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Donnerstag, 20. September 2018

"Mitten im Leben ..."

Notiz:

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Amelie K. (†56) stürzt mit Wohnwagen über Klippe «Sie hat sich so sehr auf die Reise gefreut» CLADDAGHDUFF (IRLAND) - Bei einem tragischen Wetterunglück verlor die Zürcherin Amelie K. (56) am Mittwoch ihr Leben. Sturm Ali blies ihren Wohnwagen in Irland über die Klippe. Die dreifache Mutter hatte keine Chance

Montag, 30. Oktober 2017

Minecraft-Selbstmord?

Notizbuch: Außergewöhnliches

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Junge (9) begeht Selbstmord wegen 'Minecraft' – wie gefährlich ist das Online-Spiel? | 27.10.2017 | 11:56 | 9-Jähriger begeht Selbstmord wegen Computerspiel | Er durfte nicht in der Online-Gruppe mitspielen | Ein neunjähriger Junge hat sich das Leben genommen, weil Freunde ihn beim Online-Computerspiel 'Minecraft' nicht mitspielen ließen. Der Junge aus dem nordrhein-westfälischen Hattingen hat sich erhängt. Wie gefährlich ist Minecraft für unsere Kinder? Was ist das für ein Spiel, und vor allem: Worauf müssen Eltern besonders achten? Wir haben wichtige Tipps für Sie. | Minecraft-Spieler erschaffen eine eigene Welt | Es wird bei Minecraft nicht geballert, und es fließt auch kein Blut. Stattdessen kann der Minecraft-Spieler eigene Welten erschaffen. Das Rollenspiel gilt als pädagogisch wertvoll. Doch warum bringt sich deswegen jemand um? Wir haben das Spiel ausprobiert und festgestellt, dass man wirklich sehr leicht in Kontakt mit anderen Usern kommt. "Gerade wenn man die User kennt, kann man sich sehr schnell ausgeschlossen fühlen, wenn die nicht mit einem kommunizieren", findet RTL-Reporterin Caroline Gall. | USK-Geschäftsführerin Stössinger klärt auf | Ist Minecraft ein Netzwerk für Pädophile? | Minecraft machte schon im Juni 2016 Schlagzeilen, als ein Pädophiler über die Chatfunktion Kontakt mit einem 12-Jährigen aufgenommen und ihn entführt hatte. "Es sind sehr junge Kinder dort unterwegs. Und das ist ja genau das, was Pädosexuelle ganz oft suchen", sagt Journalistin Beate Krafft-Schöning, die auf das Thema "Sexuelle Gewalt gegen Kinder im Internet" spezialisiert hat. | Um ihr Kind im Internet zu schützen, sollten Eltern vor allem darauf achten, nie den Kontakt zum Kind zu verlieren, es nie im Internet alleine zu lassen und immer darauf zu achten, wie es ihm gerade geht, erklärt Psychologin Dr. Katharina Ohana. (rtlnext.rtl.de)

Mittwoch, 2. August 2017

Heldenmut

Die Welt ist nicht verloren, solange Rocker Immanuel Kant zitieren!

"Am Dienstag folgte dann ein weiterer Facebook-Eintrag von Björn Affa: die Einladung zur Beerdigung seines Freundes. Er bittet seine Follower, den Post zu teilen und selbst zu kommen, um Ramazan Ö. die letzte Ehre zu erweisen. | Affa bewundert den Heldenmut seines Ex-Kollegen, sich einem Mann mit Maschinengewehr in den Weg zu stellen, „damit sonst niemand zu Schaden kommt.“ | Dazu zitiert Affa Immanuel Kant: „Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.“ Der Beitrag wurde bereits fast 3000 Mal geteilt. (lhel) (derwesten.de)

Sonntag, 7. Februar 2016

Marvin und Hamdi

Wenn die Vorurteile bedient werden. -- Vorurteil: Die Presse deckt a) die Täter, b) die Migrationshintergründler, c) die Täter mit Migrationshintergrund.

