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Donnerstag, 23. Juni 2011

Shi Ming

Das habe ich mich schon vor längerer Zeit gefragt: Wie kommt es nur, dass Shi Ming akzentfrei Deutsch spricht?

Dienstag, 26. April 2011 15:30 Uhr
Chinesischer Journalist Shi Ming kritisiert deutsche Debatte über Ai Weiwei
Die deutsche Debatte über die Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei gleicht einer Nabelschau. Das kritisiert der Journalist Shi Ming, der seit 1989 in Deutschland im Exil lebt. Es sei befremdlich, dass heute abend bei der Podiumsdiskussion über Ai Weiwei in der Akademie der Künste in Berlin kein einziger Chinese auf dem Podium sitze, sagte Shi Ming im Deutschlandradio Kultur. An der Veranstaltung mit dem Titel "Ai Weiwei und die Kunst der Aufklärung" nimmt unter anderem Kultur-Staatssekretär Bernd Neumann teil. Ebenfalls dabei ist Klaus Schrenk, einer der Macher der umstrittenen Ausstellung über die deutsche Aufklärung in Peking.

Die Sendung eben: 23.06.2011 17:35 Uhr
Erfolg für die Menschenrechte? Zu den Hintergründen der Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei
...

Ok, die alte Aufnahme war nicht mehr aufrufbar. Es gibt viele andere. (07.10.2013)

Freitag, 9. August 2019

AI WEIWEI

NACH VIER JAHREN WILL AI WEIWEI BERLIN VERLASSEN

„Deutschland ist keine offene Gesellschaft“


https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/ai-weiwei-will-berlin-verlassen-deutschland-ist-keine-offene-gesellschaft-63840300.bild.html

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Wahrscheinlich hat er recht. Aber welches konkrete Land ist eine offene Gesellschaft? Man muss die realen Möglichkeiten vergleichen! Wo wird es für ihn besser sein? Ich bin gespannt.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

München: Haus der Kunst 1

Das also lese ich bei der FAZ:

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HAUS DER KUNST IN MÜNCHEN. Ethisches Defizit. EIN KOMMENTAR VON KOLJA REICHERT 22.09.2019 ... Im Münchner Haus der Kunst eskaliert der Streit zwischen den Mitarbeitern und der Geschäftsführung. Direktor Bernhard Spies gibt den Elefanten im Porzellanladen. Der Freistaat Bayern sollte überlegen, was ihm sein Museum wert ist.

...

Wenn man ein Museum ist, und ein berühmter Künstler wie Ai Weiwei taucht plötzlich auf, dann müsste man sich eigentlich freuen. Oder zumindest so tun. Auf jeden Fall sollte man Fotos vermeiden, auf denen der Direktor sich vor dem Künstler aufbaut und ihn des Hauses verweist.



Bernhard Spies, 68, war zum April 2018 als geschäftsführender Direktor ans Münchner Haus der Kunst geholt worden, nachdem Direktor Okwui Enwezor angeblich Schulden von über einer Million Euro angehäuft hatte. Zwei Monate später schied der Nigerianer, der mit seiner Documenta von 2002 Kunstgeschichte geschrieben hatte, aus gesundheitlichen Gründen aus.




Spies wendete die gleichen Methoden an wie zuvor als Sanierer der Bundeskunsthalle. Erstens: Ausstellungen international renommierter Frauen absagen und durch männliche Künstler der Galerie Michael Werner ersetzen. In Bonn traf es Rosemarie Trockel (ersetzt durch Markus Lüpertz), in München Adrian Piper (ersetzt durch Jörg Immendorf) und Joan Jonas (wieder Markus Lüpertz). Dafür kündigte Spies Übernahmeverträge mit dem New Yorker MoMA (Piper) und der Londoner Tate (Jonas).


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Wenn von Frankfurt her über die Kunstszene in München geschrieben wird, bleibe ich erst einmal misstrauisch. Soviel Lokalpatriotismus muss einfach sein. Und der Herr Ai ist mit einem Selbstbewusstsein geschlagen, dass ihn vielleicht zu einem großen Künstler, aber hin und wieder, wie ich meine, zu einer großen Nervensäge macht.

Allerdings -- wie könnte Spies denn Ai des Hauses verweisen? Oder ging es tatsächlich darum, dass Ai keinen Eintritt zahlen wollte? Was die Frage aufwirft, am welchem Platz in der Kunst-Hierarchie man zu einem Museum einfach so hingehen kann, um dann ohne Eintritt eingelassen zu werden.

