Montag, 4. Juli 2011

Werbung im SPIEGEL

Wie schon mal vor Tagen gesagt: Normalerweise schüttle ich die beigelegten Prospekte aus den Zeitungen und werfe sie, ohne sie anzusehen, einfach weg. Heute hätte ich es genauso gemacht, wenn -- ja, wenn ich heute morgen nicht wieder geradezu zwanghaft darüber nachdenken müsste, dass Werbung als das EHEC der publizistischen Betriebs gesehen wird. Das gilt auch für die Fernsehwerbung, die wir, siehe gestern Abend, im 1/2-Sekunden-Abstand mit der Fernbedienung wegzudrücken versuchen. 


Was also hindert die "Werbetreibenden" daran, mal für ein ganzes Jahr Grundlagenforschung zu betreiben, über nur drei Fragen- komplexe, die noch dazu verbunden sind:

a) Warum hat Werbung im Allgemeinen einen so hundsmiserablen Ruf? (Auf dem Briefkasten: "Bitte keine Werbung einwer- fen!") Welchen Index oder, sagen wir ruhig: welche Schulnoten bekommen eigentlich bekannte Kampagnen, ausgeforscht durch die GfK? So was müsste es doch eigentlich schon geben, oder?

b) Könnte man es schaffen, dass Werbung positiv(er) gesehen wird oder gar gerne gesehen und gehört wird? Was müsste man da tun?

c) Könnte man -- in dieser Hochtöner-Branche, in der jeder Slogan-Ausdenker gleich als Creative Director eingestellt wird -- nicht vielleicht doch eine Kreativ-Biennale ausrichten, in der die wirklich Kreativen, also die, deren Produkte man gerne in Zeitungen, im Internet oder im Fernsehen ansieht, im Radio anhört, ausgezeichnet werden?

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Ach so, und auch das noch, zum Thema: Die Rache der echt Kreativen im Volk! Wir alle kennen mittlerweile den Slogan: "Ich bin doch nicht blöd! ..." Und da schreibt also einer in einem Forum für technischen Rat: "Geh mal in den nächsten Blöd-Markt und schau dir die Dinger an. Dann kannst du sie immer noch bei Amazon kaufen." Soviel zum Thema: Schüsse aus der doppelläufigen Werbe-Schrotflinte, die gleich doppelt nach hinten losgehen.

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Bei weiterem Interesse: Da unten mal das Label Werbung aufrufen.

Samstag, 2. Juli 2011

"Auf der Suche nach dem Gedächtnis"

Eric Kandel. Eine sehr schöne arte-DVD. Und doch -- das große Lachen Kandels auf der Hülle. Warum nicht? Kinder, Enkel. Dem Holocaust entkommen, übers Meer.

Mehr Nachdenklichkeit? Oder doch mit 88 Jahren im roten Anorak per Kreuzfahrt an den Polarkreis? vita activa ... vita contemplativa -- wo liegt die Mitte? Und ist die Mitte wirklich das Ideal?

Dann komme ich noch darauf: Das Lachen Kandels -- es ist ein Wiener Lachen. So lernt man es in dieser Stadt. Ich weiß, weil ich einen emigrierten Wiener kenne. Sozuagen. Wahrscheinlich wird unsere Stellung im VA-VC-Kontinuum durch unsere Heimat bestimmt. Durch die ersten Lebensjahre.

Spezifisches Gewicht von Granit

[Der eigenartige Erfolg dieses Eintrags [ 1 ] [ 2 ]]

Ich suche -- der Grund hat hier nichts zu sagen -- nach dem spezifischen Gewicht von Granit. Und werde gleich fündig. Auf einer Seite für Kranführer. Ist das nicht erstaunlich?

Ich kopiere die Tabelle mal hierher. Wer mehr wissen will, gehe auf die entsprechende Seite bei bgbau-medien.de .

