Freitag, 5. November 2010

BILD 1: Ingrid Steeger

BILD-Online meldet's und wahrscheinlich auch die Papierausgabe von BILD: 


Ingrid Steeger, die immer nur das blonde Püppchen war, dass Mann liegengelassen hat, wenn man es über hatte. Die und Hartz-IV?! Diese Hübsche, Nette, Quirlige? Die Vorläuferin von Verona Feldbusch. Wie hieß er doch gleich, der große Entdecker, Förderer, Liebhaber von Ingrid S.? Michael Pfleghar? Wer von den ein wenig Jüngeren kennt ihn und sein "Werk" denn noch. Sein Großes Theater, seinen entschlossenen Selbstmord! 

Anyway. Zurück zu Ingrid S. Könnte man es nicht hinbekommen, zu Spenden aufzurufen? Einfach ein Konto einzurichten, auf das Leute 1, 10, 100 Euro einzahlen? Könnte ein Redakteur der BILD-Zeitung das nicht so nebenbei verwalten und einen festgesetzten Betrag monatlich auszuzahlen, nicht opulent, aber deutlich mehr als Hartz-IV? Sagen wir mal: das 5fache? Ein Aufruf von BILD würde genügen, und 100.000 Euro kämen zusammen. Wetten dass?!

Donnerstag, 4. November 2010

Meine Ideen und ihre Realisierung

Das hätte ich ja fast vergessen! Ich war meiner Zeit mal wieder knapp voraus mit der Idee der Live-Black-Box. Und nun also?


24.10.10 | 10:22 Uhr

Als erster Hersteller weltweit will der kanadische Konzern Bombardier seine neuen Passagierjets mit einer Funk-Blackbox ausstatten, die ständig die Flugdaten an die Bodenstation überträgt.

Grobe Adjektive

Aus dem heutigen ZEIT-Literatur-Heftt, S. 22:

Natürlich drängt sich die Frage auf, ob man sie heute unter literarischen Aspekten noch ernst nehmen kann. Oder damals schon konnte. Stilistisch zum Beispiel kann man sie sich nicht zum Vorbild nehmen. Christie pflastert ihre Texte mit groben Adjektiven zu und verläuft sich in Redundanzen, die Dialoge sind häufig nur funktional. Über die Figurenzeichnung muss man auch nicht viel sagen, da reicht das Stichwort »Stereotype«. Sie Stereo typisierte gerne Ausländer (vollbärtig, dunkel, böse), von Juden und »Zigeunern« ganz zu schweigen. Die waren dann zwar nicht die Täter, aber allein schon durch ihre bloße Existenz höchst verdächtig und als falsche Fährte ausgesprochen hilfreich. Für ihre Landsleute hatte sie zwar ein paar Schubladen mehr zur Verfugung, aber von einer allzu großen Bandbreite kann man kaum sprechen.

Mittwoch, 3. November 2010

Flugsicherheit

Die naheliegenden Denkweise der Politiker: Einer sagt, so höre ich es im Radio: Während weltweit Passagiere schikaniert würden, würde die Luftfracht nicht hinreichend kontrolliert. Was macht man mit Menschen, die sich so gerne reden hören, dass es ihnen ständig unreflektiert und unsauber aus dem Mund herausfließt?

Der Gute kann sich also wieder einmal einen wohlfeilen Schlag gegen irgendwen nicht verkneifen, obwohl ziemlich klar sein dürfte, dass sorgfältige Personenkontrolle kein Gegensatz zur sorgfältigen Frachtkontrolle ist. Schikanen mag es geben, aber das ist dann doch eine Sache der Einzelfalldarstellung. So wie man eben einen Polizisten, der sich danebenbenimmt, anzeigen kann.

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Ich habe mir so etwas schon mal für die Sicherheit im Internet überlegt; jetzt lässt sich das Gedankenexperiment auf die Luftfahrt übertragen: Nehmen wir an, wir haben drei Sicherheitsstufen, die vollkommen frei gewählt werden können:

a) Sehr sorgfältige Kontrolle, manchmal nahe der Schikane -- sehr langsam.
b) Mittelsorgfältige Kontrolle, mal so mal so -- mittellangsam, ungefähr wie heute.
c) Gar keine Kontrolle -- sehr schnell.

