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Samstag, 25. Dezember 2021

Migration: die mittelfristige Finanzierbarkeit

Auch das, vor fünf Minuten, wird vom SPIEGEL nicht gebracht.

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Mal abgesehen davon, dass weit und breit kein christliches Abendland mehr zu sehen ist – was soll uns dieser Gedanke weiterbringen? Mit Spendenbereitschaft und Gutsein wird dieses Problem ja nicht gelöst. Es geht am Ende darum, ob eine Integration dieser Flüchtlingsströme mittelfristig möglich ist und ob der arbeitende Teil der Bevölkerung diese Migration, wieder mittelfristig, auch bezahlen kann.

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Samstag, 4. Januar 2020

Weik / Friedrich: Der größte Crash aller Zeiten

Was erwarten Sie, wenn Sie ein Buch sehen, das so angekündigt wird:

Der größte Crash aller Zeiten: Wirtschaft, Politik, Gesellschaft. Wie Sie jetzt noch Ihr Geld schützen können. Kindle Ausgabe. Von Matthias Weik (Autor), Marc Friedrich (Autor) -- Amazon.

Nach dem Haupttitel: Ein Buch über den "größten Finanzcrash" in der Vergangenheit. Der Untertitel macht dann aber klar, dass der zukünftige Crash gemeint ist. Der dann der größte aller Zeiten sein wird.

Sinnvoll, dieses Buch? Na ja, vielleicht.

Befremdlich: Dass offenbar die beiden Autoren sich groß auf das Cover setzen lassen. Ich dachte schon, das seien die beiden, die den größten Crash der Vergangenheit verursacht haben. Aber -- self-fulfilling prophecy -- vielleicht ist das dann ja auch so. In gewisser Weise. Wenn genügend Leute an die beiden Untergangspropheten glauben und zur Bank rennen.

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Die kritischste Rezension bei Amazon, von elgato51

1,0 von 5 Sternen Eines der schlechtesten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. 4. Dezember 2019.

Zunächst einmal kommt dieses Buch völlig unstrukturiert daher. Es scheint, als hätte man den Text der youtube-Videos von Herrn Friedrich zu Papier gebracht und in loser Folge angeordnet. Dazwischen, völlig unmotiviert, Beiträge anderer Autoren, u.a. von dem Spirituosenverkäufer Horst Lüning, der den Leser über Whiskysorten und deren Herstellung aufklärt.

Inhaltlich das Übliche zum Thema Verschuldung und Null- bzw. Negativzins auf seichtem Niveau. Der Leser erfährt hier nichts wirklich Neues. Die Anlagetipps sind mehr als zweifelhaft. Die Autoren heben auf Sachwerte ab, was man sicherlich so vertreten kann. Allerdings werden hier pauschal Prozentzahlen genannt, eine nähere Begründung hierfür erfährt man nicht. Eine Differenzierung bezüglich Lebensalter oder Höhe des Vermögens vermisst man. Die genannten Zahlen wirken teilweise lebensfremd, wenn z.B. empfohlen wird, nicht mehr als 30% in Immobilien zu investieren zur Vermeidung eines Klumpenrisikos. Wenn ich mehrfacher Millionär bin, mag dies sinnvoll sein, die meisten Leser dieses Buches dürften jedoch froh sein, in ihrem Leben überhaupt eine Immobilie abbezahlen zu können. Ob die sich dann noch, wie empfohlen, leisten können, 30% in Edelmetalle und 10% in Diamanten(!) zu investieren, ist doch eher fraglich.

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Es sei nicht verschwiegen, dass es auch und deutlich mehr 5-Sterne-Bewertungen gibt. - Hier das genaue Ergebnis:

5 Sterne 68%
4 Sterne 9%
3 Sterne 4%
2 Sterne 6%
1 Stern 12%

Sonntag, 14. Juli 2019

Finanzstransaktionssteuer

deutsch.rt.com: Steuergerechtigkeit / Tagesschau

Ich lese so gut wie nie RT = RUSSIA TODAY. Heute schnappe ich im Vorbeigehen das auf:

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Schon ein Mini-Steuersatz von 0,1 (!) Prozent auf die Umsätze an den deutschen Börsen brächte 40 Milliarden Euro in die Staatskasse, aber im Unterschied zu Frankreich und anderen europäischen Staaten kann sich die Regierung in Berlin nicht dazu durchringen. Das Thema "Finanztransaktionssteuer" beackern deren Vertreter seit Jahr und Tag nur, soweit publikumswirksam erforderlich. Die Aufzählung ist unvollständig, in vielen weiteren Steuergesetzen sind Regelungen versteckt, die den hiesigen Geldadel noch weiter privilegieren.