"Marvin N. (24) und Hamdi H. (26) lieferten sich ein illegales Autorennen – und rasten den Rentner tot!"

Nix Genaues erfährt man erst mal nicht. Marvin und Hamdi, jaja. Woher haben die solche Protzkarren? Wo wohnen die? Wo kommen sie her?

Leserkommentar:

Hamdi und Marvin ... | Mittwoch 03 Feb. 2016 16.02 · von Hubert Bauer | ... warum bestätigen sich meine Vorurteile immer wieder? Wäre dieser Artikel auch mit den Namen Thomas und Stefan wahrscheinlich?

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"Prinz Protz ist nur einer von vielen, die zwar (ein durch das Elternhaus) dickes Portemonnaie in der Hose haben, mit Fahrerfahrung jedoch nicht angeben können. Ebenso der muskelbepackte Marvin N. Der Marzahner, der noch bei seiner Mami in der Mehrower Allee wohnt, kam extra aus dem Außenbezirk in den „goldenen Westen“, um seinen AMG-Mercedes vorzuführen. Im Foto-Netzwerk Instagram postete er immer wieder Fotos von sich und seiner PS-Maschine. Mittlerweile hat er die Bilder unzugänglich gemacht - plötzlich ist dem Raser sein PS-Wahn vermutlich peinlich. | Doch am Todes-Abend sah das noch anders aus. Auf dem Beifahrersitz saß seine 22-jährige Freundin. Zwar fuhr er schon beim „Volvo Drift Tuning Treffen Berlin“ und dem „Street Battle GTI vs TTS Streetracing Berlin“ mit, die Pferdestärken unterm Popo hatte er offenbar nicht im Griff. Ebenso wenig wie Raser Nummer 2, Hamdi H. (wegen Betrugs, Nötigung und Diebstahl polizeibekannt; er krachte in den Jeep) aus der Moabiter Turmstraße." berliner-kurier.de

Donnerstag, 14. Mai 2015

Und da draußen tobt die Welt

Eine Meldung heute, Google News / FOCUS.

"Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hat nach Geheimdienstinformationen seinen Verteidigungsminister Hyon Yong Chol abgesetzt und vor Publikum hinrichten lassen. Der Grund: Er soll bei Paraden eingeschlafen sein. Die Exekution in der Militärakademie wurde mit Flakfeuer vollzogen. | Der Hinrichtung des Ministers mit Flugabwehrgeschützen hätten am 30. April hunderte nordkoreanische Behördenvertreter zugesehen, sagte der Vize-Chef des südkoreanischen Geheimdienstes NIS, Han Ki Beom, nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss. Hyon war zu Kims engsten Umfeld gezählt worden."

Jetzt ist die Frage, ob es das jemals schon gegeben hat: eine Hinrichtung mit Flugabwehrgeschützen. Wahrscheinlich war das eine Form der Ehrenbezeugung von dem Generalsrang des Delinquenten. Vergleichbar dem Vorrecht römischer Bürger, durch das Schwert hingerichtet zu werden, nicht durch Kreuzigung und andere Sklaven-Todesarten.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Ebola-Patient

Warum wird in diesen Meldungen so ganz und gar nichts über diese Person mitgeteilt. 56 Jahre, Sudanese, ok. Arzt oder Pfleger? Wieso kam er nach Deutschland und andere nicht?

Leipziger Ebola-Patient tot - WHO veröffentlicht schlimme Prognose / 14.10.2014 17:48 // Erstmals ist in Deutschland ein Mensch an Ebola gestorben. Der 56 Jahre alte UN-Mitarbeiter erlag in der Nacht auf der Isolierstation des Leipziger Klinikums St. Georg seiner Krankheit. / Die Spezialisten dort hatten fünf Tage lang um das Leben des Sudanesen gekämpft. Die Leiche des Mannes sollte so schnell wie möglich verbrannt werden. Eine erschreckende Prognose veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation: Sie erwartet bis Dezember pro Woche zwischen 5000 und 10 000 neue Ebola-Fälle in Westafrika. (web.de)

Im Übrigen warte ich jetzt auf die Verschwörungstheorien. Wer hat Ebola verursacht und wer steuert die Krankheit: Die CIA? Die Weisen von Zion? Georg W. Bush? 

