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Samstag, 10. Dezember 2022

"Prolegomena zu ..."

Nach dem ersten Schneefall -- nachdenklich drauf: Ich denke über Scylla und Charybdis und über ungewaschene gewaschene Pelze nach. Politisch, theoretisch, praktisch. "Prolegomena zu einer Theorie der politischen Argumentation".


Nach dieser Meldung:

>> Apple erhöht die Sicherheitsvorkehrungen drastisch: Der Tech-Konzern wird in seinem Cloud-Speichersystem künftig weltweit vollständig verschlüsselte Backups von Fotos, Chatverläufen und den meisten anderen sensiblen Nutzerdaten ermöglichen. // Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt die Daten besser vor einem Zugriff durch Hacker und Spione. Allerdings werden sie dann auch für Straf-Ermittler unerreichbar. // Deshalb schlägt das FBI Alarm. Gegenüber der „Washington Post“ sagte ein Sprecher der US-Bundespolizei: „Das behindert unsere Fähigkeit, das amerikanische Volk vor kriminellen Handlungen zu schützen, die von Cyberangriffen und Gewalt gegen Kinder bis hin zu Drogenhandel, organisiertem Verbrechen und Terrorismus reichen.“ <<

Wenn also technisch der Schutz der Privatsphäre endlich perfekt wird, dann können auch die Kinderpornographen und alle Spielarten der OK davon profitieren. Der gegenwärtige linksliberale deutsche Musterbürger sieht nur den Datenschutz und kauft sich einen neuen Apple. Er hatte ja auch vorher schon einen, weil Apple zwar teuer, aber vor allem schick und angesagt ist. Zu dem anderen, dem mit dem Cloud-Speichersystem, sagt er: "Ja, da sollen die Strafverfolger halt sehen, was sie machen. Ist doch deren Problem! Und außerdem -- FBI! Schlimme Bande eh!"

"Incidit in Scyllam, qui vult evitare Charybdim."

"Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!"

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Will mich Google in den Wahnsinn treiben?

Ich habe schon mal festgestellt: die alte, gute Google-Suchabfrage über site:spiegel.de usw. funktioniert nicht mehr. Der Bildschirm bleibt leer. Will mich jemand, Microsoft selbst womöglich, dazu bringen, zu Bing zu wechseln?

Dann kommen jetzt jede Menge Sicherheitsabfragen. Meine Konten seien gefährdet. Schön und gut, aber die Konten-Absicherung muss mit einem vertretbaren Aufwand gehen! Wenn ich mich durch endlose Herumrede-Wüsten im Google-Jargon durchkämpfen muss, hört irgendwann der Spaß auf. 

Halte wir das mal fest, in der Hoffnung, dass irgendwelche Algorithmen das auch verstehen oder vielleicht einen vernünftigen Menschen bitten, da mal nachzusehen.

Merke: Dinge, die nur nerven, sind kontraproduktiv. Das gilt auch für EU-Bürokraten, die Sicherheitsabfragen und -hinweise im laufenden Betrieb implementieren. Fragen, die nur noch nerven, sodass jeder sie wegklickt. Oder ein Add-on aktiviert, das sie für ihn automatisiert wegklickt. 

Summarische Frage: Leben wir denn in einer Welt von Idioten, die über den eigenen Tellerrand nicht raussehen können?

Donnerstag, 20. Mai 2021

Meine Internet-Gebetsmühle



Seit langem mal wieder ein kleiner, aber ernst gemeinter Text bei der ZEIT.

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Urheberrechtsreform : Ihr Upload ist leider fehlgeschlagen Der Bundestag hat die Urheberrechtsreform beschlossen. Das bedeutet: Uploadfilter kommen. Wer baut sie und was können sie? Ein Blick unter die Motorhaube Eine Analyse von Meike Laaff -- 20. Mai 2021, 15:27 Uhr 238 Kommentare

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Ich bin in diesem Punkt zur Gebetsmühle geworden. Diese Mühle sagt: Statt aller möglichen defensiver Maßnahmen gegen -- ja nun, es sind ja ausnahmslos Amis, um die es geht, hätten die Europäer nicht unkreativ schlafen sollen, verdammt noch mal! Warum musste hier Amazon groß werden, wo doch Quelle alle Kundendaten hatte und nur auf Online hätte umsteigen müssen? Warum gibt es keine erfolgreiche europäische Suchmaschine, die der "Datenkrake" Google zeigt, wie man es richtig macht? Warum Facebook und nicht Germanbook? Usw. Unterm Strich: Im Internet selbst nichts auf die Beine stellen können, aber an den Erfolgreichen herummäkeln, das ist Deutschlands ureigene Fähigkeit.

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Sonntag, 25. Oktober 2020

Wie alt mag wohl der Täter sein?

