesen, hin zu einem alten Thema:

70 Jahre UN-Erklärung Menschenrechte contra Islam? Die 1948 beschlossene Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde von Beginn an kritisiert: Sie würde nur westliche Werte berücksichtigen. Islamische Staaten verabschiedeten deshalb eine eigene Erklärung. Die orientiert sich an der Scharia – ohne zu sagen, was damit genau gemeint ist. Von Christian Röther

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Der Einwand, die Allgemeine Erklärung [der Menschenrechte] würde nicht die Werte aller Menschen und Kulturen gleichermaßen berücksichtigen, kam zum Beispiel aus China und Umgebung – unter dem Schlagwort „asiatische Werte“. Die UN-Menschrechtserklärung stellt die Rechte des Individuums in den Mittelpunkt. Im Gegensatz dazu betonen besagte „asiatische Werte“ stärker das Kollektiv – etwa Fleiß, Sparsamkeit, Anerkennung von Autorität und Gemeinschaft. Ähnliche Kritik wurde auch in islamisch geprägten Staaten laut, erklärt Kamal Sido.

„Einige oder viele Muslime meinten immer, diese allgemeine Erklärung sei nicht vereinbar mit den Werten des Islam, mit dem Koran, und deswegen fühlten sie sich nicht verpflichtet – also die Machthaber – diese Erklärung der Menschenrechte umzusetzen.“ (deutschlandfunk.de)

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Donnerstag, 4. Juli 2019

Amanda Seyfried und die Muslime

Seltsame Seite, auf der Suche nach A. S. entdeckt. Keine Verlinkung.

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Amanda Seyfried, star of such films as “Les Misérables” and “Letters to Juliet”, poses completely naked in the photo above.

Seeing Amanda Seyfried nude is a lot like watching one of her romantic comedies, it makes one nauseous, violently angry, and question the existence of a loving God.

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Thankfully us Muslims know that Allah is a just and benevolent God who will not let Amanda Seyfried’ s nudity torment us further or go unpunished. Expect a meteor to fall from the sky and split this wonky eyed slut’s head open in a most righteous divine interstellar stoning.*

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Scheint, als wäre da zuerst eine schlechte Fotomontage = ein gefälschtes Bild gemacht worden, um dann das Höllenfeuer - - nein, diesen Meteor auf A. S. herabzurufen.

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* "Gott sei Dank wissen wir Muslime, dass Allah ein gerechter und gütiger Gott ist, der nicht zulässt, dass Amanda Seyfrieds Nacktheit uns weiter quält oder ungestraft bleibt. Es steht zu erwarten, dass ein Meteor vom Himmel fällt und diese Schlampe mit dem unsteten Blick in einer überaus gerechten göttlichen interstellaren Steinigung den Kopf aufspaltet."

Samstag, 2. März 2019

Aafia Siddiqui

Manchmal findet man Erstaunliches, das so am Wegesrand liegt. Ich habe im Zusammenhang mit rückkehrwilligen IS-Anhängern irgendwo im Netz einen Namen gefunden, den ich nicht kannte: Aafia Siddiqui. Ein wenig nachgelesen.

Dann ein ZEIT-Artikel, und darin diese Stelle:

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Die IS-Terroristen fordern neben Geld den Austausch von Gefangenen, darunter die Freilassung von Aafia Siddiqui, einem pakistanischen Neurowissenschaftler, dem Verbindungen zu Al-Kaida nachgesagt werden. Er ist derzeit in Texas im Gefängnis. (zeit.de)

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Nun ist die Sache, dass ein im Westen ausgebildeter Neurowissenschaftler wegen Al-Kaida-Verbindungen im Gefängnis sitzt, schon an und für sich bemerkenswert. Bemerkenswerter ist aber noch, dass man allüberall nachlesen kann, dass Siddiqui eine Neurowissenschaftlerin ist! 