Konnte ja nur so sein: Ich hatte einfach nur noch nicht nachgesehen. Also hier, bitte! Und, wer hätte das gedacht, die Simpsons sind mal wieder ganz vorne mit dabei.

Freitag, 6. Dezember 2013

Nelson Mandela (18. Juli 1918 - 5. Dezember 2013)

In der Nacht aufgewacht und nach Nachrichten über den Sturm Xaver auf dem Kindle fire gesucht. Dabei gesehen, dass Nelson Mandela gestorben ist. Wieder dieses merkwürdige Gefühl, weil das doch heißt, dass einer, der für die Ewigkeit gemacht schien, aus der Zeit herausgenommen worden ist.


"Nelson Mandela gestorben | Ein Volk trauert um "Tata Madiba" || Die Nachricht vom Tod Nelson Mandelas hat Südafrika erschüttert. Hunderte pilgerten in der Nacht zu seinem Haus, um dem früheren Präsidenten die letzte Ehre zu erweisen. Staatschef Zuma würdigte ihn als Vater des modernen Südafrika. || "Liebe Landsleute, unser geliebter Nelson Rolihlahla Mandela, der Gründungspräsident unserer demokratischen Nation, ist verstorben." Mit diesen Worten informiert Südafrikas Präsident Jacob Zuma um kurz vor Mitternacht live im Fernsehen und im Radio die Südafrikaner über den Tod des Nationalhelden." (Jan-Philippe Schlüter, ARD-Hörfunkstudio Johannesburg)

Noch im Ohr:



Ist es verboten, das zu fühlen? Angst, dass dieses Freiheitsexperiment doch noch schiefgeht. Ist es rassistisch, wenn man hinzufügt, dass die Weißen nicht gehen dürfen, dass, wenn die Weißen vertrieben werden, Südafrika wahscheinlich zu einem zweiten Simbabwe wird?

Dienstag, 23. April 2013

Ibiza und der Tod

So geht das Leben, und so geht es zu Ende, auch bei den ehemals berühmten Leuten:

"Seit 47 Jahren ist Schauspieler Dietmar Schönherr (86) mit Vivi Bach (73) verheiratet. Es ist, als wären die zwei schon immer zusammen. Aber Schönherr hatte vor Vivi eine andere große Liebe. Begleitete sie nun sogar in den Tod. Rückblick: 1950 heiratet der damals 24 Jahre alte Schönherr die 16-jährige Ellen. 14 Jahre hielt die Ehe, dann trennten sie sich – als Freunde. JETZT IST ELLEN († 78) TOT! Sie starb in einem Krankenhaus auf Ibiza an Organversagen. Schönherr war bei ihr. Mit ihm sein Leibarzt Prof. Dr. Carlo Dietschi und Ehefrau Chris. Der Schauspieler zu BILD: „Ich habe ihre Hand in meiner gehalten. Als sie eingeschlafen war, sagte ich nur zum Abschied: Ich habe dich sehr geliebt!“ Seit der Trennung sorgte Schönherr immer gut für sie. Als seiner Ex-Frau nur eine kleine Rente blieb, unterstützte er sie finanziell. Und auch jetzt tut er alles dafür, dass Ellens letzter Wunsch erfüllt wird." (BILD am 09.02.2013 - 00:01 Uhr | J. PUTHENPURACKAL)

Und dann, von gestern auf heute: Vivi Bach.

