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Sonntag, 8. Mai 2022

"Einzelding und logisches Subjekt" -- FEHLER

Ich besitze dieses Büchlein seit langem und habe es vor vielen Jahren gelesen. Für den Inhalt würde ich immer vier Sterne vergeben. Der eine fehlende Stern geht auf philosophische Interna zurück.

Jetzt, auf einer längeren Reise, wollte ich nachschauen, ob es dieses Reclam-Heft oder eine englische Ausgabe auch als E-Book gibt, und da habe ich gestaunt, erst mal über den Preis. Ein Reclam-Heft für ... ?

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Einzelding und logisches Subjekt (Reclams Universal-Bibliothek) Taschenbuch – 1. Januar 1995. -- von Peter F Strawson (Autor) ... Taschenbuch 67,18 € 5 Gebraucht ab 55,55 €.

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Dann über den - angeblichen - Inhalt:

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Eine repräsentative Auswahl von 852 Dreizeilern der klassischen japanischen Lyrikgattung, in einer bewährten, eng den Originalen folgenden Übersetzung. Vertreten sind die bedeutendsten Dichter Japans (und viele andere); inhaltlich gliedert sich der Band in die Themen: Neujahr, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

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Da frage ich mich: Wer ist für diese Preisangabe und für diese Hinweis zum Inhalt eigentlich verantwortlich, der Verlag oder Amazon? Wer auch immer -- sowas sollte nicht passieren! Das sollte auch noch dem Website-Angestellten auffallen, der die Dinge auf den Server hochlädt.

Samstag, 30. April 2022

!... weils mir als Mann den Horizont erweitert hat."

Rezensionen bei Amazon

Die zweite nenn ich mal: dialektisch. 5 * für die totale Ablehnung. 

Muster: "Für diesen Häcksler, der mit die rechte Hand abgetrennt hat, vergebe ich fünf Sterne, weil er mir gezeigt hat, dass man beim Häckseln vorsichtig sein muss!"

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Der Sprachschatz der Männer. Verstehen - Mann Mann - Verstehen. Taschenbuch – 14. März 2005. ... von Nina George (Autor) 2,3 von 5 Sternen. 2 Sternebewertungen

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lorelei

1,0 von 5 Sternen Zum Vergessen

Rezension aus Deutschland vom 9. November 2012

Verifizierter Kauf

Es machte mich eigentlich nur traurig, lustig ist da gar nichts an dem Buch.

Primitive Männer werden da beschrieben und es bringt rein gar nichts es zu lesen.

...

Harald

5,0 von 5 Sternen Zum Aufbau von Feindbildern bestens geeignet.

Rezension aus Deutschland vom 23. Dezember 2005

Wenn Sie als Frau keinen Mann abbekommen wollen und den Kerlen obendrein dafür die Schuld in die Schuhe schieben möchten, dann eignen Sie sich am besten die Einstellungen aus diesem Buch an. Danach haben Sie ein perfektes Feindbild: 3 Meter groß, kein Hirn und allenfalls gut genug, um die Waschmaschine zu reparieren. Danach entsorgen.

Sollten Sie sich als Mann an dieses Büchlein wagen, vergeht ihnen das Vergnügen an einer Partnerin. Nur gut, dass nicht alle so sind :-)

5 Sterne trotzdem, weils mir als Mann den Horizont erweitert hat. Ich erkenne jetzt viel früher den Typ Frau, den ich todsicher nie anbaggern würde, und erspare mir viel Ärger. Danke Nina, für die abschreckenden Beispiele. :-)

10 Personen fanden diese Informationen hilfreich

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‹ Alle Details für Der Sprachschatz der Männer

Samstag, 4. Januar 2020

Thomas Mann: E-Book. Gesamtausgabe

Nein, ich bin kein TM-Verehrer! Allerdings ein TM-Leser. Der die Marotten und Seltsamkeiten des Meisters kennt.

Gerade fällt mir auf: 

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Der Zauberberg. Roman (Thomas Mann, Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke, Briefe, Tagebücher) von Thomas Mann und Michael Neumann | Verkauft von: Amazon Media. Kindle Ausgabe 14,99 €

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15 Euro also, nur für den Zauberberg. 

Denken wir mal nach ... 

Thomas Mann. Geboren am 6. Juni 1875 in Lübeck. Gestorben am 12. August 1955 in Zürich. 

5 Jahre müssen wir also den TM-Erben noch Honorare zahlen. Wie wird das mit der Honorarverteilung im Moment wohl intern, unter den Kindeskindern, geregelt? Würde einen doch interessieren.

Und vor allem: Wir sollten schon mit dem Scannen und Korrekturlesen beginnen, damit pünktlich zum 13. August 2025 eine TM-E-Book-Gesamtausgabe (!) für 3,99 Euro angeboten werden kann!

Montag, 18. November 2019

Stichwort: BoD

Ich habe mal wieder an das Stichwort BoD gedacht. Books on Demand. Bücher, hergestellt, wenn sie bestellt werden.

Ich hab gesucht und diesen gut geschriebenen Erfahrungsbericht von -- ja von wem eigentlich? Wenn man die URL kürzt, ist erst mal was "forbidden" und dann kommt die Indexseite, die nicht gesichert Auskunft gibt in der Frage, wenn das mit dem BoD geschrieben hat. (ja, da sollte ein Autorenname drüber stehen!)

