Posts mit dem Label Erinnerungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Erinnerungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. September 2020

Firenze mi sorride

 

Trovato:

Un raggio di sole ambrato
attraversa i vetri del treno
il panorama mi dice
che sto giungendo da te
e già la fantasia vaga
t’immagino...
bellissima
e magica come sempre
Lo stesso guizzo di luce
ora gioca
con le acque cerulee
del tuo fiume
incanto e gioia
nel mio cuore
Firenze mi sorride
scanzonata e maliziosa
ed io le dono
il mio gioir dell’anima
-
Patrizia S

---

Ein Bernstein-Sonnenstrahl
durch die Fenster des Zuges.
Der Blick sagt mir:
Ich bin auf dem Weg zu dir.
Und schon die vage Phantasie
Ich sehe dich vor mir ...
Wunderschön.
Und magisch wie immer.
Der gleiche Lichtblitz 
spielt jetzt
mit den bläulichen Gewässern
deines Flusses.
Verzauberung und Freude
in meinem Herzen.
Florenz lächelt mich an.
Sorglos und maliziös.
Und ich schenke ihm
meine Seelenfreude.

Mittwoch, 18. Juli 2018

Plötzliche Erinnerung: Fidus

Notizbuch:

Ein Name, ewig nicht mehr daran gedacht. Maler, Zeichner, symbolistisch, jugendstilig, überladen. Kitschig. Ein Buch, das ich vor vielen Jahren geschenkt bekommen habe. Ich komm über Tage nicht auf den Namen des Malers. Und jenes Buch, ich finde es auf die Schnelle nicht und bin zu faul zum langen Suchen.

Dann, gestern -- ich stehe vor einem fremden Bücherregal. Da liegt ein Buch quer, und der Buchrücken ist ein bestimmtes Grün. Nein, es hat mit dem Buch, das ich geschenkt bekommen habe, nichts zu tun. Aber mit diesem Blick auf das GRÜN ist auch sofort der Name da!

Montag, 21. August 2017

Confusing Andy Garcia with ...

Gleich auch noch das: Ich vergesse, verdammt noch mal, besonders leicht die Namen spanischsprechender Stars! Als da sind, nur so als Beispiele, ...

Javier Bardem
Jennifer Lopez
Penelope Cruz
Salma Hayek
Antonio Banderas
Cameron Diaz
Benicio Del Toro
Cote de Pablo

Und jetzt fehlt mir noch einer auf jeden Fall. Der mir natürlich prompt nicht einfällt! Warum taucht der in keiner Liste auf, wenn ich suche: famous spanish speaking hollywood actors.

Aber das wäre doch gelacht, verdammt noch mal!

i am always confusing andy garcia with

Fund: What actors/actresses do you always confuse with each other?

Lösung wenig später:

Al Pacino and Robert De Niro are interchangeable to me.

Al Pacino! Und, bei mir verwechselt mit: Andy Garcia.

Diese vielen A's auch!

Und wieso taucht Al Pacino vorher in keiner List auf, verdammt? 

Na, weil er italienischer Abstammung ist, min Jong!

Mittwoch, 23. März 2016

Isabella Rossellini

Und noch einmal: Ablenkung.

Ein altes Foto,* endlich in alten Papieren gefunden. Die ganz junge Isabella Rossellini. Natürlich perfekt geschminkt und frisiert. Aber es gibt etwas darüber hinaus. Diese Stimmung von Trauer, Verlassenheit, von depressiver Gefasstheit.

Eine bestimmte Form der weiblichen Schönheit rührt aus einem schweigend verkündeten: "Erlöse mich bitte von dem schrecklichen Zustand, in dem ich befinde! Erlöse mich aus meiner Einsamkeit."




--

| * Ein Bild, das es offenbar im ganzen Internet nicht gibt. Ich habe via Google-Bildersuche nachgesehen. Was da so alles als "optisch ähnlich" angeboten wird! Hier erkennt die Google-Bildsuche offenbar als einzige Ähnlichkeit: "Das Bild ist schwarz-weiß."

