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Freitag, 21. Dezember 2012

Über die Polizei und die Sprache

Das hier ist was für Sprachkritiker, nicht für Systemkritiker.

Was halten wir denn von dem Folgenden in Sachen Stil und Grammatik?

"Der Karikatur Kalender, der Bayern Polizei, grenzt an Humor und diskriminierenden Humor einiges ist stark übertrieben. Bei einigen dachte ich okay da ist was unbedacht geäußert worden,man kann nun nicht auf jedes Wort achten welches man äußert. | Allerdings sind die Karikaturen teilweise so gestalten das es teilweise wirklich fragwürdig ist ob das so in Ordnung geht. Rassistisch gesehen." (STERN Online - Leser-Kommentare)

Ach, ich hab jetzt einfach mal Lust, so kurz vor Weihnachten den Besserwisser und Volkserzieher zu spielen. Kostenlos. Egal was Volkes Stimme dann krächzt.

"Der Karikatur-Kalender, der Bayern-Polizei, grenzt an Humor und diskriminierenden Humor. [Was soll das denn heißen?!] Einiges ist stark übertrieben. Bei einigem [lassen wir mal klein, das einigem] dachte ich: Okay, da ist was unbedacht geäußert worden, man kann nun nicht auf jedes Wort achten, welches [welches ist spätes 19. Jahrhundert] man äußert. | Allerdings sind die Karikaturen teilweise so gestaltet [gestaltet, Mann, nicht gestalten!], dass es teilweise wirklich fragwürdig ist, ob das so in Ordnung geht. Rassistisch gesehen. [Wie bitte?! Rassistisch gesehen?!]"

Dass sich die Polizei da nicht bessert, bei der Sprachkraft ihrer Kritiker, das ist abzusehen.

Dienstag, 9. April 2019

Die Wikipedia und der Humor

[ Alle Posts mit  dem Stichwort Humor in diesem Blog! ]

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Wenn die Wikipedia einst ausglühen wird, so wie Sonnen ausglühen, nach langer Zeit, dann wird die Frage sein, was die Wasserstoff-zu-Helium-Verschmelzung der Wikipedia am Schluss sein wird: Langeweile wird zur übergroßen Müdigkeit der Bearbeiter? Dass es nicht mehr schick ist, da was zu schreiben? Ein besseres Konkurrenzunternehmen, das aus dem im Internet Vorhandenen automatisch  -- und natürlich entsprechend den Vorgaben der internationalen Wahrheitskommission! -- komprimierte Informationen aufbereitet?

Eine ganz andere Möglichkeit: Die Wikipedia endet, weil die humorlosen Bürokraten, die das System ja durchaus und immer braucht, die Oberhand gewonnen haben, es allein aber nicht schaffen, die Sache am Laufen zu halten. 

Ein Anzeichen für diese Richtung habe ich durch persönliches Mittun gefunden: Im Artikel zu dem Film Border heißt es:

"Zur Rede gestellt gesteht Vore, der Kriminelle zu sein, der dem Pädophilen-Ring die Babys zugeführt hat. Er entpuppt sich als Rassist, der allen Menschen für das von kriminellen Ärzten an den Trollen verübte Unrecht möglichst viel Leid zufügen will."

Mit Trolle sind hier wirkliche und echte Kobolde gemeint!

Ich schreibe, ziemlich ad hoc, auf die ansonsten leere Diskussionsseite des Artikels am 6. April 2019 um 16:23 Uhr:*

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Jetzt wissen wir endlich...
... auch, woher die Trolle in der Wikipedia kommen!

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Diese kleine Anmerkung bleibt nur 7 Minuten lang bestehen, dann wird die Seite vom User IgorCalzone1 wieder auf leer gestellt, mit dem Hinweis (jetzt natürlich nur noch in der Versionsgeschichte zu sehen):

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(Bemerkung hatte nichts mit dem Film zu tun (und die T... wollen wir auch nicht füttern) | Markierung: Geleert

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Bin ich da böse? I wo! Der User IgorCalzone1** hat ja vollkommen recht! Denn ... 

MERKE: Humor darf in der Wikipedia nicht sein. Auch nicht auf den leeren Diskussionsseiten. Die Wikipedia ist ein durch und durch seriöses und also humorloses Unternehmen! (Vgl. aber meine Überlegungen zum Ende der Wikipedia oben!)

Und weil wir gerade beim Thema Humor sind: Manchmal lese ich einfach, weil ich was zu lachen haben will, sich hinziehende spitzfindige Wikipedia-Diskussionen! Was für schöne Einfälle man da findet. Beispiel gefällig? Es interessiert Sie doch sicherlich auch die Frage: "'Supercentenarian' erklären oder weglassen?" Sie sollten da unbedingt mal nachlesen! -- Das Ergebnis schon mal: Das schöne Wort, das hier hier zum ersten Mal in meinem langen Leben gelesen habe, ist geblieben!

"Emma Martina Luigia Morano-Martinuzzi ... war eine italienische Supercentenarian."

ein_e_ italienische Supercentenarian -- hmmm! Schick! Aber wäre nicht doch eine italienische Supercentenarian_e_ besser, weil gendermäßig korrekt?

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* Warum mein Zeitstempel war: 18:23, 6. Apr. 2019 (CEST), weiß ich nicht. Ich will dem nicht weiter hinterherspüren.

