Donnerstag, 27. September 2007
Wahnsinn und Gesellschaft 1
Mittwoch, 26. September 2007
Mass Media Cycle (Circulus medialis maximus)
Einen über eine Website, auf der Airline-Essen dokumentiert werden. Natürlich wünscht man sich eine etwas differenziertere Datenbank (nicht nur Airline, Jahr, von-nach, sondern auch, direkt suchbar: Fleisch-, Fischgerichte, Bewertung, ...). Aber offenlegend ist die Sache allemal.
Sodann: Oliviero Toscani, der mit der Benetton-Werbung-Schock-Fotos von ehedem, hat eine neue Masche oder Aufklärungskampagne gestartet. Thema: Magersucht. Auch die taz und andere berichten davon. Natürlich. Es ist ja auch eine Idee, an der man die Regeln moderner PR-Verflechtungen trefflich studieren kann:
a) ein allgemein negativ gegutachtetes Phänomen in interessanter Atmosphäre
b) schockierende Offenlegung durch das Bild
c) Aufgreifen der Bilddarstellungen durch die Mediem
d) Aufgreifen des Aufgreifens der ...
e) Schneeball-Lawine-Effekt im Tonzyklus bam-bam-bam: c) - d) - c)
Natürlich: Beziehungen und einen recht hohen Bekanntheitsgrad muss man schon haben, damit das klappt.
Microsoft, Gott und der Gerichtsweg
"Der Anwalt Thomas Feil aus Hannover hat nun eine Anzeige gegen Unbekannt eingereicht, da dieses Vorgehen von Microsoft einen Verstoß gegen §303a StGB darstellt. Dieser Paragraph stellt Veränderungen von Daten unter Strafe. Vorerst läuft die Anzeige gegen Unbekannt, da ermittelt werden muss, ob Microsoft Deutschland für die heimlichen Updates verantwortlich ist.
In seiner Anzeige nennt Feil das Unternehmen Microsoft bereits als Verdächtigen. Wenn der Staatsanwalt der gleichen Meinung ist, dürfte ein interessanter Prozess entstehen, denn die Redmonder haben das Vorgehen bereits zugegeben. Allerdings kann es noch so genannte Rechtfertigungsgründe geben - dazu zählt beispielsweise eine mutmaßliche Einwilligung. Allerdings wird dies wohl kaum vertretbar sein, denn der Protest der Windows-Nutzer war groß."
Wobei, seien wir ehrlich und sehen wir klar: Er kommt zu spät, der RA Feil aus Hannover. Denn der Senator von Nebraska, Ernie Chambers mit Namen, hat doch tatsächlich GOTT verklagt. Also nicht Karel oder sonst einen irdischen Gott, sondern den richtigen, den allmächtigen Gott. Und damit hat er es in die Weltschlagzeilen geschafft. Das nenn ich clever!
Montag, 24. September 2007
Netzstandards, gewünschte: Datum bei Beiträgen
Freitag, 21. September 2007
Wikipedia und die Makler-Mäkler
Zum Artikel: -Im Artikel steht ein solcher Unfug wie ich ihn selten hier gelesen habe. Imo sollte man den einfach bis auf das Wichtigste löschen und sperren. (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 80.131.229.97
Dann schreibe ihn doch um! WP:SM --Spongo
Donnerstag, 20. September 2007
Anne Will (Titelschutz)
Das bringt mich jetzt aber dazu, dass ich überlege, Titelschutz für folgende Titel zu beantragen:
Anne Will ...
... nicht schweigen / sich endlich outen / noch mehr / nicht mehr / (k)einen Cowboy als Mann / alles.
Na ja, und all das, was mir heute nachmittag noch so einfällt.
Wortanatomie: der Schnösel
Mittwoch, 19. September 2007
Sex mit dem Volksmund
Wasserregister ...
Wenn jemand, der den Weg auf diese entlegene Site findet, mir zuvorkommen will, hier die erste Modell-Zeichnung. (Nein, so ganz maßstagetreu ist die jpg-Umwandlung nicht; aber wir wissen was gemeint ist, nicht wahr?)
Montag, 17. September 2007
Anne Will
1.Also: Thema "Wert der Arbeit". Ja, warum nicht. Wichtig.
2.Die Geladenen. Immer schwierig. Alle farblos. Am besten noch René Obermann von der Telekom. Kurt Beck einfach nervig mit seinem Parteigequengel, das keinen interessiert. Rüttgers deutlich ruhiger und dadurch besser. Unklar allerdings, wie seine Argumen- tation in der Mindestlohn-Frage läuft wenn a) das Beispiel mit den 5 Euro steht und also klar ist, dass das »freie Spiel der Kräfte« Gewerkschaft gegen Kapitalseigner nicht mehr funktioniert und wenn b) die meisten europäischen Länder einen solchen Mindestlohn haben. Auf Frau Käßmann, Beschöfin, wurde vom sonst sehr gut berichtenden Experten durchgehend mit Frau Kläsmann angesprochen.
3.Summe Gäste: Vielleicht wäre es am Besten, wenn immer nur 1 Politiker geladen würde und auf Experten unddas Volk trifft.
4.Der Einfall, eine Betroffene und einen Experten zu Wort kommen zu lassen war gut. Die Betroffene, eine Ingenieurin, die für 5 Euro Stundenlohn in einem Call-Center arbeitet und es als demütigend empfindet, dass sie dann auch noch Ergänzungsgeld bei einem Amt abholen muss.
5.Verwirrend das »Bühnenbild«. Irgendwie postmodern-mediale Schrankwand. Ein wenig kleiner und vor allem ruhiger hätt es auch getan.
6.Die Moderatorin: sehr gut. Ruhig, unaufdringlich, ruhig nachfragend und steuernd.
7.Alles in allem: eine gute Sendung als Form, im Detail natürlich verbesserbar.
Samstag, 15. September 2007
Meistgesuchten Google-Begriffe
- ? Welche Wörter und Wendungen kenne ich gar nicht, bzw. weiß nicht, was sie hier bedeuten sollen?
- Welche Wörter wurden unterdrückt, weil nicht political correct?
Myspace
?Ares
?Baidu
?wikipedia
orkut
iTunes
?Sky News (Warum so oft gesucht?)
