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Dienstag, 27. November 2018

Das Deppenvolk...

... sucht die Schuldigen. Das lässt sich verallgemeinern, oft auch auf die Kommentare der Zeitungen.

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Das ist so wie ...

Zwei Männer streiten sich, erschlagen sich beinah. Dann beklagen sie sich, dass die Polizei nicht dagewesen sei, um sie an der Schlägerei zu hindern.

Dienstag, 24. April 2018

Müdigkeit

Mal wieder so ein Rezept, das ins Auge springt!

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NIMM AB JETZT HIERVON EINEN TEELÖFFEL EIN, BEVOR DU ZU BETT GEHST. DANN WIRST DU GARANTIERT NICHT MEHR MÜDE AUFWACHEN! Zutaten 

  • 1 Teelöffel rosa Himalayasalz 
  • 5 Teelöffel Rohhonig 

Zubereitung Vermische die beiden Zutaten gut miteinander und fülle die Mischung anschließend in einen verschlossenen Behälter, z.B. ein Einmachglas. Wie wird es eingenommen? Nimm die Mischung jeden Abend vor dem Schlafengehen. Nimm einen halben Teelöffel der Mischung ein. Behalte es unter der Zunge, dann wird es sehr schnell aufgenommen werden. Man kann die Mischung auch seinem Tee hinzufügen. Die überraschende Wirkung dieses Mittels zum besseren Schlafen ist vor allem den kraftvollen Eigenschaften des Himalayasalzes zu verdanken. Himalayasalz ist rein natürlich und ursprünglich, es enthalt somit keine Chemikalien. Möchtest du dieses Mittel auch einmal ausprobieren? Schreibe es uns und teile diesen praktischen Artikel mit anderen, damit jeder in den Genuss einer guten Nachtruhe kommt! (healthyholics.com)

Donnerstag, 12. April 2018

Martenstein: "Wir sehen nur ..."

Wert, dass man es weitergibt. Im heutigen ZEIT-Magazin. (Demnächst wahrscheinlich allgemein zugänglich. Hier über mein Abo.)

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"Wir sehen nur, was wir sehen wollen. Kürzlich las ich eine Kolumne, in der ein Kollege einen Vorfall im Berliner Nahverkehr beschrieb. Eine Frau mit drei Kindern versuchte, einen Bus zu bekommen, der noch an der Haltestelle stand, die Türen des Busses waren bereits geschlossen. Kurz bevor die Familie die Tür erreichte, gab der Fahrer Gas, statt ein paar Sekunden zu warten und die Tür noch mal zu öffnen. Weil die Familie offenbar einen Migrationshintergrund hatte, schrieb der Kollege von "alltäglichem Rassismus", für den dies ein weiterer Beleg sei. Mir selber ist so was an Haltestellen allerdings auch schon ein paarmal passiert, ich wäre nicht auf die Rassismus-Idee gekommen. Ich hätte gedacht: "So sind sie halt, die sadistischen Berliner Busfahrer", was natürlich auch zu pauschal ist. So was würde ich höchstens denken und natürlich niemals schreiben. Jemand von der Gewerkschaft hätte aus dem Vorfall sicher eine Geschichte über die psychische Überlastung der Busfahrer gemacht, eine Feministin etwas über Männergewalt, der Sprecher des Kinderschutzbundes etwas über die Kinderfeindlichkeit, und einer von der AfD hätte vielleicht darüber gewettert, dass Südländer immer unpünktlich kommen. Wir sortieren alles, was wir sehen, sofort in unser Weltbild ein. Was wirklich in dem Busfahrer vorgegangen ist, weiß niemand. Vielleicht hatte er übles Sodbrennen und hasste deshalb die ganze Welt."

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Martenstein for President!

Freitag, 26. Mai 2017

"... in der Servicehölle von O2"

Es geht also nicht nur mir so? 

