Freitag, 7. März 2014

Another kind of body art

Was man im Netz nicht so alles findet. Ist das nun ein erweiterter Kunstbegriff, ist es Kreativität? Oder ein Versuch, mit besonders bizaarren Schlagzeilen einen Mangel an Fähigkeiten, Connections, Ruhm auszugleichen? Warum nicht versuchen, es Charlotte gleichzutun? Oder ist die schon wieder nicht mehr berühmt? Herostratos grüßt. Und in die BILD schafft man es auf diese Weise schon mal. Ist ja ein Anfang.

VÖLLIG BIZARR! | 70 x Sex für dieses Bild | Künstler Martin von Ostrowski malt mit Sperma... | 23.12.2008 - 00:23 Uhr | Von Roland Keitsch | Das Porträt eines nackten Mannes, in milchigem Weiß auf schwarze Leinwand gepinselt. Bizarr: Das Bild besteht aus 70 Orgasmen. Denn der Künstler malt mit Sperma! | Spritzig? Witzig? Oder eklig? | Martin von Ostrowski (50) fand für eine Bilder-Serie über Callboys normale Ölfarben nicht mehr passend. Das Material sollte Bezug zum Thema haben. So kam er drauf... | 2003 fertigte er ein erstes Selbstporträt aus „körpereigener Farbe“ an. Danach porträtierte er Freunde. | Die mussten bis zu einem Jahr lang ihr Sperma im Präservativ sammeln. Ostrowski: „Am besten hält es sich in einem Glas im Gefrierfach.“ Ist genug „Farbe“ beisammen, fotografiert er sein Modell zunächst nackt. Das Bild nimmt er als Vorlage. | Der Künstler: „Das Sperma taue ich auf. Dann hat es einen derart intensiven Geruch, dass ich heftig Lust auf Sex bekomme.“ Pech, denn jetzt muss er ja zum Pinsel greifen – und das Porträt mit bis zu sieben Schichten auftragen. | Nur mit einem seiner Modelle hatte der schwule Künstler Sex – mit Lutz, mit dem er über sechs Jahre zusammen war. Sein Freund starb vor zwei Jahren an einem Hirnschlag. Ein Porträt fertigte er erst eineinhalb Jahre nach dessen Tod an: „Ich hatte noch zwei Gläser Sperma im Kühlschrank.“ | Ostrowski plädiert dafür, „zum Körper als Ganzes zu stehen. Und damit auch zu den Körperflüssigkeiten. Damit liege ich im Trend“. Schließlich habe ja auch Charlotte Roche mit ihren Ergüssen einen Bestseller gelandet...

Ok, in die BILD. In die Wikipedia bislang offenbar noch nicht. Kann ja noch werden. Und natürlich die Zahlen! 70, das lässt sich leicht toppen. 

1000 Orgasmen: Künstler malt Männer mit Sperma Ausstellung im Schwulen Museum Berlin Kurt Spermaportrait liegend - Bild: Martin von Sostrowski | 07.01.2009 | 17:18 | Eine außergewöhnliche Ausstellung findet derzeit im Schwulen Museum Berlin statt: Der Künstler Martin von Ostrowski präsentiert dort seine "Spermaportraits".

Was für eine bizarre Gesellschaft! Und vielleicht doch: "altrömische Dekadenz"?

Mittwoch, 5. März 2014

Ladekabel-Normierung


"Ich ärgere mich seit Jahren a) über die unzähligen Formate, die "auf der anderen" Seite von USB in proprietären Formaten entwickelt werden. Jetzt eben: Ich kaufe eine externe 2.5"-Festplatte von Toshiba (Stor.E Alu 2D). und wieder mal ein Stecker, den ich noch nie gesehen habe. (Asymetrisch, in der nicht mittigen Mitte eingekerbt!) Bei Gelegenheit mach ich mal ein Bild und stelle es online.) b) Die verschiedenen Ladekabel haben kein Gerät- / Typenschild. Ich bringe immer selbst ein Schild an, um halbwegs durchzublicken. Könnten das die Firmen nicht wenigstens selbst machen?! 

Frage jetzt: Gibt es Bemühungen, die Handy- Digikam- Festplatten- Usw.-Firmen dazu zu bringen, wirklich nur technisch notwendige Steckerformate zu entwickeln? Kennt jemand entsprechende Bemühungen, vielleicht von seiten der EU, die doch sonst jede Bananenkrümmung festlegt? Ich habe mal gelesen, dass China vor Jahren dekretiert hat, dass es nur noch 3 Steckertypen bei Ladekabeln geben darf. Ich weiß nicht, ob man damit auskommt. Aber es wäre doch gut, wenn es, aus Umweltschutzgründen und Verbraucherfreundlichkeit, eine Normierung der Steckertypen gäbe. Ich würde jeder Bewegung beitreten, die dieses Ziel auf ihre Fahnen schreibt!"

Ob es da Antworten gibt?!

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Ja, es gibt Antworten! Sogar ziemlich engagierte. Und der Fragesteller resümiert:

"Dank für die guten Antworten und Hinweise! // Wichtig, glaube ich: "Ähnlich ist das ja bei Automobilen. Auch da wird ungeheuer an den Ersatzteilen verdient, weil es so viele Typenunterschiede gibt. Das ist nicht verbraucherfreundlich, aber daran ändern wird sich wohl nichts." // Keine Änderung möglich? Es sei denn, eine große Organisation -- vielleicht der "neue ADAC"? ;-) -- macht die Sache zum Thema, und die Käufer kaufen die Autos, die in den wesentlichen Teilen normiert sind. Die Argumente Kosten und Umweltschutz müssten doch eigentlich ziehen. Vielleicht doch eine Frage des neuen Kosten-Umweltschutz-Marketing, das die Firmen zur Vereinfachung zwingt? Man muss ja nicht beim Audi 8 / Mercedes E / 7er BMW anfangen, Autos, bei denen die Besitzer eh an Status und nicht an die Umwelt und schon gar nicht an die Kosten denken."