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Pakistan: Der Fall von Dr. Aafia Siddiqui – ein verschleiertes Mysterium. Übersetzung veröffentlicht am 3 Oktober 2010 || “Ich verurteile hiermit Dr. Siddiqui zu einer Inhaftierung von 86 Jahren,” (für die versuchte Ermordung von US-Offizieren in Afghanistan), sagte Richter Richard Berman, US District Court Richter eines Bundesgerichts in Manhattan am 23. September 2010. Die pakistanische Staatsbürgerin Dr. Aafia Siddiqui verdammte das Urteil, “(eine Berufung sei) eine Zeitverschwendung. Ich appelliere an Gott. “ | Sobald das Gerichtsurteil von den Medien bekannt gemacht wurde, stieg die Entrüstung und Zorn unter den pakistanischen Bürgern und Tausende von Menschen gingen auf die Straße, um gegen die 86-jährige Haftstrafe von Dr. Aafia Siddiqui zu protestieren. Innerhalb weniger Minuten, nachdem die Entscheidung bekannt gegeben wurde, gaben Siddiquis Schwester Fauzia und ihre Mutter eine Pressekonferenz und kritisierten die pakistanische Regierung ihr Versprechen, Siddiqui zurückzubringen, nicht eingehalten zu haben. (de.globalvoices.org)

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Was kann man da im Vorbeigehen mal wieder alles lernen! Über die Doppel-Lage in Pakistan. US-Verbündeter und islamistisch, quer durch den Geheimdienst. Die Nicht-Sorgfalt unserer Presse. 

Vor allem aber: dass die westliche Naturwissenschaft niemand dazu bringt, sich religiös-extremistisch zu betätigen.

Sonntag, 22. Juli 2018

Human sacrifice in Aztec capital

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Feeding the gods: Hundreds of skulls reveal massive scale of human sacrifice in Aztec capital

By Lizzie Wade

Jun. 21, 2018 , 2:00 PM

The priest quickly sliced into the captive's torso and removed his still-beating heart. That sacrifice, one among thousands performed in the sacred city of Tenochtitlan, would feed the gods and ensure the continued existence of the world.

Death, however, was just the start of the victim's role in the sacrificial ritual, key to the spiritual world of the Mexica people in the 14th to the 16th centuries.

Priests carried the body to another ritual space, where they laid it face-up. Armed with years of practice, detailed anatomical knowledge, and obsidian blades sharper than today's surgical steel, they made an incision in the thin space between two vertebrae in the neck, expertly decapitating the body. Using their sharp blades, the priests deftly cut away the skin and muscles of the face, reducing it to a skull. Then, they carved large holes in both sides of the skull and slipped it onto a thick wooden post that held other skulls prepared in precisely the same way. The skulls were bound for Tenochtitlan's tzompantli, an enormous rack of skulls built in front of the Templo Mayor—a pyramid with two temples on top. One was dedicated to the war god, Huitzilopochtli, and the other to the rain god, Tlaloc.

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Eine Übersetzung mit Zeichnungen in der Süddeutschen vom Wochenende

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Archäologie. Nahrung für die Götter

Das Aztekenvolk der Mexica pflegte vor 500 Jahren einen grausamen Opferritus. Feinde wurden mit nahezu industrieller Präzision getötet, dann baute man aus ihren Schädelknochen religiöse Kultstätten.

VON LIZZIE WADE

Der Priester stach sein Messer mit einem Ruck in den Oberkörper des Gefangenen, dann schnitt er geschickt dessen noch schlagendes Herz heraus. Dieses Opfer, eines unter Tausenden in der heiligen Stadt Tenochtitlan, würde die Götter ernähren und für den Fortbestand der Welt sorgen.

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Vorher, wie ich sehe, alles schon im Standard.

In Mexiko hat sich der volkstümliche Umgang mit dem Tod gehalten: Día de Muertos. Erstaunlich, wie Traditionen fortwirken.

