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Dienstag, 23. April 2019

Mein Kommentar...

... zu dieser Meldung der ZEIT:

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Notre-Dame. Obdachlose kritisieren Millionenspenden für zerstörte Kathedrale. -- In Paris haben Demonstranten das große Spendenaufkommen nach dem Brand der Kirche Notre-Dame angeprangert. Sie verlangten ein Dach auch für Menschen ohne Wohnung. -- 22. April 2019 -- ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sc 509 Kommentare


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Weiterführend:

* Wir fahren Protzkarren und bauen Autobahnen, während andere nicht einmal Geld für Schuhe zum Laufen haben.

* Wir wohnen in geräumigen Häusern und Wohnungen, während andere im Freien schlafen müssen.

* Mr Ken Griffin kauft ein Penthaus, 220 Central Park South, für 238 Millionen Dollar. (Nicht vergessen: Er hat schon jede Menge anderer Wohnungen und Häuser in dieser Preislage.) Warum haben da die NGOs und die Obdachlosen nicht einen Aufschrei organisiert?

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Wir lesen vielleicht mal wieder:

"Quelle est la source de l’inégalité parmi les hommes, et si elle est autorisé par la loi naturelle"

Deutsch: "Welches ist der Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen und die Frage, ob diese Ungleichheit durch das Naturrecht erlaubt wird."

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Dazu, am MI 24. April 2019


Samstag, 9. März 2019

Staatsbürgerschaft aberkannt


Notizbuch

Ist die gesetzliche Lagen in GB eine andere als in Deutschland? Mir unklar.

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Ihr Fall sorgte international für Schlagzeilen: Die aus Großbritannien stammende IS-Anhängerin Shamima Begum wollte zusammen mit ihrem Kind aus Syrien zurückkehren. Doch die Regierung in London hatte ihr die Staatsbürgerschaft aberkannt.
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Begum ist in Bangladesch geboren, hat laut ihrer Familie aber nur einen britischen Pass.
(
spiegel.de)

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Donnerstag, 31. Januar 2019

Deutschland spricht

Gelesen im vergangenen Jahr. Dann lange danach gesucht. Jetzt endlich gefunden. Plan für ein Buch darin.

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"Deutschland spricht". Mit euch kann man doch eh nicht reden! | Vielleicht doch! Unser Autor versucht, sich konstruktiv zu streiten – mit einer Grünen, einem Verschwörungstheoretiker und sogar mit einem Neonazi. Kann das gelingen? || Von Bastian Berbner || 19.  / 20. September 2018, DIE ZEIT Nr. 39/2018 -- 479 Kommentare (zeit.de)

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Axiom der Argumentationstheorie: Wenn ein erwachsener Mensch etwas ernsthaft behauptet und vertritt, dann ist die Ablehnung eines Gesprächs mit diesem Menschen gleichzusetzen mit einer Herabsetzung des anderen, die durch die Menschenrechte nicht gedeckt ist.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Trịnh Xuân Thanh

Notizbuch

Meldungen, die langsam im Nebel verschwindende Angelegenheit behandelt.  Hier eine dieser Angelegenheiten.

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Urteil in Vietnam | Erneut lebenslang für Thanh || 05.02.2018 || Die Todesstrafe konnte verhindert werden - ein zweites Mal lebenslange Haft nicht. Der mutmaßlich in Berlin entführte Vietnamese Thanh wurde erneut wegen Korruption verurteilt. Er beteuert seine Unschuld. || Von Lena Bodewein, ARD Studio Singapur


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Fall Trinh Xuan Thanh. Slowakei leitet Ermittlungen zu entführtem Vietnamesen ein || Im Juli 2017 wird ein Vietnamese in Berlin entführt. Ermittler vermuten, dass er mit einer slowakischen Regierungsmaschine in seine Heimat gebracht wurde. Das Land bestreitet das - nun ermitteln die Behörden. Dienstag, 02.10.2018 | Trinh Xuan Thanh wurde im Juli 2017 auf offener Straße in ein Auto gezerrt. Später tauchte der vietnamesische Geschäftsmann wieder in seinem Heimatland auf, wo er zu Gefängnisstrafen verurteilt wurde. Der Fall sorgte für Aufsehen - denn es besteht der Verdacht, dass der Vietnamese mit einer slowakischen Regierungsmaschine nach Vietnam gebracht worden sein könnte. (spiegel.de)

Montag, 26. November 2018

Tara Fares

Notizbuch

Da wundere ich mich einfach, dass es solche Frauen im Irak gibt. Gegeben hat. 