World of Warcraft
?Green Day (Der Tag, an dem die Green Cards ausgegeben werden?)
Leonardo da Vinci
Eine neue Form des Spam
Freitag, 14. September 2007
Aspekte des Umgangstons im Netz: Drohen und Beleidigen
Flüge, Klimawandel und Dämlichkeit
- "Glücklich ist, / wer vergisst, / was nun mal nicht zu ändern ist."
Die ökologische Dämlichkeit des Menschen ist also ein Produkt der Evolution. Wir kommen gegen sie nicht an. Sie ist stärker als Sex und das Bedürfnis nach Speis und Trank. Was uns in den nächsten fünf Jahren nicht unbringt, ist uns recht.
- "Kost's Benzin auch drei Mark zehn / scheißegal, es wird schon geh'n. / Ich geb Gas, / Ich geb Gas! / Ich will Spaß. / Ich will Spaß!"
Und, wir erinnern uns noch, was wir auch noch wollen? Wir, als großes kollektives Ich?
- "Ich will Genuss sofort!"
NACHWORT: Auf Phuket stürzt eine Maschine ab. Billigflieger. Urlaubflieger. Die Lemminge sind unterwegs. Ich glaube, es gibt tatsächlich Leute, die damit angeben, dass sie mal wieder just for fun einen kleinen Teil der Atmosphäre ruiniert haben. Es war ja auch nur ein winziges Stückchen. Und die anderen machen es doch auch. Warum sollte da ausgerechnet ich zurückstehen?! -- Und wetten: Wenn das Wasser, von der Nordsee kommend, seinen Weg durch die Norddeutsche Tiefebene gefunden hat und in den Hügel von Thüringen zur zentraldeutschen Haustüre hineinschwappt, werden die deutschen Fernost-Urlauber dastehen und auf ihr Recht zu Fernreisen beharren. Es ist nun einmal so: Der Mensch als solcher hat für einen Zeitraum, der über fünf Jahre hinausweist, kein Sensorium. Das wissen wir doch. Warum sich also aufreagen. Deshalb hat man ja in der Sowjetunion auch immer Fünfjahrespläne gemacht. Fünf Jahre wird es schon noch gehen. Und dann? Nach uns die Sintflut. Was denn sonst. Traurig stimmt nur, dass die, die da den Untergang bereisen, keine sprachlichen Mittel haben, um wenigstens eine Ode zu hinterlassen. (Was würden wir -- schauen wir vom Wasser ins Feuer -- drum geben, wenn wir eine CD mit Neros Gesang kaufen könnten!)
---
* Dieses Wort nehme ich zurück. Natürlich fliegen auch brave Bürgersleut' und auch Oberschichtler nach Thailand oder sonstwohin, nur um sich dort die Haut verbrennen zu lassen.
Montag, 10. September 2007
Wechseljahre -- Wechselzeiten
Sonntag, 9. September 2007
Metaphern: die Digitalwaage (Korona vs. Soehnle)
Donnerstag, 6. September 2007
Freitag, 17. August 2007
Harry Potter 7 auf Französisch
Sonntag, 12. August 2007
Das wahrhaft Schreckliche
Samstag, 11. August 2007
Deutschlandfunk -- Kontakt
Rechtschreibung, pragmatisch gesehen
Donnerstag, 9. August 2007
Plenzdorf † 09.08.2007
Dr. Irabu, Deutschlandfunk
Dienstag, 7. August 2007
Geld, Gier und Geltungssucht
BANKEN: Ende der Sorglosigkeit
Die Fast-Pleite der Mittelstandsbank IKB zeigt, wie schnell die aktuelle US-Immobilienkrise hiesige Institute erreicht. Und die Gefahren sind noch lange nicht gebannt. Auch in den Bilanzen anderer großer deutscher Geldhäuser lauern gewaltige Hypotheken-Risiken.
Vogelnest mit Vogelspinne?
Sonntag, 5. August 2007
Joschka Fischer
Fischer wurde als drittes Kind eines Metzgers geboren. Die Eltern mussten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Budakeszi, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe Budapest, nach Langenburg im Hohenlohischen verlassen. Der von ihm geführte Vorname leitet sich von Jóska ab, einer Verniedlichungsform des ungarischen Vornamens József.
Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ Fischer 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Während seiner Jugend war er als Ministrant in der katholischen Kirche aktiv.
Danach arbeitete er vorübergehend als Spielwarenverkäufer. Im November 1966 starben Fischers Schwester und sein Vater.
Am 29. Oktober 2005 heiratete er in Rom Minu Barati (* 1976), mit der er seit Sommer 2003 zusammen lebt. Erstmals öffentlich hatte sich Fischer mit der Tochter eines iranischen Oppositionellen am 26. November 2004 auf dem Bundespresseball in Berlin gezeigt.
Die vier vorherigen Ehen Fischers – mit Edeltraud Fischer (Geschäftsfrau, verheiratet von 1967 bis 1984), Inge Vogel (Architektin, verheiratet von 1984 bis 1987), Claudia Bohm (Journalistin, verheiratet von 1987 bis 1999) und Nicola Leske (Journalistin, verheiratet von 1999 bis 2003) – endeten jeweils mit einer Scheidung.
Mit Inge, der zweiten Ehefrau, hat Fischer zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Im April 2005 wurde er zum ersten Mal Großvater.
Joschka Fischer nahm 1999 ein im Auftrag der Zeitschrift GEO von dem Heraldiker Dieter Krieger entworfenes Familienwappen an.
Das mit dem Familienwappen finde ich am schönsten. Einfach rührend.
Samstag, 4. August 2007
Die Wikipedia ist klasse...