--

Nachtrag 31.10.2021 -- 01.03: Das Bild online coloriert. Gefunden habe ich es immer noch nicht.



Samstag, 14. September 2013

Erinnerungen

Manchmal ist es schön, in Erinnerungen -- nein, nicht zu schwelgen. Zu flanieren! Nach Namen im Internet und vagen Gesichtern im eigenen Kopf zu suchen. Nach Gedichten auch, Liedern. "Die Mädchen aus verflognen Tagen" von Hermann van Veen.

Ein Gedicht der skurrilen Wehmut, eine Zeile nur im Gedächtnis: "Und der Z., der alte Sponti - Chefsaucier im Interconti." Vielleicht nicht wortkorrekt, aber zum Suchen reicht es. Endlich findbar: Pit Knorr, SPIEGEL Online, Archiv

Und dann der ganze Text sogar:

Mein Gott, wie konnte das alles nur passieren?!

Eine nostalgische Reminiszenz in Versen

Wisst Ihr noch, vor tausend Jahren,
als wir jung und glücklich waren?

Damals war A Terrorist –
er, der heute Küster ist.
Damals war B Luftpirat –
heut sitzt er im Aufsichtsrat.
C und D, einst harter Kern –
heute gerngesehne Herrn.
E war damals Ladendiebin –
heut’ verwöhnt sie ihre Lieben.
F fuhr grundsätzlich nur schwarz –
Heute: Bungalow im Harz.*
G und H war’n damals schwul –
heute sind sie wieder cool.
I, J, K der Kadertrupp –
heute Aufsichtsrat bei Krupp.
L, M, N, O, P und Q:
damals offen – heute zu.
R gab einst Konkret heraus –
heut’ führt er ein Freudenhaus.
S, der harte Drogenfreak,
leitet die Natur-Boutique.
T, einst Molli-Spezialist –
heute gnadenloser Christ.
U studierte bei Adorno –
heute produziert er Porno.
V und W von der K 1 –
heute: Prinzenpaar in Mainz.
X, die einst Emanze war –
kommt mit jedem Macho klar.
Y, einst Stadtindianer –
heut’ Trabantenstädteplaner.
Ja, und Z, der alte Sponti?
Chefsaucier im Interconti!

Bernd Eilert, Robert Gernhardt, Peter Knorr, nach (abc)

--

* Nachtrag: 01.03.2015: Alternativ, offenbar aus gegebenem Anlass neu gedichtet. (Weiteres dazu hier.)

F., der kämpfend draußen stand, 
heute Chef im Außenamt.

--

Dank an physiologus.de!
(Ich habe mir erlaubt, den Text ein wenig durchzusehen und rein formal zu korrigieren. Eine Chefsaucier-Macke halt, das mit dem Korrigieren-Müssen.)

--

Mein persönlicher Zusatz heißt:

K., der Aggressives sponn,
heut’ emeritiert. In Bonn.

--

Ich wollt hier das hinsetzen, was meinem Wissen nach Theodor Fontane gesagt hat: "Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand." Dann sehe ich, dass es eine große Anzahl von Zuschreibungen und Abwandlungen gibt. Bei Gelegenheit werde ich doch die Fontane-Stelle mal in einem Buch dingfest machen müssen. Vielleicht ist das ja ein Yukka-Palmen-Zitat, Fontane konsequent und fälschlicherweise zugeschrieben.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Paul Ernst

Ein Fensterbrett in einer Universität. Darauf Bücher zum Mitnehmen. Ich nehme mit:

Paul Ernst: Jugenderinnerungen. München: Georg Müller 1930.

Ich staune: Es gibt diesen Paul Ernst in der Wikipedia:

"Carl Friedrich Paul Ernst (* 7. März 1866 in Elbingerode (Harz); † 13. Mai 1933 in Sankt Georgen an der Stiefing, Steiermark) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Gemeinsam mit Wilhelm von Scholz veröffentlichte er ein Lustspiel unter dem Pseudonym P. W. Spassmöller."

