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Sonntag, 9. Januar 2022

Politischer Kitsch

In der Süddeutschen war zu lesen:

Poesie. Dichterin gesucht. 3. Januar 2022. Poesie: Auf Joe Bidens Amtseinführung begeisterte die Rede der jungen Poetin Amanda Gorman das Publikum. Auf Joe Bidens Amtseinführung begeisterte die Rede der jungen Poetin Amanda Gorman das Publikum. Die Politik poetischer und die Poesie politischer machen: Deutschland braucht eine Parlamentspoetin. Gastbeitrag von Mithu Sanyal, Dmitrij Kapitelman und Simone Buchholz

Sowohl der neuen Bundesregierung als auch den Menschen in diesem Land stellt sich für die nächsten Jahrzehnte eine ebenso vielschichtige wie klare Frage: Wie bauen wir Brücken, wie heilen wir die Risse in unserer Gesellschaft, wie lassen wir alle, die in Deutschland leben, an der Gestaltung unserer Demokratie teilhaben, wie brechen wir unbrauchbar gewordene Strukturen auf, weil sie nur einem geringen Teil der Bevölkerung nutzen, allen anderen aber schaden, und wie machen wir - daraus folgend - nicht nur die Mitte Europas, sondern am besten den ganzen Kontinent zu einem friedlicheren, gerechteren, klimarettenden Ort?

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Darauf im CICERO:

Dichtung im Bundestag. Die Geburt des Strebers aus dem Geiste der Gesinnung. Drei Autoren fordern in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung die Einrichtung des Amtes einer „Parlamentspoetin“ für den Deutschen Bundestag. Möglichst divers soll sie sein. Herauskommen kann dabei bestenfalls Kitsch, schlimmstenfalls Staatskunst. Von Sophie Dannenberg. 7. Januar 2022

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Und ein Kommentar dazu:

"Herauskommen kann dabei bestenfalls Kitsch, schlimmstenfalls Staatskunst."

Ein guter, klarer Kernsatz! 

Ich habe ohnehin das Gefühl, dass Mithu Sanyal, Dmitrij Kapitelman und Simone Buchholz einfach mit ihrer Idee nach Pfründchen schielen und bei der Vergabe des Parlamentspoet:innen-Pöstchens mitmischen möchten. 

Und weil die SZ den Artikel noch einmal mit dem Bild der fashionablen "jungen Poetin Amanda Gorman" aufmacht -- warum wagt eigentlich niemand hierzulande zu sagen, dass deren Eloge bei der Biden-Einführung nach deutschen literarischen Maßstäben einfach Kitsch war und ist? Die Normen unterscheiden sich halt. In den USA hängt ja auch, wer was auf sich hält, eine US-Flagge vors Haus. Was wäre, wenn ich das hierzulande mit einer Deutschlandfahne machen würde?

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Donnerstag, 10. Oktober 2019

"Dem Horizont so nah"

Ich hatte gehofft, dass ich mich irre ...

Und: Nein, ich möchte ja für den deutschen Film sein! Ich möchte ihn fördern. Aber er soll verdammt noch mal nicht so extrem provinziell und nur-deutsch sein!

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Ich gehe auf stern.de, und da ploppt, ich kann es nicht verhindern, eine Seite auf. Werbung für einen Film. Mit einer Profi-Stimme, die einfach eine deutsche Profi-Stimme ist. Ich hatte gehofft ... Kalt, übergenau, so professionell eben, diese Stimme. Wie bei italienischer Werbung, bei der ich auch immer denke: Wo haben sie nur diese Sprecher her. So redet doch niemand in Italien. Und dann das Bild erst! An die Seele greifend. Da, wo ich nicht möchte, dass Bilder hingreifen.


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Dem Horizont so nah || Starttermin 10. Oktober 2019 (1 Std. 57 Min.) Von Tim Trachte. Mit Luna Wedler, Jannik Schümann, Luise Befort. Genres Drama, Romanze. Produktionsland Deutschland.

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Dieser Titel dann auch noch! Diese Filmtitel-Poesie! "Ein Mann sieht rot". "Tödliche Weihnacht".