Tabelle der wichtigsten
Einheitsgewichte und Einzelgewichte
Einheitsgewichte (Dichte)



Baustoffe: t / m3
Granit 2,8
Kalkstein 2,7-2,9
Sandstein 2,6
Stahlbeton 2,5
Beton aus Kies 2,3
Klinkerziegelsteine 2,0
normale Ziegel voll 1,8
Lochziegel 1,5
Mörtel 2,0
Asbestzement 2,0
Bodenarten:
Sand und Kies nass 2,0
Sand und Kies trocken 1,8
Steinschotter 1,8
Lehm und Ton 2,1
Metalle:
Stahl und Eisen 8,0
Holz:
nass 0,9
trocken 0,7


Merke:
Die Dichte (spezifisches Gewicht) gibt an. 
wievielmal ein Körper schwerer oder leichter ist, 
als ein gleich großer Körper Wasser.

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Nachdem die Klick-Statistik dieses Blogs ausweist, dass sich -- warum eigentlich? -- so unglaublich Menschen für das spezifische Gewicht von Granit usw. interessieren und dass diese Frage langsam Monica Lierhaus den Rang abläuft, will ich wenigstens eine Zugabe geben. Eine visualisierte Tabelle.


(Draufklicken = Vergrößern)

Erstaunlich, für mich, sind drei Dinge: a) wie gering -- relativ -- der Unterschied zwischen trockenem Holz und Granit ist, b) dass Granit und Kalkstein gleichauf liegen (immer vorausgesetzt meine Quelle hat recht), c) was doch Eisen und Stahl für eine Ausnahmeerscheinung unter den Materialien sind.

Frage an unsere Techniker: Wäre es nicht ein Plan, den oberen Teil von Hochhäusern aus gut verleimtem Holz und nicht aus Stahlstreben zu bauen?

Wahrheit und Konflikt. Hier: Physik

Dass es auch bei den Naturwissenschaftlern nicht immer friedlich zugeht, zeigt sich hier und generell beim WP-Benutzer Pewa.

Nachdenken über das Internet 2

Was war der Anlass dieses Nachdenkens eben?

Es war diese Radiosendung von gestern, vor allem aber diese Wikipedia-extremst-schnell-Löschung vorgestern. In diesem Zusammenhang suche ich im Gedächtnis und dann in diesem Blog. Ich finde wieder: den User GiordanoBruno von damals. Durchaus vergleichbar zu dem vorgestern.

Wieder einmal der Gedanke, dass ich sofort einem Internet 7.0 beitreten würde, wenn dort die Regel gilt: Kein anonymes Verstecken hinter Pseudonymen! 

Warum ich dann nicht offen durch die Internet-Gegend marschiere, hier wie anderswo? Wär doch leicht! -- Nun, weil ich dann der einzige FKKler unter lauter Angezogenen wäre. Die soziale Umgebung bestimmt die Gesetze.

Allerdings: Dieses Bild mit den FKKlern stimmt nicht. Eigentlich ist man mit Namen und normaler bürgerlicher Identität "angezogen", und das Pseudonym macht nackt. Macht auch, dass man sich so benimmt, wie man sich mit Namen nicht benehmen würde. Ich mache da wahrscheinlich keine Ausnahme. Obwohl -- wenn alle mit einem Schlag sagen müssten, wer sie denn wirklich sind, würde ich wenig Probleme haben mit dem, was ich einst gesagt und geschrieben habe. Weniger als die meisten anderen, behaupte ich mal. Viele, die hier pseudonym die Sau rauslassen, die würden wahrscheinlich gar nicht an Stellen wie der Wikipedia auftauchen, wenn sie ihren Namen nennen müssten.

Warum muss ich in diesem Zusammenhang an einen Cartoon denken, den ich in einer Zeitung gesehen habe und jetzt nicht wiederfinde: Ein FKK-Strand. Alle nackt. Halten inne im Ballspielen, usw. Schauen unglaublich verdutzt, teils entsetzt hinter einem Mann her, der den Strand entlang geht. Im Anzug. Vollständig bekleidet. Und, als Zeichen, dass er nicht vorhat aus der Reihe zu tanzen, dass er aber einfach keine Zeit hat, um sich auszuziehen, hat er seinen Hosenstall aufgemacht und lässt seinen Penis raushängen.

