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Mittwoch, 11. März 2020

ZEIT-Kontrolle: "Lisa und Johann ...

... waren fünf Jahre ein Paar"

M. ist mal wieder im Rahmen ihrer -- fast immer extrem coolen -- Möglichkeiten: fassungslos. Sie hatte einen Kommentar zu einem ZEIT-Artikel geschrieben. Nicht kopiert - was wieder mal ein Fehler gewesen sei. Wortlaut, aus dem Gedächtnis, aber ziemlich exakt der:

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Manchmal denke ich, dass arrangierte Ehen doch was für sich haben. Man entgeht solchen Problemen.

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Nun ja, vielleicht doch noch nicht so exakt. Aber um die arrangierten Ehen sei es gegangen, und sie habe das für feine Ironie gehalten. Doch - Fehlanzeige: Reaktion der ZEIT-Kontrolleure:

#8 Beziehung: "Wenn man zum zweiten Mal zusammenkommt, ist das fast wie Heiraten"
Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/at

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Der Artikel sei inzwischen nur noch für Abonnenten. Was sie, M., als verwerfliche Kleingeschäftemacherei der ZEIT ansehe. Es sei ja inzwischen System bei der ZEIT: Erst den Artikel für ein paar Stunden freigeben und dann sperren. Die Kommentare könnten dann nicht mehr allgemein eingesehen werden. Die große ZEIT sollte das doch nicht nötig haben. Aber offenbar gelte da in Hamburg aus Geldnot auch: Non olet. Und die ZEIT sei in Wahrheit eben auch längst ökonomisch auf der abschüssigen Bahn.

Der Artikelanfang ist der:

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BEIM ZWEITEN MAL BEZIEHUNG. "WENN MAN ZUM ZWEITEN MAL ZUSAMMENKOMMT, IST DAS FAST WIE HEIRATEN". Protokoll: Sophia Schirmer | Lisa und Johann waren fünf Jahre ein Paar, da traf Lisa einen anderen. Heute sind die beiden wieder zusammen und sagen: Die Trennung hat unsere Beziehung besser gemacht. 6. Januar 2020 | 70 Kommentare Exklusiv für Abonnenten | Ganz schön überschätzt, dieses erste Mal. Oft fehlt es dabei an der Erfahrung, um es zu genießen oder richtig einzuschätzen. Und das ist nicht nur beim Sex so. Diese Serie erzählt vom Mut und vom Selbstvertrauen, es noch einmal zu versuchen. Dabei kann man nämlich etwas wirklich Wichtiges lernen: Beim zweiten Mal wird alles besser. Es begann, wie Beziehungen beginnen, wenn man irgendwas-mit-20 ist und Liebe noch ein Gefühl und keine Notwendigkeit: Lisa und Johann treffen sich in Jena auf einer Party. Erst bestellt sie Schnaps, auf der nächsten Party er. Erst verstehen sie sich gar nicht, dann richtig gut. Ein erstes Date, danach noch viele Dates. Sie treiben auf der Luftmatratze die Saale hinunter, fahren mit dem Fahrrad durch den Regen, picknicken am Strand von Sankt Peter-Ording. Nach drei Jahren Beziehung ziehen sie zusammen nach Leipzig, in die erste gemeinsame Wohnung. Nach fünf Jahren will Lisa nicht mehr. Es ist Schluss. (zeit.de/campus)

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Ja, es ärgere sie inzwischen, sagt die coole M., dass die ZEIT -- wie alle anderen Zeitungen auch -- mit Tricksereien arbeite. Dieses sich Anbiedern an die Jungen, mit schrägen Sex-und-Bett-Geschichten. Sie überlege, ob sie einen Watchblog aufmache, um unabhängig von der ZEIT-Kontrolle zu werden.

Ich bin mal gespannt!

Ach, und das noch! Ihren vorheriger Kommentar zum gleichen Artikel - den gebe es noch:

Wenn sich das jetzt noch dreimal wiederholt, muss das Zusammenleben ja der Himmel auf Erden sein!

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Mittwoch, 12. Juni 2019

Donnerstag, 11. April 2019

Fake-news 1: Angelina & Heiko -- Heirat!


Gesellschaftskritik - Über Wahrscheinlichkeit 
Heiko Maas hat Angelina Jolie 
geheiratet. Wer, um alles in der Welt, 
konnte dies vorhersehen?