Ich schmelze dahin, wenn jemand umstrittene Sichtweisen so ironisch auf den Punkt bringen kann. Ein Kommentar beim SPIEGEL: 

"Bei all diesen Blaulicht-Nachrichten treibt mich immer eine Frage um: Wie alt mag wohl der Täter sein. Der mutmaßliche Täter natürlich. Und ich muss offen gestehen, dass ich vorbildlich informiert werde. Näheres zur Person will ich grundsätzlich nicht wissen. Ich möchte niemandem Arbeit machen." (spiegel.de)

Der SPIEGEL lässt nicht direkt auf Kommentare verlinken. Eine der Schwachstellen der SPIEGEL-Kommentarfunktion. Beabsichtigt?

Donnerstag, 1. August 2019

"Wir müssen es nur zulassen."

VON MEINER FREUNDIN M. VORAB ÜBERMITTELT:

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M. ist vom Fach und weiß, was sie sagt. Nun denn, jemand wendet ein, dass Gesichtserkennung auf Bahnhöfen nichts bringen wird, weil ...

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"Das hält keinen ab, weil heute die Täter oft Kapuzen tragen und Gesichtsmasken ..."

Ich glaube, auch Sie sind da nicht auf der Höhe der Zeit und des technisch Möglichen. Wenn man solches denn in einer Gesellschaft will und zulässt. Lesen Sie mal nach, was die Freunde von den israelischen Geheimdiensten und die von der chinesischen Sozialpunkte-Vergabe inzwischen da so alles können!

Sagen wir mal so: Alle mit "Vermummung" kommen sowieso in die engere Auswahl. Ein Kriterium, das die Anzahl der Daten perfekt reduziert. Dann: Die Art, wie Sie gehen und und überhaupt: wie Sie sich bewegen -- da können sie noch so sehr künstlich das Bein nachziehen, darauf fällt die Software nicht rein ...

Und demnächst kommt eh bei Verdachtsfällen der nächste, der olfaktorische Schritt. Und in fünf Jahren dann der DNA-Abgleich on the fly mode. Wir müssen es nur zulassen.

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Dienstag, 26. März 2019

EU-Urheberrechtsreform (Julia Reda)

Notizbuch

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Julia Reda. Sie hat schon gewonnen || Julia Reda ist die einzige Piratin im EU-Parlament. Sie hätte sich eine ruhige Zeit dort machen können. Stattdessen führt sie die Gegner der EU-Urheberrechtsreform an. | Von Lisa Hegemann, Berlin und Brüssel | 26. März 2019 | 323 Kommentare (zeit.de)

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Auch diese Reform zeigt wieder mal: Die Europäer, und die Deutschen zumal, waren und sind nicht fähig, sowas wie Google, Facebook, YouTube oder Amazon auf die Beine zu stellen.* Aber dann offiziell klagen und die Kreativität der Menschen zu Tode schützen, das können sie!


* Immer wieder mal die Frage, warum nicht Arcandor [Rechtsform Aktiengesellschaft in Liquidation, Gründung 1999] seinerzeit Amazon zuvorgekommen ist. Was hatten die für einen Vorsprung an deutschem Versandhaus-Know-how! Aber -- einfach zu wenig Phantasie.

___ SOEBEN GELESEN ___

http://m.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/artikel-13-eu-parlament-stimmt-urheberrechts-richtlinie-komplett-zu-a-1259677.html

Uploadfilter und Leistungsschutzrecht
EU-Parlament stimmt Urheberrechts-Richtlinie komplett zu

Mit deutlicher Mehrheit hat das Europaparlament für die EU-Urheberrechtsreform gestimmt - mitsamt der besonders umstrittenen Artikel 11 und 13.

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Freitag, 1. März 2019

Amazon: Dash-Bestellknöpfe

Beschlossen, mich von den Kommentarseiten der ZEIT zu verabschieden. Die besserwisserische Zensur dort ist einfach nur noch ärgerlich.

Jetzt also:

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"Amazon: Dash-Bestellknöpfe werden nicht mehr angeboten. Amazon stellt den Verkauf von Dash-Bestellknöpfen ein. Nachschub können Haushaltsgeräte künftig selbst bestellen – oder Kundinnen und Kunden per Sprachsteuerung. (zeit.de)

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Ja, die deutschen Sonderwege! 

Ich möchte mich von den deutschen Datenschützern einfach abkoppeln können! Ich weiß selbst, was für mich gut ist. Das müssen nicht Gerichte und Datenschützer für mich tun!

Donnerstag, 3. Januar 2019

HUAWEI Themes

Notizbuch

Eine ellenlange Mitteilung erreicht mich von Huawei. Sie, diese Erklärung, erinnert mich ein wenig an die Mitteilungen zu AGBs: "Bitte lesen Sie die folgenden Hinweise sorgfältig durch!" Die Hinweise umfassen dann 37 eng beschriebene Seiten.

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HUAWEI Themes ist ein Dienst zur Anpassung des Erscheinungsbilds, der von Aspiegel Limited, einem Tochterunternehmen von Huawei mit Sitz in Irland (im Folgenden als „wir“, „uns“ oder „unser“ bezeichnet), bereitgestellt wird.

