Donnerstag, 30. April 2015

Django Asyl: Sprachspiele

Das noch in den Notizblock, und dann ist Schluss für heut. Django Asyl hat kritisch sprachgespielt:

"Dieter Reiter (SPD) || Als die Konzertsaaldebatte losging, hat der TSV 1860 gleich den Trainer rausgeschmissen. Was das mit dem Konzertsaal zu tun hat? Wenn alle Stricke reißen, will man das Grünwalder Stadion zum Konzertsaal umbauen. Das hätte deutlich mehr Kapazität als der Gasteig. Und das Stadion ist nicht überdacht. Und da sagt der OB Reiter: Das passt wunderbar, weil das Konzertsaal-Konzept wurde auch nie überdacht." (Münchener Abendzeitung Online)

Isses nicht schön?! Ja, es ist schön.

Demokratie-Theorien 1

Es gibt ja von -- na ja, von wem schon? Von progressiv-alternativen US-Amerikanern die Idee, dass divergierende Mehrheitsdemokratien einfach zu schwerfällig sind, um die Gesellschaft und die Technik voranzubringen. These: Es wäre gut, wenn es künstliche Inseln gäbe, auf denen sich Gleichgesinnte zusammentun, um soziale und technische Entwicklungen ohne die Last des Dauergequassels, der üblichen Alle-müssen-mitreden-dürfen-Demokratien zu realisieren.* (Und ich meine, vor Jahr und Tag sogar mal einen Science-Fiction-Roman mit dieser Idee gelesen zu haben. Aber -- nicht so wichtig.)

Und heute bin ich mal wieder soweit, dass ich denke: Eigentlich würdest du auch auswandern, dahin, wo die Leute ungefähr so ticken wie du selbst. -- Der Anlass: Vor Jahren gab es einen Artikel in der ZEIT, den ich, seit ich ihn gelesen habe, als ein Stück wirklicher Aufklärung in Sachen Globaliserung & Wirtschaft überall, wo es auch nur halbwegs passt, nenne. Der Autor ist einem 5-Euro-Baumwoll-T-Shirt von H&M hinterhergereist und hat minutiös nachgezeichnet, wer was womit verdient. Fazit: Der größte Kostenanteil entsteht zwischen Hamburg-Hafen und der Ladentheke in den H&M-Geschäften. Alle anderen in der Herstellungskette werden mit Cent-Beträgen entlohnt. Soviel zum Thema: Gerechtigkeit in der globalen Welt.

GLOBALISIERUNG | Das Welthemd || Der Modekonzern H&M tritt gegen Ausbeutung ein. Und doch verkauft er Kleidung für ein paar Euro. Wie kann das sein? Eine Suche nach dem Geheimnis des billigen T-Shirts. VON WOLFGANG UCHATIUS

Nun denn und wie gesagt: Ich habe unter Freunden immer dafür plädiert, dass solche Artikel in den Schulbüchern stehen sollten und in der Schule durchgesprochen werden müssten. Jetzt habe ich den Artikel mit einer einzigen Suchanfrage gefunden und mir wieder angesehen. Und was lese ich als erste Leser- bzw. genauer: Nicht-Leser-Zuschrift? Das!

"Goldennboy | 18. Dezember 2010 16:43 Uhr | 1. Tut mir leid. || 6 Seiten Roman zu lesen nur um herauszufinden warum die T-shirts so billig sind? Nein, danke. Wenn es sich jemand zugemutet hat, kann er mir gerne die Antwort hier posten. | Danke im Vorraus."

Da also war er wieder, der Gedanke: Musst du eigentlich mit diesen Goldenboys in einem Land, vielleicht gar in derselben Stadt leben? Wer sollte da besser auswandern, du oder der Goldenboy und seine Freunde? (Gleich danach und assoziativ etwas verwischt der Gedanke: Manchmal sind Nicknames doch aufschlussreich! Wer nennt sich wohl selbst und warum: Goldennboy? Ob das n zuviel eine Bedeutung hat? Nun gut, das Internet gibt am Ende vieles preis. Und man lernt ja nie aus! Natürlich weiß ich weniger als meine Tochter von Mangas. Na ja und na gut: Wenn er es ist, dann hab ich wieder ein gewisses Verständnis. Jugend, Nix-verstehen und große Klappe haben schon immer zusammengehört.)