Lob des Professors Ernst Kausen

Gestern beim Aufräumen eine "Sozusagen"-Folge über Sprachfamilien mit dem bemerkenswert vielseitigen Mathematik-Professor Ernst Kausen. Eine angenehme Stimme, eine angenehm unprätentiöse Darstellung. Sehr hörenswert! Ich werde mir Kausens Buch, später die beiden anderen Bücher zum Thema Sprachfamilien aus der Bibliothek holen. (Auch, um mir die Frage zu beantworten, was da anders gemacht ist als in der reichhaltig vorhandenen Literatur.)

Ich staune dann, als ich suche und lese

"Ausgezeichnete Wikipedia-Artikel im Bereich der Sprachwissenschaft (als Hauptautor)

Exzellente Artikel
  • Sumerisch
  • Elamisch
  • Baskisch
  • Burushaski
  • ..."
Jemand, ein Professor gar, der unter seinem bürgerlichen Namen bei der WP mitmacht! Chapeau!

Todestrafe: Pentobarbital und anderes

Aus der Wikipedia-Diskussion.

Eine Frage, die mich umtreibt, seit ich Meldungen wie diese gelesen habe:

"Giftmangel ist das akuteste Problem. Ein EU-Ausfuhrstopp hat den Nachschub des vom dänischen Pharmakonzern Lundbeck hergestellten Pentobarbitals abgeschnitten. Viele Staaten testen auf eigene Faust Alternativen, mit oft grausigen Folgen. Die letzten Worte des in Oklahoma hingerichteten Mörders Michael Lee Wilson waren: "Ich spüre, wie mein ganzer Körper brennt." Texas, South Dakota und Missouri bestellen ihr Gift bei einer obskuren US-Apotheke. Andere erwägen, die Todeskandidaten statt dessen vor ein Erschießungskommando zu stellen." (SPIEGEL Online)

Gerade läuft eine Sendung in WDR 5, über Sterbehilfe in der Schweiz. Das neue Buch einer französischsprachigen Autorin. (Im Sendeplan von WDR 5 seltsamerweise nicht zu finden.) Das ist nur der Anlass für die folgende einfache technische Frage, jenseits der ethischen Implikationen: Warum verwenden die USA nicht die Mittel, die für die Sterbehilfe in der Schweiz und anderswo verwendet werden? WP, Sterbehilfe: "Aktive Sterbehilfe erfolgt oft durch Verabreichung einer Überdosis eines Schmerz- und Beruhigungsmittels, Narkosemittels, Muskelrelaxans, Insulin, durch Kaliuminjektion oder einer Kombination davon." Verdachtfrage: Sind diese Mittel zu wenig grausam oder zu wenig sicher?

Hallo, Amazon!

Manchmal frage ich mich dies: Warum kommen Manager nicht auf die wichtigen, naheliegenden und leicht zu denkenden vernünftigen Fragen? Hier also: Ich werde immer wieder aufgefordert, eine Bewertung abzugeben, wenn ich bei Amazon etwas gekauft habe. Manchmal ist diese Aufforderung, eine Beurteilung abzugeben, sinnvoll, manchmal nicht. Manchmal überhaupt nicht. -- Beispiel:

Ihr Einkauf: Produktbild IKEA Martratzenschoner SKYDDA Matratzenauflage in 140 x 200 cm - kein Verrutschen (Neu) | Von normon Voraussichtliches Lieferdatum: 27. Februar 2014 - 3. März 2014 Wählen Sie eine Bewertung für den Verkäufer basierend auf diesen Fragen Artikel spätestens erhalten am: 3. März 2014? Artikel wie vom Verkäufer beschrieben? | Schneller und zuvorkommender Service? (Wenn Sie den Verkäufer kontaktiert haben) 5 (hervorragend)  4 (in Ordnung)
...

Also: Wenn ich ein Buch bestelle, dann blättere ich das durch und kann sagen: "Mit der Bestellung -- dem Bestellvorgang als solchen -- war alles in Ordnung." Oder auch nicht. Die Qualität des Buches kann ich erst beurteilen, wenn ich das Buch gelesen habe. Bei einem Matratzenschoner ist das Urteil nach 1 Jahr sinnvoll. Wie hat er sich bewährt, nach 12 mal Waschen? Was soll ich dazu direkt nach Eingang der Ware denn sagen?!

Sinnvoll wäre doch eine gestufte Abfolge: Den Kunden erst mal und generell fragen, ob er überhaupt urteilen will bei seinen Bestellungen. Wenn er Nein sagt, dann überhaupt keine Aufforderung. Der Kunde kann aber, wenn er mag, trotzdem aktiv werden. Wenn er Manchmal sagt, dann eben manchmal eine Nachfrage. Wenn der Kunde sagt: "Beurteilung nur, wenn ich das gewünscht habe", dann ein Häkchen bei der Bestellung. Oder eben auch nicht. Und ganz allgemein: Wenn es um Waren geht, die erst nach einiger Zeit beurteilt werden können, dann muss die Aufforderung, wenn der Kunde das will, eben später kommen: "Sie haben vor 1 Jahr einen Ikea-Matratzenschoner gekauft. Wie hat er sich denn bewährt? Wie würden Sie urteilen?" 