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Montag, 21. Mai 2018

Jean-François Lefèbvre

So geht lesen, surfen, Wissen ansetzen. Ich lese einen ZEIT-Kommentar, in dem es heißt:

„Dass Voltaire sich wie viele andere Aufklärer nicht als Atheist sah, hat möglicherweise vor allem mit der damals brutalen Verfolgung von 'Gottesleugnern' und 'Ketzern' durch die Kirche zu tun. Voltaire setzte sich u.a. für den 19jährigen Chevalier La Barre ein, der 1766 gefoltert und enthauptet wurde (man verzichtete im letzten Moment darauf, ihm, wie im Urteil gefordert, vor der Enthauptung die Zunge herauszuschneiden). (zeit.de)

Dann schlage ich schnell in der Wikipedia nach:

"Jean-François Lefèbvre, chevalier de la Barre (* 12. September 1745 im Schloss von Férolles; † 1. Juli 1766 durch Hinrichtung in Abbeville/Somme) war ein französischer Adeliger, der Opfer eines religiös motivierten Justizmordes wurde. Sein Fall wurde in ganz Europa bekannt, weil sich Voltaire, wenn auch vergeblich, für seinen Freispruch eingesetzt hatte." (wikipedia.de)

Abteilung: Gewalt – extreme Gewalt im Namen des Christentums, ob direkt von der Kirche oder von Seiten des Staates angeordnet, dass bleibe einmal offen.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Regierungssprecher & Ramadan

Doch mal, eher zufällig, bei Twitter vorbeigeschaut und gleich das gesehen! Regierungssprecher Seibert wünscht – eine gesegnete Fastenzeit. Wer jetzt glaubt, dass der Regierungssprecher mit dem Kalender durcheinander gekommen ist der irrt: 's is Ramadan!

Hier der Wunsch von Seibert und eine kleine Sammlung der ersten Kommentare.

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@RegSprecher
Ich wünsche allen Muslimen eine gesegnete Fastenzeit! #Ramadan
Betende Hände eines Muslims sind zu sehen, dazu der Text: Allen muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einen gesegneten und friedvollen Ramadan.
10:59 - 15. Mai 2018

Antwort an @RegSprecher
Kriecher!
Frohe Pfingsten & schönes Wochenende!

Hat er uns frohe und gesegnete Ostern.gewünscht?

Frau Hayali sprach über Ostern von einem „ Traditionsfest“......, bekommt das Bundesverdienstkreuz.. Sollte „ Satire“ sein.

Macht Mutti auch mit beim Ramadan. Müsste sie eigentlich als Muslfan. 🙋🤔
und warum werden dann Moslem verprügelt wen sie die Fastenzeit nicht einhalten , das ist ein Verbrechen am Leben , den das Leben steht über alles , alles andere ist nur Religiöser Schwachsinn . Denn es ist ein Grundrecht zu Leben wie man will nur das Gesetz des Lebens soll Achten

Also im Heiligen Koran heißt es:
“La ikraha fi-d-din“ Es soll kein Zwang sein im Glauben (2:257)
Wenn Muslime jemanden zum Fasten zwingen, so handeln sie entgegen der Lehre des Islam

Ja. Aber bitte nicht vergessen zu sagen, dass Kinder ausgeschlossen werden sollten. Auch Jugendliche sollten mindestens Wasser bekommen tagsüber. Das ist die Empfehlung der Kinder- und Jugendärzte.
Mein Wunsch: Wasser tagsüber für alle. Der Gesundheit zuliebe. Und ohne Druck.

Dir ist schon klar das Kinder unter 12 nicht am Ramadan teilnehmen müssen (wobei sie es natürlich versuchen dürfen, wogegen grundsätzlich nichts spricht) und die Gesundheit auch aus Sicht des Korans über dem durchziehen des Fastens steht?

Kinder unter 12 müssen nicht. So habe ich das vernommen. Indes: sie werden angehalten, solange es ihnen möglich ist, zu fasten. Und: welches Kind möchte den Eltern nicht eine "Freude" machen. Wenn Gesundheit über Koran steht, finde ich das gut. Es gibt aber oft Zusammenbrüche.