** Ausweislich seiner User-Seite ist Igor einfach ein immer unglaublich strenger und sachlicher Mensch. Kann man nix machen. Vgl. etwa hier

Freitag, 2. August 2013

Kein Wikipedia-Humor, nirgends

Ach, es ist schad! Die Herren Wikipedia-Kontrolleure und ich, wir haben einfach nicht den gleichen Humor. Oder genauer: Die Herren Kontrolleure (es sind Herren, da bin ich mir sicher!) sind der Meinung, dass auch in Wikipedia-Diskussionen der Humor nichts zu suchen hat. Konkret jetzt: Ich hatte da eine Anmerkung zu dem WP-Artikel Stephanie zu Guttenberg gemacht, der schnell wieder gelöscht worden ist. In der Versionsgeschichte war er immerhin noch vorhanden. Nun denn, jetzt rette ich auch diese schnell gelöschte Anmerkung mal hierher:


Der schöne Stammbaum am Schluss

... einfach herzallerliebst! Da zeigt sich die Liebe zum Detail und zum Adel auf rührende Weise. Haben denn auch andere Adelige, der Ehemann etwa, das Recht, derartig umfassend-genealogisch dargestellt zu werden? (Und warum muss ich da nur an diese Zeilen von Fendrich denken? "Die Frau aus Industrie und Adel / verbeißt sich ins Tiroler Wadel / genauso gern wie in die Herrn aus Rimini." Hat weiter keine Bedeutung, selbstverständlich. Eine unziemlich Assoziation das! Selbstverständlich.) -- 29. Jul. 2013

Donnerstag, 7. März 2019

幽 默

 Yōumò = chinesisch: Humor

Der chinesische Humor ist unübertroffen! So subtil, dass ihn kein Westler versteht. Das ist keine Zensur, das ist chinesischer Humor, ihr westlichen Blindschleichen!

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Als Text aus dem ZEITMagazin heute, S. 15, (für Abonnenten auch online):

Manchmal verschwinden sogar Teile des Alphabets. Vergangenen März wurde der Buchstabe »n« tagelang aus dem Netz getilgt: In Peking tagte der Volkskongress, Xi Jinping hatte die unbefristete Verlängerung seiner Amtszeit durchgesetzt, und Memes machten die Runde, die auf die Selbstermächtigung des Präsidenten zum ewigen Alleinherrscher anspielten. Da »n« in der chinesischen Alltagssprache als Chiffre für Unendlichkeit benutzt wird, stand der Buchstabe in den Augen der Zensoren unter Generalverdacht. Zur selben Zeit wurde Winnie Puuh zur Comicfigur non grata: User hatten sich über die Ähnlichkeit des Präsidenten zu ihm lustig gemacht. Alle Winnie-Puuh-Fotos mussten also weg. Im Sommer wurde dann sogar der Disney-Film Christopher Robin verboten, weil Winnie Puuh darin eine prominente Rolle spielt.

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P. S. Wenn mein Bruder demnächst ohne Begründung kein Visum mehr für China bekommt, weiß ich, dass der 中华人民共和国国家安全部 auch jetzt verlässlich und humorvoll arbeitet.anchmal verschwinden sogar Teile des Alphabets. Vergangenen März wurde der Buchstabe »n« tagelang aus dem Netz getilgt: In Peking tagte der Volkskongress, Xi Jinping hatte die unbefristete Verlängerung seiner Amtszeit durchgesetzt, und Memes machten die Runde, die auf die Selbstermächtigung des Präsidenten zum ewigen Alleinherrscher anspielten. Da »n« in der chinesischen Alltagssprache als Chiffre für Unendlichkeit benutzt wird, stand der Buchstabe in den Augen der Zensoren unter Generalverdacht. Zur selben Zeit wurde Winnie Puuh zur Comicfigur non grata: User hatten sich über die Ähnlichkeit des Präsidenten zu ihm lustig gemacht. Alle Winnie-Puuh-Fotos mussten also weg. Im Sommer wurde dann sogar der Disney-Film Christopher Robin verboten, weil Winnie Puuh darin eine prominente Rolle spielt.abets. Vergangenen März wurde der Buchstabe »n« tagelang aus dem Netz getilgt: In Peking tagte der Volkskongress, Xi Jinping hatte die unbefristete Verlängerung seiner Amtszeit durchgesetzt, und Memes machten die Runde, die auf die Selbstermächtigung des Präsidenten zum ewigen Alleinherrscher anspielten. Da »n« in der chinesischen Alltagssprache als Chiffre für Unendlichkeit benutzt wird, stand der Buchstabe in den Augen der Zensoren unter Generalverdacht. Zur selben Zeit wurde Winnie Puuh zur Comicfigur non grata: User hatten sich über die Ähnlichkeit des Präsidenten zu ihm lustig gemacht. Alle Winnie-Puuh-Fotos mussten also weg. Im Sommer wurde dann sogar der Disney-Film Christopher Robin verboten, weil Winnie Puuh darin eine prominente Rolle spielt.

Montag, 13. August 2018

Wikipedia-Humor-Preis

Notizbuch:

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Wenn es später mal den WP-Humor-Oscar gibt, werde ich diesen Satz vorschlagen:

  • "Einige weitere komödiantische Umstände später sind die beiden ein Paar."

Wehe, wenn jemand sich anheischig macht, den Satz zu ändern, und mich zwingt, in die Versionen hinabzusteigen!

11:12, 13. August 2018 (Wikipedia-Diskussion zu Die Halbzarte, mit Romy Schneider. Tolle Story!)

Samstag, 5. November 2016

Hummels' neue Liebe

Die Journalisten und die Websites müssen Leser gewinnen, also ganz altmodisch Quote machen im Kampf mit den anderen Journalisten und deren Websites. Ein Rezept ist da die zweitdeutig-eindeutige Ankündigung mit einem Prominenten in der Mitte. -- Beispiel:

Denkt der Leser und soll er denken: "Das hab ich ja gar nicht mitbekommen! Mats Hummels, ein Schwerenöter, der alle Naselang eine Neue hat? Wahnsinn! Gleich mal nachlesen..."

