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Mittwoch, 2. September 2020

"Jagd ist ein altes, gutes Tun!"

Mein Onkel Theo, schon mehrfach hier Nachrichtengeber, gibt mir gegenüber Folgendes zu Protokoll: Ihm gehen, sagt er, die Leute von Peta und ähnlich tickende Bessermenschen gehörig auf den Zeiger! Er fragt sich, warum es solcher Kokolores überhaupt in Zeitungen oder ins Internet bringt.

Meine Antwort, die ihn nicht überzeugt: "Weil alles, was sich jemand ausdenkt, es ins Internet bringt. Du und deine Meinung ja auch."

Die Meldung dazu:

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Prinz William (38) hat Ärger mit Tierrechtsaktivisten. Der Grund: Der Enkel von Queen Elizabeth II. (94) hat seinen Sohn Prinz George (7) angeblich mit auf eine Auerhahn-Jagd genommen. Stattgefunden habe dies britischen Medienberichten zufolge am vergangenen Wochenende, als die Cambridges in Schottland zu Besuch waren. George soll beobachtet haben, wie sein Vater und andere hochrangige Mitglieder der Königsfamilie in der Nähe von Balmoral den Morgen damit verbrachten, Vögel zu töten, heißt es. Es war offenbar nicht das erste Mal, dass William Prinz George mit auf die Jagd nahm. || Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert das scharf: Ein Kind, das Zeuge eines solchen Sports werde, könne psychische Schäden davontragen, zudem könnte es dazu führen, dass George gleichgültig werde, wenn es um das Leid von Tieren gehe. "Um ihm zu helfen, sich zu einem verantwortungsbewussten, mitfühlenden Anführer zu entwickeln, müssen seine Eltern ihm Respekt für alle Lebewesen beibringen", wird Mimi Bekhechi von Peta von "Daily Mail" zitiert. (news.de)

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Samstag, 28. März 2020

Ocean Ramsey

Oh ja, der Name hat mir auch immer gefallen!

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Ocean Ramsey is a dive tourism operator. She operates One Ocean Diving, LLC in Hawaii, a company which facilitates dives with marine life. She gained international media attention for free diving with sharks, including great white sharks, to bring attention to shark conservation. Ramsey is based in Hawaii, and has dived with 47 species of sharks around the world as of 2019.

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Aus dem heutigen SPIEGEL. 

Freitag, 20. September 2019

„Hui Buh“ BEARBEITEN

Notizbuch

Ein bisschen Mogli, nur anders herum!

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Familie verstieß gegen Tierschutzgesetz - „Hui Buh“ weiß wahrscheinlich nicht, dass er eine Ziege ist
... Gegen sie [Magdalena Anders] und ihre Mutter hatte das Landratsamt Erding bereits zuvor ein Halteverbot für Paarhufer erlassen. Die beiden hatten im Kreis Erding eine Herde Ziegen und Pferde gehalten. Dabei wurden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt. Bei „Hui Buh“ kritisierte das Landratsamt München eine Vermenschlichung: „Sie haben ihn im Schlafzimmer gehalten und im Bett schlafen lassen“, warf Amtstierärztin Andrea Jahrbeck der Familie vor. Noch immer fühle sich „Hui Buh“ eher zu Menschen als zu Ziegen hingezogen. „Er weiß wahrscheinlich bis heute nicht, dass er eine Ziege ist“, sagte Jahrbeck.

https://www.tz.de/muenchen/region/muenchen-unterhaching-familie-vermenschlicht-ziege-zu-sehr-amt-muss-eingreifen-13018036.html

Dienstag, 16. Januar 2018

Kopflos Wildschweine jagen


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Afrikanische Schweinepest. "Kein Grund, kopflos Wildschweine zu jagen" | Sie greifen Jogger an und verbreiten die Schweinepest: Sind Wildschweine unsere neuen Problemtiere? Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung | Interview: Dagny Lüdemann 15. Januar 2018 | 252 Kommentare

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"Kein Grund, kopflos Wildschweine zu jagen"

Natürlich muss ein Jäger, wenn er vernünftig schießen will, noch seinen Kopf auf dem Hals haben!