Das ist doch nicht schwer einzurichten auf der Amazon-Seite. Warum gibt es das alles nicht längst?

Dienstag, 4. März 2014

Die Schwestern des Perpetuellen Doofseins

Der Karneval geht allmählich zuende. In Ordnung. Das Folgende ist aber kein Kölner Humor ...

Mir fällt es zunehmend schwer, in einer Gesellschaft zu leben, die kein Gespür für korrektes Benehmen hat. Im Großen wie im Kleinen. In einer Gesellschaft, deren Gruppen schnell kuschen, wenn auch nur das mindeste Risiko besteht, die aber die Sau rauslassen, wenn sie das ungestraft tun können. (Natürlich gibt es wie immer Ausnahmen.) -- Beispiel, per Zufall gefunden:

"Schwestern der Perpetuellen Indulgenz", Rohübersetzung: "Schwestern der beständigen Nachsicht".

Natürlich ist der katholische Schwestern- und Ordensbegriff heute nicht mehr schützbar. Aber dass da höhnisch mit alten Mustern getönt wird, das ist einfach ein Zeichen von gesellschaftlich akzeptierter Doofheit, die heute allüberall waltet und oft zum Medien-Leitbild erhoben wird. ("Witzischkeit kennt keine Grenzen", nicht wahr, Stefan Raab?)


Wer zeigen will, dass er einen tapferen Humor besitzt und außerdem dafür ist, dass der Islam mehr noch als heute ein Teil von Deutschland wird, der könnte doch mal die Gemeinschaft der Ayatollahs des Arcus Caelestis gründen. Mit entsprechender Kostümierung. Und dann abwarten, was geschieht.

Interessant wird irgendwann wahrscheinlich die Frage: Was, wenn christliche Gruppierungen sich entsprechend radikalisieren und Leib und Leben der Religionslästerer bedrohen? Schnell würden diese "Schwestern" wieder brav über die Straßen huschen, in bürgerlicher Kleidung, um nicht aufzufallen.

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Da diese "Ordengsgemeinschaft" den Wikipedia-Artikel wohl selbst geschrieben hat, bin ich einmal gespannt, ob eine Anfrage in der WP-Diskussion weitere Informationen bringt. (Nachtrag 05.03.2014)

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Nachtrag: Alte Diskussionen gelesen. Das gefunden:

"Lieber Herr Jansen [= Janßen]

Nonnen und Schwestern gibt es nicht nur in der katholischen Religion. Fast jede Religionsgemeinschaft hat Nonnen. Es gibt niemand der das alleinige Recht darauf hat, als Nonne bezeichnet zu werden. Es gibt auch für die katholische Kirche keinen Schutz für die Bezeichnung Nonne und die im Ordenswesen verwendeten Begriffe.

Wir sehen uns nicht als Veralberung der Nonnen sondern wir arbeiten in ihrem Sinne. Unentgeltlich, ohne persönliche Vorteile für uns selbst, nur zum Wohle der Gemeinschaft. Wir nutzen die Ordensstrukturen um unsere Arbeit effektiv zu gestalten. Persönlich haben wir keinerlei Vorteile schon gar keine finanziellen. Alles was wir unternehmen (Fahrten, Kleidung usw.) finanzieren wir aus eigener Tasche.

Als "Dauerkarnevalist" möchte ich mich definitiv nicht bezeichnen lassen. Parodie empfinde ich als absolute Frechheit. Meine Arbeit hat einen sehr ernsten Hintergrund angesichts der steigenden AIDS Neuinfektionen und der steigenden Syphillis Neuinfektionen. Mein Make up und meine Kleidung macht mich einerseits für alle erkennbar, wer uns sieht, der weiß er kann bei uns unentgeltlich Safer Sex Utensilien bekommen, seine Probleme los werden oder sich einfach nur informieren."

Usw. Usf. Man sollte da weiterlesen. Denn der "Herr Jansen" weiß durchaus seine Worte und Argumente zu wählen. Spannend!

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Klasse ist das: "Parodie empfinde ich als absolute Frechheit." Klasse auch die Zeichensetzung.

Ich hatte, bevor ich das gelesen habe, meinen Diskussionsbeitrag überschrieben: "Kritik 2: Warum parodistisch-religiöse Aufmachung?"

Nun könnte ich mich auf einen Definitionswettstreit zum Begriff Parodie einlassen (den ich wahrscheinlich gewinnen würde). Aber was soll's. Es geht auch das Wort Verhohnepipelung. Da wird ja kaum jemand was dagegen sagen können, der Bilder betrachten und Texte lesen kann.

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Diese zurückliegenden WP-Diskussionen ähneln im Übrigen vereinsinternem Kaffeeklatsch. Höchst eigenartig.

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Ich beginne weiterzudenken. Ich denke an: "Was darf Satire? Ignaz Wrobel, Berliner Tageblatt 36, 27.01.1919"

Nur -- wetten? Wenn itzud jemand kommt und sagt, das SPI-Projekt, das sei halt Satire, und die Satire dürfe ja bekanntlich...? Alles! Jawohl! Dann haben diese Schwestern auch da etwas einzuwenden.

„†“

Hatten wir das hier nicht schon mal? Ja. Doch. Ach, egal. 

