Sonntag, 30. November 2008

Elke

Eine Nachricht der WELT.
Mit einem Bild, das das unterschicht-schnoddrige, doch eben auch lesende und geistig bewegte ewige Mädchen Elke Heidenreich als ältere Frau zeigt. Es ist zum Sentimentalwerden! Auch das eigene Leben geht dahin. 
Zurück zur Sache!

LITERATUR-TV
Elke Heidenreich nennt ihren Rauswurf "idiotisch"
28. November 2008, 12:40 Uhr
Nach ihrem Rauswurf beim ZDF verlegt Elke Heidenreich ihre Literatursendung "Lesen!" ins Internet. Künftig will die 65-Jährige jeden Monat eine neue Ausgabe auf einem Internetportal präsentieren. Erstmals gab die Kritikerin auch Fehler bei ihrer Kritik am ZDF zu. Grundsätzlich leid täte ihr diese aber nicht.

Frau Heidenreich hatte kurz übesehen, dass mit Institutionen, die sich front-end quasi, auf den Bildschirmen, immer leutselig geben, auf der Ebene der Verträge und der Administration nicht zu spaßen ist. Da mag man noch so bekannt und beliebt sein. Da zeigt das ZDF mal eben, wo Bartel den Most holt: "Du hättest keine Berühmtheit, Elke, wenn sie dir nicht von uns, dem ZDF, gegeben wäre...!" Wenn Sie die Anspielung bitte verstehen wollen...? Wenn nicht -- auch egal. "Also können wir, das ZDF, dir den Großteil deines Ruhms auch wieder wegnehmen." Siehste!
Anschließend wird uns -- wird mir gleich klar, dass ich von den geldlichen Größen in der Wirtschaft mal wieder rein gar nix verstehe. Nie hätte ich gedacht, dass eines Internet-Video-Sendung solche Honorare zahlen will -- zahlen kann -- zahlt. 

Aufgezeichnet werde "Lesen!" künftig mit rund 40-köpfigem Publikum und einem prominenten Gast in ihrer Kölner Lieblingskneipe "Backes". Die sei viel gemütlicher als das kühle Fernsehstudio, außerdem könne man da besser Bier trinken. Und den permanent unter Zeitdruck setzenden ZDF-Aufnahmeleiter sei sie nun auch endlich los. Den müsse sie als Dame im gesetzten Alter sich nun wirklich nicht mehr antun. Man dürfe sich keine falschen Vorstellungen von dem Internetformat machen. Da kämen "nicht zwei Hanseln" in ihre Küche und filmten sie mit der Handykamera. Und um auch die letzten Zweifel am Wert des neuen Formats auszuräumen, setzte sie hinterher, sie werde bei "litcolony.de" keinen Cent weniger verdienen als beim ZDF. Eher mehr.

"... sie werde bei 'litcolony.de' keinen Cent weniger verdienen als beim ZDF. Eher mehr." 
Ja da schau her! Die freie Wirtschaft! Woher haben die nur das Geld? In diesen Zeiten!

Freitag, 28. November 2008

Bandmitglieder dröge bis doof-gelangweilt

Spät geworden. Und zum Nachteinstieg komme ich noch auf ein Video. Eine Band -- stumm. Meine Soundkarte ist kaputt. Und endlich sage ich mir: Das musst du einfach mal festhalten!
Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass Bandmitglieder dröge bis doof-gelangweilt schauen müssen, während vorne der Lead-Sänger mit Grimassen herumhampelt?
Was bin ich dann dankbar, wenn der / die Frontman / -woman gelegentlich Kontakt zu seinen / ihren Hinterleuten aufnimmt. Sie ermuntert mitzumachen.
Unnachahmlich menschlich: Hubert von Goisern und die Alpinkatzen, wie er mit dieser drall-schönen Frau das Duett gesungen hat. Aber halt: Der Schnee von gestern schon wieder.