Dann kommt die Auflösung, und die geht so:

"Vor Spitzenspiel: Hummels schwärmt von Hoffenheim | Spitzenspiel hin, Spitzenspiel her: Mats Hummels ist so etwas wie ein Fan von 1899 Hoffenheim. Zumindest in seiner Rolle als virtueller Manager am Laptop führte für den Nationalspieler von Bayern München bislang kein Weg am Bundesliga-Konkurrenten vorbei. "Ich mache ja so Managerspiele. Da habe ich dieses Jahr voll auf Hoffenheimer Spieler gesetzt", sagte Hummels ausgerechnet vor dem Gipfeltreffen des Rekordmeisters am Samstag gegen den Tabellendritten 1899 Hoffenheim (15:30 Uhr)." (msn.com/de-de)

Da lacht sich der Leser schlapp! Wenn er denn Humor hat. Die, die in solchen Fällen keinen Humor haben, die fühlen sich natürlich vera... Verachtet. Ach, egal. Hummels schwärmt also für, nein, nicht Sampdoria Genua oder Inter Mailand, sondern für -- Hoffenheim! Das steht hinter der neuen Liebe. Na dann.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Die Idee mit dem GOD

Eine Idee, aus gegebenem Anlass bei der ZEIT verschenkt:

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Hätte die ZEIT Humor* dann hätte sie eine Tabelle für die geneigte Leserschaft eingerückt.** Jede und jeder könnte eintragen, wie er für diese bayerische LW das Ergebnis denn so tippt. Format: Prozent, eine Stelle hinterm Komma. Ehrenwörtlich wäre zu versichern, dass nur ein Mal pro Person getippt wird.*** Teilnahmeschluss: Sa 13.10.2018, 18:00 Uhr. -- Und am Montag würde auf Knopfdruck gerankt, unter Einschluss letzter demoskopischer Vorhersagen.

EWG = EINER WÜRDE GEWINNEN

Wäre das nichts?****

--

* Frage natürlich: Können Zeitungen als solche Humor haben?

** Das ließe sich jederzeit wiederholen, für jede Landtags- und Bundestagswahl. Wenn Elmar Meyer aus Bottrop dreimal gewinnt -- was ja nicht augeschlossen ist --, dann wird Meyer der Titel GOD ("Großes Orakels Deutschlands") verliehen, und er wird anschließend außerordentlicher Berater der deutschen Bundesregierung.

*** Zugrundegelegt würde die klassische Formel, die nur durch einen Klick abgezeichnet werden müsste: "„Anstelle einer eidesstattlichen Versicherungen gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! – dass ich nur EINMAL an dieser Prognose teilnehme.“

**** Diese Idee wird hiermit verschenkt. Sie darf unter Nennung des Urhebers jederzeit verwendet werden.

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Der bayerische Wahlkampf und ...

... kein Ende!

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BDLB #233
Hätte die ZEIT Humor* dann hätte sie eine Tabelle für die geneigte Leserschaft eingerückt.** Jede und jeder könnte eintragen, wie er für diese bayerische LW das Ergebnis denn so tippt. Format: Prozent, eine Stelle hinterm Komma. Ehrenwörtlich wäre zu versichern, dass nur ein Mal pro Person getippt wird.*** Teilnahmeschluss: Sa 13.10.2018, 18:00 Uhr. -- Und am Montag würde auf Knopfdruck gerankt, unter Einschluss letzter demoskopischer Vorhersagen.

EWG = EINER WÜRDE GEWINNEN

Wär das nichts?****


* Frage natürlich: Können Zeitungen als solche Humor haben?

** Das ließe sich jederzeit wiederholen, für jede Landtags- und Bundestagswahl. Wenn Elmar Meyer aus Bottrop dreimal gewinnt -- was ja nicht augeschlossen ist --, dann wird Meyer der Titel GOD ("Großes Orakels Deutschlands") verliehen, und er wird anschließend außerordentlicher Berater der deutschen Bundesregierung.

*** Zugrundegelegt würde die klassische Formel, die nur durch einen Klick abgezeichnet werden müsste: "„Anstelle einer eidesstattlichen Versicherungen gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! – dass ich nur EINMAL an dieser Prognose teilnehme.“

**** Diese Idee wird hiermit verschenkt. Sie darf unter Nennung des Urhebers jederzeit verwendet werden.

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BDLB #233.1
Ich tippe übrigens für die CSU -- egal was die Demoskopen sagen -- auf satte

42,7 % !

Damit das nur schon mal festgehalten ist! Für die GOD-Bewerbung muss man schon was sagen! Was die Demos-Köpfe so vorsagen, kann ja jeder abschreiben.

Antwort auf #233 von BDLB
BDLB #234
Da verweise ich doch mal glatt und kurz auf meinen Vorkommentar! Mit der Bitte, dass sich gleich Veranlagte für den dort gemachten Vorschlag mit einsetzen.

https://www.zeit.de/polit...

P. S. Zuerst waren da 0 = Null Kommentare und jetzt, nach einer Minute, sind die zwei Artikel wohl zusammengeschaltet. Anyway ...

BDLB #234.1
Eigentlich war es gar nicht so gedacht: dass die beiden untereinander stehen. Aber egal. Wenn die Kontrolle das hier und #234 löschen mag, auch recht.