Wer erfahren möchte, wie -- exemplarisch -- in der Wikipedia um das Richtige gerungen wird, der kommt um diese Diskussion einfach nicht herum: "Wikipedia: Meinungsbilder / Genealogische Zeichen". Darf bei Nicht-Christen als Gestorben-Zeichen „†“ stehen oder darf das nicht stehen? Wow, wird da vielleicht gerungen! Und der Teufel (Achtung! Metapher!), der steckt im Detail, das die juristisch und formal Denkenden immer und grundsätzlich und rasch ausgraben.

Feldermodell des deutschen Satzes -- sinnvoll?

Ach, wie schön ist es, in großen theoretischen Zusammenhängen hin und wieder Dampf abzulassen! So wie eben. Mit einer Meinungsäußerung, die gute Chance hat, wegen "Theoriefindung" sogar aus der Diskussionseite bei der Wikipedia herausgenommen zu werden. Darum zur Sicherheit hier noch einmal aufgehoben:


In dem Artikel kommt, sehe ich es recht, "Kritik" / "kritisch" nicht vor. Wahrscheinlich zurecht, weil es bei der Topologie so ist wie meist in der Linguistik: Entweder man erkennt etwas an, dann macht man mit und kritisiert höchstens im Detail, um zu zeigen, dass man die Sache verstanden hat und zur Gemeinschaft der Insider gehört. Oder man macht nicht mit, dann kritisiert man auch nicht, weil man keine Lust hat, sich längere Zeit mit etwas, das einem "irgendwie fremd ist" zu beschäftigen. -- Mein kritischer Ansatz: In der Linguistik gibt es nur zwei Gebiete, in denen Sinn und Erfolg eines Modells ausgetestet werden können: a) die Sprachdidaktik und b) die automatische Übersetzung via anwendbarer Algorithmen. Die Feldereinteilung ist für mich ein Beispiel, wie mit einen irrsinnigen theoretischen Aufwand nahezu nichts im Sinne von a) / b) erreicht wird.

Beispiel: "Wenn, wie oben gesagt, Mittelfeld und rechte Klammer zusammen eine Phrase bilden, ferner das Vorfeld eine Phrase bildet, und in der linken Klammer das Verb als einzelnes syntaktisches Wort steht, ergibt sich ein Aufbau, der genau so von der X-Bar-Theorie der Phrasenstruktur vorausgesagt wird, nämlich die Gliederung in Spezifikator, Kopf und Komplement. Das Phänomen, dass das Vorfeld eine ganze Phrase darstellt, die linke Klammer jedoch nicht, wäre damit aus allgemeinen Prinzipien des Strukturaufbaus abzuleiten. Es ergibt sich eine Analyse des deutschen Satzes als Komplementierer-Phrase (CP) mit einer Kopfposition C:"

Ja, wenn! Und ob es sinnvoll ist, sich von X-Bar die Weihen abzuholen, ist noch mal die Frage. (BTW: Der Doppelpunkt bei C: ist von einer besonderen Eleganz.)

Ich für meinen Teil sehe beim Feldermodell wieder mal Paul Feyerabend bestätigt, der einst geschrieben hat: "Dieses Verfahren [des Zweisprachen-Modells der Wissenschaftstheorie], das manchmal einen ungeheuren logischen Apparat erfordert und deshalb oft als der letzte Schrei einer wahrhaft wissenschaftlichen Philosophie angesehen wird, ist noch schlechter als die einst recht beliebte Forderung, Zweifelsfragen durch Übersetzung ins Lateinische zu klären." (Erläuterung, nur zur Sicherheit: Eine "Übersetzung" einer Sache in eine wie immer geartetete Metasprache ist so lange keine wissenschaftliche Erklärung bis ein Nutzen durch diese Übersetzung gezeigt werden kann. Vgl. a) und b) oben. Das bloße Gefühl von Insidern, jetzt etwas erklärt zu haben und zur Gruppe der "Wissenden" zu gehören, ist in keinem Fall ausreichend.)

Montag, 3. März 2014

Karneval: Ein japanisches Streiflicht

Passend zu einem bestimmten Datum veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung am vergangenen Mittwoch dieses schönen Zeilen. Zitatweise so viel:

Streiflicht

In diesen Tagen schaut Japan nicht nur wegen Beethovens Neunter und dem FC Bayern München voller Neid nach Deutschland, mag sich zu diesem Neid auch ein wenig Fassungslosigkeit gesellen. Tausende nicht nur wie Neonquallen leuchtende, sondern im Verlauf der Feierlichkeiten auch so singende und sprechende Erwachsene werden sich im Karneval als menschliches Gesamtkunstwerk präsentieren. So etwas haben sie da drüben in Japan nicht. Für eskalierendes Gruppenverhalten ist dort nur die Karaokebar vorgesehen, wohin es die Männer nach einem Zwölfstundenarbeitstag zieht. Dort überlässt man sich im Schatten schummriger Lampen und der noch schummrigeren Kollegenfreundschaft der befreienden Wirkung des Alkohols, bis erst die Gesangsstimme und dann der Vorname hervorbrechen. Japaner sind bekanntlich in der Präsentation ihrer Persönlichkeit zurückhaltend. Ein Zustand, den der Rheinländer als ansteckende Krankheit betrachtet. Denn seinen Gedanken, seinen Gefühlen und vor allem seinen Worten Grenzen aufzuerlegen, ist für einen Kölner ungefähr so, als würde er von tausend japanischen Samurais in den Würgegriff genommen.

...

[Zwei weitere Absätze.]

Süddeutsche Zeitung, Mittwoch, den 26. Februar 2014. Seite 1

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Automatisch erstellte Übersetzung / Google: ...

