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Donnerstag, 31. März 2022

Palästinenser

Meine Vorurteile in der Sache sehen so aus: Wenn die Palästinenser, wie die frühen Israelis, mit Tröpfchenbewässerung angefangen hätten Tomaten anzubauen, wenn sie nicht das Schießen als Selbstzweck erfunden hätten, dann sähe der nahe Osten ganz anders aus. So aber haben sie eine aufgeblähte Verwaltung aufgebaut, weil die im großen und ganzen von Europa finanziert wird, und üben sich im übrigen in Terror und Jammern.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Israelische Siedler

Wie kommt es, dass ich den israelischen Siedlern nicht böse bin?

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Was sagt das internationale Recht zu den Siedlungen, und wie steht die Staatengemeinschaft dazu?

International werden die Gebiete als besetzt angesehen. Nach Maßgabe der Vierten Genfer Konvention zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten von 1949 ist es unter anderem verboten, dass Staaten die eigene Zivilbevölkerung in besetztes Gebiet umsiedeln (Artikel 49, Absatz 6). Die israelischen Siedlungen sind demnach illegal. Der Internationale Gerichtshof hat 2003 in seinem Gutachten "Legal Consequences of the Construction of a Wall in the Occupied Palestinian Territory" ebenfalls festgestellt, dass die langjährige israelische Siedlungspolitik gegen internationales Recht verstößt. Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags haben 2017 eine ausführliche völkerrechtliche Einschätzung zum israelischen Siedlungsbau veröffentlicht.

Neben dem Status der geteilten Stadt Jerusalem und dem Schicksal palästinensischer Flüchtlinge werden die Siedlungen als Hindernis für eine Zweistaatenlösung gesehen, bei der neben Israel ein unabhängiger Staat Palästina entstehen soll. Die Vereinten Nationen forderten zuletzt im Dezember 2016 mit einer Resolution den sofortigen Stopp des Siedlungsausbaus. Eigentlich sollte die Frage der Siedlungen nach Maßgabe des Osloer Friedensprozesses der Neunzigerjahre in bilateralen Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geklärt werden. Die aktiven Friedensverhandlungen sind aber schon seit Jahren eingeschlafen. Die Palästinenser befürchten, dass Israel mit seiner Siedlungspolitik vorab Fakten schafft und palästinensisches Territorium weiter zersplittert. Die Bildung eines zusammenhängenden palästinensischen Staats werde so unmöglich gemacht. (spiegel.de)

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Ich nehme an, weil ich den Palästinenser einfach nicht zutraue, dass sie das Land vernünftig bewirtschaften können. Alles Vorurteile, ich weiß! Aber ist denn wirklich gar nichts dran, an diesen Vorurteilen? Sagen nicht sogar die extrem pro-palästinensischen Israel-Besucher, dass die normalen Palästinenser einfach nur ihrer Arbeit nachgehen wollen. In Israel. Unbehelligt von ihren laut tönenden Anführern.

Ich muss einmal herumfragen. Unter den verschiedenen Parteiungen.

Sonntag, 31. März 2019

#Hamas #AndreaKiewel

Was ist Wahrheit? Sind die Palästinenser schuld oder die Israelis, wenn es kracht?

Ein Einwurf, der an mir vorbeigegangen war. Die große TAGESSCHAU wird beschuldigt!

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Sie habe kein Verständnis für den Bericht, schreibt Andrea Kiewel in einem Gastbeitrag in der „Jüdischen Allgemeinen“. Denn: Die „Tagesschau“-Meldung vom Dienstag begann mit den Worten: „Nach schweren Angriffen der israelischen Armee auf den Gazastreifen …“

Da platzte der ZDF-Moderatorin fast der Kragen! Sie macht der „Tagesschau“ eine Ansage:„Liebe Kolleginnen und Kollegen der ARD, Sie irren sich! Ich war vor Ort, als es losging mit den Raketen aus Gaza“, schreibt Kiewel in der „Jüdischen Allgemeinen“.

„Man muss die Wahrheit berichten“
Kiewel weiter: „Die Reaktion der israelischen Armee darauf war – wie der Name schon sagt – eine Reaktion. Man muss Israel nicht mögen. Man kann diesen Staat kritisieren, sich zur Brust nehmen und ihm viele Fragen stellen. Man muss aber, wenn man Journalist ist, die Wahrheit berichten.“

Andrea Kiewel hält sich seit vielen Jahren regelmäßig in Israel auf, so auch in dieser Woche. Sie drehte dort schon TV-Reportagen und schrieb seit Frühjahr 2018 mehrere Gastbeiträge für die „Jüdische Allgemeine“. (bz-berlin.de)

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Alan Posener
@APosener

Die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender zu den für heute geplanten Provokationen der #Hamas am Grenzzaun ist skandalös. Sie verschweigen, dass die Hamas einen eliminatorischen #antisemitismus vertritt und #Israel zerstören will. -- 9:34 vorm. · 30. März 2019 aus Berlin, Deutschland · Twitter

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Ein streitbarer Mann, dieser Alan P. Ganz offensichtlich!