(Blöder Kalauer! Verzeihung.)

Kurz nachgedacht: Wenn man nicht gleich alle Wildschweine abschießen will -- und auch noch über eine gewisse Zeit alle "zugewanderten" aus dem Osten --, verringert man lediglich das Risiko um ein paar Prozent. Das heißt aber auch, dass diese Tierkrankheit in die deutschen Wildschweinpopulatioen einwandern wird, Abschießen hin oder her.

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"FriendlyGrizzly #4.1 — vor 11 Stunden || Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mf || Antwort auf #4 von Mazzeltov"

Schade! Was man in diesem konkreten Fall "unterstellen" kann, das hätte mich wirklich interessiert! Dass es um eine jüdisch-arabische Verschwörung geht, von wegen 'Schwein'?

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Dienstag, 9. Januar 2018

NFN (near fake news): Polizist erschlägt Hund 2

[ Beide Einträge zu diesem Thema ]

Seltsamerweise hat mich diese Huffington-Post-Meldung über den erschlagenen Hund nicht losgelassen, und heute, 08.01.2018, habe ich an die HP eine Mail geschrieben. Link hierher, auf diese Übernahme im Blog, und dann die Frage, ob es denn da inzwischen weitere Hintergründe gäbe, die ich nicht kenne. Innerhalb einer Stunde hatte ich eine Antwort. Wirklich gut und -- sehr erstaunlich, weil die Antwort auch wirklich auf meine Fragen einging. Mit zwei Links, die weiterhelfen, wie ich finde. Ich zitiere mal aus dem, was mir mitgeteilt worden ist:
Hier das in meinen Augen Wichtigste, das man vor allem aus beiden Artikeln herausholen kann:
  • Ein Polizist hat einen Golden Retriever in der Öffentlichkeit totgeschlagen. (Das wissen wir schon.)
  • Menschen haben berichtet, dass sie von dem Hund angegriffen und verletzt worden seien.
  • Der Polizist sagte, dass er den Hund getötet habe, um zu verhindern, dass weitere Menschen angegriffen werden.
Die Meldungen auf channelnewsasia.com sind noch einmal erstaunlich. Vorab:

Die Sache hat sich in Changsha (7 Mio. Einwohner), der Hauptstadt der chinesischen Provinz Hunan  abgespielt.

Inzwischen sind zwei Menschen zu 5 Tagen Haft verurteilt worden. Nicht der Polizist, dessen Vorname mit Chen angegeben wird, sondern ein Mann, weil er den Polizisten öffentlich beleidigt hat, der andere, weil er die Privatadresse und ein Bild des Polizisten im Internet gepostet hat.

Die Polizei gab an, dass der Hund getötet worden sei, um zu verhindern, dass er weiterhin Fußgänger angreife. Erschlagen hätten ihn Chen und ein weiterer Beamter, weil sie keinen Besitzer hätten ausfindig machen können und keine 'dart gun', also keine Pistole mit Betäubungspfeilen, dabeigehabt hätten. 


Fragt sich der Europäer aus der Ferne, wie lange und wie man wohl nach einem Besitzer gesucht hat und ob man den Hund nicht hätte erschießen können. Und wenn schon -- nun ja, erschlagen, ob nicht ein Hund mit einem einzigen Schlag hätte besinnungslos sein müssen. Oder, weil er ja nun schon mal angebunden und damit ungefährlich gemacht worden war -- man hätte den örtlichen Hundefänger, den es ja mit Sicherheit gibt, anrufen können. Dass die Stadt ein Problem mit 'bösen Hunden', 'mad dogs, also offenbar besitzerlosen, angriffslustigen Hunden hat, ist ein von hier aus besehen ebenfalls seltsames Problem.

Schlussbemerkungen: 1. Ohne Smartphones und deren Videofunktion und ohne das Internet hätten wir nie etwas von diesem Vorfall erfahren. Lob oder Tadel der neuen Techniken? 2. Sollen wir in Zukunft den sprichwörtlich gewordenen Sack Reis, der in China umfällt, durch den 'Hund, der in China totgeschlagen wird' ersetzen?