Wieder rausgenommen. K. sagt, dass das, was Google da abliefert, unverständliches Gebrabbel ist und noch nicht mal das Wort Streiflicht irgendwie erfasst wird. Es ist eine Annäherung aus dem Englischen.  saido raito = 'sided light'?

Softonic

Wenn ich ein Programm suche, stoße ich immer wieder mal auf die Firma Softonic. Beispiel: Suche nach einem Thumnail-Programm. Ich meide Softonic instinktiv, weil da vor dem Download so allerlei an Zusätzlichem verlangt wird. Mein normaler Download-Ort: chip.de. -- Nun habe ich einmal nachgesehen, und die Urteile über Softonic, die ich so finde, stimmen mit meinem Gefühl überein:

22.10.2010 MK1989 || Hallo, Softonic ist zwar eine legale Download-Plattform - aber mit der Seriosität zeigen sich in letzter Zeit immer mehr Lücken. Warum muss man mittlerweile vorher einen "Softonic-Downloader" herunterladen und installieren und deren Programme zu beziehen? Hat sich Softonic etwa dafür entschieden, mehr über ihre User zu erfahren? Zudem gibt´s auch Abzockfälle bei Softonic. Zwar haben hier die User die AGBs nicht richtig gelesen bzw. sie wurden unzureichend über das ABO-Angebot informiert. Eine Plattform ist seriös, wenn sie entstehende Kosten nicht erst versteckt in den AGBs erwähnt. Gruß MK1989

30.12.2011 #IRON# Gesperrt [?]** || Das war eine gute Idee. Der Softonic Downloader und vergleichbare Programme bundeln zusätzlich zum gewünschten Programm meist allerlei fragwürdige Toolbars und Add-ons, die z.B. die Suchergebnisse im Browser manipulieren usw. Will man nicht, braucht man nicht. Lässt sich schwer wieder rückgängig machen, wenn man nicht vorher aufpasst und bei der benutzerdefinierten Installation die Häkchen im Kleingedruckten rausnimmt.

--

|* Einige formale Kleinigkeiten (Zeichensetzung usw.) von mir verändert.
|** Warum der hier doch recht besonnen auftretende User #Iron# gesperrt worden ist, weiß ich nicht.

Samstag, 1. März 2014

Lehrpläne im Fach Geschichte

Ich bin mal wieder bei dem Thema "Lehrpläne". Speziell: Geschichte. Das Thema betrifft aber alle anderen Schulfächer. Und nicht nur, weil G8 / G9 mal wieder zur Diskussion steht. In der Wikipedia, wo ja Fachleute mitlesen, habe ich in der Diskussion zum Thema Lehrplan mal am 9. Mai 2012 das Folgende eingerückt.

Geschichte und Herausbildung der Lehrpläne // Ich bin schon seit längerem auf der Suche nach Forschungen zur Geschichte der Lehrpläne: Wie sind die Inhalte im Laufe der Zeit festgelegt worden, in welchem Umfang wurden sie wann verändert? Große Brocken natürlich da: die NS-Zeit. Aber auch der Anfang und die Neufestlegung nach dem 2. Weltkrieg wäre ein wichtiger Einzelpunkt. -- Kennt jemand da Forschungen? Wenn ja, dann: rein damit in den Artikel! Im Zweifelsfall sogar: für die einzelnen Fächer gesonderte Abschnitte bei den Fächern. (Beispiel: Wie wurde 1930, wie 1935 die "jüdische Physik" von Einstein und anderen jüdischen Physikern im Unterricht behandelt?)

Heute habe ich nachgesehen. Niemand kennt offenbar eine solche Untersuchung. Was ja schon mal für sich genommen erstaunlich ist. Dabei müsste dieses Thema doch von den Schulministerien einmal grundlegend untersucht und dann ständig im Auge behalten werden.

Im Moment scheint zu gelten: Wie alle Traditionen wird nicht gerne nachgefragt, wie denn die Traditionen und das Traditionalimen entstanden sind. Wahrscheinlich weil alle, die an relevanter Stelle sitzen, schon ahnen, dass da manches herauskäme, was man schlecht begründen kann. Die Europa- und die Politik-Krieg-Zentriertheit im Fach Geschichte zum Beispiel. Was macht man, wenn man im Zeitalter der Globalisierung die ganze Welt historisch erfassen soll und wenn neben der herkömmlichen Politik-Krieg-Geschichte alle anderen Gebiete mit erfasst werden sollen? (Ich weiß, ich weiß: ein wenig Wirtschafts-, Kunst-, Technik-, Ideengeschichte usw. ist schon in den Schulbüchern drin. Aber nach welchen Kriterien ist da ausgewählt worden? Klar, nach den Kriterien einer nicht weiter reflektierten Tradition. James Watt und die Dampfmaschine, ja, die Erfindung des Lasers, nein. -- Und wie soll man, da doch immer Neues dazu kommt, da auswählen und Altes streichen, um Neues aufnehmen zu können?! Nach welchen Kritierien?!)

Fassen wir mal zusammen: Zu den Tabu-Themen gehört eben nicht nur Sex und Tod. (Und da gibt es ja Forschung noch und nöcher.) Tabuisiert sind, zum Verderben des rationalen gesellschaftlichen Diskurses, vor allem die Dinge, die traditionell unhinterfragt sind und bleiben. Die Lehrpläne und ihre Veränderungen und die Kriterien der Veränderung beispielsweise.