Mehr zum Thema - Ausgerechnet SPD-Finanzminister Scholz begräbt lang verhandelte Finanztransaktionssteuer

Der Staat verfügt mit dem Steuerrecht über ein umfassendes Instrumentarium zur Umverteilung. Er nutzt es seit Jahrzehnten nicht mehr für sozialen Ausgleich. (deutsch.rt.com)

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Einleitend wird da noch eine Kritik an der Berichterstattung von "Tagesschau & Co." geübt:

Statt brauchbarer Information über den Staatshaushalt und das unsoziale Steuersystem serviert ARD-aktuell dem Publikum Placebos. Aktuell zeigt sich dies an der Berichterstattung zur Grundsteuer-Reform, bei der wesentliche Hintergründe ausgespart werden. | von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam | Wer verantwortlich für sich und die Seinen entscheiden will, braucht exakte Informationen über sein Soll und Haben sowie über seine Handlungsoptionen. Wer als Staatsbürger verantwortlich über die Geschicke der Nation mitreden und -befinden will, muss wissen, wie es um Staatsvermögen, Staatseinnahmen und -ausgaben steht. Offiziell wird das Hochglanzbild vom "mündigen" Bürger gepflegt, für den sich Michel Piefke und Lieschen Kraushaar halten sollen. Tagesschau & Co. sorgen allerdings mit ihren regierungsfrommen und systemkonformen Nachrichten dafür, dass zwischen Behauptung und Wirklichkeit Welten liegen.

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Der Gedanke der Besteuerung von Börsenumsätzen ist meiner Lektüreerfahrung nach nicht nicht neu, auch um windige Leerverkäufe und das wilde Herumschieben von unvorstellbar großen Beträgen im Online-Aktienhandel einzudämmen. Warum er, dieser Gedanke, sich nicht durchsetzen lässt? Eine Frage, die meinen Wissenshorizont übersteigt ...

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Grundlegende Informationen unter Wikipedia / Finanztransaktionssteuer

Befürworter einer Finanztransaktionssteuer versprechen sich erhebliche Steuereinnahmen ohne größere Verzerrungen in der realen Wirtschaft auszulösen.[4] Nach Schätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) z. B. lägen die Einnahmen, bei einem Steuersatz von 0,05 Prozent auf alle Finanztransaktionen, in Deutschland zwischen 0,7 und 1,5 Prozent des BIPs, in der EU zwischen 0,9 und 2,1 Prozent des BIPs.[42] In Deutschland wären dies rund 17 bis 36 Milliarden Euro, für die gesamte EU etwa 110 bis 250 Milliarden Euro.

Skeptiker der Steuer nehmen höhere Verhinderungseffekte der Finanztransaktionssteuer auf den Derivatehandel an. Bei entsprechend nicht stattfindendem hochvolumigem Kurzfristhandel werden auch keine Steuern daraus generiert. Sie prognostizieren des Weiteren eine Umgehung der Steuer durch Geschäftsverlagerungen an Handelsplätze ohne Steuer. Als historisches Beispiel für eine derartige Entwicklung wird in der politischen Debatte die Einführung der 1992 wieder abgeschafften Börsenumsatzsteuer in Schweden 1985 herangezogen, bei der die Steuerpflicht nur vom Ort der Transaktionsdurchführung abhing und anstelle der von der Regierung geschätzten Einnahmen von umgerechnet jährlich 165 Mio. Euro nicht mehr als 9 Mio. Euro erlöst wurden.

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Die Programme der Parteien im Bundestag zu diesem Thema:

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Die Grünen, 2018: Finanztransaktionssteuer einführen: Jetzt!


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AfD: "Eine Finanztransaktionssteuer unterstützen wir, wenn sie an allen Handelsplätzen, auch außerhalb der EU, eingeführt und nationalstaatlich vereinnahmt wird. Andernfalls käme es nur zu einer Verlagerung der Handelsaktivitäten."

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(Wird fortgesetzt!)

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Berichte:

Zehn EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Slowenien und die Slowakei) entwickeln derzeit im Rahmen einer sog. Verstärkten Zusammenarbeit ein gemeinsames System zur Besteuerung von Finanztransaktionen. Ziel der Finanztransaktionssteuer ist es, dass der Finanzsektor einen angemessenen und substanziellen Beitrag zu den öffentlichen Finanzen leistet. Hintergrund sind die erheblichen Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise. Daneben soll als generelles Ziel die Harmonisierung der Gesetzgebung auf dem Gebiet der indirekten Steuern in der EU weiter vorangetrieben werden. (cmshs-bloggt.de)

Montag, 17. Juni 2019

"Finanzindustrie'" ?

