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Mittwoch, 13. Juni 2018

"Erfindung des Rassismus"

ZEIT-Kommentar, der wieder erst freigegeben werden muss.

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Ideologie. Die Erfindung des Rassismus. Seit jeher halten Menschen ihre eigene Gruppe für überlegen. Doch erst die Idee von unterschiedlichen Rassen ermöglichte es, dieses Gefühl zu begründen und durchzusetzen. Von Vanessa Vu. 13. Juni 2018 | 19 Kommentare

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Mal wieder eines jener überkomplexen Themen, bei denen sich normaler Journalismus verhebt und übernimmt. Oben hat schon jemand geschrieben:

"'Seit jeher halten Menschen ihre eigene Gruppe für überlegen. '
Meines Erachtens ist schon dieser Satz falsch und nicht historisch falsifizierbar. "

Da ist zwar ein 'Widerspruch in sich' in der Argumentation. Was nicht falsifizierbar ist, ist nicht falsch, sondern eben -- nicht einer rationalen Beweisführung zugänglich. Aber die Grundannahme, der Rassismus habe eine Sonderstellung unter der aggressiven Seite von Ideologien und politischen Globalansichten ist sicher nicht richtig. Religionen, Nationalismus -- große Welterklärungen jeder Art mit einem "Wir und die anderen" haben allesamt die gleichen Probleme mit der aggressiven Seite -- die ja nicht das Ganze ist.

Donnerstag, 18. Mai 2017

"Moderne Vorbilder": Marianne

Auch das halten wir fest:

Der Verein der Bürgermeister von Frankreich (AMF) wählt regelmäßig bekannte Französinnen aus, die für die Marianne Model stehen dürfen. Schließlich stehen die Büsten später in ihren Rathäusern. Brigitte Bardot war 1970 die erste prominente Schauspielerin, gefolgt von Mireille Mathieu, Catherine Deneuve, den Mannequins Inès de la Fressange und Laetitia Casta sowie Sophie Marceau. 2013 soll eine ukrainische Femen-Aktivistin für eine Marianne-Briefmarke Patin gestanden haben, was landesweite Diskussionen auslöste. Das Nationalsymbol weckt also noch heute Emotionen. (xn--franzsisch-icb.com)


Dienstag, 25. April 2017

Fakten! Fakten! Fakten!

Das Folgende wollte ich schon lange mal sagen. Jetzt hat es ein ZEIT-Artikel rausgekitzelt. Nun denn:

"Die Realität kann sehr präzise in Zahlen, Daten, Fakten dargestellt werden."

*wunder* *staun*

In der analytischen Philosophie und beim Wiener Kreis gibt es lange, lange Einlassungen zu diesem Thema. Ich fasse mal zusammen: Fakten gibt es, aber sie haben so gut wie keine Bedeutung. (Wer mag kann mal nach dem Stichwort "Protokollsatz" suchen.) Erst wenn die Fakten verbunden und im Rahmen von Theorien gedeutet werden, bekommen sie einen Sinn und werden zu Handlungsanleitungen im Rahmen der Naturwissenschaft.

Im Bereich von Politik und Geisteswissenschaft warte ich noch auf den Artikel, der ruhig klar macht, dass allein die Konsensustheorie der Wahrheit Klarheit schafft. Diese Klarheit lautet: Es gibt außerhalb der Naturwissenschaft keine ideologiefreie Wahrheit. Die, die anderes behaupten, sind zu faul oder zu unfähig, sich ihre eigene Ideologie klar zu machen. Oder kürzer: Der Ideologe ist immer der andere.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Terroristen. Ein Gedankenspiel

[ Achtung, das ist ein Gedankenspiel!
Ich sage nicht, dass es so war. ]

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Anschlag in Berlin | Warum Naved B. wieder auf freiem Fuß ist | Der nach dem Anschlag in Berlin festgenommene Naved B. war offenbar der falsche Verdächtige. Der Tatverdacht gegen den Pakistaner erwies sich als nicht stichhaltig. Die Gründe für seine Freilassung.