Donnerstag, 27. November 2008

Online-Durchsuchung

Das halten wir mal fest, und es wird vor allem dei FDP und Frau Leutschnarrer-Heusenberg (oder so) überraschen:

"Online-Durchsuchung: 57% der Deutschen sind dafür
Am 28. November berät der Bundesrat über die Neufassung des BKA-Gesetzes, welches auch die umstrittene Online-Durchsuchung mit sich bringt. Unter den Bundesbürgern scheint die Online-Durchsuchung dabei nicht allzu unbeliebt zu sein.

Wie aus einer Umfrage des ZDF-Politbarometers hervorgeht, halten 57 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung die Online-Durchsuchung für "grundsätzlich richtig". Immerhin 39 Prozent der Befragten gaben an, dass sie grundsätzlich gegen die heimlichen Durchsuchungen durch das BKA sind.

Die meisten Befürworter für die Online-Durchsuchung finden sich mit 67 Prozent unter den Wählern der CDU/CSU. Auch unter Anhängern der FDP ist die Befürwortung mit 65 Prozent noch ziemlich hoch. Unter Wählern der SPD (52 Prozent) und der Linkspartei (50 Prozent) herrscht diesbezüglich eher Unentschlossenheit.

Die größte Abneigung gegen die heimlichen Online-Durchsuchungen findet sich unter den Wählern der Grünen. Hier gaben in der Umfrage lediglich 30 Prozent an, dass sie dafür seien. Kritik am BKA-Gesetz kommt derzeit vor allem von Ärzten und auch vom Branchenverband BITKOM (wir berichteten)."

Interessant, was dann von den WINFUTURE-Nutzern, die sich zu Wort melden, eingewendet wird! Mal ein wenig überspitzt gesagt: a) Dass nicht nur sie und die, die ihrer Meinung sind, befragt worden sind, macht die Umfrage sinnlos. b) Die Menschen sind durch Schäuble-Panik-Mache verführt worden. Nur darum sind 57% dieser Meinung. 

Was bleibt als Konsequenz? Das geistig minderbemittelte und darum so leicht verführbare Volk für blöd erklären und abschaffen und anschließend durch ein den WINFUTURE-Nutzer-Ansprüchen entsprechendes anderes ersetzen.

Geheinmis?

Irgendwann werden wir eine Entdeckung machen, die viele erstaunen wird. So wie wir heute nicht begreifen, wie kluge Leute im Mittelalter den Horizont des Meeres nicht mit der Erdkrümmung und letztlich mit der Kugelgestalt der Erde in Verbindung gebracht haben, so werden sich dann die Menschen fragen, warum wir den Wahr- nehmungsprozess und seine Eigenheiten -- die wir schon gut, wahrscheinlich nahezu vollständig beschrieben haben, nicht als Hinweis auf das Eigentliche verstanden haben - auf das Eigentliche, das die Zukunftsmenschen dann kennen und benennen werden.
Mal ein Beispiel: Ich habe irgendwo in einer Überschrift geschrieben und lese das, einfach so, nicht auf Fehlersuche:
Geheinmis
Ich bin schon von der Seite weg, als mir klar wird: Da hat etwas nicht gestimmt! Was?
Ich blättere zurück, muss mich konzentrieren, erst dann sehe ich den Tippfehler. Was ist mein Bewusstsein, wenn es mit Vorbewusstem und Intuitivem auf diese Weise zusammenarbeitet?

Mittwoch, 26. November 2008

Wer ist's?

Dieser Mann ist nicht wirklich weltberühmt. Doch was ihm an Ruhm fehlt, macht er durch eine bestimmte Form der Exoktik wett: Er hat 12 Ehefrauen. Doch damit nicht genug ...

Bild 18 von 18
Einer Dreizehnten wurde die Aussicht auf die Ehe mit dem König ebenfalls bereits gestellt. Beim traditionellen 'Schilfrohrtanz der barbusigen Jungfrauen', an dem 4000 Frauen teilnahmen, entdeckte er im Jahr 2005 die damals 17-jährige Studentin Phindile Nkambule. Er verfügte per Dekret, sie zu heiraten, sobald sie von ihm schwanger sei."