Noch nie habe ich glauben können, dass der Begriff Finanzindustrie einen Sinn ergibt. Wir sollten darauf bestehen, dass Industrien etwas Materielles und dann Verkäufliches herstellen. Casinos, Hotels, Reisebüros -- alle reinen Dienstleister bilden keine Industriesparten. Dass irgendwie -- nun: viel Geld verdient wird, ist als Merkmal für Industrie nicht hinreichend.

Und wo finde ich mich anschließend wieder? Bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 

Hab ich was dagegen? 

Nein.

Freitag, 1. März 2019

Elisabeth Wehling

Elisabeth Wehling ist mir vor Jahr und Tag schon aufgefallen: als eine geschäftstüchtige junge Frau. Etwas, also geschäftstüchtig, was man in den Geisteswissenschaften eher selten findet. Nun also hat sie im fernen Berkeley einen Auftrag an Land gezogen, der, als er längst abgehakt schien, zur Diskussion steht.

Der MDR hatte nach Angaben von ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab das Gutachten 2017 in Auftrag gegeben, als er den ARD-Vorsitz innehatte. Das „Framing-Manual“ mit dem Titel „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“ habe als Grundlage für mehrere Workshops in der ARD gedient. Für das Gutachten und die Workshops hat die ARD insgesamt 120.000 Euro ausgegeben. Das „Framing-Manual“ alleine kostete nach ARD-Angaben 10.000 Euro.  (tagesspiegel.de)

Das muss man erst mal hinbekommen!

"Natürlich werde er sich „nicht vorschreiben lassen, was ich wie zu sagen habe“, aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei ständig Framing ausgesetzt: „Es ist zwingend, dass man sich damit beschäftigt.“ Buhrow verwies in diesem Zusammenhang auf Kampfbegriffe wie „Zwangsgebühren“.

Die Autorin des umstrittenen „Framing-Manuals“, Elisabeth Wehling, hat in einem Interview mit der "Zeit" die Kritik daran zurückgewiesen. „Ich bin schockiert über die Vorwürfe. Vor allem, weil der Hintergrund völlig außer Acht gelassen wird“, sagte die Sprachwissenschaftlerin. "Ich habe auf der Grundlage von Workshops mit einer Arbeitsgruppe der ARD 2017 ein internes Papier geschrieben.“ Die Idee sei gewesen, einzelne Begriffe in der ARD-Kommunikation zu analysieren und Alternativen aufzuzeigen. „Es war für nichts anderes gedacht als für die interne Verwendung.“ (Ebd.)

Schockiert also ist sie, die Elisabeth Wehling. Hätte ich an ihrer Stelle, framing-geschult, auch so gesagt. Und noch mal nachzulegen, auch geschickt: "Es hat mich fassungslos gemacht, als Wissenschaftlerin, Beraterin und Mensch auf einmal solchen Angriffen ausgesetzt zu sein." Wobei natürlich irgendwann die Frage kommen wird, in welcher Welt Elisabeth W. denn lebt, wenn sie bei dieser Geschichte in die Fassungslosigkeit treibt.


Und an Buhrows Stelle -- an die ich ich nie kommen werde: Dito. Wobei natürlich die Frage ist, was an dem Begriff Zwangsgebühren falsch sein soll. Gibt es denn keinen Zwang, die Gebühren zu bezahlen, unabhängig davon, ob man die ÖRR nutzt oder nicht? (Vom schön hohen Einkommen von Tom B., das aus den Zwangsgebühren bezahlt wird, war ja in diesem Blog schon mal die Rede. Aber natürlich Tom B: "Neiddebatte". Auch irgendwie wohlfeil und wenig differenziert, diese Reaktion.)

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Gli Italiani ...

"Suedekum: ... Italien hat ein massives Problem: Die Gesamtverschuldung liegt jetzt schon bei 130 Prozent der Wirtschaftskraft. Damit ist Italien nach Griechenland der Staat mit der zweithöchsten Verschuldung in der Eurozone. Das kann außer Kontrolle geraten. Die Regierung muss aufpassen, dass die Schuldenlast tragfähig bleibt." (zeit.de Abo)

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Wie verstehen wir das? "Die Regierung muss aufpassen, dass die Schuldenlast tragfähig bleibt." Das klingt sehr melodiös. Auf die monetäre Tonart C-Dur runtergebrochen heißt das: Wer wird für die Schulden aufkommen, wenn Italien pleitiert?