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* Vertreter dieser Idee: Randolph Hencken, Patri Friedman, Seasteads

Mittwoch, 29. April 2015

Originelle Kritik subkultureller Kreise

And the Oscar goes to -- die WELT? I wo, an Jost Müller-Neuhof vom TAGESSPIEGEL!

Für sehr gute Formulierungen auf einem juristisch-stilistisch verminten Gelände. (So to say.)

"Es gibt sie als T-Shirt, Anstecker oder Beutel. Die plakative Aufschrift „FCK CPS“ soll bei gedanklichem Einsetzen zweier Vokale Polizisten („Cops“) schmähen und gilt in subkulturellen Kreisen als originelle Kritik an der Staatsgewalt. Jetzt hat das Bundesverfassungsgericht den stolzen Trägern eine Bresche geschlagen: Wer mit der Aufschrift öffentlich herumläuft, macht sich noch nicht gleich wegen Beleidigung strafbar."

Da staunt der juristische Laie aber! Womit sich unser Bundesverfassungsgericht (!) so alles herumschlagen soll und, ja, indeed, offenbar auch herumschlägt! Der Laie also fragt: "Kann man das mit dem Kürzel und seinem Beleidigungspotential nicht auf der Amtsgerichtsebene lassen?!" "Nein", antwortet da schräg von oben herab der Verfassungsrichter. "So etwas bedarf der Klärung auf höchster Ebene!"

Nun denn -- da bleiben Laienfragen! Auf Englisch, noch dazu Kürzel! Sind unsere Polizisten eigentlich Cops? Und muss man die Vokale einsetzen? Wie viele Prozent der Deutschen sind a) dazu in der Lage, die Vokale richtig einzusetzen, und b) aus dem so entstandenen englischen -- sagen wir: Gebilde, dann eine Beleidigung abzuleiten? Und kann man davon ausgehen, dass eine Frau, um die ging es im konkreten Fall, einen durchtrainierten Polizisten, auch eine durchtrainierte Polizistin, wirklich, na, nu -- "to fuck" kann? Und wenn das also mal so gesehen wird und nicht auf der symbolischen Ebene verbleibt: Was wäre daran beleidigend? Es steht da ja nicht, dass man Polizist oder Polizistin vergewaltigen soll!

Mein Gott, was Bundesverfassungsrichter*innen so alles bedenken müssen! Sie gelten nicht umsonst als die besten Juristen der Republik. Denn -- Meinungsfreiheit! Auf dieses Wort wäre der juristische Laie in diesem Fall einfach nicht gekommen! Dazu bedarf es durchtrainierter -- pardon! geschulter Juristen vom Bundesverfassungsgericht!

Odd Nerdrum

"Kitch painter. The Norwegian painter, Odd Nerdrum (born 1944), has a unique position in contemporary art. His challenging pathos and unashamedly unfashionable qualities have provoked some people, and won admiration from others. His considerable depth and unwavering consistency have made him one of the great storytellers of our age, with paintings, which are always related to his life. He has created his own landscape."


Dienstag, 28. April 2015

Power & Destiny



10 942 49 8 22


Gerhard Moldenhauer, Demmin

Ein Aspekt der Martenstein-These:

"Moldenhauer ist kein Nazi, als Hindenburg 1933 Hitler zum Reichskanzler macht. Er mag diese Typen von der NSDAP nicht, er wählt sie nicht, er verachtet sie. Aber er ist jung, gerade 34 Jahre alt, die Kinder so klein, und er entscheidet sich für die NSDAP, weil er Lehrer bleiben will und das Gehalt seine Familie ernährt. Ein Kollege sagt über Moldenhauer: „Er war zu intelligent, um auf den Schwindel des ‚Dritten Reichs‘ hereinzufallen, andererseits war er zu ehrgeizig und zu jung, um beiseite stehen zu können oder zu wollen.“" (SPIEGEL 18 / 2015, S. 56)

Moldenhauer hat seine Familie, seine Frau und seine Kinder umgebracht: 

"Es ist seine Frau, deren Vornamen heute niemand mehr kennt, es sind die Kinder Gerberga, die 17 wurde, Bertha, die 16 wurde, und Konrad, der 13 wurde. Alle vier hat er erschossen. Wären es keine Kriegszeiten, würde man sagen, einer wie Gerhard Moldenhauer war kein Mitläufer, sondern ein Amokläufer."