Quelle: ZEIT Magazin heute

Sonntag, 7. April 2019

"... neigt die Intellektuelle zur Selbstzerstörung"

Kaum fängt man an herumzulesen, wird eine Sache uferlos. Hier: Susan Sontag:

"Ich will mit vielen Leuten schlafen" Als Studentin neigt die Intellektuelle zur Selbstzerstörung. Die Mittel ihrer Wahl: Eine Hochzeit und ein Masterstudium Von Oskar Piegsa 16. April 2013 ... ZEIT Campus Nr. 3/2013 6 Kommentare || Die Sängerin auf der Bühne des Mona’s ist sehr groß, sehr blond und wunderschön. Im Abendkleid und mit nackten Schultern steht sie im Scheinwerferlicht. Und ihre Stimme! So tief und stark, Susan ist beeindruckt. Sie ist zum ersten Mal in dieser Bar bei den Piers von San Francisco, Harriet hat sie mitgenommen, die beiden kennen sich aus der Uni-Bibliothek in Berkeley. Harriet ist 21, Susan erst 16, sie dürfte noch gar nicht hier sein und sich von älteren Frauen zu Drinks einladen lassen. Doch im Mona’s gelten andere Gesetze als in der Welt da draußen. Während Susan noch über die Sängerin staunt, lächelt Harriet und verrät ihr ein Geheimnis: Da vorn auf der Bühne, das ist ein Mann in Frauenkleidern. Kurz darauf beginnt Susan eine Vokabelliste in ihrem Tagebuch. "Gay slang", schreibt sie und darunter: "drag", "be in drag", "a drag party". "Box" bedeutet Muschi, "to have a box" Oralsex. Dann notiert sie einen Satz, den sie vielleicht im Mona’s aufgeschnappt hat: "When you gonna let me have some of that box, honey?" [...] Zwei Tage später erhält Susan einen Brief: Die Uni in Chicago gewährt ihr ein Stipendium. Was dann und in den nächsten Jahren folgt, widerspricht allem, was sie eben noch beschlossen hatte. Sie wechselt von Berkeley nach Chicago. Dort geht sie in eine Vorlesung des zehn Jahre älteren Soziologen Philip Rieff. Der sucht einen Hiwi, jemanden, der Recherchen für sein Forschungsprojekt übernimmt. Sontag bekommt den Job. Das ist im November 1950. Im Dezember sind Rieff und Sontag verlobt. Am 3. Januar 1951 notiert sie in ihrem Tagebuch: "Ich heirate Philip im vollen + beklemmenden Bewusstsein meines Drangs zur Selbstzerstörung."" (zeit.de)

Donnerstag, 28. Februar 2019

"Danke, Herr Dr. Dodo"

Dieser Blog soll ja nicht die Arbeit der Verbraucheraufklärung ersetzen. Aber hin und wieder ...

Eben schneit ein Kommentar herein, der nicht unter die Kommentare gesetzt werden kann. In vollem und originalen Wortlaut:

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"Ich bin so glücklich, dieses wunderbare Zeugnis mitzuteilen. Danke, Herr Dr. Dodo, für die Hilfe, die Sie mir einlösen, werde ich für immer dankbar sein, jetzt ist mein Ex houdand wieder da und alles ist in Ordnung, wenn Sie Ihren Ex zurückhaben möchten, wenn Sie ein ähnliches Problem durchlaufen E-Mail an Dr. Dodo. Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich direkt an meine E-Mail-Adresse drdodotemple@gmail.com oder per E-Mail an whatsapp +2348147766277"

bei Rechtschreibung

Veröffentlichen | Löschen | Spam

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Immerhin, die Telefonnummer lässt sich suchen und eine Website dazu auch. Wer also an Voodoo und Angrenzendes glaubt, der kann sich an Dr. Dodo wenden.

(plus.google.com/103028081845013759492) Da Google Plus bald aufgelöst wird, kann man anschließend hier das Passende aussuchen.

Mittwoch, 27. Februar 2019

Paare - Berührungen

Notizbuch

Passanten zu sehen reicht allein also nicht.

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Neurowissenschaftlerin über körperliche Nähe | Je mehr ein Paar sich berührt, desto besser die Beziehung |  Exklusiv für Abonnenten | Wir sollten uns viel häufiger umarmen und streicheln, sagt die Neurowissenschaftlerin Rebecca Böhme und erklärt, was menschliche Nähe in unserem Körper auslöst. Von Maria Stöhr (spiegel.de)

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Wie viele Paare berühren sich nicht mehr? Widerwillen allenthalben?