Antwort auf #234 von BDLB

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Petitchen #235
Wer in Bayern ernsthaft die Grünen wählen will, soll bitte mal auf Youtube "Statement zur aktuellen Lage: Lager, Menschenleben, Europa." suchen.

Hier spricht die Spitzenkandidatin der Grünen in Bayern, Katharina Schulze. Für mich ist sie fanatisch, wenn nicht psychisch krank und kann auf keinen Fall im Landtag eine Spitzenposition einnehmen.

Liebe Bayern. Ich komme zwar aus NRW, aber ich bin als Deutscher stolz auch auf Bayern und ich finde, bei Euch läuft noch vieles besser, als bei uns. Also, überlegt es Euch gut, wo Ihr Euer Kreuz macht. Benutzt am Besten den Wahl-O-Mat, der hilft bei der Entscheidungsfindung.

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BDLB #235.1
"... bitte mal auf Youtube "Statement zur aktuellen Lage: Lager, Menschenleben, Europa." suchen ..."

Hab mir das angesehen. So hart, "fanatisch, wenn nich psychisch krank", würde ich nicht urteilen. Es ist halt schlicht handwerklich nicht gut gemacht, dieses Werbevideo. Wahrscheinlich stand sogar ein kleines, etwas laienhaftes Beraterteam dahinter. Anweisung: "Du musst sehr klar ar-ti-ku-lie-ren!" Was in der Umsetzung immer unnatürlich rüberkommt. Und die extreme Nähe der Kamera ist auch nicht gut. Dazu: Warum hat es denn nicht mal zu einem Stativ gereicht? Die Aufnahme wackelt "wie dem Hund sein Schwanz", wie man bei uns sagt.

Zu den Inhalten sage ich nix. Da hat eh jeder seine eigene Meinung.

Antwort auf #235 von Petitchen

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Dienstag, 4. März 2014

Die Schwestern des Perpetuellen Doofseins

Der Karneval geht allmählich zuende. In Ordnung. Das Folgende ist aber kein Kölner Humor ...

Mir fällt es zunehmend schwer, in einer Gesellschaft zu leben, die kein Gespür für korrektes Benehmen hat. Im Großen wie im Kleinen. In einer Gesellschaft, deren Gruppen schnell kuschen, wenn auch nur das mindeste Risiko besteht, die aber die Sau rauslassen, wenn sie das ungestraft tun können. (Natürlich gibt es wie immer Ausnahmen.) -- Beispiel, per Zufall gefunden:

"Schwestern der Perpetuellen Indulgenz", Rohübersetzung: "Schwestern der beständigen Nachsicht".

Natürlich ist der katholische Schwestern- und Ordensbegriff heute nicht mehr schützbar. Aber dass da höhnisch mit alten Mustern getönt wird, das ist einfach ein Zeichen von gesellschaftlich akzeptierter Doofheit, die heute allüberall waltet und oft zum Medien-Leitbild erhoben wird. ("Witzischkeit kennt keine Grenzen", nicht wahr, Stefan Raab?)


Wer zeigen will, dass er einen tapferen Humor besitzt und außerdem dafür ist, dass der Islam mehr noch als heute ein Teil von Deutschland wird, der könnte doch mal die Gemeinschaft der Ayatollahs des Arcus Caelestis gründen. Mit entsprechender Kostümierung. Und dann abwarten, was geschieht.

Interessant wird irgendwann wahrscheinlich die Frage: Was, wenn christliche Gruppierungen sich entsprechend radikalisieren und Leib und Leben der Religionslästerer bedrohen? Schnell würden diese "Schwestern" wieder brav über die Straßen huschen, in bürgerlicher Kleidung, um nicht aufzufallen.

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Da diese "Ordengsgemeinschaft" den Wikipedia-Artikel wohl selbst geschrieben hat, bin ich einmal gespannt, ob eine Anfrage in der WP-Diskussion weitere Informationen bringt. (Nachtrag 05.03.2014)

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Nachtrag: Alte Diskussionen gelesen. Das gefunden:

"Lieber Herr Jansen [= Janßen]

Nonnen und Schwestern gibt es nicht nur in der katholischen Religion. Fast jede Religionsgemeinschaft hat Nonnen. Es gibt niemand der das alleinige Recht darauf hat, als Nonne bezeichnet zu werden. Es gibt auch für die katholische Kirche keinen Schutz für die Bezeichnung Nonne und die im Ordenswesen verwendeten Begriffe.

Wir sehen uns nicht als Veralberung der Nonnen sondern wir arbeiten in ihrem Sinne. Unentgeltlich, ohne persönliche Vorteile für uns selbst, nur zum Wohle der Gemeinschaft. Wir nutzen die Ordensstrukturen um unsere Arbeit effektiv zu gestalten. Persönlich haben wir keinerlei Vorteile schon gar keine finanziellen. Alles was wir unternehmen (Fahrten, Kleidung usw.) finanzieren wir aus eigener Tasche.

Als "Dauerkarnevalist" möchte ich mich definitiv nicht bezeichnen lassen. Parodie empfinde ich als absolute Frechheit. Meine Arbeit hat einen sehr ernsten Hintergrund angesichts der steigenden AIDS Neuinfektionen und der steigenden Syphillis Neuinfektionen. Mein Make up und meine Kleidung macht mich einerseits für alle erkennbar, wer uns sieht, der weiß er kann bei uns unentgeltlich Safer Sex Utensilien bekommen, seine Probleme los werden oder sich einfach nur informieren."

Usw. Usf. Man sollte da weiterlesen. Denn der "Herr Jansen" weiß durchaus seine Worte und Argumente zu wählen. Spannend!

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Klasse ist das: "Parodie empfinde ich als absolute Frechheit." Klasse auch die Zeichensetzung.

