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Samstag, 1. Oktober 2022

Milliardärin MacKenzie Scott

Ex-Frau von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Milliardärin MacKenzie Scott lässt sich erneut scheiden. MacKenzie Scott ist eine der reichsten Frauen der Welt und spendete bisher zwölf Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke. Nach ihrer Scheidung von Jeff Bezos heiratete sie erneut – doch die Ehe währte nur kurz. 29.09.2022

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Seit längerer Zeit versuche ich mal wieder einen SPIEGEL-Kommentar zu schreiben. Er wird nicht -- jedenfalls nicht direkt -- gebracht. Also hier:

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Zu einigen Diskussionsbeiträgen, die ich eben gelesen habe: Nehmen wir es mal als anthropologische Konstante, dass eine florierende Wirtschaft die Möglichkeit, sich zu bereichern, beinhalten muss! Wer anderes behauptet, der zeige mir 1 Beispiel, in der eine "soziale" Wirtschaft funktioniert hat, auch in dem Sinn, dass es der Mehrheit besser ging als in kapitalistischen Systemen. Den Horror, den sozialistische Versuche hervorgebracht haben, muss ich, denke ich, nicht aufzählen. Und am Ende -- wer will in Kuba leben?

Also, lasst mal Bezos reich und reicher werden und am Ende Gates-mäßig spenden. So machen sie es halt, die reichen Amis.

Nur zur Sicherheit: Wir kritisiert, nenne bitte konkrete, realistische Beispiele aus der Vergangenheit, in denen es sozial gerecht zugegangen ist.

Montag, 28. Februar 2022

"Eine Welt ohne Plastikmüll"

 Was ich hier nicht alles aufbewahre, weil der SPIEGEL es nicht bringt!

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Uno-Umweltversammlung in Nairobi. Eine Welt ohne Plastikmüll – wer macht mit? Sind Einwegverpackungen bald Geschichte? Die Uno-Umweltversammlung will Plastikmüll den Kampf ansagen und verhandelt seit Tagen über ein internationales Abkommen. Heraus kam bislang ein Deal mit einigen Hintertüren. Von Heiner Hoffmann, Nairobi 28.02.2022 (spiegel.de)

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Ach Kinnersch! Erst muss mal festgestellt werden, dass Plastikverpackungen große Vorteile haben, sonst wären sie ja auch nicht so verbreitet. Dann muss ein Forschungsprogramm her, bestehend aus zwei Komponenten: a) Ein Ersatzstoff muss her, der am Anfang die Vorteile von Plastik hat und sich dann ökologisch verträglich abbaut. b) Ein Bakterium muss gefunden werden, dass das Plastik in den Meeren "frisst" und in ein biologisch unschädliches Produkt umwandelt. Forschungen anstoßen, finanzieren!

Und dann: Ehrlichkeit! Unser "gelber Sack" wird einigermaßen korrekt entsorgt. Das Problem sind - ja, verflixt nochmal - die Länder ohne funktionierende Müllabfuhr, in denen das Plastikzeug einfach in die Flüsse und ins Meer gekippt wird. Man muss doch die Dinge beim Namen nennen können, auch wenn dann die sogenannte Dritte Welt, undiszipliniert, wie sie nun mal ist, dumm dasteht.

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Donnerstag, 23. Dezember 2021

Amazon goes down

Was ist denn mit Amazon los? Jetzt kann es schon keine deutschen Umlaute mehr! Aus ü wird nicht etwa ue, es wird einfach weggelassen. Und ich soll einen Film geordert haben, obwohl ich den ganzen Tag nicht auf der Amazon-Seite war. Als ich die E-Mail mit der Bestellung beantworte und auf diesen Umstand und NICHT-BESTELLUNG SICHER, kommt das zurück:
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Wir haben Ihnen diese Nachricht geschickt, weil bei Amazon.de die folgende E-Mail eingegangen ist: 

 Date: Wed, 22 Dec 2021 22:... From: ... To: bestellbestaetigung@amazon.de 

Subject: Re: Ihre Amazon.de Bestellung von ...

Sorry, diesen Film habe ich mit Sicherheit nicht bestellt! Ich war heute berhaupt nicht auf der Amazon-Seite. Bitte berprfen! MfG ...

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Eine Reihe von Möglichkeiten, bei denen ich mein Problem vortragen soll, und keine davon ist auch nur annähernd sinnvoll. Am schlimmsten der Chat (!), der aus vorgestanzten Fragen eines seltsamen Programms besteht, die nicht im mindesten weiterhelfen! Was mache ich da jetzt nur?

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Hat sich geklärt. Die Family hat, weit von mir entfernt, den Film über meinen zuhause zurückgelassenen Amazon-Stick geladen und geschaut. 

