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Samstag, 1. Oktober 2022

Milliardärin MacKenzie Scott

Ex-Frau von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Milliardärin MacKenzie Scott lässt sich erneut scheiden. MacKenzie Scott ist eine der reichsten Frauen der Welt und spendete bisher zwölf Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke. Nach ihrer Scheidung von Jeff Bezos heiratete sie erneut – doch die Ehe währte nur kurz. 29.09.2022

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Seit längerer Zeit versuche ich mal wieder einen SPIEGEL-Kommentar zu schreiben. Er wird nicht -- jedenfalls nicht direkt -- gebracht. Also hier:

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Zu einigen Diskussionsbeiträgen, die ich eben gelesen habe: Nehmen wir es mal als anthropologische Konstante, dass eine florierende Wirtschaft die Möglichkeit, sich zu bereichern, beinhalten muss! Wer anderes behauptet, der zeige mir 1 Beispiel, in der eine "soziale" Wirtschaft funktioniert hat, auch in dem Sinn, dass es der Mehrheit besser ging als in kapitalistischen Systemen. Den Horror, den sozialistische Versuche hervorgebracht haben, muss ich, denke ich, nicht aufzählen. Und am Ende -- wer will in Kuba leben?

Also, lasst mal Bezos reich und reicher werden und am Ende Gates-mäßig spenden. So machen sie es halt, die reichen Amis.

Nur zur Sicherheit: Wir kritisiert, nenne bitte konkrete, realistische Beispiele aus der Vergangenheit, in denen es sozial gerecht zugegangen ist.

Samstag, 14. September 2019

Fachwissen! In der Wikipedia.

Was für Experten sich in der Gesellschaft herumtreiben! Die in der Mehrzahl sicher keine Bücher schreiben. Aber in der Wikipedia hin und wieder ihr Wissen aufblitzen lassen. Heute ein Beispiel gefunden:

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Ich gebe zu bedenken dass es sich bei dem neuen Schiff um einen Zerstörer der Gearing-Klasse handelt und nicht, wie im Text geschrieben, um eine Fregatte. Vielleicht könnte man das ja ändern? Liebe Grüße! (nicht signierter Beitrag von 188.23.233.167 23:34, 19. Dez. 2014 

Diskussion:Die Caine war ihr Schicksal (Wikipedia)

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Dienstag, 14. Mai 2019

Sklaverei


SZ heute

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PHRASENMÄHER

Sklaven

Spartacus war einer ihrer berühmtesten, auch Aida. Aesop soll einer gewesen sein, und natürlich Moses. Sie alle waren Sklaven, wurden in der Sklaverei geboren, als Kriegsbeute verschleppt, verkauft oder auch freigelassen. Sklaven waren Unfreie, Eigentum, Besitz, fester Bestandteil der antiken Wirtschafts ordnung, ja, der antiken Gesellschaftern Mancherorts war ihnen erlaubt, Geld zu sparen, um sich freizukaufen. Hier und dort konnte es seinen Besitzer in Schwierigkeiten bringen, wenn er seine Sklavein misshandelte. Sklaverei war gesellschaftlich akzeptiert, sie galt als unverzichtbar. Ihre Spielräume, wie gering auch immer sie für die Unterworfenen waren, lagen fest. Man mag diese Regelung entsetzlich finden oder einfach zeitgemäß, in jedem Fall ist sie lange her.

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Wovon träumen die, die gegen den Mindestlohn sind...? 