Was sagt uns das jetzt über die Anonymität im Internet?

Nachdenken über das Internet 1

... und also auch über die Wikipedia ... (Wie sich zeigen wird.)

Gestern im Radio, im Bayerischen Rundfunk glaube ich, eine Sendung mit der Gewinnerin des Bachmann-Preises. Vor zwei Jahren? Oder gar früher. Die Zeit vergeht so schnell. Name? Nicht abgespeichert. Trat seinerzeit als Vertreterin irgendeiner Berliner Intelligenz-Agentur auf. Die Preis-Zuerkennung führte zu der kleinen Verschwörungstheorie, die Berliner Gruppe habe die Jury des Bachmann-Preises "gehackt". Dummer Ausdruck in diesem Zusammenhang. Gemeint war: die jungen Berliner hätten die Regeln analysiert, nach denen die Juroren nach interner Diskussion -- heute besser und moderner: internem Diskurs die Preise zuerkennen und quasi einen Algorithmus gefunden: "So [= Regelwerk] muss deine Geschichte aufgebaut und geschrieben sein. Dann gewinnst du diesen Preis."

Wie auch immer. Jetzt will ich den Namen der jungen Frau wissen. Denn die sprach ungemein differenziert, nachdenklich, angenehm. Zu meiner Überraschung, gebe ich zu. Ich hatte -- was erwartet? Eine andere Person halt. Wer war es also?

Suchwörter: bachmann wettbewerb agentur

Gar nicht so einfach. Denn diese Agentur hat da eifrig mitgemischt, seit Jahren.

Und dann komme ich beim kurzen Nachschauen wieder einmal auf die schöne Sendung Sozusagen:

"Worthülsen oder Sprechblasen produzieren wir alle, Tag für Tag. "Sozusagen!" macht sich darüber Gedanken, in Gesprächen und Kolumnen. Im "Zwischenspeicher" steuern die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig und der Satiriker Wiglaf Droste aktuelle Beobachtungen bei. Ein Magazin für Liebhaber und nicht für Rechthaber der deutschen Sprache."

Auch als Podcast natürlich!

Kathrin Passig? Könnte passen. Ok, und dann *such* hab ich sie definitiv. Die Frau und auch die Sendung.

"Hörspiel - Medienkunst - digitale Kultur: artmix.gespräch | ... | Freitag | 01.07.2011 | 21.03 Uhr | Kathrin Passig, Journalistin und Autorin ... Die Journalistin und Autorin Kathrin Passig im Gespräch mit Ania Mauruschat. ...  | Sie haben diese Seite am 02.07.11 besucht."*

So funktioniert also Denken und Nachdenken im Zeitalter des Internets. Form und Inhalte verschmelzen. Ja, trivial ist das. Inzwischen.

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* Nachtrag (21.01.2016): Irgend etwas ist bei der Seite da durcheinander gegangen. Es erscheint nur HTML-Wust.

Freitag, 1. Juli 2011

Fälschungstypen: Evidenz-Fälschung

Für eine Typologie der Fälschungen in den Naturwissenschaften: die Evidenz-Fälschung. Charakteristik: Der Forscher sieht in den streuenden Ergebnissen seiner Versuche die statistische Linie -- die ist für sein geübtes Auge evident --, und er schreibt erfundene 'Ergebnisse' auf, die diese Linie bestätigen.

Beispiel: "Das berühmteste Vorbild aller Fälscher und Falschspieler in der Forschung kam in untadeligem Gewand daher: Der Österreicher Gregor Mendel, Augustinermönch und Begründer der modernen Genetik. Aus unzähligen Kreuzungsexperimenten mit verschie- denfarbigen Erbsen leitete er 1865 die nach ihm benannten Grundgesetze der Vererbung ab, die bis heute Gültigkeit haben.