Vorschlag: Eine Amazon-Info "Wo / Womit geschaut?" wäre nützlich.

Donnerstag, 28. Januar 2021

Manspreading?

1. Haben wir momentan keine anderen Sorgen? - 2. Gibt dieses "Manspreading" wirklich?

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Meldung:

Gesellschaft. Berlinerinnen setzen mit Hosen und Humor Zeichen gegen „Manspreading“. Wenn Männer sich breitmachen: Zwei Designerinnen aus Berlin wollen sich raumgreifende Macho-Gesten im öffentlichen Nahverkehr nicht länger gefallen lassen. || Caroline Bock, dpa, 28.1.2021. || BerlinViele Frauen kennen das. Sie sitzen in der U-Bahn oder im Bus, die Beine eng beisammen oder übereinandergeschlagen. Das männliche Gegenüber oder der Sitznachbar fläzt sich hin, macht die Beine breit und nimmt mehr Platz ein als nötig. Das Phänomen hat seit einigen Jahren einen globalen Namen: „Manspreading“. | Gegen dieses „Ausbreiten des Mannes“ in Bus und Bahn gab es in Städten wie New York, Madrid und Wien schon Kampagnen. In Berlin klärten die Verkehrsbetriebe ihre Fahrgäste bei Facebook auf, dass es für das Breitmachen keine anatomischen Gründe gebe. Sie forderten: „Knie zusammen, ihr Dödel!“ (berliner-zeitung.de)
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Ich habe den Verdacht, dass es eine Organisation "Wir brauchen eine neue Sau, die wir durch's Dorf treiben können!" gibt. Oberste Aufgabe dieser geheimen Organisation ist es, von Zeit zu Zeit Reizthemen zu setzen. Ich meine -- wer hat bevor es diese neue Mode und das doof-zeitgemäße Wort gab, von diesem Phänomen gehört? Natürlich mag es Männer gegeben haben, die sich, wie auch immer, unangenehm ausbreiten. Generell gibt es unangenehme und angenehme Menschen. Aber wieviel Prozent der Männer in öffentlichen Verkehrsmitteln sind das denn? Gibt es dazu irgendeine Untersuchung? Sowas wie beim Wiener STANDARD gilt natürlich nicht. Wenn suggestiv gefragt wird, bekommt man die Antworten, die man braucht.

Und natürlich lässt die Retourkutsche nicht auf sich warten! She-Bagging.

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Frauen haben im ÖPNV eine ganz eigene Freiraum-sichernde Strategie entwickelt, die auch ich schon beobachten konnte: Die Angewohnheit, die Hand- oder Einkaufstasche (engl. Bag) auf dem Platz neben sich zu deponieren und somit zwei Sitzflächen zu blockieren. Bittet man/ frau dann um Wegnahme der Tasche, um selbst Platz nehmen zu dürfen, wird diesem Wunsch oft nur mürrisch und widerwillig begegnet. Da auch dies keine Seltenheit im ÖPNV darstellt, wurde für diese Unart ebenfalls ein Kofferwort kreiert: das ist das sogenannte ‚She-Bagging‘. (gluecksteinpraxis.de)

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Ich glaube, ich gründe eine Partei! Für eine Gesellschaft, die ohne permanente Vorwürfe und Aufgeregtheiten auskommt. Vielleicht tut's ja auch ein Dorf, das nach der Devise Leben und Leben lassen sich einrichtet.

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Die Floskel "tatverdächtig"

Todesfahrt in Trier. Tatverdächtiger Bernd W. soll vor den Haftrichter. In Trier soll ein 51-Jähriger gezielt Menschen überfahren und mindestens fünf getötet haben. Die Stadt ist in Trauer. Nun soll der Mann, der womöglich psychisch krank ist, dem Haftrichter vorgeführt werden. 
02.12.2020, 11.36 Uhr (spiegel.de)

Eine SPIEGEL-Diskussion zu dem Bericht, die ich festhalten will: 

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Werner-Jo6gE5GZg vor 5 Stunden "Dringend tatverdächtig ist Bernd W., ein 51 Jahre alter Mann, der laut Polizei rund vier Minuten nach dem ersten Notruf festgenommen werden konnte." Ich denke, man kann die an sich gute Sache mit der Unschuldsvermutung durch solche Formulierungen auch ins Absurde ziehen. 9 2 2 favorite 

Heinz-RY-gN7tMR vor 5 Stunden Wo ist das Problem? Er wird nicht als Täter, sondern als Tatverdächtiger bezeichnet. Tatverdächtiger= Unschuldig, bis Schuld bewiesen. 17 favorite5 