MOBILFUNKANBIETER | Willkommen in der Servicehölle von O2 || Von Johannes Wiedemann || Lesedauer: 6 MinutenWELT-Politikredakteur Johannes Wiedemann hat einen privaten O2-Handyvertrag. Früher war er von der Qualität des Kundenservice angetan – inzwischen hat sich das ins Gegenteil verkehrt || Unser Autor ist Privatkunde bei O2. Über Monate hinweg lieferte er sich mit dem Mobilfunkanbieter einen Streit über rund 200 Euro. Die wurden ihm für einen fiktiven Handytarif-Wechsel abgezwungen. Eine Abrechnung. || Mein Abstieg in die Servicehölle von O2 begann mit einer E-Mail: Ich hätte mich für einen Handy-„Tarif für junge Leute“ entschieden. Dafür solle ich einen Alters- oder Ausbildungsnachweis einreichen, forderte der Mobilfunkanbieter im Januar. Das war insofern seltsam, als ich in keinen solchen Tarif gewechselt war. Und auch seit vielen Jahren zu alt dafür bin: Besagte Option steht laut Unternehmens-Website Leuten unter 26 Jahren offen. Da ich seit 2008 meinen privaten Handyvertrag bei O2 habe, sollte bekannt sein, dass ich längst in meinen 30ern angekommen bin. Sollte. | Da aber in der Mail bereits ominös mit dem Wegfall von „exklusiven Tarif-Vorteilen“ gedroht wurde, wandte ich mich an den Kundenservice. O2-Kunden wissen: Telefonisch ist bei diesem sogenannten Telefonanbieter seit Monaten in der Regel niemand zu erreichen; wer mehr als eine Stunde gewartet hat, wird weggedrückt. Gäbe es einen Soundtrack zu meinen Albträumen, es wäre die Hotline-Musik von O2: sphärisch anmutender Chillout-Electro, der es aufgrund der Wartezeiten nie verfehlt, Aggressionen beim Anrufenden freizusetzen. (welt.de)

Ich habe jahrelang für eine Nummer bezahlt, die nachweislich nicht geschaltet war. Rückerstattung? Chancenlos! Die Überlegung ist klar. Geschäftsleitung an Sachbearbeiter: "Werden solche Leute wegen diesem Betrag vor Gericht ziehen? Doch wohl nicht!" Pech nur, wenn man dann mal an einen Journalisten gerät, der das ganze ins Blatt bringen kann.

Mein zusätzliches Pech ist: dass auch 1&1 sich so benimmt. Und Vodafone United, das auch Kabel Deutschland gefressen hat.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

"Im Zweifel für die Herkunft?"

Noch ohne Kommentar:

"Es stimmt natürlich, was der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagt: Die Nichtnennung der Herkunft kann je nach Kontext zu "wilden Spekulationen" führen. Dazu ein Beispiel, das uns eine ostdeutsche Redaktion berichtet: Schreibe man in eine Diebstahlmeldung nicht die Herkunft des Tatverdächtigen, würden viele Leser stillschweigend davon ausgehen, dass er aus Osteuropa stamme. Man müsse also explizit erwähnen, ob es sich um einen Deutschen handele oder nicht, um im Sinne des Pressekodex Diskriminierung zu vermeiden." (zeit.de Glashaus)

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Beratung für den "online marketing berater"

Jetzt schauen wir mal wieder auf einen Berater. Frank Katzer. Ein Zufallsfund, als ich eine Dropbox-Frage habe. -- Auszug:

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vorteile des dropbox online-speicher-dienstes
  • 2 gb online speicher sind kostenlos
  • ...
nachteile der dropbox
  • ihre daten lagern irgendwo in den u.s.a. auf den servern der dropbox-betreiber
  • wenn z.b. ein u.s.-amerikanisches gericht die herausgabe der dropbox-daten beschliesst, kann es sein, dass ihre daten auch davon betroffen sind (hier hilft nur eine aufwändige verschlüsselung ihrer daten – aber das ist ein anderes thema)
  • ...
veröffentlicht von frank katzer
ich bin online marketing berater und webdesigner seit 1999. diesen blog schreibe ich, damit du das internet besser für dich nutzt, sichtbarer und somit erfolgreicher wirst. frank katzer auf google+

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Was sagt der kritische Betrachter?