Die spätere statistische Überprüfung der von Mendel publizierten Daten war jedoch schockierend: Die Zahlen sind so genau, dass sie gefälscht sein müssen - offenbar hatte der Gottesmann nach fast zehn Jahren das Erbsenzählen satt und warf diejenigen Hülsenfrüchte, die nicht zu seiner Theorie passten, kurzerhand auf den klösterlichen Komposthaufen." (Kekulé, SPIEGEL Online)

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Ein paar Bemerkungen noch in der Wikipedia-Diskussion über Betrug und Fälschungen in der Wissenschaft. Guter Hinweis darunter, vom User Gerbil, der andernorts sagt, er werde "seinen Klarnamen spätestens am 1. Mai 2020 hier vermerken". Klasse! Ich bin gespannt.


Offline: cyberport.de

Ok, die Bikinis sind gottseidank weg von der Werbefläche. Dafür sind jetzt die Camcorder dran, weil ich zwei-, dreimal nach solchen Dingern gesucht habe. Full HD, wenn es geht.

Bei der BILD wird mit angeboten, ich solle doch mal schauen. Das mache ich tatsächlich.


Und dann -- ja, der Link bei cyberport.de ist kaputt oder überlastet. Ganz schöne Pleite für die teure Werbemaßnahme.

Sprachkritiker


Bausparen -- Ich habe baugespart. 
Ich bergsteige.
Ich sauge Staub.
Ich breche Ehe.
Ich schwimme Brust.
Sein strenges Sprachbewusstsein, mit dem vor allem eine Ablehnung verzichtbarer Fremdwörter einherging, entwickelte sich erst um die Jahrhundertwende. Engel veröffentlichte 1911 sein berühmtestes Werk, die Deutsche Stilkunst, in der er sich für ein fremdwortfreies Deutsch einsetzte. Die Stilkunst fand enormen Anklang als Lehrbuch des Ausdrucks und wurde bis 1932 31mal neu aufgelegt. Sein bereits vor dem Ersten Weltkrieg erschienener und danach ergänzter Ratgeber "Gutes Deutsch" enthält zahlreiche Hinweise auf Grammatikfehler, die Sprachgelehrten auch heute noch unterlaufen, und zeigt eine tiefgehende Kenntnis der deutschen Sprachgeschichte. 1943 erschien von Ludwig Reiners ein Plagiat [nach Angabe von Stefan Stirnemann; Stilkunst. Ein Lehrbuch deutscher Prosa, das bis in die 1990er Jahre zahlreiche Neuauflagen erlebte. Die Tatsache, dass Reiners bei Eduard Engel in weitesten Teilen abschrieb und einen äußerst geringen eigenen Beitrag leistete, war 1943 und kurz nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs bekannt, geriet aber, ebenso wie Eduard Engel selbst, in den nachfolgenden Jahren in Vergessenheit. Auch nach dem Krieg wurden seine Veröffentlichungen nicht erneut aufgelegt, was vor allem an der – auch von ihm selbst häufig kritisierten – Abneigung deutscher Germanisten (ein Wort, das Engel ablehnte und durch "Deutschkundler" ersetzt wissen wollte) gegen die Sprachpflege lag. In seinen Büchern führt er zahllose Fälle an, in denen Sprachwissenschaftler deutsche Ersatzbegriffe für verzichtbare (und mittlerweile zum Teil ausgestorbene) Fremdwörter verwerfen, andererseits jedoch grammatisch fehlerhafte Wendungen als richtig betrachten.

Bei Joachim Heinrich Campe, Mumie -- Balsamleiche; Casus -- Fall. (Vgl. Peter von Polenz; auch bei de Gruyter.)

VVB = Vain Verbal Behavior

Ich sichere hier vor den Löschkommandos der Wikipedia das von mir soeben Verfasste!