Damit so was nicht untergeht ... ... doch noch mal hierher. Dem geneigten Publikum zur Lektüre. (Nachfolgend alles Zitate aus der der Rubrik "Extrem- schnelllöschung".) Man beachte bitte die Zeitangaben! Welche Art von Verständnis des Begriffs 'Diskussion' mag da dahinterstehen? --Delabarquera 12:07, 4. Aug. 2007
Ich habe den Artikel gerade angelegt, nachdem ich den Artikel in der SZ gelesen hatte. Natürlich noch zu wenig. Wer kann nachtragen? Leben: Geboren usw. Sportliche Entwicklung / Titel. --Delabarquera 11:03, 4. Aug. 2007
Für solche Anfänge bitte eine Unterseite deiner Benutzerseite anlegen und erst, wenn es einigermaßen fertig erscheint, einstellen. -- Jesi 11:19, 4. Aug. 2007 (CEST)
Hi, Jesi! Tja, wir haben da am Samstag Vormittag verschiedene Auffassungen: Ich bin der Meinung, dass es überhaupt nicht und niemandem schadet oder weh tut, wenn so eine Seite schon mal normal da steht und zum Weitermachen auffordert. Wenn ein Schaden anggebbar (natürlich nicht nur: Wir (wer?) machen das eben so!), dann denk ich sofort um. Versprochen! -- Ach, und eben bekomme ich die Meldung, mitten im Schreiben, dass die Seite schon gelöscht ist. Das ist doch wieder mal einer von den Schnellschüssen, die ich schon einmal beobachtet habe. Die WP-Jäger des Überflüssigen gehen ständig um? --Delabarquera 11:57, 4. Aug. 2007
[Buchstäblich im Sekundenabstand hatte ein "Socrates" den Eintrag oben wieder gelöscht. Darum die Nachfrage.]
Nachtrag, wieder Sekunden später wurde wieder gelöscht mit der begründenden Bemerkung, die es verdient, festgehalten zu werden:
12:13, 4. Aug. 2007 Voyager (Extremklugscheissing entfernt)
Eine Bitte
Bitte unterlasse es, Diskussionsseiten von gelöschten Artikeln bei mir zu "parkieren". Das halte ich für "Extremklugscheissing". --Voyager 12:14, 4. Aug. 2007
Du solltest meinen letzten Revert ebenfalls in deinem Blog verewigen, der Vollständigkeit halber. --Voyager 12:39, 4. Aug. 2007
Dieser Bitte komme ich natürlich gerne nach. -- Mit der folgenden Bemerkung: dass mich nur zwei Dinge sehr irritiert haben.
Freitag, 3. August 2007
Ideen
Wie man so sagt: "Ich trage mich mit dem Gedanken ..."
Donnerstag, 2. August 2007
Post an Celebrities
Zur Kritik der Kritik der Selbsternannten
Solche Menschen wissen instinktiv, wie sie agieren müssen, damit ihre eigenen Parteigänger sie zum Parteichef ernennen.
Und das soll es dann gewesen sein, das große Andere? Diese Fähigkeit zur Manipulation der anderen, die den Erwählten auszeichnet, das macht die Legitimation?! Dass ich nicht lache!
Mittwoch, 1. August 2007
Whetzkys Marktwirtschaft
Verkäufer: whetzky( 388 Bewertungspunktestand von 100 bis 499)
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Mitglied: seit 01.04.99 in Japan
Angemeldet als gewerblicher Verkäufer
Dann muss natürlich auch noch sein:
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Bitten Sie den Verkäufer per E-Mail, Sie auf seine Liste ausgewählter Käufer zu setzen.
Wahrscheinlich ist das alles nur ein Code, mit dem man sich an einem Geldwäsche-Unternehmen der Yakuza beteiligen kann. Mit satten Gewinnen für den Trader, versteht sich. (Aber, ihr Herren Strafadvokaten, das ist eine Vermutung unter dem Schutze der Meinungsfreiheit.)
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Artikelstandort: Tokyo, Japan
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Architektur
Sonntag, 29. Juli 2007
Kinder-Völker
"Einem Bericht der "Bild am Sonntag" (BamS) zufolge sei dem [in Afghanistan verschleppten und getöteten] Bauingenieur Rüdiger D. zunächst in beide Knie und dann in den Rücken geschossen worden. Dies lasse einen furchtbaren Tod erahnen, da es keinen Sinn habe, einen bereits toten Menschen in die Knie zu schießen, schreibt das Blatt unter Berufung auf einen ungenannten Spitzenbeamten."
Einige Überleguungen:
1. Kann man bei diesen Entführern und Mördern davon ausgehen, dass sie nach derartigen Sinn-Kriterien handeln? Vielleicht wollen sie auch nur bauernschlau vortäuschen, was jetzt geschlussfolgert wird.
2. Apropos Sinn haben: Höchst eigenartig mutet an, dass in Afghanistan wie im Irak Attentäter sich oder ihre Landsleute in die Luft sprengen oder sonstwie massakrieren, um das dann als erfolgreichen Widerstand gegen Besatzung und Feind auzugeben. Und die öffentliche Meinung im Westen akzeptiert diese im Grunde ja doch aberwitzige Interpretation. Es ist, als ob sich einer, um seinem Feind zu schaden, nacheinander die Finger seiner linken Hand abschneidet, um dann, die blutigen Stummel hochhaltend, stolz zu verkünden, jetzt habe er es aber seinem Feind gezeigt! Er sei der Sieger!
3. Die militärischen Probleme in den dem Westen feindlich gesonnenen Gebieten der Welt rühren im Wesentlichen daher, dass sich der Westen eine wirklich brutale Kriegsführung, wie wir sie aus der Vergangenheit zur Genüge kennen, verbietet. Natürlich tut er das, weil er sich in der komfortablen Lage befindet, nicht oder noch nicht um sein Überleben zu kämpfen. Weil die Mächtigen auch die öffentliche Meinungen sich artikulieren lassen. Würden, wie es noch die Doktrin im 2. Weltkrieg war, für einen von Partisanen getöteten Soldaten willkürlich 1o Zivilisten erschossen und jedes Dorf, auf dem heraus geschossen wird, dem Erdboden gleichgemacht, würde sich die Lage vielleicht nicht total ändern, aber der Widerstand wäre ein anderer und irgendwann würde er aufhören. (Die Deutschen haben eine solche Strategie direkt, die Amerikaner und Engländer indirekt, durch Brandbomben, praktiziert. Eine der beiden Terrormaßnahmen hat schließlich einen Sieger hervorgebracht.)
Nicht, dass hier ein solches Vorgehen gefordert wird! Es muss aber klar sein, dass es einem gewissen Fortschritt, eine graduelle Abstufung in der Unterdrückung der unmittelbarsten Bestialität der Kriegführung gibt. Und dass in diesem Zusammenhang der Irak und Afghanistan vom Westen noch wie verrohte, schwererziehbare Kinder-Völker behandelt werden.