PIS-A, PIS-B und PIS-C

Ich schlage vor: Die unten einkopierte Meldung der WELT lassen wir einmal so stehen und machen uns, wie gefordert, so unsere eigenen Gedanken.
"Ganz am Ende der Sendung, die Maischberger abschließend als „Materialsammlung zum Thema“ bezeichnete, stellte die Moderatorin noch die Frage, was Noten letzten Endes überhaupt zählen würden. Anstatt aber wieder in die Diskussion zu gehen, ließ sie einfach zwei Beispiele sprechen. Harald Schmidts Abiturnote: 3,2. Dieter Bohlens Abiturnote: 1,3. Nun konnte sich jeder selbst Gedanken machen."
Ach so, das aber doch noch, liebe WELT-Journalisten: "... was Noten letzten Endes überhaupt zählen würden", das müsste der Deutsch- und Journalisten-Lehrer aber unterkringeln, oder? Denken wir doch auch darüber nach.
Ach ja, und auch das noch:
"Doch im Laufe der Sendung beschlich den Zuschauer immer mehr das Gefühl genau das zu erleben, worüber Maischbergers Gäste so erregt und emotional diskutierten: eine schlechte Schulstunde. Da wurde geschimpft und beleidigt, unterbrochen und durcheinander geredet und Sandra Maischberger wirkte zeitweise wie eine überforderte Lehrerin, die ihre Chaosklasse nicht mehr im Griff hat – wären irgendwann die ersten Papierflieger durchs Studio geflogen hätte es auch niemand mehr überrascht."

Dienstag, 25. November 2008

Ebay -- fast fertig

Wann ist man "fast fertig"? Das lässt sich natürlich so allgemein nicht sagen. Aber wann ist eine Ebay-Auktion fast fertig? Na ja, wenn noch ein halber Tag bleibt? Falsche Hoffnung! Fünf volle Tage ist das "Fast"! Nun denn, warten wir mal ab.


Wer war's?

Für alle, die glauben, sie würden nicht mehr berühmt in ihrem jetzigen Leben. Eine kleine Aufmunterung an einem grauen Tag.

Wer war's?

"[...] In den beiden folgenden Jahren bemühte er sich, auf legale Weise seinen Lebensunterhalt zu verdienen: Er gab in seinem Heimatort Privatunterricht, schrieb Erzählungen, komponierte und deklamierte. Existenzsichernd waren diese Beschäftigungen allerdings nicht. In der Folge wurde er wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapeleisteckbrieflich gesucht. 1865 wurde er zu vier Jahren Arbeitshaus verurteilt, von denen er dreieinhalb Jahre imZuchthaus Zwickau verbüßte. Aufgrund guter Führung wurde er Verwalter der Anstaltsbibliothek und konnte in dieser Zeit einen großen Lesestoff, darunter viel Reiseliteratur, konsumieren. Nach seiner Freilassung scheiterten erneut alle Versuche, eine bürgerliche Existenz aufzubauen, und ??? nahm die Betrügereien und Diebstähle wieder auf. Oftmals stand die Beute in keinem Verhältnis zum Aufwand. 1870 wurde er schließlich in Niederalgersdorf (Böhmen) wegen Landstreicherei festgenommen und nach einer langwierigen Identitätsfeststellung an Sachsen übergeben. Von 1870 bis 1874 saß er im Zuchthaus Waldheim ein."

Die Antwort hier!

