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Montag, 13. Juni 2022

Kein Migrationsproblem

Im SPIEGEL.

Aus Restaurant gezerrt und niedergeschlagen. Brutaler Angriff auf Frauen sorgt in China für Entsetzen. Videoaufnahmen zeigen, wie Männer eine Frau aus einem Restaurant zerren und auf sie einschlagen. Der Vorfall in einer nordchinesischen Stadt befeuert in China die Debatte über sexuelle Belästigung und Gewalt. 11.06.2022

Ein Kommentar, "Egon", zu einem Kommentar, der auf die Kölner Silvesternach verweist:

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Deutschland hat gewiss kein Migrationsproblem, auch wenn vieles besser laufen könnte.

China hingegen hat ein deutlich größeres Problem im Umgang mit Vielfalt und verschiedenen Kulturen.

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Mein Kommentar zum Kommentar, natürlich vom SPIEGEL nicht gebracht:*

"... Deutschland hat gewiss kein Migrationsproblem ..."

Ich beobachte da aufmerksam und komme zu dem Schluss, dass das Problem einfach durch die durchgehend einheitliche Berichterstattung ("... ein Mann, 45 ...")  zum Verschwinden gebracht wird. Sieht man sich, der deutlichste Indikator, die Zahlen der deutschen Gefängnisse an, wird klar, wie es steht. Wobei bei den Gefangenenzahlen natürlich nicht ausgewiesen wird, wie viele der Einsitzenden in den letzten Jahren eingebürgert worden sind und darum als Deutsche in der Statistik auftauchen.

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Nachgetragen: Hey, Überraschung! Nach einer Stunde doch gebracht! Nach einem Tag steht es 5 : 5, was die Up- und Downvotes angeht.

Dienstag, 23. November 2021

Peng Shuai. Oder: Eine neue Politiktheorie

Quelle der folgenden Überlegungen:

Ein Bericht in der Süddeutschen Zeitung von heute über die Affäre um die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai.* Bemerkenswert dabei: 

  • Die Fähigkeiten und technischen Möglichkeiten der KP Chinas, Berichterstattung in dem riesigen Land China zu verhindern, offenbar auch im Internet.
  • Die Unmöglichkeit, die internationale Berichterstattung zu verhindern, eine Berichterstattung, die von internet-findigen Chinesen natürlich trotz der Zensur -- wahrscheinlich sogar wegen der Zensur -- verstärkt wahrgenommen wird.
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THEMA DES TAGES. Dienstag, 23. November 2021. Missbrauchsvorwürfe. "Dann hast du mich in dein Zimmer gebracht". Chinas Ex-Vizepremier Zhang Gaoli wollte offenbar Sex von der Tennisspielerin. VON CHRISTOPH GIESEN.

Was danach passierte beschrieb Peng in einem Text, den sie am zweiten November beim chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo hochlud so: "Dann hast du mich in dein Zimmer gebracht. Wie vor zehn Jahren in Tianjin wolltest du mit mir Sex haben." Vor der Tür habe jemand Wache gestanden. "Ich habe an diesem Nachmittag nicht zugestimmt und die ganze Zeit geweint. Ich habe mit dir und Tante Kang Jie zusammen zu Abend gegessen." 

Keine 30 Minuten überlebte der Text im Netz, die Zensur löschte gründlich. Wer seitdem nach ihrem Namen sucht, erhält eine Fehlermeldung, selbst Begriffe wie "Tennis" kann man derzeit nicht eingeben. Niemand soll offenbar in China erfahren, dass einer der einflussreichsten Männer des Landes in einen "Me Too"-Fall verwickelt ist.

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Thesen:

  1. Eine Politiktheorie muss auch eine Theorie des "Politikers" als theoretische Größe umfassen.
  2. Hier muss tatsächlich zwischen Politiker und Politikerin unterschieden werden. (Die Gründe liegen in den anthropologischen Grundlagen der Politiker-Theorie. Die Linie lässt sich ziehen: Es gibt eindeutig und unbestreitbar mehr männliche als weibliche Gewalt-Kriminelle, Gefängnisinsassen, Vergewaltiger, ...)
  3. Der "Politiker" als politische Größe hat eine gewisse Furchtlosigkeit, die ihn zum Politiker-Sein befähigt, die aber auch in einzelnen Aspekten an die Größe Dummheit angrenzt.
  4. Die menschliche Sexualität spielt beim "Politiker" wegen seiner Möglichkeiten und seines Status eine andere Rolle als bei den Männern, die nicht Politiker sind.