Wahrscheinlich fasten Sie weder nach jüdischer noch nach christlicher Tradition, aber den Muslimen wollen etwas vorschreiben. Unverständlich dieser Fundamentalismus der Nicht-Religiösen. Man muss nicht anti-religiös sein , um als ein aufgeklärter Zeitgenosse zu gelten.

Ich bin Katholisch. Und ich faste. Und ich schreibe niemanden irgendetwas vor. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Schöne Pfingsten

Wann wünschen sie und ihre Kanzlerin uns denn ein gesegnetes Pfingstfest ?? Ostern hatten sie ja schon vergessen, na ja vielleicht im nächsten Jahr !!

Ramadan ist ein Fest einer bösen Ideologie, des Islams. Der Islam ist (wie das Christentum) eine logisch konstruierte Irrlehre, in welcher der Machthaber den gutgläubigen Menschen ködert, führt, formt, tröstet, programmiert .... nutzt und schlussendlich verdummt.

Mögen sich #Schiiten und #Sunniten im #Frieden des #Ramadan versöhnen. Auf das #Friede und #Liebe die ganze Welt erleuchtet.

Am besten Sie machen gleich mit sind ja nicht weit davon.

Und ich wünsche dir Verstand, sodass du den gefährlichen Islam als das erkennst was er ist.

Gibt es hier überhaupt noch offene und tolerante Mitbürger*innen?

Danke! Friedvoll wäre er, wenn #Israel nicht mit einem Massaker begonnen hätte. 61 Zivilisten starben diese Woche. Kam dazu eine Stellungnahme von der Bundesregierung?

Vielen Dank

Antwort an @RegSprecher
#Seibert 🤮🤮🤮🤮

Vielen dank. 🌷🇩🇪🕊🌙

Dienstag, 24. April 2018

Kreuze in Bayern. Und: Ethiksteuer

Warum werde ich so verdammt konservativ in letzter Zeit?! Oder ist das schon reaktionär? Oder gar rechtsradikal?

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"... die Verfassung und das Grundgesetz gilt auch in Bayern. Und da ist eine Trennung von Staat und Kirche vorgesehen." #1.36 von atlantik

Meine Replik:

Meinen Sie die bayerische Verfassung? Eine andere haben wir ja nicht.

"Art. 131
...
(2) Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen [...]

GG, Präampel

"Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen ..."

Da ist, glaube ich, in beiden Fällen der christliche Gott gemeint. Und: Laizität. Bei uns ist das etwas anders als in Frankreich.

BTW Ich bin dafür, dass die, die aus den Kirchen austreten, eine Ethiksteuer in Höhe der Kirchensteuer zahlen. Für gute Werke. Einfach um das so wie beim Schulunterricht zu machen: Es gibt keine zwei Stunden frei für Agnostiker und Atheisten, sondern eben: Ethikunterricht.

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Dienstag, 10. April 2018

"Dieser Islam-Talk war eine Katastrophe"


