Donnerstag, 13. November 2008

Sexueller Missbrauch in Migrantenfamilien?


Der Artikel von Cathrin Kahlweit in der Süddeutschen von heute (Nr.264, Donnerstag, den 13. November 2008, Seite 3) kennt zurückhaltende Stellen:

"Ob es sexuellen Missbrauch in Migrantenfamilien häufiger gibt als in deutschen, genauso oft oder seltener - niemand weiß es. Es gibt hierzulande nur eine Untersuchung, die darauf hindeuten könnte, dass in traditionellen, muslimischen Familien mit ihrem rigiden Ehrenkodex und der Vormachtstellung der Männer eine besondere Problematik besteht: Eine Studie, die das Bundesfamilienministerium veröffentlichte, gab 2004 erste Hinweise auf eine erhöhte Zahl von Gewaltfällen in muslimischen Familien. Fast 40 Prozent der Frauen türkischer Herkunft hatten angegeben, körperlicher oder sexueller Gewalt in der Familie ausgeliefert gewesen zu sein; bei den deutschen Frauen waren es 25 Prozent. Dass körperliche Züchtigung zur Erziehung gehört, findet ohnehin die Mehrheit türkischer Eltern. Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak von der Uni Dortmund beklagt: Das Unrechtsbewusstsein türkischer Frauen, die Gewaltopfer wurden, sei wenig ausgeprägt; 'die bestätigen oft den Anspruch ihrer Männer auf Schläge und glauben, das sei deren gutes Recht', sagt Toprak etwas ratlos - 'weil sie es selbst so erlebt haben.'"

Aber dann kommen auch gut begründete Vermutungen vor. Hier etwa:

"Es gibt [...] eine Allgemeinärztin aus Bayern zum Beispiel, die mit einem Türken verheiratet ist. Sie vermutet des Öfteren sexuellen Missbrauch, kann das aber selten belegen. 'Einmal hatte ich eine Patientin, die von ihrem Vater schwanger war. Weil ein Frauenarzt skeptisch war und die Sache nicht ruhen ließ, flog es auf. Das Mädchen wurde von seiner Familie verstoßen.' Missbrauch in türkischen Familien, weiß sie, sei noch schambehafteter als bei Deutschen. 'Darüber spricht man nicht. Nie. Schon gar nicht mit einer Deutschen. Eine Frau hat mal zu mir gesagt, wenn sie damit rausgehen würde, wäre das ihr Todesurteil.' Seyran Ates, türkisch-deutsche Frauenrechtlerin und Anwältin in Berlin, die gerade an einem Buch über 'Islam und Sexualität' arbeitet, bestätigt das: 'Eine Frau, die über diese Verbrechen spricht, bringt sich in Gefahr.'"

Kari-katur-tat-ives

Der Verteidiger des in Deutschland vor Gericht stehenden Beinahe-Kofferbombers ist ein offenbar abwegiger Leut. Gestern im Radio: Die beiden Jungen seien doch noch so unreif und hätten halt nur gebastelt. Es hätte ihnen halt gefallen, wenn sie einen Schalter umlegen und eine Leuchtdiode blinkt. Niemals hätten sie Zivilisten umbringen wollen. (Soldaten zählen natürlich nicht. Die sind sozusagen naturgewachsene weiche Ziele.) Und die Staats- anwaltschaft und ihre Gutachter hätten sich nicht in die Vorausssetzungen der beiden hineingedacht. Das sei schlimm! Und dann das Schärfste: Die beiden hätten halt keinen anderen Weg mehr gewusst, um gegen die Mohammed-Karikaturen zu protestieren!
Könnte man die jungen Herren und den ihnen geistig Anverwandten vielleicht mal von Seiten der Anwälte verklickern, dass man in Deutschland Karikaturen auch von Jesus und eben auch von Mohammed veröffentlichen darf? Dass das Wort für solcherlei Treiben traditionell Pressefreiheit heißt ...

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|* Nachtrag: Das war der Anwalt Bernd Rosenkranz, in seinem Plädoyer vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf, Mai 2010. -- Dass der Angeklagte einen Verteidiger dieses Namens nicht für befangen erklären ließ, ist schon bemerkenswert.