Diese Erklärung beschreibt:

1. Welche Daten sammeln wir über Sie?

2. Wie verwenden wir Ihre Daten?

3. Wie lange speichern wir Ihre Daten?

4. Geben wir Ihre Daten weiter?

5. Welche Rechte und Wahlmöglichkeiten haben Sie?

6. Wie erreichen Sie uns?

7. Wie aktualisieren wir diese Erklärung?

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1 Welche Daten sammeln wir über Sie?

Als Teil von HUAWEI Themes werden wir Ihre personenbezogenen Daten nur für die in dieser Erklärung genannten Zwecke sammeln und verwenden. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, mit denen Huawei Sie als Nutzer identifizieren kann.

Wir erfassen und verarbeiten die folgenden Daten:

  • Kontoinformationen: wie zum Beispiel Gerätekennung und Kontoname.

...


Letzte Aktualisierung: [12. November 2018]

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Nun ja, 37 Seiten sind es nicht ganz. Aber lang ist die Liste schon! Und steht da in letzter Zeit nicht immer was über diese Firma in den Zeitungen ...? Bin ich über mein Smartphone längst Teil einer großen chinesischen Datenbank geworden?


Montag, 12. November 2018

Tarek Belgacem

Notizbuch

Man kann es als Zeichen einer freundlichen europäischen Normalität nehmen, dass angesichts solcher Meldungen im freien Fernsehen, nicht nach den Köpfen gerufen wird, die -- symbolisch natürlich, nicht wirklich -- rollen müssen. Also nationale Minister und hohe politische Beamte in Brüssel müssten da doch zurücktreten, wenn in ihrem Verantwortungsbereich so etwas möglich ist! Aber nein, die Haltung scheint zu sein: "Europa, das liberale, kann sich so etwas eben leisten! Da regen wir uns doch gar nicht auf. Bedauerlich für die einzelnen Opfer, aber im Großen -- politisch gesehen? Peanuts!"

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START › VIDEOS › TERRORIST MIT 20 IDENTITÄTEN | Die Reise des Tarek Belgacem | Terrorist mit 20 Identitäten || Am 7. Januar 2016 geht ein islamistischer Terrorist in Paris mit einer Axt auf Polizisten los. Es ist der gebürtige Tunesier Tarek Belgacem, der zuvor in sieben europäischen Ländern Asyl beantragt hatte. | Belgacem wurde bei dem versuchten Anschlag in Paris erschossen. Doch soweit hätte es gar nicht kommen dürfen. Der 24-Jährige reiste vorher unbemerkt durch Europa und nutzte dabei mindestens 20 verschiedene Identitäten. Der Fall zeigt deutlich die Schwachstellen bei der Registrierung von Flüchtlingen auf. | Ein Beitrag von Marie Groß und Roman Lehberger.

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Ist da jemand zurückgetreten? Überhaupt -- haben sich die Verhältnisse seitdem geändert? Ich hatte diese Sache nie wirklich, wie man so sagt: auf dem Schirm. Gestern habe ich das entsprechende Video bei SPIEGEL-TV gesehen. Ach ja, und das Wort muss natürlich kommen: Der Datenschutz verhindert, dass die Daten abgeglichen werden.

Sollte ich einmal nachfragen?

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Dienstag, 6. November 2018

Guizhou ( 貴州省 )

Ich höre einen Podcast über Big Data in China.

SWR > SWR2 > Wissen > Chinas Big-Data-Industrie - im Digital-Rausch Zum Artikel 24:38 min | 5.11. | 8.30 Uhr | SWR2 Audio


Zentral: In China gibt es Datenschutz nach westlichen Vorstellungen überhaupt nicht. Dann die Details, auch was Apple in China angeht. Usw.

Der westliche Datenschützer sagt da normalerweise, dass wir uns ja nicht an den schlechten Standards von Quasi-Diktaturen orientieren können. Die Frage ist nur, ob die, die da, wie China, die hinderlichen westlichen Werte beiseite lassen, nicht binnen Kurzem die Welt-Datenszene dominieren werden. Von der inneren Sicherheit mal ganz zu schweigen. Das haben wir dann am Ende davon, von unseren tollen Standards.

Freitag, 11. Mai 2018

Datenschützer und Journalisten


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"In China ist der Kunde gläsern. 800 Millionen Kunden, Nutzerprofile, Gesichtserkennung: Alibaba überwacht den Alltag der Chinesen. Wie genau, zeigt ein Besuch im Supermarkt der Zukunft. Von Felix Lee, Peking"

Das Folgende sage ich in solchen Zusammenhängen immer, und ich habe es auch hier im Kommentarbereich, wenn ich mich recht erinnere, schon zweimal gesagt. Also – das mit dem gläsernen Menschen / Kunden bleibt so lange eine völlige Schimäre, als man nicht sagt, was daraus folgt. Für viele Leute steht im Hintergrund offenbar: „Da gibt es jemanden, der mich persönlich, mich, Franz Meyer, überwacht und alles über mich weiß!“ Das ist aber weder bei Amazon noch bei Alibaba irgendwie das Ziel, schon allein, weil es nicht die Kapazität gibt, auf irgendjemanden als Einzelperson zu schauen. Einzelpersonen interessieren nicht, soweit sie nicht Verbraucher sind, die man – als Gruppe oder Cluster – halten kann und bei denen man noch mehr Geld herausholen kann. Das geht subtil und, was Amazon angeht, tatsächlich vor allem ÜBER DAS GROSSE SCHLAGWORT "KUNDENFREUNDLICHKEIT". (Warum ist Amazon so groß geworden? Weil es in Sachen Kundenfreundlichkeit überzeugend auftritt!)