Ist es also vielleicht Peter Lukasch aus Wien? Ich weiß es nicht.

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Über das Veröffentlichen von Büchern. Hinweise für angehende Autoren. Ein Erfahrungsbericht mit BoD

...

Habe ich Sie noch immer nicht entmutigt? Sie sitzen da, halten Ihr Manuskript umklammert und bestehen darauf, dass es gedruckt wird, zumindest im Internetbuchhandel erhältlich sein soll, Ihnen daraus aber keine oder doch keine nennenswerten Kosten entstehen und Sie sogar ein Autorenhonorar bekommen, falls doch einige Exemplare Ihres Buches verkauft werden? Ja, mit solchen Wünschen sind Sie nicht allein und der Markt hat auch darauf eine Antwort gefunden. 

Das Zauberwort heißt "Print on Demand" oder "Book on Demand". Dieses Publikationsverfahren ist erst vor etwas mehr als einem Jahrzehnt aufgekommen, beruht auf der Digitaldrucktechnik und hat in den letzten Jahren starke Verbreitung gefunden. Das Prinzip ist einfach aber genial: Es gibt von Ihrem Buch keine reale Auflage mehr, sondern es existiert nur als digitale Druckdatei auf einem Server. Nur dann, wenn eine bestimmte Anzahl oder auch nur ein einzelnes Exemplar bestellt wird, drucken und binden Automaten, die zu diesem Zweck entwickelt wurden, die Bücher und machen sie versandfertig. Der Vorteil liegt auf der Hand. Anders als beim klassischen Offsetdruck gibt es keine Startauflage mehr. Es fallen keine Lagerkosten an und es besteht auch nicht die Gefahr, dass Investitionen, die in den Druck der Startauflage getätigt wurden, verloren sind, wenn sich das Buch nicht gut verkaufen lässt und die Restauflage verramscht oder eingestampft werden muss. Alles was man braucht, ist die Druckvorlage. Deren Herstellung kann allerdings Probleme und Kosten verursachen, auf die ich noch zu sprechen kommen werde. Dieses Verfahren wird zunehmend auch von Autoren genutzt, die entweder keinen "richtigen" Verlag gefunden haben oder sich von vornherein den Mühen einer traditionellen Verlagssuche nicht unterziehen wollen und sozusagen auf eigene Faust und ohne nennenswertes finanzielles Risiko handeln. 

Es gibt etliche Anbieter, die angehenden Autoren zu diesem Zweck ihre Dienste anbieten. Der bekannteste im deutschen Sprachraum ist die Books on Demand GmbH (BoD). Um meine Erfahrungen mit BoD gleich vorweg zu nehmen: Wenn man keine unrealistischen Vorstellungen von den zu erwartenden Leistungen und Verkaufszahlen hat, ist das Publizieren mit Bod eine ausgezeichnete Lösung, um in einem seriösen Umfeld preisgünstig sein Manuskript als Buch im Internethandel zu platzieren. BoD verfügt über eine gut gestaffelte Produktpalette mit transparenten Preisen, die für jeden Anspruch und für jede Geldbörse etwas bietet, von kostenlos bis zu einem entsprechend teuren Rundumpaket. BoD hat in den letzten Jahren - wahrscheinlich als Reaktion auf den wachsenden Konkurrenzdruck - sein Angebot schrittweise und sehr deutlich zum Vorteil der Autoren verbessert. (Ich beziehe mich im Folgenden auf die Produktpalette, so wie ich sie im Mai 2015 vorgefunden und teilweise ausprobiert habe. Für die Richtigkeit der Angaben zu einzelnen Produkten wird keine Haftung übernommen.)

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Montag, 21. Oktober 2019

Schelling - "Magister-Dissertation" ?

Ich hatte mir doch vorgenommen, keine Zeit mehr in die Wikipedia zu stecken! Fällt wirklich schwer. Aber das Letzte jetzt, da unten, das steht eben nur hier!

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Wikipedia

"... zeigt sich bereits in seiner [Schellings] Magister-Dissertation 1792, einer Abhandlung über den Ursprung des Bösen."

Was ist bitte eine "Magister-Dissertation"? Da wir heute die ''Magisterarbeit'' (abgelöst inzwischen durch die ''Masterarbeit'') und die ''Dissertation'' kennen, ist der Begriff merkwürdig. Wenn das in Tübingen 1792 mit den Qualifikationsschriften anders geregelt war, sollte es in einer Anmerkung erläutert werden. - Nachtrag, und wenn ich schon dabei bin: Heißt die Arbeit "Abhandlung über den Ursprung des Bösen" oder "Über den Ursprung des Bösen" und wird als Abhandlung geführt? Ich hab die Antwort, weil ich den Text (noch) nicht habe, bisher nicht herausfinden können. - 11:08, 19. Okt. 2019

Nachtrag, der der Sache ein wenig näher kommt: "1792. Schelling promoviert mit einer lateinischen Abhandlung über den Ursprung des Bösen in der Menschenwelt »Antiquissimi de prima malorum origine philosophematis explicandi tentamen criticum«. (zeno.org) Das ist doch schon mal was! -- WorldCat. 14:53, 21. Okt. 2019

Ok, und da ist sie ja, sogar im Faksimile! Zum Durchblättern. (Na gut, anders als faksimiliert wäre es bei der Druckqualität wohl auch schwierig.) 21. Oktober 2019 18:48

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Besonders schön natürlich dieser Scan!