Diese "Jugenderinnerungen" sind recht dröge. Sie beginnen ein wenig wie Caesar, De bello Gallico. "Gallia est divisa in partes tres." 

Hier sind es...?

"Es sind vier Gebiete im Harz zu unterscheiden: das Brockengebirge, der Oberharz, der Unterharz und der Südharz." 

Fragen kommen auf: Wie ist es mit dem Nord-, dem Ost- und dem Westharz?

Besonderheiten aber doch: Ein Wilderer, genannt "der gelbe Wagner", der gefangen, geköpft und -- ausgestopft wird. "Der gelbe Wagner war noch immer in Göttingen ausgestopft zu sehen, und ich beschloß, wenn ich erst Student war, ihn mir zu betrachten." (149)

Nun ja, die Sprache... Student war?

Die Sache mit dem "gelben Wagner" wird auch noch sonst bezeugt.

Und wieder einmal dieser Vanitas-Satz in meinem Kopf:

Freitag, 9. Dezember 2011

Jochen Schweizer

Im Bayerischen Rundfunk, ein paar Tage ist es her: Ein Gespräch mit dem, jetzt: Event-Manager Jochen Schweizer. Ein ausnehmend guter, reflektierter Erzähler! Und am Schluss, ganz am Schluss des Gesprächs dieser Satz so von ihm:

"Das Leben ist nicht das, was geschah, sondern das Leben ist immer das, was wir erinnern."

(Download des Gesprächs - mp3)

Querverbindung zu Sigmund Freud:

"[...] Als ihm dann [...] Arnold Zweig eröffnete, er trage sich mit dem Gedanken, eine Biographie über ihn zu schreiben, antwortete Freud mit einigen grundsätzlichen Bemerkungen:
'... erst heute ... komme ich dazu, Ihnen einen Brief zu schreiben, geschreckt durch die Drohung, daß Sie mein Biograph werden wollen. Sie, der so viel Schöneres und Wichtigeres zu tun hat, der Könige einsetzen kann und die gewalttätige Torheit der Menschen von einer hohen Warte her überschauen. Nein, ich liebe Sie viel zu sehr, um solches zu gestatten. Wer Biograph wird, verpflichtet sich zur Lüge, zur Verheimlichung, Heuchelei, Schönfärberei und selbst zur Verhehlung seines Unverständnisses, denn die biographische Wahrheit ist nicht zu haben, und wenn man sie hätte, wäre sie nicht zu brauchen.' (Freud/Zweig 1980, S. 137)"

Warum hat Freud, der es doch hätte besser wissen müssen -- er doch vor allem! --, nicht über das, was Jochen Schweizer so leichthin erkennt, nachgedacht? War es nicht doch Freuds Angst, die Deutungshoheit über das eigene Leben zu verlieren, wenn da ein anderer darüber schreibt, diese Angst, die ihn das hat sagen lassen?

Sonntag, 24. April 2011

Oster-Begebenheiten

Ein Gottesdienst morgens. Um 5 Uhr früh. Noch gerade Nacht, und ein Osterfeuer vor der Kirche. Der Einzug mit: LUMEN CHRISTI. Alle haben - fast alle haben Kerzen dabei, die angezündet und in den Bänken aufgestellt werden. Wir haben keine Kerzen, weil wir um den Brauch nicht wussten. Die Kirche ist voll. Familien mit kleinen Kindern darunter. Feierlichkeit und Weihrauch. Der katholische Ritus eben.

Ja, so ist das, nicht erst seit heute: Polen versorgt Katholisch-Deutschland mit Priestern. Es scheint, dass das Oberbayerische und das Polnische des Pfarrers eine Bindung eingegangen sind: Der Gottesdienst dauert ziemlich genau 2 Stunden. Viele Lesungen. Eine Litanei, die weit über die offizielle Heiligenreihe des Gesangbuchs hinausgeht. "Seliger Rupert Mayer" -- "Bitte für uns!"