Tim Trachte? Wer ist Tim Trachte?!

Tim Trachte [* 1976 in München] absolvierte 1996 seinen Zivildienst als Rettungssanitäter und studierte danach bis 1999 Dramaturgie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach einer anschließenden Tätigkeit und Ausbildung zum Filmeditor in New York, studierte er von 2002 bis 2007 an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) in der Abteilung III, „Film und Fernsehspiel“, szenische Regie. || Trachte gewann mit seinem zweiten Spielfilm „Davon willst du nichts wissen“, einem Psychothriller, den World Showcase Award für den besten internationalen Spielfilm auf dem Soho International Film Festival 2012. (Wikipedia)

Rettungssanitäter. Psychothriller. Das ist doch schon mal was! Ich will auf keinen Fall mit Vorurteilen beladen durch die Welt gehen. Ich werde versuchen, mir „Davon willst du nichts wissen“ anzusehen. Auch wenn ich beim ersten Bild -- Problemfamilie am Küchentisch -- schon wieder vor dem so unsäglich Deutschen davonlaufen möchte. (titelbach.tv)


(Na gut, das könnte auch ein schwedischer Film sein. Aber kein US-amerikanischer. Soviel Sozialpsychologie-Seminar in einem einzigen Bild wäre da nicht möglich.)

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Und wieder mal meine Frage: Wovon leben Regisseure eigentlich zwischen ihren Filmen? Bekommen sie wirklich so viel Geld für einen Film, dass sie Jahre überbrücken und sich ein gutes Monatsgehalt auszahlen können?

Sonntag, 31. März 2019

ohmymag.de -- Nein!

Seite nicht -- nie mehr aufrufen! Verkauft Leser für dumme, übertriebene Werbung. Die üblichen kleinen Neugiergeschichten, die anlocken und auf der Seite halten sollen...

www.ohmymag.de

Wie üblich auf dem Smartphone noch schlimmer als auf dem großen Bildschirm.


Na ja. Vielleicht das, was manche Leser wollen.

Ansonsten: Von Google lernen, heißt siegen lernen! Dezent bleiben! Fällt manchen Seiten-Machern so undendlich schwer.

Sonntag, 18. Februar 2018

Werbung: Der STERN ...

... macht vor, wie man eine Web-Seite kaputtmacht.


Die Kärcher-Werbung lässt sich auch nicht entfernen. Und dann noch die Münzen ... Ergebnis: Nix wie weg von dieser Seite!

Wiederholung: "Von Google lernen, heißt siegen lernen!" 

In diesem Fall heißt das: Wie man dezent wirbt, den Menschen nicht auf die Nerven geht. Dann kann man es sich sogar leisten -- Google macht es vor -- manchmal auf Werbung ganz zu verzichten. Bzw. sie so geschickt zu verstecken, dass sie nicht auffällt. Wenn auf Bücher zu einem Thema verwiesen wird -- ja, da will ich doch tatsächlich wissen, welche Bücher es gibt.

Freitag, 24. März 2017

Die Explosion einer Wasserstoffbombe

Unterlegt mit getragen-kraftvollen Tönen: Die Explosionen von Wasserstoffbomben, digital aufbereitet.



Menschliche Zerstörung, ein ästhetisches Ereignis, wie in jedem guten Katastrophenfilm?

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Physicist declassifies rescued nuclear test films | The U.S. conducted 210 atmospheric nuclear tests between 1945 and 1962, with multiple cameras capturing each event at around 2,400 frames per second. But in the decades since, around 10,000 of these films sat idle, scattered across the country in high-security vaults. Not only were they gathering dust, the film material itself was slowly decomposing, bringing the data they contained to the brink of being lost forever.

Dienstag, 21. April 2015

Schöne Männer

Wenn man das Leben einmal, vorübergehend, von der Politik trennen will, dann sollte man eine Frage wie diese stellen: Kann man man männliche Schönheit quantifizieren? Reihen erst mal? Was eine der schlichten Formen der Quantifizierung ist. 'Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?' Oder auf der Welt. Wenn schon, denn schon!