Beide Einträge zu diesem Thema ]

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P. S. Eine Jung-Mao-Skulptur in oder in der Nähe von Changsha, die die Wikipedia überliefert, ist vorzeigenswert. Und der Europäer aus der Ferne fragt sich: "Wie war das noch mal mit dem Personenkult in den Staaten auf dem Weg zum Kommunismus...?"



Freitag, 5. Januar 2018

NFN (near fake news): Polizist erschlägt Hund 1

Beide Einträge zu diesem Thema ]

Die Huffington Post schickt die Botschaft voran, dass gleich verstörende Bilder folgen werden. Man ist also gewarnt. Die unscharfen Bilder, die zeigen, wie ein Mann wiederholt auf einen Hund einschlägt – der Hund ist festgebunden und kann nicht davonlaufen und sich nicht wehren. Diese Bilder sind wirklich ekelerregend. Ich stoppe das Video nach ein paar Sekunden.

An diesem Beispiel zeigt sich auch, wie schwierig das mit der Wahrheit der Berichterstattung ist. An der Ankündigung: „Video. Vorher kettete er ihn an: Polizist schlägt drei Stunden auf Hund ein, bis er stirbt" ist zunächst nichts falsch. Dass die Pronominalisierung „bis er stirbt“ im Grunde den Polizisten nach den drei Stunden sterben lässt – geschenkt. Das ist halt ein schnell hingeschriebener journalistischer Text. Wichtiger ist etwas anderes: Was ist eigentlich der Kontext dieser Meldung, wenn wir einmal von der „sensationellen Sache“ absehen? Warum wird diese Zeile auf eine schwer zu fassende Weise – nun ja –, nicht wirklich  falsch, aber ...

Natürlich ist die Frage, wo sich das Ganze zugetragen hat. Das fragt sich wahrscheinlich fast jeder, der diese Ankündigung sieht. In welcher Kultur, in welchem Kulturkreis geschieht so etwas?  (Ja, solche Meldungen gibt es auch aus Deutschland. Vielleicht nicht ganz so krass, nicht aus der Öffentlichkeit.) Normalerweise gilt ja, dass das Video aus Deutschland stammt, wenn nichts anderes gesagt wird. Seltsamerweise habe ich gedacht, dass jetzt gleich ein kleiner Einspieler aus den USA kommt. Obwohl ich die USA nicht für ein Land halte, in dem Polizisten Hunde zu Tode prügeln. Meine Vorurteile gehen da in andere Richtungen. Also was dann? 

Dem Ton des Videos nach geschrieben: „Verstörende Bilder aus der chinesischen Shang-tscha..." 

Wollte man das, um nicht als vorurteilsbeladen zu gelten, bei der Huffington Post nicht in diese Textzeile hineinschreiben? Wie wahr oder falsch ist die Meldung, wenn man den Ort und dann die weiteren Hintergründe weglässt? Und natürlich: Wie ging es da weiter? Wurde der Polizist von seiner Dienststelle, seinen Vorgesetzten bestraft? In welchem Umfang?

Also dann. Wieder so ein Vorurteil: Die Chinesen und ihr Verhältnis zu Hunden. Natürlich, ja, nicht alle Chinesen sind so! Aber ich erinnere mich natürlich sofort an die Geschichte eines deutschen Sinologen, der mir erzählt hat, er sei in China unterwegs gewesen, sei vom Besitzer eines Restaurants an einen Hundezwinger geführt worden. Der Restaurantbesitzer habe gefragt, welches wohl der schönste im Zwinger sei. Er habe arglos auf einen Hund gedeutet. Dann sei er in das Restaurant geführt worden. Und eine halbe Stunde später habe er das Essen bekommen – die feinsten Stücke von diesem Hund. Vorurteile? Gruselgeschichten? Kulturelle Eigenheiten? Wie auch immer. Dieses Video gibt es auf jeden Fall. Was sagen Chinesen zu solch einem Video? Was sagen die Behörden?