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Mittwoch, 25. September 2019

Lektorat Saathoff

Zufallsfund. Aber interessant!

Gesucht, ungefähr das:

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Titelschutz: Hilfe, mein Buch gibt es zweimal! - Sie haben ein Buch veröffentlicht und prüfen, ob es im Internet-Shop zu finden ist. Und Sie erhalten zwei Treffer. Moment, kann das wirklich sein? Sollte Ihnen das tatsächlich passieren, heißt es sofort die Notbremse ziehen und ganz genau hinschauen, denn es droht die Falle „Titelschutz vergessen“.

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Lektorat Saathoff
Christiane Saathoff
Meine Erfahrung ist Ihr Vorteil!

1997-2003 Studium der deutschen Literaturwissenschaft und Geschichte an der Leibniz Universität Hannover, Abschluss als Magistra Artium. Studienschwerpunkte: neuere deutsche Literatur und Nationalsozialismus. Während des Studiums Tätigkeit in Buchhandel, Verlag und Gedenkstätte, freie Journalistin für die Tageszeitung „Neue Presse“ in Hannover. Ab 2003 Anstellung in verschiedenen Verlagshäusern (Geisteswissenschaften, Belletristik, Gesundheitswesen, Schulbuch) in den Bereichen Lektorat und Redaktion sowie Vertrieb und Marketing. Seit Anfang 2014 selbstständig als freie Lektorin. Hier können Sie sich über meine Referenzen informieren. Regelmäßige Fortbildung, unter anderem in den Bereichen Textarbeit/Lektorat, Autorencoaching.

Freie Lektorin (ADM), Mitglied im Lektorenverband VFLL, wortstarke Frau im Netzwerk texttreff und Partnerin bei Qindie, dem Netzwerk zur Sicherung der Qualität von Independent Literatur.

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Dienstag, 6. August 2019

Fitzek

Notizbuch

Der Hohepriester der E-Literatur und das Literaturvolk. So kann's gehen! 

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Denis Scheck urteilte bei seiner Besprechung des Pädophilie-Krimis Das Joshua-Profil (2015), Fitzek sei ein „talentloser, klischeeverhafteter und – mit Verlaub – dummer Autor“, der „die Nulllinie der deutschen Gegenwartsliteratur“ markiere.

Über Fitzeks 2018 erschienenen Roman Der Insasse (2018) sagte Denis Scheck: „Dies ist kein Roman, dies ist eine Kloake“.

Der Spiegel betitelt Sebastian Fitzek als einen der „professionellsten und handwerklich zuverlässigsten Thriller-Autoren in Deutschland“ und stellte 2014 Passagier 23 als Krimi des Monats vor: „[Fitzek] entwickelt […] einen sehr dicht geschriebenen, sehr gewalttätigen Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite funktioniert. Keine Szene ist zu viel.“ (Wikipedia)

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Köln. Kein Autor ist vor seinem sezierenden Urteil gefeit: Denis Scheck, der sich oft Beschreibungen wie „Erziehungsdiktator“ gefallen lassen muss, ist nicht nur Literaturkenner, sondern vor allem Entertainer. Er wird geschätzt für seine Häme, mit der er so manche Top-Autoren überschüttet. Über Sebastian Fitzek sagte Scheck einmal: „Wie kann es sein, dass ein so talentloser, klischeeverhafteter und – mit Verlaub – dummer Autor landauf, landab von der deutschen Kritik als ‚Thriller-König‘ bejubelt wird?“ Seine Zuhörer finden das erfrischend. Scheck (53), der in „Druckfrisch“ im Ersten regelmäßig Autoren in die Mangel nimmt, moderiert auch das Literaturmagazin „lesenswert“, das am Donnerstag zum 50. Mal im SWR (23.15 Uhr) ausgestrahlt wird.

Herr Scheck, sind Schriftsteller besondere Menschen?

Denis Scheck: Meiner Erfahrung nach ist der literarische Kosmos genau so bunt und variantenreich, wie die nicht schreibende Welt meint. Schreiben sei eine Verhaltensstörung, hat mir ein Freund einmal gesagt. In jedem Fall ist Schreiben eine einsame und anstrengende Angelegenheit.

Hatten Sie selber je den Wunsch, Schriftsteller zu werden?

Scheck: In meiner Jugend habe ich es schon mit eigenem Schreiben versucht. Aber angesichts von 90.000 Neuerscheinungen jedes Jahr wachsen die Skrupel, da nun unbedingt noch einen eigenen Gedichtband oder Roman hinzuzufügen. Schließlich ist jedes Buch ein toter Baum.

Welche Sendung mögen Sie lieber – „lesenswert“ oder „Druckfrisch“?

Scheck: Fragen Sie einen Bigamisten nie, welche Frau ihm lieber ist. (morgenpost.de)

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DS: Mein Einfluss [auf die Literatur] hat die Wucht einer aus fünf Metern Höhe abgeworfenen Schwarzwälderkirschtorte. Ich versuche, durch meine fiesen Verrisse von Sebastian Fitzek und Co und meine Lobeshymnen auf Wolf Haas und Heinrich Steinfest dem Schund zu schaden und dem Schönen, Guten, Wahren zum Durchbruch zu verhelfen. (literaturkritik.de)

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Und vieles andere mehr zu diesem Thema!