Sonntag, 23. November 2008

Japaner

Na ja, irgendwie will Amazon meinen Kommentar zu der Coulmas-Rezension nicht posten. Obwohl ich doch Kunde bin. Schreib ich ihn halt hierher:

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Ich bin nicht ganz sicher - aber ich glaube, darauf hat noch keiner hingewiesen:
Darum nerven Japaner: Der ungeschminkte Wahnsinn des japanischen Alltags. Von Christoph Neumann (Taschenbuch - Januar 2008)

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Und das hab ich gerade irgendwo in den Tiefen des weltweiten Netzes gefunden:

Managerseminar: Am ersten Tag treffen sich die dreissig internationalen Teilnehmer zu einem Allgemeinwissen-Test. "Der Modus ist einfach", erklärt der Seminarleiter, ich nenne ein Zitat, sie sagen mir, wer es wo und wann gesagt hat. Fangen wir gleich an: 'Vom Eise befreit sind Strom und Bäche...'"

Im Saal herrscht eisiges Schweigen, bis sich ein kleiner Japaner meldet: "Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Osterspaziergang, 1806."

Die Teilnehmer murmeln anerkennend, der Seminarleiter nennt das nächste Zitat: "Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen..." Wie aus der Pistole geschossen kommt vom Japaner: "Matthias Claudius, Abendlied, 1782." 

Die anderen Teilnehmer sehen betreten zu Boden, als der Seminarleiter wieder loslegt: "Festgemauert in der Erden..." "Schiller", strahlt der Japaner, "das Lied von der Glocke, 1799." 

Die Manager sehen sich blamiert. In der ersten Reihe murmelt einer der Teilnehmer: "Scheiss-Japaner!"

Wieder ertönt die Stimme von ganz hinten: "Max Grundig, CeBit, 1982!"

Rechtschreibung

Da predige ich über die Jahre hin, die Rechtschreibung sei nicht so wichtig, solange man sich versteht. Und dann ist mir, ganz intuitiv, so was bei Ebay doch genant (lies: schennant):

schadhafte Ware,null Reaktion auf Mails,nur Ärger und Unkosten,nie wieder Käufer: mclarenfankatze ( 84) 14.03.08 22:35

Antwort von atko-2007 (15.03.08 12:05):
Geckauf und zurück geschickt bin noch schuld das es ihnen nicht gefällt

Honest doctors

Dann auch noch woanders:
"Honest doctors are not aware of some of this information and do not make an effort to explore alternative medicine treatments of disease since all of it is labeled quackery and nostrums. Doctors often repeat exactly the same phrasings when describing certain cases of successful alternative medicine. For example, patient case medical histories are uncertain for some successful cancer therapies because prior mainstream medical doctors refused to supply the information. As a result, mainstream medical practitioners claim that the patients may not have had cancer at all, or that it was probably treated successfully by mainstream medicine prior to the patient seeking treatment elsewhere. Studies performed have to use double-blind methods, and have a huge array of diagnostic testing done to provide positive proof that a patient had a particular disease prior to starting the study."

AIDS ist heilbar

Was man doch nicht alles findet, wenn der Tag lang ist! Seiteneinsteiger-Informationen hier!

2.1 AIDS ist heilbar
Wie viele haben von euch gelesen, dass es für AIDS keine Heilung gibt. Das haben wir doch alle. Das ist eine absolute Lüge. Es gibt eine einfach einzusetzende 95% wirksame Heilmethode für HIV, und Krebs, und Herpes, und Hepatitis, und Epstein-Barr und etwa ein Dutzend weiterer "unheilbarer" Krankheiten, die am 11. März 1990 an der Albert-Einstein-School of Medicine in New York von Dr. William Lyman und Dr. Steven Kaali gefunden wurde. Und was geschah mit diesem Durchbruch, der viel wichtiger ist als das Penicillin, Antibiotika oder was auch immer! Er wurde unterdrückt! Warum wurde Ihnen diese Info vorenthalten, die Sie selbst leicht nachprüfen können. Sie müssen nicht mein Wort dafür nehmen!