Und natürlich -- es bleibt die Frage: Warum hat dieser Polizist überhaupt auf den wehrlosen Hund eingeschlagen?!

Beide Einträge zu diesem Thema ]

Freitag, 31. März 2017

"Ein modernes Kalb"

Und gleich noch eine Stelle, eine ganz andere. Als Kommentar zu einem erschütternden Bild.

"Ein modernes Kalb in einer Fleischfabrik. Kurz nach der Geburt wird es von der Mutter getrennt und in einen Käfig gesperrt, der kaum größer ist als das Tier selbst. Dort verbringt es sein gesamtes Leben – durchschnittlich etwa vier Monate. Es darf seinen Käfig nie verlassen und sich nie bewegen, geschweige denn mit anderen Kälbern spielen, damit sich seine Muskeln nicht kräftigen. Weiche Muskeln bedeuten zarte und saftige Steaks. Nur ein einziges Mal hat das Kalb Gelegenheit, sich zu bewegen, seine Muskeln zu strecken und andere Kälber zu berühren: auf dem Weg zum Schlachthof. Aus rein evolutionärer Sicht ist das Rind eine der erfolgreichsten Arten aller Zeiten. Gleichzeitig ist es eines der unglücklichsten Tiere auf unserem Planeten." (S. 125)

Montag, 11. Juli 2016

Stierkampfgegner

Es gibt viele, viele Mitteilungen, die einen vollkommen ratlos zurücklassen. Hier ist wieder ein Beispiel: ein Torero ist beim Stierkampf getötet worden. Berichtet wird anschließend das hier:

Kurze Zeit danach wurden Twitter und Barrios eigene Facebook-Seite mit Postings von Stierkampfgegnern überschwemmt: Sie bezeichneten das Unglück als «Berufsrisiko» oder als «Karma», gratulierten dem Stier zu seiner Gegenwehr oder wünschten sich gar weitere Tode von Toreros, wie Medien gestern berichteten: «Mögest du im Leben nach dem Tod ständig von Stieren attackiert werden, damit du den Schmerz fühlst, aber nicht sterben kannst», schrieb etwa eine Holländerin auf Barrios Facebook-Seite. Neben den unzähligen Hater-Kommentaren gingen die wenigen Beileidsbekundungen unter. Die Seite wurde gestern vom Netz genommen.

Da ist erst einmal die Frage, wie man selbst zum Stierkampf steht ich selbst bin kein Stierkampfanhänger, aber ich habe noch die Einlassung von Horst Stern im Gedächtnis, der meinte: Kampfstiere hätten gegenüber anderen Rindern ein wahrhaft tolles Leben. Im Freien bei sehr gutem Futter und genügend Auslauf würden sie prächtig versorgt. Und der Kampf in der Arena, bei dem am Ende der sichere Tod des Stiers steht, sei allemal besser als der grässliche Tod im Schlachthof.

Und die Menschen, die nach dem Tod des Toreros solcherlei bei Facebook posten? Ich möchte sie nicht kennen und nicht um mich haben. Unangenehme, verkniffene Zeitgenossen in meinen Augen. Der bös-besserwisserische Gestus zeigt, dass sie sich etwas Wichtiges nicht vorstellen, nicht klarmachen können: Die Evolution und die Geschichte des Menschen hat mancherlei mit sich gebracht, das von einem aufgeklärt-sachlichen Standpunkt aus nicht schön und nicht vernünftig anmutet. Manche von diesen eigenartigen, schrecklichen Traditionen ist der Stierkampf. Irgendwann gab es sogar Menschenopfer, man stelle sich vor! Diese Tradition hat auch das 'große Besserwissertum' hervorgebracht, das ich gleich rechts neben den Stierkampf stellen würde.

Freitag, 25. September 2015

Welpen-Rache

Vergisst das Netz wirklich nichts, was nach dem Jahr 2000 geschieht? Fast sieht es so aus. Allerdings: Das Netz vergisst auch, so wie das menschliche Gehirn. Bis etwas wieder an die Oberfläche dringt. Durch Zufall, durch eine Assoziation, durch irgendwas. 