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CHAOS-DEBATTE BEI „HART ABER FAIR“ || Dieser Islam-Talk war eine Katastrophe Die Talk-Runde bei Plasberg || Artikel von: JOSEF NYARY veröffentlicht am 10.04.2018 - 02:37 Uhr Kreuz und Halbmond, Grundgesetz und Koran: Jahrelang null Probleme, jetzt plötzlich jede Menge Zoff. In „Hart aber Fair“ fragt ARD-Gedankenforscher Frank Plasberg: „Islam ausgrenzen, Muslime integrieren – Kann das funktionieren?“ Die Gäste ► Hamed Abdel-Samad (46). Der deutsch-ägyptische Politologe gondelte mit Star-Autor Henryk M. Broder kreuz und quer durch Deutschland, schrieb dann „Integration – Ein Protokoll des Scheiterns“. ► Joachim Herrmann (61, CSU). Bayerns Innenminister macht einen interessanten Unterschied: Unsere Muslime gehören zu uns, ihr Islam aber nicht. ► Enissa Amani (32). Die deutsch-iranische Comedian wirft Bundesinnenminister Horst Seehofer vor, sein Islam-Satz grenze Millionen Muslime aus. ► Cem Özdemir (52, Grüne). Der Ex-Parteichef findet: „Es ist nicht wichtig, wo du herkommst. Wichtig ist, wohin du willst!“ ► Du‘ A Zeitun (35). Die Theologin mit syrischen Eltern ist heute das Kopftuch vom Dienst, kämpft aber als Streetworkerin gegen die Radikalisierung junger Muslime. Streetworkerin DuÔ A Zeitun, Projektleiterin an einem katholischen Bildungswerk Streetworkerin Du´ A Zeitun, Projektleiterin an einem katholischen Bildungswerk Foto: ARD Bunter Mix: Politik, Praxis, Entertainment. Das Zoff-o-Meter muss nicht lange warten, es läuft heute heiß wie nie. Plasberg lobt erst mal seinen türkischen Gemüsehändler: Mit dem könne man ganz toll über die Feinheiten der deutschen Sprache reden. Soso! Die Theologin mit dem Kopftuch ist in Aachen geboren und sagt, was sich in der Öffentlichkeit durchaus nicht jeder zu sagen traut: „Ich bin stolz darauf, deutsch zu sein!“ Das Zoff-Meter kommt in Fahrt Herrmann kann mit dem Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, „nichts anfangen“, denn: „Grundwerte, Rechtsstaat, Humanismus, Aufklärung, zu alledem hat der Islam überhaupt keinen Beitrag geleistet!“ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Foto: ARD Entertainerin Amani ist „ganz traurig“, dass sie das von einem Politiker hören müsse, dessen Partei „das C für Christentum“ im Namen trage. Wo da denn die Nächstenliebe bleibe! || Erste Attacke Dann lässt sie ein wildes Stakkato auf die Runde los: „Ich möchte nicht immer nur über unsere jüngste Vergangenheit reden, die sehr grausam war. Schon auf den Kreuzzügen haben Christen Juden abgeschlachtet…“ So geht es minutenlang weiter. Deutsch-Iranische Komikerin Enissa Amani Deutsch-Iranische Komikerin Enissa Amani Foto: ARD Politologe Abdel-Samad möchte zum Thema zurück: „Wenn drei Viertel der Deutschen die Aussage ablehnen, dass der Islam zu Deutschland gehört, was machen wir dann?“ fragt er. „Sind die dann alle rechtsradikal oder islamophob?“ Klarste Kante „Die Salafisten gehören nicht zu Deutschland“, sagt Abdel-Samad. „Die 150 islamischen Gefährder auch nicht. Und auch nicht die radikalen Moslems, die nach Syrien gehen, um dort für den IS zu kämpfen!“ Deutsch-Ägyptischer Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad Deutsch-Ägyptischer Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad Foto: ARD Überraschung: Seehofer habe auch richtige Dinge gesagt, gibt Özdemir zu, zum Beispiel gerade über den Salafismus. Herrmann nutzt die grüne Vorlage zu einem Treffer: „Der Islam ist im Moment nicht die Bewegung, die Freiheit, Toleranz und Offenheit propagieren würde!