"


Im Mai 2007 warf Posener in seinem Weblog auf Welt Online dem Bild-Chefredakteur Kai Diekmann „Scheinheiligkeit“ vor und schrieb, dass die Bild-Zeitung die „niedrigsten Instinkte bediene“. Nach der Kollegenschelte im Axel Springer-Verlag, der sowohl Bild als auch Die Welt herausgibt, wurde der Eintrag in Poseners Blog binnen weniger Stunden aus dem Internet-Angebot des Verlags entfernt. Durch die Berichterstattung über den Vorgang in Bildblog und anderen Online-Medien wurde das Thema publik.

Zu einer Kontroverse zwischen Posener und dem FAZ-Redakteur Lorenz Jäger kam es, nachdem Jäger in einem Zeitungsbeitrag Posener scharf angegriffen hatte. Posener war ständiger Autor des Weblogs Die Achse des Guten, bis ihm im Mai 2009 von Dirk Maxeiner, Henryk M. Broder und Michael Miersch die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde." (Wikipedia)

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Hintergründe auch im Freitag.

Montag, 14. Januar 2019

Travels in Palestine

Notizbuch

(Noch weiter durchkorrigieren! Schauderhafte Rechtschreibung.)


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"Von osmanischen Großgrundbesitzern Land abzukaufen, was häufig zu Lasten der seit Generationen darauf lebenden arabischen Familien ging. Dies führte zunehmend zu Spannungen, was von arabischen Nationalisten zusätzlich angeschürt wurde."

Das bezweifel ich, da das Land leer war, wie diverse Reisende damals beschrieben. Die Lebenserwartung der Araber damals lag bei etwas über 30 Jahren, bis die Juden die Sümpfe trocken legten und Arbeitsplätze schafften, was eine Einwanderung von Arabern auslöste, da es sich schnell herumsprach, dass es dort Arbeit gab. Man kann heute noch an den Namen sehen, woher diese heute Palästinenser genannten Menschen kamen.

Übrigens verkaufte auch die damalige Familie des Großmuftis (Hitler Verbündeter) Land an Juden.

Hier ein paar Zitate von Reisenden: J.S.Buckingham 1816 in ‘Travels in Palestine“ /WS/: „Im größeren Teil Palästinas scheinen die Ruinen umfangreicher zu sein als die bewohnten Häuser.“

S. Olin 1843 in „Travels in Egypt, Arabia Petraea and the Holy Land: „…das einstmals bewohnte Gebiet zwischen Hebron und Bethlehem “ sei nun verlassen und öde … „mit verfallenen Orten.“ Auch in Jerusalem seien „die Häuser in einem verfallenen und ruinösen Zustand.“

/Be/_S.164_ (Brockhaus, Allg. deutsche Real-Enzyklopädie, 7. Ausg., Leipzig, 1827, Bd. VIII, S. 2, S. 438 f.): Ein deutschsprachiges Nachschlagewerk, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurde, beschrieb Palästina als „verwüstet und durch­zogen von arabischen Räuberbanden“

/Be/_S.164_(Count Constantine Francois Volney, Travels Through Syria and Egypt in the Years 1783, 1784, 1785, London 1788, vol. 2, S. 164): Im 18. Jahrhundert beschrieb ein französischer Autor und Historiker Palästina als „das zerstörte und verwüstete Land … Der Reisende trifft auf nichts anderes als auf Häuser in Trümmern, nutzlos gemachte Zisternen und verlassene Felder“

Hier http://tangsir2569.wordpress.com/2010/11/10/wem-gehort-das-land-israel/ findet man noch mehr. (nicht signierter Beitrag von 91.54.188.79 (Diskussion) 17:56, 3. Dez. 2012

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Der Abschnitt war unbelegt, sachlich womöglich falsch und hatte insbesondere mit Begriffsgeschichte wenig zu tun. Ich habe die von dir kritisierte Aussage daher entfernt. Gruß, adornix (disk) 13:13, 6. Jan. 2013

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Der Abschnitt war unbelegt und hatte wenig mit Begriffsgeschichte zu tun, soweit ist das Löschen nicht zu beanstanden. Sachlich war er aber richtig, offenbar wurde auf Chibbat Zion Bezug genommen. möglicherweise auch auf Abdülhamid II., der versucht haben soll, Landkäufe von Juden zu verhindern. Möglicherweise auch auf den Konflikt des Alten Jischuw mit der arabischen Nationalbewegung, die sich mit der politischen Gleichberechtigung der Araber durch die Revolution der Jungtürken 1908 entwickelte. Was die IP sonst noch zusammengesammelt hat, ist blühender Unsinn. Im Grunde hat der gelöschte Satz mich auf eine Schieflage des Artikels hingewiesen. Es fehlen Erläuterungen im Artikel, in welcher Hinsicht arabische Palästinenser sich noch vor der britischen Mandatszeit als eigenständige Bevölkerungsgruppe verstanden haben und aufgrund welcher kultureller oder anderer Merkmale sie sich von anderen Bevölkerungsgruppen der osmanischen Verwaltungsbezirke abgegrenzt haben. 84.173.113.232 22:21, 18. Aug. 2014 (Wikipedia Diskussion)