Beim Suchen nach der neuesten Version suche ich die Festplatten mit datei:maedchen durch. Dabei kommt mir ein Auszug aus einem vor längerer Zeit abgespeicherten Screenshot mit in die Ergebnisse. Dateiname: maedchen_kapuze_werbung.jpg. Ich habe das damals , am 04.09.2010, abgespeichert, um die schräge Verbundenheit verschiedener Lebensbereiche zu dokumentieren.


Ein Mädchen mit rotem Kapuzenpulli hat Hundewelpen in einen Fluss geworfen und das auch noch bei Youtube eingestellt. Wer hat da eigentlich gefilmt, fragt man sich. Und warum? Und: Ist so was die Form einer dreifachen Geisteskrankheit? Die Tat selbst und das Filmen und das Veröffentlichen?

Die Süddeutsche sogar hat die Meldung noch aufgehoben. Weil damals fälschlich ein Mädchen aus Aying bei München verdächtigt und dann massiv bedroht wurde. Am Ende heißt es dann:

Nun also richtet sich der Zorn der Nutzer der Peta-Seite nach Bosnien, was dem Mädchen aus Aying allerdings bislang wenig nützt. Zwar hat die Polizei den Namen der jungen Frau aus dem Netz löschen lassen, doch mittlerweile ist er dort in mehreren Seiten von einem sozialen Netzwerk wieder aufgetaucht - in Kombination mit einem Screenshot des Mädchens aus dem Youtube-Video. Mehr als 3700 Mitglieder hat die Seite bereits - und inzwischen musste der Administrator den Nutzern die Möglichkeit entziehen, an die Pinnwand zu posten. Zu viele Morddrohungen heißt es als Grund.

Inzwischen gibt es auch einen Diskussionsstrang, wonach die Spur des Mädchens nicht nach Aying führe - eine Nutzerin vermutet das Mädchen in Kroatien. Die digitale Hexenjagd geht weiter.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Der Mensch in den Zusammenhängen

Den Zusammenhang herstellen zwischen drei Berichten (in der Reihenfolge meines Lesens / Hörens):
  • Im SPIEGEL von gestern ein Bericht über einen Mann, der als Leibeigener, vielleicht besser: als Sklave gehalten und dann freigekauft wurde. ("Hanif Masih, ehe­ma­li­ger Leib­ei­ge­ner in ei­ner pa­kis­ta­ni­schen Zie­gel­bren­ne­rei, ge­nießt nach sei­ner Be­frei­ung durch eine Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on be­son­ders das Aus­schla­fen. Fast 36 Mil­lio­nen Men­schen welt­weit le­ben als Skla­ven.")
  • Der Versuch, wegen der Überbevölkerung und auch aus Tierschutzgründen, Insekten, Maden usw. für die menschliche Nahrung nutzbar zu machen. "Das Steak der Zukunft hat sechs Beine - Mit Insekten die Welt ernähren" (Manuskript SWR)
  • Eine Sendung im SWR-Wissen, runtergeladen, eine kritische Sendung zur Kuhhaltung und zur Milch. "Milch und Milchprodukte sind heute das Lebensmittel Nummer Eins." Kühe, die ihr ganzes Leben auf einer Fläche von 1 x 2 Meter gehalten werden und einem 'Kuhtrainer' (Euphemismus!) gehorchen: ein drohender Stromschlag zwingt die Kühe zum Koten einen Schritt zur Rinne hin zurückzugehen. "Zu erfahren ist Erstaunliches. Etwa, dass ein zu hoher Milchproduktekonsum zu Immunschwächen oder zu Prostatakrebs führen könnte."
Wie verbinden? Über die raumgreifende Grausamkeit des Menschen, der sich die Schöpfung "untertan" macht. Was Gott ihm auch befohlen / empfohlen / gestattet hat? Und der Mensch, ein Teil der Erde und der Schöpfung. Also -- sich ihn untertan machen! Wenn es sein muss, durch Versklavung.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Der Lebensangler

Aus gegebenem Anlass:

Isaak Walton: The Complete Angler. Or The Conteplative Man´s Recreation.