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Irakischer Social-Media-Star auf offener Straße erschossen 1 Okt. Juliane Reuther. Popkultur, Politik & Feminismus ... Tara Fares war einer der erfolgreichsten Bloggerinnen im Irak. Sie wurde in der Vergangenheit wegen ihres liberalen Lifestyles beschimpft. Am vergangenen Donnerstag wurde die irakische Influencerin Tara Fares am helllichten Tag in Bagdad im Stadtviertel Camp Sarah erschossen. Die 22-Jährige – die auf Instagram 2.7 Millionen Fans hat – war in ihrem Heimatland Irak eine der erfolgreichsten Social-Media-Stars.

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Auf YouTube und Instagram zeigte sich die junge Frau also genauso, wie wir es auch von Influencern aus Deutschland und den USA kennen. Doch gerade diese westlich-orientierte Lebensweise soll Tara jetzt zum Verhängnis geworden sein. Denn ihr privates Verhalten wäre zwar in Deutschland voll okay, ist in der Öffentlichkeit im Irak allerdings nicht geduldet. Dort dürfen Frauen nur mit Kopftuch und in Begleitung eines Mannes auf die Straße. An diese diskriminierenden Regeln wollte sich Tara nicht halten. Im Internet kursieren zahlreiche Kommentare, in denen die Vloggerin genau wegen ihres liberalen Lifestyles aufs Übelste beschimpft wird. (noizz.de)
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Und was sagen die deutschen feministischen Frauen dazu? Die EMMA sagt jedenfalls nichts.* Wahrscheinlich weil echter deutscher Feminismus und Model / Influencerin sich nicht vertragen.

* Das ist etwas anderes, eine andere Tara, im Iran:

Frauen wurden bereits unter dem Schah traditionell diskriminiert, hatten jedoch auch „westliche“ Freiheiten. Mit Ayatollah Khomeini verschlechterte sich die Lage dramatisch. Nach der Scharia ist eine Frau nur halb so viel wert wie ein Mann. Bei Verstößen gegen den Schleierzwang drohen Peitschenhiebe; auf Ehebruch und Homosexualität stehen Steinigung oder der Tod durch Erhängen. In den 80er Jahren protestierte Behjat Moaali auf den Straßen für Demokratie und Gleichberechtigung. Sie verteidigte als Anwältin zum Tode verurteilte Frauen wie Tara, ein iranisches Dorfmädchen, das sich einer Zwangsehe widersetzte. Ihr lebensbedrohliches Engagement trieb Behjat Moaali 1989 ins Exil nach Deutschland (Porträt EMMA 4/03). (emma.de)

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Dann das:

POSTED IN UNCATEGORIZED Iraqi Christian Feminist Tara Fares Slaughtered for Violating Sharia 2018-10-03 3 COMMENTS Tara Fares was shot dead in Erbil, Iraqi Kurdistan. The 22-year-old Christian woman was a social media star and former ‘Miss Baghdad’, living in Erbil. Her bold clothing and posts on social media was most hated by the hard-line Islamist in the country. (grainoftruth.ca)

Ich habe jetzt nicht überprüft, ob die Seite, die das bringt, politisch korrekt ist.

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Mittwoch, 6. Juni 2018

Das Geld des Steuerzahlers

Notizbuch / Kommentar in der ZEIT:

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"'Hier geht es also darum, das Geld des Steuerzahlers möglichst sinnvoll anzulegen, und wenn man da über befristete Stellen mehr Flexibilität erhält, ist das aus Sicht der Behörde durchaus legitim.'

Nun, so wird das jede AG auch begründen, nur dass sie den Steuerzahler gegen den Aktionär austauscht.

Was solche wunderbaren Worte wie "mehr Flexibilität" angeht: Da lässt sich weiterdenken! Was sagen Sie dazu, wenn Sie wie alle anderen grundsätzlich nur einen 1-Jahres-Vertrag bekommen, und jedes Jahr vor Weihnachten wird Ihnen mitgeteilt, ob verlängert wurde oder nicht?