Erkenntnisse / Möglichkeiten:
  1. Es gibt eine Entwicklung, die sich unter die Marxschen historischen Zwangsläufigkeiten einordnen lässt. Allerdings geht diese Entwicklung in eine andere Richtung.
  2. Diktaturen und Einparteiensysteme sind bei einer fortgeschrittenen Entwicklung der Wirtschaft -- eine Entwicklung, die immer mit einer fortgeschrittenen Bildung der Bevölkerung einhergeht -- auf dem Weg zu einem Mehrparteiensystem mit echter Opposition und freien Wahlen.
  3. Diese Entwicklung kann international durch eine freie Presse und eine offene Berichterstattung beschleunigt werden.
  4. China und auch Russland sind Kandidaten für eine Demokratie mit (echtem!) Mehrparteiensystem und einer freien Presse. (Was China angeht, wäre eine Vereinigung mit Taiwan unter dem Vorzeichen einer Mehrparteien-Demokratie denkbar und naheliegend!)


Donnerstag, 3. Januar 2019

HUAWEI Themes

Notizbuch

Eine ellenlange Mitteilung erreicht mich von Huawei. Sie, diese Erklärung, erinnert mich ein wenig an die Mitteilungen zu AGBs: "Bitte lesen Sie die folgenden Hinweise sorgfältig durch!" Die Hinweise umfassen dann 37 eng beschriebene Seiten.

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HUAWEI Themes ist ein Dienst zur Anpassung des Erscheinungsbilds, der von Aspiegel Limited, einem Tochterunternehmen von Huawei mit Sitz in Irland (im Folgenden als „wir“, „uns“ oder „unser“ bezeichnet), bereitgestellt wird.

Diese Erklärung beschreibt:

1. Welche Daten sammeln wir über Sie?

2. Wie verwenden wir Ihre Daten?

3. Wie lange speichern wir Ihre Daten?

4. Geben wir Ihre Daten weiter?

5. Welche Rechte und Wahlmöglichkeiten haben Sie?

6. Wie erreichen Sie uns?

7. Wie aktualisieren wir diese Erklärung?

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1 Welche Daten sammeln wir über Sie?

Als Teil von HUAWEI Themes werden wir Ihre personenbezogenen Daten nur für die in dieser Erklärung genannten Zwecke sammeln und verwenden. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, mit denen Huawei Sie als Nutzer identifizieren kann.

Wir erfassen und verarbeiten die folgenden Daten:

  • Kontoinformationen: wie zum Beispiel Gerätekennung und Kontoname.

...


Letzte Aktualisierung: [12. November 2018]

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Nun ja, 37 Seiten sind es nicht ganz. Aber lang ist die Liste schon! Und steht da in letzter Zeit nicht immer was über diese Firma in den Zeitungen ...? Bin ich über mein Smartphone längst Teil einer großen chinesischen Datenbank geworden?


Dienstag, 6. November 2018

Guizhou ( 貴州省 )

Ich höre einen Podcast über Big Data in China.

SWR > SWR2 > Wissen > Chinas Big-Data-Industrie - im Digital-Rausch Zum Artikel 24:38 min | 5.11. | 8.30 Uhr | SWR2 Audio


Zentral: In China gibt es Datenschutz nach westlichen Vorstellungen überhaupt nicht. Dann die Details, auch was Apple in China angeht. Usw.

Der westliche Datenschützer sagt da normalerweise, dass wir uns ja nicht an den schlechten Standards von Quasi-Diktaturen orientieren können. Die Frage ist nur, ob die, die da, wie China, die hinderlichen westlichen Werte beiseite lassen, nicht binnen Kurzem die Welt-Datenszene dominieren werden. Von der inneren Sicherheit mal ganz zu schweigen. Das haben wir dann am Ende davon, von unseren tollen Standards.