"Die Show "Wünsch Dir was" steht als größter TV-Erfolg in der Biografie der gebürtigen Kopenhagerin, die im Alter von 73 Jahren am Montagmorgen von ihrem Mann tot im gemeinsamen Heim auf Ibiza gefunden wurde." (STERN Online)

Freitag, 16. März 2012

Idolenz, hier und heute

Ein Nachbar ist gestorben. Vollkommen überraschend. Man kannte sich, wie man so sagt, nicht sehr gut. Aber hin und wieder eine kleine Unterhaltung. Ein in diesem Rahmen vollkommen vertrauter und vollkommen selbstverständlicher Mensch. Auf einmal ist er nicht mehr da. Stille um das Trauerhaus. Die Frau des Nachbarn scheint nicht da zu sein. Erinnerung an den alten, so vollkommen richtigen Spruch, dass immer dann, wenn ein Mensch stirbt, eine ganze Welt stirbt.

Und dann?

Hey, das Leben geht weiter! Es brüllt nachgerade auf! 

Ein Blick in die BILD: Die Sonne küsst uns! Bayern darf nach Marseille! Der große Run aufs neue iPad!



Und dazwischen? 

Belgien trauert. Schweigeminute für tote Kinder.

Auch so eine Meldung. 




Die Welt, ein Narrenschiff. Ein Narrenhaus. Der Tod dazwischen. Trauer, wirkliche, nirgends mehr. Eine Art der Indolenz und der Stillosigkeit, dass einem das Gruseln ankommt.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Steve

Ich habe die Meldung heute morgen erst gelesen. Gab es sie gestern schon?

"Aktuell Wirtschaft ! Trauer um Computer-Pionier ! Steve Jobs ist tot !! Der Tod des Apple-Mitbegründers Steve Jobs hat weltweit Trauer und Bestürzung ausgelöst. Der Computer-Visionär starb am Mittwoch im Alter von nur 56 Jahren. Er hinterlässt seine Frau und vier Kinder."

Ich hatte nie ein einziges Apple-Produkt. Von Jobs habe ich gelesen, dass er zu seinen Leuten ziemlich mies war. Dass keiner mit ihm im Aufzug fahren wollte, weil Jobs immer gleich Fragen nach Erfolg und Richtigkeit des eigenen Tuns -- also, des Tuns des Mitarbeiters -- stellte. Der Mensch: Er, der Apple-Gott, fragt. Was sage ich armes Würstchen da?

Und nun -- tot. Was bleibt also? Keine Jobsschen Innovationen mehr. Wie wird es Apple in Zukunft gehen? Ratlosigkeit.

SteVanitas

Freitag, 29. Juli 2011

Der überfallene Rentner, der schießt

Der Fall liegt einige Zeit zurück. Nun ist also das Urteil da. Es bleibt, sagen wir: eigenartig. Die Berichterstattung, ebenfalls eigenartig. In ein und demselben Artikel hat der Rentner mit einem Gewehr und / oder eine Pistole geschossen.

NOTWEHR
Freitag, 29. Juli 2011 08:24

Fünf junge Männer überfielen einen vermeintlich wehrlosen Rentner in Sittensen. Doch der alte Mann griff zum Gewehr und schoss.

...

Die Räuber flüchteten, und der Rentner, ein Jäger, zückte eine Pistole und drückte mehrmals ab.

Und sprachkritisch fragen wir mal, ob man denn eine Pistole zückt. Oder doch eher nur das Messer und die Brieftasche.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Double Fantasy

Was es nicht alles gibt und man -- ich weiß es nicht:

Am 8. Dezember verließ Chapman gegen 14 Uhr das Hotel, kaufte zuerst Lennons LP Double Fantasy und dann in einem Schreibwarenladen eine Ausgabe des Romans Der Fänger im Roggen (The Catcher in the Rye) von J. D. Salinger, seine eigene Ausgabe hatte Chapman in Hawaii vergessen. Von Salingers Roman war Chapman seit seiner Kindheit besessen. Im späteren Gerichtsprozess gab er an, in diesem Buch die „Aufforderung“ gelesen zu haben, eine Berühmtheit töten zu müssen, um selber berühmt zu werden. Ein anderes Mal behauptete er, er habe vorgehabt, Salingers Roman weltberühmt zu machen.