Samstag, 7. Juli 2018

Nielsen: 'Der europäische Frühling'


Notizbuch, eben gefunden:

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"Dänemark schickt seine Flüchtlinge, alle neu angekommenen und die vielen schlecht integrierten, in den Osten von Afrika. Sie leben nach dänischem Recht in einer zu diesem Zweck errichteten Containerstadt für 300 000 Bewohner an der Küste von Mosambik, eingezäunt und streng bewacht. Das Gelände hat die Kopenhagener Regierung für 99 Jahre gepachtet. | Kaspar Colling Nielsen erzählt davon in seinem dystopischen Zukunftsroman „Der europäische Frühling“. Ein Bestseller. Drei Monate nach dem Erscheinen haben die Sozialdemokraten jetzt für den näher rückenden Wahlkampf ein Programm zur Ausländerpolitik vorgelegt, zu dem der Autor auf Facebook meint: „Wie aus meinem Roman gepflückt.“ Im Roman ist Parteichefin Mette Frederiksen auch Ministerpräsidentin und erntet rasenden Beifall für ihre Brandreden gegen Muslime, die sich nicht von Terror distanzieren. In der Kopenhagener Gegenwart hat die 40-Jährige nach allen Umfragen beste Aussichten auf den baldigen Wechsel von der Opposition an die Regierungsspitze, erst recht mit ihrer Ankündigung, das Asylrecht auf dänischem Boden komplett abzuschaffen." (fr.de)

Samstag, 8. August 2015

Welche Tabus ...

... erkennen alle Menschen als negativ an? Kinder-Himmelfahrtskommandos vielleicht? Kaum. Sonst hätte es das nicht geben können. Hilflose einfach millionenfach ermorden? Wenn der eingebildete Grund stimmt?`Dann kommen die Nazis daher und sind entschuldigt.

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Menschliche Welle

Die Kampftaktik der „menschlichen Welle“, mit kaum oder nicht ausgebildeten Zivilisten als Vorhut für die paramilitärischen Pasdaran, wurde erstmals am 30. September 1982 am Frontabschnitt bei Mandali eingesetzt. In einer Einzelaktion starben dabei mindestens 4.000 Iraner, dagegen 300 der verteidigenden Iraker.[8] Ein iranisches Schulbuch aus dem Jahre 2004 für die Stufe 10 beziffert 36.000 Schuljungen, die im Krieg starben.

Minenräumer

Bahman Nirumand zitiert eine Ausgabe der Zeitung Ettelā'āt aus dem Jahre 1984:

„Früher sah man freiwillige Kinder, vierzehn-, fünfzehn-, sechzehn- und zwanzigjährige wie Knospen auf Wiesenfeldern, die in der Morgendämmerung zur Blüte gelangt waren. Sie gingen über Minenfelder. Ihre Augen sahen nichts, ihre Ohren hörten nichts. Und wenige Augenblicke später sah man Staubwolken aufsteigen. Als sich der Staub wieder gelegt hatte, war nichts mehr von ihnen zu sehen. Dieser Zustand habe sich - so Ettelaat - verbessert, denn vor dem Betreten der Minenfelder hüllen sich die Kinder in Decken ein und rollen auf dem Boden, damit ihre Körperteile nach der Detonation der Minen nicht auseinanderfallen ...“

Den Eltern derjenigen Kinder, die als sogenannte „Märtyrer“ starben, wurden Prämien versprochen. Den Kindern hatte man dabei Plastikschlüssel um den Hals gehängt, die die Pforte zum Paradies aufschließen sollten. Eine halbe Million Plastikschlüssel hatte man aus Taiwan importiert. Bevor man Kinder dazu benutzte, soll man Esel und Maultiere verwendet haben. Diese flüchteten jedoch in Panik, sobald die ersten Tiere von den Explosionen auseinandergerissen worden waren. | Mohsen Rezai, der damalige Kommandeur der Pasdaran und somit auch der Bassitschi, wurde von der „Vereinigung der Mütter der Kindersoldaten“ beschuldigt, für den Tod Tausender verantwortlich zu sein. Eine Anklage vor Gericht wurde abgewiesen; der heutige Revolutionsführer Ali Chamene'i war damals Oberkommandierender der Streitkräfte.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Folter

Eine FOCUS-Meldung:

Erschütternde Bilder: Assad lässt systematisch foltern und töten || Dass Assads Schergen Menschen foltern und töten, ist bekannt. Nun gibt es erstmals Belege, die die Systematik der brutalen Verbrechen belegen. Der öffentliche Druck mag steigen – die Chancen auf Einigung bei der Syrien-Konferenz jedoch nicht. (FOCUS Online)

Ich möchte "den Rebellen" den Sieg wünschen, wenn da nicht... Der Gedanke ich nicht aus dem Kopf zu bekommen: Egal welche Gruppe, Gruppierung oder Partei an der Macht sein wird in Syrien (und vergleichbaren Ländern), es wird ein neues intolerantes System entstehen, inklusive Folter und Unterdrückung der Unterlegenen. Vorher aber wird es blutige Kämpfe zwischen den schon jetzt nicht geeinten Rebellengruppierungen geben, Kämpfe, bei denen wieder viel Zerstörung und Tote zu beklagen sein werden. Nur die blauäugigen Westler, Politiker und ihrem Selbstverständnis nach gute Menschen, glauben -- oder tun, als glaubten sie's --, dass der Sturz eines Diktators eine Verbesserung und Menschenrechte bringt. Diese Gewissheit, dass Gewalt sich ausbreitet, egal wer der Macht ist -- diese Gewissheit, die keinen Ausweg kennt, die macht ratlos. Wenn es einen Stoff gäbe, der Menschen dazu bringt, tolerant zu sein, Meinungsfreiheit und andere politische Freiheiten zu respektieren, müsste man diesen Stoff nicht, als Preis für die Unterstützung der syrischen Rebellen meinethalben -- müsste man diesen Stoff nicht  um diesen Preis verabreichen?

Samstag, 11. Februar 2012

Gegen wen richtet sich ein Generalstreik?

Nun, jedenfalls nicht in jedem Fall gegen den General oder die Generäle. Ok, blöder Kalauer...

Aber jetzt im Ernst!

"Unruhen: Streikaufruf zum Jahrestag des Sturzes von Mubarak | FOCUS Online - ‎vor 42 Minuten‎ || Ägyptens Opposition will mit einem Generalstreik und neuen Massenprotesten den herrschenden Militärrat zur Übergabe der Macht an eine zivile Regierung zwingen. Mehr als 30 Gruppen riefen für heute, dem Jahrestag des Sturzes von Langzeitpräsident Husni ..."

Mir kommt es immer so vor, als schneide sich da "das Volk" selbst tief ins Bein, um dann laut zu rufen: "Seht her, irgend jemand hat mich schwer verletzt!"

Auf der anderen Seite, klar: Solange sich der Militärrat dafür zuständig fühlt, dass die Busse fahren, so lange ist es ein Streik gegen den Militärrat. Nur bloß -- wenn die Generäle einmal sagen: "Ja, dann geht halt zu Fuß! Wir fahren eh mit den großen Autos!", was dann?

Freitag, 9. September 2011

Nachdenken: Der Planet der Menschenaffen

So als ob sie meinen gestrigen Blog-Eintrag gelesen hätte, bringen die Journalisten und freien Mitarbeiter des SZ-Magazins heute eine dickes Heft zum Thema Mode. Nicht wirklich kreativ, wenn die Titelseite von der Frage beherrscht wird: Trägt man das jetzt so? und ein Arcimboldo-Modell sich selbst und nicht das Porträt des Kaisers Rudolf II. präsentiert. Auffallend auch, das Bemühen sich abzusetzen von der nicht-modischen Masse durch Originalität a) im Allgemeinen und b) im Detail. a) "Was ist guter Geschmack?" und b) "Wie finde ich die perfekte Männerunterhose?" Ziemlich affig so was, oder? Aber was tut man nicht alles, um dem eigenen Leben und der eigenen Sterblichkeit ein Quentchen (bitte so!) Sinn einzuflößen. Als Medikament. Auf dass beide, das Leben und die Sterblichkeit, bitte in der Nacht aufhören zu husten.