Siegfried Lenz: Der vollkommene Angler. Izaak Walton und seine hohe Schule des Fischfangs. 1958. In: Siegfried Lenz: Wasserwelten, S. 261-280. Hg. von Hanjo Kesting.

Wie bei vielen anderen kulturvollen Tätigkeiten, der Zubereitung eines guten Steaks etwa, wird auch hier, zumindest in der wiedergebenden Kommentierung, etwas ganz Einfaches und Zentrales außer acht gelassen, nämlich: dass auch der vollkommene Angler den geangelten Fisch, in einer Weise, die ihm -- dem Angler, nicht dem Fisch -- recht und billig erscheint, töten muss.


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Siegfried Lenz 

* 17. März 1926 -- † 7. Oktober 2014

[ 32.346 Tage hat S. L. gelebt. ]

Montag, 10. März 2014

"Hundequäler fürchtet nun um sein Leben"

Schwierige Fragen. Wer ist schlimmer, der Schläger oder die, die ihn bedrohen? Man liest dies:

Schlägertrupps unterwegs | ~ | Tierquäler | Der Tierquäler in einer Facebook-Montage. || Nachdem in den vergangenen Tagen ein Video im Internet kursierte, das einen 20-jährigen Deutschen beim Quälen seines Hundes zeigte, nehmen die massiven Drohungen gegen ihn bedrohliche Ausmaße an. So wurden etwa seine persönlichen Daten, unter anderem seine Adresse, veröffentlicht. Die Polizei riet dem Burschen, unterzutauchen. | In den Kommentaren zu dem rund einminütigen YouTube-Clip, der den Tierquäler zeigt, formiert sich Widerstand. So ist unter anderem von Schlägertrupps, die "auf Besuch kommen" zu lesen. Nicht nur die Daten des jungen Mannes haben die wütenden User ausfindig gemacht, sie haben auch die Privatnummer seiner Mutter ins Netz gestellt. || Bereits ins Koma geprügelt? | Weiters kursiert im Netz ein Foto, das den Hundeschläger an Schläuche angeschlossen im Krankenhaus zeigt. Angeblich soll er in der Nacht auf Samstag von einem wütenden Mob überfallen und so schlimm zugerichtet worden sein, dass er momentan im künstlichen Koma liegt. Unklar ist allerdings, ob das Foto tatsächlich den Jugendlichen zeigt, oder ein Fake ist.

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Das Problem scheint im Übrigen, quer über die Kontinente, universell zu sein:

„Bitte erschießt nicht meinen Hund!“ Das laute Donnern der Kugeln übertönte den verzweifelten Ruf von Leon Rosby. | Mit vier Schüssen töteten US-Polizisten seinen Rottweiler Max vor Leons Augen. Nur weil der Hund seinem Herrchen helfen wollte, als die Cops den 52-Jährigen in Kalifornien festnahmen. | Die Schock-Bilder im Internet erschütterten Tierschützer – und die Polizisten müssen nun um ihr Leben fürchten. 


Hat jemand schon mal einen schweren, angreifenden Rottweiler gesehen? Ich schon. Wenn da der Hund "seinem Herrchen" hilft, dann ist es durchaus möglich, dass der Polizist, wenn er nicht rechtzeitig schießt, anschließend tot ist.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Fleischesser sind seltener krank ...

Ich halte das jetzt einfach mal fest. Und warte darauf, dass vielleicht doch herauskommt, dass die Untersuchung von der österreichischen Fleischindustrie in Auftrag gegeben war. Oder zumindest, dass zwei Vegetarier-Vereine behaupten, dem sei wahrscheinlich so.