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Weitere Wikipedia-Diskussionen:


Freitag, 28. Februar 2014

GGS -- Das Spiel

Da hat der Wikipedia-User Geezer im Café eine lustige Idee! Wir wollen diese Idee zu Ehren des Erfinders "Geezers Google-Spiel" nennen und mit GGS abkürzen. Welche Bilder werden gefunden, wenn man bei Google möglichst unzusammenhängende Wörter eingibt. Geezers Beispiel: " Papst Giraffe Regenrinne". Er wählt als lustigstes Bild, das da zu finden ist, dies aus:


Individuell, je nach Cookies, die gespeichert sind? Vielleicht doch nicht. Meine Suche ergibt dieses Bild in diesem Bild-Kontext, ungefähr auf dem zweiten Bildschirm, wenn ich nach unten scrolle. 


Erstaunlich ist, dass man das Spiel relativ einfach auf die Spitze treiben kann. Mein Test "Taubenschlag Thronfolger Sayonara" ergibt einen einzigen Treffer, nämlich dieses Cover: 


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P. S. Seltsam, dass ich das Label "Google-Spiel" schon in der Label-Sammlung hatte. Das hatte ich glatt vergessen.

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Nachtrag: Das mit dem Cover war vorgestern. Heute sind es ein paar Bilder mehr, einige davon durch meinen Eintrag hier im Blog bewirkt. Ja, ja, die Selbstreferentialität eben! (Stand: 01.03.2014)

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Das neue Bild, das mir gut gefallen hätte von einer neuen "Taubenschlag Thronfolger Sayonara"-Suche, ist auf der fraglichen Web-Site leider schon nicht mehr zu fnden. Also hier nur die sehr kleine Darstellung von der Google-Suche. 


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Auf der anderen Seite -- wozu gibt es denn die Ähnliche-Bilder-Google-Suche. Hier schon etwas größer und echter:



(03.03.2014, ein stiller, sonniger Rosenmontag.)

Donnerstag, 27. Februar 2014

Herr Keuner, der Denkende

Heute morgen spontaneamente daran gedacht. An die Keuner-Geschichten. Gesucht. Und sieh da -- Brechts Keuner-Geschichten sind im Netz. Nur halt -- nicht sorgfältig redigiert.

Als Herr Keuner, der Denkende, hörte daß der bekannteste Verbrecher der Stadt New York Ein Spritschmuggler und Massenmörder wie ein Hund niedergeschossen und Sang- und klanglos begraben worden sei Äußerte er nichts als Befremden."Wie", sagte er, "ist es so weit Daß nicht einmal der Verbrecher seines Lebens sicher ist Und nicht einmal der zu allem bereit ist (?) Einigen Erfolg hat? Jeder weiß, daß die verloren sind Die auf ihre Menschenwürde bedacht sind.

So also sollte es wohl heißen. (Wobei man die daß- / dass-Frage natürlich nach Geschmack entscheiden muss, und das letzte Anführungszeichen kann auch ein Problem sein. Aber soll man wörtliche Rede über die Absatzgrenzen hinweg gehen lassen?).

Als Herr Keuner, der Denkende, hörte, dass der bekannteste Verbrecher der Stadt New York, ein Spritschmuggler und Massenmörder, wie ein Hund niedergeschossen und sang- und klanglos begraben worden sei, äußerte er nichts als Befremden. "Wie", sagte er, "ist es so weit, dass nicht einmal der Verbrecher seines Lebens sicher ist? Und nicht einmal der, der zu allem bereit ist, einigen Erfolg hat? Jeder weiß, dass die verloren sind, die auf ihre Menschenwürde bedacht sind."

Hat da jemand mit der Hand getippt und nicht mehr durchgelesen? Und die Frage ist dann natürlich auch, ob das Copyright auf die Texte Brechts schon erloschen ist. Der arme tote BB, 1898-1956. 1956+70 = 2026! Da sind es noch ein paar Jährchen hin.

Aber wer weiß, vielleicht ist das Urheberrecht tatsächlich längst obsolet geworden, und der arme Sven Regener schreit sich vergebens die Kehle wund.

Fleischesser sind seltener krank ...

Ich halte das jetzt einfach mal fest. Und warte darauf, dass vielleicht doch herauskommt, dass die Untersuchung von der österreichischen Fleischindustrie in Auftrag gegeben war. Oder zumindest, dass zwei Vegetarier-Vereine behaupten, dem sei wahrscheinlich so.

Gesundheitsrisiko Fleischverzicht / Fleischesser sind seltener krank als Vegetarier / Mittwoch, 26.02.2014, 20:38 von FOCUS-Online-Redakteurin Sybille Möckl / Streng vegetarische Ernährung - gesund oder nicht? / Steak-Liebhaber können aufatmen: Laut einer österreichischen Studie bekommen Menschen, die Fleisch essen, seltener Krebs, einen Herzinfarkt oder Allergien. Über die Gründe sind die Forscher noch uneins. / Dem weitverbreiteten Klischee, dass Fleischverzicht generell gesundheitsfördernd ist, tritt das Ergebnis einer aktuellen Studie entgegen. Demnach bekommen Menschen, die sich vegetarisch ernähren, häufiger Krebs und öfter Herzinfarkte als Fleischesser. Das ergab die Auswertung der Forscher der Medizinischen Universität Graz, die ihre Ergebnisse jetzt im Fachjournal „Plos One“ veröffentlichten. Darüber hinaus ist die Lebensqualität der Vegetarier niedriger und sie benötigen mehr Leistungen des Gesundheitssystems.

Allerdings, man beachte: Fleisch essen heißt nicht Dauernd-zuviel-Burger-essen!