Freitag, 8. September 2017

Die Steuerräuber (Hanno Berger et al.)

Hanno Berger, der findige Mensch. Mehr zu diesem Mann in diesem Blog.

Milliarden aus der Staatskasse: Die Steuerräuber von Lutz Ackermann, Manuel Daubenberger, Philip Faigle, Karsten Polke-Majewski, Felix Rohrbeck, Christian Salewski, Oliver Schröm Mehr als 30 Milliarden Euro sind verschwunden. Steuergeld, mit dem der Staat eine Menge Schulen und Brücken hätte sanieren können. Doch stattdessen kassierten Banken, Börsenmakler und Anwälte über Jahre das Geld, das dem Fiskus zugestanden hätte. "Es ist der größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik", sagt der Finanzwissenschaftler Christoph Spengel. (Stand: 07.06.17)

Dienstag, 13. Juni 2017

SPIEGEL PLUS macht bei mir Minus

Ich habe das auch schon in Richtung der Süddeutschen gesagt. Jetzt also dem SPIEGEL. Da geht es einen Schritt weiter.

Ich lese:

"Es ist ein typischer Palin-Moment. Immer etwas über das Ziel hinaus, immer leicht an der Grenze zum Fremdschämen. Was viele einst charmant und anders fanden, ihr sogar den Posten als Vizepräsidentin von Präsidentschaftsbewerber John McCain im Jahr 2008 einbrachte, nutzte sich ab.

Was tut sie also?

Liebe Leserin, lieber Leser,
um diesen SPIEGEL-Plus-Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie ihn zuvor kaufen. Damit Ihnen der Kauf-Dialog angezeigt wird, dürfen Sie sich aber nicht in einem Reader-Modus befinden, wie ihn beispielsweise der Firefox-Browser oder Safari bieten. Mit dem Einzelartikel-Kauf schließen Sie kein Abo ab, es ist auch keine Registrierung nötig. Sobald Sie den Kauf bestätigt haben, können Sie diesen Artikel entweder im normalen Modus oder im Reader-Modus bequem lesen."

Was mich wundert: Wie wenig sich erfahrene SPIEGEL-Kaufleute in die Leser hineinversetzen können. Einen Artikel kaufen, wenn man schon die Papier- und die Online-Ausgabe abonniert hat! Da lache ich doch nur kurz und bellend auf, wie bei trockenem Husten.

Ja nun, den Zeitungen geht es schlecht. Sie sollten überlegen, was sie 'in der Zeit danach' machen. Es ist wie bei den Kirchen -- die Gläubigen laufen still davon. Es wird kommen, dass große Zeitungssterben. Einfach weil das Internet eine Überversorgung mit Informationen und Meinungen und Werbung schafft.

Was tun? Das ist der zusätzliche Schritt, den ich vorschlage: Große Ehrlichkeit wäre gut. Zweimal im Jahr einen ungeschönten Bericht Finanzbericht im eigenen Blatt, für die Leser und die Öffentlichkeit. Eine Bilanz-Offenlegung ohne Details: 

Einahmen Verkauf
Kiosk
Abos
Sonstige

Einnahmen Werbung
Einnahmen Sonstige

Kosten
...

Statt dessen immer dieses Großtun wie in den Werbeagenturen. Unter Art Director geht gar nichts. Und jeder weiß, dass die Zeitungen Probleme haben. Aber nix Gwies weiß ma net. O je! Es ist wie bei den Kranken, die nicht anders können, als weiter herumzuspringen. Jede Geste sagt: 'Schaut mal wie fit ich bin!' Nur das bleiche Gesicht will nicht so recht zu diesem Hüpfen passen ...

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Jetzt auch: "Exklusiver F.A.Z.-PLUS-Artikel Sie sind bereits F.A.Z.-Digitalabonnent? Dann melden Sie sich bitte hier mit Ihrem Login an. Kein Abonnent? Dann testen Sie gleich hier." (28.12.2017)

Dienstag, 5. April 2016

Mossack Fonseca

Was es für Namen gibt, die man vor einer Woche noch nie gehört hatte und die nun durch alle Medien geistern! Mossack Fonseca ...! Und jetzt also:

Mossack Fonseca startet Gegenoffensive || DIE WELT - ‎vor 52 Minuten‎ || Panama-Stadt - Einen Tag hat die Kanzlei Mossack Fonseca abgewartet, jetzt sind die Finanzanwälte aus Panama zum Gegenangriff übergegangen. Der Öffentlichkeit fehle das Fachwissen, um «die Arbeit von Firmen wie uns» richtig einordnen zu können, hieß es von den Anwälten.