Und warum in diesem Sinne nicht allen Lehrern die großen Ferien als unbezahlten Urlaub anrechnen.? Der Steuerzahler würde wieder sehr viel Geld sparen!

Nein, es geht um Anstand und die guten alten Sitten! Wo die guten Sitten den Bach runtergehen, wird es ungemütlich."

Montag, 7. Mai 2018

"Mit einer Verfassung schützt eine Generation ..."

Korrigierte Fassung meines Kommentars in der ZEIT, heute.

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Schön, dass wir darüber kurz ins Gespräch kommen!

"Mit einer Verfassung schützt eine Generation ihre politischen Vorstellungen vor den politischen Vorstellungen künftiger Generationen. Das kann richtig oder falsch sein, kommt immer darauf an, wie diese Vorstellungen propagiert werden."

Vorab, jetzt wird es leicht polemisch: Wenn es auf das Propagieren von Vorstellungen nur ankommt, dann ergeben sich die argumentativen Leerstellen: 
  • Wem gegenüber propagiert? 
  • Mit welchen Eingriffsmöglichkeiten des Adressaten? 
  • Gibt es keine überzeitlichen Größen, an denen die Legitimität von Regimen gemessen werden könnte? (Macht jedes Regime seine eigenen „Menschenrechte“, die mit seinen Vorstellungen von Herrschaft und der tatsächlich ausgeübten Herrschaft kompatibel sind?) 
Das Polemische jetzt: Konnte also Goebbels 1944 das Nazi-Regime nicht nur als legitim, weil ja vom Volk gewollt, propagieren, sondern sich auch darauf verlassen, dass es in den Augen von Formaljuristen legitim ist? (Wir sehen bei der Gelegenheit, dass es neben der Revolution und der Notstandsgesetzgebung noch die militärische Niederlage gibt, nach der die Sieger ihr politisches System als das legitime liefern und zur Übernahme bitten.)

In der Summe: Ich plädiere dafür, dass es Argumente gibt und die Fähigkeiten zum Argumentieren. Beides steht meiner Überzeugung nach über dem Formaljuristischen. Denn es gilt, wie das Volk es sich so denkt: Wenn jemand die Macht hat, findet sich immer eine Gruppe von Juristen, die, zum eigenen Nutzen und zur Beförderung der eigenen Karriere, formaljuristisch beweisen, dass diese Macht legitim erworben wurde und ausgeübt wird.

Leichte Polemik, Teil 2: Wenn eine Apartheid- oder Sklavenhaltergesellschaft ihre Vorstellung von Herrschaft in eine Verfassung schreibt, kann sie sich dann darauf verlassen, dass ihre Vorstellung von Gesellschaft gegenüber den „Vorstellungen künftiger Generationen“ geschützt ist Und zwar "zu Recht"?

Mittwoch, 24. Mai 2017

Vision of Humanity

In der ZEIT verlinkt jemand auf eine Seite, die Fakten zum Terrorismus bringt. Bemerkenswerte Datensammlung!


Dienstag, 21. März 2017

"Millionen auf dem Sprung nach Norden"

Afrika will nach Europa kommen. Also die Afrikaner wollen. Dazu ein Artikel in der ZEIT.

"Fünf vor acht / Migration. Millionen auf dem Sprung nach Norden. Eine Kolumne von Theo Sommer || Wir werden uns noch lange schwertun mit dem Flüchtlingsproblem. Und so sehr der Gedanke erschreckt: Europa könnte auch zu drastischen Abwehrmaßnahmen gezwungen sein.
21. März 2017, 7:31 Uhr 711 Kommentare

Zwei Ängste plagen gegenwärtig viele im Lande: kurzfristig die Angst, dass die Türkei das Flüchtlingsabkommen mit der EU aufkündigt und Zehntausende aus ihren Lagern nach Europa in Marsch setzt; und längerfristig, dass Hunderttausende, ja Millionen von Afrikanern auf dem Sprung nach Norden sind – die nächste große Flüchtlingsbewegung, noch ehe wir die letzte verkraftet haben."

Und viele gut gemeinte Kommentare. Meine Stellungnahme zu einem:

"Also kann die Lösung doch nur sein, [dass man] die o. a. Missstände [vor Ort, in Afrika] beseitigt."