"Nach Jahr und Tag! Wunderhübsch, diese kleine Auseinandersetzung [zum WP-Artikel Verbal Behavior]! Wobei anzumerken bleibt, dass sich ein Irrtum einschleicht: Ehre und Urheberrecht sind zwei paar Stiefel. Wer hier mitschreibt, begibt sich des 'geistigen Eigentums' an dem von ihm Geschriebenen im juristischen Sinne. Er kann auch nicht verhindern, dass andere ergänzen, streichen, umformulieren. Was er als 'echter Autor' natürlich jederzeit könnte. Der Artikel gehört der Gemeinschaft, wie Davidl zu Recht sagt. Und der Rest, das mit Eitelkeit, nun ja, das ist Geschmacksache. Ich selbst, in der Wissenschaft groß geworden sozusagen, finde die Sache eher lustig. So wie ich es belustigend finde, wenn Leute bei Büchern auf die Titelseite ihre akademischen Titel setzen. Es ist halt nicht Sitte, wie man so sagt. -- Im Übrigen, man sieht wieder, dass die Steigerung ist: der Tor - der Au-Tor (Gen. eigentlich eines Autor-s, nicht eines Autor-en) - die Au-Tor-IT-ät. Aber -- anyway. Hat Spaß gemacht, die Lektüre sowohl des Artikels wie der Diskussion."

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So, und den Dr. Christoph Bördlein, den lesen wir ab jetzt mal öfter!

Und bei David Ludwig kommen sogar die wichtigen Wissenschaftstheorie-Aspekte heraus. Eine Fundgrube!

Hemingway, dreadfully boring

Eigenartiger Fund: Ende 1999, Anfang 2000 -- ich wusste gar nicht, dass es da schon Amazon gab -- schreibt ein Käufer mit dem Namen "Ein Kunde" 11, in Worten: elf kurze Amazon-Rezensionen, alle mit 1 Sternchen, also der schlechtesten Bewertung, die möglich ist. Über ein Buch. -- Welches Buch wohl? Ja, Hemingways The Old Man and the Sea.

"I'm in 11th grade english right now and we just finished reading this book, and it just made me fall in sleep in class..."

Das ist doch mal radikale Ehrlichkeit und geistige Unabhängigkeit! Ein Buch, für das der Autor den Nobelpreis bekommen hat, hoch gerühmt in der Welt der Etablierten, es ist -- a "dreadfully boring book". Na dann!

Und Kompliment an den Englischlehrer jener Jahre: Wortgewaltig auf Englisch!

Mittwoch, 29. Juni 2011

Rathaushöhe Lörrach

Ich mache eine Anmerkung in der Wikipedia-Diskussion, weil heute so als kleine Denkwürdigkeit auf der Wikipedia-Empfangsseite steht, dass das Lörracher Rathaus das höchste in Baden-Württemberg ist, dass man da vielleicht gerne eine Rangliste Länder BRD - Deutschland - Europa - Welt hätte.

Zwei Stunden später ist der Diskussionsbeitrag gelöscht. Ich habe Spaß, da doch die folgende Anmerkung zu machen:

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Rathaushöhe again

Nachdem jemand meine Anmerkungen generell zur Rathaushöhe Lörrach von vorhin blitzschnell rausgenommen hat
"Anfrage ist hier fehl am Platz...", doch zwei Anmerkungen:
a) Wir sind hier in der Diskussion, nicht im Artikeltext. Ich fände es -- nun ja, einfach höflich, wenn Anmerkungen, die nicht erkennbar nur Klamauk sind, wenigstens zwei, drei Tage da stehen dürften. Alles andere ist reine Anmaßung. Es sollten andere die Chance haben, das, was gesagt wurde, zu lesen. Das mit dem "fehl am Platz" wirft sonst unweigerlich die Frage nach der Legitimation des Feststellenden auf. Selbstbewusstsein und Selbsternennung ist da nicht ausreichend.
b) Als kleine Dreingabe zur Güte wurde in der Versionsgeschichte noch hinterlassen: , "... das höchste Rathaus Deutschlands ist übrigens das Essener Rathaus". Dazu finden wir unter Rathaus: "Deutschlands höchstes Rathaus ist das Neue Rathaus in Leipzig mit 114,5 Metern. Es wurde 1905 fertig gestellt und zählt mit fast 600 Räumen zu den größten Rathausbauten der Welt."
Und jetzt bitte: Bis wenigstens, sagen wir: übermorgen dies hier bitte stehenlassen! Ich werde dann gewiss nicht einen Wiener Fernsehturm daraus machen.
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Mal sehen, was daraus wird.