Mittwoch, 27. Juni 2018

"Das Rätsel um das Ehepaar Chen"

Mal wieder nachgesehen, was aus den Chens geworden ist:

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Chinesen verschwanden bei Neuschwanstein. Das Rätsel um das Ehepaar Chen. Ein Jahr ist es nun her, dass das chinesische Ehepaar Chen bei Schloss Neuschwanstein verschwand. Noch immer wird ermittelt, doch eine heiße Spur gibt es bis heute nicht. Dafür verschiedene Theorien, was an jenem Tag passiert sein könnte. Stand: 30.06.2017 (br.de)

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"Je länger sie nicht auftauchen, desto wahrscheinlicher wäre aus meiner Erfahrung, dass sie verunglückt sind oder sonst was vor Ort passiert ist. Wir haben zwar alles Menschenmögliche getan, um sie zu finden, aber das Gebiet ist hochalpin", so ein Ermittler. Doch schon bald kommt wieder die Frage auf: Warum sollten sie die Führung durch das sonst so begehrte Schloss Neuschwanstein auslassen, um in Sommerkleidung allein durch unbekanntes Gebiet zu steigen? Viele Fragen und noch immer keinerlei Antworten.

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Schon eigenartig. Ich werde mal J. und W. fragen. Die einzigen China-Experten, die ich kenne.

Freitag, 11. Mai 2018

Datenschützer und Journalisten


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"In China ist der Kunde gläsern. 800 Millionen Kunden, Nutzerprofile, Gesichtserkennung: Alibaba überwacht den Alltag der Chinesen. Wie genau, zeigt ein Besuch im Supermarkt der Zukunft. Von Felix Lee, Peking"

Das Folgende sage ich in solchen Zusammenhängen immer, und ich habe es auch hier im Kommentarbereich, wenn ich mich recht erinnere, schon zweimal gesagt. Also – das mit dem gläsernen Menschen / Kunden bleibt so lange eine völlige Schimäre, als man nicht sagt, was daraus folgt. Für viele Leute steht im Hintergrund offenbar: „Da gibt es jemanden, der mich persönlich, mich, Franz Meyer, überwacht und alles über mich weiß!“ Das ist aber weder bei Amazon noch bei Alibaba irgendwie das Ziel, schon allein, weil es nicht die Kapazität gibt, auf irgendjemanden als Einzelperson zu schauen. Einzelpersonen interessieren nicht, soweit sie nicht Verbraucher sind, die man – als Gruppe oder Cluster – halten kann und bei denen man noch mehr Geld herausholen kann. Das geht subtil und, was Amazon angeht, tatsächlich vor allem ÜBER DAS GROSSE SCHLAGWORT "KUNDENFREUNDLICHKEIT". (Warum ist Amazon so groß geworden? Weil es in Sachen Kundenfreundlichkeit überzeugend auftritt!)

Also – ich sehe hier vor allem Journalisten und Datenschützer unterwegs, die Schimären aufbauen, die bei den Leuten in den Köpfen wirken sollen. Die meisten Menschen sind aber durchaus imstande, ihre eigenen Interessen und auch irgendwelche Bedrohungen zu überblicken. Sie brauchen da keine Gouvernanten, die sie ständig ermahnen und auf irgendetwas aufmerksam machen.

Montag, 22. Mai 2017

Chinesinnen heute

Auf der ZEIT-Seite ein Video: Junge Chinesinnen benutzen Apps, um ihre Selfies aufzuhübschen und finden das vollkommen normal. 

"Selfie | Digital aufgehübscht in China | In China boomen Smartphone-Apps, die Selbstporträts mit wenigen Klicks aufhübschen. Besonders junge Frauen teilen in den sozialen Netzwerken mit Vorliebe eine "verschönerte" Version ihrer selbst."

Ich erinnere mich auf einmal an einen leicht grausamen TV-Beitrag, schon ein paar Jahre her. Damals ging es vor allem um längere Beine bei Frauen. Vielleicht geht ea aber auch oft nur um Körpergröße. 

Natürlich steht dazu auch was im Netz:

GESUNDHEIT CHINA | Mit der Knochensäge zu mehr Körpergröße | Von Pascale Trouillaud | Veröffentlicht am 26.04.2010 |  | Operative Beinverlängerung in China: In vier Monaten um acht Zentimeter wachsen Operative Beinverlängerung in China: In vier Monaten um acht Zentimeter wachsen | Der Leidensdruck muss enorm sein – sonst würden sich Menschen einer solchen Prozedur sicherlich nicht unterziehen. In China lassen sich immer mehr kleingewachsene Menschen mit Säge und Schraubenzieher die Beinknochen strecken. Der Lohn: sechs bis acht Zentimeter mehr Körpergröße.