Iceman4 und die reine Utopie

Auch die SZ hat es gemeldet. Hier nach RP. 27. Februar 2014 | 07.27 Uhr

Studie von Wirtschaftsforschung 1 / So ungleich ist Vermögen in Deutschland verteilt / Berlin. Nirgendwo in Europa sind Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland. Immerhin nahm die Ungleichheit seit 2002 nicht zu, zeigt eine Studie. Westdeutsche haben doppelt so viel wie Ostdeutsche, Männer ein Drittel mehr als Frauen. Von Birgit Marschall.

Schon um 08:11 Uhr kommentiert ein iceman4 -- der Name passt ja irgendwie -- meinungsstark und argumentschwach:

Na, da wird mal wieder kraeftig neid geschuert. In einem gesunden staat kann es nur ein ungleichgewicht geben. Es gibt keine chancengleichheit. Das ist reine utopie. Nur idioten glauben an eine gerechte verteilung.

Mit welcher Entschlossenheit unser Mann aus dem Eis dekretiert! Nur Idioten ... Glaubt unser Ötzi wirklich, dass auf diese Weise irgendein Argument entsteht? Und das Stichwort Neid soll die Inhalte in den Boden stampfen. Neid -- ein so wohlfeiles, wie in diesem Zusammenhang unsinniges Wort. Ich bin nicht im mindesten auf irgend jemanden neidisch. Ich kann aber trotzdem noch denken und mir die Auswirkungen ausmalen. Wie bei der Freien Fahrt für freie Bürger, bei der unser sozialdarwinistischer Eismann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sagt, dass die Menschen eben unterschiedlich schnell fahren und auch unterschiedlich schnell 'fahren dürfen müssen' -- wie bei der Freien Fahrt also gilt: Man muss auf die anderen Staaten schauen!* In einigen Ländern gibt es eine deutlich geringere, in anderen eine deutlich größere Ungleichheit der Einkommens- und Vermögensverteilung. Ungleichheit wird natürlich politisch gemacht, via Steuergesetzgebung und Erbrecht usw. Und wie wir inzwischen zur Genüge wissen auch durch Steuerhinterziehung. Man muss, denke ich, die Länder betrachten, die auf der einen, und die, die auf der anderen Seite stehen. Wo lebt es sich besser? In den Staaten der Großkapitalisten und Tellerwäscher-Millionär-Ansichten (prototypisch: die USA) und der Oligarchen (prototypisch: Russland, China) oder in den Staaten, die mit geeigneten Maßnahmen ausgleichend eingreifen (die skandinavischen Staaten beispielsweise)? In letzteren gibt es ja auch Wohlhabende und sogar Superreiche. Es kommt halt auf die Anzahl und die Relationen an. Die Frage ist: Wollen wir auf lange Sicht zu einem Großkapitalisten, gar zu einem Oligarchenstaat werden oder wollen wir das nicht?

--

|* Ok, in Sachen Geschwindigkeit steht Deutschland ziemlich einzigartig da. Wie immer man das interpretiert, gewichtet und wertet. Das hatten wir hier schon ziemlich oft. Bei der Geldverteilung sieht das aber ganz anders aus. -- Wenn man argumentieren und mitreden möchte ist es im Übrigen von Nutzen, wenn man mit dem Stichwort Gini-Koeffizient was anfangen kann und diesen Koeffizienten für die verschiedenen Länder kennt.
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Nachtrag: Hey, wie man sich täuschen kann! Ein Fund mit der rechten Sucheinstellung bei Google: "iceman4:

"Ich bin sehr wohl der meinung, dass man den beschriebenen personenkreis [der Autobahn-Drängler] zum umdenken bewegen kann. [...] Zum beispiel: 5 jahre (in worten: fuenf) fahrverbot und / oder eine geldstrafe von 3 bis 5 monatsgehaeltern und eine meldepflicht an die versicherung des risikofahrers, die dann einen riskozuschlag zu erheben hat, wuerden da wunder wirken und die draengler in aller kuerzester zeit zum umdenken bewegen. Gut zureden bringt bei diesen charakterschwachen ueberhaupt nichts." (Hier. Kommentar 13 / 16

Jetzt, nach diesem Fund, überlege ich tatsächlich schon, ob das da oben mit dem Neid und der reinen Utopie vielleicht ironisch gemeint ist ...

Mittwoch, 26. Februar 2014

Die Verwaltung ...

... in die Produktion!

Was manchen Leuten in der Verwaltung irgendwie nicht aufgeht -- ist diese Art der Beschränktheit eigentlich eine formale Voraussetzung, um in der Verwaltung zu arbeiten? --, das ist: dass sie nur verwalten, während andere etwas anderes zu tun haben, als die immer neuen Einfälle der Verwaltung abzuarbeiten.

In diesem Zusammenhang zwei Vorschläge:
  • Alle, die in der Verwaltung tätig sind, müssen alle drei Jahre für ein halbes Jahr in die Produktion, die Lehre usw. Halt an den Platz, den sie sonst verwalten. Da müssen sie dann nach Kräften produzieren, lehren oder was es denn sonst noch vor Ort zu tun gibt. Hoffnung: Die Verwalter erkennen, dass und in welchem Umfang Verwaltungsmaßnahmen, die sie sonst immer mit wichtiger Miene anderen auf den Tisch legen, von der Arbeit abhalten.
  • Jede Maßnahme der Verwaltung X, die an die Verwalteten geht, wird mit einem 'doppelten Zeitaufdruck' versehen, bei dem a) die Verwaltung angibt, wie lange man ihrer Meinung für dieses X wahrscheinlich braucht, und b) der Ausführende angibt, wie lange er tatsächlich gebraucht hat. Am Jahresende wird erhoben, wie viel Zeit die Verwaltung dem Produktionsprozess usw. entzogen hat, und das Ergebnis wird in einem Zeit- und einem Euro-Wert angegeben. Auf dass die Maßnahmen in Zukunft durchsichtig und dann vielleicht auch weniger werden.