Da wird kaum einer widersprechen. Die komplexe Frage ist nur: Wer macht das mit welchem Aufwand / welchen Kosten wie? Es wird nicht klappen, es sei denn, man führt eine Quasi-Rekoloniasierung durch, die in Europa, schon allein aus Kostengründen, niemand stemmen kann und stemmen will.

Was die "undemokratisch an die Macht gelangte Diktatoren" anlangt (ich denke, die Anführungszeichen bei _undemokratisch_ dürfen wir weglassen), da gibt es immer wieder die Diskussion, ob es denn nicht richtig ist: Wird der Diktator gestürzt, kommt in vielen Ländern Afrikas erst einmal: das Chaos und der Bürgerkrieg -- der Flüchtlinge produziert -- und dann kommt der nächste Diktator. Der neue Flüchtlinge produziert.

Die These, die ich manchmal lese und am Wochenende von einem Kenner der Problematik auch gehört habe: Deutschland wird weitere Flüchtlinge aufnehmen, die soziale und politische Lage wird sich bis 2050 sehr destabilisieren, es wird ein großes Flüchtlingsprekariat entstehen, das irgendwie versorgt werden muss. Mit entsprechenden Verteilungskämpfen und einem politischen Rechtsruck. Und die wirtschaftlichen / technischen Leistungsträger werden sich rechtzeitig in Greencard-Länder verabschieden: nach Australien, Neuseeland, Kanada. Am Ende auch in die USA."

Mittwoch, 6. April 2016

BesD

Satire darf natürlich alles!

Berufsverband kritisiert Gesetzentwurf
Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) hält das geplante Gesetz gegen Zwangsprostitution für unwirksam. „Dass Ausbeuter bestraft werden, da sind wir natürlich dafür“, sagte Verbandssprecherin Undine de Rivière am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Aber: „Ich weiß nicht, ob ein höheres Strafmaß dort tatsächlich einen Unterschied machen wird. Glauben wir nicht unbedingt.“
„Für völlig kontraproduktiv halten wir dieses Gesetz zur Bestrafung von Kunden von sogenannten Zwangsprostituierten“, sagte de Rivière. „Selbst Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel brauchen Wochen bis teilweise Monate, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, bis sich Betroffene offenbaren. Wir glauben nicht, dass Kunden das auf den ersten, zweiten oder auch dritten Blick erkennen können, ob eine Zwangslage vorliegt.“
Bei den eindeutigen Fällen wiederum sehe der Berufsverband keine Regelungslücke. Gesetze gegen Nötigung, gegen Vergewaltigung, gegen die Beihilfe zu Straftaten, würden bereits jetzt natürlich auch in der Sex-Arbeit gelten. „Die Kunden könnte man jetzt schon belangen. Die Tatsache, dass das nicht der Fall ist, zeigt uns nur, dass auch dieses Gesetz ein Symbolgesetz ist und nicht zu einer Verbesserung der Lage von Betroffenen von Menschenhandel führen wird.“ (tagesspiegel.de)

Wie? Wirklich? Ist keine Satire? Diesen BesD gibt es wirklich? Und man darf ihn nicht verwechseln mit BESD = Beurteilung von Schmerzen bei Demenz? (Obwohl -- vielleicht haben Sexdienstleistungen und Demenz was miteinander zu tun? Man müsste mal längere Zeit über diese Frage nachdenken ...) Auch nicht mit Böhmermanns ehemals saubere Dienstleistungen?

Ja, dann. Mannomann! Wenn das die Türken  in der Türkei hören! Sodom und Gomorrha in der EU und in Deutschland vor allem!

Sonntag, 13. März 2016

In einer Fatwa

Was ist ein Staat? Eine Ideologie mit Waffen. Nun denn -- die Irrationalität der Idelogien kann allerdings durchaus unterschiedlich sein. Hier ein schönes Muster für hochgradig x:

Der IS hat in einer Fatwa verfügt, dass ein Mann seine Sklavin jederzeit vergewaltigen dürfe. Auch Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen sei zulässig. Verboten ist demnach nur Geschlechtsverkehr mit Schwangeren. Vor dem Wiederverkauf an einen anderen Kämpfer werden daher Schwangerschaftstests vorgenommen, wie ein Opfer berichtete. (faz.net)

Gibt es eigentlich eine Fatwa des IS, wonach Kannibalismus mit eigenen Gefallenen geboten ist, um sich deren Stärke einzuverleiben? Oder eine Fatwa, dergemäß moderne Waffen und Sprengstoff gar im Heiligen Krieg verboten sind, weil sie samt und sonders von Ungläubigen erfunden worden sind? 