Mittwoch, 10. August 2016

Der Dichter Tse Koi Wu

Ach Gott, ja, es gibt Sprachkünstler, die aus dem Hölzken und dem Stöcksken große Kleinkunst machen. Heute ein Beispiel von der ersten Seite der Süddeutschen, Auszug:

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Das Streiflicht


(SZ) In Robert Neumanns parodistischem Briefwechsel zur chinesischen Lyrik geht es um ein Gedicht des weithin unbekannten Dichters Tse Koi Wu, das mit der Zeile "tschuang ti kuang" beginnt. Die gelehrte Welt ist von dem Fund sehr angetan, es ergibt sich ein reges Hin und Her, in dessen Verlauf die erste Zeile zunächst mit "Mutter Knaben Bleibendem" übersetzt wird. Es folgt "Der Knabe reitet - 's Mütterchen bleibt heim", dann die kaum weniger poetische, angeblich auf Klabund zurückgehende Version "Die Mutter äugt ins Feld vom frommen Warteturm", und schließlich meldet sich auch noch der einschlägig bekannte Hans Bethge mit der Fassung "Zum Knaben Li neigt' sich die Kaiserin" zu Wort. Die Affäre endet mit der Auskunft des Sinologischen Instituts Tsingtau, dass es sich bei "tschuang ti kuang" um die dürftige Übersetzung von "Konrad, sprach die Frau Mama, / Ich geh fort und du bleibst da." handele. Tse Koi Wu aber sei kein Dichter; das bedeute "Aus dem Deutschen".

...

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Meine chinesische Übersetzung mit Hilfe von Google Translate lautet nun wie folgt:

Konrad, sprach die Frau Mama, / Ich geh fort und du bleibst da.

康拉德,女的說,媽媽,/我離開,你呆在那裡。

Mittwoch, 19. September 2012

Die Chinesen kommen!

Und weil ich schon einmal dabei bin, auch das aus bzw. zu der gestrigen arte-Sendung*. Sehenswert!

29.06.2011 | An die Wand gefahren. Chinesen scheitern beim Straßenbau in Polen | Von Henryk Jarczyk || Polens Straßen, zumindest die wichtigsten Verbindungen, sollen modernisiert werden. Die A2 zwischen Lodz und Warschau sollte ein chinesischer Generalbauunternehmer stemmen. Doch der ist nun pleite gegangen. Ein enormer Schaden für das Image der Chinesen. (Deutschlandfunk online)

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|* Die Chinesen kommen! Europas Rettung oder Untergang? | China ist nicht mehr nur der größte Fabrikhof der Welt, sondern auch einer ihrer bestgefüllten Tresore. Das Reich der Mitte erstürmt nun die Festung Europa, um seine eigenen Gewinne Früchte tragen zu lassen. |Dienstag, 18. September 2012 um 20.15 Uhr | Wiederholungen: | 20.09.2012 um 10:55 / 25.09.2012 um 11:30 | Die Chinesen kommen! Europas Rettung oder Untergang? | (Frankreich, 2012, 68mn) | ARTE F | Regie: Magali Serre |China ist nicht mehr nur der größte Fabrikhof der Welt, sondern auch einer ihrer bestgefüllten Tresore. Das Reich der Mitte erstürmt nun die Festung Europa, um seine eigenen Gewinne Früchte tragen zu lassen. So kaufen immer mehr chinesische Investoren europäische Unternehmen auf, die vor dem Aus stehen. Die Zahl der europäischen Filialen chinesischer Firmen wächst fast überall auf dem Kontinent. Damit retten die Chinesen auch Arbeitsplätze in Europa - aber um welchen Preis?

(Information: arte online)

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Apple und die Krtik

Nun, alles hat seine zwei Seiten. Und das kommt mir erst heute auf den Schirm.