Die Lesungen, so steht es im Gesangbuch, müssen die Begebenheit vom Gang der Israeliten durch das Rote Meer enthalten.* Ich erinnere mich nicht daran, dass das immer so war. Jedenfalls, die Geschichte ist am Ostersonntag befremdlich: Die Ägypter ersaufen gottgewollt, als sie die Israeliten verfolgen. Wieder die alte Sache: das Alte Testament ist auch eine Gewalttaten-Sammlung. (Das Neue, so schön widersprüchlich, wie es wohl für jede Heilige Schrift, die der Religionsstiftung dienen soll, obligatorisch ist, damit Theologen was zum Deuten haben: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." -- "Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert!"

Und später, wieder zuhause, im Radio, bei der dritten Tasse Kaffee, spricht ein junger Mann, Physiker wohl, davon, dass man manches halt nicht wissenschaftlich erklären könne. So glaube er, ohne Erklärung, an ein Leben nach dem Tod. (Irgendwo hier.)


---

* Die Verse:

25Und er stieß die Räder von seinen Wagen und ließ es fahren mit Beschwerde. Und die Ägypter sprachen: Laßt uns vor Israel fliehen, denn Jahwe streitet für sie wider die Ägypter!
26Und Jahwe sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, daß die Wasser über die Ägypter zurückkehren, über ihre Wagen und über ihre Reiter.
27Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kehrte beim Anbruch des Morgens zu seiner Strömung zurück; und die Ägypter flohen ihm entgegen; und Jahwe stürzte die Ägypter mitten ins Meer.
28Und die Wasser kehrten zurück und bedeckten die Wagen und die Reiter der ganzen Heeresmacht des Pharao, die hinter ihnen her ins Meer gekommen waren; es blieb auch nicht einer von ihnen übrig.

Freitag, 15. April 2011

Vorhaben und Ergebnis

Disembarrassment One

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Freud und das autobiographische Gedächtnis

Auf der Suche nach einer Idee, die ich vor mehr als 10 ahren im Internet gelesen habe. Mit Anleitung für die Daten-Sammlung, die für eine Rekonstruktion der eigenen Person in der fortgeschrittenen Zukunft dienen soll. Am Ende läuft alles auf die alte, schwierige Frage hinaus: Was ist das, was wir als Person oder dann eben als Ich bezeichnen?

Sofern es im Zuge biografischen Arbeitens zu Widersprüchen kommt oder ein feststellbares Faktum dem subjektiv Erlebten sogar deutlich entgegensteht, stellt sich die Frage nach der Wahrheit des Erinnerten und damit nach der Funktionsweise unseres Gedächtnisses. Lange Zeit wurde angenommen, das menschliche Gehirn sei zu Beginn eine Art unbelichteter Film (Tabula rasa), auf dem nach und nach die Eindrücke des Lebens originalgetreu abgebildet würden. Die Tatsache des Vergessens versuchte man mit Ermüdungserscheinungen oder Funktionsstörungen des Gedächtnisses zu erklären. Diese auch heute noch verbreitete Vorstellung geriet spätestens mit der Erfahrung an seine Grenzen, dass wir offensichtlich in der Lage sind, „falsche“ Erinnerungen zu produzieren. Größenverschiebungen (was früher groß erschien, erweist sich als klein) und Verschiebungen von Ort und Zeit sind häufig vorkommende Ergebnisse von Erinnerungen, welche die Vorstellung eines „objektiven“ Gedächtnisses erschüttern. Bereits Sigmund Freud hat daher grundsätzliche Zweifel an der Wahrhaftigkeit von Kindheitserinnerungen geäußert: „Vielleicht ist es überhaupt zweifelhaft, ob wir bewusste Erinnerungen aus der Kindheit haben, oder nicht vielmehr bloß an die Kindheit. Unsere Kindheitserinnerungen zeigen uns die ersten Lebensjahre, nicht wie sie waren, sondern wie sie späteren Erweckungszeiten erschienen sind. Zu diesen Zeiten der Erweckung sind die Kindheitserinnerungen nicht, wie man zu sagen gewohnt ist, aufgetaucht, sondern sie sind damals gebildet worden, und eine Reihe von Motiven, denen die Absicht historischer Treue fern liegt, hat diese Bildung sowie die Auswahl der Erinnerungen mit beeinflusst“.