Montag, 21. September 2015

Biedenkopf (und Pispers)

Man kann es zumindest so sehen. Wenn die Krise in Sichtweit ist, melden sich die Schlaumeier zu Wort. Für Volker Pispers ist die eine Krise immer da und die nächste am Horizont. Das ist sein Job, auch wenn ich gerne mal fragen würde, was er denn machen würde, wenn er morgen zum Bundeskanzler gewählt werden würde. Kurt Biedenkopf hat gleich drei Krisen vor langer Zeit vorausgesehen: "Bedrohungen wie Terrorismus, Umweltbelastungen oder Völkerwanderungen". Und als Macher, der er war und ist, geht er ins Detail:

"Die Welt: Müssen wir die südliche Mittelmeerküste stärker an die EU binden? 

Biedenkopf: Das wäre der Endpunkt, das Ziel. Zunächst müssen wir erst einmal nachholen, was wir längst hätten tun sollen: die wirtschaftlichen Bedingungen in diesen Regionen [Nordafrika] zu verbessern."

Und wie Pispers würde ich Herrn Biedenkopf gerne fragen: "Und wie machen wir das?!" Wetten, dass dann kommt: "Ja, ich weiß, das ist politisch nicht durchsetzbar." Peng. Pech gehabt. Nein, Pispers würde einfach sagen: "Das ist nicht mein Bier! Ich bin Kabarettist." Gewaltenteilung eben. Nicht jeder muss Politiker sein wollen. Manche zieht es zu den Hofnarren. 

Meine Antwort: Es muss ein UNO-Entmündigungsverfahren für Staaten her! Wer sein Land in einen Bürgerkrieg stürzt oder eine Diktatur errichtet, der wird unter UNO-Vormundschaft gestellt. Das müssen am Ende nicht immer westliche Demokratien rauskommen. Wenn ein Land gerne eine Räteregierung aus Stammesführern hat und das in freier und geheimer Wahl so beschließt -- ja dann. Sollen sie es ausprobieren. In 10 Jahren aber kommt das Rätesystem auf den Prüfstand. Bei der nächsten freien und geheimen Volksabstimmung. Ein UNO-Entmündigungsverfahren für Staaten: Mit allen Mitteln. Und mit bestimmten Regelungen. Dass die Machtfrage mal eben -- und vorübergehen! -- durch einen kurzen Bürgerkrieg geklärt wird, wird man nicht verhindern können. Das liegt in den Genen. Zumindest derer, die die Macht lieben und sich um die Macht bemühen. Aber ein langer blutiger Bürgerkrieg? "Das geht gar nicht." Mit allen Mitteln entmündigen = wirtschaftlichen und militärischen. Und die UNO entscheidet entlang den westlichen Menschenrechten. 

Ja, es gibt ja jede Menge Menschenrechte, die auf das eine oder andere "kulturell unverträgliche" Menschenrecht verzichten möchten. Dabei geht es nicht nur um die Ablehnung der "Kairoer Menschenrechte", aber um die auch. Und China dürfen wir fragen. Und natürlich gibt es auch die wissenschaftlichen Schlaumeier: "Menschenrechte als Ideologie. Die Rolle der Menschenrechte bei der Legitimation militärischer Interventionen. "Legalität und Legitimität der Kriege im Kosovo, in Afghanistan und im Irak sind nach wie vor Gegenstand heftiger gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Debatten." Dass nicht alle und vielleicht die wenigsten US- und West-Interventionen nach herrschendem Völkerrecht legitim waren, schon richtig. Aber da wird es dann interessant: Dass Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen, Frauen den Männern untertan sein müssen, Saddam die Knute schwingt -- das muss man den Ländern bzw. ihren Diktatoren selbst überlassen? Weil das der örtlichen Tradition einfach mal so entspricht? Da sind wir dann bei der These, dass es eben Ländern gibt, die keine Demokratie vertragen. Die einen Diktator brauchen, um den permanenten Bürgerkrieg zu verhindern. Soll es das sein? Oder -- wie soll es denn sein? Herr Pispers? Herr Biedenkopf? Bitte! Sie haben das Wort.