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Palästinensische Nationalcharta

Notizbuch

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"Arafats Unterstützung für Saddam Husseins Invasion Kuwaits löste die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 aus. Unmittelbar nach dem Zweiten Golfkrieg wurden die etwa 450.000 in Kuwait lebenden Palästinenser nahezu vollständig vertrieben, weitere Palästinenser in den Golfstaaten wurden ebenso ausgeschlossen und diskriminiert. Vermögensverluste in Milliardenhöhe und der Einbruch der Unterstützung für die PLO in den Golfstaaten waren die Folge. Der damit einhergehende Machtverlust der PLO und ihrer stärksten politischen Fraktion, der Fatah, stärkte die aus der ägyptischen Muslimbruderschaft hervorgegangene islamistische Hamas. Diese Bewegung steht im Konflikt mit Zielen der Fatah, die nach wie vor in der Gründung eines säkularen und von den arabischen Nachbarstaaten unabhängigen Staates Palästina bestehen. Die Hamas verneint das Existenzrecht Israels und jeder nichtreligiösen palästinensischen Verwaltungsbehörde. Ihre Gründungscharta von 1988 proklamiert „die Fahne Allahs über jedem Zoll von Palästina aufzuziehen“; Israel wird als „islamisches Heimatland“ (Waqf) beansprucht. | Der Oslo-Friedensprozess, der ab 1993 vom Fatah-Führer Arafat und dem damaligen israelischen Premierminister Jitzhak Rabin begonnen wurde, endete darin, dass Israel die PLO als offizielle Vertretung der Palästinenser akzeptierte und die PLO sich verpflichtete, aus ihrer Palästinensischen Nationalcharta alle Passagen, welche die Vernichtung Israels als Ziel nennen, zu streichen. Arafat durfte mit der Fatah in die Palästinensischen Autonomiegebiete zurückkehren. In Folge erhielten Rabin und Arafat den Friedensnobelpreis. Bis heute enthält die Palästinensische Nationalcharta jedoch viele Abschnitte, die zur Zerstörung Israels aufrufen." (Wikipedia)

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Gelder an Palästinenser

Aus der Reihe: Alle meine Vorurteile ...

Mir ist klar, dass die Vorurteile, die bei einzelnen Stichworten aufgerufen werden, komplex und  von Mensch zu Mensch äußerst gegensätzlich sein können. Vor Jahren habe ich einmal eine Nebenbemerkung im Fernsehen aufgeschnappt, die hängengeblieben ist: Würde die EU und die Länder der EU ihre Zahlungen an die Palästinenser einstellen, wäre die aufgeblähte Verwaltung Im Gaza-Streifen und im Westjordanland von jetzt auf gleich pleite. Heißt: Es könnten die vielen Angestellten nicht mehr bezahlt werden.

Meine Vorurteile, weil diese Meldung in meine vorhandenen Vorteile prima reinpasste, waren ungefähr: Ja, die Palästinenser! Immer nur klagen und wimmern. Dabei bis hin zur totalen Lächerlichkeit verliebt in die Gewalt, obwohl sie eins ums andere Mal eine aufs Dach kriegen, wenn sie aufmucken. Und natürlich -- sich jammernd von anderen Ländern aushalten lassen! Selbst einfach nichts auf die Beine stellen. Dagegen die Israelis -- das landgewordene Startup für die großen Wirtschaftsnationen der Welt, vor allem für die USA, deren Ideenlieferanten in Israel sitzen.

Klar auch, dass die andere Vorurteilsseite heißt: "Den Palästinensern wurde unrechtmäßig ihr Gebiet weggenommen. Sie werden von Israel und den USA unterdrückt und haben deshalb keine Chance, ein vernünftiges Gemeinwesen aufzubauen."

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In der SZ heute:

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Palästina-Problem. Der eigene Staat in weiter Ferne. Palästina-Problem. Hanan Ashrawi sagt, den Europäern fehle es am Willen, mehr zu tun. Palästinenser-Politikerin Ashrawi erhebt Vorwurf gegen Israel und die USA und sieht ihr Volk in einer der schwierigsten Phasen seiner Geschichte. || Von Alexandra Föderl-Schmid, Ramallah. || Das Projekt eines eigenen Palästinenserstaates befindet sich nach Ansicht von Hanan Ashrawi "in einer der schlimmsten Perioden" des Nahostkonflikts. Die 72-jährige Politikerin kämpft seit den 70er-Jahren für eine Lösung des Palästinaproblems und gilt als eine der wichtigen Stimmen ihres Volks. Sie warf Israels derzeitiger Regierung im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung in Ramallah vor, dass diese "das zionistische Projekt implementiert. Nicht nur durch Siedlungen, sondern auch durch den Raub von Ressourcen, durch die Dominanz der Sprache. Es werden Fakten am Boden geschaffen."

Und dann auch noch, die allfällige Drohung von Hanan Ashrawi, eine Drohung, die im Moment nicht fehlen darf: die möglichen Flüchtlinge!