Also – ich sehe hier vor allem Journalisten und Datenschützer unterwegs, die Schimären aufbauen, die bei den Leuten in den Köpfen wirken sollen. Die meisten Menschen sind aber durchaus imstande, ihre eigenen Interessen und auch irgendwelche Bedrohungen zu überblicken. Sie brauchen da keine Gouvernanten, die sie ständig ermahnen und auf irgendetwas aufmerksam machen.

Donnerstag, 19. April 2018

"Mindestens sieben Alias-Namen"

Wie steht es um die innere Sicherheit und die Gerechtigkeit, wenn so etwas offenbar möglich und, siehe den Fall Amri, doch auch kein Einzelfall ist.

TÄTER NACH FAHNDUNG GEFASST – DOCH WER IST ER WIRKLICH? Straßenbahn-Schläger hatte mindestens sieben Identitäten Die Polizei suchte öffentlich nach dem brutalen Schläger. | Artikel von: MANDY KYNAST veröffentlicht am 17.04.2018 Leipzig – Gemeinsam mit seiner Gang soll dieser junge Mann einen 19-Jährigen in einer Straßenbahn niedergeschlagen, mit einem Gürtel ausgepeitscht und schwer verletzt liegen gelassen haben. Nach einer Fahndung konnten die Ermittler jetzt den Täter fassen – doch seine wahre Identität kennt offenbar nur er. Der Straßenbahn-Schläger lebte mit mindestens sieben Alias-Namen in Asylbewerberunterkünften – und wurde mit einem Haftbefehl in ganze Deutschland gesucht! Der Haupttäter, der mit einem Gürtel auf sein Opfer eingeschlagen hatte, konnte identifiziert werden, teilte die Polizei in Leipzig mit. Ein Mitarbeiter einer Asylbewerberunterkunft in Marienberg im Erzgebirge erkannte den Mann und informierte die Polizei. Der Gesuchte hatte noch offiziell bis November 2017 dort gewohnt. ... „Derweil suchte nicht nur die Polizei aus Leipzig nach dem Mann mit mindestens sieben Alias-Namen“, erklärte eine Polizeisprecherin. „Er wurde auch mit einem nationalen Haftbefehl deutschlandweit wegen Drogenbesitzes gesucht.“ Der mutmaßliche Täter soll – sofern diese Identität die richtige ist – ein 23-Jähriger aus Libyen sein. Oktober letzten Jahres hatte er in einer Tram mit drei anderen Männern nach einem Streit auf einen jungen Afghanen eingeschlagen. Als die Männer auf das Opfer eintraten und es mit einem Gürtel auspeitschten, war die Notbremse gezogen worden. Die Schläger konnten damals fliehen, während das Opfer schwer verletzt am Boden der Straßenbahn zurückgelassen wurde. (bild.de)

Mittwoch, 11. April 2018

Wer sind "wir"?

Ein Aufplopp soeben, mitten auf dem Bildschirm:


Wenn das von Microsoft käme, dann stünde das wohl auch da. Also -- wer will da was updaten? Worum geht es überhaupt?

Also erst mal: Weg damit!

Freitag, 6. April 2018

"Amazon weiß, was ich tue"

Sagt Magnus im Wikipedia-Café. Zwei Antworten kurz, ich lang. (Halt weil das Diktierprogramm funktioniert.)

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15:58 zwei Bücher in einen Artikel wiedereingefügt, 20 Minuten später eine EMail von Amazon, in der mir eines dieser Bücher vorgeschlagen wird. In dem Browser nicht bei Amazon angemeldet, kein Amazon-Browser-Add-On, den Titel vorher nicht bei Amazon nachgeschlagen, der Autor interssiert mich auch sonst nicht. Ich fühle mich beobachtet... --Magnus (Diskussion) 19:01, 5. Apr. 2018

Amazon -> Blockierliste. Meine Meinung.--Bluemel1 (Diskussion) 19:20, 5. Apr. 2018

STRG+U oder STRG+SHIFT+C auf diversen Webseiten und mal sehen was da welche Werbung einblendet. --Hans Haase (有问题吗) 20:55, 5. Apr. 2018