  • Eine generelle Kleinschreibung ist gewöhnungsbedürftig. Bei E-Mails der Eiligen -- ok. Es wollte ja schon Jacob Grimm, dass alle Deutschen fast alles klein schreiben. Und hat sich nicht durchsetzen können! Also, das mit der öffentlichen Kleinschreibung sollte man sich gut überlegen.
  • aufwändig? War wohl mal vor ein paar Jaharen für ein paar Leute hipp. Heute sagt der Duden wieder: "Von Duden empfohlene Schreibung: aufwendig. Alternative Schreibung: aufwändig" (Die Germanisten im Jahr 1996 haben damals ja nicht durchgeblickt: Aufwand, also aufwändig. Und dann auch noch: aufwänden? Nein? Warum dann das Adjektiv nicht vom Verb ableiten und der Aussprache kein Leid antun?)
  • U.S.A. und F.D.P. ? Nein, die Pünktchen sollte man sich schenken.
  • Inhaltlich, USA-Server: Ich hätte es, wie immer in solchen Fragen, gerne konkret und mit Beispielen. Was gibt es wohl, das ein US-Gericht wissen will und das legal und schützenswert ist? Immer die alte Frage: Sollen Kinderpornografen, Steuerhinterzieher, Leicht-, Mittel- und Schwerkriminelle ihre Dinger sicher auf einem Server in Europa lagern können, bequem und ohne Verschlüsselung? Was mich angeht: Ich vertraue den USA und ihren Gerichten mehr als den deutschen Datenschützern. Oder genauer, meine Überzeugung: Eher gibt es eine Diktatur der deutschen Datenschützer und Menschheitsbeglücker als eine Diktatur in den USA.
  • Wie schreiben wir wohl online marketing berater? Nicht vielleicht doch Online-Marketing-Berater?
  • Und schließlich: ... dass ihre daten ... Wenn Ihre nicht groß geschrieben werden "kann", aus Gründen der generellen Kleinschreibung, dann ist das hier besonders misslich. 
  • Da siezt mich F. K. Und dann: ... schreibe ich, damit du das internet ... -- Was nun, sind wir beim Sie oder per du? Ich habe weder was gegen das eine, noch gegen das andere; aber einheitlich sollte es sein.

Mittwoch, 5. März 2014

Hallo, Amazon!

Manchmal frage ich mich dies: Warum kommen Manager nicht auf die wichtigen, naheliegenden und leicht zu denkenden vernünftigen Fragen? Hier also: Ich werde immer wieder aufgefordert, eine Bewertung abzugeben, wenn ich bei Amazon etwas gekauft habe. Manchmal ist diese Aufforderung, eine Beurteilung abzugeben, sinnvoll, manchmal nicht. Manchmal überhaupt nicht. -- Beispiel:

Ihr Einkauf: Produktbild IKEA Martratzenschoner SKYDDA Matratzenauflage in 140 x 200 cm - kein Verrutschen (Neu) | Von normon Voraussichtliches Lieferdatum: 27. Februar 2014 - 3. März 2014 Wählen Sie eine Bewertung für den Verkäufer basierend auf diesen Fragen Artikel spätestens erhalten am: 3. März 2014? Artikel wie vom Verkäufer beschrieben? | Schneller und zuvorkommender Service? (Wenn Sie den Verkäufer kontaktiert haben) 5 (hervorragend)  4 (in Ordnung)
...

Also: Wenn ich ein Buch bestelle, dann blättere ich das durch und kann sagen: "Mit der Bestellung -- dem Bestellvorgang als solchen -- war alles in Ordnung." Oder auch nicht. Die Qualität des Buches kann ich erst beurteilen, wenn ich das Buch gelesen habe. Bei einem Matratzenschoner ist das Urteil nach 1 Jahr sinnvoll. Wie hat er sich bewährt, nach 12 mal Waschen? Was soll ich dazu direkt nach Eingang der Ware denn sagen?!

Sinnvoll wäre doch eine gestufte Abfolge: Den Kunden erst mal und generell fragen, ob er überhaupt urteilen will bei seinen Bestellungen. Wenn er Nein sagt, dann überhaupt keine Aufforderung. Der Kunde kann aber, wenn er mag, trotzdem aktiv werden. Wenn er Manchmal sagt, dann eben manchmal eine Nachfrage. Wenn der Kunde sagt: "Beurteilung nur, wenn ich das gewünscht habe", dann ein Häkchen bei der Bestellung. Oder eben auch nicht. Und ganz allgemein: Wenn es um Waren geht, die erst nach einiger Zeit beurteilt werden können, dann muss die Aufforderung, wenn der Kunde das will, eben später kommen: "Sie haben vor 1 Jahr einen Ikea-Matratzenschoner gekauft. Wie hat er sich denn bewährt? Wie würden Sie urteilen?" 