“ Peinlichste Szene Die Entertainerin ist schon wieder „traurig“, weil „da eine Demagogie stattfindet“, und gibt gleich noch eine Runde Fakenews aus: Friedlicher Islam, böse Christen usw. Der Politologe wird sauer: „Ich erwarte Selbstkritik!“ ruft er ihr zu. Der Talkmaster beugt lieber das Haupt. Die Entertainerin legt ihm die Hand auf den Nacken und sagt: „Liebe Grüße an Ihre Frau. Ich habe ganz katholische Absichten mit Herrn Plasberg.“ Ist das noch Talk oder kann das weg? DEBATTE ÜBER DEN ISLAM Horst Seehofer MINISTER HORST SEEHOFER „Der Islam gehört nicht zu Deutschland!“ Seit Mittwoch ist Horst Seehofer (68, CSU) Bundesinnenminister – und setzt im BILD-Interview schon ein erstes deutliches Signal. Finanzminister Olaf Scholz (59, SPD) OLAF SCHOLZ IM BILD-INTERVIEW »Seehofer ist sein Islam-Satz auf die Füße gefallen In BILD spricht der Finanzminister über Freihandel, Freistaat, Freigiebigkeit – und seinen Minister-Kollegen Horst Seehofer (68, CSU). Der schlimmste Fall Ein ARD-Einspieler zeigt den versuchten „Ehrenmord“ von Laupheim: Eine junge Frau wird von ihrem Ehemann und ihrem Bruder niedergestochen, ihre Eltern schauen zu. Die Reaktion der Entertainerin auf diese Scheußlichkeit ist eher lau: So etwas gebe es in Sizilien auch, meint sie. Dem Politologen platzt der Kragen: „Unerträglich!“ schnauzt er sie an. Plasberg zieht trotzdem weiter sein Kasperltheater durch: „Stellen Sie vor, ich würde jetzt einen blauen Helm aufsetzen“, lächelt er in die aufgeregte Runde, „dann wäre ich jetzt der Blauhelmmoderator!“ Erschütternde Studie Der Politologe zitiert aus einer Untersuchung, dass türkischstämmige Mädchen in Deutschland doppelt so oft Selbstmord begehen oder versuchen wie gleichaltrige deutsche Mädchen. Hauptgrund sei die fehlende Freiheit. „Man kann sich nicht in dieses Land integrieren, wenn man das Wertesystem des Islam eins zu eins leben will“, sagt er dazu. „Die deutsche Gesellschaft wird offener, die Migrantengruppen nicht.“ Die Entertainerin unterbricht ihn zwar nicht, sieht aber irgendwie leidend aus. Emotionalster Moment Özdemir erinnert sich an seine Integrationsprobleme als Sohn eingewanderter Türken auf der Schwäbischen Alb: „Als ich sagte, ich möchte auf das Gymnasium, hat der Lehrer gelacht, und dann die ganze Klasse“, erzählt er. Er hat es später auf dem zweiten Bildungsweg doch noch geschafft. Jetzt lacht dort niemand mehr. Thema Kopftuch Herrmann zitiert aus einer Studie: „Die Mehrheit der islamischen (!) Frauen in Deutschland sieht im Kopftuch ein Symbol für die der Nichtgleichberechtigung der Frau.“ Özdemir nimmt den Ball auf: „Wenn das Kopftuch ein Mittel zur Agitation ist, habe ich ein Probleme damit“, sagt er. Grünen-Politiker Cem Özdemir Grünen-Politiker Cem Özdemir Foto: ARD Warum tragen denn kleine Mädchen überhaupt ein Kopftuch? „Weil es angeblich ein Sexualsymbol ist“, sagt der Politiker, „und das ist nicht normal. Wer findet, dass Männer Kinder als Sexualsymbole sehen, der sollte die Männer behandeln und nicht die Kinder zwingen, ein Kopftuch zu tragen!“ Zitat des Abends „Es geht nur, wenn die, die ein Kopftuch tragen, auch für das Recht kämpfen, dass meine Tochter im Minirock herumläuft“ (Özdemir). Fazit Chaos-Debatte, verlogene Opferposen, viel penetrante Selbstbeweihräucherung („Ich darf in Hollywood spielen“). Der Politologe und die beiden Politiker waren im falschen Film, wehrten sich aber wacker gegen den populistischen Flachsinn. Der Moderator ein Totalausfall. Das war ein Talk der Kategorie „Katastrophe“.