Diese Volte wird man sich merken müssen! Sagt der Anführer des Mafia-Killer-Teams: "Der Öffentlichkeit fehlt einfach das Fachwissen, um unsere Arbeit richtig einordnen zu können." Und er hat natürlich recht!

Montag, 7. Dezember 2015

Liebe taz, ...

... WELT, BILD u. a.! 

Ihr möchtet, dass ich euch abonniere oder allgemeiner: etwas für eure Leistungen zahle. Verständlich, aber es geht daneben. Ich möchte hier öffentlich -- sollte das jemand lesen, freue ich mich -- erläutern, warum das so ist. Das mit dem Danebengehen.

Ich wollte von Google News per Klick auf eine taz-Online-Seite. Da habe ich das hier vor die Nase gesetzt bekommen:


Jetzt mal der Reihe nach:

  • "Wir haben keinen Online-Journalismus." Journalismus haben oder meinetwegen auch nicht haben? Seit wann hat man Journalismus? Irgendwie eine nicht geglückte und darum unangehme Formulierung. Sprache als Handwerkszeug des Profis? Haut hier nicht so recht hin.
  • "Wir haben Journalismus Online." Soso. Und wo ist da der Unterschied, zwischen JO und OJ? Ist vielleicht feinsinnig gemeint, aber da müsst ihr schon gewaltig trommeln, damit dieser vorgeschlagene Unterschied ins allgemeine Bewusstsein der Leute und in mein Bewusstsein vordringt. (Mal zurückschauen und vergleichen: "Ariel. Wäscht nicht nur sauber, sondern rein!" Wenn man das 1000 mal auf allen Kanälen wiederholt, dann glauben die Menschen am Ende vielleicht ganz langsam, dass rein eine Steigerung von sauber ist. Vorher aber nicht.)
  • Ich werde niemals aufgrund solcher Hinweise irgendeine Zeitung oder einen News-Dienst abonnieren. Wenn sich die Online-Seiten nicht über eine mäßige Werbung neben den Inhalten, (nicht durch vorab aufploppende Fenster!) finanzieren können, dann bleiben sie bei mir und wahrscheinlich bei den meisten Zeitungslesern (hier Abo SZ, ZEIT und SPIEGEL) außen vor. 
  • Ein Gedanke wäre allerdings denkbar, und es ist verwunderlich, dass ich davon noch nicht gehört habe: Über Google einen Zeitungsdienst gründen, bei dem man ein jederzeit kündbares Generalabo abschließen kann. Sagen wir: 10 Euro im Monat, orientiert an Spotify. Dafür bekommt man, via Suchmaschine, Zugriff auf Artikel zu bestimmten Themen / Stichworten. Darüber ließe sich reden.

Dienstag, 3. März 2015

In Sachen Griechenland-Schulden

Wenn man die Argumentation in Sachen Griechenland-Schulden versachlichen will, muss man zuerst drei Fragen stellen:
  • Was könnten die Griechen tun, um mittelfristig aus diesem Haushaltsschlamassel rauszukommen? (Vorschläge möglichst konkret, bitte!)
  • Wie könnte Rest-Europa dabei helfen?
  • Welche Spannweite der Interpretation gibt es zwischen Griechen bzw. Griechenverstehern und Griechenland-Abschreibern und Grexit-Befürwortern?
In Sachen Konkretheit, dieser Bericht aus FOCUS MONEY: 


Frage: Ist es wirklich ein griechischer 'Volkssport', den Staat in Sachen Steuern und Abgaben zu hintergehen? Wenn nein, wie verhält es sich dann wirklich? Wenn ja, was könnte man tun, um das zu ändern? Oder eben: Man sollte das als einen Teil der griechischen Folklore hinnehmen.

Die Griechenland-Abschreiber sagen natürlich: "Ganz einfach: Raus dem Euro, und zwar schnell! Die sollen gefälligst wieder für sich rumwurschteln und dann die Zeche auch selbst zahlen!" Ich aber, der ich, nicht nur wegen des Zurücliegenden Altgriechisch-Lernens kein Griechenland-Abschreiber bin, ich frage natürlich doch: Was könnten die Griechen mittelfristig tun? Denn die Antwort: "Na ja, sie sollten sich, so lange Griechenland existiert, von den anderen Staaten kräftig alimentieren lassen!", diese Antwort gibt ja wohl keiner.