Das nach heutigen Maßstäben die diktatorisch regierten Staaten schon mal in der Mehrheit wären, das ist ein Problem, ja. Aber wenn die örtliche Mafia im Lande X die Macht übernimmt, soll dann die EU sagen, dass das halt die Kultur von X ist? Das habe sich ja eben faktisch gezeigt. Soll die EU das sagen?

Samstag, 8. August 2015

Welche Tabus ...

... erkennen alle Menschen als negativ an? Kinder-Himmelfahrtskommandos vielleicht? Kaum. Sonst hätte es das nicht geben können. Hilflose einfach millionenfach ermorden? Wenn der eingebildete Grund stimmt?`Dann kommen die Nazis daher und sind entschuldigt.

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Menschliche Welle

Die Kampftaktik der „menschlichen Welle“, mit kaum oder nicht ausgebildeten Zivilisten als Vorhut für die paramilitärischen Pasdaran, wurde erstmals am 30. September 1982 am Frontabschnitt bei Mandali eingesetzt. In einer Einzelaktion starben dabei mindestens 4.000 Iraner, dagegen 300 der verteidigenden Iraker.[8] Ein iranisches Schulbuch aus dem Jahre 2004 für die Stufe 10 beziffert 36.000 Schuljungen, die im Krieg starben.

Minenräumer

Bahman Nirumand zitiert eine Ausgabe der Zeitung Ettelā'āt aus dem Jahre 1984:

„Früher sah man freiwillige Kinder, vierzehn-, fünfzehn-, sechzehn- und zwanzigjährige wie Knospen auf Wiesenfeldern, die in der Morgendämmerung zur Blüte gelangt waren. Sie gingen über Minenfelder. Ihre Augen sahen nichts, ihre Ohren hörten nichts. Und wenige Augenblicke später sah man Staubwolken aufsteigen. Als sich der Staub wieder gelegt hatte, war nichts mehr von ihnen zu sehen. Dieser Zustand habe sich - so Ettelaat - verbessert, denn vor dem Betreten der Minenfelder hüllen sich die Kinder in Decken ein und rollen auf dem Boden, damit ihre Körperteile nach der Detonation der Minen nicht auseinanderfallen ...“

Den Eltern derjenigen Kinder, die als sogenannte „Märtyrer“ starben, wurden Prämien versprochen. Den Kindern hatte man dabei Plastikschlüssel um den Hals gehängt, die die Pforte zum Paradies aufschließen sollten. Eine halbe Million Plastikschlüssel hatte man aus Taiwan importiert. Bevor man Kinder dazu benutzte, soll man Esel und Maultiere verwendet haben. Diese flüchteten jedoch in Panik, sobald die ersten Tiere von den Explosionen auseinandergerissen worden waren. | Mohsen Rezai, der damalige Kommandeur der Pasdaran und somit auch der Bassitschi, wurde von der „Vereinigung der Mütter der Kindersoldaten“ beschuldigt, für den Tod Tausender verantwortlich zu sein. Eine Anklage vor Gericht wurde abgewiesen; der heutige Revolutionsführer Ali Chamene'i war damals Oberkommandierender der Streitkräfte.

Montag, 8. Juni 2015

Hans Rohrer kommentierte.


Team 6 ist eine «globale Menschenjagd-Maschine | Aktualisiert um 06:16 | Die Navy Seals wurde durch die Jagd auf Osama Bin Laden weltbekannt. Laut einer Analyse geriet die US-Spezialeinheit danach ausser Kontrolle.| ... | Das Team 6 der US-Spezialeinheit Navy Seals ist durch die Tötung von Osama Bin Laden weltbekannt geworden. Es hat seine Einsätze in aller Welt in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet, berichtet die «New York Times».