Dienstag, 25. Februar 2014

Dear USA ...

Ich dachte schon, dass ich nach dem SPIEGEL (9 / 2014, S. 144) der zweite bin, der das in die Welt setzt. Aber weit gefehlt!*


| *Dear USA, no wonder you want to fuck the EU by Blush lingerie | by Alberto López on 18 febrer 2014 in Anunci, Disseny Gràfic | Fa un parell de setmanes un vídeo d’una conversa telefònica entre Victoria Nuland, secretària d’Estat adjunta per a assumptes europeus dels EUA, i Geoffrey Pyatt, ambaixador nord-americà a Kíev, reflectia que la diplomàcia nord-americana no era massa diplomàtica, perquè Victoria Nuland va llançar 1 ja famós FUCK THE EU!

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Schöne Gesamtaufstellung der blush-Anzeigen!

Donnerstag, 20. Februar 2014

松尾 芭蕉


古池や
蛙飛び込む
水の音

Mittwoch, 19. Februar 2014

Der Weg zu einem bestimmten Restaurant?

Nachdenken in der SZ.

"Googles Datenschatz soll sich vervielfachen || Natürlich hofft Google aber darauf, dass sich mit der öffentlichen Markteinführung der smarten Brille der eigene Datenschatz vermehrt. Allerdings dürfte auch hier eher der Brillenträger im Fokus stehen, als all jene, die von der Kameralinse aus sichtbar sind. Wo der Besitzer sich aufhält, wenn er nach bestimmten Begriffen sucht. Wann er sich den Weg zu einem bestimmten Restaurant beschreiben lässt. Oder welche Nachrichten-Überschriften auf dem sogenannten Prisma, dem durchsichtigen Mini-Bildschirm, sein Interesse wecken, so dass er schon unterwegs den ganzen Artikel aufruft und sich von der Software vorlesen lässt. || Bis es aber so weit ist, muss Google den Vorurteilen begegnen und für Akzeptanz werben. Am Körper tragbare Geräte, sogenannte "wearable devices", gelten zwar als großer Trend der Branche. Bei den Kunden haben sie es aber nach wie vor schwer. Auch, weil sich viele von ihnen beobachtet fühlen - die Geräte wirken präsenter als das Smartphone in der Hosentasche, das seinen Besitzer schon jetzt umfassend überwachen kann."

Warum auf Google Glasses warten? Wenn das gute Spionage-Werkzeug liegt so nah, bei Amazon.

5.0 von 5 Sternen gute Mini Cam, 20. März 2013 | Von Rudl || Funk Mini Mikro Kamera Überwachungskamera + Empfänger + Zubehör *2.4G Wireless* - RBrothersTechnologie | Kann mich über die Kamera nicht beschweren, sondern im Gegenteil finde sie insgesamt gut bis sehr gut. Mit der Anleitung, auch für Anfänger die noch nie mit so etwas zu tun hatten, sehr leicht in gang zu bringen. Am besten man schließt sie gleich mal am Fernseher an, die Bildqualität ist sehr gut und die Tonübertragung klappt auch gut. Für versteckte Aufnahmen sehr gut geeignet da natürlich sehr klein. Insgesamt Note also 1 bis 2.

Die Grammatik von Mord und Selbstmord

Mein Gott ist diese deutsche Sprache kompliziert. Phraseologismen. Redewendungen. Grammatik.

Über Werner Landsburgh lese ich in der Wikipedia:

"Obgleich er schwer unter seiner Lebenssituation im schwedischen Exil litt, beging er keinen Selbstmord, wie dies Kurt Tucholsky 1935 in seinem ebenfalls schwedischen Exil getan hatte."

Dieses keinen ist nun aber strikt für den Mord reserviert. Er beging keinen Mord. Aber: Er beging nicht Selbstmord. Schon erstaunlich, was es für Sprachfeinheiten gibt.

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Eine Weiterführung auf der Diskussionsseite des Artikels. Den zitierten Satz gibt es also nicht mehr.

Kann gestrichen werden, danke für den Hinweis und erl. --Neitram 17:29, 19. Feb. 2014

Dank zurück, Neitram. -- @ Alle. Was mir noch aufgefallen ist, als ich eben noch mal drübergelesen habe: Es wird nicht klar, woher W. L. so gut Englisch konnte. Dunkle Erinnerung an die Lektüre von Dear Doosie vor vielen Jahren: Er hat auch mal für längere Zeit in England gelebt. (Ich dachte sogar, bevor ich das hier gelesen hatte, dass er nach England emigriert sei.) Wer kennt da einen Hinweis, den man einbauen könnte? 11:10, 20. Feb. 2014

Ich weiß nichts Näheres, aber vermutlich könnte das in seiner Autobiografie Feuer kann man nicht verbrennen. Erinnerungen eines Berliners. stehen. --Neitram 11:12, 20. Feb. 2014

Prima der Hinweis, Neitram! Vorschlag: Wer von uns beiden zuerst an das Buch rankommt, schaut nach und meldet sich hier wieder. (Lansburgh steht auf meiner Agenda allerdings nicht sonderlich weit oben. ;-) 09:12, 24. Feb. 2014