---
* Eventuell nur für Abonnenten des Online-Service.
Samstag, 28. Juli 2007
Image von Firmen
Was macht ein Unternehmen, das sehr gute Produkte herstellt, aber über die Jahre ein mieses Image aufgebaut hat? (Nicht gemeint: Jeder Popel, fährt 'nen Opel. Oder: Mann mit cremefarbenen Schuhen und weißen Socken + Hut + im Auto = Opelfahrer.)
Umfirmieren? (Muss man sich in jeder Hinsicht erst mal leisten können. 'Aus Raider wird jetzt Twix. Sonst ändert sich nix. (Achtelgenial)) Werbung machen, um das Image zu ändern? (Aussichtslos!) Sich selbst durch den Kakao ziehen, um auf sich aufmerksam zu machen. (Wär einen Versuch wert!) Sagen: So ist es nun mal. Wir haben unsere Stammkunden. Immerhin haben wir unsere Stammkunden! (Sehr defensiv.)
Wer bei Opel, aber natürlich nicht nur dort, eine Lösung in einer solchen Situation sucht, wende sich an mich.
Mittwoch, 25. Juli 2007
Ein Barockmensch
Dabei bin ich sicher, dass einer diesen Satz gesagt hat. Mit vielfältigem Hintergrund: Essen, Trinken, Sex, Politik, Ruhm- und Streitsucht. Körperfülle war wahrscheinlich das eine, das öffentliche Verweisen. Das stille Verweisen auf Sex wahrscheinlich das andere. ("Denkt er dabei an Franz-Josef Strauß, dem eine Prostituierte in New York die Brieftasche klaute oder hat er das österliche Bagdad im Kopf?")
Also mache ich mich mal auf die Suche ...
Montag, 16. Juli 2007
Sehnsucht ...
Einmal wieder Zeit haben, um hier etwas Vernünftiges zu schreiben!
Mittwoch, 11. Juli 2007
Saugen
Wirklich grässlich wird die Sache erst mit dem Verbum "saugen". Das Bild: dass einer an einer Art Gartenschlauch hängt, saugt und saugt und saugt, und dann hat er etwas -- umsonst. Welch ein Triumph! Oder er saugt auf Mallorca an seinem Strohhalm, vor dem "Ballermann" aus einem Plastikeimer Sangria. Oder eben auch: Internet-Fellatio, im Jargon der neuen ungeisteswissenschaftlichen Internet-Eigentlichkeit vorgetragen. Oder, so ähnlich: einen anderen aussaugen und dann sagenhaft reicher Kapitalist sein. Herr Abramowitsch lässt grüßen. Immer weit genug von den Arbeitern entfernt, dass man unmöglich sehen kann, was das Aussaugen, das einem den eigenen Reichtum beschert, in den unteren Kasten so alles anrichtet.
Und am Ende sind es die so Ausgesaugten, die Computerprogramme "saugen", und dazu den ihnen gemäßen Rap. Wenn das kein Triumph des Aberwitzigen ist!
Mittwoch, 4. Juli 2007
Macht
Sonntag, 1. Juli 2007
Ach du heilige Grammatik!
| mitsamt | Mit Dativ |
| das Böse mitsamt der Wurzel ausrotten Er wurde mitsamt seinen Büchern auf dem Scheiterhaufen verbrannt. |
Das ist insofern keine sehr glückliche Beispiel-Ansammlung als beim ersten Beispiel "der Wurzel" der Genitiv und der Dativ gleich lauten; beim zweiten lenkt das Bild von der Sache ab. Man fragt sich dauernd: Um wen mag es da gehen. Und dann bleibt noch die hochinteressante (nicht: hoch interessante) grammatiktheoretische Frage, ob denn eine Präposition nicht zwei Kasus "regieren" kann. Entweder einfach so, weil wir in einem Umbruch des Sprachgefühls leben (wegen dem / des) oder weil es eine systematische Unterscheidung gibt, deren Hintergründe wir erst noch bestimmen müssen: mitsamt dem Vogel, nicht: des Vogels. Aber vielleicht doch: mitsamt des Körpers?
Samstag, 30. Juni 2007
Grenzen des guten Geschmacks ...?
Donnerstag, 28. Juni 2007
Tessin Traum Albtraum
Folgende Aussage "Bundesweite Bekanntheit erlangte Tessin Anfang Januar 2007. In der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2007 erstachen zwei 17-Jährige Gymnasiasten ein Ehepaar in deren Wohnhaus in Tessin ..." ist geografisch falsch. Es stimmt zwar, dass dieses verbrechen in Tessin stattgefunden hat. Aber es handelt sich hierbei um das Tessin, dass bei Boizenburg an der Elbe liegt.
Hier also die wenigstens die geografische Sicherheit, die längst keine Sicherheit mehr ist.
Ach, und auch das gleich noch: Ein Psychiater stellt fest, dass die beiden jungen Männer nicht psychisch krank sind. Die Frage muss erlaubt sein, ist der Psychiater geistig in Ordnung? Und mit ihm sein Fach? Es müsste doch in einem solchen Fall sofort eine psychiatrische Fachgruppe eingesetzt werden, die diese Krankheit als Spezialfall des Columbine-Syndroms beschreibt. Es kann ja wohl nicht sein, dass wir Menschen, die so etwas machen, als junge Mörder beschreiben, die dennoch "geistig gesund" sind.
Montag, 25. Juni 2007
Fehleinkauf Tevion Jukebox?
Aldi Süd hatte eine 8-GB-Jukebox im Angebot. Mit Winzigfestplatte. Da die technischen Dinge bei Aldi eigentlich immer ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis hatten, habe ich nicht lange nachgedacht. Und jetzt?
Positiv:
- Also, 139 Euro für 8 GB. Geht. Und reichlich Platz.
- Die Unterverzeichnis-Struktur: funktioniert.
- Klang? Bin zufriede. Etwas lauter könnte er sein bei leisen Aufnahmen. Aber: Ich habe zu wenig Vergleichsmöglichkeiten.