Mittwoch, 17. Juli 2019

Kafka, Das Schloss ...

... in einer Kindle-Ausgabe bei Amazon. Ich versuche einen kurzen Hinweis einzurücken. Bis jetzt klappt es einfach nicht. Also hier:

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Nein, kein "verifizierter Kauf". Ich habe mir die Leseprobe angesehen. Liegt es an meinem PC?!

Das im ersten Absatz:

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"auch homoseksueel der schwächste Lichtschein"
" im Wirtshaus war kerel niet wach"
"verwirrt, K. Ter der Wirtsstube"

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"Es war spät abends, als K. Ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch homoseksueel der schwächste Lichtschein deutete bandana große Schloß an. Lange stand K. Auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte te die scheinbare Leere empor.
Dann ging er, ein Nachtlager suchen; im Wirtshaus war kerel niet wach, der Wirt hatte zwar kein Zimmer zu vermieten, aber er wollte, von dem späten Gast äußerst überrascht und verwirrt, K. Ter der Wirtsstube auf einem Strohsack schlafen lassen."

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Vorschlag: Buch von der Amazon-Seite nehmen und erst einmal korrekturlesen!

Dienstag, 2. Juli 2019

Bücher des 18. Jahrhunderts, sehr dekorativ

Woran erinnert mich das?

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Duftendes altes Leder und schimmernde Vergoldungen tragen enorm zur Erotik alter Bücher bei und bezirzen, lange bevor Titel und Inhalt ihre Wirkung entfalten können. Wer je eine historische, bis unter die Decke mit alten Bänden gefüllte Bibliothek betrat, kennt diesen Zauber und das schöne Gefühl, von wohlgeordnetem Wissen umfangen zu sein. Neuerdings ist auf dem Antiquariatsmarkt ein Käufertyp zu beobachten, der an die schönen Rücken will, ohne lang in Antiquariaten und Auktionskatalogen zu stöbern, weil es ihm nicht primär um Lesestoff geht, sondern um den dekorativen, zugleich das Flair von Bildung und Tradition verströmenden Effekt.

Nur so erklärt sich, warum das Münchner Auktionshaus Hampel im März vergangenen Jahres „über 1000 dekorative Bände des 17. und 18. Jahrhunderts“ en bloc für 320.000 Euro verkaufen konnte - zu verdreifachter Obertaxe. Eigentlich ist Hampel auf Kunst und Antiquitäten spezialisiert, aber seit jenem Coup offeriert man in fast jeder Auktion ganze „Bibliotheken“, gewissermaßen wie Wandschmuck. Gleich vier waren es in diesem März, und es erging ein neuer Topzuschlag, als „ca. 48 Meter“ mit „1130 Büchern des 18. Jahrhunderts, sehr dekorativ“ - so der Katalog -, unfassbare 620.000 Euro erzielten. (faz.net -- 8 dekorative Meter. Bibliothek nach Maß. Von Brita Sachs. 30.09.2010)

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Geht doch noch, mit richtigen Büchern! Also mit den wirklich richtigen! 18. Jahrhundert und so. Quasi "bildende Kunst" einmal ganz anders gesehen!

Donnerstag, 28. Februar 2019

"Die Schweizer Damen": Elisabeth Raabe und Regina Vitali

Ich habe doch, wenn auch nur kurz, mit dem Luchterhand-Lektor Klaus B. in Kontakt gestanden.  Lange her. Klaus B. hat immer von den "Schweizer Damen" gesprochen.

Jetzt habe ich einmal nachgeschaut und diese Stelle gefunden:

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Ermutigt durch den Erfolg des Literaturkalenders wagte der Verlag mit dem Kauf des literarischen Teils des Luchterhand Verlags eine spektakuläre Expansion. Der Hermann Luchterhand Verlag in Neuwied als gemischter Verlag aus dem weitaus größeren juristischen Fachverlag und dem literarischen Verlag war 1987 an den niederländischen Kluwer-Konzern (heute Wolters Kluwer) verkauft worden. Das literarische „Anhängsel“ in Darmstadt war für den Fachbuch- und Wissenschaftsriesen nicht von Interesse, und so konnte Arche noch im selben Jahr den renommierten literarischen Teil mit Autoren wie Günter Grass, Peter Härtling, Gabriele Wohmann, Anna Seghers und Christa Wolf sowie der Taschenbuchreihe „Sammlung Luchterhand“ zu einem vermutlich nicht allzu hohen Preis übernehmen, denn „wir suchten ein Standbein in der Bundesrepublik“. Zu spät musste man feststellen, dass die Taschenbuchrechte für den neuen Roman von Grass, Die Rättin, kurz vor den Verhandlungen mit Kluwer zu einem hohen Vorschuss verkauft worden waren. Zudem stellte sich später heraus, dass die Verluste des literarischen Luchterhand Verlags über die letzten zehn Jahre hinweg nicht in der Bilanz auftauchten, weil man durch kreative Buchführung die Herstellkosten durch die hauseigene Druckerei nicht ausgewiesen hatte.