Das unterscheidet ihn von den einfachen Karrieristen, die nach dem Krieg weitergemacht haben.

Montag, 27. April 2015

Überschwe/änglich ?

Ich stolpere, mal wieder, bei der ZEIT-Lektüre über das Wort überschwänglich. Es ist dies Wort, egal wie geschrieben, nicht gerade das schönste Wort der deutschen Sprache, aber mit einem Ä geschrieben wird es potthässlich. Nun denn ...

DIE ZEIT 1.120 x überschwänglich, und 396 überschwenglich. Letzteres immer älteren Datums. Da hat sich der Herr Dieter E. Zimmer aber mal wieder durchgesetzt! Wie Heidegger eben!

SPIEGEL, jetzt mal: 1 Jahr zurück. 10 x überschwenglich. Und überschwänglich -- Zahl wird gar nicht erst angezeigt? Kann das denn sein?!

Die FAZ -- nur drei, in Zahl: 3 Treffer. Nun, mit diesem Zustand und dem dafür stehenden Wort hat man es bei der FAZ wahrscheinlich nicht so. Da will ich doch mal dieses Zitat herausstellen!

"An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, sagt Jesus in Matthäus 7,16. Auf der Welt, die wir heute teilen, sind die Früchte vollkommen geschmacklos. Ich habe Teenager, gestern noch überschwenglich, eloquent, interaktiv und vor Persönlichkeit strotzend, nach drei Monaten Smartphone- oder iPad-Besitz zu aphasischen Zombies werden sehen. Der junge Wein stirbt noch an der Rebe, und Dionysos, der tellurische Gott der Ekstase, ist nirgends in Sicht. Es ist unwahrscheinlich, dass die nächste große digitale Innovation ihn zu uns zurücklocken wird."

80 Orgasmen

Eine Frau mit dem Naturell eines Mauerblümchens fragt sich eines Tages, wie sie es anstellen muss, um c-prominent zu werden. Sie kommt auf die naheliegendste Sache der Welt: "Sex sells and makes famous!"

"'Ich sage den Männern, was ich brauche'.
In 80 Orgasmen um die Welt"

Das ist doch mal ein Titel! Nun denn, Glückwunsch, Frau Hell! Sie sind also (an-) gekommen. Aber natürlich -- schwer sich dort zu halten, in der Welt des vergänglichen Ruhms. 

Nein, mal kein Links heute! 

Sonntag, 26. April 2015

Amazon, vorausschauend?

Man liest immer mal wieder, Amazon würde an einem Algorithmus arbeiten, der es möglich macht, das, was der Kunde bestellt, vorauszusehen und es also quasi 1/2 Stunde nach Bestellung schon an die Haustür zu bringen. Ob das wirklich möglich ist? Ich zweifle daran. Dass ich mich für bestimmte Dinge interessiere -- ok, das zu sehen ist nicht weiter schwer. Aber dass ich tatsächlich und zwar jetzt: bestelle und was ich schließlich bestelle, das zu wissen halte ich für nicht möglich. Und ich glaube nicht, dass ich einen besonders eigenartige Geschmack habe oder schwer zu durchschauen bin. ...

Wie auch immer. Wenn das, was da als Empfehlung heute so aufgetaucht ist, aus den Vorarbeiten zu jener zukünftigen Vorausschau meiner Bestellungen herkommt, dann lautet meine dringende Empfehlung an Amazon: Vergesst es! Investiert Kraft und Geld woanders. Ich würde mir vielleicht demnächst mal Männerunterhosen kaufen. Es muss aber auch nicht sein. Was aber sicher ist: Diese Modelle, die angeblich aus meinem "Browserverlauf"* heraus ausgewählt wurden, die würde ich auf gar keinen Fall kaufen! Die halte ich nämlich durchgehend und ohne Ausnahme für abgeschmackt hässlich! Nun ja -- weil lächerlich. Und auch der Sportschuh -- könnt ihr, was mich angeht, vergessen.