Gesundheitsrisiko Fleischverzicht / Fleischesser sind seltener krank als Vegetarier / Mittwoch, 26.02.2014, 20:38 von FOCUS-Online-Redakteurin Sybille Möckl / Streng vegetarische Ernährung - gesund oder nicht? / Steak-Liebhaber können aufatmen: Laut einer österreichischen Studie bekommen Menschen, die Fleisch essen, seltener Krebs, einen Herzinfarkt oder Allergien. Über die Gründe sind die Forscher noch uneins. / Dem weitverbreiteten Klischee, dass Fleischverzicht generell gesundheitsfördernd ist, tritt das Ergebnis einer aktuellen Studie entgegen. Demnach bekommen Menschen, die sich vegetarisch ernähren, häufiger Krebs und öfter Herzinfarkte als Fleischesser. Das ergab die Auswertung der Forscher der Medizinischen Universität Graz, die ihre Ergebnisse jetzt im Fachjournal „Plos One“ veröffentlichten. Darüber hinaus ist die Lebensqualität der Vegetarier niedriger und sie benötigen mehr Leistungen des Gesundheitssystems.

Allerdings, man beachte: Fleisch essen heißt nicht Dauernd-zuviel-Burger-essen!



Donnerstag, 29. November 2012

Zoophilie | Kim Jong Un

Das wollte ich gerne mit ein, zwei Zitaten garnieren. Wenn ich das jetzt nicht tue, dann: Die Gründe stehen im zurückliegenden Posting.

Also, Meldung heute in der SZ: Eine chinesische Zeitung hatte ganz ernsthaft gedruckt, KJU sei zum sexiest man alive gewählt worden, irgendwo in den USA. "Dieser Herzensbrecher aus Pjönjang", usw. Dass es eine Satirezeitschrift war, die gewählt und begründet hat, haben die Chinesen erst einen Tag später gemerkt.

Weiter, auf derselben Seite: Michael Kiok will gegen das Verbot der Zoophilie klagen. Er fühlt sich zu Tieren einfach sexuell hingezogen und würde durch ein geplantes Gesetz in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt. (Hier wollte ich dann endgültig zitieren.) Kiok ist Vorsitzender des Vereins Zeta ("Zoophiles Engangement für Toleranz und Aufklärung"). 

Erkenne nur ich, dass dahinter eine deutsche Satirezeitschrift stecken muss?!

Auf der anderen Seite -- da hat die Titanic ihre Anstrengungen aber mal weit getrieben. Sogar eine Website eingerichtet hat sie. Erstaunlich. 

Oder ist es am Ende doch so, dass bei uns die Irren einfach frei rum laufen, wo man sie doch besser zu den Tieren in den Stall ... Ach so, geht ja auch wieder nicht. Weil dann ... 

Nun gut, lassen wir das.

Donnerstag, 21. April 2011

Dr. Bilal Philips

Zunächst einmal: Für alle die, die gerne einen Doktortitel haben möchten! That's the way you'll get it, buddy!

"Dr. Bilal Philips, islamischer Theologe (Kanada) zur Frage,warum wir nicht alles essen duerfen."

Especially about pigs and flies. Highly remarkable!

Worüber man sich doch so seine Gedanken machen kann, um dann sehr, sehr ausführlich darüber zu predigen!

Freitag, 4. März 2011

Der Beißwütige

Trau keinem, nicht mal deinem eigenen Hund.

Sie liefen entlang des Flusses Zschopau, als ihnen zufällig eine Spaziergängerin begegnete. „Ich sagte zu Don: ‚Sitz!‘ – und auf einmal ging er auf mich los“, so der erfahrene Hundeführer.
Der Diensthund tickte aus, mutierte zu einer wilden Bestie und ließ sich nicht mehr beruhigen. Don zerfleischte erst den rechten Arm des Polizisten, dann verbiss er sich im linken.

Schon von Bedeutung, wie man das Hundegehirnphysiologisch erklärt.