Ich habe kürzlich entdeckt, dass die Mafia ca. 51 % der großen Pharma-Konzerne besitzt, dabei arbeiten sie auch auf der anderen Seite, mit den illegalen Drogen aus Süd- und Zentralamerika und China. Die Medizin-Kartelle in diesem Land, den USA, belasten Ihnen 50.000 200.000 $, wenn Sie "unheilbar" an Krebs erkrankt sind. Das sind für OP, Chemotherapie, Bestrahlungen und Spitalkosten.

2.2 Heilung kostet 1 $ 32 Cent

Samstag, 22. November 2008

Das Google-Geheimnis

Enthüllung des Google-Geheimnisses jetzt und hier!

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Normale Leute denken ja, dass die jungen Herren Larry Edward Page (bitte mal hier schauen! It is so charming!) und Sergey Brin einen genialen Code ertüftelt haben. Und dann fanden sie Risiko-Finanzierer. Und dann waren sie Milliardäre.

Großer Quatsch!

Das Geheimnis von Google ist ein Doppel-, nein, ein Dreifach-Geheimnis:

1. Der Name, der sich um das normale Marketing nicht eine Sekunde schert! Poesie halt.

2. Die phänomenale graphische Schlichtheit, die den Menschen nicht auf die Nerven geht.

Wer erinnert sich noch an die ersten Zeiten, als alles Wenig-Bunt auf Reinweiß war, versehen mit dem schüchternen Hinweis, dass es nicht auszuschließen sei, dass hier mal Werbung auftauche. Und dann später, wieder genial dezent, die rechte Seite mit ein paar ausgesucht-gezielten Hinweisen.

3. It's fast! Egal welche Vorteile eine Sache bietet, man will, auch nicht drei Sekunden, vor dem PC sitzen und warten. Man vergleiche mal Google Chrome mit dem Internet Explorer oder mit Mozilla.

Man vergleiche auch heute noch das schlichte Goggle-Layout mit dem Blink-Plop-Pink-Grell-Movie-Krach-Bumm-Layout der normalen Websites, die voller Verzweiflung auf sich aufmerksam machen wollen.

That makes the difference!

Hinzu kommt noch ein Drittes, aber das ist Google-intern: die Umdefinition von "Arbeit", von "Geld und nochmals Geld" hin zu Wir-Gefühl und Kreativität. Und siehe da, das Geld kam von alleine!

Und was natürlich immer auftaucht: Die deutschen Moralisten, die prinzipiell hinter jedem Erfolg das Böse wittern und dann in ihrem begrenzten Wortschatz so klasse Wörter wie "Krake" finden. Die Moralisten, die einfach PIEP sind, sich in in ihrer PIEP besserwisserisch-warm einpacken und keinen Augenblick um die Ecke denken können.

Geschmacksverirrung

Paw, eih! So werde ich mich demnächst auch anziehen! Welche Eleganz für den mittelalten Herren: Kurz- haarfrisur. Nachdenklich die Hand am Kinn. Weißer, enger Anzug. Überaus enges Beinkleid. Schwarze Schuhe.

Klasse!

Und wofür wird da nochmal geworben? Für Wrigleys?

Mensch, Kumpels, wofür werdet ihr eigentlich bezahlt? Um den Männern die Geschmacksverirrung schmack- haft zu machen?

Pingpong


Ich treffe zufällig auf Bilder, die mir -- zum allerersten Mal -- sagen, dass es einen Film "Pingpong" gibt. Die Bilder interessieren mich. Es könnte sein, dass mich der Film interessiert. Ich klicke assoziativ herum und werde ich weitergeleitet auf http://www.kino.de/. Da gibt es eine kurze Inhaltsangabe und die Möglichkeit, sich die Trailer anzusehen. Mich würden ein paar Schlüsselszenen schon interessieren.
Da -- klick --
hier ist unsere Werbesendung!
Ich bin so erschrocken! Ich musste mir in der Reaktionszeit wirklich zwangsweise diese blöde Werbung anschauen. Aber das ist wahrscheinlich exakt das Ziel von kino.de. Aber ich schwöre: Nie mehr werde ich zu dieser Seite gehen!