Sonntag, 20. Januar 2019

Ideenklau (Amazon-Rezension)

Notizbuch

Ich habe das Theaterstück von Glattauer vor ein paar Tagen als E-Book gelesen.

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Maximilian Lukas | Unlustig und wunderlich unneu ... | 12. Mai 2014 | Zusammengefasst: Diese KOMÖDIE ist in meinen Augen weder amüsant noch ein authentisches Schaffenswerk. Sie erscheint mir als schlechte Kopie eines grandiosen Theaterstückes, dessen Uraufführung ich im Herbst 2013 erleben konnte. | Hätte ich mir nur genauer das Buch-Cover angesehen! Dort steht nämlich (Eine KOMÖDIE) - vorsichtshalber in Klammern gesetzt. Vielleicht haben ja der Autor und/oder der Verlag bemerkt, dass es hier nichts zu lachen gibt. Zum Inhalt: Ein wortbissig streitendes Ehepaar sucht Rat bei einem inkompetenten Paartherapeuten, der wirkt wie von anno dazumal. Zu den Dialogen: Ohne Humor, dafür strapaziös überintellektuell, oft (menschlich) schmerzend, nervend und frustrierend. Zur Handlung: Könnte man per se als Witz betrachten, denn zu guter Letzt versuchen die Patienten die Eheprobleme des Therapeuten zu lösen. Aber deren Intervention geschieht auf so naive und platte Weise, dass selbst dieser Witz auf der Strecke bleibt. Für mich einfach nur "langweilig" und qualvoll unerfreulich. | Wer zum Thema "Eheprobleme" oder "Paartherapie" eine wirklich lustige Komödie lesen möchte, dem empfehle ich ALLES ÜBER LIEBE von Stephan Eckel. Interessant, dass dieses gefeierte Theaterstück und Buch (Kindle) im Herbst 2013 erschien und Glattauers äußerst ähnliche aber wenig wunderbare Wunderübung im Februar 2014. Riecht für mich irgendwie nach Ideenklau: nicht lustig, sondern fatal.

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Schöne, schwierige = ganz schön schwierige Frage, ob der Glattauer da abgekupfert hat. Ich glaube: eher nicht. Wenn man immer, wenn man Eheberatung = ganz lustig dargestellt sieht als geschützten Plot ansehen wollte, dann wäre das doch des guten zuviel.

Vorschlag: Mal wieder die Anfangsszene von Mr und Mrs Smith anschauen. (Komödie auch deshalb, weil Brangelina sich da kennengelernt haben. Und dann: Was ist am Ende daraus geworden!)

Sonntag, 2. Dezember 2018

Sex im Alter

Notizbuch

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In fünfter Ehe war Hans Gustl Kernmayr mit der Schriftstellerin Marie Louise Fischer, mit der er eine Tochter hatte, verheiratet; einige seiner Werke hat er wohl gemeinschaftlich mit ihr (unter den Pseudonymen A. G. Miller und Katja Holm) geschrieben, wobei auch einige ihrer Schöpfungen zunächst unter seinem Namen veröffentlicht wurden. Im Alter von 68 Jahren wurde Hans Gustl Kernmayr nochmals Vater. Mutter seines außerehelichen Sohnes, der von Marie Louise Fischer adoptiert wurde, war die junge Sekretärin des Schriftstellerehepaares. (Wikipedia)

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Und dann entdecke ich noch die Sache mit den beiden Frauen Schillers wieder!

Freitag, 22. Juni 2018

"Halbnackt & mit verwuschelten Haaren"

Ich denke mir -- ach, schauste mal wieder bei der BUNTEN vorbei!

Da lese ich:

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Heidi Klum & Tom Kaulitz | n: Kuschel-Selfie aus dem Schlafzimmer || 22. Juni 2018 || Heidi Klum und Tom Kaulitz schweben weiter auf Wolke sieben. Jetzt teilte das Model ein pikantes Foto direkt aus dem Bett – und verriet dabei, was sie an ihrem Liebsten Tom 'unwiderstehlich' findet.

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Sollen sie, sollen sie! Schweben meine ich. Und dann will ich doch mal endlich systematisch wissen, wer da alles vor Tom da war.