In welchen Flugzeugtyp steigen -- bitte ganz ehrlich antworten -- Sie dann ein?

Die Unzufriedenen: Entweder Meckerer, die immer alles zugleich wollen, auch das Unversöhnliche und das Unmögliche. Auftrag an die Regierung: das Unmögliche möglich machen! Oder solche, die mit der dämlichen Statistik kommen. Klar ist: Statistisch würde auch den c-Passagieren kaum was passieren. Aber wenn der erste c-Flieger vom Himmel kracht -- Chance, da unter c umzukommen war und ist 1 : 13 Mio. auf Einzelpersonenen und Flüge gerechnet -- dann wollen wir mal sehen, wer in den nächsten c-Flieger einsteigt! Aber auch das Verhalten vorher, vor dem ersten Crash, wäre interessant. Wären die Kritikaster wirklich unter den c-Passagieren?

Nachtrag: Es könnte natürlich auch sein, dass eine a-Maschine zu Schaden kommt, abstürzt. Wie wäre die Reaktion derer, die in c eingestiegen sind? Nun, zu vermuten ist: Kein Mitleid. Häme allüberall. Überhaupt: Mitleid! Was für eine Looser-Kategorie für die mittleren Angestellten um die 40, heute. "Das Leben ist ein Kampf! Jawoll. Und wir sind die Tüchtigen, die ohne Netz und doppelten Boden unterwegs sind, um die Welt der Wirtschaft am Laufen zu halten! Ihr, die Ängstlichen, die Looser! Bleibt doch zuhause. Wir sind mit vollem Datenschutz unterwegs. Kein Transponder nirgends! Das Risiko muss einfach sein."

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Nachtrag: Waren denn die guten alten '68er mal wieder die Urheber auch dieses Denkens? Ist dieses Freiheitsgerede ins Bürgerliche hineindiffundiert, wie so vieles aus der Zeit um 1970? "Seid realistisch -- verlangt das Unmögliche!" Poetisch. Der Strand unter dem Pflaster. 'Man kann ja mal daherquasseln. Fühlt sich auf jeden Fall prima an.' 

Samstag, 30. Oktober 2010

Willpower and Feelings

I still remember the line: All my troubles seemed so far away... But now? What happened?

Conscious life is the interplay between willpower and feelings. Your willpower is the conscious "you" which is constantly deciding what to do or to think next. Willpower always acts in the context of your feelings. Your feelings provide information, based on experience, about the relative merits of the choices that you have at each moment. The experience that feelings come from includes your own personal experience, the experience of your ancestors (encoded in the genes that specify the design of your brain), and also the "wisdom" of your parents, absorbed in your childhood, by some means not completely understood.
...

--

It was on

http://signup.1729.com/consciousness/advice.html

But now

Oops! Page not found.
It looks like you may have taken a wrong turn somewhere. Don't worry...it happens to all of us.

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Now found on thinkinghard.com

(15.04.2019)

Chrome - Lesezeichen

Wenn doch alles im Leben so einfach wäre! Ich sehe bei Chrome keine Lesezeichen mehr. Suche und finde:

Also vor ein par Tagen, da habe ich den Internetbrowser Google Chrome noch recht oft verwendet, aber mir ist gestern aufgefallen, dass meine Lesezeichen, die vorher unter der Adressenleiste aufgelistet waren, verschwunden sind. Auch wenn ich mir ein Lesezeichen erstelle, kommt keine "Verknüpfung" an die Stelle, wo eben die Lesezeichen sind, oder zumindest ist diese Lesezeichenleiste weg.
Vielleicht kann mir da jemand helfen.