Dazu gibt es binnen Tagesfrist 95 Kommentare. Einer davon ist von Hans Rohrer, 09:27 Uhr:

Warum der Euphemismus "gezielte Tötungen"? Hier geht es um Mord. Menschen werden gnadenlos aufgrund eines blossen Verdachtes umgebracht, wobei man "Kollateralschäden" in Form von toten unbeteiligten Zivilisten einschliesslich Kindern in kauf nimmt. Ob Navy Seals oder Drohnen, der Friedensnobelpreisträger Obama gibt den Ermordungen seinen Segen, und die Welt nimmt es achselzuckend zur Kenntnis.

Gedankenexperiment: Hans Rohrer wird amerikanischer Präsident. Wie? Indem er Frieden und keine Seals und keine Drohnen fordert? Wird er es dann? Aber egal, es ist ja ein Gedankenexperiment. Er ist es einfach! Und dann? Wie macht er es besser? Oder: Wie lange dauert es, bevor er, quasi, von Schily 1 zu Schily 2 wird. 

Merke: Klagen über die Schlechtigkeit der Welt geht immer. An der Macht sind die sogenannten Realpolitiker. Eine prima Aufteilung, gemacht für die Ewigkeit. Und die Hans Rohrers fühlen sich gut. Sie sind die besseren Menschen. Was haben wir davon? Ändert sich durch das Klagen irgend etwas in der Welt?

Dienstag, 13. Januar 2015

Kampfaufrufe Mohammeds

Gibt es da eine Chance? Und wie könnte die aussehen?

9. Januar 2015 | Interview mit Islam-Expertin | "Kampfaufrufe Mohammeds für ungültig erklären" | Interview mit Islam-Expertin: "Kampfaufrufe Mohammeds für ungültig erklären" | | Christine Schirrmacher zählt zu den profiliertesten Kennern des Islam. | Düsseldorf. Christine Schirrmacher zählt zu den profiliertesten Kennern des Islam. Bereits in ihrer Doktorarbeit hat sie sich mit der christlich-muslimischen Kontroverse im 19. Und 20. Jahrhundert auseinandergesetzt. Ihre provokante These: Der Islam muss sich von Mohammeds Beispiel verabschieden, wenn er sein Gewaltproblem lösen will. Von Jasmin Buck (rp-online.de)

Und wie lauten diese Aufrufe? Stimmt die Zusammenstellung hier? Oder ist das verfälschend, weil islamophob? Ich habe die Seite nicht weiter geprüft. Sie wurde von Google geliefert und und von mir gelesen.

Dann gibt es noch diese umfassende Aufstellung in einer Wikipedia-Diskussion, die ein Kenner mit dem Pseudonym Orientalist mit einem knappen "was ist das hier für eine Kindergartendiskussion? Gehts Euch noch gut?"

Montag, 20. Januar 2014

Der Mann mit dem Rubel

So, und das noch und dann Schluss für heute mit dem Bloogen.

Ein bemerkenswertes Zitat bringt die WELT.

"'Wir wollen nicht verbergen, dass wir beseelt sind vom Reichtum. Unsere Ziele sind klar, die Aufgaben festgelegt – wir wollen Milliardäre werden. Wir haben die Nase voll vom Leben nach Lenin! Unser Kompass ist der Gewinn, erzielt in Übereinstimmung mit strengster Einhaltung des Gesetzes. Unser Idol ist Ihre Majestät, das Kapital.'"

Wer hat das geschrieben?

Jawohl! Michail Chodorkowski / Leonid Newslin: Der Mann mit dem Rubel, 1993.

Ach so, in dem Artikel geht es um die Ehrung des verstorbenen russischen Anwalts Jurij Schmidt, der, wiewohl ganz anders gestrickt, auch Chodorkowskis Anwalt war.

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P. S. Warum sind alle Menschen sterblich? -- Weil die Natur, wenn auch erst ganz am Schluss, eine inhärente Ethik besitzt. (Delabarquera)

Donnerstag, 12. September 2013

Atefah Sahaaleh

Ich suche nach dem "automatischen Galgen", mit dem Tom Horn hingerichtet wurde. ("Der Konstrukteur James P. Julian aus Cheyenne, Wyoming entwarf und baute die „Maschine“ im Jahr 1892, danach wurde sie als „The Julian Gallows“ (Der Julian Galgen) betitelt." (Wikipedia))

Dann der Zufallsfund bei Youtube. Das Schicksal einer jungen Iranerin wird angezeigt, die im Alter von 16 Jahren hingerichtet wurde. Kurze Internet-Nachforschungen. Name: Atefah Sahaaleh.