- Aussetzer, die von anderen beklagt wurde, gehen auf die Rechnung des Touch-pads. Man muss halt das Gerätchen mit dem Schiebschalter "oben" sperren.
- Bilder / Video -- noch nicht ausprobiert Aber das Display ist zu klein für Vergnügen.
- Kein Radio, keine Aufzeichnungsfunktion.
- Bedienung: Das sogenannte Touch-pad -- hakelig. Mal ploppt es, mal nicht. Ein Druckpunkt ganz normal wäre angenehmer.
- Die Bedienung ist irgendwie nicht intuitiv. Die Schrift arg klein. Weh dem, der den Menüpunkt "Zufall" eingestellt hat und Sprachaufnahmen drauf hat: Da spricht dann Goethe gleich nach Jethro Tull.
Donnerstag, 21. Juni 2007
Ego-shooter
--
"Zu viele Stunden saß Felix vor seinem Computer, spielte einen Ego-Shooter, der erst ab 18 Jahren freigegeben ist. " Und die Eltern fragen erst jetzt: "Wie haben wir zulassen können, dass unser Sohn sich das Gehirn verseucht?"
Aber die Vertreter der simulierten, entspannenden Blutspritzerei sehen sich weiterhin "verteufelt". Kann jemand sie dazu bewegen mal klarzulegen, welche Gefühle der Entspannung sie empfinden, wenn sie auf dem Bildschirm realistisch Menschen oder auch nur Monster zerfetzen? Wäre es nicht an der Zeit, all die, die das simulierte Blutspritzen schön finden, mal psychiatrisch untersuchen zu lassen? Was treibt sie an? Was finden sie da bei dem Blut auf dem Screen schön und spannend? Ist das Ego-shooten nur eine Fortsetzung der Krimi-Lektüre mit anderen Mitteln? Oder doch was anderes?
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Der Originalton, auf den ich mal nicht verlinke, und den ich auch nicht in Sachen Rechtschreibung und Zeichensetzung und Aussehen korrigiere, dieser Originalton klingt dann so:
"Diese welt besteht nur noch aus lug und betrug.wenn du nicht mit an der spitze(politik usw) mit dabei bist hast du schon verloren!Ich weiss nur das mich der Scheiss staat bayern voll ankotzt obwohl ich hier wohne.Heutzutage wird man eh nur noch verarscht."
Möchte man dem Verfasser dieser Zeilen nachts im schlecht beleuchteten U-Bahn-Durchgang begegnen? Ist gesichert, dass er nicht irgendwann doch die Spielwelt mit der Wirklichkeit verwechselt? Wo verläuft, was die Gesetzgebung angeht, die Grenze zwischen Liberalität und staatlicher Total-Wurschtigkeit?
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Mittwoch, 20. Juni 2007
Der Klügere gibt nach
ergibt 521 Treffer. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Nicht zu viel und nicht zu wenig.
Ich war auf der Suche nach Quellen und Unterlagen für die sehr kreative Volksmund-Weiterentwicklung: "'Der Klügere gibt nach', sagt das Sprichwort. Stimmt. Deshalb sind überall die Idioten an der Macht." Jetzt fehlt nur noch eine geistreiche und engagierte Diskussion zu der Frage: Ist das richtig?
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Für den Anfang, wäre hier was nachzulesen. Wenn auch nicht vollständig zum Thema. Aber gut formuliert.
Nachtrag heute, 27.05.2012. Google-Funde: 660.000 Ergebnisse. Erstaunlich!
Montag, 18. Juni 2007
Rechtschreibung, wieder einmal
"Freiheit, Tradition, Kultur und Sprache bewahren: Wir kippen die Rechtschreibreform!
Kaufempfehlungen für Erzeugnisse in der traditionellen Qualitäts- rechtschreibung
von
vielen Mithelfern und
Jürgen Frielinghaus
...
Stand vom 25. März 2007, 16:22 Uhr (03/25/2007 16:22:38)
Liebe Beschützer unserer Sprache,
ich erlaube mir, Ihnen Erzeugnisse zu empfehlen, die nicht auf den Rechtschreibpfusch der deutschsprachigen Kultusminister (siehe zum Beispiel das Resümee von Herrn Dr. Pohl) oder auf Zeitungshausorthographien umgestellt sind und Ihnen wegen der gewohnten Schreibweise beim Lesen Freude machen können. ..."
Terminliches
Freitag, 15. Juni 2007
Die hohe, nicht die lange Lebenserwartung
"Wo sich Blei im Blut und hochgiftige Gase im Trinkwasser finden, dort haben die Menschen keine allzu lange Lebenserwartung."
Nachtrag: Es sei nicht verschwiegen, dass ein entsprechender Googlefight von heute (18.07.2007) erbringt:
lange Lebenserwartung: 802.000
hohe Lebenserwartung: 697.000
Wieder einmal bin ich versucht, meinen alten -- natürlich politisch unkorrekten, aber dafür unabweisbar richtigen und unmittelbar nachvollziehbaren -- Vergleich zu bemühen: Wenn 100.000 mittelmäßige Schachspieler gegen einen wirklich guten Schachspieler antreten und die 100.000, wer halt grad drankommt, dürfen jeden Zug im Internet besprechen und dann per Mehrheitsentscheid beschließen -- wer gewinnt da wohl? Wahrscheinlch doch der eine, der um Klassen besser spielt, oder?
Dienstag, 12. Juni 2007
Bürgerliche Erziehung
Noname MP3 Player sind ja schon was spannendes. Im Manual steht:. Choose the new firmware program (you ...
Freitag, 8. Juni 2007
Konstruktivismus
"Bekannt ist schon länger ... was ein Ding wirklich ist, kann im Augenblick der Messung aus weiter Ferne beeinflusst werden, weshalb die Welt im Innersten als nicht lokal angesehen werden muss, wie es nett und unbegreiflich heißt. Während das schon verrückt genug war, zeigen neue Experimente, dass dies leider nicht reicht, um die Atome zu verstehen. Man muss zusätzlich auf die Annahme verzichten, dass es die Atome wirklich - ohne unser Hinschauen - gibt.
Doch hier wehrt sich Aspect. Dieser Schluss sei "mehr eine Frage des Geschmacks als der Logik", schließlich gebe es mehr als einen Weg, nicht lokale Wechselwirkungen einzuführen.