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Es hat keine 5 Minuten gedauert, da war diese Anmerkung auch gelöscht. Nun habe ich mich gar nicht für den Menschen interessiert, der da gelöscht hat. Jetzt habe ich aber doch mal nachgeschaut. Der "Nutzer Alabasterstein", ein Löschprofi, der seit einiger Zeit auch anderen auf die Nerven geht. Über "Alabasterstein" findet sich:

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/05/18
Benutzer:Alabasterstein entfernt zum dritten Mal ohne Beendigung der QS den QS-Antrag: http://de. wikipedia. org/w/index. php? title 
85 KB (7.795 Wörter) - 07:00, 19. Mai 2011

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/03/13 (Abschnitt Benutzer:Alabasterstein (erl.) )
Benutzer:Alabasterstein (erl.) : Alabasterstein. Entfernen eines Abschnittes im Artikel Liste der höchsten Fernsehtürme (inklusive Verhalten 
53 KB (5.645 Wörter) - 10:00, 14. Mär. 2011

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/06/22
neuerdings vielleicht sogar an Schreibfehlern in Artikel festhalten weil es garantiert auch tausende Schreibfehler gibt? -Alabasterstein 12:13, 22. 
97 KB (10.834 Wörter) - 02:00, 23. Jun. 2011

Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2011/06/12 (Abschnitt Benutzer:Alabasterstein (erl.)
Benutzer:Alabasterstein (erl.) : Alabasterstein. Alabasterbaustein unterstellt mir bei meiner Anfrage auf Wikipedia_Diskussion:Kandidaturen_ 
108 KB (12.603 Wörter) - 06:00, 13. Jun. 2011


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Ohne es zu wollen, bin ich in die Donauturm-Gemeinde reingestolpert und zwischen die Edit-War-Neurotiker geraten! Es ist zum Piepen! Warum -- ok, eine Hypothese auf schmaler Datenbasis -- ausgerechnet "hohe Bauwerke" die Löscher anziehen, müsste näher untersucht werden.

    Die Zahl des Tages: 26.500

    In den U-Bahn-Stationen mit Video-Einspielungen auf großen Leinwänden kommt manchmal die Rubrik "Die Zahl des Tages". 

    Meine Zahl des Tages habe ich heute anders ermittelt. In der S-Bahn, um 9:21 Uhr, ungefähr Bahnhof Isartor: Matthias Matusseks Artikel über Hemingway im SPIEGEL 26 / 2011. Da wird auf der Seite 103 mitgeteilt, dass "Der alte Mann und das Meer" 26.500 Wörter umfasst und in einem einzigen Heft von Life abgedruckt worden ist. Ein Heft, das dann in 48 Stunden fünf Millionen mal verkauft worden ist.

    Da begreife ich, dass es Möglichkeiten gibt, lang schon wartende Geschichten kurz zu erzählen. Warum also nicht Mädchen kurz erzählen?

    --

    Auf der S. 101 ein Foto: der Schwertfisch, Hemingway und die "Fotografin Inge Schoenthal". Just die Inge Schoenthal, die später -- das steht hier nicht -- Inge Feltrinelli wurde, und die ich vor ein paar Tagen in diesem Blog erwähnt habe. Zufälle gibt's! 

    ("Es gibt keine Zufälle", sagt Anya. -- Ok, wie auch immer.)

    Die Zukunft voraussehen

    Hier schon einmal erwähnt: Dass wir die Zukunft, was die tech- nischen und gesellschaftlichen Entwicklungen angeht, so unsäglich schlecht voraussehen können, muss uns, wenn wir nicht ganz daneben sind, sehr bedenklich stimmen. Immerhin hätten wir, wenn wir die Prognosen der 1950er und 1960er Jahre -- oder die noch früherer Zeiten -- mit der heutigen Realität vergleichen, die Möglichkeit, über die Gründe der Irrtümer nachzudenken. Wobei die Frage immer bleibt: Wie ernst waren die Prognosen überhaupt gemeint? Geht es nur um ironisch-übertriebene Fortschreibungen als Kritik an der eigenen Gegenwart? Bei rein technischen Visionen ist das nicht zu befürchten, sodass man mit denen anfangen könnte.