Und die alles lösende Antwort:

[Strg]+[Umschalt]+[b]
Falls diese Frage noch offen stehen sollte :)

Freitag, 29. Oktober 2010

Kassel, Beirut

Am Morgen die Feuilleton-Lektüre SZ. Besprechung einer Theater-Inszenierung in Kassel. Wen man doch im Laufe des Lebens zufällig alles so trifft. Ich habe einmal Schirin Khodadian -- stand damals auf der Visitenkarte nicht Shirin? -- getroffen, sogar in einer eher surrealen Szene mit ihr gesprochen habe. (Das mit dem Surrealen lag nicht an Frau K.) Daran erinnere ich mich auf einmal. Die Anmerkungen in der SZ sind nicht sonderlich schmeichelhaft.

"... So ist etwa ihr neues Stück 'Robert Redfords Hände selig', uraufgeführt von Schirin Khodadadian im TIF am Staatstheater Kassel, nicht nur eine deutsche Auswanderer- und Gutmenschen-Groteske, die auf der Folie des Postkolonialismus-Diskurses 'Mutter Afrika' ins Visier nimmt.
...
Jung trifft auf alt, Idealismus auf Zynismus, es geht um Geschlechter- und Weltanschauungsdifferenzen, Gender- und Beziehungsproblematik - all dies in einem schnellen, scharfsinnigen Dialog-Pingpong, dem eine sensiblere Regiehand zu wünschen gewesen wäre als der grobe Zugriff von Schirin Khodadadian. Ihre Inszenierung nervt durch Lautstärke, Geplärre, rabaukigen Humor und ist auch schauspielerisch eher enttäuschend; es fehlt die intellektuelle Schärfe, die Bosheit, das lustvolle Ausreizen der Spitzfindigkeiten."

"Am Tag der Premiere sind wir in Ingolstadt verabredet; es ist ein verregneter Sonntag, aber weder das Wetter noch die bevorstehende Premiere können Schirin Khodadadian die Laune trüben. Nicht nur ihr Name verrät ihre Herkunft, ihre orientalischen Wurzeln sind ihr ins Gesicht geschrieben. Es kommt einem unwillkürlich die Poesie des West-Östliche Diwans in den Sinn. Und es ist sicher nicht abwegig, in ihren Wurzeln auch eine der Quellen für ihre szenische Phantasie, die alle ihre Inszenierungen auszeichnet, zu sehen. Aber geboren ist sie in Deutschland; als Tochter eines iranischen Textilchemikers und einer Grundschullehrerin wuchs sie in der Nähe von Münster auf. Hier studierte sie, schrieb ihre Examensarbeit über das dramatische Werk von Yasmina Reza, hospitierte am Städtischen Theater, wagte ihre ersten Schritte als Schauspielerin und als Regisseurin in den neunziger Jahren in der freien Szene. Sie hat nach dem Studium ihr Regiehandwerk in praktischer Arbeit da gelernt, wo man sich um alles selbst kümmern muss. Bevor sich mehr und mehr an den Hochschulen die Regieklassen etablierten und die Theater von dort ihren Nachwuchs beziehen, ist ja dieser praktische Weg vom Regieassistenten zum Regisseur etwas aus dem Blick geraten. Aber Schirin Khodadadian ging diese Ochsentour, brach nach Berlin auf, assistierte am Berliner Maxim Gorki Theater u.a. bei Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung von “Berlin Alexanderplatz”, landete schließlich am Theater Erfurt, das inzwischen aber keine Schauspielsparte mehr hat. Aber als der damalige Oberspielleiter Peter Rein als Intendant nach Ingolstadt ging, nahm er Schirin Khodadadian mit."

Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 251, Freitag, den 29. Oktober 2010, Seite 12

So spielt das Leben. Man wird mitgenommen, und dann geht es weiter.

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Und neben der Theaterkritik ein Artikel über Beirut und den seltsamen Wiederaufbau:

"Theoretisch sind die alten Häuser geschützt, doch Verbote sind leicht zu umgehen. Eine Baugenehmigung lässt sich durch Säure ersetzen. Skrupellose Besitzer schütten sie an die Grundmauern, bis das Haus von selber einstürzt. An Straßen, die bloß wenige Meter breit sind, entstehen Türme mit bis zu sechzig Stockwerken. Die Abwässer ihrer 300-Quadratmeter-Wohnungen fließen in ein Kanalsystem aus dem 19. Jahrhundert."