"Die Europäer könnten mehr tun, aber es gibt keinen Willen dazu", so die Politikerin. "Sie scheinen zu glauben, alles, was sie tun müssen, ist, Erklärungen abzugeben: Wir sind für die Zweistaatenlösung, gegen Siedlungen, Jerusalem soll die Hauptstadt beider Staaten sein. Aber das sind keine Aktionen." Europa sei Nachbar des Nahen Ostens. Wenn die Gewalt eskaliere, würden die Europäer das zu spüren bekommen, etwa durch Flüchtlingsströme.

Datum 03.01.2018. Autorin: Kersten Knipp. Schlagwörter: Europäische Union, Israel, Vereinigte Staaten von Amerika (USA), Palästinensergebiete, Donald Trump Donald Trump, Israel, Palästinensische Autonomiegebiete, Hilfszahlungen, EU, USA, UNRWA.

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Und ich schaue, auf der Grundlage meiner unverändert bestehenden Vorurteile wieder einmal nach. Dieser Artikel von der Deutschen Welle sagt am meisten aus, glaube ich. Zumindest in Richtung meiner Vorurteile.

NAHOSTKONFLIKT. Geld als Mittel der Politik? Die Hilfszahlungen an die Palästinenser. US-Präsident Donald Trump droht, die Hilfszahlungen für die palästinensischen Autonomiegebiete einzustellen. International geht die Unterstützung seit Jahren zurück. Die Entwicklung ist eng mit der Politik verknüpft. (dw.com)

Und da ist da noch die Grafik mit den gezahlten Summen, das ich einmal hierher verpflanze. (Zum Vergrößern draufklicken!)








Freitag, 18. Mai 2018

Dieter Hanitzsch


Ich versuche mal, dass in der ZEIT bei den Kommentaren unterzubringen. Mal schauen, ob es klappt. Hier gibt es, wie manchmal, eine Vorabkontrolle.

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Ich verfehle jetzt das Thema hier einmal, zumindest zur Hälfte. Aber ich finde, dass diese Nachricht irgendwo auftauchen sollte in der ZEIT.

"Die "Süddeutsche Zeitung" beendet ihre Zusammenarbeit mit dem Zeichner Dieter Hanitzsch. | Anlass ist eine Karikatur, die als antisemitisch kritisiert wurde. Chefredakteur Wolfgang Krach bestätigte nun der Nachrichtenagentur epd die Trennung von Hanitzsch. Die umstrittene Zeichnung war am Dienstag in der Printausgabe der Zeitung erschienen. Sie zeigt den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in Gestalt der Siegerin des Eurovision Song Contest, der Israelin Netta. In einer Sprechblase heißt es "Nächstes Jahr in Jerusalem", dazu hält Netanjahu eine Rakete mit Davidstern in der Hand. (deutschlandfunk.de)

Ich habe als SZ-Abonnent die Zeichnung von Hanitzsch gleich gesehen, fand sie, sagen wir: etwas unpassend, aber nun gut – es herrscht Meinungsfreiheit. Hanitzsch habe ich immer für einen unserer besten politischen Karikaturisten gehalten. Was mich am meisten erstaunt: Die SZ tut so, als habe der Karikaturist die Zeichnung heimlich ins Blatt geschmuggelt. Hätte sie nicht selbst vor Drucklegung sagen können: „Lieber Dieter, das geht uns etwas zu weit, das drucken wir heute nicht.“ Ich glaube sogar, dass der Redakteur, der einen Blick auf die Zeichnung geworfen hatte, der Meinung war, das liege schon ganz prima auf SZ-Linie. Als dann das kleine Getöse losging, da hat der Herr Chefredakteur dann eine politisch erstaunlich korrekte Wende hingelegt. Aber noch einmal: Hat die SZ nicht eine Vorab-Verantwortung für das, was sie druckt?"

Samstag, 31. März 2018

Gewalt in Gaza


Palästinenser: UN fordern Untersuchung der tödlichen Gewalt in Gaza || An der Grenze zu Israel ist es zu den schlimmsten Auseinandersetzungen seit Monaten gekommen. 16 Palästinenser wurden getötet. Die UN befürchten eine weitere Eskalation. || 31. März 2018 Quelle: ZEIT ONLINE, afp, dpa, Reuters, jj 103 Kommentare || UN-Generalsekretär António Guterres hat eine unabhängige und transparente Untersuchung der Gewalt bei den Palästinenserprotesten im Gazastreifen gefordert. Guterres verlange Aufklärung darüber, wie Menschen getötet beziehungsweise verletzt wurden, sagte dessen Sprecher in New York. Dort traf sich auch der Weltsicherheitsrat. Deren Mitglieder baten beide Seiten um Zurückhaltung, eine gemeinsame Erklärung des wichtigsten UN-Gremiums kam jedoch nicht zustande.

Mein Kommentar, meine Meinung, in Erwachsenensprache, ohne Weg um den heißen Brei herum.