Als die Polizei Chapman sofort nach der Tat festnahm, leistete er keinen Widerstand. Er stand ruhig und gefasst unter einer Straßenlaterne vor dem Dakota Building und las das Buch Der Fänger im Roggen.

Und auch das hat ja hohen Seltsamkeitswert. Alles ist Show und Inszenierung, auch der Tod:

Lennons mit Blut bespritzte Brille fotografierte Ono später für das Cover ihres Albums Season of Glass.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Ein Foto von bin Laden

Ein Foto von bin Laden soll her! Als ob damit irgend etwas gewonnen oder bewiesen werden könnte. Ach was, die Weltöffentlichkeit ist einfach geil auf Nervenkitzel.

Und wer es braucht: So ungefähr wird es schon aussehen. Das sollte genügen.

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Also, der Link da oben funktioniert nicht mehr. Unter www.lies.org gibt es nur die schmucklose Zeile:

"brandon's home for wayward projects"

Meine Übersetzung: ""Brandons Website für spinnerte Projekte".

AMQ


"Die wilde Schönheit von Alexander McQueen..."

Singen, das ist's. Um AMQ zu rühmen.

Merkel, Volkes Stimme

Angela Merkel wird allenthalben kritisiert, weil sie sich expressis verbis über den Tod bin Ladens "gefreut" hat. Politische Naivlinge kritisieren da. Merkel weiß, spürt, reagiert instinktiv: Sie weiß, dass sie das Gehirn eines Volkskörpers ist, der bewusstlos-instinktiv auf Meldungen wie die vom Tod bin Ladens reagiert. Dass es in dem Körper einzelne Zellen gibt, die anders fühlen, das ändert nichts am Ganzen. Er, der Volkskörper als Ganzes, empfindet eben eine klammheimliche Freude. Gegen den Volkskörper kann niemand anregieren. Das ist repräsentative Demokratie. Und weil sie weiß, was sie fühlt, und weil sie fühlt, was sie weiß, darum ist Angela Merkel Kanzlerin und -- na ja, andere eben nicht.

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Nachtrag, Theorie: Wenn wir eine eine Wissenschaft begründen würden, die Psychoanalyse, Medizin, Biogenetik mit ihren Metaphern und Modellen auf den Volkskörper anwenden würde, dann könnten wir mit einigem Fortschritt im Verstehen des Politischen rechnen. Wir würden beispielsweise fragen: Welches sind die Proteine des Volkskörpers, und was bewirken sie, diese Volkskörper-Proteine? 

Samstag, 30. April 2011

Die Fremde hier

Das Gefühl, fremd zu sein im Land, ergibt sich leicht, wenn man Leser-Meinungen zum Tod eines Bergsteigers sieht. Der vor Jahren seines 1jährigen Kindes nicht ertragen konnte und das Kind zu Tode schüttelte. Eine solche Bezogenheit auf das eigene Ich bei den Menschen. 

Die neuesten Beiträge:
heute, 16:04 Uhr von markus_wienken: .
Es werden keine menschlichen Tragödien verurteilt sondern eine Kindstötung, dass Sie den Unterschied nicht erkennen können (oder wollen) spricht nicht für Sie.

heute, 16:01 Uhr von markus_wienken: .
Danke für Ihren Beiräge. Als liebnder Vater (der sein oft schreiendes Kind nimanls gschüttelt hat) sind, bzw- waren mir die "Gemütszustände" des Vaters auch egal. Er hat sein Kind getötet, DAS muss man sich mal vorstellen.