Nicht ganz neu, was ich hier sage. Aber mal für diesen Fall gesprochen: A) könnte trotz allem noch Zufall sein. B) Wahrscheinlicher ist, dass du die Bücher doch einmal in anderen Zusammenhängen gesucht hast. C) Wenn nicht A oder B, muss erst einmal beantwortet werden, wie das geschehen sein soll. Tastaturüberwachung durch den BND, der seine Erkenntnisse an Amazon verkauft – trotz all der Vorfälle in letzter Zeit: doch eher unwahrscheinlich. Wie also? D) ist es nicht besser, über Bücher informiert zu werden, die einen irgendwie interessieren, als über Zufalls-Schnickschnack? E) Das große Rad im Internet wird nun mal über Werbung und Datenhandel gedreht. Wer das nicht gut findet, muss entweder in die Politik gehen und schauen, was er ändern kann. Von vornherein wissend, dass da mächtige Interessengruppen antreten. Oder er muss aussteigen aus dem ganzen Technikkram. Alles andere ist nur Jammern. Immer entlang dem Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. F) Ein kleiner Trost: Deine Daten werden nicht irgendwie von neugierigen Menschen, sondern von sehr kalten Algorithmen ohne Bewusstsein weitergegeben. Die Sache also vom Ende her denken: Was wäre der maximale Schaden, der durch diese Art von Überwachung eintreten könnte? (Ich, der ich vollkommen unsensibel gegenüber dieser Form von Überwachung bin, wusste lange überlegen, was denn die Menschen so sehr stört, wenn ihre Google-Abfragen mitgelesen und in maschinenlesbare Persönlichkeitsprofile umgesetzt werden. Ich selbst unterschreibe in jeder Hinsicht den Satz: „Wer nichts zu verbergen hat, der muss auch nichts befürchten.“ *kopfschüttel*? Ist halt so. So bin ich nun mal. – Erst nach langem Suchen ist mir ein Vergleich eingefallen, der mir seitdem hilft, die Daten-Sensibelchen zu verstehen: Für viele Menschen ist das mit dem Internet-Überwachtwerden so, als ob sie unter der Dusche immer von einer Kamera beobachtet werden, die die Bilder in die Welt hinaus sendet. Die Bilder erscheinen nicht in der Öffentlichkeit, aber unangenehm ist es den Menschen doch. Ich meine – dass sie unter ihren Kleidern nackt sind, weiß jeder; aber muss das denn so offensichtlich gemacht werden? Das gehört sich doch nicht.) --Delabarquera (Diskussion) 08:16, 6. Apr. 2018

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Fortsetzung:

Ich bin ja nicht Paranoid und mache mich deswegen auch nicht wahnsinnig, aber manchmal sind solche Zu- oder Zwischenfälle doch bizarr. Man googelt am PC nach einem Gerät, das einem dann später am Smartphone als Werbung vorgeschlagen wird. Man schaut eine Blu-ray zur Hälfte und wird später auf einem anderen Player (!) gefragt, ob man die Wiedergabe dort fortsetzen möchte. Oder dann sowas. Sicher Zufall, weil ich vor Tagen be Amazon nach dem Buch geschaut habe (Verfügbarkeit), aber dennoch weird. --Magnus 08:27, 6. Apr. 2018

OT @Delabarquera: „Wer nichts zu verbergen hat, der muss auch nichts befürchten.“ In totalitären Systemen wird daraus: "Wer etwas verbirgt, hat etwas zu befürchten." Bisschen wie beim Wahlgeheimnis; wenn alle anderen offen wählen, weiß man, wer heimlich für die falsche Partei gestimmt hat. Jeder darf heute wissen, was ich so für Bücher lese, klar. Blöd nur, wenn die morgen auf einer Verbotsliste stehen. Grüße Dumbox  08:33, 6. Apr. 2018

@Magnus Ein Beispiel zum Trost, weil es zeigt, dass die Algorithmen trotz allem doch ziemlich dumm sind: Ich habe mal für eine Collage das Bild eines Bikini-Mädchens gesucht. (Ergebnis, für Interessierte: Hier.) Nicht etwa, weil ich einen Bikini kaufen wollte. Drei Wochen lang habe ich ständig von den allerschönsten Bikinis Angebote bekommen. Wären die Algorithmen einigermaßen gut gewesen, dann hätten sie mir Angebote für Zeichenpapier und Kleister geschickt, vielleicht auch von Collageprogrammen, die es so gibt; aber doch nicht von Bikinis! -- @Dumbox Nun ja, wir leben Gott sei Dank nicht in einem totalitären Regime. Und die Kraft sollte dafür eingesetzt werden, zu verhindern, dass wir demnächst in einem solchen leben. Die Berichte aus China – mit durchaus vielen Chinesen, die das sogar gut finden – sind mir im übrigen bekannt. Ich bin mir nicht sicher, ob nicht auch ca. 30% der Deutschen ein solches System befürworten würden. Ich selbst habe mich noch nicht entschieden. Es spricht ja doch auch Einiges dafür! Was ich da so täglich an Beispielen von extremem asozialen Verhalten lese! Alles eine Frage der Güterabwägung.) --Delabarquera 08:46, 6. Apr. 2018