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* Schön zu wissen im Übrigen, dass mein ganzer Browserverlauf von Amazon mitprotokolliert wird. Oder ist vielleicht doch gemeint: Der, wenn ich mich auf der Amazon-Seite herumtreibe? Nicht dass ich was dagegen hätte! Aber wenn das Ergebnis so niederschmetternd schlecht ist, dann gibt mir das schon zu denken.

Richard Proenneke

Ich werde die Lebensgeschichte und die Lebensweise von Richard Proenneke irgendwann brauchen können, das ist klar.

Bayern München

Ein Unentschieden der Bayern heute, gegen Hertha BSC Berlin, wäre eine Überraschung gewesen. Eine Niederlage das, was man so eine "kleine Sensation" nennt. Nichts da, nach dem Porto-Triumph ein knapper, normaler Heimsieg, auf dem Weg gegen Dortmund. Zuhause! Mehr ist wohl nicht zu sagen.

Samstag, 25. April 2015

Albert Kesselring (25. April, Italien)

Am 25. April ist -- nahezu unbemerkt in Deutschland -- in Italien ein Feiertag. Man erinnert sich an die Befreiung vom Faschismus. Bei der Gelegeheit fällt, fas wie nebenbei, der Name von Albert Kesselring, der, hier ausgesprochen, eher wie Kesseling klingt. Die Wikipedia überliefert unter anderem:

"Von 1952 bis 1960 war Kesselring dann Bundesführer des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, eine Neugründung des Stahlhelm der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs. 1953 und 1955 veröffentlichte Kesselring seine Memoiren „Soldat bis zum letzten Tag“ und „Gedanken zum Zweiten Weltkrieg“. Eine Distanzierung von seinen Taten oder seiner bedingungslosen Loyalität zu Adolf Hitler erfolgte nicht. Am 16. Juli 1960 starb er in einem Sanatorium in Bad Nauheim an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Bergfriedhof in Bad Wiessee beigesetzt. Die Grabrede hielt der damalige Inspekteur der Luftwaffe und frühere Wehrmachtgeneral Josef Kammhuber.


Rezeption

In der 2004 erschienenen knapp 400-seitigen Monographie Kesselrings letzte Schlacht. Kriegsverbrecherprozesse, Vergangenheitspolitik und Wiederbewaffnung wird dargestellt, dass die Nachkriegsöffentlichkeit in Deutschland die moralische Bewertung Kesselrings weitgehend einseitig zu seinen Gunsten vorgenommen hat.
Sie beschreibt im Detail, wie eine regelrechte Pressekampagne „Freiheit für Kesselring!“ für seine Begnadigung stattfand. Die FAZ etwa titelte: „Unschuldige kann man nicht amnestieren.“ Höhepunkt war eine Serie der Illustrierten Stern, die 1951 mit dem Titel aufmachte „Nicht Gnade, sondern Recht“. Zugutegehalten wurden ihm vor allem die Sicherung von Kunstschätzen und die Deklaration Roms zur „Offenen Stadt“.
Verdrängt bzw. ignoriert wurde die Auslöschung ganzer italienischer Dörfer einschließlich Frauen, Kindern und Greisen, die auf den „Bandenbefehl“ vom 17. Juni 1944 hin begangen wurden. Im Deutschland Adenauers war das „Kraftfeld von Antikommunismus und Kaltem Krieg“ ihrer Ansicht nach wirksam zur Umdeutung „des Kriegsverbrechers zum Ehrenmann, der im Kerker schmachtete“.
Das begnadigende Entgegenkommen der alliierten Justiz, so ihr Befund, erzeugte den falschen Eindruck, eine „Siegerjustiz“ werde nun korrigiert. Der Rezensent der Frankfurter Rundschau urteilte, von Lingens Buch sei eine detailreiche, „hochdifferenzierte Studie, die dem Generalfeldmarschall historische Gerechtigkeit widerfahren lässt, ohne dem Kriegsverbrecher Kesselring das Geringste zu schenken“.
Kesselring lächelte aufgrund eines Nervenleidens nahezu ununterbrochen. Bei englischsprachigen Soldaten hatte er den Spitznamen „Smiling Albert“ und lange Zeit einen erstaunlich positiven Ruf."