Karl-Ernst -5k_i_MEWg vor 5 Stunden Man ist eben so lange dringend tatverdächtig, oder mutmaßlicher Täter, bis er vom Gericht verurteilt ist. Kann man doch in jedem Fernsehkrimi hören, " Sie sind vorläufig festgenommen wegen dringendem Tatverdacht..." 1 1 favorite 

Human_ist vor 4 Stunden Muteet seltsam an, das stimmt. Da stoppt die Polizei eine Amokfahrt mit nur einer Person im Wagen, zerrt den hinterm Lenkrad raus, fesselt ihn und spricht von Verdacht. Aber so ist es, verurteilt wird durch die Polizei nur bei Robocop. 6 favorite1 

Crom vor 4 Stunden Jugde Dreed nicht vergessen. favorite1 

Human_ist vor 4 Stunden Mannomann, den hatte ich eigentlich im Sinn, danke Crom! favorite1 

Benmartin70 vor 3 Stunden Ich wusste dass er das sagen würde..... favorite 1 

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Nicht gebracht wird bisher das: Da geht jetzt einiges durcheinander. Ich habe nicht die Polizei-Formulierungen kritisiert, sondern die Wiedergabe durch die Journalisten, die das entsprechende Hintergrundwissen ja haben. Was ich also kritisiere ist eine floskelhaftes Nachplappern des juristischen und polizeilichen Jargons, das sich dann auch noch irgendwie rational oder gar progressiv vorkommt. 

Was auch übersehen wird: "tatverdächtig" und alles Vergleichbare heißt nicht "schuldig"; zu einem Schuldspruch gehört natürlich eine Untersuchung. Nur: Wenn ich mit eigenen Augen sehe, wie einer einem anderen 20 Mal das Messer in Brust sticht, und ich sage dann, der Mann mit dem Messer in der Hand sei dieser Tat "verdächtig", dann hab ich, landläufig gesehen, einen an der Klatsche. Im vorliegenden Fall sind wir sehr nahe an dieser Beschreibung.

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Donnerstag, 19. November 2020

Gewalt gegen Flüchtlinge in Kroatien - SPIEGEL-Diskussion

Der SPIEGEL und seine Kommentar-Seite. - Ein Beispiel.
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Der Bericht:

Gewalt gegen Flüchtlinge in Kroatien »Sie haben wie blind auf mich eingeschlagen«. Schläge, Elektroschocks, ausgerissene Zehennägel: Seit Jahren klagen Asylsuchende über Misshandlungen durch kroatische Grenzer. Nun stützen Recherchen des SPIEGEL und Videoaufnahmen erstmals ihre Berichte. Von Steffen Lüdke und Nicole Vögele 18.11.2020

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Die Kommentar-Seite:

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer, schön, dass Sie hier sind. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare. Auf unseren Seiten moderieren wir die Diskussionen. Wie wir miteinander reden wollen, lesen Sie hier. Bei Fragen, Anmerkungen und Kritik erreichen Sie unser Team unter community@spiegel.de. Ihr Moderations-Team

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Exemplarische Kommentare:

 vor 19 Stunden Danke für diesen Bericht. Es ist an der Zeit, dass diese jahrelange Praxis endlich bekannt wird - auch in Deutschland. Und an alle: Es gibt ein Recht, einen Antrag auf Asyl zu stellen, sobald der Mensch auf dem Boden eines EU-Staates steht. Wie er da hinkam, ist zunächst irrelevant. Ob der Antrag erfolgreich sein kann, ist in einem entsprechenden Verfahren zu klären und solang darf dieser Mensch bleiben. 32 86 💓 12 

 vor 17 Stunden "Es gibt ein Recht, einen Antrag auf Asyl zu stellen, sobald der Mensch auf dem Boden eines EU-Staates steht. Wie er da hinkam, ist zunächst irrelevant." Und Probleme, die mit dieser Sachlage verbunden sind, sehen Sie so gar keine? 14 4 💓3 

 vor 16 Stunden Ich kenne viele Problem wie Klimakrise, Kriege, Rechtsradikale ... Ein paar Flüchtlinge wie Menschen zu behandeln gehört nicht dazu! 3 3 💓

vor 3 Stunden Nun ja, manche - ich zum Beispiel - sehe die Kosten, die natürlich zu niedrigen Renten, hohen Steuern und Sozialabgaben und maroder Infrastruktur in Konkurrenz treten. Und ich sehe ein großes migrationsspezifisches Sicherheitsproblem, das routiniert unter den Teppich geschwiegen wird - so to say. Das was Sie anführen, steht daneben. 💓


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Im Bild:



Montag, 10. Februar 2020

Hans-Ulrich Jörges und Weimar und Höcke

Lieber Herr Jörges,

Sie haben den großen und auch wieder nicht mehr so großen Stern im Rücken und ich meinen winzigen Blog* hier. Die Machtverteilung ist klar und mir bekannt. Unter diesen Voraussetzungen ...