Und ich kenne auch jemand, der aus Beirut kommt. Weltwirtschaft eben.

Kassel - Beirut. Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal den Filmtitel PARIS, TEXAS hörte, da habe ich gedacht, es geht um jemanden, der von Paris (Frankreich) nach Texas (USA) umzieht. Aber weit gefehlt. Natürlich weit,weit gefehlt. Es geht um Paris (Texas, USA).

Unsere Irrtümer sind die Quellen unserer Inspiration.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der schöne Zufall

Welch ein schöner Zufallserfolg? Wie wahrscheinlich ist es denn, dass man ohne jede Vorplanung im Supermarkt für 11,11 Euro einkauft?

Ach herrjeh! Das seh ich jetzt erst! Es war um 12:44:44

Klick-Statistik

Zufällig fällt mein Blick vor ein paar Minuten auf den Aufrufe-Zähler, vulgo: Counter meines Blogs:


Jetzt heben wir mal das Glas! Freibier für alle! Und natürlich vergesse ich nicht: Diese Anzahl von Aufrufen erreichen andere Blogs in einer Stunde, vielleicht sogar in 1 Minute. Aber -- das ist hier ja kein wohlfeiler, erfolg- und ruhmsuchender Blog!

Und ein paar Minuten später:

Nun denn - gemach, gemach! No ned hudle!

Argumentation, politische

Politisches Argumentieren geht -- reden wir mal nur von Deutschland -- in nahezu jedem Fall so: Der konkrete homo politicus x-ensis hat aus dem Bauch heraus eine Meinung X. Jetzt sucht er nach allem, was seine Meinung stützt und formuliert das, was er da findet, in die formale Gestalt des Arguments um: "Wir müssen A tun, weil (sonst) B." bzw. "C ist der Fall, weil D." Jeweils andere Argumente werden nur zu Hintergrundfolien, die entweder gar keines Blicks gewürdigt werden oder als "seltsam" oder "nicht ernst zu nehmend" heruntergestuft werden.

Zwei Beispiele.

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A: Rente mit 67

Horst Seehofer sagt zur Rente mit 67, verstehe ich ihn recht: "Wenn die Arbeitgeber bzw. 'der Arbeitsmarkt' nicht genügend Arbeitsplätze für über 65jährige zur Verfügung stellt -- direkter und praktischer: wenn über 65jährige nicht in Arbeit gehalten oder ihnen neue Stellen ernsthaft angeboten werden -- dann kommt diese 'Rente mit 67' einer Rentenkürzung gleich." (Man könnte hinzufügen: Dann kürzt die Renten doch gleich und sagt das offen, statt zu tricksen!)

Was passiert: Leute, die etwas gegen Seehofer haben, schauen sich diese ja doch nicht allzu komplizierte Denkfigur erst gar nicht an, sondern kommen daher mit dem: "Ach ja, der Seehofer schon wieder! Selbstdarsteller und Quertreiber halt!" Dabei sollte man doch mal versuchen zu erklären, was an diesem Argument falsch ist -- ob man den Herrn Ministerpräsidenten Seehofer nun mag oder nicht. Wo aber geschieht das? Das wäre ja keine Profihafte politische Aktion, wenn man da das Argument prüfen würde!

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B: Asylrecht und Asylpraxis
mit Haltungen wie

Kaum jemand ist, wie es scheint, in der Lage, beide Standpunkte mit den dazugehörigen Problemen zugleich und ohne umgebendes Brimborium zu denken.