Versuchen wir´s doch mal!


Wenn Sie die Herren größer sehen möchten, dann auf das Bild klicken! Und dann bei Lui abstimmen.

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Nachtrag: Wer sagt´s denn!

"REGIONALES ATTRAKTIVITÄTS-STUDIE | Die Vermessung der perfekten weiblichen Brust | Von Inge Hufschlag || Attraktivität ist messbar – und das nicht nur im Gesicht. Auch für das Ideal der weiblichen Brust gibt es eine Formel. Was eine schöne Brust ausmacht, ist deshalb nun nicht mehr nur Ansichtssache." (WELT 22.04.2015, 28. Im Moment noch hier.)

Da finde ich die Sache mit meinen Männergesichtern aber interessanter!

Sonntag, 3. Februar 2013

Inglourious Basterds

Diesen Film, zum zweiten Mal, als seltsames Erlebnis mit 16jährigen angesehen. Bizarre Situation: weil andere Erwachsene diesen Film für akzeptabel erachteten und ich fand, dass ein Erwachsener dabeibleiben sollte. Beurteilung eines Erwachsenen (= von mir): Ein unsägliches, unsinniges Machwerk. Dann: Die Voraussage, dass die Nazis irgendwann für Kostümfilme herhalten werden, beginnt sich zu erfüllen. Schließlich: Wenn es einmal die Kategorie der "ästhetisch vorbereiteten kollektiven Gehirnerweichung" geben wird, dann wird man diesen Film als Präzedenzfall nehmen. Aber eben -- wenn die Mehrheit ein Machwerk zum Erfolg macht, dann hat das Machwerk Konjunktur, und die, die nie ein eigens Urteil hatten, heulen still vor sich hin, immer weiter mit der Meute.

Was nicht heißt, dass Terantino nicht eine neue Art von Kino geschaffen hat. Aber er hätte bei Phantasiestoffen wie Kill Bill! bleiben sollen. Das gibt es eben auch: dass einer großes neues Kino kreiert und anschließend und zwischendurch mal Hirnriss produziert.

Montag, 6. August 2012

Fraktalfinsternis


Freitag, 27. April 2012

Urlaubsgrüße (angeeignet)

Es gab da mal einen CDU-Politiker. Ein schöner Mensch war das. Keine Frage. Wie hieß er doch gleich wieder? Na... Ich komm gleich drauf.(* Also dieser schöne Politiker, der klagte eines Tages über die Studenten, diese Alt-, Spät und Sonst-Achtundsechziger. Und das tat er nicht, indem er auf deren politische Thesen einging. Nein, der mokierte sich über das Aussehen dieser Leute. Die nicht so schön waren wie er.

Hier habe ich nun etwas gefunden, was diesem Politiker-Statement nahekommt. Nein, es übertrifft! Ein junger, schöner, schlanker Mensch kritisiert, dass ihn, und das im Urlaub! -- seine Umgebung, der menschliche Teil davon, in seinem ästhetischen Empfinden beleidigt habe.

 "Erst wenn man sich, sagen wir im Urlaub, auf eine Bank setzt und sich umschaut, bemerkt man , daß man umgeben ist von häßlichen Menschen mit Schwabbelbäuchen, krummen Beinen, rot angelaufenen Gesichtern, die einen das Fürchten lehren, wenn man es nicht schon längst könnte. Diese demonstrative Häßlichkeit kommt aber erst zur vollen Gestalt durch das, was man früher Kleidung genannt hätte. Heute ist es die Kopie kleinkindlicher Verhüllungen, etwa bis zum Knie gehender Hosen, unter denen weiße Beine staksen, oder Ringelhemden oder aufgequollene Latschen, die alle ausdrücken sollen, daß man jung und sorgenfrei sei, obwohl es sich durchweg um eine Mischung von Geschlagenen und solchen handelt, die an der Hand ihrer Mutter die ersten Gehversuche machen. Es ist natürlich eine Beleidigung der Augen, aber wohin man die auch wendet, findet man ähnliche Bilder. Allesamt zeigen sie die gleichen dicken Babies, an einer Eisportion lutschend, die sich schon in süße Rinnsale auflöst und an ihnen herabtropft."