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Ok, hier spricht ein pro-israelischer Hardliner: Wenn die Palästinenser lernen, sich zivilisiert aufzuführen und ein normales Land einzurichten, ein Land, in dem nicht Parteiungen, wenn es mal nicht gegen Israel geht, sich gegenseitig massakrieren, wenn sie ein Land aufbauen, das für sich selbst sorgt und nicht vollständig vom Geld-Tropf der EU abhängt, wenn -- dann haben sie alle Chancen auf einen eigenen Staat. So aber -- sie haben sich im Protest eingerichtet, weil sie, scheint es, nichts anderes können, als die Ursachen ihrer Probleme anderen in die Schuhe zu schieben.

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Mal schauen, ob dieser Kommentar von der ZEIT zugelassen wird.

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Mit einem Blick auf einen schon veröffentlichten Kommentar:

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"Juden haben eines gelernt: sie können sich auch NIEMANDEN verlassen, außer auf sich selbst."

Und darum und indirekt dazu: Wieder wünsche ich mir, dass die ZEIT-Redaktion mal einen Artikel, diesen hier, und alle Kommentare zu diesem Artikel zum Gegenstand einer Analyse macht und in der ZEIT das Ergebnis dieser Analyse präsentiert. Alle könnten, glaube ich, was daraus lernen.

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Ein Einwurf und meine Antwort:

"Sind Sie auch so ein Hardliner, wie mancher in der israelischen Regierung? Ach - die Palästinenser müssen sich erst bewähren?" 

"bewähren" ist sicherlich das vollkommen falsche Wort. Keiner will -- das setzt "bewähren" ja voraus -- den Erzieher oder Vormund der Palästinenser spielen. Nein, von Erwachsenen zu Erwachsenen, frei und gleichberechtigt, gibt es gewisse Erwartungen, wenn man politisch ernst genommen werden will. Noch einmal also: Von den Palästinenser erwartet die Welt -- na gut, viele Bürger dieser Welt, dass sie, die Palästinenser

- Konflikte intern friedlich lösen, nicht nach Hamas-Fatah-Brauch durch Gewalt und Gebietsaufteilung

- ihre Wirtschaft und Infrastruktur so ordnen und so produktiv sind, dass sie nicht am Tropf ausländischer Mächte hängen

- nicht immer zwischen Wehleidigkeit und Rumgeballere schwanken und glauben, ohne dieses kindisch-aggressive Intifadieren würden sie nicht ernst genommen; sie werden nicht ernst genommen, weil sie heulend herumballern und sich kindisch aufführen

Montag, 11. Dezember 2017

Jerusalem, capital of Israel?

Bei Anne Will gestern und in allen Zeitungen: "Wie stehen Sie zu dem, was oben in der Titelzeile gesagt ist?" Gegen Trump sind sie alle. Manche schicken das ihren Statements voraus. Aber dann hört man erstaunlich oft: Die De-facto-Nicht-Anerkennung Jerusalem ist Hauptstadt Israels, von den vergangenen US-Präsidenten beschlossen, aber nicht umgesetzt, hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gar nichts geführt. Vielleicht ergibt sich aus dem Schock jetzt, wenn erst mal die zu erwartende und obliatorische und damit abgenutzte Intifada-Welle wieder abgeklungen ist, ein neuer politischer Ansatz für eine Friedenslösung.

Die Leser-Kommentatoren in der ZEIT, beispielsweise hier, urteilen natürlich unterschiedlich. Doch auch hier findet man erstaunlich viele Einlassungen mit Palästinenser-kritischen Tönen. Richtung hier: Ein IPhone auf dem Bild, in den Händen einer jungen schreienden Palästinenserin. Aber natürlich gegen die USA schreien. Lange Diskussion: Ist das überhaupt ein Iphone? Dann: Ja, doch. Ist es. Die Meinung bildet sich langsam: Die Palästinenser, wie die Araber überhaupt, sind USA-kritisch, aber übernehmen alles, was als Moden aus den USA kommt.

Weiter viele Meinungen dieser Art: Die Palästinenser sollten erst mal -- wie die Israelis -- was leisten in der Welt von heute, anstatt nur immer rumzujammern und von den internationalen Hilfsgeldern zu leben. Wo seien beispielsweise die Felder, die die Palästinenser durch Tröpfchen-Bewässerung der Wüste abtrotzten, wo die palästiensischen High-Tech-Unternehmen, die die Welt mit Ideen versorgen?

Oder sehe ich das mit den Kommentaren falsch? Weil ich da meine eigene Meinung gespiegelt sehe?

Sonntag, 3. September 2017

"Patrick Bahners fällt zunehmend ...

... mit verstörenden Wortmeldungen auf." Bahners, der von der FAZ.

Das hatte ich bei der Suchmaschine gelesen, aber es war gar nicht so einfach, die Stelle zu finden, an der das wirklich steht. Also, hier steht es.