Was fällt in Verbindung mit dem erwähnten Eintrag und dem SZ-Modeheft ein? Nun ja, eigentlich nur:

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VANITAS
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Drei Autoren seien noch genannt: Barbara Vinken (Guter Geschmack), Thomas Bärnthaler (Krawatte im Büro), Tobias Haberl (Männer-Unterhose [besser Schreibung so]).

Und auch das noch: Kreativ die Werbung auf der Heft-Rückseite. Mit grobem Filzstift auf die Stirn und den oberen Nasenbereich eines kunstvoll unfrisierten, traurig, ja leicht verhärmt blickenden Model-Mädchens geschrieben:

IL N'Y A PAS DE
MODE SI ELLE NE
DESCEND
PAS

DANS LA RUE

Mittwoch, 29. Juni 2011

Die Zukunft voraussehen

Hier schon einmal erwähnt: Dass wir die Zukunft, was die tech- nischen und gesellschaftlichen Entwicklungen angeht, so unsäglich schlecht voraussehen können, muss uns, wenn wir nicht ganz daneben sind, sehr bedenklich stimmen. Immerhin hätten wir, wenn wir die Prognosen der 1950er und 1960er Jahre -- oder die noch früherer Zeiten -- mit der heutigen Realität vergleichen, die Möglichkeit, über die Gründe der Irrtümer nachzudenken. Wobei die Frage immer bleibt: Wie ernst waren die Prognosen überhaupt gemeint? Geht es nur um ironisch-übertriebene Fortschreibungen als Kritik an der eigenen Gegenwart? Bei rein technischen Visionen ist das nicht zu befürchten, sodass man mit denen anfangen könnte.

Also schauen und lesen wir, beispielsweise, noch einmal:


und leiten wir unsere Urteile von den Übereinstimmungen und Nicht-Übereinstimmungen ab.

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(* Das wusste ich bis eben nicht: "Seine Jugendjahre wie auch den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Berlin. Er besuchte verschiedene Gymnasien, u. a. das Gymnasium in Gotha, an dem Kurd Laßwitz, ein anderer Wegbereiter der Zukunftsliteratur in Deutschland, Unterricht in Mathematik und Physik erteilte. Diese Begegnung sollte für Dominik prägend für sein ganzes weiteres Leben werden. Kurd Laßwitz ließ zudem einen Teil seiner literarischen Werke bei Dominiks Vater publizieren."

Dienstag, 22. März 2011

Putin: Wussten Sie schon ...?

Die Wikipedia ist toll! Zu Recht hat sie den Brockhaus abgelöst! Hätte man denn im Brockhaus dies erfahren:

"Beim ESC 2009 in Moskau zog Georgien die Teilnahme kurzfristig zurück, nachdem der Teilnehmertitel We Don't Wanna Put In als Kritik an Russlands Ministerpräsidenten Putin beanstandet wurde."

Mittwoch, 9. Februar 2011

Die erste Nackt-Köchin

Irgendwann, so stand immer zu befürchten, würde es soweit sein. Nun also! Und nicht in RTL2? Nein, in China, dem Land der Prüden und der sozialistischen Emanzipation. Das tut uns aber wundern! Wow!

FLORA CHEUNG
08. Februar 2011, B.Z.
Eine nackte Köchin in China soll den Männern im Land die Arbeit am Herd näher bringen.

In China soll eine Nackt-Köchin die Männer für die Arbeit hinter dem Herd begeistern

Koch-Star Jamie Oliver ist zwar offiziell der "Naked Chef", bleibt dabei aber voll bekleidet. Anders macht es Flora Cheung (26), die bei ihrer Kochshow im chinesischen Fernsehen die Hüllen fallen lässt.

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Nachtrag: 22.03.2015 -- Sieh da. Dieser Post wird aufgerufen, heute. Weil offenbar eine andere Nacktköchin nachgerückt ist?

Ja, ich hab nachgesehen! BILD meldet es natürlich!