Sie schreiben:

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Christian Lindner hat die AfD in Thüringen freigesetzt – diesen Fluch wird er nicht wieder los Die Wahl Kemmerichs war kein Unfall sondern ein Bubenstück. Annegret Kramp-Karrenbauer konnte sie nicht verhindern, das kostet sie den Vorsitz der CDU. Ein anderer wollte es nicht: FDP-Chef Christian Lindner. ... 10. Februar 2020 || Weimar liegt in Thüringen. Weimar beginnt in Thüringen. Weimar zum Zweiten. Die Analogie ist zwingend, sie schlägt alle Beschwichtigungen. Ende Januar 1930 werden die Nationalsozialisten in Thüringen zum ersten Mal von Bürgerlichen an einer Landesregierung beteiligt, mit zwei Leuten. Der Nazi Wilhelm Frick verfasst einen Erlass gegen die „Verseuchung durch fremdrassige Unkultur“. Adolf Hitler behagt das Experiment auf dem Weg zur Macht.

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Und dann kommt auch bald das:

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"Anfang Februar 2020 macht in Thüringen erstmals die AfD einen Bürgerlichen zum Ministerpräsidenten – unter Führung von Björn Höcke, den man einen Faschisten nennen darf."

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Also ich, ich nehme Herrn Höcke nicht so wichtig. Wir haben -- nein, eben keine Weimarer Republik! Und also: Nein, diese Analogie ist nicht zwingend. Sie ist vielmehr an den Haaren herbeigezogen, weil es sich quasi historisch irgendwie reimt und weil eine ständige Aufgeregtheit Journalisten gut tut. Und bei Ihnen, Herr Jörges, wie bei anderen Zeitungsleuten beobachte ich die Lust am Suhlen. Sich hineinschmeißen in die warme Aufregungsjauche. Selbige ergibt sich nämlich nicht durch ein  Ausscheiden und dann Anrühren von links oder von rechts; nein, sie entsteht als Produkt des Zusammenrührens der wohlfeilen Aufgeregtheiten von allen Seiten.

Also, wir wissen es ja! Sie und ich und wer immer mag, darf Björn Höcke mit gerichtlicher Erlaubnis** einen Faschisten nennen. Ja, klar. Aber -- muss man es dann auch ständig? Ist Ihnen und den anderen nicht bewusst, dass dieses Rühren in den Faschismusassoziationen gleichzeitig die gegenwärtige Aufregungsjauche immer auch ein wenig größer macht? Übrigens auch: Herrn Höcke immer größer macht! Das ist wie in der Werbung: Die Aufmerksamkeit -- die Sie kreieren, ob Sie wollen oder nicht -- ist alles, und dann kommt erst mal lange nichts. Und dann kommt erst Gut und Schlecht.

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* Ja, "der Blog", nicht das Blog! Erläuterungen hier.

** Wobei man das gegenwärtige Sprachgefühl deutscher Richter ja auch von der anderen Seit eher anzweifeln darf:

Laut einem Beschluss des Landgerichts Berlin stellen entsprechende Kommentare "keine Diffamierung der Person der Antragstellerin und damit keine Beleidigungen" dar. Unbekannte hatten Künast unter anderem als "Stück Scheiße" und "Geisteskranke" bezeichnet und noch drastischere und auch sexistische Posts geschrieben. Die Bezeichnung "Drecksfotze" bewege sich haarscharf an der Grenze des noch hinnehmbaren [ = Hinnehmbaren, liebe Tagesschau]. Eine Beleidigung liege aber nicht vor, so das Gericht in seinem Urteil. (tagesschau.de)

Dienstag, 21. Januar 2020

Verblassende Zeitungen

Jeder, der durch das Internet streift, kennt sie: die verblassenden Zeitungsseiten. 

Dass hier, wie im nachfolgenden Posting der STERN steht, ist Zufall. Bei den anderen Zeitungen ist es nicht anders.



Wollen Sie mehr wissen über Miriam Meckel und Anne Will? Ja dann, schauen Sie in eine Zeitung, die sie abonniert haben, oder in eine, die da nicht ausgraut. In den SPIEGEL zum Beispiel.

Ach ja, sieht Miriam Meckel da der Jodie Foster nicht wirklich sehr ähnlich? 

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Summenfrage: Kann es sein, dass die Zeitungen nicht nur symbolisch verblassen? Wegen des Internets...