Wieder einmal -- erste Instanz -- Fragen über Fragen!ionen kein Raum ist? (abendzeitung-muenchen.de)

München: Haus der Kunst 2

Sagt ein Kommentator bei der FAZ:

Auweia Weiweia | Siegbert Waldenfels (Fels) | 23.09.2019 | Der weinerliche uns selbstherrliche Herr Wei Wei ist nach seinen jüngsten Klagen über die Bundesregierung weniger ein Held der Moderne. Sondern ein im Wohlstansfett schwimmender Kleingeist. Ihm Hausverbot zu erteilen, ist das Gebot der Stunde. Und kein Sakrileg.

Und natürlich gibt es auch hier eine Widerrede:

Rufschädigung | Wolfgang Wallner (Wolffff) | 22.09.2019 | Rufschädigend war wohl nicht die (eigentlich harmlose) Aktion Ai Weiweis oder der Aufsichten. Rufschädigend war doch eigentlich nur der humor-und fantasielose Umgang mit dem Künstler und seiner Kunstaktion - für die um ihre Arbeitsplätze kämpfende Belegschaft. Eine selbstverschuldete Blamage seitens der Leitung des Hauses, und der darauf folgende Umgang damit einer Institution diesen Ranges unwürdig.

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Ok, hier müsste man sich also durch alles durchlesen.


Das hier gibt schon mal ganz gut Aufschluss:

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Das Haus hat turbulente Zeiten hinter sich, unter anderem wegen massiver Geldprobleme, die bis heute nachwirken. Auch die Nähe von Angestellten zu Scientology und Fälle sexueller Belästigung sorgten für Schlagzeilen. Der Aufsichtsrat reagierte mit Kündigungen und stellte dem damaligen Direktor Okwui Enwezor, der inzwischen gestorben ist, einen kaufmännischen Geschäftsführer an die Seite. Ein Team aus fünf internationalen Kunstexperten soll eine neue künstlerische Leitung suchen.



Das Haus der Kunst teilte am Freitag weiter mit, dass die Tatsache, dass Mitarbeiter Unterstützung finden, zeige, wie bewegend dieses Thema sei. "Wir bitten allerdings um Verständnis, dass öffentliche Veranstaltungen in den Räumlichkeiten der Ausstellung 'Markus Lüpertz. Über die Kunst zum Bild' ohne vorherige Absprache mit der Leitung des Hauses aus mehreren Gründen nicht möglich sind. Die Einladung Ai Weiweis sowie der Öffentlichkeit missbilligt das Haus der Kunst daher ausdrücklich." Das Hausrecht sei gröblich verletzt worden. Den Mitarbeitern drohten aber keine Konsequenzen: "Die Geschäftsführung bleibt bei der Zusage, den Umstrukturierungsprozess möglichst sozialverträglich, bei Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze und ohne Einkommenseinbußen zu gestalten." (monopol-magazin.de)


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Etwas konkreter:

Von "Massenentlassungen" ist die Rede, und um Druck zu machen, bzw. die Mitarbeiter zu unterstützen, flog Superman Ai Weiwei ein. Der chinesische Künstler "performte" als Aufsicht in der Lüpertz-Ausstellung – unangemeldet – und flog raus. Damit war der Skandal perfekt, und nun liegen die Nerven völlig blank. Der kaufmännische Direktor Bernhard Spies (68) schlägt einen externen Mediationsprozess vor. Das ist ein moderner Notnagel in einer kaum mehr zu überblickenden Umstrukturierung. Was ist los im Haus der Kunst? Und was muss jetzt passieren?

Neue Leitung: Wo bleibt die neue Direktorin, wo der neue Kapitän? Wenn man den Aussagen von Kunstminister Bernd Sibler glauben darf, steht die Präsentation unmittelbar bevor. Eine Kommission aus fünf international vernetzten Koryphäen ist auf der Suche, darunter die Münchnerin Susanne Gaensheimer von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und Ex-Tate-Direktor Nicholas Serota.