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abhs • vor 4 Tagen | Patrick Bahners fällt zunehmend mit verstörenden Wortmeldungen auf. Nachdem er unlängst den Vorwurf des Antisemitismus als vielleicht größte Bedrohnung für die Meinungsfreiheit in Deutschland identifizierte, verwischt er nun gezielt die Grenze zwischen vergleichen und gleichsetzen, indem er die amerikanischen Analysen von Trumps Aufstieg, die Parallelen zum Deutschland der dreißiger Jahre sehen, in einem Atemzug mit der sogenannten Performance namens "Auschwitz on the Beach" nennt. Die Macher dieser letztlich zur Lesung umdeklarierten Veranstaltung behaupten, an den Küsten Europas würde ein gezielter Völkermord stattfinden, bei dem das Wasser des Mittelmeers Zyklon B ersetze. | Das ist so eklatant falsch, zynisch und hirnverbrannt, dass es auch nicht als die Debatte befruchtende Provokation durchgeht. Wer diese Gleichsetzung vornimmt, will die Vernichtung der europäischen Juden relativieren. Er will, wie die Zampanos der alternativen Fakten von Breitbart bis Russia Today, die Grenze zwischen Propaganda und Tatsachen einreißen. Das ist das Ende von Debatte und Politik, nicht ihr Anfang. | Zwar trifft es zu, dass in Deutschland auf Holocaust-Vergleiche zuweilen hysterisch reagiert wird. Sie sind auch in der Tat notwendig, schließlich ist Auschwitz gerade KEIN Mythos, der in einer Parallelwelt schwebt, sondern allzu wirklich – und damit Teil unserer Geschichte. | Wahr ist aber auch, dass der tabuisierte Vergleich tatsächlich häufig in böswillig relativistischer Absicht geäußert wird. Aus einem antisemitischen Opferneid gegen die Juden heraus. Viele Palästinenser, für deren Sache Bahners ja unlängst im Streit um die von Arte und WDR zensierte Antisemitismusdokumentation großes Verständnis erkennen ließ, sind da ganz vorn mit dabei. | Wer sich wie Bahners gar nicht die Mühe macht zu erwähnen, dass Auschwitz-Gleichsetzungen tatsächlich gezielte Perfidien sind, muss sich fragen lassen, welche Agenda er eigentlich verfolgt bzw. aus welcher Geisteshaltung heraus er spricht. Zumal wenn er für die alltäglichen skandalösen antisemitischen Anfeindungen in Deutschland kein publizistisches Wort übrig hat, ebenso wenig für die Hetzkampagnen konservativer Islamvertreter gegen liberale Muslime, aber in ausführlichen Texten darüber räsoniert, dass "Antisemitismusvorwurf" und "Holocaust-Vergleich-Tabu" große Probleme unserer Gesellschaft seien.

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Dieter Kief abhs • vor 3 Tagen | @ abhs - FAZ-Bahners ist ein idiosykratischer Christ & Geist. Im heutigen Feuilleton schreibt er unter dem Titel "Was lernen wir daraus?" vergleichsweise einfach: Wenn es dem guten Zweck dient, soll man auch schräge Vergleiche mit Auschwitz machen dürfen - wie in der abgesagten Performance "Auschwitz on the Beach" geplant. | Ihre Idee, abhs, Auschwitz solle nicht "der Mythos" sein, schon gar nicht ,wie ich Ihren Gedanken fortspinne, der Gründungsmythos der Bundesrepublik, als den nämlich Joschka Fischer Auschwitz noch immer begreift: Nun, diese Idee teilt auch Bahners - und legt sie nicht in Ihrem Sinne aus. Auch nicht in meinem, ich fand die geplante Performance sei ein weiteres dieser hochsubventionierten Lippengebete (Walser), bei denen mir wegen Routine- und Reflexnähe und schlicht Langeweile und Gedankenferne automatisch flau wird. ... (perlentaucher.de)

Sonntag, 20. August 2017

Vorschläge, die verunsichern könnten

Ein Interwiev in der ZEIT, geführt von Sören Götz. (Terrorismus in Spanien. "In Großstädten wächst die Islamistenszene" | Der IS versucht den Westen dort zu treffen, wo er verletzlich ist, sagt der Terrorexperte Stefan Hansen.)

Dazu nehmen viele Leser im Kommentarbereich der ZEIT Stellung. Es werden auch Vorschläge gemacht. Ein Teil dieser Vorschläge wird einen Teil der Bevölkerung verunsichern. Beispielsweise, wenn ein "Herr Landmann" unter #105 schreibt:

"Vielleicht wäre es hilfreich, wenn man sich Expertenmeinungen von israelischen Sicherheitsberatern einholen würde. Die hiesigen Kräfte scheinen zunehmend von dem Gewaltpotenzial der religiösen Fanatikern überfordert zu sein. Eine gewisse Härte und Durchsetzungskraft der Sicherheitskräfte ist unabdingbar. Und allein mit der hier verbreiteten Kuscheljustiz wird man die Probleme nicht lösen."

Donnerstag, 11. August 2016

Martensteins Telefonliste?

Ist das jetzt ein weiterer Fall der Kategorie 'Martensteins Sparschwein' oder doch echt?