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... Beide Frauen sprachen ungern über ihre Beziehung und hatten mit Klischees über lesbische Paare wenig am Hut. Auf die Frage, wie lange sie ein Paar seien, antwortete Meckel schon 2010 ausweichend: "Viel länger, als das in den Medien ein Thema ist." 2016 hieß es: "Ja, wir haben geheiratet." Noch vor der Ehe für alle, die in Deutschland erst seit zwei Jahren möglich ist, gaben sich Will und Meckel das Jawort für eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

Also -- kann passieren. Auch in lesbischen Beziehungen.

Freitag, 3. Januar 2020

Hallo, liebe Ärzte!

Ich, der ich nicht viel Erfahrung mit Ärzten habe, habe kürzlich erlebt, dass stumm gewerkelt wurde. Anschließend knappste Hinweise, in fröhlichem Ton.

"'Sprechende Medizin'. Hört zu! Die "sprechende Medizin" liegt im Trend: Ärzte sollen möglichst viel mit ihren Patienten reden. Bitte nicht, liebe Kollegen. Seid lieber mal still. || Ein Gastbeitrag von Gian Domenico Borasio 2. Januar 2020 / 3. Januar 2020 (zeit.de)

Ich möchte, dass A) gesagt wird, was gerade gemacht wird, und B) Ziel und Befund dazu erklärt werden. Kurz, sachlich. Nicht stumm.



Dienstag, 22. Oktober 2019

ZEIT-Artikel von Antonia Baum

Der Kommentarbereich der ZEIT hat eine eigene wissenschaftliche Darstellung verdient!

Ich google heute -- aus gegebenem Grunde* -- nach


Ich finde einen ZEIT-Artikel von Antonia Baum, schon ein paar Tage alt.

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Leserkommentare. Die Geister, die sie rief. Unsere Kolumnistin bekommt Besuch. Mitten in der Nacht. Von Antonia Baum 7. November 2018 ... 10. November 2018 ... ZEIT Nr. 46/2018, 8. November 2018 | 115 Kommentare | Leserkommentare: Ist das noch Meinungsfreiheit oder schon Belästigung? Ist das noch Meinungsfreiheit oder schon Belästigung? || Letzte Nacht schreckte ich hoch, bekam keine Luft, sah mich im Halbdunkeln um und erkannte, dass sich um mein Bett eine Armee von kleinen Kommentaren und Zuschriften versammelt hatte. "Hallo Frau Baum", sagte ein Leserbrief (Fahrradhelm, Cordhose), "das ist schon eine reife Leistung, auf drei Viertelspalten so viel Blödsinn unterzubringen. Chapeau!" ... (zeit.de)

Und so, mit solchen Beispielen, geht es dann immer weiter...

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Natürlich auch hierzu dann -- Kommentare. Beispielsweise, durchaus wichtig:

Arrian #1.7 — vor 12 Monaten

"Wenn Sie mit Schreiben Geld verdienen, müssen Sie mit Kommentaren leben"

Nur bei Online-Medien, die es ermöglichen, unter jedem Artikel seinen Senf dazuzugeben.

Manchmal frage ich mich, warum Redaktionen und Redakteur/innen sich das überhaupt noch antun.

Der Erkenntnisgewinn für die geneigte Leserschaft ist schließlich bei gefühlt 99,9 Prozent der Kommentare gleich null, der Inhalt hingegen fast immer erwartbar.

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"warum Redaktionen und Redakteur/innen sich das überhaupt noch antun"

Je nun. Was da fehlt? Auch die ZEIT muss Geld verdienen. Und die Leute, die Leser lassen sich nicht mehr, so wie früher, einfach von Journalisten erklären, wie die Welt funktioniert und zu sehen ist. Sie wollen mitreden, auch (manchmal denke ich da: vor allem!) wenn sie Stuss reden. Ich glaube nicht, dass die ZEIT aus Menschenfreundlichkeit diesen umfassenden Kommentarbereich moderiert. Sie wird sich schon -- auch in Richtung, sagen wir: von mittelfristigem Erfolg in wirtschaftlich schwierigen Zeiten -- etwas dabei denken.

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* Eine Freundin hatte darüber gesprochen, dass sie einen Kommentar zu einem Kommentar an die ZEIT geschickt hatte. Kritik an der Wortwahl und am "Benehmen" eines Kommentierenden, und dieser Kommentar stünde noch in ihrem persönlichen Bereich, sei aber nicht mehr unter den Kommentaren zu finden. Der Link führte zu keinem Beitrag. Normalerweise schreibt die Zeit da: "Ihr Kommentar wurde entfernt. Bleiben Sie bitte beim Thema." So ungefähr. Da aber -- einfach ab ins Nirwana.