Die moderne Neurobiologie hat die von Freud erhobenen Zweifel mit naturwissenschaftlichen Methoden bestätigt und vertritt heute ein ganz anderes Modell von der Funktionsweise des Gehirns.

Montag, 8. November 2010

John F. Kennedys Tod

Im Radio, Bayern 2, eine Sendung über John F. Kennedy, und dabei der Hinweis, dass sich viele, die damals bewusst gelebt haben, noch an den Moment erinnerten, als sie vom Tod Kennedys erfahren haben. Nun, ich erinnere mich auch. Kein ganz würdiger Ort: Es war, als ich vor dem Piss-Becken eines kirchlichen Internats stand. Eines Internats, das es nicht mehr gibt. Ich rechts außen, drei Becken weiter nach links zu sagt einer: auf den Kennedy hätten sie geschossen. Kühle, dann Kälte im Körper. Die Situation ist im Kopf und will nicht mehr heraus.

Ich weiß nun nicht, warum die Sendung heute kommt. Denn der Tod Kennedys -- das weiß ich aus bestimmten Gründen genau -- war doch am 22. November.

Immer wieder möchte ich wissen, ob es technisch möglich war, mit einem solchen Gewehr, wie es Oswald benutzt hat, auf diese Entfernung überhaupt so zu treffen. Aber das lässt sich ja mal fragen...

---

Ich hatte diese Frage in der Wikipedia-Diskussion gestellt. Obwohl zunächst geantwortet wurde, dass das doch im Artikel beantwortet sei, entwickelte sich eine sehr, sehr ausführliche Diskussion, in der das "schon beantwortet" erheblich relativiert wurde. Die Diskussion ist mittlerweile archiviert. Der Link wurde aktualisiert. 27.12.2011

Dienstag, 20. April 2010

Celebrities (Erfolgsrezept)

Sich aufgesetzt benehmen. Und dabei tief fühlen. Beides vereinen können.

Mittwoch, 14. April 2010

Reisen, Wahrnehmen, Erinnern


Vor einem Jahr auf dem Nil. Kairo. Flug Luxor. Schiff Assuan und zurück. Die Fahrt auf dem Nil. Hitze. Das absolut typische Touristenprogramm.

Deck-Umblicke. Fremde, die ich jetzt und nur hier und dann nie wieder sehe. Die eigene Familie. Nachdenken über das Reisen. Die schnellen Bilder der Digitalkameras. Der Wunsch, über den Nil-Grünstreifen hinauszugehen. Die Wüste zu durchqueren. Nur mit einer Wasserflasche in der Hand. Natürlich nicht möglich. Das Leben -- eine Reise. Ich, der ich ein Nicht-Reisender bin. Andere, die aus dem Reisen einen gehörigen Teil ihres Lebenssinns ableiten.

Die Macht der Bilder und der Metaphern.

Samstag, 29. August 2009

Stand das wirklich in der ZEIT?

Günter Kießling, von Beruf General, ist also gestorben. (Übrigens auch, nur wenig später, Toni Sailer, der österreichische Schiläufer.) Ich schreibe in die Wikipedia-Diskussion etwas hinein, mit dem Hinweis, dass das jederzeit gelöscht werden könne und solle, wenn es sich als Gedächtnis-Fehlleistung erweist. Es wird gelöscht. Und jetzt überlege ich, ob ich mich doch auf die Sache mache. Denn ich bin mir in der Sache ziemlich sicher.