Ein WDR-Film über Moraljustiz im Iran | Galgen für eine 16jährige | Von Hans-Detlev von Kirchbach || "Zu Atefehs Hinrichtung sind viele Menschen gekommen. Es war kurz vor sechs Uhr morgens. Alle kamen, Junge, Alte, mit Fahrrädern, mit Autos. Sie mußte einen schwarzen Schleier tragen. Sie betete wunderschön aus dem Gebet des Muezzins vor und rief laut: Gott vergib mir." (Neue Rheinische Zeitung)

Bei Youtube ein Film in mehreren Teilen

Montag, 17. September 2012

Die Wolfsfilme und die Freiheit der Kunst

Noch eine kleine Überlegung, bei dieser sich bietenden Gelegenheit: Die Freiheit der Kunst -- Meinung ist da ja das falsche Wort -- muss diese zwei Filme nebeneinander ertragen:


Oder sollten wir beide Filme verbieten?

Sonntag, 19. Februar 2012

Hala Misrati


"Libysche Journalistin Hala Misrati doch nicht tot? | 19.02.2012 | Seit zwei Tagen ist in diversen Medien - darunter al Arabija - zu lesen, dass die bekannte libysche Fernsehmoderation Hala Misrati in einem Gefängnis der Hauptstadt Tripolis tot aufgefunden worden sei. | Hala ist eine bekennende Gaddafi-Anhängerin, die u.a. daurch bekannt wurde, dass sie während des libyschen Aufstands im Fernsehen theatralisch mit einer Pistole in der Luft herumfuchtelte und rief: "Ich werde töten oder sterben". | Nun berichtet Algeria ISP, dass sich nach Rücksprache mit Halas Familie herausgestellt habe, dass es sich nur um ein Gerücht gehandelt hätte. Hala Misrati, die sich in den Händen von Rebellen befindet, ist dennoch in einer gefährliche Situation, die jederzeit eskalieren kann. (ia)"

Die Lehre ist eigentlich doch ganz einfach: Wir können nicht glauben, dass die Diktatoren-Nachfolger besser sind als die Diktatoren, die gestürzt wurden. Und die Länder sind wohl so stolz auf ihre Gewalt-Tradition, dass sie keine Hilfe wollen. Die sie im- mer nur als "Hilfe" begreifen können. 

Wenn jetzt Minister Schäuble nicht nur den Griechen Unterricht in Finanzverwaltung, sondern den Lybiern Unterricht in Sachen Gleich- berechtigung der Frauen und korrektem Strafvollzug erteilen könnte? Wie wäre das?

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Apple und die Krtik

Nun, alles hat seine zwei Seiten. Und das kommt mir erst heute auf den Schirm.

"15.06.2006 | Produktionsbedingungen von Apples iPod in der Kritik || Apples portabler Musikplayer iPod wird in China unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen hergestellt, schrieb das konservative britische Blatt Mail on Sunday, das von diversen Magazinen zitiert wurde. In dem Bericht sprach die Zeitung von 15-Stunden-Arbeitstagen und Hungerlöhnen von teilweise nur 40 Euro pro Monat. Apple kommentierte, das Unternehmen habe sich verpflichtet, eine sichere Arbeitsumgebung für Arbeiter in allen Zulieferbetrieben zu garantieren ebenso wie eine faire und respektvolle Behandlung der Arbeiter: "Wir untersuchen augen- blicklich die Anschuldigungen bezüglich der Arbeitsbedingungen in der iPod-Fabrik in China. Wir tolerieren keine Verletzungen unseres Apple Supplier Code of Conduct (PDF-Datei) durch unsere Zulieferbetriebe", teilte auf Anfrage von heise online ein Sprecher für Apple in Europa mit. Über dieses Statement hinaus wollte Apple zurzeit nicht weiter Stellung beziehen, die Apple-Zentrale in Kalifornien schweigt sich aus und will auch die Frage nach den betroffenen Zulieferpartnern nicht beantworten."

Auf der anderen Seite: Welche andere Firma ohne Schuld ist, die werfe den ersten Stein...!