Freitag, 30. März 2018

Kardinal Marx

"Kardinal Marx: Katholiken nicht auf deren Religion reduzieren | Kirchenvertreter appellieren in Karfreitagspredigten an friedliches Miteinander - vor 7 Stunden"

Was ist an diesem Satz falsch?

Donnerstag, 15. März 2018

Boualem Sansal

Was können wir daraus lernen?


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FAZIT / ARCHIV | Beitrag vom 31.05.2016

Schriftsteller Boualem Sansal


Boualem Sansal im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

Boualem Sansal ist unbestritten der wichtigste algerische Gegenwartsautor. Seine Bücher veröffentlicht er wegen seiner regime- und islamkritischen Haltung nur in Paris. Derzeit ist er auf Lesereise in Deutschland.

Boualem Sansals Buch "2084. Das Ende der Welt" und Michel Houllebeqs Roman "Unterwerfung" gehörten letztes Jahr in Frankreich zu den meistdiskutierten literarischen Werken. Houellebecq verlegt die Handlung ins Jahr 2022, dann hat Frankreich einen muslimischen Präsidenten. In Sansals Fiktion ist sogar eine planetare Glaubensdiktatur Realität geworden.

Sigrid Brinkmann sprach mit Boualem Sansal über diese Themen:

  • Trifft Ihre pessimistische Beschreibung eines weltweiten religiösen Regimes den Angstnerv der Franzosen?
  • Was bringt Sie zu einer solch düsteren Annahme?
  • Sind Sie pessimistischer als Houellebecq, weil Sie in Algerien im Alltag erleben, wie Islamisten die Gesellschaft einschüchtern und die Regierung die religiösen Kräfte weniger bekämpft als noch in den 90er-Jahren?
  • Bei Ihrem Buchtitel denkt man an George Orwells Zukunftsroman "1984", es gibt ein paar Anspielungen darauf in Ihrem Roman, aber es ist letztlich unerheblich. Warum haben Sie diese Spur dennoch gelegt?


Das ungekürzte Interview im Wortlaut:

Sigrid Brinkmann: Boualem Sansal, der 2011 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde und in Frankreich viele Literaturpreise erhielt, ist unbestritten der wichtigste algerische Gegenwartsautor. In Algerien allerdings kann sich der Schriftsteller wegen seiner regime- und islamkritischen Haltung nur vorsichtig bewegen. Auch deshalb veröffentlicht er seine Bücher nur in Paris. Boualem Sansals Buch "2084. Das Ende der Welt" und Michel Houllebeqs Roman "Unterwerfung" gehörten letztes Jahr in Frankreich zu den meist diskutierten literarischen Werken. Houellebecq verlegt die Handlung ins Jahr 2022: Dann hat Frankreich einen muslimischen Präsidenten. In Sansals Fiktion ist eine planetare Glaubensdiktatur Realität geworden. Ich habe Boualem Sansal gefragt, was ihn zu einer solch düsteren Annahme bringt?

Boualem Sansal: Ich bin von einer ganz konkreten Situation ausgegangen. Es gibt viele Länder – den Iran, die Türkei, Algerien oder Marokko – in denen das Religiöse sich immer stärker in die Gesellschaft und die Institutionen hineinfrisst. Die Tendenzen zum Prophetischen, zum Totalitären sind beunruhigend. Es geht um die Re-Islamisierung der Bevölkerung unter fundamentalistischen Vorzeichen: das Gesetz Allahs soll nicht nur bei staatlichen Institutionen gelten, sondern auch für das Denken der Menschen. Das Phänomen hat sich seit etwa 30 Jahren in zahlreichen arabischen Ländern ausgebreitet; zuletzt auch in einst laizistischen Ländern wie Algerien, Libyen, dem Irak oder Syrien. Und es geht immer weiter, sogar ansatzweise bis nach Europa. Das ist eine immer stärkere Bedrohung für unseren gesamten Planeten.



Dienstag, 2. Januar 2018

"Muslime zweifeln an ihrem Glauben..."