  • 1997 Ehe, der 14 Jahre ältere australischen Starfriseur Ric Pipino. 2002 Trennung, 2003 Scheidung.
  • 2003 (?) Formel-1-Manager Flavio Briatore. 2004 eine Tochter.
  • 2005 der britische Sänger Seal, zwei Söhne (2005 und 2006), eine Tochter (2009). 2012 Trennung.
  • 2014 der 13 Jahre jüngere Kunsthändler Vito Schnabel. 2017 Trennung.
  • 2018 der 16 Jahre jüngere Tom Kaulitz.
Und dann natürlich die Zwischendurch-Männer:
  • 2002 Jay Kay
  • 2002 Anthony Kiedis
  • 2012 - 2014 Martin Kirsten
Die, die ich vergessen habe oder von denen wir nichts wissen. Gibt es die?

Frühe hätte man das einen ... Lebenswandel genannt; aber das Wort gibt es ja nicht mehr, und obwohl ich es kenne, wage ich nicht, es hinzuschreiben.


Samstag, 17. Februar 2018

Petra Schürmann und Marianne Koch

Wie ich ausgerechnet heute wieder mal auf diese Geschichte komme -- egal. Pikant ist sie allemal auch heute noch.

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AZ-Kolumnist: Michael Graeter

Petra Schürmann liebt den Ehemann von Marianne Koch: Im prüden Deutschland der 60er ist das ein Dreiecks-Drama. Michael Graeter enthüllte es damals in der AZ - und erinnert sich

Es war die Zeit, als der Name Freund noch ein Skandal war, unverheiratete Paare nicht in Hotel-Doppelzimmern nächtigen durften und Scheidung ein gesellschaftlicher Makel war. Dr. Gerhard Freund, schon früh graumeliert, musste aber irgendetwas haben, dass die beiden schönen Damen auf ihn flogen, Marianne Koch und Petra Schürmann.

Er war ein Feingeist, stilvoll und äußerst schlagfertig, ein bisschen Pascha. Eine übliche Arzt-Praxis hat er nie geführt, er behandelte mehr als ein Geheimarzt, dem entweder schon früher ein Vermögen zugefallen war, oder das Einkommen der Herzdame verwaltete und nicht wirklich durch eigenes Fleisch und Blut ein tägliches Leben hätte bestreiten können. Stress war ihm fremd, ein lebendes Denkmal für die Erkenntnis, dass in der Ruhe die Kraft liege. Mir verschrieb der samte Doktor mal Pillen gegen Vergesslichkeit. Bevor ich den Bonvivant näher kennen lernte, war ich auf der Jagd nach ihm.

Er stand für lange Zeit im Mittelpunkt eines der spektakulärsten Dreiecks-Dramen Deutschlands. Gerhard war hin- und hergerissen zwischen seiner Gattin, einer erfahrenen Traumfrau, und seiner jungen Geliebten, Deutschlands einziger „Miss World“, einem Fräuleinwunder, von Gott mit gutem Aussehen geküsst. Die Gratwanderung des Ladykillers brachte mir bei der Enthüllung das eigenwillige Prädikat „Baum-Journalist“ ein. Die Zeitungen überschlugen sich, als das tolldreiste Treiben am Starnberger See herauskam. Seitensprung war damals noch Sünde, wenn man so will. (abendzeitung-muenchen.de)

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Jetzt könnte der eigentliche Klatsch und Tratsch von jenseits 2000 kommen, das mit dem "'Es rächt sich alles auf Erden', sagt meine Tante Anna immer." Aber das schenke ich mir. Die Eingeweihten wissen eh Bescheid.


Sonntag, 26. November 2017

Michelle Pfeiffer

Michelle Pfeiffer in diesem Blog ]

Pfeiffer: Von der Supermarktkassa zum Star

Elisabeth Sereda


Die zeitlose Beauty Michelle Pfeiffer (59) ist zwar schon in Los Angeles geboren und aufgewachsen – aber im Stadtteil Santa Anna, der kaum weiter vom glamourösen Mekka des Films entfernt sein könnte.

Ihre Mutter war Hausfrau, ihr Vater verkaufte Klimaanlagen. Auch Pfeiffers erster Job fand fernab von irgendeinem Red Carpet statt – als Supermarktkassiererin.

Nun spielt sie im US-Remake des Agatha Christie-Klassikers "Mord im Orient Express" (von 1974) die "Mrs. Hubbard", die damals Lauren Bacall verkörperte.

KURIER: Der Film hat wie das Original nur große Stars. Wer hat Sie am meisten beeindruckt?

Michelle Pfeiffer: Judi Dench natürlich! Sie ist unglaublich witzig, warmherzig und charmant. Ich war immer ganz hingerissen von ihrem Talent, aber jetzt bin ich es auch von ihrer Persönlichkeit.