Wollen wir das nun das Ergebnis einer feinen, empfindsamen Beobachtungsgabe nennen. Oder ist das, geschrieben von einem Menschen, der eines Tages, wenn er nicht vorher stirbt, alt und runzelig sein wird, nicht das Zeugnis eines doch eher schlichten Gemüts?

(Ach Gott, nein, kein Beleg. Wer wissen will, wer das geschrieben hat, der soll suchen.)
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(* Ach so, Dr. Alfred Dregger (*1920 in Münster; † 2002 inFulda) war das.

Donnerstag, 22. März 2012

Intuition, visuelle

Ein Gedanke am Morgen, beim Durchblättern des neuen ZEIT-Magazins, als ich eine Anzeige der Firma Tempur. Matratzen und Kissen sehe (ZEIT-Magazins Nr. 3 / 2012, S. 23). 

Welches der beiden Bilder ist "irgendwie richtiger aufgehängt"?



Wie geht eine empirische, nach allen Regeln der demoskopischen Kunst gefertigte Untersuchung dieser Frage aus? Gibt es eine Gesetzmäßigkeit jenseits des Zufallsbefunds? Wenn ja: Was drückt sich in dem Ergebnis, absolut gesehen und wenn man es differenziert*, aus? Ergibt sich ein Unterschied, wenn man die beiden Bilder einmal gleichzeitig und in einer anderen Studie mit einem zeitlichen Abstand nacheinander präsentiert?

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|* Differenziert nach Geschlecht, Alter, ..., Einkommensklasse, ..., politischer Überzeugung, ..., usw.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Die USA siegen. Immer. Via Hollywood.

Weil wir gerade bei diesen heiklen Themen sind -- hab ich schon diese Vermutung geäußert: Die Attentäter von 9/11 sind der Dramaturgie der Hollywood-Filme gefolgt. Sie konnten sich einfach dem, was die USA vorgeben, nicht entziehen.

*BumKrachBum-VieleFlammenUndNochMehr-Einstürz*

Atta und die Leute um Mohammed Atta haben nur gezeigt: Ästhetisch haben die USA selbst in der Niederlage gesiegt!

Mittwoch, 21. September 2011

Wenn einem ein Gedanke ins Gehirn kommt...

.., beim Bettaufschütteln etwa, dann ist das Internet wieder mal Fluch und Segen zugleich! Hausstaubmilben im Bett. Ja, gut. Aber kaum mal nachgesehen erschrickt man dann doch:

"Die Hausstaubmilben (Dermatophagoides) sind eine Gattung der Milben, die zu den Spinnentieren zählen. Die häufigsten Haus- staubmilbenarten sind Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae. Weltweit gibt es etwa 150 Arten. Sie sind ca. 0,1 bis 0,5 mm groß und haben acht Beine."

Und es sind, möchte man hinzufügen, jedenfalls unter der Ästhetik des Menschen betrachtet, Hausstaubmilben gar grässliche Gesellen.


Bild: Wikipedia

Sonntag, 28. August 2011

Kate Moss

Woher kenne ich nur Kate Moss? Es ist kein Zweifel, ich kenne dieses Gesicht! Bin einer Frau mit einem solchen Gesicht begegnet.

Sahib Schäfer und die Tibeter, König Hitler -- wie es in Tibet Brauch ist.

Montag, 18. Juli 2011

Frauen-Fußball-WM: Schöne Spielerinnen

Es macht sich allenthalben Correctness breit, nicht nur politische. Das ist unglaublich nervig. Nicht allein, weil sich da die alte Triebunterdrückung in neuem Gewand Bahn bricht, sondern auch, weil auf diese Weise die Realität verfälscht wird. Also denn -- ein Faktum ist, dass wir Menschen nicht nur nach ihren beruflichen Leistungen beurteilen, sondern auch nach ihrem Aussehen. Das ist natürlich. Wer das negiert, verfälscht die Wirklichkeit.