Die WP-Einlassung:

Also, ich meine mich deutlich zu erinnern, dass es damals, in der Zeit der K.-Affäre, in der ZEIT einen Bericht gab, in dem ein Oberstabsarzt der Bundeswehr zu Protokoll gab, der General K. sei schon eigenartig. Bei einer Gesundheitsroutineuntersuchung sei der General im Untersuchungskittel vor ihm, dem Arzt, hergegangen und habe im Gehen onaniert. Das sei ihm, dem Arzt, komisch vorgekommen.

Das ganze wäre völlig nebensächlich, wenn nicht gelten würde: Entweder sind die Oberstabsärzte der Bundeswehr plemplem oder die Generäle. Vorausgesetzt immer, mein Gedächtnis spielt mir da keinen Streich. Ich halte zu Gute: So einen Quatsch erfindet man doch nicht! Hat es vielleicht jemand gelesen und hat die genaue Stelle parat?

Donnerstag, 8. Mai 2008

Alice

Eine entfernte Frau mit einer schönen, brüchigen Stimme. Über Stefan Waggershausen komme ich dazu, wieder mal nach ihr zu sehen.
Eine unpersönliche Homepage. Die immerhin ein Kunststück ist: Man sieht dieser Seite, ohne dass das offensichtlich gemacht wird, die Enttäuschung an. Ich war doch einmal so groß! Warum habt ihr mich vergessen? Die neuen Bilder auf der Seite zeigen eine schöne, aber fremde Frau. Die mit der einstigen Alice wenig zu tun hat. Gesammelte Titelseiten zeigen irgendwo den einstigen Ruhm.
Bei YouTube singt sie noch immer Per Elisa. Ist das vielleicht -- keine hätte das seinerzeit je geglaubt -- ein autobiographisches Lied? Wer hätte denn geglaubt, dass ein Mann diese Alice je hätte verlassen können?!
---
Per Elisa - vuoi vedere che perderai anche me.
Per Elisa - non sai piu distinguere che giorno e
e poi non e nemmeno bella. (... und dann ist sie noch nicht mal schön.)
Per Elisa - paghi sempre tu e non ti lamenti.

Samstag, 12. Januar 2008

KD Wolff

Was es im Laufe des Lebens nicht so alles gibt. Auf einem recht knappen Umweg, den K. findet, ein Kontakt zu KDW. Und er ist, mit Lebengefährtin, Musikwissenschaftlerin, auf einmal zu Gast im Bauernhof. Wo er prompt auf der ausgetretenen Treppe ausrutscht und sich verletzt. Das Bewusstsein der Ironie: Wenn SDS-Führer in die Jahre kommen! Das ist eine Metapher für das und ein Trinkspruch auf das Leben als solches. Jetzt ist noch herauszufinden, ob KD der Stroemfeld-Verleger wurde, weil er er Sohn von Kurt Wolff ist. Auch Verleger. Lassen wir es langsam angehen ...
KDF -- sein notorisches Betteln sollte ihm mal jemand abgewöhnen. Es ist und bleibt eine dumme Marotte.
Später stehe ich auf der Buchmesse mal rechts von KDF, während er mit jemandem spricht. Eigentlich wollte ich ihn dann ansprechen und sorgsam und langsam auf den Bauernhof geleiten. Aber sofort war mir klar, dass ein Mann, der so vielen Menschen begegnet, daran keine Erinnerungen mehr haben wird. Also gehe ich still weiter.
---

Freitag, 4. Januar 2008

Dorothy Stratten

Eine Übung in Sachen Taxonomieisierung: Männer einteilen in Gruppen. Irgendwo diese Unterscheidung (immer mit JA / NEIN):

-- die den Playboy lesen oder gelesen haben
-- die sich an ein Playmate of the year erinnern
-- die bei der Auswahl Dorothy Stratten nennen

"Dorothy died when she was just 20 years old, on August 14, 1980. She was just on the cusp of superstardom then."