Jetzt also das Gedankenspiel: Sie, der A., wollen solch einen Anschlag wie den in Berlin verüben, und sie sind zu zweit oder zu dritt. Sie planen das durch und kommen auf die Idee, wie das bei der Verfolgung gehen könnte: Wenn der Laster steckenbleibt, dann steigen Sie aus und laufen los in Richtung Siegessäule. Unterwegs, an einer nicht gut einsehbaren Ecke, wartet, wie vorher vereinbart und gleich gekleidet wie Sie, Ihr Freund B. Im selben Moment, in dem Sie ihn erreichen, rennt er an Ihrer Stelle weiter. Die, die das beobachten, denken, das sei die Person, die sie vorher haben laufen sehen. Als Ihr Freund B. schließlich stehenbleibt und festgenommen wird, ist er ohne Schmauchspuren, er hat keine Spuren im Führerhaus hinterlassen. Er ist vollkommen clean. Und Sie laden in aller Ruhe Ihre Pistole* durch und schlendern im rechten Winkel zur Fluchtlinie davon.

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* Woher hatte der Täter eine Pistole, das wird irgendwann zu fragen sein. Gibt es nicht nur eingeschleuste Täter, sondern auch eingeschleuste Waffen in größerer Zahl?

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Wahrscheinlich verschwindet das Folgende gleich aus dem ZEIT-Forum, weil ja Anmerkungen zu Gelöschtem auch gelöscht werden. Also kopiere ich mal hierher, die Antwort der ZEIT-Kontrolle und meine Anmerkung dazu:

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BDLB #756  —  vor 14 Stunden || Entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diesen Beitrag nicht verlinken möchten. Und Sie können uns glauben, dass wir wissen, warum wir Spekulationen nicht zulassen möchten. Die Redaktion/dj

BDLB #756.1  —  vor 2 Sekunden || "... dass wir wissen, warum wir Spekulationen nicht zulassen möchten." || Schon in Ordnung. Ich lege allerdings Wert auf die Feststellung, dass das eine 'sehr sachliche Spekulation' war und dass ich geschrieben hatte: Bei jeder Ermittlung steht am Anfang die Spekulation, die Frage nach den Möglichkeiten: "Was könnte da gewesen sein? Wie war der Tathergang?"

Sonntag, 13. März 2016

In einer Fatwa

Was ist ein Staat? Eine Ideologie mit Waffen. Nun denn -- die Irrationalität der Idelogien kann allerdings durchaus unterschiedlich sein. Hier ein schönes Muster für hochgradig x:

Der IS hat in einer Fatwa verfügt, dass ein Mann seine Sklavin jederzeit vergewaltigen dürfe. Auch Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen sei zulässig. Verboten ist demnach nur Geschlechtsverkehr mit Schwangeren. Vor dem Wiederverkauf an einen anderen Kämpfer werden daher Schwangerschaftstests vorgenommen, wie ein Opfer berichtete. (faz.net)

Gibt es eigentlich eine Fatwa des IS, wonach Kannibalismus mit eigenen Gefallenen geboten ist, um sich deren Stärke einzuverleiben? Oder eine Fatwa, dergemäß moderne Waffen und Sprengstoff gar im Heiligen Krieg verboten sind, weil sie samt und sonders von Ungläubigen erfunden worden sind? 

Freitag, 10. Juli 2015

FAC

Ich finde den Stinkefinger nicht gut. Er ist in der Welt, und wie alle Zeichen, die in der Welt und hinreichend bekannt sind, wird er "verwendet". So weit, so gut. Aber ich möchte ihn, wie so vieles aus der Welt der Bescheuerten, abschaffen. Reihe: FAC = finger abolition campaign.



Ich habe da eine Filmidee für einen Kürzestfilm à la Quentin Tarantino, Unter 3 Minuten, schnell geschnitten. Wer an der Idee interessiert ist (Studierende von Filmschulen wie HFF bevorzugt!), der kann sich ja melden. Das Drehbuch gibt's nur gegen Erfolgsbeteiligung.

Dienstag, 17. Juni 2014

FDP-Freiheit und Freiheit an sich

Eine Notiz: Jürgen Ponto, Mut zur Freiheit. 1977.

Dieses Buch muss ich mir mal anschauen! Bevor ich den Freheitsbegriff der FDF näher bestimme.

Montag, 31. März 2014

François Hollande: Unterm Pflaster ...


... was liegt da nochmal?
Ach ja! "Unterm Pflaster liegt der Strand!"