Donnerstag, 20. November 2008

Hölzerne Sprache

Ach, isses nich schön?! Ein Kommentar zu einer Hausarbeit-Veröffentlichung:

"Dr.
Dies ist eine shr schwache Leitung und zeigt nicht das Verständnis der Autorin bezüglich dieses Stoffes. So eine Hausarbeit für andere bereitzustellen ist fast eine Zumutung, da diese Thematik bei Weitem besser behandelt werden kann."


Ein wunderbares Beispiel dafür, wie man -- mit etwas Sonderbar-Talent -- ein Stück Sprache zu einem Holzklotz verwandeln kann.
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Ich hab nicht aufgepasst! Da steht "Institution/Hochschule: Real Centro Universitario Maria Cristina". Es könnte sein, dass ein Mitschüler, der nicht Deutsch-Muttersprachler ist, sich einen Jux gemacht hat. Es sei ihm verziehen! :-)

PISA-Studien

Könnten Sie das Vorgehen beim Erstellen der PISA-Studien erklären? Wie würden Sie -- Erwachsener -- wohl bei einem der Tests abschneiden? Ein Fund in der Wikipedia:

"[...] Ein [...] Einwand lautet, dass PISA mit seinen Schwerpunkten Mathematik, Muttersprache, Naturwissenschaften die Marginalisierung gesellschaftswissenschaftlicher und musischer Fächer forciert. Jahnke kritisiert den Grundgedanken, Bildung „standardisieren“ zu wollen[...], und deutet PISA auch als Markterschließung der Testindustrie."

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Mein Eintrag in der Wikipedia-Diskussion:

Hab ich was überlesen? Es fehlen Informationen, die es ermöglichen, eine halbwegs bildhafte Vorstellung der PISA-Durchführung zu erlangen.

Ein paar Beispiel-Fragen:

ZusamWie werden die zu testenden Schüler konkret ausgewählt?
Wie sieht der genaue Ablauf des Tests aus? (Wer beaufsichtigt, wo findet Test statt? Usw.)
Können Eltern / Schüler / Schulen die Teilnahem verweigern?
Wenn ja: Wie wirkt sich das Verweigern-können auf die Resultate aus?
Es gibt dann ja keine Zufallsauswahl, die hochgerechnet werden könnte. (Naheliegende
Vermutung: Wer sich nicht stark fühlt, macht nicht mit.)
Wenn nein: Welches ist die gesetzliche Grundlage des dann ja vorliegenden "Zwangstests"?
Ist vorgesehen, dass später das PISA-Ergebnis Einzelner mit dem tatsächlichen
beruflichen Erfolg korreliert wird? (Es könnte sein, dass die Fähigekeiten, die getestet
werden, nicht mit dem Uni- und Berufsfähigkeiten zu tun haben, sondern abstrakte,
isolierte "kognitive Fähigkeiten" abbilden.)
Schlicht auch: Erfahren die Teilnehmer ihre Ergebnisse?
Kann es sein, dass bestimmte Probanden den als einen »großen Jux« nehmen?
Schlussendlich: Gibt es irgendwo einen Erfahrungsbericht von SchülerInnen, die
den Test mitgemacht haben?
Wie ging das -- subjektiv erlebt -- ab?
Wie haben sie sich gefühlt? Waren sie "bei der Sache" oder nicht?
War das ihrer Meinung nach was Vernünftiges?
menfassend: Eine viel konkretere Darstellung müsste her, damit man weiß, worum es da geht. Wir – das ist: die kritische Öffentlichkeit vor dem Fernseher und den Zeitungen -- reden sonst wie die Formel-1-Fans vom Formel-1-Fahren: mit Null Ahnung von den tatsächlichen Abläufen.

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So, das ist doch schon was! Ran an die Buletten!

L. T.

So vermeldet es eine Programmzeitrschrift -- ich finde es nur noch im Google-Cache. Hübsch kritische Darstellung des Inhalts dann hier.