Diese nackte Köchin erobert das Internet! | San Isidro (Argentinien) – Die Video-Kochkurse von Jenn (24) aus San Isidro sind DER Renner im Netz. Laut „New York Daily News“ wurde ihr spanisch-sprachiger YouTube-Channel „A Fuego Máximo“ (dt.: Maximales Feuer) in nur einer Woche von 23 000 Usern abonniert. Ihre Videos wurde/n seit dem 10. März mehr als eine halbe Million Mal angeschaut.

Na wer sagt's denn! Sex sells forever!

Also, Männer, nix wie ran an -- den Herd!

Dienstag, 21. Dezember 2010

U-Bahn-Aggression

Wird es eines Tages, wenn der Bürgerkrieg nahe ist, eine Rückschau geben auf so etwas?

Was schaust Du mich so blöd an?” Das fragte ein unbekannter Mann einen Fahrgast in der U-Bahn. Kurz darauf schlug er brutal zu.

Oder ist das alles Panikmache und Ausländerhatz, weil es Aggression immer und überall gibt? Zu bedenken ist: Wenn das Kind im Brunnen liegt, ist es für eine Gefahrengründe-Diskussion zu spät.

Freitag, 12. November 2010

Der Ruhm, ein weiteres Mal

Für einen Essay lese ich einmal schnell nach, was es mit dem Glasperlenspiel so auf sich hat. Gelesen habe ich das Buch vor vielen, vielen Jahren. Was bleibt da im Gedächtnis. Über den Wikipedia-Artikel komme ich auf den schönen Satz: "Hesse lässt in dem Roman abschließend einige Elemente seiner Jahrzehnte zurückliegenden Begegnung mit Gusto Gräser auf dem Monte Verità anklingen." Ich habe -- ich, der ich mich in allen abseitigen Bereichen gerne herumtreibe -- noch nie etwas von Gusto Gräser gehört. Was wissen wir? "Im Alter von 15 Jahren ging Gustav Gräser vom Gymnasium ab, begann eine Lehre, gewann 1896 mit seiner Schnitzarbeit eine Goldmedaille der Weltausstellung von Budapest und studierte dann Kunst in Wien." Assoziation: Gräser wird in Wien zugelassen, Adolf Hitler, ein wenig später, nicht. Viele haben sich ja gefragt, wie die Geschichte verlaufen wäre, hätte man Hitler an der Wiener Kunstakademie zu einem mittelmäßigen Maler heranreifen lassen. Und dann -- der Ruhm, nur verstanden als ein Index der Bekanntheit. Dieser Index kann heute via Google schnell ermittelt werden. Nun denn:

"Adolf Hitler": 4.220.000
"Gustav Gräser" 942 + "Gusto Gräser" 2.080 = 3.022
"Hermann Hesse": 1.100.000

Was erstaunt an diesem Ergebnis? Doch eigentlich nur, dass es Hesse immerhin auf 1/4 der Treffer von Hitler bringt. Ein ganz anständiger Ruhm-Index für einen Schriftsteller. Nehmen wir mal -- aus für den Kenner leicht nachvollziehbaren Gründen -- noch dazu:

"Martin Walser": 165.000

Schauen wir es uns an:


Nun gut.

"Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen."

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Fußball: Auch das noch!

Auch so ein Fund. Aus BILD Online:

Nicki1984 schrieb:vor einer Stunde

Also das die Spieler angegriffen und bedroht werden das geht gar nicht und ist meiner Meinung nach zu extrem.....Die ganzen Geschichten mit Feuerwerkskörpern etc. sind meiner Meinung nach legetim da wird ein Spiel als Fan erst lustig.....Und die Kontrollen der Personen müssen ja super gut gewesen sein wenn man einen Bolzenschneider mit in Stadion bekommt....und die Italienische Polizei muss es eigentlich besser weissen wenn man sich mal spiele von Lazio angeschaut hat weiß man da brennt immer das halbe Stadion und deswegen besser Kontrolle der Personen........Gewalt gegen Spieler ist scheiße weil die machen nur Ihren Job.....aber Fan Szene richtung Ultra Gruppierung macht den Fußball erst aus.....Aso und Bild.de......fangt ihr jetzt an Meinungen nicht zu veröffentlichen.....letztens habt ihr doch noch so auf die Meinungsfreiheit gepocht glg

Freitag, 8. Oktober 2010

"Unsere Nachbarn von der Mafia"

Auch so ein Fund! Lesenswert und erstaunlich.