Das will erst mal verstanden werden! Zwei Interpretationen heute:


Wo liegt heute der Strand von M. Hollande?
Und wie kommt er nun an den Strand?


Vielleicht, indem er das Pflaster abnimmt?

[ Die sich aufdrängende Querverbindung:

"Zeige deine Wunde!"
"Montre ta blessure!" ]

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[ Ein Wortspiel, das im Französischen nicht aufgeht. Wie schade!
Sous les pavés, la plage !
? Sous le pansement, la plage ! ? ]

Samstag, 15. September 2012

Enzensberger / Sozialismus (unkommentiert)

"ZEIT: In der Kritik spürt man das Unbehagen an dem Enzensberger, der einst das linksprogrammatische Kursbuch redigiert hat. Warum machen Sie es nicht wie Günter Grass, der auf dem PEN-Kongress wieder den Westen und vor allem Amerika für die Unbilden der Welt gescholten hat?

Enzensberger: Ich komme aus der linken Kultur, habe mir aber die Mühe gemacht, den Sozialismus in all seinen Verwicklungen und Formen nicht nur aus Büchern zu studieren. Ich habe mir ihn von oben bis unten angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass das nicht funktionieren kann. Warum man aus solchen Erfahrungen keine Schlüsse ziehen soll, kann ich nicht verstehen." (Zeit online)

> Enzensberger in diesem Blog

Samstag, 21. Januar 2012

Grüne Woche: 'Food towers'

Es funktioniert. Was? Das Auffinden von Informationen, deren Wurzeln nur in vagen Erinnerungen + Relevanzpunkt bestehen.

Und es funktioniert, beispielsweise, wie?

Ich habe vor Wochen eine Radiosendung gehört, in der davon die Rede war, dass Menschen das Welternährungsproblem "stadtnah" lösen wollen. Durch Häuser, Türme in der Stadt, in denen High-Tech-Farmen stecken. Wow!

Heute: Grüne Woche. Ein Thema: Essen für die globale Menschheit. Ich komme auf die Sache zurück. Suche schlicht: food towers. Und werde sofort fündig. Wähle aus...

"Towers of food, farms in the sky: self-sustaining skyscrapers in the city, vertical farming [and city gardens] gain new interest | Tuesday, May 4, 2010 | Ann Coffey (Ottawa, Canada) sends this report to us on "Vertical Farming". Although city farming on this scale may seem futuristic, the growing need for it today becomes more and more obvious. Moreover, the concept of city gardens is not a new one at all. City gardens is what brought Cuba through their "special period" thanks to the creative thinking of the Cuban government. To learn more about Havana's City Gardens, visit From Harvest to Table and Food Distribution and Back on the Farm, reports we published in 2007. You as an individual may not be able to create a "vertical farm" on the scale depicted below - that's an achievement for progressive governments (hopefully not for big corporations who already control our food supply.) But if you have a small porch, a patch of yard, a city coop garden, rooftop, a wall or a simply a place to hang plants, you can grow at least some of your own food at home - at much less cost and much greater satisfaction. Ann Coffey sent us the following report on grand scale "Vertical Farming" and provided a smart introduction."

Und das Bild dazu:


Und natürlich noch viele andere tolle Bilder, 
wenn man sie sehen will! 1, 2, 3

Und der passende Wikipedia-Artikel, deutsch, 
der so ganz nebenbei zeigt, 
dass die deutsche Sprache ständig an Kraft verliert: 


Kein griffiger deutscher Ausdruck in Sicht!
'Vertikale Landwirtschaft'?
Ach Gott, nein. Lieber nicht!

Dienstag, 7. Juni 2011

Gute Idee!

Ich bin auf der Suche nach dem Artikel -- war er nicht im SZ-Magazin, wo eine Journalistin sich um 0:24 nachts den Stress mit dem Stress von der Seele geschrieben hat. Dabei finde ich das, und das ist mal eine gute Idee!

Job-Anzeigen
18.04.2005, 11:30
Von Von Nicola Holzapfel
Absagen auf Bewerbungen einzukassieren, frustiert. Absagen schreiben dagegen nicht. Wie eine Berliner Agentur den Spieß umdreht und Arbeitgeber verwirrt.

"Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Stellen-Ausschreibung nicht meinen Ansprüchen gerecht wird. Daher muss ich Ihnen hiermit bedauerlicherweise eine Absage schicken". Was nach verkehrter Welt klingt, ist Alltag in der Berliner "Absageagentur". Hier schreiben Arbeitslose und Beschäftigte, Studenten und Praktikanten Absagen an Unternehmen, die Job-Anzeigen geschaltet haben. Dafür gibt es zwar Formulierungshilfen, jeder ist aber frei zu schreiben, was er möchte. "Wir bieten nur eine Form. Wie unsere Kunden das ausfüllen ist frei. Das ist eine experimentelle Geschichte. Da steckt auch ein gehöriger Aufwand dahinter. Viele schreiben den Text selber. Das macht man nicht so nebenbei. Wer zu uns kommt, will das machen", sagt Thomas Klauck, der zusammen mit Katrin Lehnert die ungewöhnliche Agentur, die diesen Service kostenlos anbietet, ins Leben gerufen hat.

Montag, 31. Januar 2011

Eigentumswohnungen - Preise

Aus der BILD, aber umsortiert nach "Preis":

STADT
PREIS/QM
GÜNSTIGSTE
TEUERSTE
München
3.490
2.800
5.380
Freiburg im Breisgau
2.610
1.940
3.350
Heidelberg
2.420
1.920
3.430
Hamburg
2.420
1.920
3.430
Frankfurt am Main
2.400
1.670
3.800
Stuttgart
2.330
2.030
2.960
Erlangen
2.290
2.170
2.470
Regensburg
2.270
1.940
2.640
Darmstadt
2.210
1.600
2.490
Ingolstadt
2.140
2.050
2.260
Düsseldorf
2.112
1.640
3.240
Mainz
2.110
1.760
2.660
Würzburg
2.090
1.660
2.420
Wiesbaden
2.050
1.700
2.730
Münster
2.050
1.370
2.840
Köln
2.020
1.560
2.870
Ulm
2.010
1.650
2.180
Bonn
2.000
1.540
2.530
Kralsruhe
1.990
1.840
2.190
Reutlingen
1.950
1.860
2.110
Trier
1.880
1.550
2.020
Bergisch Gladbach
1.870
1.800
1.950
Fürth
1.830
1.790
1.890
Augsburg
1.830
1.600
2.170
Nürnberg
1.780
1.570
2.280
Aachen
1.770
1.380
1.990
Neuss
1.750
1.590
1.930
Offenbach am Main
1.740
1.630
1.820
Leverkusen
1.740
1.530
1.980
Mannheim
1.720
1.450
2.050
Heilbronn
1.680
1.640
1.750
Pforzheim
1.640
1.500
1.860
Potsdam
1.630
1.290
2.020
Moers
1.610
1.410
1.750
Solingen
1.600
1.510
1.660
Göttingen
1.590
1.320
1.830
Lübeck
1.580
1.340
2.220
Hannover
1.540
1.240
2.230
Mülheim an der Ruhr
1.530
1.340
1.730
Koblenz
1.520
1.420
1.690
Berlin
1.520
890
2.800
Oldenburg
1.510
1.310
1.930
Bochum
1.500
1.270
1.860
Bottrop
1.490
1.340
1.580
Ludwigshafen am Rhein
1.480
1.380
1.580
Recklinghausen
1.470
1.330
1.610
Jena
1.470
1.190
1.680
Remscheid
1.460
1.380
1.590
Rostock
1.450
1.230
2.560
Paderborn
1.450
1.320
1.590
Krefeld
1.450
1.310
1.870
Essen
1.430
1.210
1.910
Wuppertal
1.420
1.230
1.660
Oberhausen
1.420
1.330
1.520
Dortmund
1.420
1.130
1.790
Siegen
1.400
1.330
1.440
Hagen
1.400
1.290
1.540
Bielefeld
1.390
1.120
1.620
Kiel
1.380
990
1.880
Herne
1.380
1.250
1.470
Bremen
1.380
1.060
1.990
Saarbrücken
1.350
1.140
1.590
Mönchengladbach
1.350
1.260
1.500
Duisburg
1.350
1.090
2.430
Osnabrück
1.313
1.160
1.550
Gelsenkirchen
1.300
1.150
1.540
Wolfsburg
1.280
1.160
1.390
Dresden
1.280
1.040
1.630
Kassel
1.270
950
1.610
Erfurt
1.270
840
1.740
Braunschweig
1.270
1.100
1.530
Hamm
1.240
1.130
1.340
Hildesheim
1.230
1.130
1.300
Bremerhaven
1.190
1.110
1.340
Salzgitter
1.140
1.080
1.260
Leipzig
1.090
830
1.440
Cottbus
1.080
810
1.130
Halle/Saale
1.040
810
1.240
Chemnitz
950
740
1.090
Magdeburg
930
710
1.250
Gera
770
590
890