Vielleicht ist das das Bild des Menschlichen schlechthin? Aufgrund eines Nervenleidens lächeln die Menschen nahezu ununterbrochen und haben einen erstaunlich positiven Ruf.

Diane Soto. Ich bin die einzige Tochter ...

Nachtrag (23.07.2015): Diese Seite wird auf einmal überraschend oft aufgerufen. Wahrscheinlich ist Diana Soto wieder unterwegs. Aus diesem Anlass ein offenes Wort auf Frau Soto, auf Deutsch:

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Liebe Frau Soto! Sie müssen einen besseren Übersetzer anstellen, wenn Sie mit dieser Betrugsmasche Erfolg haben wollen! "Ich bin die einzige Tochter des verstorbenen Herrn und Frau Fredrick Soto." Das sagt auf Deutsch kein Mensch! Bei Familienangehörigen lässt man im Deutschen die Bezeichnung Herr / Frau weg. Und Ihre Mutter ist im Deutschen auch nicht Frau Frederick Soto, sondern einfach Frau Soto. Usw. Solche Fehler ziehen sich, von schlichten Grammatikfehlern abgesehen, durch Ihren Text hindurch.

Ja, so kompliziert sind die Sprachen, und wenn deren Regeln nicht befolgt werden, hat man kaum eine Chance, ernst genommen zu werden.

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Eben wieder so eine gewinnversprechende Mail. Ohne Kommentar!

Hallo!

Mein Name ist Diane Soto. Ich bin die einzige Tochter des verstorbenen Herrn und Frau Fredrick Soto. Mein Vater war ein herausragender Öl- und Gasunternehmer, bevor er starb. Er hatte auch umfangreiche Investitionen in Immobilien, der Landwirtschaft und im Bankensektor. Meine Mutter zusammen mit meinen Geschwistern in einem schrecklichen Autounfall zusammen Yamoussoukro ausdrückliche Weise starb, als ich ein kleines Kind war.

Ich betete, bevor Sie sich an Sie und ich glaubte, dass Sie der rechtmäßige Person, um mich aus meiner schrecklichen Situation zu helfen. Bitte Ich brauche deine Hilfe, meine geerbt Geld in Höhe von 7,5 Millionen US-Dollar, um Ihr Land für Investitionsvorhaben unter die Pflege und Richtlinie zu übertragen, während ich mein Studium in Ihrem Land nach der Übertragung fortzusetzen.

Es ist mein Wunsch, zu kommen, um Ihr Land weiter zu meiner Ausbildung, während Sie investieren und meiner ererbten Geld zu verwalten. Bitte Ich bin ein Waisenkind und ich brauche Ihre Hilfe, um mein Geld geerbt, um Ihr Land zu übertragen. Ich werde auch brauchen Ihre Hilfe, um einen schönen Schule in Ihrem Land, wo ich mein Studium fortsetzen zu sichern.

Ich bin bereit, Ihnen erhebliche Menge als Entschädigung für Ihre Mühe / Eingang nach der erfolgreichen Übertragung meiner ererbten Geld auf Ihr angegebenes Konto zu bieten. Sobald ich Ihre Antwort erhalten geben Sie Ihr Interesse, mich zu unterstützen, um das Geld, um Ihr Land zu übertragen, werde ich alle notwendigen Informationen, die Sie benötigen, um in Richtung der Überweisung auf Ihr Konto gehen Sie wie ich glaube, dass diese Transaktion hätte geschlossen werden Ihnen innerhalb von wenigen Tagen werden Sie Ihr Interesse, mir zu helfen zu bedeuten.

In Erwartung von Ihnen zu hören dringend.

Freundliche Grüße,
Diane Soto.