Freitag, 11. Oktober 2013

GS: The Very Big Subject


GOLDMAN

SACHS

Donnerstag, 18. April 2013

Einkommen: Freiheit vs. Voyeurismus?

Ich weiß einfach nicht, wie ich zur Öffentlichungmachung der französischen MinisterInnen-Vermögen stehen soll.

"Deklarieren, Kontrollieren, Sanktionieren steht für die Transparenz", sagt Parlamentspräsident Claude Bartolone, selbst Mitglied der Sozialisten, aber "Veröffentlichen steht für den Voyeurismus". (STERN Online)

Wie sollte das aussehen, wenn deklariert und kontrolliert wird, aber keiner erfährt das Ergebnis?

Da steht die "Affäre Cahuzac" noch im Raum.

Und wenn ich richtig informiert bin: In Schweden steht die Steuererklärung jedes Bürgers im Internet. Oder kann einfach beim Finanzamt erfragt werden. Ist so, oder? Ja, ist so. Wäre doch mal eine Idee für ganz Europa ...


Sonntag, 31. März 2013

Radio-Themen, Lebensthemen

Ich höre Bayern 5 und es sind gleich mehrere Themen, die mich interessieren. Herausgegriffen:
  • "Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner..." || John Lanchesters Bilanz der Finanzkrise. (Muss man wohl lesen!)
  • "Renaissance 1400 - 1460" || Das Bild einer Epoche im Florentiner Palazzo Strozzi. (Wer in der Nähe ist -- Anschauen!)
  • Wiederholung um 21.05 Uhr || Als Podcast verfügbar.
Vorher, während der Internet-Suche, stoße ich auf das hier. Eines meiner zentralen Themen.
  • 3x Kunst || Ist das Kunst oder kann das weg? || Was ist Kunst? Was ist sie wert? Und woran erkennt man das? Diese Fragen stellt und beantwortet Tina Klopp und versucht dabei den rätselhaften Mechanismen der Wertstiftung von Kunst auf die Spur zu kommen. || Über die Autorin Tina Klopp, geb. 1976 in Hamburg, studierte Politikwissenschaft und Germanistik und absolvierte anschließend die Deutsche Journalistenschule München ... und arbeitet heute als Journalistin und Autorin in Berlin. -- Stand: 27.03.2013

Samstag, 21. Juli 2012

Gabriel und die Banken

Na, das ist doch schon mal was!

SPD-Chef setzt Wahlkampfthema | Gabriel wirft Banken Erpressung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor | 21.07.2012, 07:42 Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel will Wahlkampf gegen das Bankwesen machen. Laut einem Zeitungsbericht müsse die Bundestagswahl 2013 ihm zufolge zu einer Entscheidung über die Bändigung des Banken- und Finanzsektors werden. In einem Thesenpapier erhebt er schwere Vorwürfe gegen Kreditinstitute und fordert eine strikte Trennung zwischen normalem Bankbetrieb und Investmentbanking. || Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bezichtigt Banken der Erpressung, der Beihilfe zur Steuerhinterziehung sowie der Manipulation. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf ein Thesenpapier des Politikers. Gabriel kündigt demnach einen Wahlkampf gegen die Auswüchse des Bankwesens an. 

Und was sagen die anderen Parteien dazu?

Montag, 11. Juni 2012

Ist die Deutsche Bank eine deutsche Bank?

Wenn es immer von Seite der Banken heißt, dass das Geld sich bei Besteuerung einen anderen Weg suche -- das Bild vom Wasser, das durch alle Ritzen dringt --, dann kann die Forderung doch nur lauten: Dann sollten diese Wässer und scheuen Rehe eben konsequent in Freiheit entlassen werden. Staaten stehen dann nur noch im Rahmen des Umsatzes gerade, die von ihrem Territorium aus und unter ihrem nationalen Steuerrecht abgewickelt worden sind.

Und schlussendlich -- was hindert denn diese tollen Fachleute daran, einen globale Bankenversicherung zu gründen, die Pleiten absichert und nicht auf die Steuerzahler wälzt? 

Wie wäre das mit dem Umsatz von "deutschem Boden" aus dann bei der Deutschen Bank? Wo macht die realiter ihre Geschäfte? Mal abgesehen davon, dass diese Bank unter Ackermann ja nicht pleitegehen konnte. Und nie und nimmer Geld von einem Staat angenommen hätte. Angeblich.