Ich hatte, bevor ich das gelesen habe, meinen Diskussionsbeitrag überschrieben: "Kritik 2: Warum parodistisch-religiöse Aufmachung?"

Nun könnte ich mich auf einen Definitionswettstreit zum Begriff Parodie einlassen (den ich wahrscheinlich gewinnen würde). Aber was soll's. Es geht auch das Wort Verhohnepipelung. Da wird ja kaum jemand was dagegen sagen können, der Bilder betrachten und Texte lesen kann.

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Diese zurückliegenden WP-Diskussionen ähneln im Übrigen vereinsinternem Kaffeeklatsch. Höchst eigenartig.

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Ich beginne weiterzudenken. Ich denke an: "Was darf Satire? Ignaz Wrobel, Berliner Tageblatt 36, 27.01.1919"

Nur -- wetten? Wenn itzud jemand kommt und sagt, das SPI-Projekt, das sei halt Satire, und die Satire dürfe ja bekanntlich...? Alles! Jawohl! Dann haben diese Schwestern auch da etwas einzuwenden.

Samstag, 24. Juli 2010

Die Wikipedia und der Humor 2: Homöopathie

"Statistik zur Diskussion des Artikels Homöopathie
Die vorliegende Diskussion begann im September 2004 mit einer Überschrift "Homöopathie wissenschaftlich bewiesen?". Heute, Anfang Juli 2010, umfasst die Diskussion bereits 1,1 Millionen Wörter, mehr als die Bibel (ca. 0,8 Millionen Wörter) und ist die längste Diskussion über einen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia. In etwa 9400 Beiträgen gaben laut den Archiven 380 signierte Benutzer und weitere 300 Namenlose ihre Kommentare ab. -- Chris 12:49, 1. Jul. 2010"

In dieser Humor-Tradition habe ich heute der Diskussion auch noch das Folgende hinzugefügt:

[Hier wollte ich also den Text einfügen. Aber: nachdem ich den Diskussionsbeitrag hochgeladen hatte -- oder hatte hochladen wollen; was wird sich noch herausstellen -- war der Artikel eingefroren. Es erscheint im Moment nur der Text, ohne die Reiterkarten für Diskussion usw.]

OK, alles wieder in Ordnung. Also denn:

"Formulierung?
Gegen eingeführte Terminologisierungen sollte man nicht angehen wollen. Schon klar. Also: Das Wort
blind in Blind- und Doppel- blindstudie ist nun mal da. Auch wenn es nicht wirklich um Blinde geht. Aber so ist die deutsche Wortbildung nun mal. Und in vielen anderen Sprachen heißt es ja, übersetzt, so oder so ähnlich. Eine Sache, die nur für die Etymologiestudien von Wissenschaftssprachen interessant ist. Aber nun: 'Der Versuch sei ein sehr frühes Beispiel für Randomisierung und doppelte Verblindung.' Doppelte Verblindung? Da hat nun mal wieder die Terminologie mit dem Bürokratendeutsch eine Liebesnacht verbracht. Letzteres hat ja auch so schöne Wort- schöpfungen wie "die Beböschung der Straßen" hervorgebracht. -- Zusammenfassend: Könnte man diese Formulierung nicht ändern?"

Im Übrigen sei angemerkt: Diese WP-Diskussion in Auszügen zu lesen ist nicht nur sehr unterhaltsam, es zeigt auch, wie Wissenschaft in der Praxis auf einem Fundament aus Vorwissenschaftlichem aufruht. Es sei wieder einmal an Paul Feyerabend und sein Against Method erinnert.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Google assoziert

Ich suche eine Witz im Internet, den ich auch ohne diese Suche erzählen könnte. Er geht so:

"Ein Mann mit psychischen Problemen kommt zum Psychiater. Der macht, als Teil der ersten Einstufung des Patienten, einen Rorschachtest. Er zeigt verschiedene Kleckse, fragt den Mann, was er in diesen Bildern sehe, und der Mann antwortet jedes Mal: „Geschlechtsverkehr!“ Nach dem siebten Bild unterbricht der Therapeut, und er fragt den Mann: „Sagen Sie mal, warum sagen Sie denn immer wieder nur Geschlechtsverkehr, bei jedem Bild?“ Der Mann antwortet: „Was kann ich denn dafür, dass Sie mir nur solchen Schweinkram zeigen?!“"




Ich möchte aber wissen, ob es diesen Witz im Internet auch gibt, und ich gebe also bei Google ein: witz mann psychiater rorschach geschlechtsverkehr. Als zweiter Eintrag erscheint da:

Humor | therapie.de
https://www.therapie.de/psyche/info/ratgeber/humor/
Witze ... über Therapeuten, Psychologen, Ärzte. Hier finden Sie Witze mit und über Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und andere Irre. Wenn Sie Weitere kennen, .... Ein Mann klagt seinem Psychiater: "Seit Wochen bin ich von dem Gedanken besessen, mein Geschlechtsteil in den Gurkenschneider zu stecken.

Ich rufe die Seite auf, suche nach geschlechtsverkehr und rorschach und werde in beiden Fällen nicht fündig. Ich wundere mich. Warum wird mir die Seite dann angezeigt? Schließlich, als mein Blick noch schnell über die Seite hinhuscht, sehe ich, dass der Witz doch da steht, nur eben ein wenig anders formuliert. Die Suchwörter rorschach und geschlechtsverkehr kommen darin tatsächlich nicht vor.