"Stuttgart - Als der Killer mit kalter Sachlichkeit seines Amtes waltet, weht eine laue Sommerbrise durch die Stadt. Es ist spät am Abend, Luigi Ferrara stellt seinen Wagen vor dem Haus ab. Aus zehn Metern feuert der wartende Killer drei Schüsse auf den italienischen Kaufmann ab. Ferrara bricht vor der Wohnungstüre zusammen. Das reicht dem Schützen nicht. Er nähert sich langsam, um den Auftrag mit dem Behagen eines Mannes zu vollenden, der Freude empfindet am tödlichen Werk. Zeugen hören nach den ersten Schüssen ein Lachen, unverhohlen und markerschütternd. ..."

Donnerstag, 2. Juli 2009

politik.de

Ich bin Mitglied im Forum von politik.de geworden. Ein wenig erschrocken bin ich dann schon über das Niveau der Beiträge. Nicht aller, aber einiger. Nein. Vieler! Aber nun ja, so ist Politik. Und wer wollte schon das One-man-One-vote-Prinzip abschaffen?! Jeder darf seine Meinung haben und sagen. Das ist Meinungsfreiheit.

Sagt Erwin zu mir: "Jou! Da muss man durch!"

Wie er das wohl meint?

Immerhin finde ich über Umwege das Folgende (Rechtschreibung und Zeichensetzung vorsichtig verbessert):

Große Kluft
Damals: Die Bezüge eines Dax-Vorstands waren laut AESC in den 80er-Jahren 14 mal so hoch wie die eines einfachen Mitarbeiters. Heute, zwei Jahrzehnte später, erhält das Vorstandsmitglied im Schnitt das 52-fache eines durchschnittlichen Beschäftigten."

Jetzt fragen wir uns: Ist das gerecht? Vernünftig. Und dann auch noch: Warum?

Jörg Haider: Heiligsprechung

1.7.2009
Auf einer Seite im Internet wird von den Betreibern die "Selig- und Heiligsprechung" des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider gefordert.

Warum nicht? Auch Karl der Große -- um mal den richtigen Vergleich in der richtigen Größenordnung zu wählen -- ist schließlich heiliggesprochen worden. Obwohl er eine größere Zahl von Sachsen hat hinrichten lassen.* Oder vielleicht auch nicht. Also, vielleicht war Haider betrunken gefahren. Oder auch nicht. Vielleicht liebte er neben den Frau auch junge Männer. Aber das gilt heute als normal. Vielleicht war er ein Rassist, der das Dritte Reich nicht so schlimm fand. Und a fescher Bursch war er scho, der Jörgi, net wao. Also -- warum ihn nicht heiligsprechen?

Oder doch nur ein Scherz? Wäre schade!

"Die Online-Plattform "Standard.at" geht davon aus, dass es sich bei der Internetseite um einen Hoax - also eine Scherzseite - handelt. Sie untermauert ihre Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Ansinnens damit, dass auch Haiders "Lebensmensch" Stefan Petzner nichts von der Gruppe weiß: "Ich höre das zum ersten Mal und kenne das nicht. Das ist auch keine Aktion des BZÖ", erklärt Petzner gegenüber dem Standard."

Und man beachte die feine Formulierung: "Sie untermauert ihre Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Ansinnens damit, dass..."