Mittwoch, 28. Juli 2010

Wortspiel: Notizblog

Der Gedanke, der mir da beim Radiohören(+ kommt, ist der: Ich benutze meinen Blog ja nicht, damit er großartig gelesen werde und möglichst viele hits produziere; ich benutze ihn, um Notizen festzuhalten. Gedankensplitter. Vielleicht wird daraus einmal etwas Geschlossenes. Ich bin in einem früheren Blog mit anderen BloggerInnen in Kontakt gekommen. Es war ein ziemlich langweiliger Prozess des Sich-Austauschens. Darum hier kein Interesse.

Wenn es Gleichgesinnte gibt, werde ich die schon kennenlernen. Auch die, die mir heftig widersprechen, sind -- wären willkommen.

(Wer das feststellt, das gedanklich Schlichte? Nun ja -- ich natürlich.)

(+ Philosophische Profile. Die Morgenröte unserer Zeit. Die Vernunft bringt die Wahrheit ans Licht - dieser programmatische Satz kennzeichnet eine Denkepoche, die man als Aufklärung bezeichnet. Sie begann im 17. Jahrhundert und erreichte ihren Höhepunkt gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Stand: 28.07.2010

So, und dann komme ich darauf, dass ich eigentlich einen Notizblog habe. Und gleichzeitig, aus ein paar früheren Erfahrungen, weiß ich: Solche Wortspiele werden im Internet schnell gefunden. Man soll sich bloß nicht einbilden, da originell sein zu können. Und prompt, ich sehe nach. Google: Ungefähr 39.300 Ergebnisse (0,21 Sekunden) Man stelle sich vor: Über neununddreißigtausend Einträge!

Donnerstag, 8. Juli 2010

Geschäftsidee 4: Doppelgänger-Werbung

Ich habe viel zu viele Ideen. Das ist in der Theorie gut, in der Praxis aber von Übel. Immer wieder funkt, beim anständigen Arbeiten, eine blöde neue Idee dazwischen. Will sich nicht abwimmeln lassen. Es hat keinen Sinn, Widerstand zu leisten. Ideen, meine jedenfalls, haben es an sich, dass sie sich nicht abwimmeln lassen. Besser man gibt ihnen nach und schreibt sie auf. Ideen in Quarantäne sozusagen. Manchmal, eher selten, ist unter den Ideen auch eine Geschäftsidee. Es ist ja auch hier in diesem Blog nicht die Erste. Siehe Label unten.

Jetzt also -- wenig Ideen nur ohne Vorgeschichte. Die Vorgeschichte hier ist die: Auf einer Frankfurter Buchmesse verteilte die Titanic ein Schwarz-Weiß-Poster, wo für eine Doppelgänger-Agentur geworben wurde. Satirisch versteht sich. "Sie sind ein Kleinverlag und verlegen Autoren wie Hans Arsch..." Usw. "Man beachtet Sie nicht. Dann buchen Sie bei unserer Doppelgänger-Agentur. Günter Grass." Usw. Dazu ein Bild, ein Allerweltsgesicht mit einem aufgeklebten Grass-Schnurrbart.

So und jetzt: Die zu gründende Firma veranstaltet einmal im Jahr, vielleicht auch als Biennale, ein Doppelgänger-Casting. Michael Schumacher, Paris Hilton, auch Marilyn Monroe. Alle Berühmtheiten, die sich vermarkten lassen, on stage. Und dann wird noch ein wenig manipuliert. Die eine oder andere Nasen- und Kinnoperation darf schon sein. Ja, und dann wird einfach geworben. Ohne Namensnennung der celebrities. Aber natürlich mit den Gesichtern und den Körpern. Urheberrechtsprobleme wird es keine geben. Schließlich kann man niemandem verbieten, Werbefotos zu machen, nur weil er zufällig einem anderen ähnlich sieht.