Freitag, 29. Januar 2010

Finning

Der Mensch als -- nein, nicht als solcher, sondern in seiner Gruppierung als ökonomisches Wesen, ist, wenn es darauf ankommt, ein Ekelpaket. Wenn's zum Beispiel der Nahrungsvermarktung geht, kennt der Homo OEconomicus kein Pardon. Wir lesen und hörten gerade im Radio:

"Das Shark Finning hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten durch die Erhöhung der Nachfrage stark zugenommen, insbesondere durch den wachsenden Bedarf in China zur Herstellung von Haifischflossensuppe. Aufgrund des dort wachsenden Wohlstandes wurde ein Boom ausgelöst, da die Suppe wegen des hohen Preises (über 600 US-Dollar pro Kilo getrocknete Flosse) als Prestigeobjekt serviert wird. Aber auch für traditionelle Medizin wird die getrocknete Flosse verwendet.
Das Shark Finning ist weltweit weit verbreitet und verläuft unkoordiniert und nicht überwacht. Fachleute gehen davon aus, dass jährlich rund 100 Millionen Haie wegen ihrer Flossen getötet werden."

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tierschutz

So kann es gehen: Man geht mit Kollegen essen, und von einem weiß man, dass er nicht nur Tierschützer ist, sondern gleichzeitig überzeugter Vegetarier. Kann man da das Schweineschnitzel bestellen, auf das man sich gefreut hat? Man kann. Aber mit einem gemischten Gefühl. Wenn man den Kollegen da heiter vor seinen Bio-Nudeln sitzen sieht.
Dann in zurückliegenden Mails seine Mitteilung, dass es einen "Verein Gegen Tierfabriken" (auch hier: VTG) gibt. Die Bilder von schmählich ausgebeuteten und gequälten Tieren! Und die Polizei argwöhnt, dass Tierschützer Terroristen sein könnten.
Erinnerung an einen sachlich argumentierenden Wissenschaftler: Nein, Vegetarier zu sein sei nicht "natürlich". Fleisch ist auch durchaus gesund! Der Mensch hat schon immer Tiere gegessen. Gegenargument natürlich: Die Menschen haben schon immer andere hingerichtet. Ist die Todesstrafe darum natürlich? Ist nicht vielmehr richtig: Wenn die Menschen etwas mögen - Fleisch zum Beispiel -, dann finden sie Gründe, warum das erlaubt sein muss: Dass sie Tiere billig "herstellen" und dann aufessen.

Dienstag, 31. März 2009

Achtung Hundehalter! -- Erfindung: VHR

Hiermit melde ich als Erfindung und zum Patentschutz an: VHR, das Verfressene-Hunde-Rad.
Sie haben auch einen verfressenen Hund, der zu wenig Bewegung hat? Dann wird Ihnen diese Erfindung gefallen:

Ein großes Laufrad, leichtgängig aufgehängt, in dem der Hund (innen, entsprechend einem Hamsterrad!) bequem laufen kann. Einstellbar ist: nach ... Kilometern ein Leckerli! Luxusauführung mit Hunde-Herzschlag-Frequenz-Messer HHFM.
Natürlich ist das Rad, bei entsprechender Größe, auch für Herrchen und Frauchen geeignet.

Wenn Ihr Hund auch so hinter Fressen her giert wie unserer, können Sie -- selbstverständlich immer in Absprache mit dem Tierarzt, von wegen möglicher Herzprobleme Ihres Lieblings --, ganz beruhigt auf 5 km einstellen. Die rennt Hasso locker, wenn er erst mal rausgefunden hat, dass es dann gesichert 1 Leckerli oder einen kleinen Knochen gibt. 

Sonntag, 6. April 2008

Von Menschen und Haien

"Wenn man alle Panda-Bären der Welt tötet, wird unser gesamtes Ökosystem davon nicht bedroht. Wenn man aber die Haie ausrottet, gefährdet das das Gesamtsystem."

Der australische Tierfilmemacher Rob Stewart im Radio. Aus dem Gedächtnis ztiert. Eine Radiosendung über einen Hai-Film, in dem auch gezeigt wird, wie Hai-Fänger die Tiere an Bord ziehen, ihnen die Flossen abschneiden und sie dann, noch lebend, ins Wasser zurückwerfen.
Man kann einen Test entwickeln: Wer da keinen unmittelbaren Ekel gegenüber Teilen der Menschheit empfindet, muss uns ganz unmittelbar Angst machen.
Der Film: "Sharkwater": [ 1 ] [ 2 ] Gesamtsuche: [ 3 ].