heute, 15:58 Uhr von digiti: Loretan
Um einige Dinge klarzustellen: Erhard Loretan hat NICHT gewusst, was er tut. Folgerichtig wurde er wegen fahrlässiger Tötung und nicht wegen Totschlags oder dergleichen verurteilt. Er hat der Veröffentlichung seines Namens

heute, 15:32 Uhr von cosomo: Erhard Loretan
Ich finde es nicht richtig, dass hier einige den Privatmann Loretan und den Bergsteiger Loretan über den selben Kamm scheren. "Am Berg hatte er Nerven wie aus Stahl, im Privaten hält er nicht mal das Geschrei seines Kindes aus..."

heute, 14:06 Uhr von Christofkehr: Superlativ
losse hübbe - lass sie springen, sagt man bei uns. Wenn einer so hoch hinauswill und einen Satisfaktionsgewinn daraus zieht, so wollen wir ihn ziehen lassen. Wenn er das vermarktet, dann sind wir die Blödmänner im TV-Sessel mit ...

Freitag, 18. Februar 2011

Das tötende Tier in dir

Im Bayerischen Rundfunk eine Sendung über ein Buch von dem israelischen Historiker Daniel Blatman. Wie normale Menschen am Ende des 2. Weltkriegs KZ-Flüchtlinge ermordet haben. Keine aufs Töten gedrillten Bestien, nicht einmal auf Himmlersche Menschenkälte fanatisierte SS-Männer. Fazit: Die richtige Zeit und Situation vorausgesetzt -- du wärst wahrscheinlich dabeigewesen!

Ein Fall wird genannt, den ich leicht im Internet finde. Wichtig dabei: Das waren 'normale Leute', die das mit dem Morden in Szene gesetzt haben. (Dass ich das so formuliere, ist kein Versehen: Es wurden ganz offenbar Aufführungen vor der "Volksgemeinschaft" veranstaltet.)

Neues Buch über Todesmärsche

Die letzten Tage des Dritten Reiches: Tausende KZ- Häftlinge schleppen sich durch deutsche Dörfer. Wer nicht weiter kann, wird erschossen. Doch es sind nicht nur SS oder Wehrmacht, die morden. Auch ganz normale deutsche Bürger jagen die Häftlinge. Diese Verbrechen beschreibt der israelische Historiker Daniel Blatman in seinem jüngsten Buch "Die Todesmärsche 1944/45".

Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibber Feldscheune bei Gardelegen
→ Hauptartikel: Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibber Feldscheune
Am 13. April 1945 wurden in der etwas außerhalb der Stadt gelegenen Isenschnibber Feldscheune 1016 KZ-Häftlinge ermordet. An der Bewachung und Ermordung waren KZ-Wachmannschaften, Luftwaffensoldaten und Angehörige des Reichsarbeitsdienst beteiligt. Der Hauptverantwortliche für den Massenmord war der NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele, der zwar 1946 in der SBZ in Abwesenheit verurteilt wurde, aber in der späteren Bundesrepublik untertauchen konnte und 1994 als „unbescholtener Bürger“ unter dem Namen „Gerhard Lindemann“ in der Nähe von Bochum starb.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Sprache, Witz und Tod

Ich komme nicht jeden Tag auf das Stichwort Zyankali. Hier war es mal wieder so weit, ein neues Bild des Zyankali-Schluckers Heinrich Himmler aufgetaucht sein soll. Und ein wenig herumschauen bringt dann Fragen über Fragen und auch einige Entdeckungen. Die zum Beispiel: dass Menschen sich instinktiv in Witzischkeit flüchten, um nicht fühlen zu müssen. Manchmal kommt dann tatsächlich was raus, was auch ich witzig finde. Beispiel, wenn aus einem fehlenden Spatium ein schönes konstruiertes Missverstehen wird:

Dicky Fox
hab mal 217-jährige gekannt, die sich das gebastelt und genommen haben. :(
Eine Sauerei. Bei so alten Leuten sollte es das auf Rezept geben.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Magie der Vergangenheit

Dieses Gedicht, das ich einmal in der Schulzeit auswendig gelernt habe, suche ich schon seit längerem. Es war nicht im Internet zu finden, und den Bergengruen-Gedichtband habe ich nicht und auch nicht das Lesebuch von damals. Jetzt, da es gleich mehrfach vorhanden ist, kopiere ich es einfach.