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* Für die Weiterbildung, mal was Genaueres:

"Die in den Quellen genannte Zahl von 4.500 [hingerichteten Sachsen] wird in der Forschung teils als Übertreibung (M. Becher) dargestellt, da archäologische Spuren eines derartigen Massakers bislang noch nicht aufgefunden wurden; es wird argumentiert, möglicherweise sei dieses Ereignis lediglich durch einen Schreibfehler entstanden, bei dem aus delocabat (=ließ umsiedeln) ein decollabat (=ließ enthaupten) geworden sein soll. Dem widerspricht die Interpretation, dass sich decollabat auf 4.500 sächsische Edle beziehe, die sich ihm als Geiseln überantwortet hatten, es sich also um keine „Umsiedlung“ gehandelt habe. Widukind war zuvor nach Dänemark entkommen. Karl erließ zudem ein Sondergesetz (Capitulatio de partibus Saxoniae), welches die Missachtung der christlichen Reichsordnung – u. a. Verunglimpfung eines Priesters oder einer Kirche, die bei den Heiden übliche Feuerbestattung oder das Essen von Fleisch an Fastentagen – mit der Todesstrafe bedrohte. Gezielt sollen von Karl auch Deportationen als Mittel der Unterwerfung eingesetzt worden sein. Sogar in der engsten Umgebung Karls stieß diese Rigorosität auf Vorbehalte: Alkuin – angelsächsischer Gelehrter, ab 796 Abt des Klosters Saint-Martin de Tours und Vertrauter des Frankenkönigs – mahnte in einem Brief Zurückhaltung an: Gemäß den Lehren der Heiligen Schrift und der Kirchenväter solle man das Wort Gottes mit Predigten und nicht mit dem Schwert verbreiten. Karls Brutalität und Kompromisslosigkeit trugen ihm den wenig schmeichelhaften Beinamen Sachsenschlächter ein."

Sonntag, 31. Mai 2009

Friseure waren mal, ...

schon aus geschäftlichen Interessen, nette, gesprächsbereite Leute. Und heute? Wo leben wir? Schon vor Jahren hat die ZEIT, für ihre Verhältnisse sehr grob, getitelt: DEUTSCHLAND VERBLÖDET!" Hat es noch Sinn, sich aufzuregen. Ach was, bleiben wir gelassen! Auch wenn wir das lesen:
Erinnern Sie sich noch an den Friseur, der sich beim Casting für "Deutschland sucht den Superstar" gleich zwei Mal mit Jury-Chef Dieter Bohlen (55) anlegte? Vor zwei Jahren bescheinigte der Pop-Titan Dominik Münch absolute Talent-Freiheit und prophezeite ihm, dass er immer "ein sch*** erfolgloser Friseur bleiben" würde. Trotzdem versuchte der 23-Jährige es in dieser Staffel gleich noch mal, diesmal inklusive harter Worte. Ergebnis: Bohlen warf er ihn wegen seiner wüsten Beschimpfungen raus (STARLOUNGE berichtete). [Das soll noch ein deutscher Satz werden.]
Annemarie beschimpft Bohlen als "A***loch"
Jetzt hat Dominik neuen Ärger: Er soll nach einem Disco-Besuch eine Taxifahrerin (48) belästigt und zum Sex aufgefordert haben - deshalb droht ihm jetzt eine Haftstrafe! Die Frau hatte den Friseur angezeigt, das Amtsgericht hat ihm jetzt eine Vorladung geschickt: Am kommenden Mittwoch soll der Fall verhandelt werden.
Bohlen beschimpft Annemarie als "Bitch".

Mittwoch, 23. Januar 2008

Gesellschaft der Wolkenliebhaber

Ich glaube, bei der Cloud Appreciation Society werd ich Mitglied. Angeblich kostet das nur eine einmalige Aufnahmegebühr von fünf Euro. Hat der ORF gemeldet. Aber das ist es ja eh nicht. Es einfach eine gute Idee, eine solche Gesellschaft zu gründen.