"Nun ja, wir leben Gott sei Dank nicht in einem totalitären Regime. Und die Kraft sollte dafür eingesetzt werden, zu verhindern, dass wir demnächst in einem solchen leben." Yup. Und unabdingbar dafür ist, so abstrakt das zunächst scheinen mag, das unbedingte Recht auf Privatsphäre. Wenn man erst diskutieren muss, was der Staat von meinen Vorlieben und Abneigungen wissen darf, ist es fast schon zu spät. Zum zweiten Teil: Autoritäre Systeme haben immer ihren Reiz, und schon die Alten wussten, dass eine Monarchie mit einem guten König die beste Staatsform ist. Das offenkundige Problem damit war ihnen aber auch klar. Grüße Dumbox 08:57, 6. Apr. 2018

@Dumbox "das unbedingte Recht auf Privatsphäre": Wobei wir natürlich wissen, dass dieses Recht von vornherein seine Grenzen hat. Stichwort: Strafverfolgung. Es wird ja – nicht nur von mir – oft gesagt, dass da die gegenwärtige Sicht auf den Datenschutz zu manchmal ziemlich grotesken Ergebnissen führt: Die Polizei hat Video- bzw. Fotoaufnahmen und kommt damit nach einem Jahr daher, weil sie vorher erst “alle anderen Mittel der Ermittlung“ ausschöpfen musste. Ich habe nicht das geringste Verständnis dafür, dass, wenn einer einen anderen niedergestochen hat, ein Jahr gewartet werden muss, bevor ein Bild kommt. -- Ein Beispiel im Grenzbereich habe ich vor Jahren schon einmal festgehalten: "Fahrraddiebs Liebling -- der Datenschützer!" Was wäre denn da die richtige Haltung? – Und nur zur Sicherheit: Im vorliegenden Fall ging es nicht um „den Staat“, sondern um die Privatwirtschaft. – So, das war's für heute von meiner Seite. Dir und allen Kaffeehaus-Besuchern ein sonniges Wochenende! --Delabarquera 10:20, 6. Apr. 2018

Dienstag, 27. März 2018

Darknet: eine Güterabwägung

Eines scheint ja evident: Wir müssen eine Güterabwägung vornehmen zwischen unserer ach so geliebten Freiheit in jeder Hinsicht und dem Preis dieser Freiheit, der eben auch in Kindesmissbrauch und Waffenhandel besteht.

27. März 2018 | Die dunkle Seite des Internets | Darknet - wie Kriminelle das Netz der Finsternis nutzen || Was ist das Darknet? Wie Kriminelle das dunkle Internet nutzen || Das "Darknet" ist ein Bereich im Internet, der von Suchmaschinen wie Google oder Bing nicht erfasst wird. | Das sogenannte Darknet gilt als dunkler, zwielichtiger Teil des Internets. Hier tummeln sich Kriminelle, weitgehend abgeschirmt von den Augen der Öffentlichkeit. Wie funktioniert die illegale Plattform? Ein Überblick. (rp-online.de)

Wahrscheinlich heißt die Parole doch: Wir müssen von China lernen! Die Chinesen machen vor, wie man das, was nicht zulässig ist, tatsächlich aus dem Internet rausnimmt. Man muss ja nicht die inhaltlichen Vorgaben 1 zu 1 von den Chinesen übernehmen. Aber wahrscheinlich treten bei uns die Freiheitsliebenden und die Datenschützer in Union auf und verhindern solche Veränderungen gemeinsam. Die missbrauchten Kinder und die Angehörigen der Mordopfer in München wurden bislang nicht gefragt, wie sie zu der Sache stehen.

Sonntag, 25. März 2018

Facebook!

Der SPIEGEL in dieser Woche doch wieder sehr gut. Also für mich jedenfalls. Auch wenn ich mit diesem Allerweltsthema Datenschutz in der Regel nichts anfangen kann, weil da überall verbissene und vergiftete Datenschutz-Profis unterwegs sind, die das Thema nie einmal grundsätzlich durchdacht haben. Also auch unter dieser Voraussetzung gefällt mir eine kleine Karikatur. 

Vorweg das:



Und dann das kleine Bild:


Solche Widersprüche in sich, die haben für mich etwas vollständig Unwiderstehliches!


Mittwoch, 7. März 2018

Amazon-Kritik

Kleine Amazon-Kritik-der-Kritik, im Vorbeigehen.

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["Langweiliges BlaBla von nem Klugscheißer. Wahrscheinlich Lehrer, Pädagoge oder sonst was."

Und Ihr Beruf? Automechaniker? IT-ler? Und welche Eigenschaften würden Sie sich selbst so zuschreiben? Äußerst unangenehmer Brutalo-Kritiker mit stets beleidigenden Tendenzen?]

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Ich wollte immer schon einmal wissen, wie die Rezensionen und im Grunde genommen auch alle anderen Nutzer-Mitteilungen von Amazon kontrolliert werden.