"Kann es sein, dass ein Berliner Luxushotel dem Druck arabischer Gäste nachgibt und Israel von der Liste der auf den Zimmern ausliegenden Ländervorwahlnummern streicht? Der französische Filmproduzent und Publizist Claude Lanzmann ("Shoa") hatte in der FAZ über einen Aufenthalt im Bristol Kempinski am Kurfürstendamm berichtet. Nachdem er auf der im Zimmer ausliegenden Ländervorwahlliste Israel vermisst hatte, habe ihm ein Mitarbeiter an der Rezeption erklärt, die Nummer sei auf Druck arabischer Kunden heraus genommen worden, es handele sich da um eine bewusste Entscheidung der Direktion der Kempinski-Hotels." (tagesspiegel.de)

Aber eben:

"Es sei allerdings ein unglücklicher Zufall, dass unter den 35 Vorwahlen, die aus 193 Ländern weltweit für die Liste ausgewählt wurden, Israel nicht mit dabei sei, räumte sie [Hoteldirektorin Birgitt Ullerich] ein. Dahinter stecke aber auf keinen Fall Absicht. 'Sollten wir mit dem Fehlen der israelischen Vorwahl die Gefühle von Herrn Lanzmann verletzt haben, so bitten wir aufrichtig, dies zu entschuldigen', fügte sie hinzu."

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Anti: ...semitismus -- ...zionimus - ...israelimus

Das heißt "Surfen im Internet": Irgendwo anfangen und auf einmal -- das! Eine Auseinandersetzung in den USA, über den Einfluss der Juden im Kongress. Unglaublich! Ich kann die Sache noch gar nicht eindordnen, aber festhalten kann ich sie schon mal:




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Von dort zitiert: 

"Manuel Sarbach (vor 4 Monaten) -- Ein Volk das über 2000 jahre verfolgt ermordet und gehasst wird, sollte sich Frageb was SIE falsch machen und nicht was die anderen falsch machen..."

Ich setze mal dagegen: Eine Gruppierung -- das Wort Volk ist mir zu völkisch aufgeladen --, hat, verstreut über die Welt, über 2000 Jahre seine Identität bewahrt. Welche andere Gruppe hat das geschafft. Eine Gruppe, die zurückfindet an den Ort, von dem sie vertrieben wurde. Eine Gruppe,d ie intellektuell die anderen dominiert (ja, die Schachspieler, die Kulturschaffenden, die Wirtschaftsmächtigen, die Mathematiker, die Nobelpreisträger!), eine solche Gruppe ist halt einfach den anderen Gruppen: überlegen. Und der Rest der Welt ist neidisch und, empirically spoken, einfach inferior. Nicht wahr, ihr Freunde von der Herrenrasse-Germanen-Front!

Samstag, 7. Juni 2014

Oh, Roxnie Woxd!

Erstaunliche Meldung. Und nun -- finden Sie die drei Fehler in der folgenden Meldung:

Mick Jagger, 70 und wissbegierig, hat sich ein paar Brocken Hebräisch angeeignet für diesen in Israel schon am Tag danach als "historisch" bewerteten Aufritt der "Ha'evanim Hamitgalgelot", der Rolling Stones. Mit britischem Akzent machte er sich in der Landessprache lustig über Roxnie Woxd und seine "Schuhe vom Shuk". Nur über Politik fiel kein einziges Wort. Um es mit den Rolling Stones zu sagen: "It's only ISRAEL, but I like it."

Na?

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Gilad Schalit

Gilad Schalit soll freikommen. Ein Gefangenenaustausch wird vereinbart. Deutschland hat seinen Anteil. Palästinenser kommen frei. Wie viele? Mehr als 1000, so liest man.

Erkennen die Palästinenser, was das bedeutet? Wie das mit den Augen der restlichen Welt gesehen wird?

Ein einfacher israelischer Soldat
ist soviel wert
wie 1000 Palästinenser.

Wenn dann noch wichtige Leute unter den Entlassenen sind, dann ändert sich die Quote. 1:3000 oder 1:10.000. Je nachdem, wie man den Wert bemisst. Kann man auf so etwas stolz sein?

Donnerstag, 29. Januar 2009

Israelis - Palästinenser

Immer wieder die Meldungen von Israel - Gaza über einen Bruch des Waffenstillstands. Der Gedanke bei mir auch immer wieder: Israel wurde "international geschaffen". Es muss eine internationale Lösung her. Schnell. Die Palästinenser brauchen ein geschlossenes Gebiet, die Israelis auch. Diese Gaza-Westbank-Aufteilung ist schon auf den ersten Blick ein Absurdum. Jerusalem wird eine internationale Stadt der UNO. Die Sicherheit des Ganzen wird von der Staaten der UNO garantiert, durchgesetzt.