"15.06.2006 | Produktionsbedingungen von Apples iPod in der Kritik || Apples portabler Musikplayer iPod wird in China unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen hergestellt, schrieb das konservative britische Blatt Mail on Sunday, das von diversen Magazinen zitiert wurde. In dem Bericht sprach die Zeitung von 15-Stunden-Arbeitstagen und Hungerlöhnen von teilweise nur 40 Euro pro Monat. Apple kommentierte, das Unternehmen habe sich verpflichtet, eine sichere Arbeitsumgebung für Arbeiter in allen Zulieferbetrieben zu garantieren ebenso wie eine faire und respektvolle Behandlung der Arbeiter: "Wir untersuchen augen- blicklich die Anschuldigungen bezüglich der Arbeitsbedingungen in der iPod-Fabrik in China. Wir tolerieren keine Verletzungen unseres Apple Supplier Code of Conduct (PDF-Datei) durch unsere Zulieferbetriebe", teilte auf Anfrage von heise online ein Sprecher für Apple in Europa mit. Über dieses Statement hinaus wollte Apple zurzeit nicht weiter Stellung beziehen, die Apple-Zentrale in Kalifornien schweigt sich aus und will auch die Frage nach den betroffenen Zulieferpartnern nicht beantworten."

Auf der anderen Seite: Welche andere Firma ohne Schuld ist, die werfe den ersten Stein...!

Donnerstag, 23. Juni 2011

Shi Ming

Das habe ich mich schon vor längerer Zeit gefragt: Wie kommt es nur, dass Shi Ming akzentfrei Deutsch spricht?

Dienstag, 26. April 2011 15:30 Uhr
Chinesischer Journalist Shi Ming kritisiert deutsche Debatte über Ai Weiwei
Die deutsche Debatte über die Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei gleicht einer Nabelschau. Das kritisiert der Journalist Shi Ming, der seit 1989 in Deutschland im Exil lebt. Es sei befremdlich, dass heute abend bei der Podiumsdiskussion über Ai Weiwei in der Akademie der Künste in Berlin kein einziger Chinese auf dem Podium sitze, sagte Shi Ming im Deutschlandradio Kultur. An der Veranstaltung mit dem Titel "Ai Weiwei und die Kunst der Aufklärung" nimmt unter anderem Kultur-Staatssekretär Bernd Neumann teil. Ebenfalls dabei ist Klaus Schrenk, einer der Macher der umstrittenen Ausstellung über die deutsche Aufklärung in Peking.

Die Sendung eben: 23.06.2011 17:35 Uhr
Erfolg für die Menschenrechte? Zu den Hintergründen der Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei
...

Ok, die alte Aufnahme war nicht mehr aufrufbar. Es gibt viele andere. (07.10.2013)

Montag, 6. Juni 2011

China holt auf: Uni-Liebhaberinnen


"... Auf der Liste bieten sich junge Frauen von verschiedenen Unis als Liebhaberinnen mit Preisen von 20.000 Yuan (2.150 Euro) bis 500.000 Yuan pro Jahr an, je nachdem, von welcher Uni sie kommen. Junge Frauen von Unis mit hervorragendem Ruf, beispielsweise Fudan und Jiaotong, führten die Liste an, während solche von kleineren Unis sich zu niedrigeren Preisen anbieten. Es waren außerdem die Kontaktdaten des Agenten auf der Liste, der die Frauen wohlhabenden Kunden vorstellt."

So also erreicht China auch in Sachen Edelprostituierte -- wie hieß das doch früher immer in der DDR? Ja,  das war das Wort:

Weltniveau!
Ein Fund bei Ebay:

Sie bieten auf ein DDR Propagandaplakat zum Thema
WELTNIVEAU
aus dem Jahr 1987. Dies ist kein Nachdruck aus späteren Jahren!
Das Format ist A 1 (ca. 60 x 80 cm) und der Zustand ist sehr gut.

Montag, 11. April 2011

Zhang Zai

Eine Notiz für später (Wikipedia):

Zhang Zai (chin. 張載/张载, Zhāng Zǎi, W.-G. Chang Tsai; * 1020; † 1077) war ein chinesischer neokonfuzianischer Moralphilosoph und Kosmologe aus der Zeit der Nördlichen Song-Dynastie.

Chang Tsai: Rechtes Auflichten. Cheng-meng. Aus dem Chinesischen übertragen und mit Einführung, analytischem Kommentar, Quellennachweisen, Literaturhinweisen und Indices herausgegeben von Michael Friedrich, Michael Lackner und Friedrich Reimann. Hamburg: Meiner, 1996. (= Philosophische Bibliothek; 419.)