Die Stunde des Jägers
Tommy Lee Jones jagt Benicio Del Toro. Actionthriller von William Friedkin

In den Wäldern Oregons werden zwei Jäger ermordet und wie Tiere ausgewaidet. Das FBI setzt den Spurenleser und Ex-Army-Ausbilder L.T. Bonham (Tommy Lee Jones) auf den Täter an. Schnell entlarvt er den Killer: Aaron Hallam (Beni­cio Del ­Toro), ein vom Kosovo-Krieg traumatisierter Soldat, den Bonham selbst das Töten gelehrt hat. Nach ­einer erbarmungslosen Hetzjagd kommt es zum Showdown zwischen Meister und Schüler... Die dramaturgischen Schwächen des Drehbuchs bügelt Regisseur Friedkin mit schnittigen Actioneinlagen aus. Dabei ging"s hart zur Sache: Bei einer Kampfszene brach sich Del Toro das Handgelenk. 2008 kommt der "Sin City"-Star als Che Guevara in einem Zweiteiler von Steven Soder­bergh ("Traffic") ins Kino.
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O: The Hunted, USA 2003; R: William Friedkin; D: Leslie Stefanson (Irene Kravitz); Connie Nielsen (Abby Durrell); Benicio Del Toro (Aaron Hallam); Tommy Lee Jones (L.T. Bonham) FSK: 18

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Frage: Was sollte wohl der romantisch-hölzerne Schluss bedeuten? Eine Waldhütte in der großen Waldeinsamkeit, tiefer Schnee, L. T. als lonesome Cowboy, ein schlurfender Wolf in einiger Entfernung, verschwindet den Hang hinauf im Wald. Was um Himmels willen bedeutet das?

e-Mail- und andere Pannen

Die Süddeutsche veröffentlicht eine Liste von e-Mail-Pannen. Darunter diesen Bericht. Jetzt fragt man sich aber zusätzlich zu dieser Panne auch noch, wie es um eine Firma bestellt ist, in der man an fremde PCs geht um mal einfach eine e-Mail zu löschen ...?

Platz 6:
"Ich habe eine E-Mail meiner Nachfolgerin als Projektleiterin mit '... what a clever boy she is...' kommentiert. Beim Eingeben der Adresse war ich allerdings so in Gedanken, dass ich die E-Mail geradewegs an sie geschickt habe. Gott sei Dank war sie gerade nicht am PC, so dass ich die fehlgeleitete Nachricht noch eigenhändig bei ihr löschen konnte."
Dagegen hat das doch eine gewissen, wenn auch komische Logik:
Platz 5:
"Eine Kollegin schickte ein E-Mail an alle 1600 Mitarbeiter unserer Firma: Sie habe in aller Stille geheiratet."
Man kann doch in aller Stille heiraten, und das dann allen vermelden, oder? Schließlich kann man schlecht 1.600 Leute einladen. Aber es allen voller Stolz bekanntgeben, das Heiraten, das geht schon. Und wie man sieht: sogar ziemlich einfach.
*denk* Na ja, ein Subverteiler wär schon nicht schlecht. Kaum jemand kann sich doch die 1.600 Namen seiner besten Bekannten merken.

Solarworld

In der Rundfunk-Presseschau am Morgen ein Zeitungs- kommentar: Solarworld habe einen "Werbegag" landen wollen, und Öko-Autos könnten doch nur in homöopathischen Dosen verkauft werden. Das sei doch nichts für die Opel-Krise!
Mein Empfinden: Wir werden an der Tüchtigkeit und dem Realismus der Tüchtigen demnächst in einem tüchtigen Rülpser verenden. Dem selbstzufriedenen Rülpser, der jenen Tüchtigen entfährt, die nicht empfinden können, dass die realen 4spurige Stinker-Autobahnen den Planeten seit 50 Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit in den Abgrund schieben.