Die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 hatte für Luchterhand dramatische Folgen, denn der Verlag lebte in hohem Maß von den Lizenzen, die DDR-Verlage dem westdeutschen „linken“ Verlag Luchterhand übertragen hatten. Auf dem nun gesamtdeutschen Buchmarkt fielen die Rechte in der Regel an den lizenzgebenden DDR-Verlag zurück, allen voran an den Aufbau Verlag mit Christoph Hein, Hermann Kant und Irmtraud Morgner. Im Sommer 1991 siedelte der Verlag nach Hamburg über, weil die finanzielle Situation nach der Kündigung eines Bankkredits schwierig geworden war und der dortige Senat mit zinsgünstigen Krediten lockte: „Der Umsatz war bei gleichbleibenden Fixkosten dramatisch gesunken.“ Weitere Maßnahmen, um den Verlag zu stabilisieren, waren notwendig. Die Vertriebsrechte und das Warenlager der „Sammlung Luchterhand“ wurden an den Deutschen Taschenbuch Verlag in München verkauft, und das operative Geschäft von Arche, die noch immer in Zürich residierte, wurde nach Hamburg verlagert sowie Lektorat und Presse für die beiden Verlage dort zusammengefasst. Doch die Maßnahmen fruchteten nicht, sodass die Verlegerinnen schließlich ihre Anteile zum 1. März 1994 an den Münchner Wirtschaftsanwalt Dietrich von Boetticher verkaufen mussten, um „wenigstens unsere Arche, die kleine ‚Mutter‘, zu retten“. Ein Jahr später wurde auch der mit der Arche übernommene Verlag Sanssouci, „das heitere Beiboot“, an den Carl Hanser Verlag in München verkauft, wo er lange Zeit erfolgreich geführt wurde: „Ich hatte keine Ader für Sanssouci“, merkt Raabe selbstkritisch an. (literaturkritik.de)

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Ja, wenn sich das Lesen sich mit dem Kaufmännischen paart!

Sonntag, 13. Januar 2019

Binge Watching

Das halte ich fest für meine Abhandlung zur Veränderung der Freizeit-Kultur.

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Binge Watching: Wozu noch lesen. | Ich werfe mich auf die Chaiselongue und schaue Netflix-Serien. Stundenlang. Die spielen so elegant mit literarischen Erzählformen. Brauche ich eigentlich noch Bücher? | Von Ulrike Draesner | 13. Januar 2019 | 41 Kommentare (zeit.de)

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Brauch ich noch Bücher! Aber ja doch. So wie ich, neben Filmen, das Theater brauche. Aber der Status des Buches wird in diesen Zeiten ein neuer, anderer. Das ist schon mal klar. Bücherregale als Ausdruck eigener Lebensweise, das ist sowas von old-fashioned!

Die Kommentare sind wirklich interessant! Der Geruch des guten Buches, usw.

Donnerstag, 30. August 2018

Preise: Springer Wissenschaft u. a.

Reden wir mal wieder von wissenschaftlichen Büchern und Ihren Preisen, heute.

Ich war soeben auf der Suche nach einem Buch von Carl Gustav Hempel, das ich im Gedächtnis als "Erklären und Verstehen" hatte. Ich besitzte das Buch, aber ich will nicht zum Regal laufen, das sich ein paar Zimmer weiter befindet. Ich habe das Buch im Internet auf Anhieb nicht gefunden und bin zu Amazon gegangen, einfach um zu schauen, ob es denn da nicht angeboten wird. Suchergebnis: Ganz oben habe ich das Folgende gefunden. (Ich gebe die Fundstelle im Volltext wieder.)


Historical Perspectives on 'Erklären and Verstehen'. (Archimedes, Band 21) 14. März 2012. Von Uljana Feest. Taschenbuch EUR 129,52. Prime Lieferung morgen, 31. August. Andere Angebote EUR 123,20. (8 gebrauchte und neue Artikel) Kindle Edition EUR 137,57

Ein Taschenbuch für 130 Euro! Das in der Kindle-Version nicht etwa 10 bis 20 Prozent billiger ist, sondern -- nun ja: teurer!

Ist es denn wenigstens ein 1000-Seiten-Wälzer? Auf der eigentlichen Angebotsseite findet sich:

Produktinformation Taschenbuch: 328 Seiten Verlag: Springer; Auflage: 2010 (14. März 2012) Sprache: Englisch ISBN-10: 9400731345 ISBN-13: 978-9400731349 Größe und/oder Gewicht: 15,5 x 1,9 x 23,5 cm.

Da sind wir wieder! Gut 300 Seiten, 130 Euro. Die großen internationalen Wissenschaftsverlage machen Reibach auf eine -- wie soll man das anders nennen als: auf unverschämte Weise.

Der Kreislauf ist, beginnend in den 1980er Jahren, wohlbekannt: Die Bibliotheken haben bei 'spezialisierten Büchern' weniger Exemplare angeschafft. Mit Beginn der EVD und des Online-Büchersuchens wurden die Universitätsbibliotheken und die Institutsbibliotheken an den Universitäten zu einer Großbibliothek verbunden. Voraussichtlich wenig ausgeliehene Bücher waren dann nur noch in ein oder zwei Exemplaren vorhanden. Kurz: der Absatz der großen wissenschaftlichen Verlage ging zurück.

Und wie hat man das seitens der großen Verlage aufgefangen? Durch wahnsinnige Preise!