Dienstag, 12. Oktober 2010

China

Heute gehört
Hochinteressant, kenntnisreich, informativ! 
12:05 Uhr Tagesgespräch Wandel durch Handel: Gilt das auch für China? Moderation: Stefan Parrisius 
Als Podcast verfügbar

Dienstag, 27. Juli 2010

Vorstudien China: Ethnien und Religionen

Diese Information steht am Anfang:

China beherbergt 56 ethnische Gruppen. Die Han-Chinesen stellen 92% der Gesamtbevölkerung, während die anderen 55 ethnischen Gruppen aufgrund ihrer geringen Anzahl als Minderheiten gelten. Der Staat schützt die Rechte und Interessen der ethnischen Minderheiten, sichert und fördert ihre Gleichheit und Einheit. Geographisch gesehen leben die Han-Chinesen im gesamten Land mit der größten Dichte in Ost- und Zentral-China. Die meisten ethnischen Minderheiten leben im Südwesten, im Nordwesten und im Nordosten in den chinesischen Grenzgebieten.

Religion

China ist ein Land mit vielen Religionen, in dem sich Taoismus, Buddhismus, Islam, Christentum und Katholizismus entwickeln konnten. Die Freiheit der Religionsausübung ist eine Politik der Regierung und das Grundgesetz schützt normale religiöse Aktivitäten.
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"Die Han-Chinesen sind keine homogene Gruppe. Besonders moderne staatliche Institutionen mit ihrem Drang zur Vereinheitlichung und Zentralisierung leugnen diese Heterogenität. Diese zeigt sich jedoch z. B. an den unterschiedlichen Sprachen der Chinesischen Sprach- gruppe und an Bezeichnungen für Regionen und ihre Bewohner, die älter sind als die Han-Dynastie (z. B. Wu oder Shu). Auch andere Dynastien werden zur Eigenbenennung verwendet, so nannten sich Südchinesen (und tun dies im südostasiatischen Ausland immer noch) Tang und nicht Han - folgerichtig insofern als diese Gebiete erst zur Zeit der Tang aus dem Norden besiedelt wurden und die autochthone Bevölkerung verdrängt oder assimiliert wurde." (Wikipedia)

Sonntag, 31. Januar 2010

Selbstliebe und Selbstzerstörung

Heute, seit 09:30 Uhr. Essay und Diskurs: Körperkult. 3. Selbstliebe und Selbstzerstörung
Von Svenja Flasspöhler

"Das Wort Kult meint Götterverehrung. Der Körper wird dabei für die Huldigung instrumentalisiert. Innerhalb des Körperkultes ist der Körper aber nicht nur Mittel, sondern auch Zweck des Kultes. Er selbst ist es, der geehrt, angebetet und manipuliert wird. Dies zeigen viele Formen in unserer Gesellschaft. Unsere vierteilige Serie "Körperkult" befasst sich damit. "

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Jeder 100. Deutsche sei fitness-süchtig. Michael Jackson, eine Parodie seiner selbst, hergestellt durch "Schönheitsoperationen".

"Auf Neuguinea fügt man sechzehn Jahre alten Jungen bis zu 2000 Schnitte am ganzen Körper mit einem Rasiermesser zu, um das 'Krokodil' zu ehren, das dem dortigen Glauben zufolge der Ursprung des Lebens ist. Und bei den brasilianischen Kayapó-Indianern sticht man einem neugeborenen Jungen schon nach wenigen Tagen ein Loch in die Unterlippe. Mit den Jahren wird das Loch vergrößert, und wenn der Junge das Heiratsalter erreicht hat, setzt man ihm eine sogenannte Lippenscheibe ein, die so groß ist wie eine Untertasse und die Redekunst ihres Trägers symbolisieren soll."

Und ein wenig weitergeblättert.

"Überall auf der Welt sind Frauen durch Schönheitsideale und Bräuche in ihrer Freiheit und Unversehrtheit eingeschränkt worden. Doch die chinesische Tradition des Füßebindens scheint eine besonders grausame Variante zu sein: von klein auf wurden den meisten chinesischen Mädchen durch ihre Mütter die Füße so eng und stark bandagiert, dass ..."