Menschen in wirtschaftlicher Not und / oder politischer Verfolgung zieht es dahin, wo es ihnen und ihren Kindern vielleicht besser geht. Wo immer sie leben, was immer sie sind. Wer wollte es ihnen verdenken, wenn sie gegebene Situationen ausnützen und von ihren angestammten Plätzen wegziehen, hin zu den erhofften besseren Plätzen? (Der Begriff Wirtschaftsflüchtling ist grundsätzlich ziemlich dümmlich: Wer in seinem Land auf keinen grünen Zweig kommt -- aus welchen Gründen auch immer --, dem geht es einfach schlecht. Das ist alles. Ob eine Not nun wirtschaftlich oder politisch begründet ist, ist sehr nebensächlich. Im Zweifelsfall müsste der Wirtschaftsflüchtling in seinem Land in der Regel nur zweimal auf einem öffentlichen Platz "Nieder mit unserem Präsidenten XY!" rufen und schon wäre er ein politisch Verfolgter.)

Wenn Länder, denen es relativ gut geht, alle ausreisewilligen Notleidendn der Welt aufnehmen wollten, ginge es ihnen bald wirtschaftlich und auch sonst nicht mehr gut. Es würde sie sehr rasch wirtschaftlich und "migratrions- und integrationstechnisch" heillos überfordern.

Die Lösung, die man anstreben muss, ist eine Lösung inmitten eines heillosen Dilemmas. Beide Seiten, die Asylanten-Verteidiger wie die Asylanten-Reduzierer, müssten einmal sagen, wie sie, KONKRET, KONKRET BITTE!, die Linie ziehen wollen. Ohne juristisch-wolkige Allgemeinformulierungen des Typs: "Das Nähere regelt ein Bundesgesetz."

a) Wer, der welche Eigenschaften / Notlagen nachweisen kann, soll wo wohnen und wie integriert werden?
b) Wie viele Menschen der Gruppen X, Y, und Z können pro Jahr im Land D aufgenommen werden?
b) Was geschieht mit denen, die nicht unter diese Regelungen fallen, denen es aber dennoch -- sonst wäre er ja nicht gekommen -- zuhause sehr schlecht geht, wirtschaftlich und / oder politisch?

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Ja, das zentrale Problem ist ein Sprachliches! Wir müssen in unserer politischen Argumentation lernen, sehr, sehr konkret zu werden. Merke: Einige wenige Fallbeispiele sind immer hilfreich, aber natürlich kein Allheilmittel. Tausend Fallbeispiele aber, quer über die Reihe der Betroffenen verteilt, ergeben ein Gesamtbild über das sich, mit Rückgriff auf Konkretes, reden lässt!

Hugo Preuß

Der Radio-Sprecher verhaspelt sich leicht. Es klingt wie: "... der Vater der Meiwarer Verfassung".

Hugo Preuß (* 28. Oktober 1860 in Berlin; † 9. Oktober 1925 ebenda) war ein deutscher Staatsrechtslehrer und Innenminister (1918/1919). Das Mitglied der liberalen DDP gilt als Vater der Weimarer Reichsverfassung.

Und Jude war Preuß. Darum mit Problemen, Professor zu werden. Was für ein Land, dieses Deutschland! Gestern Joschka Fischer: Das Versagen der Eliten am Ende der Weimarer Zeit und in den ersten Jahren der Nazi-Zeit, das sei das Trauma seines Lebens.

Montag, 25. Oktober 2010

Enron

In Bayern 2 der Bericht über eine Premiere. "Die Russen kommen" Eine Uraufführung sogar, in Nürnberg. Und obwohl ich mich für Wirtschaftskriminalität interessiere, erfahre ich Neues über ENRON und lese gleich bei der Wikipedia nach:

"Der Energiekonzern Enron gehörte zu den größten Konzernen der USA und hatte seinen Firmensitz in Houston, Texas. Enron bezeichnete sich in Veröffentlichungen gerne als „The World's Greatest Company“ (Großartigste Firma der Welt) und wurde von zahlreichen Medien für lange Zeit als angeblich höchstinnovatives Unternehmen gelobt und ausgezeichnet. Enron beschäftigte etwa 22.000 Mitarbeiter und verursachte im Jahr 2001 aufgrund fortgesetzter Bilanzfälschungen einen der größten Unternehmensskandale, welche die US-Wirtschaft bislang erlebte.
Die Vorgänge hatten eine drastische Verschärfung der in den Regierungsjahren zuvor entschärften gesetzlichen Vorschriften zur Unternehmensberichterstattung zur Folge, den Sarbanes-Oxley Act. Wegen ihrer nach dem Skandal vehement dementierten engen Verbindungen zum Enron-Gründer und CEO Kenneth Lay geriet auch die Regierung von George W. Bush in scharfe Kritik"

Freitag, 22. Oktober 2010

Bayern München : Hannover 96

(Vom Platz aus fotografiert, mit einer kleinen Samsung,
einfach zusammengesetzt wieder mit Microsofts ICE.)