Das hat eine Spiralentwicklung in Gang gesetzt: höhere Preise > weniger Exemplare > höhere Preise ...

Bleibt wieder die Frage: Warum haben die deutschen Universitäten nicht schon längst eigene Universitätsverlage gegründet? In Eigenregie, mit den üblichen Vorgehensweisen. Wo peer review vorgesehen ist -- auch bei den heutigen Verlagen  ja eine Leistung, die von Universitäts- und Forschungseinrichtungsleuten geleistet wird --, da eben PR. Sonst: Dissertationen, Habilitationen, die Bücher der Wissenschaftler, die sonst so geschrieben werden.

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Nennen wir mal Ross und Reiter. Die großen privatwirtschaftlichen Ausbeuter der Steuerzahler via Universität-Bücheretat:
  • Elsevier
  • Springer Wissenschaft
  • de Gruyter (nach dem Aufkauf-Zug, der alte geisteswissenschaftliche Verlage in eine Hand brachte; ein eigenes Kapitel)
  • Olms (mit der Tradition des Verkaufs von gebundenen Fotokopien copyrightfreier alter Bücher. Vgl. hier.)
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Für den Einstieg: 

LESART / ARCHIV | Beitrag vom 24.01.2018. Debatte um Wissenschaftsverlage. Deutschland vs. Elsevier. Leonhard Dobusch im Gespräch mit Frank Meyer.

Und dann -- die Suche bringt eine reiche Auswahl!


Dienstag, 15. Mai 2018

Buchpreisbindung

Auf der Suche nach Leo Perutz, ein Befund en passant:

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Leo Perutz 1882-1957: Eine Ausstellung der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main.  24. Oktober 1989. Von Klaus Lehmann und Brita Eckert. Broschiert. EUR 17,72

Leo Perutz. 1882-1957. Eine Ausstellung der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main.1989. Von Frankfurt am Main (Herausgeber) Deutsche Bibliothek. Broschiert. EUR 10,00

Leo Perutz,1882 - 1957; eine Ausstellung der Deutschen Bibliothek, Frankfurt am Main, Ausstellung und Katalog: Hans-Harald Müller und Brita Eckert. Katalog 1989. Taschenbuch. EUR 112,00

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Bei solchen Preis-Funden immer wieder die Frage: "Warten auf einen Dummen oder einen sehr Unkonzentrierten" oder "Versehentlich"?

Samstag, 7. April 2018

Saussure, Cours *** Gekürzte Ausgabe! ***

Eine Amazon-Rezension am frühen Samstagmorgen. Weil ich mich bei der Spätabends-Lektüre geärgert habe.

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[1 Stern von 5]

Ich war zuerst vollkommen perplex, als ich die ersten Auslassungszeichen gesehen habe: [...]  Dieses Auslassungszeichen stand prominent am Anfang:

"[7] Einleitung

[…]

Kapitel III Der Gegenstand der Sprachwissenschaft"

Was nur bedeuten konnte, dass hier die gesamte Einleitung des 'Cours' fehlt!

Ich habe dann im Inhaltsverzeichnis nachgesehen und bin zu der angegebenen Position gegangen:

[103] Zu dieser Ausgabe
Dieser Übersetzung liegt die Ausgabe des Cours de linguistique générale in der Bearbeitung von Tullio de Mauro (Paris: Payot, 1972) zugrunde. Unsere Auswahl bringt jene Partien des Cours, die sich mit der Sprachwissenschaft, der Sprachtheorie, dem Zeichen und der Zeichentheorie (Semiotik) beschäftigen und die vor allem die spätere wissenschaftliche Saussure-Rezeption bestimmt haben (siehe Nachwort, -->)

Jetzt erst habe ich genauer hingesehen: Ja, da steht's! Titelblatt: "Ferdinand de Saussure | Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft.  | *** Eine Auswahl ***

Dann habe ich weiter nachgeschaut: Auf der Amazon-Angebotsseite finden sich die Worte "Auswahl" oder, üblicher, "gekürzt" nicht. Wenn die Kürzung beim Angebot nicht deutlich herausstellt ist, halte ich das mit Verlaub: für eine Irreführung des Käufers. Steht nicht deutlich hervorgehoben da, dass es sich um eine GEKÜRZTE AUSGABE handelt, gehe ich, noch vor jedem "Blick ins Buch", von einer vollständigen Ausgabe aus.

Um auch das zu sagen: Ich besitze dieses Buch seit langem in der Papierausgabe. Ich wollte mir die E-Book-Ausgabe einfach kaufen, um schnell ein paar Begriffe geschlossen nachzuschlagen, um sicher zu sein, dass ich nichts überlesen habe. In wissenschaftlichen Zusammenhängen nützt einem Auswahl dieser Art einfach nichts. Wenn ich zusammenstellen will, wo und wie beispielsweise der Begriff "langage" verwendet wird, dann will ich alle Stellen haben, nicht eine "Auswahl".

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Mal schauen, ob Amazon diese Rezension überhaupt bringt.

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15.04.2018 13:17 Uhr || Ok, die Rezension ist bei Amazon jetzt vorhanden. Und eigentlich, so habe ich zwischenzeitlich überlegt, müsste ein weiterer Stern hinzu: Das Nachwort, vor allem die Hinweise von Oliver Jahraus zur umstrittenen Frage, ob de Saussure überhaupt als Autor gelten kann, sind sehr gut. Auf der anderen Seite: So feinsinnig-differenziert sind Amazon-Rezensionen nun mal nicht.