Und ich habe zu Beginn des Jahres noch Lust, bei der Wikipedia im Café eine Diskussion anzuzetteln, weil mich die Sache wirklich interessiert:

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"Muslime zweifeln an ihrem Glauben..." Wirklich?

Ich habe mir überlegt, ob ich das einen Abschnitt weiter oben einfüge. Aber ich glaube, es ist doch ein anderes Thema. -- Ich habe ganz zum Ende 2017 einen Podcast gehört. These dort:

"Immer mehr Muslime zweifeln an ihrem Glauben, viele konvertieren, andere schwören der Religion ganz ab." Das wird als gegeben vorausgesetzt. Dann kommt die Frage: "Worin liegen die Gründe?"

Nun sehen simple Menschen wie ich die Sache ja irgendwie anders: In Europa zumindest sind die Christen auf dem Rückzug, abgelöst von einem indifferenten Nicht-Glauben der Mehrheit. Ein Nicht-Glauben, der sich zum Atheismus nicht durchringen will. (Was nicht heißt, dass es nicht viele stolze Atheisten gibt, die ihre Weltsicht -- darin übrigens den früheren überzeugten Christen sehr ähnlich -- laut und fröhlich in die Welt hinausposaunen und ihre Überzeugung als "Rationalität" verstehen. Wo ich sagen würde: Just the contrary...)

Weiter meine Sicht: Die Muslime sind die Einzigen hierzulande, die ihren Glauben selbstbewusst leben. Kämpferisch, im Aufstieg begriffen.

Dann also diese überraschende These, selbstbewusst im Vortragston. Der Podcast ist hier nachzuhören und nachzulesen. (Prima Service von SWR 2 übrigens, nicht nur hier.)

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Mal schauen, was daraus wird.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Leitkultur. Wieder einmal.

Mein Kommentar eben, bei der ZEIT. Vorab das ZEIT-Interview, um das es geht:

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Integration. "Man darf sich vor einer fremden Kultur fürchten" | Die "Leitkultur" ist tot, sagt Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrats. Über Werte müsse man dennoch streiten – besonders gegenüber dem Islam und der AfD. Interview: Ludwig Greven | 27. Dezember 2017 | 370 Kommentare.

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"Er [der Begriff Leitkultur'] ist verbrannt, weil er politisch missbraucht worden ist. Man sollte ihn nicht mehr verwenden."

Und dann? Wird er munter weiter verwendet. Immer der Leithammel-Wortbildung entlang. (Ja, es gibt da auch noch den alten 'Leitstern' und das 'Leitmotiv', das zu allerlei Witzeleien mit 'Leidmotiv' animiert.)

Ich habe da doch mal einen Vorschlag: Wir sprechen einfach von 'Kultur'. Der deutschen, französischen, italienischen. Dann auch der us-amerikanischen, chinesischen, japanischen. Der ägyptischen und der israelischen. Und so weiter.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

"Mein Zuhause ist der Himmel"

Notizen / Archiv:

"© AP/FR43398 AP || Dan Johnson hat sich das Leben genommen | Der republikanische Abgeordnete in Kentucky, Dan Johnson, hat sich in der Nacht auf Donnerstag das Leben genommen. Dies nachdem er zuvor Rücktrittsforderungen – auch seiner eigenen Partei –  abgelehnt hatte. Wie die Polizei mitteilte, hat er sich auf einer Brücke erschossen. Johnson wurde vorgeworfen, die damals 17-jährige Freundin seines Sohnes sexuell belästigt zu haben. Der Priester hatte die Vorwürfe noch am Dienstag in einer Medienkonferenz in seiner Kirche als «völlig falsch» und «politisch motiviert» bezeichnet. Wie der «Guardian» berichtet, postete der 57-jährige kurz vor seinem Tod einen Beitrag auf Facebook. «Ich kann das nicht mehr länger ertragen. Mein Zuhause ist der Himmel.»" (amü) (msn.com)