Fast schon wieder vergessen? Das Spiel der Bayern gegen Hannover. Die Wiedergeburt des Stürmers Mario Gomez. Das Bild -- vor Spielbeginn. Die Herrschaften von den wichtigen Rängen sind noch beim Champus-Schlürfen und werden gleich kommen...

Der Google-Gott: "Du Hocherhabener, Herrlicher"

"Ende der Welt" -- in Bayern 2 vorgelesen, und ich kann am Bildschirm mitlesen. Erstaunlich. Google-Street-View-Entdeckung in der Schweiz.

"Google will ein Bild der ganzen Welt, der ganzen wohlgemerkt. Vielleicht war der der Fotograf im Kameraauto aber auch nur ein rechtschaffener Schweizer, der in diesem Moment in Quarten Kanton Sankt Gallen an die 1. Strophe der Schweizer Nationalhymne dachte: Trittst im Morgenrot daher, Seh’ ich dich im Strahlenmeer, Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!"

Donnerstag, 21. Oktober 2010

OB-SUB-JECK-OER-TIEF

Hauptsache: Objektive Subjektivität!

Ich finde in der Wikipedia gerade die folgende Darstellung einer wunderlichen Gelehrsamkeit -- und musste lachen: Objektive Hermeneutik!

"Die Objektive Hermeneutik ist eine hermeneutische Methode der empirischen Sozialforschung. Im Unterschied zu anderen Herme- neutiken versucht sie nicht den subjektiv gemeinten Sinn zu erschließen, sondern die Bedeutung von „Ausdrucksgestalten“ im weiten Sinne, besonders von Texten. Die Objektive Hermeneutik gehört zur Rekonstruktionslogik (im Gegensatz zu Subsum- tionslogik)."

Auf sowas muss der Mensch erst mal kommen! Aber immerhin gibt es auch den Wikipedia-Artikel Contradictio in adjecto.

Gab es da vor Jahren nicht den Klo-Spruch: ...?

FIGHTING FOR PEACE
IS LIKE FUCKING FOR VIRGINITY

Dürfen wir also in schwache Analogie setzen:

die Objektive Hermeneutik
<=>
das Jungfräuliches Freudenhaus

Oder auch:

Sub-Sub-Sum
Logik summ' herum!
Such in Büchern und Traktät'schen
alle diese Logik-Grätschen...
Sub-Sub-Sum
Logik summ' herum!
?

ACI, Telecom u. a.

Interessant, wie da im Folgenden "Glücksritter" verstanden wird. Und auch das andere ist recht lustig. So wie eben die Spezies "hoffnungsvoller Geldanleger".
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Gütersloher Fondsgesellschaft Alternative Capital Invest (ACI). Uwe Lohmann und Sohn Robin (36)

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Kampf ums Geld

20.10.2010

Nach dem Insolvenzantrag für vier Dubai-Fonds von Alternative Capital Investment formiert sich Widerstand von Anlegern. Was aktuell Stand der Sache ist