Mittwoch, 12. Juni 2019

"Seilschaften in der ...

... Wikipedia"

Ein guter, immer wieder mal brauchbarer Link.


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Claus Fritzsche (* 1964, † 2014) war ein Protagonist der Alternativmedizin, Autor und Förderer der Homöopathie. Der Betriebswirt arbeitete als Medizin- und Wissenschaftsjournalist und betrieb mehrere Internetauftritte zu alternativmedizinischen Themen. Von 2010 bis 2013 war er Redakteur eines Blogs, der an den Webauftritt des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ) angeschlossenen ist. Bekannt geworden ist er vor allem als Wikipedia-Opfer und Kampagnen gegen ihn durch die Skeptizistensekte GWUP aus Roßdorf, das obskure Pseudolexikon Psiram sowie mehrere freie Journalisten. Fritzsche lebte in Meerbusch bei Düsseldorf. Am 14. Januar 2014 nahm er sich nach einer gegen ihn gerichteten Mobbingkampagne das Leben.

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Dass die Sachen, die vorher liegen, sehr unterschiedlich dargestellt werden, versteht sich von selbst.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Aggression im Straßenverkehr

Deutsche Aggressionen -- im Originalton. Wo hat der Herr Hermann Bohlen die Töne nur her!

Absolut hörenswert.

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WDR Hörspiel-Speicher
Vor 5 Tagen · 52 min · (58.8 MB)

Dem Irrsinn des Straßenverkehrs auf der Spur – Ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Auto - auf der Straße reißt die dünne Schicht der Zivilisation. Auf dem Weg von A nach B geschieht mehr mit uns als nur ein Ortswechsel. Im toten Winkel bricht der blanke Hass hervor. // Von Hermann Bohlen / Regie und Technische Realisation: Hermann Bohlen / Produktion: WDR 2019 / www.hoerspiel.wdr.de

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Sonntag, 2. Juni 2019

PZEM : AOC

Notizbuch

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Was mir immer wieder mal aufgefallen ist, ohne dass ich es formuliert habe: Die US-Geste PZEM (die Geste der "persönlichen Zuwendung an den Einzelnen in der Masse", engl.
PTIC, Personal Turning to the Individual in the Crowd). 

Wie geht PZEM? Die Berühmtheit winkt und schaut in die Masse, als ob sie da einen persönlichen Bekannten gesehen habe. Einen, den sie schon lange nicht mehr getroffen hat. Natürlich ist da weit und breit kein solcher Mensch. Aber die Menschen im Umkreis der Blickrichtung fühlen sich alle irgendwie angesprochen: "Sie hat mir zugewinkt! Sie kennt mich. Mich persönlich!"

Donald Trump hat diese Geste ein wenig ins Männliche hin abgewandelt: Er deutet mit dem Zeigefinger in die Menge. Meint: "Hey, du! Du und ich, wir machen schon das Richtige! Gut, dass du da bists."

(Jetzt erst, als ich suche, sehe ich, dass das auch andere bei DT entdeckt und analysiert haben.)

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Alexandra Ocasio-Cortez (AOC)



SPIEGEL 23 / 01.06.2019, S. 17

Montag, 14. Januar 2019

Wikipedia: "Nur so"

Ach, und das setze ich, von der Wikipedia her, doch noch in diesen Blog:

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Hallo Delabarquera,

ab und zu schau' ich noch mal bei WP vorbei (wie eben jetzt). Was hier hinter den Kulissen an Kungelei, Rechthaberei und Strippenzieherei läuft schreckt mich aber dermaßen ab, dass mir aufwändigeres Mitarbeiten mittlerweile sinnlos erscheint.

Aber vielleicht wird ja 2019 alles besser - das wünsch' ich dir zumindest ;-)

--von der Grün ¿? 1. Jan. 2019

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Danke für die guten Wünsche, von der Grün! Was mich noch interessieren würde: An welcher Stelle hast du da an mich gedacht, als du was gelesen hast? -- Ansonsten gilt für mich: "Wo Menschen sind, menschelt's!" Aber es wäre schon schön, wenn es einen deutschsprachigen WP-Rat der Weisen gäbe, der Rechthaber- und Kungel-Auswüchse ein wenig einhegt. Auf eine kontrastive Untersuchung mit anderen WP-Sprachen warte ich noch. Mir scheint, dass sich da schon ein paar Eigenheiten im deutschsprachigen Raum zeigen, die es woanders nicht so gibt. 2. Jan. 2019

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Bleibe bei uns;-) --Caramellus 2. Jan. 2019

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"Bleibe ..." :-))