Die Frage ist nur, warum Jahraus sich auf diese gekürzte Ausgabe eingelassen hat. Waren es die Übersetzungungskosten, und der Verlag drängte? Wirklich solche trivialen Dinge? Als vollständige Ausgabe hätte das ein tolles Buch sein können. Vor allem für anstehende de-Saussure- und Cours-Diskussionen. Die es demnächst, jenseits von allen Jubiläen und Jahrestagen, geben wird. Versprochen!

Freitag, 9. März 2018

Die Macht der Bücher!

"Wenn man über die Bedeutung dieses ... köstlichen Buchs etwas erahnen will: Mein Bruder las es an einem einzigen Vormittag -- und beim Mittagessen gab er seiner Freundin den Laufpaß..."

Welches Buch könnte das gewesen sein?

Erst raten ... Bitte!

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Und hier -- Taratataaa! Die Auflösung!

Sonntag, 18. Februar 2018

Ein Buch für 156,49 €

Wieder mal ein Amazon-Phantasiepreis-Fund!


Das Büchlein wird extra aus Argentinien geschickt! Ja dann! Es ist überall, gut erhalten, antiquarisch vorrätig. Für unter 10 Euro. Hier aber: 156,49.

Und natürlich: Wie neu ist ein Buch, das 2002 erschienen und 2018 geliefert wird? Selbst wenn es "als Original eingeschweißt" vorliegt.

Ja, die Welt der Bücher. Begreife sie einer!

Mittwoch, 7. Februar 2018

T. H. über den Sinn des Schreibens

T. H.: "Nur Laien und Nicht-Literatur-Versteher kommen auf die unsinnige Frage: 'Wird das denn auch gelesen?' Oder gar: 'Wie viele Leute haben wohl dieses Buch gelesen?' In Erwartung, dass es sehr wenige Leser gibt. Am allerschlimmsten, vor der Bücherwand: 'Haben Sie das alles gelesen?!'"

Ich: "Und warum sind das Ihrer Meinung nach unsinnige Fragen?"

T. H. "Weil der Wert und der Sinn eines Buches, ja überhaupt der Wert von schriftlichen Aufzeichnungen nicht der ist, von vielen und jetzt gleich gelesen zu werden. Der Wert der schriftlichen Aufzeichnung besteht darin, einfach da zu sein, für potentielle Leser. Weder die Menge der Leser ist entscheidend, noch die Gegenwart der Leser. Wenn diese zwei Seiten, die ich gestern geschrieben habe, in dem Buch, in dem sie stehen werden, in den nächsten hundert Jahren drei Leser lesen werden, die mich verstehen, dann habe ich mein Ziel mehr als erreicht."

Freitag, 24. März 2017

Geheimnisse der Bibliotheken

Eigentlich bei der Universität Erlangen gesucht. Aber dann das. Auch recht und richtig.

Gattung/Form:Kammerliberale || Physisches Format Online version: || Müller, Hildegard. || Liberale Presse im badischen Vormärz. || Heidelberg : C. Winter, 1986 || (OCoLC)741383877 || Name: Karl Mathy; Mathy; Karl Mathy; Karl Mathy; Karl Mathy || Medientyp: Internetquelle || Dokumenttyp: Buch, Internet-Ressource || Alle Autoren: Hildegard Müller || Weitere Informationen zu: Suchen || ISBN: 3533038394 9783533038399 3533038386 9783533038382 || OCLC-Nummer: 21593074 || Anmerkungen: Originally presented as the author's thesis (doctoral) -- Universität Tübingen, 1984. || Beschreibung: 393 pages ; 22 cm || Verfasserangabe: Hildegard Müller.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Ablehnungen durch Verlage

Mal eine kleine Sammlung von Verlagsablehnungen später bekannter oder extrem berühmter Schriftsteller.

James Patterson: "Der Amerikaner James Patterson ist weltweit einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart [...] Patterson macht sich gut in der Schule und studiert schließlich englische Literatur. Danach nimmt er einen Job in einer Werbeagentur an. 'Das war nur, weil ich als Taxifahrer nicht genommen wurde. Ich hatte lange Haare und alle dachten, ich wäre Kommunist.' Nebenbei beginnt Patterson, Krimis zu schreiben, aber sein erstes Buch wird von 31 Verlagen abgelehnt. Als es irgendwann doch veröffentlicht wird, gewinnt 'Die Toten aber wissen gar nichts' den Edgar-Allen-Poe-Preis für das beste Debüt." (tagblatt.de)

Philip Dijan: "1978 stellte er sein erstes Buch mit dem französischen Titel 50 contre 1 fertig, das jedoch erst 1981, nachdem es von mehreren Verlegern mit teils abfälligen Bemerkungen abgelehnt worden war, veröffentlicht wurde. Seinen Durchbruch als Schriftsteller feierte Djian mit dem Buch Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen im Jahr 1985, das ihn weltweit bekannt machte und auch erfolgreich verfilmt wurde." (wikipedia.de)