Stimmt es, dass Sie gerne auf all den Ruhm durch die Schauspielerei verzichten würden?

Ich habe es so formuliert: Das Schauspielen mache ich gratis, aber für die Publicity verlange ich viel Geld. Dieser Beruf ist weder normal noch gut für die menschliche Psyche. Zuerst lebst du im Fantasyland, und dann wirst du genau dafür kritisiert, verfolgt, falsch zitiert und heruntergemacht. Deine Kinder werden vor der Schule von den Paparazzi abgepasst. Dafür ist eine gute Gage noch die geringste Entschädigung.

Sind Sie als Schauspielerin sehr detailversessen?

Ich bin entsetzlich detailorientiert – oder sagen wir pedantisch! Heute früh etwa stand ich vorm Spiegel und war felsenfest davon überzeugt, dass meine Haare auf der einen Seite länger sind als auf der anderen. Kein Wunder also, dass mein Spitzname Prinzessin auf der Erbse ist.

Sie sind seit 24 Jahren verheiratet (mit dem Produzenten David E. Kelley) – was ist das Geheimnis?

Respekt. Wir haben ganz großen Respekt füreinander. Und wir gestatten einander gegenseitig unsere Marotten. Ich kriege ihn nirgendwo hin auf Urlaub, wenn er nicht fischen kann. Ich brauche wiederrum meine einsamen Momente, wo mich keiner anquatscht. Das Geheimnis sind Respekt – und verdammt viel Glück!

Donnerstag, 9. November 2017

"Ihre Ehe ist Geschichte"

Warum nicht: "... ist schon wieder zuende"? Gleich dieses ganz große Format, "ist Geschichte", das die junge Thomalla gleich neben Napoleon stellt!

Notizbuch: Das Liebesleben deutscher Frauen

SOPHIA THOMALLA Ihre Ehe mit Andy LaPlegua ist Geschichte | Sophia Thomalla ist offiziell wieder zu haben. Ihre Ehe mit Rocker Andy LaPlegua gehört der Vergangenheit an, wie sie nun bestätigte. || Mit ihrer Hochzeit im Jahr 2016 hatte Moderatorin und Schauspielerin Sophia Thomalla (28) ihre Fans überrascht. Sie heiratete damals in den USA Musiker Andy LaPlegua (42). Nun ist die Ehe der beiden offiziell beendet. "Es stimmt, das Kapitel ist abgeschlossen", bestätigte die 28-Jährige der "Bild"-Zeitung die Scheidung. Derzeit ist Thomalla mit Gavin Rossdale (52), dem Frontmann der Band Bush ("Black and White Rainbows"), liiert. Er erklärte Anfang Oktober im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news: "Ja, sie ist meine Freundin". Außerdem sagte der Ex-Mann von No-Doubt-Sängerin Gwen Stefani (48) über seine deutsche Freundin: "Ich bin sehr glücklich, sie ist toll." (gala.de)

Donnerstag, 12. Oktober 2017

"Alles ist besser als noch ein Tag mit dir" > 4



Ok, ich hab Fleischhauers Buch zu Ende gelesen. Genial im Vollsinn des Wortes war dieser Roman am Ende nicht, aber schon nah dran. Zum Abschied noch drei Zitate:

"Ich bin nur froh, dass wir nicht auch noch Haustiere besaßen. Haustiere gelten im Scheidungsfall als Hausrat. Das mag grausam klingen, aber so ist die Rechtsprechung."

Zwischendurch steht da ein tolles Rechenexempel in Sachen Liebe und Ehe:*

"Was sind die Chancen, den Menschen fürs Leben zu finden? Der Mathematiker Peter Backus kam zu dem Ergebnis, dass es in der Milchstraße mehr intelligente Lebensformen gebe als Frauen, die für ihn auf Erden als Freundin infrage kämen. In einem Aufsatz mit dem Titel »Warum ich keine Freundin habe« stellte er folgende Kalkulation an: Frauen, die in der Nähe leben (London): 4 Millionen. Frauen, die dabei das richtige Alter haben (20 Prozent): 800 000. Anteil der Frauen, die Single sind (50 Prozent): 400 000. Frauen mit Hochschulabschluss (26 Prozent): 104 000. Frauen mit Hochschulabschluss, die man hinreichend attraktiv findet (5 Prozent): 5200. Frauen, die einen selber attraktiv finden (ebenfalls 5 Prozent): 260. Davon Zahl der Frauen, mit denen man auskommt (10 Prozent): 26. 26 Frauen, die als potenzielle Partnerinnen übrig bleiben: Dagegen sind die Chancen, einem Alien zu begegnen, mit dem man kommunizieren kann, in der Tat größer. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Zahl außerirdischer Lebensformen in unserer Galaxie auf etwa 10 000 beläuft."