Das ist doch nicht schwer einzurichten auf der Amazon-Seite. Warum gibt es das alles nicht längst?

Freitag, 1. Februar 2013

"Auf Wunsch des Senders ...

... ist das Vorspulen bei Kabel Deutschland nicht möglich = gesperrt = untersagt."

Originaltext: ‎"Das Vorspulen dieser HD-Aufnahme ist auf Wunsch des Senders untersagt"

Das wird natürlich, eins, zwei, drei, schon heftig im Netz diskutiert. Und ich werde Kabel Deutschland kühl mitteilen, dass, wenn die RTL Group das weiterhin via KD umsetzt, wir "unser Kabel" ganz schnell kündigen und eine Sat-Schüssel auf das Dach setzen werden. Und sollte das dann das gleiche sein, dann werden alle RTLer aus der Senderliste gestrichten. Für wie blöd hält man eigentlich bei KD die Kunden?!

Textvorschlag:

Kabel Deutschland GmbH
Kundenbetreuung
Betastraße 6-8

85774 Unterföhring

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen heute mitteilen: Sie müssen sich in Sachen Das Vorspulen dieser HD-Aufnahme ist auf Wunsch des Senders untersagt zwischen mir, Ihrem Kunden, und den Wünschen der RTL-Gruppe entscheiden. Bitte teilen Sie mir mir, ob Sie weiterhin die RTL-Richtlinien umsetzen werden. Sollte dies der Fall sein, darf ich bereits hier ankündigen, dass ich meinen Vertrag mit KD zum nächstmöglichen Termin kündigen werde.

Mit freundlichen Grüßen

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Kaum sage ich das, kommt Karlchen Oberschlau daher und grient: "Die werden auf dich kleinen Einzelkunden gerade was geben!"

Was antworte ich da?

"Nicht vergessen -- so was kann Schule machen. Diese Idee kann sich rumsprechen, eine kleine und dann größere Bewegung werden. Remember Nokia! -- Mit besten Grüßen, Der Schneeball vor der Lawine"

Samstag, 21. Januar 2012

Information: vorübergehend relevante ~

Ok, wie ich auf diese Seite bekommen bin, ist uninteressant = die Erklärung wäre zu lang. Fakt ist, dass ich das hier schnell finde:

"AW: satellite direct erfahrung | Zitat: | Zitat von besser.wisser | hi forum, | hat jemand erfahrung mit dem iptv programm "satellite direct"? | es verspricht 3500 sender aus der ganzen welt über internet. | ist der preis von 50 dollar berechtigt? | wie ist die bildqualität? | wie schnell muss der internet zugang sein? | danke für eventuelle antworten 
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Es ist eine reine Abzocke, es werden die Live- und P2P-Streams angeboten, die man auch mit kostenlosen Playern wie TVU und co. bekommt, keines falls ist es natürlich $50 Wert. | Derlei Seiten findet man zuhauf im Netz, die absichtlich falsche Verwendung der Bezeichnung IPTV sagt alles. Hier wird die Unkenntnis technisch unbedarfter Leute ausgenutzt, die den Unterschied zwischen IPTV und Web-TV nicht kennen und denken sollen, das Angebot wäre etwas ähnliches wie IPTV-Dienste von zB Kabelanbietern oder der Telekom in Deutschland. | Denk mal logisch: Glaubst du im Ernst, der Anbieter mit Briefkastenadresse betreibt eigene Empfangsstellen auf allen Kontinenten, eigene Serverfarmen, priorisierte Packetdienste bis zu deinem Provider und besitzt natürlich alle jeweiligen nationalen Rechte zur Verbreitung aller Sender? | Zu vergleichen mit kostenpflichtigen "Premium" Downloads von Freeware wie OpenOffice etc. | Siehs dir halt natürlich kostenlos an."