Auf jeden Fall müssen wir den gesunden Menschenverstand aufgeben, wenn wir versuchen, die Atome zu verstehen. Hoffentlich halten wir an ihm fest, wenn wir versuchen, mit ihnen umzugehen."
Eine Frau des mittleren Managements
Wer kennt sie nicht.
Donnerstag, 7. Juni 2007
Mittwoch, 6. Juni 2007
Der Fang seines Lebens
"Im Kärntner Weissensee ist einem einheimischen Angler der Fang seines Lebens gelungen: Der Mann zog einen Spiegelkarpfen mit 87 Zentimetern Länge und 24,48 Kilogramm an Land. Es ist dies der schwerste Fisch, der jemals in Österreichs höchstgelegenem Badesee gefangen wurde.
Der Karpfen landete übrigens nicht in der Bratpfanne, sondern wurde nach seinem "Landausflug" wieder in sein nasses Element entlassen."
Quelle: Kronenzeitung von heute
Dienstag, 5. Juni 2007
Eins-Live und der Swinger-Club
Jeden Tag eine gute Tat: Audacity

Audacity ist ein wunderbares, ausgefeiltes Programm zum Töne-Verwalten und -Verändern. Ein Schnittprogramm und vieles mehr. Umso bedauerlicher, dass die deutsche Audacity-Newsgroup, wie man halt so sagt, vor sich hin dümpelt. Mit den bescheidenen Mitteln, die ein zurückgezogen lebender Blog hat, wollen wir dagegen etwas tun.
Ich wollte anfangs nicht glauben, dass es kostenlos ist.
Aber es ist so!
Also, downloaden, ausprobieren. Sich am Forum beteiligen!
Montag, 4. Juni 2007
Geldanlage / Aktien: Gebühren
Beim Kauf von Aktien werden Gebühren fällig.
Mit Aktien lässt sich viel Geld verdienen. Das könnte man zumindest glauben, wenn man tagtäglich die Börsenberichte liest und den steigenden DAX vor der Tagesschau beobachtet. Doch wer tatsächlich mit Aktien gut fahren will, sollte sich auskennen und alle Nebenkosten mitberechnen.
Aktien-Anleger habe es nicht leicht. Erst müssen sie sich über eine Strategie im Klaren werden, dann müssen sie sich die entsprechenden Aktien herauspicken und dann auf einen möglichst günstigen Einstiegskurs warten. Aber das alles reicht nicht aus, denn so manche Bankgebühr macht das schönste Schnäppchen teuer.
Keine einheitlichen Gebühren
Die Direktbanken, die Banken, die Volksbanken und die Sparkassen erheben eine Gebühr beim Aktienkauf. Diese liegt zwischen 0,25 Prozent bei den meisten Online-Brokern und einem Prozent bei den Banken mit Filialgeschäft. Das bedeutet: Kaufe ich Aktien zu einem Kurswert von 2.000 Euro, werden Gebühren zwischen fünf Euro und 20 Euro fällig.
...
Autor: Stefan Wolff
Mehr gibt es hier: Quelle
Sonntag, 3. Juni 2007
Giftigst
Vermutung 1: "Die Seewespe, die zur Gattung der Würfelquallen gehört, ist das giftigste im Meer lebende Tier. Ihr Körper ist fast transparent und mit langen Tentakeln die mit giftigen Nesselkapseln bestückt sind, die bei Berührung aufplatzen. Das Gift verursacht beim Menschen schmerzhafte, ja sogar tödliche Verletzungen."
Vermutung 2: "Ja, das giftigste Tier (Bis jetzt Bekannte!) auf diesem Planeten ist immer noch die Purpurfarbene Nacktschnecke aus der Spezies der "Kegelschnecken". Wer auf dieses Tier "latscht" , macht in Sekunden seine Augen zu, um sie nie mehr aufzumachen, je nach Kontaktflächengröße! Diese Spezies weiß wie man Richtig "rockt". Tod als Spontanerlebnis - mal ganz was Neues. Da ist man ganz schnell im Gehenna, auch ohne "letzte Ölung."
Vermutung 3: "Der Pfeilgiftfrosch auch 'Schrecklicher Blattsteiger' genannt verfügt über das wirksamste aller tierischen Toxine. Bereits 0,0001 Gramm seines Giftes reichen aus, um einen Menschen auf der Stelle zu töten. Das Gift gelangt über die Haut oder kleine Wunden in die menschliche Blutbahn. Das Tier sollte man also keinesfalls berühren."
Ok, OK! Mal im Meer, mal auf dem Land. Und so weiter. Und am giftigsten für wen? Bei welcher Wahrscheinlichkeit der Begegnung? Und absolut gezählten Todesfällen im Jahr 1999. Oder 2006? Und die Baumsteiger-Frösche sind in neun Gattungen und 228 Arten aufgeteilt, kann man irgendwo lesen. Das macht die Sache auch nicht einfacher.
Und dann am Ende immer die ganz Schlauen! Die haben wieder mal herausgefunden: Natürlich ist der Mensch das gefährlichste Tier. (Also nicht ich oder du oder Sie -- der Mensch im Allgemeinen.) Und, auch wenn es etwas arg metaphorisch ist, auch das giftigste Tier ist der MENSCH als solcher. Denn der Mensch kann Soman, Sarin und Tabun verabreichen. So die Oberschlauen, die keine Scheu kennen.
Horst Mahler als Politik-Theorem
Wenn man also verstehen will, was den "normalen Politiker" in Anteilen so umtreibt und zu Taten bewegt, muss man den Horst Mahler studieren. Ein Anfang findet sich in der Wikipedia hier:
"Mahler war Mitglied in der SPD, wurde aber 1960 ausgeschlossen, da die Partei eine Unvereinbarkeit der Mitgliedschaften in SDS und SPD erklärte. Ab 1964 schloss Mahler sich mit dem SDS der Außerparlamentarischen Opposition (APO) an. In dieser Zeit war er als Anwalt für strafverfolgte Studenten tätig.
1970 trat er in die RAF ein. Er war an der Planung zur Befreiung von Andreas Baader und an drei Banküberfällen im September 1970 beteiligt. Nach der Befreiung Baaders flüchtete er mit ihm, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und etwa 20 weiteren Mitgliedern der RAF nach Jordanien, um sich dort für den bewaffneten Kampf ausbilden zu lassen.