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Kleiner Fund dazu:

"Verzockt -- und verklagt: Die guten Geschäfte der Deutschen Bank 
Video aus rechtlichen Gründen nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz abrufbar [*staun*]
Zehn Jahre lang hat Josef Ackermann die Deutsche Bank geführt und zu einer Investmentbank umgebaut, die mit Zockermethoden Milliarden verdiente. Am 31. Mai 2012 geht die Ära Ackermann nun zu Ende. Zurück bleiben etliche Kunden, die sich von der Deutschen Bank geprellt fühlen: Kommunen, Landesbanken und Privatkunden. Deutschlands Vorzeigebank steht vor Prozessrisiken in Milliardenhöhe. Der Film hinterfragt die Geschäftspraktiken des größten deutschen Geldinstituts im In- und Ausland und beleuchtet die Rolle der Deutschen Bank bei der Finanzkrise. Die Dokumentation berichtet über drei Gruppen von Anlegern, die sich von der Deutschen Bank hintergangen fühlen. Da sind zunächst viele Kleinanleger, denen Anlageprodukte vermittelt wurden, die sich als Flop entpuppten. Beispiel: ein Fonds, der in Riesenräder in Berlin und Singapur investieren wollte. Die Riesenräder wurden nie gebaut, Anleger verloren viel Geld. Die Deutsche Bank aber kassierte gute Provisionen und muss sich nun vorwerfen lassen, die Anleger weder darüber noch über die hohen Risiken ausreichend informiert zu haben."

Montag, 13. Februar 2012

Die Finanzfachleute des Staates!

Man verlässt sich immer auf die Fachleute. Die müssen es ja wissen. Nur -- wenn ich, der Finanzlaie, den Euro mitgebaut hätte, ich hätte an ein worst-case-scenario "Ein Staat X macht falsche Angaben / wirtschaftet schlecht und macht zu viele Schulden / ..." gedacht. Ein hätte ein gestufter Maßnahmenkatalog sein müssen: 

Minimum: Geldstrafen mit den Beträgen X - Y 
...
Maximum: Ausschluss aus der Euro-Liga
(mit konkretem Ablaufplan)

Wenn diese Szenarien nicht hätten erstellt werden können -- warum auch immer --, dann hätte es den Euro nicht geben dürfen.

So, und was sagen die Fachleute von damals dazu? Wollte man sich die Feierlaune einer tollen Eruopa-Idee einfach nicht durch solch schlimme Gedanken verderben lassen?! Oder wie war das?

Donnerstag, 2. Februar 2012

Post von Willy Lambay, Küchenchef

3% Rendite, das klingt vergleichsweise seriös, weil niedrig. Aber wird irgendjemand wegen dieser Mail mit dem "Herrn Willy Lambay" Kontakt aufnehmen? Zumal man wenig über den Herrn findet, und unter dem Wenigen ist das:

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SERVICE DE RENSEIGNEMENTS POLICE INTERPOL DEPART ... Picture of willy Lambay. willy. Lambay. Picture of eli schroyen. eli schroyen. Picture of Madison Redd. Madison Redd. Picture of Teofila Bough. Teofila Bough ...

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Hallo Sir / Madam, | Ich bin Willy Lambay, Küchenchef und Besitzer von Unternehmen in mehr als drei Länder. | Ich Gewährung von Darlehen an Unternehmen oder Dritte mit finanziellen Schwierigkeiten. | Sie möchten einen Kredit für die Umsetzung Ihrer Projekte zu erhalten, würden Sie von einem Lager im Handel profitieren, | Sie würden einen Kredit für die Finanzierung Ihres Studiums im Ausland erhalten Sie ein neues Auto wollen, Ihre Geräte, bieten Ihnen ein neues Zuhause. | Ich Gewährung von Darlehen von 15.000 € (Euro) 800 000 Euro) rückzahlbare über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. | Zinssatz: 3% | In der Tat, ich Fernleihe insbesondere mit spezifischen Bedingungen. Die Bedingungen und Verfahren sind einfach: | Die folgenden Informationen an mich senden: | 1) Kopie des Reisepasses gültig | 2) schreiben den Zweck der Darlehen Anwendung. | Hier in Kürze die Bedingungen und Verfahren für die Gewährung des Darlehens. Für Ihr Darlehen möglich, aber ich werde mit Ihnen die Bedingungen leben klar sind und auf das Schreiben und das bei einem Darlehen zwischen Privatpersonen eingehalten werden, kann die Laufzeit des Darlehens 10 Jahre nicht überschreiten. | Hier ist eine klare, wenn es Ihnen passt, bitte kooperieren oder ich zwinge dich nicht. | Wenn Sie Interesse an meinem Angebot haben, zögern Sie nicht und kontaktieren Sie mich direkt an meine E-Mail-Posteingang | persönliche folgenden: willyclement.lambay@aol.fr | Herr Willy Lambay Clement

Dienstag, 10. Januar 2012

"Finanztransaktionssteuer" Was lehrt uns das?