Und dann der allerletzte Satz des Buches. Jan F. kann es einfach nicht lassen! Aber wer könnte das schon, in so einem Fall?*

"Der Mathematiker Peter Backus hat vor zwei Jahren übrigens geheiratet. Sie heißt Rose."

Das mit den Chancen und dem Alien kann man natürlich nicht unwidersprochen lassen! Aliens müssen erst noch hierherkommen, durch all die lichtjahrweiten Entfernungen. Frauen sind schon da.

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* Die zwei Zitate auf S. 166 und S. 180. (Ja, die Amazon-E-Books kennen inzwischen die Seitenzahlen der gedruckten Bücher. Sehr angenehm ist das.)

** Und das mit des Mathematikers Heirat gegen die Wahrscheinlichkeit musste ich dann doch noch mal ein wenig genauer lesen. "In 2010 Backus figured out that there were only 26 women in the United Kingdom that would fit his age, educational and physical preferences. Then the University of Warwick professor had spent three years without a girlfriend, and described the study as just a funny little thing. But, despite the odds, he found his fiance Rose who ticked all the boxes. He told TODAY: ‘When you work out the numbers, they're not unreasonable, that's the reality people face. It might feel surprising, but most people work out the equation. ‘I met [Rose] at a dinner with some friends in London. It was just a chance meeting, just a friend of a friend.’" (dailymail.co.uk)

Donnerstag, 5. Oktober 2017

"Alles ist besser als noch ein Tag mit dir" > 3

Alles zu diesem Buch in diesem Blog ]

Dass es als fortschrittlich gilt, das "Schuldprinzip" bei Scheidungen aufzugeben, gilt als fortschrittlich.* Es geht angeblich darum, dass keine "schmutzige Wäsche" mehr vor dem Scheidungsrichter gewaschen werden soll. Schon immer eine relativ dumme Metapher, das mit der schmutzigen Wäsche. Finanziell allerdings werden, wie man da lesen kann, leicht aberwitzige Geschichten durchgespielt, mit komplexesten Was-wäre-gewesen-wenn-Drehungen.

Jan Fleischhauer stellt in seinem konkreten Fall die Sinnhaftigkeit des Draußenlassens der Schuld- und Verursacherfrage und die 'kontrafaktischen Geschichten' kritisch so dar:

"Da es keine Tabelle gibt, in der man nachschauen kann, über welches Einkommen man verfügen würde, hätte man sich anders entschieden, ist man darauf angewiesen, alternative Lebensläufe durchzuspielen. Kontrafaktische Geschichte nennt man in der Geschichtswissenschaft den Versuch, auf der Basis gesicherter Fakten eine spekulative Wirklichkeit zu entwerfen. | Dass man jemanden, der von einem abhängig ist, Unterstützung schuldet, wenn man ihn im Stich lässt, ist ein moralischer Grundsatz, der nahezu einhellig akzeptiert wird, und zwar weltweit. Wer geht, ist in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass derjenige, der zurückbleibt, nicht in Armut fällt – so einfach ist das. Aber verlassen werden und trotzdem weiterhin für alles aufkommen müssen? Das überfordert den stärksten Charakter."

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* Zu den Feinheiten vergleiche allerdings diesen FOCUS-Bericht! "Wer glaubt, dank des Zerrüttungsprinzips absolute Narrenfreiheit in seiner Beziehung zu haben, irrt."

"Alles ist besser als noch ein Tag mir dir" > 2


Jan Fleischhauer hat sich aus dem Trauma seiner Scheidung herausgeschrieben. Auch mit seltsamen Begebenheiten, bei denen man nicht weiß, ob man sie lachhaft, lächerlich tragisch-komisch oder einfach nur lustig nennen soll. Also ...

Wow! Wo hat er sowas nur her...?