Am 8. Oktober 1970 wurde er in Berlin verhaftet und später wegen Bankraubs und Gefangenenbefreiung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Seine Verteidigung hatte der spätere Innenminister Otto Schily übernommen.
1974 wurde Mahler noch während der Haft wegen seiner Mitgliedschaft in der maoistischen KPD (M) und anderer ideologischer Differenzen mit Andreas Baader aus der RAF ausgeschlossen. Im Februar 1975 entführte die Bewegung 2. Juni den Politiker Peter Lorenz, um die Entlassung Mahlers und sechs seiner Mithäftlinge zu erpressen. Mahler blieb als Einziger freiwillig im Gefängnis, die sechs Mithäftlinge wurden freigelassen.
Mit Hilfe seines damaligen Rechtsanwalts, des späteren Bundeskanzlers Gerhard Schröder, wurde Horst Mahler 1980 nach Verbüßung von zwei Dritteln der verhängten Strafe vorzeitig aus der Haft entlassen. Sein Bewährungshelfer wurde Helmut Gollwitzer. 1987 wurde er nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs wieder als Anwalt zugelassen. In diesem Verfahren zur Wiederzulassung wurde Mahler wiederum von Gerhard Schröder anwaltlich vertreten.
Das Buch "Der Minister und der Terrorist" dokumentiert Mahlers Gespräche mit dem ehemaligen Innenminister Gerhart Baum (FDP)."
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"Während der Haft erhielt Mahler unter anderem Besuch von Günter Rohrmoser, einem national-konservativen Sozialphilosophen und Mitglied der von der sozial-liberalen Bundesregierung eingesetzten Kommission zur Erforschung der geistigen Ursachen des Terrorismus. Daraus entstand eine persönliche Freundschaft.
Am 1. Dezember 1997 hielt Mahler erstmals seit seiner Haftentlassung zum 70. Geburtstag von Rohrmoser in Stuttgart vor Gästen des Studienzentrums Weikersheim, darunter Hans Filbinger, eine Laudatio auf Rohrmoser. Darin forderte er u.a., das „besetzte“ Deutschland müsse sich von seiner „Schuldknechtschaft“ zum aufrechten Gang seiner „nationalen Identität“ befreien. Dies sahen ehemalige Weggefährten im SDS wie Günter Langer oder der Politikwissenschaftler Alfred Schobert als Coming out einer rechtsradikalen Gesinnung. Rohrmoser dagegen erklärte 1998, seine und Mahlers Positionen seien identisch, und lobte Mahlers Haltung als „national-christlichen Konservativismus".
Mit Franz Schönhuber schrieb Mahler das Buch 'Schluß mit dem deutschen Selbsthaß'. Er sah mittlerweile das Germanentum als „Mittel der Gesundung des deutschen Volkes”.
Im Jahr 2000 trat Mahler in die NPD ein. In seiner Presseerklärung zu diesem Parteieintritt vom 12. August 2000 hieß es, dass er das Grundgesetz für ein „Provisorium für die Übergangszeit bis zur Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches” halte. Von 2001 bis 2003 übernahm Mahler die anwaltliche Vertretung im gescheiterten NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Seine Schriftsätze an das Gericht bestanden in weiten Teilen aus ideologischen Textpassagen unterschiedlichster Herkunft. Er gehörte zwischenzeitlich zu den Führungsfiguren der NPD, trat aber nach der Einstellung des Verbotsverfahrens 2003 wieder aus der Partei aus.
Im November 2003 gründete er einen „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten” (VRBHV), dem neben Mahler selbst eine Reihe bekannter Holocaustleugner angehören.
Mahler vertritt seit seiner Haftentlassung auch antisemitische Positionen. Ab Februar 2004 stand er als Mitgründer des rechtsextremen Deutschen Kollegs zusammen mit Reinhold Oberlercher und Uwe Meenen wegen Volksverhetzung vor dem Berliner Landgericht. Grund war ein im Oktober 2000 von ihnen publiziertes Pamphlet mit dem Titel „Ausrufung des Aufstandes der Anständigen”, in dem unter anderem das Verbot der jüdischen Gemeinden in Deutschland, die Ausweisung aller Asylbewerber, „aller arbeitslos gewordenen Ausländer” sowie eine Reihe von weitergehenden drakonischen Maßnahmen gefordert wurden. Mahler wurde zudem vorgeworfen, dass im September 2002 mit seiner Billigung in der Parteizentrale der NPD in Berlin-Köpenick ein Schriftstück an Journalisten verteilt worden war, in dem der Hass gegen Juden als „etwas Normales” bezeichnet wurde.
Nachdem er während des Prozesses den Richtern, den Schöffen und dem Staatsanwalt die Todesstrafe nach dem Reichsstrafgesetzbuch angedroht und im Gericht antisemitische Äußerungen gemacht hatte, erteilte das Amtsgericht Tiergarten Mahler am 8. April 2004 ein vorläufiges Berufsverbot. Ähnliche Todesdrohungen gingen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und zwei Anwälte der Partei Die Grünen. Wegen der antisemitischen Kommentare erhob die Staatsanwaltschaft eine neue Anklage. Während des Prozesses ordnete das Landgericht an, Mahler von einem psychiatrischen Sachverständigen begutachten zu lassen (Az 502-10/04). Er wurde schließlich zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt.
Um Mahlers Teilnahme an einer geplanten Teheraner Holocaustkonferenz zu verhindern, wurde ihm im Januar 2006 für einen Zeitraum von sechs Monaten der Reisepass entzogen. Es wurde befürchtet, dass Mahler auf dieser Konferenz zum Schaden des Ansehens der Bundesrepublik Deutschland erneut antisemitische Äußerungen tätigen würde.
Als die Konferenz am 11. und 12. Dezember 2006 stattfand, verbüßte Mahler in Deutschland eine neunmonatige Haftstrafe wegen Volksverhetzung. Grund waren seine Äußerungen als Anwalt im Verbotsverfahren gegen die NPD, darunter: Hass auf die Juden sei etwas „ganz Normales“ und „das untrügliche Zeichen eines intakten spirituellen Immunsystems, also von geistiger Gesundheit – eine Gesundheit, die Juden – zu recht – fürchten.“
So hat Mahler seinen Antisemitismus seit dem Gerichtsurteil von 2002 fortlaufend bekräftigt und versucht ihn u.a. über Sylvia Stolz auch im Internet weiterzuverbreiten."