Anne Sinclair

Muss dieser Artikel auf Deutsch in der deutschen Wikipedia stehen?
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Anne Sinclair, née le 15 juillet 1948 à New York, est une journaliste française.

Biographie
Fille d'un riche industriel, petite-fille du grand marchand d'art new-yorkais Paul Rosenberg dont elle est une des héritières,[1] licenciée en droit, diplômée de l'Institut d'études politiques de Paris (filière Politique et Social, 1972), elle commence sa carrière de journaliste à Europe 1 en 1973.
Divorcée du journaliste Ivan Levaï, elle est l'épouse de l'homme politique Dominique Strauss-Kahn. Elle s'est illustrée dans les années 1980-1990 par son émission politique Sept sur sept (en alternance la troisième année avec Jean Lanzi) sur TF1 qui lui vaut deux Sept d'or, en 1985 et 1990.
En 1983, elle est engagée par TF1 pour présenter l'émission Édition spéciale. Mais c'est avec Sept sur sept, de 1984 à 1997, et Questions à domicile qu'elle devient une vedette du petit écran.
Après la privatisation de TF1, elle est nommée directrice adjointe de l'information sur TF1, en plus de l'animation de ses émissions, puis directrice générale de TF1 Entreprise.
En 1997, après la nomination de son mari au ministère de l'Économie, des Finances et de l'Industrie, elle décide d'arrêter de présenter des émissions politiques et devient directrice générale de e-TF1, la filiale internet du groupe, puis vice-présidente.
Elle quitte le groupe TF1 en 2001 suite à des désaccords avec Patrick Le Lay, le PDG de la chaîne. Elle rejoint le groupe Netgem, puis RTL en 2002 et collabore au magazine Paris Match.
Elle anime de 2003 à 2007 sur France Inter Libre Cours, émission où des étudiants rencontrent des professionnels.
Elle participe en 2008 à l'émission Le Grand Journal sur Canal + en tant que correspondante aux États-Unis en vue de l'élection présidentielle de 2008, en alternance avec Laurence Haïm.

Lien externe

Werbung: das reine Wunderbare!


Und so treffsicher diese automatische Auswahl zum Thema! Auch ich bin entzückt, nicht nur Basel.

Und bei jedem neuen Klick auch eine neue Neuigkeit. Beispiel:

Google-Anzeigen
Die Gerüchte sind wahr
Das Mittel, um enorm viel abzunehmen, wurde endlich entdeckt.
http://www.trimgel.de/
Selbstdurchschreibendes Beratungs-Protokoll für Vers.-Vermittler
http://www.europrotokoll.com/

Beziehung
Hier warten über 3,5 Mio Singles. Nicht zögern - kostenlos anmelden!
http://www.flirt-fever.de/
Aber zugegeben: das "Erfolg bei Frauen haben" auf dem Bild ist schon die allerschärfste Werbung im vorliegenden Zusammenhang!

Dienstag, 11. November 2008

M. at the end

Manchmal fallen mir am Abend die blödesten Kalauer ein, und ich schäme mich auch dafür: "Wenn mit einer Kamera auf dem Dach 24 Bilder in der Sekunde gemacht werden [...] [und damit] großflächig fotografiert wird, dann sei es kein "normaler" Verkehr mehr, sondern bedürfe einer Sondererlaubnis", sagte der Anwalt von Frau Klatten.

Das ist aber böswillig montiert. Das hierfür fies abgewandelte Original steht wieder mal hier.
Und dann erwacht, ein wenig ernsthafter, der Amateur-Jurist in mir. Wie steht es um den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes: "Es gibt [...] die Persönlichkeitsrechte, d. h. Google muss Personen und z. B. Autokennzeichen [bei seinem Street-view-Projekt] unkenntlich machen und macht es auch." Also, wenn ich morgen in München den Odeonsplatz fotografiere und das Bild ins Netz stelle, muss ich dann tatsächlich alle Gesichter und alle Autokennzeichen unkenntlich machen? Ich muss mir auch noch mal die Postkarten von Traunstein am Kiosk genauer ansehen. Ob da alles unkenntlich gemacht worden ist. ...