Eingeschoben: Wir sagen gerne „von Amazon“, und das kann zweierlei bedeuten. Es kann entweder ein findiges Programm hinter Antworten stecken, oder die Texte werden von Menschen gelesen, die wir als Personen natürlich nie kennenlernen, und dann nach gewissen Vorgaben beantwortet. Wenn Letzteres der Fall ist, dann ist da natürlich immer ein gewisser Interpretationsspielraum. Was geht, und was geht nicht? Wenn Ersteres gilt, dann muss es einen wirklich guten Algorithmus geben, der menschlichem Verstehen und Interpretieren nahekommt. Mich würde einfach aus angeborener Neugierde interessieren, wie sich das hinter den Kulissen so verhält.

Zurück zu diesem Fall: da hatte also jemand sich die Mühe gemacht, eine lange Kritik zu schreiben. Und jemand anderes spricht von Blabla von „nem Klugscheißer“. Zwei Berufe, mit denen der Absender Klugscheißer assoziiert, werden gleich dazugeschrieben. Das also scheint der mitlesenden Instanz bei Amazon akzeptabel. Meine Kritik der Kritik aber nicht. So, und jetzt fragen wir doch mal bei Amazon nach, und dann trage ich nach ein paar Tagen die Antwort – oder eben auch die Nicht-Antwort – hier ein.

P. S. Nachdem ich eine E-Mail-Adresse mit „allgemeine Fragen an Amazon“ gesucht hatte, bin ich auf Seiten verwiesen worden, in denen es gar nicht mehr so gesittet zugeht, wie ich es an und für sich bei Amazon gewohnt bin. Viele Klagen über das Verhältnis von „Amazon“! Es wird also auch hier klar: Wo Menschen sind, da menschelt's. Dass Amazon insgesamt den „menschlichen Faktor“ gut im Griff hat – das bedingungslose Kundenfreundlichkeit –, das ist immerhin eines der Geschäftsgeheimnisse des Ladens. Wenn hier etwas schief läuft, kann sich das ganz rasch in einem negativen Image und damit auch in einem Niedergang der Geschäfte auswirken. Aber das sind jetzt natürlich eher geschäftsphilosophische Überlegungen.

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Der Versuch, mit Amazon in dieser Sache Kontakt aufzunehmen, ist durchaus nicht einfach. Eine Anfrage -- weil keine entsprechende E-Mail-Adresse zu finden ist -- an die allgemeine Adresse info@amazon.de bringt die automatische Antwort:

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Guten Tag,

Diese E-Mail-Adresse hat lediglich Benachrichtigungsfunktion, hier koennen leider keine eingehenden E-Mails beantwortet werden.

Das sollte aber nichts ausmachen:

Wir sagen Ihnen, wie Sie an die gewuenschten Informationen kommen oder wie Sie Aenderungen an Ihren Bestellungen vornehmen koennen.

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Dann folgen nur Möglichkeiten, die mit diesem Themenbereich überhaupt nichts zu tun haben.

Freitag, 5. Januar 2018

1000 Apps belauschen Nutzer

Diese Meldungen sind selbst für mich, der ich datenschutzmäßig zu den vollkommen Unänstlichen gehöre, sagen wir: bemerkenswert:

ABHÖR-SOFTWARE 1000 Apps belauschen Nutzer übers Smartphone-Mikro Von Andreas Floemer | Stand: 03.01.2018 | Alphonso Lauschangriff über das Smartphone-Mikrofon: An die 1000 Apps hören permanent zu, um die Geräusche für Werbezwecke auszuwerten. Darunter sind auch viele Spiele, die sich speziell an Kinder richten.

Mark Zuckerberg klebt MacBook-Kamera und -Mikrofon ab | Florian Matthey am 22.06.2016 | Ihr kennt sie sicherlich auch: Menschen, die die Kamera ihres Laptops abkleben. Man mag darüber schmunzeln – aber völlig sinnlos ist es nicht. In einem Foto ist zu sehen, dass selbst Mark Zuckerberg Kamera und Mikro an seinem MacBook abklebt.

Die Frage ist ja, ab genau das nicht unter harte Strafe gestellt werden sollte. Bei jeder einzelnen Website wird inzwischen, offenbar doch wegen gesetzlicher Regelungen, darauf hingewiesen, dass Cookies gesetzt werden, aber solche Lauschangriffe dürfen sein bzw. werden nicht geahndet?  Erstaunlich. 

Sonntag, 26. November 2017

Glück und Glas ...

Das eine Liebe "zerbricht" ist eine gängige Formel. Ist diese Formel denn auch die richtige Beschreibung der jeweiligen Sachverhalte? Die BUNTE glaubt offenbar daran.