Ein Mann sitzt in einer psychologischen Untersuchung. Der Psychologe malt ein Dreieck und fragt: "Woran denken Sie, wenn Sie das sehen?" - "An Sex", antwortet der Patient. Der Psychologe malt eine Kreis und fragt wieder: "Woran denken Sie, wenn Sie das sehen?" - "An Sex" antwortet der Patient. Der Psychologe malt ein Viereck und fragt wieder: "Und woran denken Sie, wenn Sie das sehen?" - "An Sex" sagt der Patient. Der Psychologe: "Sie denken immer nur an das eine!" Der Patient: "Wer malt denn hier die ganze Zeit diesen Schweinkram?" (therapie.de)

Jetzt bleibt für mich nur die Frage, wie der gegenwärtige Suchalgorithmus bei Google das finden konnte. Offenbar arbeitet Google inzwischen mit semantischen Netzen, die so etwas können. Erstaunlich!

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P. S. Dragon NaturallySpeaking schreibt im Diktat übrigens immer: Rohrschachtest. Eigentlich einwandfrei. Und semantisch-assoziativ doch sehr aufgeladen: Rohr – Schach – Test. Da lässt sich mancherlei dabei denken!

Freitag, 12. Juni 2020

Der DEUTSCHE Humor: 1 und 2

Dass der deutsche Humor nicht international ist, ist bekannt. Til Schweigers englische Fassung eines deutschen Kino-Bestseller, jetzt: "Head Full of Honey", hat es ja vor einiger Zeit wieder mal gezeigt.* Darum: Nur in Deutschland werden -- auch nur: manche -- über diese Zusammenstellung lachen können. Ich kann! Sono tedesco!



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| * >> Observer: "So lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung. Til Schweiger sagt, um mit dieser verzehrenden Krankheit umgehen zu können, brauche es Fürsorge, Mut und die Liebe einer Familie. (Doch) ein über zweistündiger Film darüber, wie herzerwärmend Alzheimer sein kann, ist mehr, als ein irregeleiteter Filmemacher seinem geduldigsten Zuschauer abverlangen darf. Es gibt keinen überzeugenden Moment in diesem Fiasko. Am Ende hat die Hauptfigur ihren Verstand völlig verloren. Gut möglich, dass die Zuschauer sich genauso fühlen." << (sueddeutsche.de. Da auch noch andere Kritiken)

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Ach, da werden wir doch, um uns aufzuheitern, wieder international!


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Mittwoch, 22. Januar 2020

DIE ZEIT und der Nicht-Humor

In der ZEIT ein Artikel über Sekten und Rechtsradikale. 

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Rechte Esoterik. Meditieren, heilen, Juden hassen. Mit Lebensweisheiten und Mantren bedienen Esoteriker auf YouTube ein Riesenpublikum. Doch viele predigen auch rechte Verschwörungstheorien. Unbeobachtet von den Behörden. Von Mio Liebentritt || 20. Januar 2020 | 514 Kommentare (zeit.de)

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Wie üblich viele Kommentare.

Und ich? Ich kommentiere einen Kommentar.

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Oben, #1.11:

"Der Artikel erwähnt zwei äußerst typische Kennzeichen von Sekten. Die Gewissheit, über eine Erkenntnis zu verfügen, die nicht allen zuteil wird oder die nicht alle für wahr halten können/wollen."

Wenn das zutrifft, dann sind ja 97% aller Kommentatoren hier Sektenmitglieder!

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*Vor AUFSCHREI bitte nachdenken und noch einmal lesen!*

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Vorab-Prüfung ist angesagt, wie so oft bei der ZEIT. Und dieser Kommentar wird stillschweigend nicht gebracht.

Ich mache gestern, 21.02.2020 doch nochmal einen Versuch. Um 16:01 Uhr. Den letzten Satz, den zwischen den Sternchen, habe ich weggelassen.

Vorab schreibe ich:

[Normalerweise spüre ich ja nicht hinter meinen Kommentaren her, die hier einfach durch das Sieb der Kontrolle fallen. Im vorliegenden Fall würde es mich aber schon interessieren, was an dieser Bemerkung so schlimm war, dass sie nicht hier gezeigt werden durfte. Ist denn die Humorlosigkeit bei der ZEIT wirklich so weit fortgeschritten?!]

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Und was konstatiere ich: Ja, die ZEIT in Gestalt ihrer Kommentarkontrolleure hat wirklich keinen Humor. Was nicht immer, aber doch oft gleichbedeutend ist: keinen rechten Durchblick.

Montag, 13. Mai 2019

Der Humor der ZEIT



"Flugreisen. Verzicht rettet die Welt nicht. || Muss man ein schlechtes Gewissen haben, wenn man eine Flugreise antritt? Nein, sagt unser Autor. Er schreibt seit der Kyoto-Konferenz 1997 über Klimaschutz. Von Niels Boeing" (zeit.de)

Ich habe diesen Artikel gelesen. Viele haben sich ja an dem komischen Zufall, dass ausgerechnet ein Mensch namens BOEING (nein, nicht die Firma, sondern eben der Journalist Niels Boeing) so plädiert, lustig gemacht. Ich auch. Mein Kommentar* wurde daraufhin ratzfatz gelöscht. Vielleicht war er nicht die höchste Form von Humor, aber so schlimmer war nun auch wieder nicht.


|* ... der ungefähr gelautet hat: "... Und nächste Woche erklärt uns Claire Brown-Coal, warum Kohlekraftwerke eine klimafreundliche Energieerzeugung ermöglichen."

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Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ee

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Montag, 2. Juli 2018

Der Tabubruch als Lebenselexier.

Das muss ich noch schnell rüberkopieren, bevor es die ZEIT löscht!