"Es gibt auch komische Geschichten. Ein Mann wünscht sich von seiner Frau einen größeren Busen. Er nimmt einen Kredit auf und macht einen Termin beim Schönheitschirurgen. In der Klinik verliebt sich die Frau in den Arzt, der die Operation vornimmt, der Arzt findet über sein Werk hinaus ebenfalls Gefallen an der Patientin. Drei Jahre zahlt der Mann noch für den Busen, den jetzt ein anderer bewundert. Dann ist der Kredit getilgt. Der Mann würde jetzt vermutlich sagen, das war nicht komisch. Aber das ist nur eine Frage des Timings. 'Komödie ist Tragödie plus Zeit', hat Woody Allen einmal gesagt."

Freitag, 30. Dezember 2016

"Ich parshippe jetzt!"

Im Fernsehen rauf und runter: "Ich parshippe jetzt!" Plus vergleichbare Dienste. Ein Zeitungartikel, dass es niemals vorher in Deutschland mehr Singles gegeben hat, die auf der Suche sind. Und dann das hier:

"Doch nun wurde bekannt, dass die Beziehung der beiden längst vorbei ist. Der Anwalt des Schauspielers bestätigte gegenüber „Gala“ das Liebesaus – ohne darüber weitere konkrete Angaben machen zu wollen. Ein bisschen ließ sich das Erkalten der Liebe aber schon an Weihnachten erahnen. Dort postete Elyas M'Barek zwar fleißig Bilder – nie war da aber von seiner Freundin etwas zu sehen oder auch nur die Rede. Nun ist er also wieder zu haben, und das dürfte mit Sicherheit für einige Frauen keine schlechte Nachricht sein ..."

Egal wer das ist, es ist dies ein Zeichen für die Bindungsunfähigkeit heute. Wobei natürlich gilt: Bindung oder das Erhalten von Beziehungen ist kein Wert an sich. Aber man sollte nicht gleichzeitig ständig auf der Suche nach der großen Liebe sein und mit seinen Ansprüchen weit über dem Sinnvollen liegen. Mal in den Spiegel schauen und laut fragen: "Bist du wirklich der, der solche Ansprüche stellen kann?" Und wenn du ja sagst: "Machst du da nicht aus jeder Beziehung eine Marktbeziehung? Angebot und Nachfrage... Ist es das, was du willst?"

Wir können aber natürlich immer weiter relativieren: "Wer sagt denn, dass Schizophrenie kein guter, wertvoller, weil sehr kreativer Zustand ist?" Usw.

Freitag, 30. September 2016

Mr. & Mrs. Smith

Es muss jetzt einfach sein: ein kurzes Statement zu Brangelina!

SPIEGEL-Gespräch mit Jolie und Pitt | "Die Wahrheit ist doch: Wir sind alle nicht gut in Beziehungen" || Angelina Jolie und Brad Pitt trafen vor zehn Monaten SPIEGEL-Redakteur Philipp Oehmke zum Gespräch. Sie sprachen über Liebe, die Mühen der Ehe - und ihren Film, in dem die beiden ein Paar in einer existenziellen Krise spielten. (Samstag, 05.12.2015 spiegel.de)

Vor eineinhalb Jahren schon solche Einsichten! Und doch ist da auch noch etwas Anderes, etwas Besonderes: Bereits am Beginn, in ihrem ersten gemeinsamen Film, bei dem es gefunkt hat zwischen den beiden, also in "Mr. & Mrs. Smith", haben sie wunderbar ironisch das Ende beim Eheberater gespielt. Und dann natürlich auch die Schlammschlacht, ganz ohne Schlamm, aber mit viel Krachbumm.

Montag, 13. Juni 2016

"Zahl der Kinderehen in Flüchtlingslagern"

Was stünde da wohl, wenn die ZEIT das Kommentieren freigegeben hätte? Sie hat es -- wohlweislich? -- nicht und zu keinem Zeitpunkt getan.


 


Die Meldung ausgeschrieben:

Zahl der Kinderehen in Flüchtlingslagern nimmt offenbar zu | 13. Mai 2016 | München (dpa) - In Flüchtlingsunterkünften werden nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit immer mehr Kinder zwangsverheiratet. Vor allem bei Mädchen aus Syrien sei die Anzahl der Kinderehen stark gestiegen, teilte die Hilfsorganisation mit. | Vor dem Syrienkrieg seien bei 13 Prozent aller syrischen Hochzeiten einer oder beide Ehepartner jünger als 18 Jahre gewesen. Nun seien es über 51 Prozent. Zwangsehen hätten besonders in Flüchtlingslagern in Jordanien, im Libanon, im Irak und in der Türkei zugenommen. | Die Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten, Alia Al-Dalli, forderte verstärkte Aufklärungsmaßnahmen und das gesetzliche Verbot von Ehen von Minderjährigen. Sie verwies auf häufige Folgen von Kinderehen wie Schulabbruch, soziale Isolierung, sexuellen Missbrauch und häusliche Gewalt.