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Warum zerbrach das Liebes-Glück von Judith Rakers und Andreas Pfaff? Im September sah man den smarten Banker mit einer Runde von Freunden in Hamburgs Szene-Lokal „Zwick“ im angesagten Viertel Pöseldorf feiern. Mit dabei: eine attraktive brünette Frau. Apartes Gesicht, halblanges Haar, Anfang bis Mitte 30. Eine Woche später steht er wieder am Tresen. Mit dabei: die hübsche Brünette. Beide amüsieren sich, sie trinken Bier und Weißwein auf Eis. Jeder im Lokal kann beobachten, wie vertraut sie sind: „Die beiden hielten immer mal wieder Händchen und küssten sich“, berichtet ein Gast, der die Szene beobachtete, BUNTE.

Nur einen Tag später sah man Pfaff und die schöne Brünette zur Mittagszeit an der Außenalster in der Höhe des beliebten In-Treffs „Alstercliff“ spazieren gehen. Er hatte eine Basecap auf dem Kopf und den Arm um sie gelegt. Von Judith Rakers fehlte jede Spur. Sie war – wie so oft – wieder beruflich unterwegs.

Die ganze Geschichte lest ihr in BUNTE 43/2017.

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Donnerstag, 26. Oktober 2017

"Gibt es in Deutschland No-Go-Areas?"

Der User Bluemel1 wirft im Wikipedia-Café am 24. Okt. 2017 um 18:32 Uhr die im Titel genannte Frage auf. Nach einiger Zeit macht der User Janka eine Bemerkung, der der User Leif zustimmt. Ich mache anschließend gleich vier Anmerkungen.

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Anders gefragt: Sollte man inzwischen seinen Liebsten raten, sich nur noch zu bestimmten Zeiten draußen zu bewegen und Parkanlagen oder Bahnhöfe zu meiden? Sieben Männer überfallen Joggerin. Das Thema des Threads kann man mir nicht vorwerfen, denn ich habe die sieben Männer mit Sicherheit nicht zu der Tat angestiftet.--

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Kameraüberwachung verhindert keine Verbrechen. Und die nachgelagerte Bestrafung nützt nichts, wenn die Täter eh nichts zu verlieren haben. -- Janka 01:43, 26. Okt. 2017

Sehe ich genauso.--Leif 08:50, 26. Okt. 2017

@Janka "Kameraüberwachung verhindert keine Verbrechen." Das ist ein immer wieder vorgetragenes deutsches Datenschutz-Stereotyp. Dazu folgende Anmerkungen: 1. Dass Videoüberwachung wirklich "keine" Verbrechen verhindert, ist dem Alltagsverstand nach kontraintuitiv. Videoüberwachung verhindert, immer dem Normalo-Verstand entlang, genau die Verbrechen, bei denen sich die Täter in ihrem Werterahmen rational verhalten. Heißt: Es betrifft diejenigen, die nicht erwischt werden wollen, die anderen, die Taten der Hochemotionalen und der Doofen ohne Durchblick, eben nicht. Dass ein Teil der verhinderten Verbrechen dann woanders, ohne Überwachung begangen werden, sei gleich zugestanden. 2. Den deutschen Weg in Sachen Datenschutz / Videoüberwachung erkläre ich mir mit dem Gestapo-Negativ-Gen. Die NS-Zeit hat so viel an blinder, tötlicher Überwachung produziert, dass viele wohlmeinende Bürger glauben, gegen "Überwachung durch den Staat" müsse man generell was haben. Dass das in anderen Staaten mit längerer demokratischer Tradition auch ganz anders geht, zeigt immer wieder das Beispiel Großbritannien. 3. Ab welcher Schwere des Vergehens oder Verbrechens geht die Freiheit, unbeobachtet über den X-Platz zu schlendern, vor simple Videoüberwachung mit der Löschung nach 1 Tag, wenn keine Vorkommnisse? Ich hab mal einen Filmbericht aus London gesehen, bei dem ein Taschendieb einer älteren Frau die Handtasche entrissen hat, 200 Meter weiter rannte, die Straße überquerte und gemütlich zurückschlenderte, sicher, dass die Sache geritzt sei. Es kamen ihm zwei Bobbys entgegen, die ihn festnahmen. Es waren nämlich beide Seiten der Straße videoüberwacht. Sollte man Taschendiebstahl dieser Art als minderschweres Vergehen ohne Aufklärungsbedarf einstufen? 4. Noch einmal: "... verhindert keine Verbrechen". Das ist immer nur die Hälfte der Problematik! Selbst wenn nicht verhindert wird, dann wird doch oftmals allein auf Grund der Aufnehmen aufgeklärt und festgenommen. Wir haben da viele neuere Fälle, der bekannteste wohl der des "Berliner U-Bahn-Treters". Den hätte man, glaube ich, ohne die Videoaufnahme einfach nicht gefasst. -- So, das wollte ich doch mal anmerken. Gleich fühle ich mich wohler, denn ich habe meiner Pflicht, dem Rationalen zum Sieg zu verhelfen, genügt. -- P.S. Auch wenn Täter wirklich "nichts zu verlieren haben", möchte ich sie dennoch hinter Gittern sehen. Einfach, damit es so schnell kein nächstes Mal gibt. --Delabarquera 09:59, 26. Okt. 2017