Samstag, 2. Juni 2007
Sauerbraten mit drei Sternen
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So geht Sauerbraten mit drei Sternen
In Deutschland gibt es derzeit sechs Köche, die mit drei Michelin-Sternen dekoriert sind. Sie alle haben aus Liebe zur deutschen Küche traditionelle Gerichte neu für uns interpretiert. In Folge drei unserer Serie zeigt Christian Bau seine Version des badischen Sauerbratens - ein sechs Tage marinierter Rinderbraten mit Baroloessigjus.
Christian Bau, 34, kocht im Restaurant "Victor's" im Hotel "Schloss Berg" in Perl-Nennig an der Mosel
Wer mit 34 Jahren schon drei Sterne hat, muss einiges richtig gemacht haben. Im Fall Christian Bau heißt das: weltweit die Trends der Spitzenküche beobachten, Impulse aufgreifen, verfeinern und eigene Akzente setzen. Gepaart mit einer riesigen Portion Talent und einem genialen Lehrer wie Harald Wohlfahrt war der Weg zum Koch der Meisterklasse quasi vorgegeben.
Baus Restaurant "Victor's" im Hotel "Schloss Berg" in Perl-Nennig liegt in Rufweite zur französischen Grenze, auch deshalb verwendet er fast nur französische Produkte. Aber geboren wurde er in Offenburg, und das leugnet er keineswegs. Seine Rinderschulter ist eine verfeinerte Variante des badischen Sauerbratens. "Eines meiner Leibgerichte", sagt Bau. "Viele Gäste fragen nach dem Braten, obwohl er nicht mehr auf der Karte steht." Für Notfälle hält Bau aber stets eine Rinderschulter bereit.
Rezept: Marinierter Rinderbraten mit Baroloessigjus
Zutaten für vier Personen
600 g Mittelbug von der Rinderschulter
4 Tournedos vom Rinderfilet à 90 g
Für die Marinade:
1 l Rotwein
2 EL Baroloessig
200 ml roter Portwein
2 Lorbeerblätter
10 Pfefferkörner
200 g Schalotten
100 g Champignons
50 g Staudensellerie
50 g Karotten
800 ml Kalbsjus
Für die Markklößchen:
50 g ausgelassenes Rindermark
2 Eigelb
50 g Mie de pain (zerkrümeltes, püriertes Toastbrot ohne Rinde)
10 g gehackte Petersilie
1 l Geflügelfond
100 ml Olivenöl
20 Perlzwiebeln
2 Lorbeerblätter
2 Rosmarinzweige
4 Thymianzweige
1/4 Knoblauchzehe
2 Stück brauner Würfelzucker
Salz und Pfeffer aus der Mühle
200 g herkömmliches Selleriepüree
Salz, Pfeffer, Muskat
Vorbereitung
Den Mittelbug von Häuten, Sehnen und Fett befreien und die Abschnitte klein schneiden. Dann die Abschnitte und den Mittelbug mit dem Rotwein und Portwein, Gewürzen und Gemüse fünf bis sechs Tage marinieren.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und trockenlegen. Den Mittelbug mit Salz und Pfeffer würzen und scharf anbraten, danach zehn Minuten bei 150 Grad in den Backofen stellen.
Nun den Rotweinfond passieren, Essig beigeben und einmal aufkochen lassen. Den Mittelbug und etwas von dem Fond in einen Vakuumbeutel geben, verschweißen und bei konstant 60 Grad 60 Stunden garen.
Zubereitung
Die vorbereiteten Abschnitte und das Gemüse in einem Topf anbraten, mit dem Schmorfond auffüllen und etwa um die Hälfte reduzieren lassen. Die Kalbsjus aufgießen und alles nochmals um ein Drittel reduzieren.
Das ausgelassene Rindermark aufschlagen, Eigelb und die fein gehackte Petersilie unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat nach Belieben würzen, danach das Mie de pain unterrühren. Schließlich die Masse in Klößchen abdrehen und etwa fünf Minuten in Geflügelfond sieden lassen.
Das Olivenöl mit den Perlzwiebeln, den Kräutern und Knoblauch erhitzen. Braunen Würfelzucker dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und im Backofen bei 160 Grad circa 30 bis 40 Minuten weich garen.
Wenn das Gemüse gar ist, das heiße Öl abschütten und abkühlen lassen. Zur Aufbewahrung die Perlzwiebeln wieder in das erkaltete Öl geben.
Anschließend die Tournedos mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen und ringsherum scharf anbraten. Danach in Butter nachbraten, bis das Fleisch den gewünschten Garpunkt hat. Den vorbereiteten Mittelbug in Scheiben schneiden und mit den Perlzwiebeln in der Sauce nochmals warm machen.
Anrichten
Das Selleriepüree erhitzen und auf den Tellern anrichten. Die Markklößchen und die Rinderschulterscheiben auf die Teller legen. Die Tournedos längs halbieren und dann die Filets auf die Rinderschulter legen. Mit der nochmals abgeschmeckten Sauce saucieren.
Mein Tipp für die Leser der "Welt am Sonntag": Denken Sie unbedingt daran, bei der Garmethode "Niedrigtemperatur" ständig die Hitze zu überprüfen (immer ein Thermometer im Wasserbad halten), es ist nämlich sehr wichtig, die Temperatur unbedingt konstant zu halten.
Bei Temperaturschwankungen wird das Ergebnis verfälscht.
1. Juni 2007, 15:24 Uhr
Von Robert Lücke
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Nachtrag, wie versprochen: Ja, war damals ganz gut. Allerdings: Der Sauerbraten meiner Mutter hat mir immer noch besser geschmeckt.
Rechtschreibung, wieder einmal
'Sie war weitergesprungen / weiter gesprungen.'
Man hätte diesen tumben Männern nachträglich ihre Doktor- und Professorentitel wegnehmen und sie zu ewigem Schweigen verdonnern sollen!