    Also schauen und lesen wir, beispielsweise, noch einmal:


    und leiten wir unsere Urteile von den Übereinstimmungen und Nicht-Übereinstimmungen ab.

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    (* Das wusste ich bis eben nicht: "Seine Jugendjahre wie auch den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Berlin. Er besuchte verschiedene Gymnasien, u. a. das Gymnasium in Gotha, an dem Kurd Laßwitz, ein anderer Wegbereiter der Zukunftsliteratur in Deutschland, Unterricht in Mathematik und Physik erteilte. Diese Begegnung sollte für Dominik prägend für sein ganzes weiteres Leben werden. Kurd Laßwitz ließ zudem einen Teil seiner literarischen Werke bei Dominiks Vater publizieren."

    Dienstag, 28. Juni 2011

    If I only had time.

    Der General ruft mich an und ist still verzweifelt. Er liest mir vor, was er gerade notiert hat:

    "Bauern und Aristokraten. Omid_Djalili. Sollte man wohl auch kennen. Ich treibe durch die Welt, gehetzt, mitten im Wasserstrom. Hey, Clown! Haha, said the clown. So much to do. If I only had time. Warum habe ich keine Zeit. Wer hat Zeit, und wie macht der das, dass er Zeit hat? Warum mache ich mir dauernd Sorgen? Was wird sein, wenn ich einmal Freizeit habe? Blühe ich dann?"

    Höchst eigenartig, sage ich. Aber -- poetisch irgendwie. Der General legt, ohne ein weiteres Wort zu sagen, auf.



    Natürlich nicht nur die Saudis

    Im Radio, Bayern 2, am Morgen ein kurzer Bericht. Gar nicht einfach, die entsprechenden Meldungen im Netz zu finden. Dann aber das:

    "Regierungsbericht klagt zahlreiche Staaten an
    USA fordern stärkeren Kampf gegen Menschenhandel
    Einmal im Jahr untersucht die US-Regierung, wie es um den weltweiten Kampf gegen Menschenhandel und Sklaverei bestellt ist. In diesem Jahr fällt die Bilanz noch düsterer aus als sonst. Die betreffenden Staaten müssen mit Sanktionen rechnen.

    Von Silke Hasselmann, MDR-Hörfunkstudio Washington

    Wie haltet ihr es mit dem Kampf gegen Menschenhandel und moderner Sklaverei? Die USA haben sich die Bedingungen in 184 Ländern genau angeschaut und dabei auch die eigene Politik kritisch untersucht. Ergebnis: In diesem Jahr sehen sich fast doppelt so viele Länder wirtschaftlichen Strafen gegenüber wie 2010."


    "Menschenhandel und Ausbeutung in USA
    Di, 28.06.2011 - 07:30 — illi
    In ganz Kalifornien läßt sich die bürgerliche Mittelschicht von "illegalen" Einwanderern für minimale Löhne ihre Häuser renovieren, ihre Gärten pflegen, die Kinder beaufsichtigen und die Drecksarbeiten machen, in vielen Gewerben dort sieht es noch schlimmer aus. Rechtlos, ohne Krankenversicherung und ohne minimale Absicherung werden diese Menschen von den US Amerikanern untereinander nach Bedarf "ausgetauscht". Wer sich in der Bay Area um San Francisco herum mit offenen Augen und Ohren aufhält, sieht und hört, daß dies dort ein Massenphänomen ist. Wie soll man das noch kommentieren, es spricht für sich selbst."

    Und was sagen wir -- was sage ich nun?

    Ich nehme erst noch das dazu:

    "Bundesrat sperrt sich gegen Mindestlohn
    Die SPD-regierten Bundesländer sind im Bundesrat erneut mit einem Vorstoß zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes gescheitert. Ein Antrag der Länder Rheinland-Pfalz, Bremen, Nordrhein-Westfalen sowie Berlin, Brandenburg und Hamburg fand erwartungsgemäß keine Mehrheit"

    Die Frage ist: Was ist der einfache Mensch und Arbeiter, wie viel ist seine Arbeit wert? Arbeit, die ja immerhin angeboten wird. Soviel, wie er auf dem "Markt" rausholen kann? Wirklich? "Hey, ich hab hier einen Job. 1 Euro die Stunde. Willst du ihn? Beeil dich! Es stehen auch noch andere in der Schlange!"