Mittwoch, 20. Februar 2008

Geisteswissenschaftler-Riesen

Manchmal tut's schon weh, wenn man die geisteswissenschaftliche Geistesriesen-Originalität sieht:

Matthias Heine weist auf eine fatale Konsequenz hin, die das Ende des gedruckten Brockhaus mit sich bringt: Wir können den Wissensstand einer Epoche nicht mehr nachvollziehen. 'Bei Wikipedia ist der Wissenstand von vor fünf Jahren längst millionenfach überschrieben und modifiziert worden.' Die Lösung könnte sein, dass der gesamte Datenbestand eines Online-Nachschlagewerks regel- mäßig zu einem bestimmten Zeitpunkt gespeichert wird. Wikipedia gibt es ja tatsächlich auch schon auf CD-Rom zu kaufen - naturgemäß in einer Version, die gegenüber derjenigen im Netz veraltet ist, aber für künftige Historiker ein willkommenes Geschenk. (spiegel.de)

Wissensstand einer Epoche! Geht es nicht noch größer? Und die Epoche als solche wird definiert durch die Neuerscheinung des Brockhaus?

Wenn der Herr Heine eine solche Stufung des Wissens den Historikern hinterlassen will, dann kann er 100 Euro für eine 500-GB-Festplatte anlegen und eine Gesamtkopie von Wikipedia mit irgendeinem Spider darauf aufzeichnen. Täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich, 5-jährlich, ... Ganz wie beliebt. Und er kann, was der Brockhaus sicherlich nicht ermöglich hat, jede Komma-Änderung im work in progress mit aufzeichnen. Das ist ein Fest! Eher was für Linguisten als für Historiker. Aber immerhin.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Die Globalisierung, oder: Externe Festplatte, zum Zweiten...

Bei Ebay bestelle ich ein USB 2.0 Festplatten Gehäuse 2,5" HDD CASE Neu für -- 1 Euro 99. Aus Hongkong. Das wollte ich schon immer. Mal ausprobieren, was passiert, wenn man in China direkt bestellt. Versandkosten 4,99 unversichert, 5,99 versichert. Wenn da noch eine Nachversteuerung kommt, von der man manchmal im Netz liest, egal. Zu viel kann das nicht sein. Bei Amazon kostet so ein Gehäuse zwischen 25 und 35 Euro.
Nun, ich muss zwar 12 Tage warten, bis das kleine Packl da ist. Kann man sich ja denken. Aber es kommt. Das Kabel sieht ein wenig anders aus als auf dem Bild. Ein einfaches USB-Kabel. (Ich korrigiere. Es sieht aus wie auf dem Angebot. Das mit dem einfachen Stecker war von der anderen Festplatte. Siehe ... zum Ersten.) Aber dafür ist an dem Gehäuse auch ein normaler USB-Stecker, keine von den drei oder vier Varianten, für die man immer das rechte Kabel erst suchen muss, wenn Sache und Kabel einmal getrennt sind. Und -- rührend! Es liegt ein kleiner grüner Schraubenzieher bei, damit man die zierlichen Kreuzschlitz-Schräubchen leicht gleich einsetzen kann.
Nun denn, die vorhandene Platte rein. An das Notebook. Windows-Klingklang und -- nichts mehr. Enttäuschung? In Grenzen. Es war ja vorauszusehen. Für 2 Euro kann das doch nicht funktionieren!
Dann packt mich der Ehrgeiz. Wenn die Platte erkannt wird, muss da doch noch was sein. Ein paar Minuten später sehe ich -- es liegt an der Platte, nicht am Gehäuse. Die Platte ist nicht vorformatiert. Formatierung einschalten und Fußballspielen gehen. Bei Rückkehr habe ich eine Festplatte mehr.
Was bleibt? Erstaunen. Auch darüber, dass so etwas für das Geld gemacht werden kann. Ist es Ausbeutung? Gilt das alte Argument der Billigkäufer: Wenn ich nicht kaufe, haben die da drüben gar nichts davon. Außer dass sie arbeitslos sind. Forderung nach Mindestpreisen, analog zu den Löhnen? "Da lachen ja die ökonomischen Hühner!" grinst der Große Vorsitzende Mao in seinem Mausoleum.