Hier befinden wir uns schlicht in einem kulturellen Konflikt großen Ausmaßes.


Mittwoch, 1. April 2015

Soll man lachen oder weinen?

Was macht man da, wenn man nicht böse ist und keinerlei Vorurteile gegenüber Afrikanern hat?

"Heiratsschwindler auf Österreich-Tour | Afrikaner führte 15 Beziehungen, darunter drei Ehen. Er zeugte sechs Kinder und sitzt in Haft. || Der vielleicht aktivste Heiratsschwindler der heimischen Kriminalgeschichte flog bereits Anfang Oktober auf, weil zwei seiner Opfer einander auf Facebook kennengelernt hatten. Als die enttäuschten Damen erkannten, dass sie denselben Mann verehrten, erstatteten beide in Wien Anzeige. | Mindestens 15 in Österreich lebende Frauen wussten bis vor Kurzem nicht, dass sie einen gemeinsamen Liebhaber oder Ehemann hatten. Drei der 15 Damen waren mit dem 28-jährigen gambischen Staatsbürger sogar verheiratet. Vier Frauen machte der Asylwerber von 2010 bis Juli 2014 zu Müttern. Zwei weitere Opfer sind schwanger. Zusätzlich führte Sonko Tijan alias Bojang Tijan alias Crang Junior in seiner Heimat mit einer Landsfrau eine Ehe. | Zusammengefasst: Der in Wien gemeldete 28-Jährige führte neben mehreren Beziehungen parallel vier Ehen – drei in Österreich, eine in Gambia – davon drei mit je einem Kind; ein weiteres in Österreich geborenes Baby ist unehelich. Seine Opfer sind zwischen 20 und 40 Jahre alt; die drei Ehefrauen wohnen in Wien und Niederösterreich." (kurier.at)

Na ja, man lacht erst mal. Oder? 

Und dann denkt man zurück -- sehr lange her --, an jenen netten afrikanischen Theologie-Studenten an der Universität M. in Deutschland, von der katholischen Kirche per Stipendium nach M. geholt, der es geschaft hat, einer deutschen Klosterschwester im Priesterseminar einzureden, dass die sexuelle Beziehung zu ihm, dem afrikanischen Studenten, von Gott gewollt sei, und der Erzengel Michael sei der Überbringer der Botschaft gewesen. Kein Scherz! 

So, und dann geben wir mal Kontextfrei das Wort "Heiratsschwindler" in die Google Bilder-Suche ein. Was passiert dann, wenn wir mal die Filme weglassen?

Dienstag, 10. März 2015

Geld: Bitte beachten Sie! ...


"Meine Kollegin Özlem Gezer hat in Istanbul herausgefunden, was zwei Menschen verbindet, die eigentlich nichts verbindet: Ein pensionierter Oberstudiendirektor in Deutschland kauft Aktien, die ihm ein Mann von Istanbul aus am Telefon empfiehlt, immer wieder, bis er kein Geld mehr hat. Mich erinnert das an den Anfang der Finanzkrise, als mir ein Banker erklärte, es gebe in jeder Bank sogenannte A&D-Kunden; das A stand für "alt", das D für "doof". Und Özlem Gezer bringt den Betrüger sogar dazu, ihr zu erklären, wie das Geschäft funktioniert."

Also aufgepasst, Damen und Herren, die ihr vielleicht zu der A&D-Fraktion gehört!

P. S. Allerdings stand vor Jahren im SPIEGEL auch die Geschichte einer deutschen Frau, die -- in Nigeria, glaub ich -- hinter ihrem Geld her war. Diese Frau war weder doof noch alt. Sie hatte, sagte sie, einfach einem Aussetzer, als sie einem "nigerianischen Bankier" oder so eines große Summe ihres Geldes anvertraute, um es schnell zu mehren.

P.P.S. So bin ich auf Hauke Goos gekommen: Im letzten SPIEGEL von ihm eine so anrührende wie depremierende Geschichte über eine Scheidung. Tenor: Wenn zwei, die sich mal liebten, ein Kind zusammen haben, keinerlei gemeinsame Sicht mehr auf ihr Leben haben und das Leben, hier vor allem des Mannes, wirklich zum Albtraum wird.