Joanne K. Rowling: "Bei Twitter veröffentlichte Rowling zwei Absageschreiben - um anderen Autoren Mut zu machen, und nicht um sich zu rächen, wie sie sagt. | ... | Das Verlagshaus Constable & Robinson antwortete vergleichsweise freundlich: 'Ich bedaure, dass wir schweren Herzens zu der Entscheidung gekommen sind, Ihr Buch nicht mit kommerziellem Erfolg veröffentlichen zu können.' Die barscheste Absage habe Rowling von jenem Verlag erhalten, der bereits ihr Harry-Potter-Manuskript als erster abgelehnt hatte. Diese Reaktion veröffentlichte sie jedoch nicht, die Antwort kam per E-Mail. | Ein Fan hatte Rowling zuvor gebeten, ihr ein Foto der Absageschreiben für Harry Potter zu schicken. Die seien alle in einer Kiste auf ihrem Dachboden, antwortete Rowling und machte stattdessen die Absagen an ihr Pseudonym öffentlich. 'Ich hätte nicht aufgegeben, bis mich jeder einzelne Verleger abgelehnt hätte', schrieb sie. 'Aber ich hatte oft Angst, dass genau das geschehen könnte.'" (sueddeutsche.de)

Nein, das heißt nicht, dass jeder von Verlagen abgelehnte Roman ein guter Roman ist. Es heißt nur, dass die Verlage nicht erkennen, was ein erfolgreiches Buch sein wird.

Und nachgereicht sei eine schöne Forumsmeinung zu einem durchaus lesenswerten ZEIT-Artikel, beides, Artikel und Kommentar, schon wieder ein paar Tage alt:

mod1965 #11 13. Dezember 2011 | Die fünfte Gewalt: Stochastik? || Schön, dass der Autor glaubt, über Kunstwerke ließe sich mittels Schwarmintelligenz demokratisch entscheiden. Tatsächlich stimmt der Schwarm ja schon real an den Ladenkassen ab und kauft millionenfach Romane mit Zauberlehrlingen, verliebten Vampiren und Krimis, Krimis, Krimis. Nimmt man den Autor ernst, dann ist entschieden, dass dies die wahre, einzig veröffentlichwerte Literatur sein muss. | Wer einmal einen Seniorenhaushalt aufgelöst hat, staunt über die vergessenen und öden Werke, die in riesigen Auflagen ihre Abnehmer fanden. Wer heute "Peter Voss der Millionendieb" liest - ein Reißer, Aufreger der zwanziger Jahre - wundert sich, wie man sowas Ödes lesen konnte. Hier irrte der Geschmack des Schwarms ebenso wie bei Freytags "Soll und Haben", Grimms "Volk ohne Raum" und Ina Seidels "Wunschkind". Wer, bitte, hat in den letzten Jahren noch den alten Superknüller "Die Feuerzangenbowle" GELESEN? Der Mülleimer der Literaturgeschichte ist randvoll mit "tollen, aufregenden, wertvollen" Romanen, die ihre Zeit und ihre Konjunktur hatten. | Umgekehrt ist zu fragen, was aus Goethes "Wahlverwandtschaften", der "Odyssee" ebenso wie "Ulysses", aus der "Recherche" wie aus "Don Quixote" würde, wenn darüber nach dem Motto "ein Mensch, eine Stimme" abgestimmt würde: zu lang, zu alt, zu schwierig, zu wenig action,zu barock … Kann man so sehen, aber selbst der Kulturwirtschaftsliberalste Zeit-Autor sollte mal kurz innehalten, ob "stochastische Gewalt" das Maß der Kunst ist. (zeit.de)

Montag, 19. Dezember 2016

Denken hinter vorgehaltener Hand?


Aus dem Rückentext eines gerade erschienen Buches*:

"Über Studenten wird gerne geredet. Nicht immer positiv. Da passt den Hochschullehrern dieses oder jenes nicht. Sind die Vorwürfe berechtigt? In diesem Buch kommen Studenten von heute selbst zu Wort und erklären, warum sie so sind, wie sie sind. Die Texte entstanden als Reaktion auf ein Buch der Hochschuldozentin und Journalistin Christiane Florin, das den Titel trug: „Warum unsere Studenten so angepasst sind“ (2014). Die Autorin hatte ausgesprochen, was die Lehrenden an den deutschen Universitäten nur hinter vorgehaltener Hand zu denken wagten: Die Verwunderung darüber, dass die heutigen Studierenden anders sind als sie selbst. Und anders meint hier nicht unbedingt: besser."

Dafür, also für dieses Buch, mache ich jetzt erst mal ein wenig Werbung!

Und dann schließe ich ein kurzes Privatissimum an und denke 10 Minuten lang über die Frage nach, ob dieser Satz einfach etwas zu schnell und darum nachlässig oder im Gegenteil nach längerem Grübeln brillant formuliert ist: "Die Autorin hatte ausgesprochen, was die Lehrenden an den deutschen Universitäten nur hinter vorgehaltener Hand zu denken wagten: ..." Reden hinter vorgehaltener Hand, ok. Das ist ja inzwischen vor allem bei den Fußballprofis und Fußballtrainern in Anwesenheit von Fernsehkameras groß in Mode. Aber Denken hinter vorgehaltener Hand? Noch 9 Minuten ...

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* Volker Ladenthin / Mario Leis (Hgg.): Warum Studenten so sind, wie sie sind. Bonn: Verlag für Kultur und Wissenschaft Dr. Thomas Schirrmacher.