Da hatte jemand geschrieben -- irgendwie: dass die CSU so gut laufe wie Schäuble. Dannn die kritische Antwort. Dann das Löschen der ersten Bemerkung, sodass die anschließenden Widerworte gleich und automatisch mit gelöscht werden.

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"Der deutsche Humor steht am Abgrund."

Wohl wahr.

Seit die Titanic es vorgemacht hat, dass man mit gelb eingenetzten Papstsoutanen in Deutschland Lacher auf seiner Seite hat, ist einfach kein Halten mehr. Der Tabubruch als Lebenselexier.

Donnerstag, 28. Januar 2021

Manspreading?

1. Haben wir momentan keine anderen Sorgen? - 2. Gibt dieses "Manspreading" wirklich?

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Meldung:

Gesellschaft. Berlinerinnen setzen mit Hosen und Humor Zeichen gegen „Manspreading“. Wenn Männer sich breitmachen: Zwei Designerinnen aus Berlin wollen sich raumgreifende Macho-Gesten im öffentlichen Nahverkehr nicht länger gefallen lassen. || Caroline Bock, dpa, 28.1.2021. || BerlinViele Frauen kennen das. Sie sitzen in der U-Bahn oder im Bus, die Beine eng beisammen oder übereinandergeschlagen. Das männliche Gegenüber oder der Sitznachbar fläzt sich hin, macht die Beine breit und nimmt mehr Platz ein als nötig. Das Phänomen hat seit einigen Jahren einen globalen Namen: „Manspreading“. | Gegen dieses „Ausbreiten des Mannes“ in Bus und Bahn gab es in Städten wie New York, Madrid und Wien schon Kampagnen. In Berlin klärten die Verkehrsbetriebe ihre Fahrgäste bei Facebook auf, dass es für das Breitmachen keine anatomischen Gründe gebe. Sie forderten: „Knie zusammen, ihr Dödel!“ (berliner-zeitung.de)
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Ich habe den Verdacht, dass es eine Organisation "Wir brauchen eine neue Sau, die wir durch's Dorf treiben können!" gibt. Oberste Aufgabe dieser geheimen Organisation ist es, von Zeit zu Zeit Reizthemen zu setzen. Ich meine -- wer hat bevor es diese neue Mode und das doof-zeitgemäße Wort gab, von diesem Phänomen gehört? Natürlich mag es Männer gegeben haben, die sich, wie auch immer, unangenehm ausbreiten. Generell gibt es unangenehme und angenehme Menschen. Aber wieviel Prozent der Männer in öffentlichen Verkehrsmitteln sind das denn? Gibt es dazu irgendeine Untersuchung? Sowas wie beim Wiener STANDARD gilt natürlich nicht. Wenn suggestiv gefragt wird, bekommt man die Antworten, die man braucht.

Und natürlich lässt die Retourkutsche nicht auf sich warten! She-Bagging.

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Frauen haben im ÖPNV eine ganz eigene Freiraum-sichernde Strategie entwickelt, die auch ich schon beobachten konnte: Die Angewohnheit, die Hand- oder Einkaufstasche (engl. Bag) auf dem Platz neben sich zu deponieren und somit zwei Sitzflächen zu blockieren. Bittet man/ frau dann um Wegnahme der Tasche, um selbst Platz nehmen zu dürfen, wird diesem Wunsch oft nur mürrisch und widerwillig begegnet. Da auch dies keine Seltenheit im ÖPNV darstellt, wurde für diese Unart ebenfalls ein Kofferwort kreiert: das ist das sogenannte ‚She-Bagging‘. (gluecksteinpraxis.de)

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Ich glaube, ich gründe eine Partei! Für eine Gesellschaft, die ohne permanente Vorwürfe und Aufgeregtheiten auskommt. Vielleicht tut's ja auch ein Dorf, das nach der Devise Leben und Leben lassen sich einrichtet.

Sonntag, 20. Januar 2019

Ideenklau (Amazon-Rezension)

Notizbuch

Ich habe das Theaterstück von Glattauer vor ein paar Tagen als E-Book gelesen.

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Maximilian Lukas | Unlustig und wunderlich unneu ... | 12. Mai 2014 | Zusammengefasst: Diese KOMÖDIE ist in meinen Augen weder amüsant noch ein authentisches Schaffenswerk. Sie erscheint mir als schlechte Kopie eines grandiosen Theaterstückes, dessen Uraufführung ich im Herbst 2013 erleben konnte. | Hätte ich mir nur genauer das Buch-Cover angesehen! Dort steht nämlich (Eine KOMÖDIE) - vorsichtshalber in Klammern gesetzt. Vielleicht haben ja der Autor und/oder der Verlag bemerkt, dass es hier nichts zu lachen gibt. Zum Inhalt: Ein wortbissig streitendes Ehepaar sucht Rat bei einem inkompetenten Paartherapeuten, der wirkt wie von anno dazumal. Zu den Dialogen: Ohne Humor, dafür strapaziös überintellektuell, oft (menschlich) schmerzend, nervend und frustrierend. Zur Handlung: Könnte man per se als Witz betrachten, denn zu guter Letzt versuchen die Patienten die Eheprobleme des Therapeuten zu lösen. Aber deren Intervention geschieht auf so naive und platte Weise, dass selbst dieser Witz auf der Strecke bleibt. Für mich einfach nur "langweilig" und qualvoll unerfreulich. | Wer zum Thema "Eheprobleme" oder "Paartherapie" eine wirklich lustige Komödie lesen möchte, dem empfehle ich ALLES ÜBER LIEBE von Stephan Eckel. Interessant, dass dieses gefeierte Theaterstück und Buch (Kindle) im Herbst 2013 erschien und Glattauers äußerst ähnliche aber wenig wunderbare Wunderübung im Februar 2014. Riecht für mich irgendwie nach Ideenklau: nicht lustig, sondern fatal.