Rebell und Krieger

"Nach Informationen des Magazins 'Focus' soll der Erpresser Klatten in der Weihnachtszeit 2007 mit einem Brief unter Druck gesetzt haben. Das Schreiben habe Helg Sgarbi mit 'Dein sanfter Krieger' unterzeichnet und 14 Millionen Euro von ihr verlangt, berichtete das Magazin unter Berufung auf das bayerische Landeskriminalamt."
Der Erpresser Klatten? Hmhm. Wollen wir mal nicht so -- spitzfindig -- sein. Wir verstehen ja, was gemeint ist.

Aber doch die Frage: Woher hat der Helg S. das nur?! Ach -- von Stefan Waggershausen, sanft abgewandelt. Dacht ich's mir doch.
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Und jetzt auch noch die Polizei-Protokolle! Kaum gibst du was nach Italien, schon steht es im Internet! Ich mein es vollkommen ernst: Susanne K. sollte unser alle Sympathie haben. Auch wenn die Fernseh-Sendung gestern abend über die Quandt-Familie schon beinhart war. Aber -- lange her, das alles.
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Und ich bin auch immer wieder erstaunt, was die Werbung an den Rändern des Internet so alles zutage fördert. Da mach ich extra einen Beitrag dafür auf.

Millionen-Risiko der FDP

Dafür, dass sich die FDP mal als die "Partei der Besser-Verdienenden" führen ließ, ist diese Meldung doch erstaunlich:
"Die FDP ist erstmals seit Jahren nicht mehr überschuldet. Die drohenden Strafzahlungen an den Bundestag wegen falscher Spenden-Angaben in der Zeit von Jürgen Möllemann bleiben für die Parteikasse aber weiter ein Millionen-Risiko. Wie FDP- Schatzmeister Hermann Otto Solms in Berlin berichtete, hat die früher hoch verschuldete FDP inzwischen ein Vermögen von 4,5 Millionen Euro. Dem stehen Bankverbindlichkeiten von 2,2 Millionen gegenüber."
Ich lasse mich also belehren: Die FDP-Mitglieder haben viel auf dem Konto, weil sie ihr Geld zusammenhalten. Auch gegenüber ihrer Partei.

Sandy, o Sandy...*


Ein schöner, ein klangvoller Name: Sandy Meyer-Wölden. Ein Name wie von einem neuen Star der Literaturszene, einem nachgewachsen-zeitgemäßen Thomas Mann. Da wollte ich doch eben mal hinsehen. Und dann? Ist die angepasste Werbung rechts auf der Seite wesentlicher interessanter als die Meldung. Da müssen ja echte Werbe-Psychologen bei Focus Online -- nein, doch bei Google am Werk sein...!
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* Wie da mal nicht wieder der deutsche Schlager seine überragenden Prophezeiungsqualitäten bewiesen hat!

Erfüllung eines letzten großen Traums

Es gibt Meldungen, da weht einen der Schauder des Alltags an. Jenes Alltags, der sich immer auch schon mit der Ewigkeit verbindet.

Eishockey
Krebs – Keeper Müller kämpft für den letzten Traum
Von Daniel Stolpe und Steffen Lüdeke 11. November 2008, 09:14 Uhr
Im November 2006 wurde bei Robert Müller ein Hirntumor festgestellt, der operativ nur teilweise entfernt werden konnte. Nun ist klar, dass der Krebs des Kölner Keepers unheilbar ist und er bald sterben wird. Trotzdem kämpft der 28-jährige zweifache Familienvater weiter für die Erfüllung seines letzten großen Traums.

Linkzirkel

Nehmen wir mal an, Sie wollen Programm GMail Drive von Bjarke Viksoe runterladen. Dann schauen Sie mal bei der CHIP nach, die vermeldet, dass der Download über die Site des Herstellers erfolgt. Der verweist auf Mirror. Wenn Sie den ersten wählen, kommen Sie in einen Linkzirkel. Dieses Phänomen sollte man mal gründlicher erforschen. Es gibt ja auch Seiten, die man nicht mehr verlassen kann. Schöne Welt des Internet ...