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Werner Bergengruen
Weil alles erneut sich begibt


Aus dem Dunkel, das lind dich umschließt,
aus dem Naß, das dich nährend umfließt,
mach dich auf, tritt hinaus aus dem Schoß.
Dann das Licht ist so süß und so groß.


Wenn die Wölbung des Schlafes zerbricht,
tritt hinaus in das östliche Licht,
in den Tau, der die Sohlen dir kühlt,
in die Luft, die so blau dicht umspült.


Und du fühlst, wie der Atem beglückt.
Die Wiese ist rötlich geschmückt.
Und ein silberner Mittag beglänzt
den Hang, der mit Reife sich kränzt.


Doch bevor noch ein Strahl dich versengt,
hat kühl sich der Schatten verlängt,
und grünlich verfärbt sich der West,
da der Tag seine Gäste entlässt.


Was dich schreckte und scheuchte, vergiss.
Denn die Erde ist treu und gewiß.
Und du weißt dich vom Dunkel geliebt,
weil alles erneut sich begibt.


Und so trittst du vertrauend hinein
in die Nacht, in den Tod, in den Stein.
In den Sand, in den Schiefer,den Ton,
in den Wein, in das Öl, in den Mohn.

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Nachtrag: Eigentlich hänge ich an den Gedichten meiner Kindheit und Jugend. Hier aber fällt es schwer: Die Darstellung ist doch arg schwülstig und auch -- von einem existentialistischen Standpunkt aus betrachtet -- von einer heute nur schwer nachzuvollziehenden Pseudo-Tröstlichkeit: Du kommst aus dem Uterus, findest das Leben hell und toll, und wenn es zu Ende geht -- so what! Dann geht es eben zurück ins Leblose. Aber können wir uns wirklich trösten damit, dass wir, unsere letzten materiellen Bestandteile, wieder was anderes, Organisches oder Anorganisches, werden? Dass wir Stein, Sand, Schiefer, Ton, Wein, Öl, Mohn werden? Das soll uns trösten?!

Montag, 8. November 2010

John F. Kennedys Tod

Im Radio, Bayern 2, eine Sendung über John F. Kennedy, und dabei der Hinweis, dass sich viele, die damals bewusst gelebt haben, noch an den Moment erinnerten, als sie vom Tod Kennedys erfahren haben. Nun, ich erinnere mich auch. Kein ganz würdiger Ort: Es war, als ich vor dem Piss-Becken eines kirchlichen Internats stand. Eines Internats, das es nicht mehr gibt. Ich rechts außen, drei Becken weiter nach links zu sagt einer: auf den Kennedy hätten sie geschossen. Kühle, dann Kälte im Körper. Die Situation ist im Kopf und will nicht mehr heraus.

Ich weiß nun nicht, warum die Sendung heute kommt. Denn der Tod Kennedys -- das weiß ich aus bestimmten Gründen genau -- war doch am 22. November.

Immer wieder möchte ich wissen, ob es technisch möglich war, mit einem solchen Gewehr, wie es Oswald benutzt hat, auf diese Entfernung überhaupt so zu treffen. Aber das lässt sich ja mal fragen...

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Ich hatte diese Frage in der Wikipedia-Diskussion gestellt. Obwohl zunächst geantwortet wurde, dass das doch im Artikel beantwortet sei, entwickelte sich eine sehr, sehr ausführliche Diskussion, in der das "schon beantwortet" erheblich relativiert wurde. Die Diskussion ist mittlerweile archiviert. Der Link wurde aktualisiert. 27.12.2011