Was lehrt und die Tatsache, dass es Probleme gibt, eine Steuer auf den Börsenhandel zu legen?  Zitat:

"Ein Blick in die Vergangenheit ... . Bereits 1985 hatte Schweden eine nationale Börsenumsatzsteuer eingeführt. Das Ergebnis war niederschmetternd. Der Handel mit Anleihen ging innerhalb einer Woche um 85 Prozent zurück, der mit Derivaten sogar um 98 Prozent. Der Aktienhandel verlagerte sich zu einem Großteil nach London. Entsprechend verheerend fiel die Bilanz für die Steuerkasse aus: Das schwedische Finanzministerium erwartete Einnahmen in Höhe von 1,5 Milliarden schwedischen Kronen. Tatsächlich brachte die Steuer im Schnitt 50 Millionen Kronen pro Jahr ein. 1992 schaffte die Regierung die Steuer wieder ab."

Doch wohl schlicht: Dass der Finanzjongleure die Politik vollständig in der Hand haben. Glückwunsch, ihr Politik-Dödel! Sich von den Finanz-Dödeln so an die Wand spielen zu lassen! Was für eine Leistung!

Damit sich da Menschen ohne besondere Kenntnisse nicht verschätzen. Ich habe es gestern im Radio gehört und zur Sicherheit heute noch einmal nachgeschlagen:

"Der Steuersatz soll laut internen Berechnungen der Europäischen Kommission 0,1 Prozent auf den Handel von Aktien und Anleihen und 0,01 Prozent für Derivate von Aktien und Anleihen betragen."


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Menschen leben doch immer noch in Ländern. Rufen wir unseren Tradern und Bänkern doch einfach das zu, was wir seinerzeit auch gesagt haben: "Ja, dann geht doch rüber! Geht doch rüber ... nach England!"

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Eine zugegeben etwas gewagte Analogie: Wenn man die reine Erpressung, mit Kindsraub und allem Drum und Dran, für 20 Jahre freigeben würde, dann würden anschließend die Erpresser-AGs, die sich in der Zwischenzeit gebildet haben, jammern, wenn man die Erpressung unter Strafe stellen und wieder abschaffen wollte. "Das kostet Tausende von Arbeitsplätzen!" Oder, schon drohender: "Dann wandert dieser große Industriezweig nach Sizilien aus!" 

Montag, 12. Dezember 2011

Die Schere zwischen Arm und Reich

Jetzt geht es los! Wir lesen erst mal die Wikipedia:

"Nach einer Umfrage der Humboldt-Universität im Auftrag des Magazins Geo ging im Sommer 2007 die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland davon aus, dass „die Schere zwischen Arm und Reich“ sich weiter öffne. Die Befragten gingen davon aus, dass die durchschnittlichen Gehälter der Vorstandsvorsitzenden im Jahr 2006 bei 125.000 Euro monatlich lägen, wobei lediglich ein Monatseinkommen der Vorstandsvorsitzenden in Höhe von 48.000 Euro monatlich als „gerecht“ empfunden wurde. Das Monats- einkommen der Vorstandsvorsitzenden der DAX-Aktiengesellschaften lag 2006 bei 358.000 und damit siebeneinhalb höher als das als „gerecht“ empfundene Monatseinkommen für Vorstandsvorsitzende. 2007 sind sie auf 374.000 Euro bzw. 391.000 Euro gestiegen."

Wir sollten damit beginnen, mit dem seltsamen Irrglauben aufzuräumen, die "Leistungsträger" würden nach Leistung bezahlt. Einkommen werden auf verschiedenen Wegen gesellschaftlich "gemacht". Von der Politik und ihrer Steuergesetzgebung. Und von den Vorstandsetagen, die selbst feststellen, dass sie soundsoviel wert sind.


"Wer baute das siebentorige Theben
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon,
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?"

Der Irrtum, der Vorstandsvorsitzende könnte auch einen Mit- arbeiterposten besetzen, der Mitarbeiter aber nicht den Vorstandsvorsitz. Nicht alle können beides, aber manche schon. Auf beiden Seiten. Man müsste es nur mal ausprobieren.

P. S. Ich glaube, mehr Automechaniker könnten -- nach einiger Einarbeitungszeit natürlich -- einen Autokonzern führen als die Bosse des Konzerns ein Auto zusammenbauen!