---

Vgl. immerhin hier:

Greenwich Oil Change & Lubrication - Auto Oil & Quick Lube
Local Businesses: 1
Green Rhino Lube
57 Old Post Road No 2
Greenwich, CT 06830-6786
(203) 422-6100

Diane Soto (Manager)

Categories: Oil Change & Lubrication
- See more at: ct.allpages.com

Was sagt diese Frau Soto wohl zu dieser Mail?

Sind Enttäuschungen herb?

Warum erlebt man im Deutschen eine herbe Enttäuschung? Warum sind die Enttäuschungen nicht salzig? Während sie bitter durchaus sein können. Und warum ist oder wird man gelb vor Neid, während der Neid selbst nicht gelb ist? Und Rache ist zwar angeblich manchmal süß, aber man sagt nicht, dass ihn seine süße Rache endlich ruhiger gemacht macht. Oder vielleicht doch? Man hat eine Heidenangst, aber auch einen Heidenspaß! Doch keine Heidenfreude. Wie geht das denn alles zusammen?

Freitag, 24. April 2015

Olaf Schenkel, AfD

Ich lese:

"ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND | Henkel tritt aus AfD-Bundesvorstand aus || Neuer Höhepunkt im AfD-Machtkampf: Mit seinem Rückzug protestiert Henkel gegen "Rechtsideologen" in der Partei. Auch Parteichef Lucke mobilisiert gegen einen Rechtsruck." (ZEIT Online)

Und ich lese tatsächlich, dass Olaf Schubert sich aus der AfD zurückzieht! So kann´s einem gehen! Das melden dann morgen, vielleicht auch erst übermorgen die Zeitungen:

Olaf Schenkel hat sich 
auf dem Afd-Bundesvorstand
zurückgezogen.

Donnerstag, 23. April 2015

Dionysios Cumberbatch

So stellt mir Google mit Bild den griechischen Grammatiker Dionysios Thrax vor.


Aleister Crowley erfindet den NWS

NWS? New Wikipedia Style.

Ich stolpere über den Namen Aleister Crowley und muss mich konzentrieren, um mich wenig später zu erinnern, worüber ich da gestolpert bin: Der Militärhistoriker, den Alexander Kluge interviewte,  -- wie hieß er denn noch gleich? -- hat so ganz nebenbei gesagt, dieser Erfinder der Panzerarmee sei ein untypischer englischer Militär gewesen, der sehr kreativ gewesen sei und unter anderen XYZ gekannte habe. Und da nannte er dann auch diesen Namen Aleister Crowley, den ich als Esoteriker kannte. Kann das denn sein? Ich schlage nach. Ein SPIEGEL-Artikel und dann die Wikipedia. Und siehe da, der Artikel scheint in erheblichen Teilen von Crowley-Faszinierten mit unterwegs abhanden gekommenem Sprachgefühl geschrieben worden zu sein. Man kann, wenn man will, eine Stilblütensammlung der feinsten Sorte zusammenstellen.

"Anfang April 1904 übersetzte Crowley die Inschrift der Stele des Anchefenchons." 

Da fragt der kritische Leser: Soll dieser abgebrochene Student Crowley hinter die Geheimnisse der Hieroglypen-Schrift gestiegen sein? Wer soll das glauben?

"Seine Frau, die ihm als Medium diente, soll ihm währenddessen mitgeteilt haben, dass sie nicht Horus oder Ra-Hoor-Khuit channele, sondern von deren Botschafter Aiwass informiert werde."

Währendessen? Während er übersetzt hat? Wunderbar, die Form "channele"! Da hat jemand das heutige Reden mit dem Damals auf Innigste verbunden. Und ein "Botschafter" der lang zurückliegenden Ägypter "informiert". Zum Niederknien!

Vorher schon:

"Am 8. Februar 1904 zeigten sich während gemeinsam praktizierter Geisterbeschwörungen in Kairo bei Rose mediale, hellseherische Fähigkeiten."

Da wird nicht gesagt, dass das jemand behauptet oder überliefert hat; das wird als Faktum hingestellt, in der sonst so faktengläubigen, kritische Wikipedia!