Unter dieser Voraussetzungen und wohl wissend, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt, aber auch wissend: halt nur in einem gewissen Umfang -- das waren für mich die hübschesten Japanerinnen der WM:

安藤 梢

熊谷 紗希


Und natürlich war Hope Solo die Augenweide. Wobei ihr offizielles Foto ziemlich schräg ist, geschuldet wohl dem US-Reflex des Keep-Smiling. (Hope Solo ist ja, und das macht sie zumindest für Europäer schön, immer irgendwie ernst. Fast ein wenig melancholisch sieht sie normalerweise aus. Das triggert den Erlöse-mich-Mechanismus in europäischen Männern.)



So ungefähr habe ich Hope Solo eher gesehen.


Die offizielle Foto-Galerie gibt es hier.

Mittwoch, 4. Mai 2011

AMQ


"Die wilde Schönheit von Alexander McQueen..."

Singen, das ist's. Um AMQ zu rühmen.

Die schönste Frau setzt sich durch

Was ist Schönheit, weiblich zumal? Es ist diese Frage nicht so schwierig wie es auf den ersten Blick aussieht. Und merke: So funktioniert das Leben.

"Als Darstellerin der schönsten Frau der Antike hatte sie sich gegen 3000 Bewerberinnen durchgesetzt."

Donnerstag, 27. Juli 2006

Die schönen Beine der Frauen

Mein Freund M. schrieb schon vor einer Woche eine Mail. Im Zentrum, daß er jetzt endgültig einen Verein gründe, der sich der Frage widme, was denn die Schönheit von Frauenbeinen ausmache. Ganz empirisch aufgebaut die Sache, natürlich später mit Website usw. Zwei Beispiele hat er vorbereitet. Das Bild links zeige ein Frauenbein, das manche gewiß für schön hielten; er, M., aber nicht. Denn da sei die sog. Muskelkuhle am Unterschenkel, an den, mal technisch gesprochen, oberflächlichen Flexoren. Wenn auch schwach ausgeprägt. Aber dennoch, deutlich sichtbar. Diese Stelle aber müsse, wenn ein Bein schön sein solle, absolut durchgängig sein und eine einheitlich fein geschwungene Kurve bilden. So wie rechts auf dem Bild. Wobei auch hier das Ideal freilich noch nicht erreicht sei. Denn die Oberschenkel seien eine Idee zu stark ausgebildet.

Ich habe zurückgeschrieben, daß ich vorläufig noch nicht Mitglied in dem Verein werden wolle, seine, des Vereins Bemühungen aber jederzeit mit viel Sympathie verfolgen werde.


Nachtrag am 6. April 2008: Ich höre soeben, dass Christoph Drösser in seinem Buch "Mathematikverführer" angibt, wie man den besten Blick auf Frauenbeine erhält. Wohl ein Teil der elementaren Stereometrie. -- Eine Frage an die Mathematiker habe ich mal bei Wikipedia unter dem Stichwort Kurvendiskussion gestellt. Mal sehen.


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Nachtrag am 05.04.2012: "... Beine sind Moranes Leidenschaft. Bereits seit seiner Jugend interessiert er sich für Frauenbeine. Er beginnt, einen autobiographischen Roman zu schreiben, und lässt seine Frauenerlebnisse von Jugend an Revue passieren. Nach der Fertigstellung seines Buches bietet er es vier großen Verlagen an. Auf Grund des persönlichen Einsatzes der Lektorin Geneviève Bigey wird es angenommen, und er beginnt eine Affäre mit ihr, als sie ihn in Montpellier besucht. Nachdem sie wieder nach Paris zurückgekehrt ist, wird Morane vom Auto angefahren, als er auf der Straße den Beinen einer anderen Frau nachschaut. Er stirbt schließlich im Krankenhaus, als er versucht, mehr von den Beinen einer Krankenschwester zu sehen, und dabei seine Infusionsschläuche herausreißt." 


(Zu: 'Der Mann, der die Frauen liebte' (Film von François Truffaut. 1977. Wikipedia)

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06.04.2022 Nach längerer Zeit gefunden: perfekte Beine, was die Flexoren angeht! Aber auch sonst ...