Die vermeintlichen Glücksritter aus Gütersloh wollten in Dubai mit einem „Flipper-System“ hoch hinaus. So nennt man flapsig das Geschäftsmodell, bei dem schon im Vorplanungsstadium noch nicht fertiggestellte Immobilieneinheiten mit einem Preisaufschlag weiterverkauft werden. Solche Vorabverkäufe waren keine Seltenheit.Die vermeintlichen Glücksritter sind Hanns-Uwe Lohmann und sein in Dubai agierender Sohn Robin als Chef der Alternative Capital Investment (ACI) Real Estate. Insgesamt legte ACI zwischen 2004 und 2008 sieben Geschlossene Immobilienfonds auf, in die rund 6000 deutsche und einige Hundert österreichische Anleger circa 200 Millionen Euro investierten. Damit Anlegergelder bereitwillig flossen, haben zuletzt auch Prominente wie Boris Becker, Michael Schumacher und Niki Lauda ihre Namen und markante Gesichter gegen Lizenzgebühren für die Projekte von ACI hergegeben. „Drei Namen, drei Legenden, drei Türme“, warb der Initiator. Für die auffallende „Tower-Branding -Idee“ bekam ACI sogar einen Preis."

Wie wäre es, wenn die Werbenden mit in die Pflicht genommen und schadensersatzpflichtig würden? Schließlich haben sie jeweils den Lockvogel gespielt. So wie seinerzeit der Mr. Telecom Manfred Krug, dem sie Sache jetzt immerhin peinlich ist. Was Mr. Obermann wiederum nicht verstehen kann. "Wer dumm genug war, die Sprüche zu glauben...!" sagt Obermann, "der ist doch selbst schuld!". Wie würde sich also das mit der Haftbarkeit auf das Geschäftsmodell der Marken "Boris Becker" & Co. auswirken?

Freitag, 15. Oktober 2010

C

I & A. I solved the problem here, my dear!

Tu-anch-Amun -- Tutanchamun

Auch so eine Möglichkeit, den Geheimnissen der Welt auf die Spur zu kommen -- die Rechtschreibkontrolle von OpenOffice.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Fußball: Auch das noch!

Auch so ein Fund. Aus BILD Online:

Nicki1984 schrieb:vor einer Stunde

Also das die Spieler angegriffen und bedroht werden das geht gar nicht und ist meiner Meinung nach zu extrem.....Die ganzen Geschichten mit Feuerwerkskörpern etc. sind meiner Meinung nach legetim da wird ein Spiel als Fan erst lustig.....Und die Kontrollen der Personen müssen ja super gut gewesen sein wenn man einen Bolzenschneider mit in Stadion bekommt....und die Italienische Polizei muss es eigentlich besser weissen wenn man sich mal spiele von Lazio angeschaut hat weiß man da brennt immer das halbe Stadion und deswegen besser Kontrolle der Personen........Gewalt gegen Spieler ist scheiße weil die machen nur Ihren Job.....aber Fan Szene richtung Ultra Gruppierung macht den Fußball erst aus.....Aso und Bild.de......fangt ihr jetzt an Meinungen nicht zu veröffentlichen.....letztens habt ihr doch noch so auf die Meinungsfreiheit gepocht glg

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Vegetarier aller Länder...

BILD bringt es an den Tag. Da könnte man doch mal vorschlagen, einfach Fleisch generell an Schulen abzuschaffen. Vegetarier aller Länder vereinigt euch!

"18 Jahre lang war Ursula E. (59) Lehrerin an ihrer Schule. Sie unterrichtete Mathe und Kunst, leitete die Theater-AG. Jetzt sitzt sie zu Hause – ohne Job. Gefeuert, weil sie muslimische Schüler versehentlich Schweinefleisch essen ließ.

...

An der Schule, die 45 muslimische Kinder besuchen, wurde Schweinefleisch abgeschafft – für alle! Die Schulleitung erklärte schriftlich, es werde „zukünftig neben vegetarischem Essen nur noch Geflügel und Rindfleisch“ angeboten.
Lehrerin Ursula E. hat sich bei den Eltern von Ünal K. entschuldigt – vergeblich. Sie ist seit sieben Monaten zu Hause, leidet unter Angstzuständen. Sie hat die Schule verklagt, fordert eine Rücknahme der Suspendierung.

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Eveline Dziendziol, Pressesprecherin der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, sagt dazu: „Die Lehrkraft wurde nicht suspendiert, sie ist erkrankt und deshalb zu Hause. Das ganze Geschehen ist kein Thema mehr. Mittlerweile gibt es auch wieder Schweinefleisch an der Schule.“"