"Das ‚Buch des Gesetzes‘ stand in Crowleys Lehren später zentral und verkündete die Ankunft eines neuen Äons, dessen treibende Kraft Helena Blavatsky war, die gewissermaßen die Stammmutter des neuen Äons ist."

Hier spricht ein Anhänger dieser esoterischen Richtung ungefiltert und selbst. Überzeugt, dass es um Fakten geht.

"... dass unbenommen von dem behaupteten medialen Empfang ..."

So schön und grammatisch-schräg eingebettet hab ich das seltene und schwer altertümelnde unbenommen (der Tatsache, dass) schon lange nicht mehr gelesen.

"Mit dem Aufblühen des Tourismus reiste Crowley in jungen Jahren mit seinen Eltern nach Frankreich und in die Schweiz."

Ja, wo andere mit dem Zug oder der Postkutsche reisen, da reist Crowley mit dem Aufblühen (!) des Tourismus. Und mit seinen Eltern?! Die ihn doch quasi verstoßen hatten? Wo kommen die denn auf einmal her?

So jetzt reichts! Jetzt mach ich einfach einmal Schluss ...

Na gut, das noch:

"1911 reisen die beiden ein zweites Mal in die Sahara."

In meinem Überschwang hatte ich schon gelesen: "... in die Sahara ein". Aber nein, das steht da nicht. Aber in die Sahara reisen ist auch sehr schön.

"Im Juli wurde er angeklagt, Briefe gestohlen und gehehlt zu haben, um sie im Prozess gegen Nina Hamnett verwenden zu können."

Hehlen als Verb? Auch schon lange nicht mehr so gelesen? Überhaupt schon mal?

Vergewaltigte Mädchen in Indien

Eine Sendung über vergewaltigte Mädchen in Indien -- 9 Jahre alt. Wird morgen jemand darüber sprechen? Nein.

N24 00:05 - 01:00 (noch 32:12 Minuten) Extreme World Indien Dokumentation & Report Indien.

Unterbrochen wird die Sendung eben von Werbung: eine ausschäumende Chamapgnerflasche und ein Hinweis auf eine später Sendung. Über den weiblichen Orgasmus. Man glaubt es einfach nicht.

Alexander Kluge

Es muss mal raus: Als Jurist, Theoretiker und Kaufmann mag Alexander Kluge sehr, sehr gut sein; als einer, der mit anderen spricht, andere interviewt, ist er für mich eine Katastrophe. Ich sehe eben sein Interview mit einem (exzellent deutsch sprechenden) englischen Militärhistoriker, und ich halte wieder nicht durch. Die hektisch-übernervöse Sprechweise Kluges, dieses erst mal einen langen Kurzvortrag halten, in den der Interviewte oft nur reingrätschen kann, indem er des Interviewer sich hinziehenden Redefluss unterbricht, um überhaupt zu Wort zu kommen -- die erneute Unterbrechung durch Kluge dann, wenn der Interviewte eineinhalb Sätze gesagt hat, nach einem, nach zwei Sätzen des Interviewten das erneute verbale Hineingrätschen Kluges, mit diesem nachgeklappten, ganz kurz gesprochenen "..., (ja), ..." -- ich halte das einfach nicht aus. Es scheint dem Alexander Kluge nie jemand gesagt zu haben, welch eigenartigen Rede- und Interviewstil er hat. Oder hat es jemand da und ein anderer dort gesagt und dem Kluge ist das einfach wurscht? 

Wie gesagt: Wahrscheinlich ein brillianter Kopf. Aber ein sagenhaft schlechter Gesprächs- und Interviewpartner.

Mittwoch, 22. April 2015

Consecutio temporum

Die Feinheiten der consecution temporum. Das geht wohl nicht:

"... Google kündigt an, dafür eine neue Technologie entwickelt zu haben, mit der die Mobilgeräte automatisch das schnellstmögliche Netz-Signal suchen ..." (welt.de)

ankündigen verweist in die Zukunft; entwickelt zu haben, geht da nicht. Was aber geht, ist beispielsweise: 

"... Google kündigt an, bald eine neue Technologie vorzustellen, die in den letzten drei Jahren entwickelt worden sei ..."