In letzter Zeit habe ich immer mal wieder darüber nachdenken müssen: Die WP ist doch das Beispiel für Habermas' herrschaftsfreien Diskurs. Alles phantastisch vorbereitet: Jeder macht mit wie er mag, anonym = keine und keiner verliert ihr bzw. sein Gesicht, usw. Das bessere Argument möge zählen! -- Und also kann man die WP auch als Beispiel nehmen, warum das mit dem herrschaftsfreien Diskurs Kokolores ist. In einer idealisierten Phantasiewelt mag es angehen mit diesem Diskurs, in der Realität aber nicht. Denn: "Wo Menschen sind, menschelt's!" 14. Jan. 2019

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Donnerstag, 10. Januar 2019

"Kurz vor Stalingrad"

Kann man Schlagfertigkeit lernen?

Nein. Witze erzählen -- ja. Bedingt. Aber Schlagfertigkeit gepaart mit Originalität ist eine Gabe Gottes. Nicht wahr Helmut -- Quatsch! Harald Schmidt!

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Dann muss ich sagen: Ich konnte die Stalingrad-Bemerkung, die sich wiederholt -- running gag unter uns Talk-Töchtern --, nicht einordnen. Ich kannte die Geschichte wirklich nicht. Also nachgeschlagen.

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Anderes kam auch nicht von selbst bei Strauß: etwa seine Reputation als Außenpolitiker. Der sensationelle Besuch beim Großen Vorsitzenden Mao in Peking 1975, der Flug nach Weihnachten 1987 zu Kreml-Chef Gorbatschow. Strauß, mit der Lizenz zum Fliegen, saß im Cockpit: Schweres Schneetreiben hatte eingesetzt, der Moskauer Flugfhafen [= Flughafen] sollte geschlossen werden. Ein Co-Pilot schrie: "Wir müssen nach Kiew ausweichen." Antwort des "Chefpiloten": "Dafür haben wir keinen Sprit mehr." Die mitreisenden Strauß-Gehilfen wurden leichenblass. Im Kreml angekommen, fragte Gorbatschow seinen Besucher: "Ihr erster Besuch in Russland?" Ex-Wehrmachts-Offizier Strauß antwortete: "Nein, das erste Mal war ich kurz vor Stalingrad." CSU-Generalsekretär Stoiber hielt den Atem an, dachte sich: Das war's dann wohl." Doch es folgte ein langes weltpolitisches Gespräch zwischen- Gorbatschow und Strauß. Als der Kreml-Chef seine großen Pläne zur Reform des Sowjet-Systems erläuterte, entgegnete Strauß ihm, das gleiche dem Versuch, Schneebälle zu rösten. | Strauß sollte Recht behalten. Die Sowjetunion ging 1991 zu Grunde. Fast prophetisch sah Strauß ein Jahr vor seinem Tod den Anfang vom Ende des Kommunismus voraus: "Ich komme mir vor wie Moses, der noch ins Gelobte Land blicken durfte, es selbst jedoch nicht mehr betreten kann." Strauß starb exakt zwei Jahre vor dem Tag der deutschen Einheit. (rp-online.de)

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Sonntag, 16. Dezember 2018

Differenzieren und pauschalisieren

Notizbuch 

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Im Arsenal des linksliberalen Vokabulars gibt es kaum Worte, die häufiger gebraucht wurden als differenzieren und pauschalisieren. Besonders beim Thema Migration avancierten diese Verben zum Lackmustest der richtigen Gesinnung. Wer differenziert, ist ein rechtschaffener, demokratietauglicher Bürger, er ist intelligent, vorurteilsfrei und hat die Zukunft auf seiner Seite. Wer pauschalisiert, hat den Hang zur Vereinfachung, er steht unter Verdacht, rechtslastig und womöglich Rassist zu sein und ist ein ewig Gestriger. Beide Wörter stehen also für entgegengesetzte Wertvorstellungen. In jeder Talkshow werden Kontroversen entlang der Achse zwischen richtig (differenzieren) und falsch (pauschalisieren) gebetsmühlenartig ausgetragen.

Das sind Scheingefechte um die linksliberale Deutungshoheit, die infolge der Flüchtlingskrise viel von ihrer Glaubwürdigkeit eingebüßt hat. (cicero.de)

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Samstag, 3. November 2018

Armutsmigration USA: echte Ratlosigkeit

SPIEGEL-BERICHT -- "Nur für Abonnenten" -- und ein Kommentar.