    Eine Frage der Ethik sowas? Vielleicht. Früher einmal: eine Frage der Ehre. Aber was heißt schon Ehre, wenn es ums gierige Geldscheffeln von Firmen und ihren angestellten Großlakaien geht.

    Montag, 27. Juni 2011

    Herr A. aus Saudi Arabien, Sklavenhalter

    Clash of cultures. Oder: Was geschieht, wenn Länder die Hirne ihrer Einwohner im Altertum halten.

    "Vor zwei Jahren lernte Dewi Ratnasari in Saudi Arabien Herrn A., einen Attaché der Botschaft in Deutschland, kennen. Sie unterschrieb einen Vertrag, in dem von 750 Euro Lohn, 40-Stunden-Woche, einem Monat Urlaub die Rede ist. Doch dann musste sie fast rund um die Uhr für die siebenköpfige Familie arbeiten, durfte das Haus nicht verlassen, keinen Kontakt zu ihren Verwandten haben – und statt mit ihrem Namens sprachen die Familienmitglieder sie mit dem arabischen Wort für 'Scheiße' an. Bei einer Flucht, drohte ihr der Hausherr, würde er sie und ihre Familie töten."


    Flagge Saudi-Arabiens

    "Die Immunität von Diplomaten wurde 1961 in Wien beschlossen und gilt in 190 Staaten. Sie sichert zu, dass Botschafter ihrer Arbeit nachgehen können, unabhängig vom geltenden Recht im jeweiligen Gastland. Einzige Möglichkeit, das Fehlverhalten eines Diplomaten in Deutschland zu ahnden, ist, ihn zur "persona non grata" zu erklären. Das geschah in keinem der Fälle. Der saudische Diplomat befindet sich dem Vernehmen nach gerade im Urlaub. Die Botschaft Saudi Arabiens in Berlin wollte sich nicht zum Fall äußern."

    Die Botschaft will nicht, aber wir dürfen uns doch zu dem Fall äußern. Besser gesagt -- es genügt, die WELT zu zitieren.

    Samstag, 25. Juni 2011

    Der Freak wird demnächst erfrolgreich

    Der Freak sagt, er steuere ja jetzt auf die Heilung vom Freak-Sein zu. Ich solle nur mal noch ein wenig warten. Dann werde ich schon sehen. Das werde was!

    Wow! denke ich. Und warte.

    Vorschlag: Camcorder -- ein einfacher Test

    Ich denke darüber nach, mir einen neuen Camcorder zu kaufen. Wieder mal die Qual der Wahl und des Vergleichens. 

    Ich wünsche mir einen Test: Drei kurze Sequenzen (je 30 Sekunden; Nah / Porträtaufnahme SprecherIn -- schneller werdende Bewegung --  Dämmerung) kann man sich herunterladen, auf eine DVD brennen. (Sekunden (3*10*30)/60) = 15 Minuten) passt ja vielleicht sogar auf eine CD?) Und dann kann man mit einem HD-Player am HD-Fernseher oder -Beamer vergleichen.

    Wär das nichts, liebe Tester?

    --

    Und damit ich mich nicht selbst des Ideenklaus bezichtigen muss: Tester mit Audio-Aufnahmegeräten haben es so gemacht. 1 Situation mit verschiedenen Geräten aufgenommen. Ich muss die Seite raussuchen ...

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    Gut, ich glaube diese hier waren es.

    Gelinde gesagt

    "Replay | AW: Camcorder HD oder normal? | @ Günter Walther | Ein hochskaliertes PAL-Bild sieht, gelinde gesagt, immer scheiße aus."

    Tja, was sagt der Mann wohl, wenn er es nicht gelinde sagt?