So entsteht vorübergehend relevante Information!

Dienstag, 19. April 2011

Das Volk von Stuttgart (und um Stuttgart herum)

Es ist schon ein schönes Gefühl, eine so wichtige wie richtige Sache schon vor Tagen bedacht und formuliert zu haben. Auch wenn das heutige Streiflicht der SZ die Sache natürlich unendlich viel eleganter auf den Punkt bringt:

"Der Lenz liegt überm Land, und wie sich das Leben doch ändert. 'Ich träumte von bunten Blumen', heißt es im 'Frühlingstraum', 'so wie sie wohl blühen im Mai; ich träumte von grünen Wiesen, von lustigem Vogelgeschrei.' Doch da war es kalt und Winter, es schrien die Raben vom Dach. Jetzt aber fliehen die Vögel, denn Radler in wurstpellenartigen Bekleidungen brettern über die grünen Wiesen, der bunten Blumen nicht achtend. Und in Stuttgart ziehen mit frischen Kräften wieder Menschen durch die Stadt; doch so richtig lustig ist das Geschrei nicht, das aus den Lautsprechern krächzt und die Welt in 'wir' und 'die' teilt, dieses Lumpenpack von Politikern, diese Baumumsetzer, diese Bahnhofsschänder. Man kann den Zorn der Menschen sogar verstehen. Wochenlang haben sie gerufen 'Wir sind das Volk', jetzt wollen diese Sozialdemokraten, denn wer hat uns verraten!, in ihrer Perfidie das Volk tatsächlich entscheiden lassen über Stuttgart21. So war das natürlich nicht gemeint. Wir sind doch das Volk, nicht irgendwelche Leute, die vom Bahnhofsschützen gar keinen Schimmer haben und eine falsche, ganz unzulässige Meinung - und die Mehrheit sein werden."
"Streiflicht". Süddeutsche Zeitung, Nr. 91, Dienstag, 19. April 2011, Seite 1.

Die, zugegeben etwas rhetorische Frage, ob das denn Wikipedia-relevant sei (Antwort natürlich: Nein!), wird von einem User sehr schnell und in schönsten Verwaltungsdeutsch beantwortet:

Ich sehe keine enzyklopädische Relevanz. So lange die Glosse keine überragende Relevanz (vielfaches Zitat, elementare Bedeutung) entwickelt, ist sie für die Sachdarstellung im vorliegenden Artikel meines Erachtens bedeutungslos.

Donnerstag, 12. März 2009

Klammheimliches Verständnis

Wenn etwas Schreckliches geschieht, reagieren Menschen vorhersehbar und nach Pflichten und Gewohnheiten. Journalisten müssen berichten und Fragerunden einberufen. Experten müssen ihre Kenntnisse und Meinungen ausbreiten. Viele bloggen und twittern. (Ich ja auch.)
Die Frage ist, was in welchem Maß sinnvoll ist. Oder sinnlos und in manchen Fällen unangenehm. Plappernde Expertenrunden im Fernsehen sind unangenehm. 
Ein größeres Problem: die diffuse Meinung, gesteuert aus diffusen Interessen. Zum Beispiel: der Ballerspiele-Liebhaber, der der Auffassung ist, dass Ballerspiele nicht schuld sind und das ausdrücken, darstellen möchte. Mit durchaus aufwendig gestalteten kleinen Videofilmen. Etwa hier
Rational ist aber dies: Zwar gilt, nicht alle, nein - kaum ein Ego-shooter-Spieler läuft Amok. Aber wie, wenn man feststellt, dass 95% aller jungen Amokläufer diese Spiele gespielt haben? (Wofür vieles spricht. Irgendwo sagte vor ein paar Monaten ein Mann der US-Armee im Fernsehen, solche Videospiele würden bei den Marines eingesetzt, um Tötungshemmungen, die jeder hat, wegzutrainieren. Der Mann war strikt gegen die frei verkäuflichen Spiele dieser Sorte.) Also, sollte man dann diese Spiele verbieten? 
Der Videomacher oben argumentiert etwa: Nehmt uns unsere kleinen Freuden des Alltags, nämlich Ballerspiele zu spielen, und ihr werdet schon sehen was ihr davon habt ... Er trauert um Tote. Auch um die Amokläufer. Für die Täter empfindet er ein klammheimliches Verständnis. "Die Gesellschaft" hat sie gemacht. 
Dem kann niemand -- so ganz und gar grundsätzlich verstanden -- widersprechen. Wir sind von den Genen und der Gesellschaft gemacht. Tertium non datur. (Die Gene werden da gerne ausgeblendet. Das einfache Denken wird da schnell zu kompliziert.) Nur eben - was folgt daraus? Wie soll sich "die Gesellschaft" verändern? Und, gesetzt den Fall, wir kennten die richtige Richtung, wie soll man es -- konkret bitte -- anstellen, damit sich die Gesellschaft in diese Richtung verändert?
Und es wäre gut, wenn die Shooter einmal den Leuten erklären würden, was für Freuden sie antreiben, wenn sie möglichst realistisch sehen möchten, wie ein Mensch getroffen wird, umfällt, wenn Blut spritzt. Könnten sie das bitte mal erklären, die Leute von der Ego-shooter-Fraktion?