Mittwoch, 19. März 2008

Die Bundeskanzlerin in Israel

Wenn man nicht aufpasst, versäumt man was. A. M. in Israel. Natürlich wird berichtet, aber es ist ein Ereignis unter anderen. Gut so, kann man sagen. Normalität ist da nur von Vorteil Dabei ist es doch: das große ANDERE.
Berichte in der Süddeutschen. Sehr angetan in Ton und Inhalt. Dazu: dass die Palästinenser, Hamas und Abbas (wie sich das reimt!) mal einhellig gegen Merkels Israel-Politik sind. Ich kommt auf eine recht alte Überlegung...
ACHTUNG! DAS FOLGENDE STEHT UNTER
SUBJEKTIVITÄTSVORBEHALT!
Heißt: Ich frage mich schon selbst, wieso ich so instinktiv auf Seiten Israels stehe. Ist es nur wegen der deutschen Un-Geschichte? Oder sind die folgenden Einlassungen in großen Teilen vernünftig?
Mein Gefühl sagt mir, dass aus politischer Correctness -- wir wissen, was gemeint ist, wenn wir dieses englische Wort verwenden, nicht wahr? -- abendländische Sichtweisen niemals klar ausgesprochen werden. Ich will einmal versuchen, die Dinge auszusprechen.

1. Ob die Israelis "das Recht haben", auf diesem Küstenstreifen des Mittelmeers einen Staat zu haben, ist eine historisch extrem knifflige Frage.

Anmerkungen dazu: Wann verliert ein Volk sein Recht auf ein Land? Natürlich können die Palästinenser nichts dafür, dass die Römer 70 nach Christus Jerusalem mitsamt dem jüdischen Tempel zerstören und nur eine Mauer, die der Klage, stehenlassen. Natürlich können die Palästineser auch nichts dafür, dass nach dem Bar-Kochba-Aufstand, so um 135 nach Christus unter dem Kaiser Hadrian die Juden gekreuzigt und vertrieben werden. Allerdings: das jüdische Volk hält eine Diaspora von knapp 2.000 Jahren und den abschließenden Holocaust durch, ohne seine Identität und seine Erinnerung zu verlieren. Man sollte sich und anderen aber immer wieder einmal bewusst machen, dass die Identität der größte Antrieb ist, politische und historische Rechte durchzusetzen. Die Palästinenser verhalten sich da mit keinen Deut anders als die Israelis. Und es gibt so etwas wie eine geheimnisvolle Ehrfurcht vor der Leistung der Juden, ihre Identität gegen alle Pogrome der Geschichte zu bewahren.

2. Welche Haltungen und Verhaltensweisen der Palästinenser verursachen im Westen die größten Akzeptanz-Probleme, wenn es um "die Sache der Palästinenser" geht?
Da geht es nicht um einen einzigen Punkt, sondern um eine Liste.
a) Die permanente Mischung aus Weinerlichkeit und faktischer Schwäche auf der einen und aggressiver Gewalt- und Waffen- verliebtheit auf der anderen Seite.
Das Bild der Palästinenser in der Weltöffentlichkeitkeit ist geprägt von Fernsehbildern. Wie sollte es auch anders sein. (Jeder vernünftige Mensch weiß, dass das nur ein Bruchteil der Wirklichkeit ist. Es gibt einen palästinensichen Alltag, indem Gastfreundschaft und normales Geldverdienen das Wichtigste sind. Aber das sieht man nicht als Manifestation im Fernsehen.)
Was sehen wir im Fernsehen? Menschen, die in einer gestörten Weise auf laute, öffentliche und kindliche Gewalt vertrauen. Mit Freude wird herumgeballert und Kinder und Jugendliche üben sich im Steinewerfen und finden das heldenhaft. Die Bilder zeigen ein Volk, das auf Gewalt setzt. Auf eine Gewalt, die nichts bringt, außer der unmittelbaren Selbstbefriedigung der eigenen Gewaltphantasien zu dienen. Ein Volk aber, das in der Öffentlichkeit dasteht als schwach und und über seine Unterdrücktheit jammernd und gleich darauf als gewaltverliebt und faktisch gewalttätig gibt ein schlechtes und ein nicht selten ein lächerliches Bild ab.
b) Die Palästinenser haben zu wenig politische Selbstdisziplin. Das ist eine Umschreibung dafür, dass sie offenbar nicht akzeptieren können, wenn ein anderer politisch gewinnt. Und dass es offenbar keine obersten Instanzen gibt, ein oberstes Gericht beispielsweise, dass als Autorität anerkannt ist. Hamas und PLO unversöhnlich gegeneinander. Und überall gleich das Geballere als Lösungsversuch.
c) Es gibt unter Palästinenser zu wenig wirtschaftliche Disziplin. Wirtschaftliche Disziplin ist eine sehr umfangreiches Thema. Ein erfolgreiches Unternehmen ist eine Ansammlung an Disziplin-Punkten. Forschung, Entwicklung, Fertigung, Vertrieb, usw.
d) Für wirtschaftlichen Erfolg braucht ein Volk Kreativität. Wenn die Palästinenser auf Feldern arbeiten und Bewässerungsssteme entwickeln würden, wenn sie überhaupt wirtschaftlich was Konkurrenzfähiges auf die Beine stellen würden, dann wären sie nicht von der ziemlich demütigenden Alimentierung der UN und der Europäer abhängig. Völker, die wie selbstverständlich einklagen, dass es ihnen schlecht geht und dass sie einfach quasi immer und naturrechtlich ein Anrecht auf Unterstützung der anderen Nationen haben, werden zwar irgendwie schlecht und recht durchgefüttert, aber wirklich anerkannt sind sie nicht.
[ Wird fortgesetzt ]
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