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Schöne, schwierige = ganz schön schwierige Frage, ob der Glattauer da abgekupfert hat. Ich glaube: eher nicht. Wenn man immer, wenn man Eheberatung = ganz lustig dargestellt sieht als geschützten Plot ansehen wollte, dann wäre das doch des guten zuviel.

Vorschlag: Mal wieder die Anfangsszene von Mr und Mrs Smith anschauen. (Komödie auch deshalb, weil Brangelina sich da kennengelernt haben. Und dann: Was ist am Ende daraus geworden!)

Montag, 11. Februar 2019

Netflix-Humor



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Wahrscheinlich hat Netflix das nicht so gemeint. Aber erst mal noch der Text, such- und durchsuchbar.

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NETFLIX ORIGINAL ENDSPIEL 2018 - Unheilbar kranke Patienten lernen im Angesicht des unabwendbaren Todes außergewöhnliche Mediziner kennen, die unsere Sicht auf das Leben und den Tod... 

Basierend auf Ihrem Interesse an: Aufräumen mit Marie Kondo

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Ganz falsch ist die Sache ja nicht: Das Ende des Lebens. Das große Aufräumen. Alles wird weggeräumt. Auf dass Platz geschaffen werde für eine neue Generation.

Freitag, 13. September 2019

Hillary Clinton (Selbstironie)

Notizbuch

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Glücklich ist der, der über sich selbst lachen kann. Der nicht zu sehr über seinen Problemen brütet, sondern stattdessen sich und die eigenen Fehler mit Selbstironie nimmt. Dass ausgerechnet Hillary Clinton, Ex-US-Präsidentschaftskandidatin und wohl berühmteste Wahlverliererin der Welt, eine ungeahnte Fähigkeit zum Humor in eigener Sache hat, ist einigermaßen überraschend. Gerade erst nahm die 71-Jährige hinter einem massiven Oval-Office-Schreibtisch Platz und blättert sich eine Stunde lang durch ihre eigenen, ausgedruckten E-Mails.

Es war nicht der echte Schreibtisch im Weißen Haus, sondern nur eine Replik auf der Biennale in Venedig. Aber es waren ihre echten E-Mails. Genau die, deretwegen sie wohl nicht Präsidentin geworden ist. Weil während des Wahlkampfes 2016 öffentlich wurde, dass Clinton während ihrer Zeit als US-Außenministerin für ihre gesamte dienstliche Kommunikation ihren privaten, ungesicherten E-Mail-Account genutzt hatte und somit mit Staatsgeheimnissen unverantwortlich umgegangen war. Die US-Bundespolizei FBI ermittelte damals, wenn auch, ohne Anklage zu erheben. (sueddeutsche.de)

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Freitag, 11. Oktober 2019

Gewalt & Killerspiele

"Der Täter von Halle filmte seine Morde und streamte das Video live auf der Plattform Twitch. Der Dienst gehört Amazon, die meisten Nutzer veröffentlichen dort Livestreams von Videospielen. Nach Angaben von Twitch schauten etwa fünf Personen der Live-Übertragung zu. Danach blieb die Aufnahme eine halbe Stunde online, bevor Twitch sie löschte. In dieser Zeit sollen etwa 2200 Menschen das Video abgerufen haben. Auf Twitch selbst blieb das Publikum also überschaubar – allerdings luden einige Zuschauer das Video herunter und verbreiteten es auf anderen Kanälen. In Foren wie 4chan und Kiwi Farms teilten Nutzer Links und Screenshots. So entstand ein Schneeballeffekt, der dem Video zusätzliche Aufmerksamkeit bescherte. Später berichteten große Medien, erzählten die Inhalte nach oder zeigten sogar den Täter in Nahaufnahme. So erreichte seine Botschaft eine breite Öffentlichkeit.

In seinem Video nutzt der Angreifer die Sprache einer Online-Subkultur, die sich in anonymen Foren vernetzt. Die meisten Nutzer sind männlich, jung und weiß. Sie propagieren radikale Redefreiheit, die angeblich an die libertäre Netzkultur der Frühzeit des World Wide Webs anknüpft. Jeder soll alles sagen dürfen, ohne auf die Befindlichkeiten von Minderheiten Rücksicht nehmen zu müssen. Dieses Selbstverständnis dient oft als Vorwand für rechtsradikale, rassistische und antisemitische Hetze. Auch Frauenfeindlichkeit und Schwulenhass sind weit verbreitet. Die Nutzer wandeln ständig auf der Grenze zwischen anarchischem Humor und offener Menschenverachtung. Aus sarkastischen Insider-Witzen wird purer Hass. Das erschwert die Arbeit für Ermittler: Oft lässt sich nicht unterscheiden, wo der „Spaß“ aufhört und der Ernst beginnt." (Süddeutsche E-Bezahlversion)

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Im Zusammenhang mit den Morden in Halle wird auch die Radikalisierung durch Computerspiele angesprochen. Man sollte in eine -- nicht eben leicht zu findende, weil mehrfach verschobene -- Wikipedia-Diskussion zu diesem Thema zurückblicken! Und auch dahin und dahin ...

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Der weitere Blick:

TAZ*
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* Sexismus in „Red Dead Redemption 2“ | Gamer tötet „nervige Feministin“ | Videos zeigen, wie ein Gamer eine Frauenrechtlerin in „Red Dead Redemption 2“ misshandelt und verbrennt. Die Community ist begeistert.