Dringender denn je braucht das Haus der Kunst mit seiner schwierigen Geschichte ein in die Zukunft weisendes künstlerisches Konzept mit einer klaren Kontur. Eine Ausstellungshalle ohne eigene Sammlung funktioniert nur, wenn das Programm zieht. Das ist auch eine der wichtigsten Voraussetzung, um Sponsoren zu gewinnen. Und warum nicht zwischendurch auf eine große Schau setzen, für die in den anderen Münchner Institut

Mittwoch, 11. April 2018

Capital-Künstler-Ranking 2016

Sortiert man die ersten 25 Plätze der Capital-Künstler-Rankings 2016 nach dem, was da "Kunstform" genannt wird, dann ergibt sich folgendes Bild:

Fotografie
9
Installation
8
Skulptur
8
Malerei
7
Video
6
Performance/Happening
5
Druckgrafik
3
Film
3
Videoinstallation
2
Animation
1
Architektur
1
Collage
1
Design
1
Klangkunst
1
Konzeptkunst
1
Lichtskulptur
1
Zeichnungen
1

Es ergeben sich da eine Menge Fragen. Beispielsweise:
  1. Wie kommt es zum Spitzenplatz der Fotografie? Und ...
  2. Ist Fotografie überhaupt Kunst? (Zugegeben eine alte, offenbar schon entschiedene Frage.)
  3. Wann = wie überschreitet Architektur und anderes "Angewandte" die Schwelle vom Handwerk / der Technik zur Kunst?
  4. Wie kommt man mit "Druckgrafik", immerhin drei Künstler, in dieses Ranking rein?
  5. ...
Die Tabelle an und für sich:

Rang
Name
Nat.
Geb.
Kunstform
1
Bruce Nauman
US
1941
Malerei, Fotografie, Videoinstallation, Skulptur
2
Gerhard Richter
DE
1932
Malerei
3
Cindy Sherman
US
1954
Fotografie, Performance/Happening
4
John Baldessari
US
1931
Fotografie, Collage, Performance/Happening
5
Ed Ruscha
US
1937
Malerei, Druckgrafik
6
Lawrence Weiner
US
1942
Druckgrafik, Skulptur, Installation
7
Thomas Ruff
DE
1958
Fotografie
8
Georg Baselitz
DE
1938
Malerei, Skulptur
9
Rosemarie Trockel
DE
1952
Malerei, Druckgrafik
10
Francis Alys
BE
1959
Malerei, Fotografie
11
Erwin Wurm
AT
1954
Fotografie, Skulptur, Installation
12
William Kentridge
ZA
1955
Video, Zeichnungen, Animation
13
Ai Weiwei
CN
1957
Fotografie, Skulptur, Installation, Design, Architektur
14
Wolfgang Tillmans
DE
1968
Fotografie
15
Richard Serra
US
1939
Skulptur
16
Fischli & Weiss
CH
1946
Fotografie, Installation
17
Hans-Peter Feldmann
DE
1941
Konzeptkunst
18
Yayoi Kusama
JP
1929
Malerei, Installation, Performance/Happening
19
Marina Abramovic
RS
1946
Installation, Performance/Happening
20
Dan Graham
US
1942
Video, Video, Skulptur
21
Christian Marclay
CH, US
1955
Film, Video, Klangkunst
22
Douglas Gordon
UK
1966
Video, Film, Video, Videoinstallation
23
Olafur Eliasson
DK
1967
Installation, Lichtskulptur
24
Mona Hatoum
LB
1952
Installation, Performance/Happening
25
Carl Andre
US
1935
Skulptur

Freitag, 7. August 2015

The Pispers Shades of Red

Ok, ist nicht lang. Ich hab die Sache ganz angehört:


So ganz verstanden habe ich nicht, worauf der Autor da hinaus will. Aber -- kann an mir liegen! Ich war wahrscheinlich zu unkonzentriert. Denn eigentlich wollte ich ja über Volker Pispers und Dieter Nuhr schreiben. Der eine, Pispers, entwickelt sich seit etwa drei Jahren zum Mephistopheles. Vielleicht der Beginn einer neuen Karriere, auf den Spuren von Gustaf Gründgens. Jedenfalls wird Pispers immer dämonischer und geht seit geraumer Zeit schon auf die Jagd nach Sankt Michael "Dieter Nuhr".

Nun, wir konstatieren sachlich: Es gibt bald ein "solchernes" und ein "solchernes Kabarett". Ich habe mal Pispers gemocht, jetzt wechsle ich zu Nuhr. Typisch Wechselwähler eben. Weg vom gequälten Lachen, wenn der Pispers mich und meinesgleichen beleidigt. Muss man sich ja nicht antun. Masochismus -- The Pispers Shades of Red? Och nö!