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Karawane zur US-Grenze. "Wir wollen alle das Gleiche bei den Gringos". Exklusiv für Abonnenten. Wie kommt es, dass Tausende Menschen derzeit Richtung USA marschieren? Am Anfang stand ein Chat per WhatsApp und ein Mann, der jetzt viel Angst hat. Von Juan Moreno 02. November 2018 || Es ist Nacht, kurz vor vier. Vollmond. Die Luft ist warm, man kann sich einreden, dass sie nach Pazifik riecht, es ist nicht weit bis ans Meer. Und die wunderschönen Berge von Chiapas, dem südlichsten Bundesstaat Mexikos, wirken im Mondschein wie aufrechte Schatten. Joan marschiert seit einer halben Stunde auf der Bundesstraße 200. Sie zieht sich von der Grenze Guatemalas nach Norden, immer am Pazifik entlang. Vor und hinter Joan laufen sehr viele Menschen, eine große, ruhige Masse. Mexikaner, Guatemalteken, vor allem Honduraner. Väter, die schweigend Kinderwagen schieben, Mütter mit Babys, Kinder, die sich stumm durch die Nacht schleppen und deren Anblick einem das Herz zerreißt. In der Mehrheit sind es aber Männer. Junge Männer wie Joan Sánchez. ...

Als ich das heute morgen auf dem Smartphone gelesen habe, war kein einziger Kommentar zu sehen. Ich habe also das da geschrieben.

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KEINE KOMMENTARE?

Wie kommt's?

Wahrscheinlich echte Ratlosigkeit. Große Masse + Gandhi macht größte Militärmacht der Welt wehrlos? Und die Grenzen vollkommen freigegeben - Vorbild für Europa - wollen nicht mal die ganz Guten, weil ihnen klar wird, dass es bei offenen Grenzen bald mit ihrem guten Leben vorbei ist.

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Dann habe ich zwei Stunden später andere Kommentare gesehen, meinen aber nicht.

Jetzt wollte ich den Artikel noch einmal ansehen und finde ihn nur mit Mühe. Keine Kommentare mehr. Sehr seltsam...

Montag, 10. September 2018

Sind "die Arschlöcher die Lautesten"?

Die ZEIT kontrolliert jetzt wirklich fast alles vorab. Nun gut.

Joi Itō. "Gibt man jedem eine Stimme, sind die Arschlöcher die Lautesten". Joi Itō leitet das MIT Media Lab, eines der einflussreichsten Tech-Forschungsinstitute. Ein Gespräch über Social Media, Silicon Valley und die Rettung der Welt Interview: Dirk Peitz 9. September 2018. 159 Kommentare (zeit.de)

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Gibt man jedem eine Stimme, sind die Arschlöcher die Lautesten"

Ich will jetzt unbedingt noch wissen, wie Jōichi (kurz: Joi) Itō die "Arschlöcher" so definiert, dass man sie trennscharf findet. 

(BTW "Arschlöcher"? Muss man das denn so übersetzen, liebe gediegen-bürgerlich-mal-gewesene ZEIT? Hat er denn wirklich 'assholes' gesagt, der Herr Professor vom MIT?)

Klar ist doch: Die -- na gut denn: Arschlöcher sind immer die anderen! Die Leute schleichen sich in ihre peer group und erklären die anderen für geistig zurückgeblieben. Ich bitte, was die Sache mit der Lautstärke angeht, den alten Dialogfetzen zu berücksichtigen:

"Der Klügere gibt nach!"

"Ja, deshalb sind auch immer die Idioten an der Macht!"

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Wer hat im Moment realiter die Macht? Also -- wer sitzt in der Regierung?

Mittwoch, 5. September 2018

"Was SIE glauben ..."




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Text:

Das Zitat der Woche: || "Was SIE glauben, ist völlig irrelevant." || Kommentator Heinzfritz auf ZEIT-Online am 03.09.2018

Montag, 3. September 2018

"Der Vorteil der Bierwampe"


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"Wenn Sie mich fragen, dann sind die Naziaufmärsche im Osten kein Problem, das man nicht mit zwei, drei Wasserwerfern in den Griff bekommen könnte. Der Vorteil der Bierwampe ist ja, dass sie ein solides Ziel abgibt. Man muss nur drauf halten, dann fällt der Nazi um und das Plakat, das er hoch hält, gleich mit. Versuchen Sie mal, im Strahl eines 'WaWe 10' den Arm zum Hitlergruß zu recken. Viel Spaß bei der Übung, kann ich nur sagen."

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Fleischhauers Kommentar wird in dem Kommentaren teilweise gelobt, weil ich er auch "die andere Seite", also das bürgerlich nach rechts gerückte Denken das Wort gebe. Hier aber, bei diesem Absatz -- wenn es den Ausdruck Links-und-schlank-Burschenschaftler gäbe, ich würde Fleischhauer nach der Lektüre dieses Absatzes für einen solchen halten. Und die contradictio in adjecto einfach in Kauf nehmen.