Wär das nichts für Stefan Raab und Pro7?

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Bei Nutzung dieser Idee bitte ich um Erwähnung des Ursprungs der Idee und bei Erfolg um eine angemessene Spende an mich. Wird dies unterlassen, bringt es dem Betreffenden Unglück. Sagt mein Voodoo-Berater.

Sonntag, 21. März 2010

Schlagwörter

"Fordern und fördern!"
"Leistung muss ich wieder lohnen!"
"Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden!"
Usw.

Selbst die besten Ideen werden zu Asche, wenn sie, auf Schlagwörter verkürzt, von Bürokratencharakteren hirnlos wiederholt werden!

Sonntag, 21. Dezember 2008

Alexander Kluge. Nachrichten aus der ideologischen Antike

Ich habe den Schwingschleifer beiseite gelegt, um ein paar Bemerkungen zu Alexander Kluge festzuhalten. Weil gerade eine Sendung in Bayern 2 läuft. Erst einmal -- Frage: Wie kann es Kluge gelingen, bei Privatsendern solche Dinge wie DCTP unterzubringen? Antwort: Weil er zu den Verantwortlichen hingeht, sich keinesfalls abwimmeln lässt, und die Verantwortlichen wollen nur eines -- Kluge wieder aus der Tür gehen sehen. Sie halten seine regelstmäßig mit dem zustimmungsheischenden "... Ja?!" hingeschütteten, so zart behauchten Reden einfach nicht mehr aus. Und also sagen sie schnell: "Ja, in Ordnung! Prima!" Und verweisen auf den nächsten Termin.
Jetzt mal im Ernst: Ich kann tatsächlich Kluges Zustimmungs- heischegequasselrhetorik ganz schlecht aushalten. Aber auf der anderen Seite zwinge ich mich hin und wieder auf die Inhalte zu hören. Und die sind prima! Durchdacht. Tief. Belesen meistens auch noch. Also komme ich darauf, mich zu fragen, warum ich so oberflächlich bin, dass ich nur auf das Äußere höre und nicht auf das, was dahintersteckt. Es ist mein Problem. Ich weiß, und ich gebe es zu.
Ah ja, da war eine Sendung von Roderich Fabian im Radio, über die neue Suhrkamp Filmreihe, die wohl mit Kluge aufmacht. Mal drauf achten, auf diese Reihe. Die Sendung selbst finde ich im Netz so schnell nicht. Ist ja aber auch nicht wo wichtig.
-------
P. S. Auch das wird bei Kluge klar: Den Marxismus kann man nur aushalten, wenn man ihn in bürgerliche Salonrhetorik transformiert und ihn keinesfalls so ernst nimmt, dass man Gewehre kauft und die Revolution ausruft. Mit Revolution lebt es sich ganz schlecht. Aber mit einer milden, feuilletonisierten Liebe zu den sowjetischen Dingen, den guten natürlich, zu Eisenstein beispielsweise, da lässt es sich im Kapitalismus, vor allem in den Zeiten der Finanzkrise, prima aushalten.

Dienstag, 3. Juni 2008

Flugzeug-Fallschirm

Zu den Ideen, die mir immer wieder einmal durch den Kopf gehen, gehört die eines "Flugzeug-Fallschirms". Nun sehe ich eben, als ich Downloads des Deutschlandfunks suche, dass es diese Idee und eine ansatzweise Realisierung schon gibt. Halte ich mich jetzt voller Enttäuschung für einen Post-Boten der Idee. Nein.
Meine Idee ging auch ein wenig anders. Die Frage lautet: Ist es möglich, für Verkehrsflugzeuge Fallschirmsysteme zu entwickeln, bei denen der Piloten und Passagierbereich wie eine Art großer Schleudersitz -- ohne Flügel, Triebwerke und Fahrwerk -- an großen Fallschirmen zu Boden gleitet. Entweder von den Piloten ausgelöst oder von einem Überwachungssystem automatisch ausgelöst. Letzteres eine Art Air-Bag in einem neuen Sinn.
Wer weiß, vielleicht ist es ja möglich. Ich müsste bei den Experten einmal nachfragen.