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Nachtrag: Gerade gefunden.

"Neben relativ leicht zugänglichen Waffen werden oft auch Computerspiele als Grund für den Ausbruch von Gewalt genannt. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" sieht dies nicht so: "Glücklicherweise haben Politiker bis jetzt darauf verzichtet, 'Killerspiele' zu verbieten. Nicht Spiele machen Jugendliche zu Tätern. Es sind Defizite in der Familie und in ihrem Umfeld, die sie in die Welt der Spiele und der monströsen Selbstdarstellungen im Internet flüchten lassen, wo sie den Rächer spielen können. Nicht der 'Sog des Bösen' zieht junge Menschen in eine solche Scheinwelt, sondern ein Mangel an Selbstwertgefühl und gleichzeitig eine abnorme Selbstüberschätzung." 

Das ist das pure schnelle Gebrabbel. Wenn die bisherigen Nachrichten stimmen, dann war dieser Tim K. aus einer normalen Familie, guter Tischtennisspieler, sozial integriert. Und dann dieses "Defizite in der Familie und in ihrem Umfeld". Geht's noch allgemeiner? Das erinnert an die tiefsinnige Einlassung: "Wir müssen die gesellschaftlichen Verhältnisse verbessern und menschlicher machen." Wie bitte soll es gehen?! Konkret bitte!

Dienstag, 29. Januar 2008

Microsoft Explorer - Offener Brief

Liebe Firma Microsoft,
warum beschäftigen Sie nicht einen Menschen mit kleinen PC- und normalen Alltagskenntnissen? Der hätte Ihnen doch sofort gesagt, dass in einem Allround-Explorer nicht in erster Linie Musik verwaltet wird. Sondern Text-, Bild- und sonstige -Dateien. Warum also bekomme ich als Normalvorgabe dann die Musikidauer und Sternchen für die Bewertung vorgesetzt? Im Internet geht eine rege Diskussion vor sich, wie man das dauerhaft verändern kann. So kann man die Zeit der User sinnlos an sich reißen.

Samstag, 18. November 2006

Trafo-Wahnsinn

Es kann nicht gesund sein, wenn man diesen Ärger eins ums andere Mal runterschluckt. Also -- raus damit!

Eine verhältnismäßig einfache, technische Sache: Zu vielen, vielen Geräten bekommt man einen Trafo, der die 220 V der normalen Stromleitung runterregelt auf x - y Volt und a - b Ampere runterregelt. Dazu noch zwei Richtungen.

Nun aber: Auf keinem dieser verdammten Dinger steht irgendwo, für welches Gerät oder welche Geräte es denn gemacht worden ist. Also hat man nach fünf Jahren eine Sammlung von 17 oder mehr Trafos, bei denen man nicht mehr weiß, wohin sie gehören. Außerdem: Könnte sich die Industrie nicht mal aufraffen und versuchen sich mit, sagen wir, 5 Trafo-Typen für Kleingeräte zu begnügen? Für die es dann auch I - V Einstellungen auf einem zu erfindenden Universal-Trafo gibt?