Sonntag, 9. November 2008

Friedich Merz

Was mir heute morgen alles so einfällt! Die Erinnerung an einen winzigen Schnipsel, ich glaube in den Tagesthemen: Friedrich Merz geht sehr schnellen Schritts über einen Bundestagsflur, und neben ihm geht ein Mitarbeiter und redet informierend auf den MdB ein. Merz schaut nicht, wie der normale Mensch das so tun würde, mit halbem Blick auf den Sprechenden. Merz' Blick ist starr gerade aus gerichtet. Das macht den Mann neben ihm zu einer Sprechmaschine. Einen instinkthaften Moment lang habe ich damals gedacht: Mein Gott, ja! So funktioniert die Macht! Mitarbeiter-Menschen sind nichts anderes als zuarbeitende Maschinen des Mächtigen.
Ach so, ja, und auch das noch: Die Mächtigen oder sich zur Macht berufen Fühlenden -- wenn sie in die Fernsehkamera sprechen, so schaffen sie es, den Eindruck entstehen zu lassen, sie sprächen direkt zu uns, den normalen Menschen. Aber sie reden so zu dem Imaginären, zu der Masse, die wir alle zusammen sind. Treten wir als Einzelne auf, so sind wir für den Machtvollen die kleinen Hascherln. Nichts anderes.
Und während ich das schreibe, weiß ich schon: das ist nicht das erste Mal, dass du das schreibst!

Die Zeit der ZEIT

Auf der gleichen Seite der ZEIT wie eben. (DIE ZEIT Nr. 45, 30.10.2008, S. 66) Nikol G. Alexander Floyd wird man sich merken müssen. "Wie weiß ist Schwarz?" Seltsam, dieser Artikel ist im Netz nicht zu finden. Anyway.
Schön ist, wenn innerhalb einer Woche eine so unglaublich grundsätzliche Frage entschieden ist:
"In den Umfragen vor der Wahl lag Obama mit kaum mehr als sechs Prozent vor seinem Rivalen McCain."
Wie wird die Wahl also ausgehen, wenn viele Amerikaner sehr verkappte Rassisten sind? Fragt die Autorin vor einer guten Woche. Nun also -- jetzt wissen wir es.

LINKSPARTEIISMUS / WIRTSCHAFTSLIBERARISMUS -- die Gemeinsamkeiten

Wieder und immer wieder: Gelobt sei die ZEIT, dass sie uns ihre Artikel kostenlos zur Verfügung stellt! Gerade darum -- na ja, nicht nur darum, haben wir sie abonniert, DIE ZEIT. So kann man auf Artikel wie diesen locker verweisen: "Mantra des Neoliberalismus. Friedrich Merz singt noch einmal das Loblied auf den entfesselten Kapitalismus – und steht damit plötzlich ziemlich allein da." (DIE ZEIT Nr. 45, 30.10.2008, S. 66)
Und dann komme ich am Sonntag Morgen, leicht melancholisch gestimmt, darauf: DER LINKSPARTEIISMUS und DER WIRT- SCHAFTSLIBERARISMUS haben eines in diesem Tagen gemeinsam: ihre extremen Real-Erwartungen sind durch die Wirklichkeit widerlegt. Die sozialistischen Utopien haben ihr 1989 erlebt und die kapitalistischen Utopien werden ihr 2009 erleben.

Samstag, 8. November 2008

Das große Andere

Ein Mann wünschte sich von einem ausländischen Bekannten, als der ihn fragte, was er ihm denn schenken könnte, eine Kleinigkeit. Ein Schriftzeichen in der fremden Schrift des Bekannten. Wie groß denn das Zeichen sein solle, fragte der Bekannte. Nun -- nicht groß, sagte der Mann. Wenn es so groß wie ein Postkarte sei, würde das genügen. Der Bekannte entschuldigte sich in den darauffolgenden Wochen mehrfach. Das Zeichen würde von einem Kalligraphen in seiner Heimat geschrieben, und das brauche Zeit.
Nach einem halben Jahr brachte der Bekannte dem Mann ein Päckchen. Der Mann packte es aus. Es enthielt ein Papier ungefähr 2 mal 3 Meter groß, und in der Mitte, umsäumt von kleinen Schriftzeichen, prangte ein größeres Zeichen, ungefähr so groß wie eine Postkarte. Und der Bekannte sagte: Ja, das anzufertigen sei sehr schwierig gewesen. Denn ein Zeichen dieser Größe verlange nach der herkömmlichen Sitte seine Landes eine bestimmte Größe des umgebenden Papiers, und normalerweise seien die Zeichen winzig. Schriebe man ein Zeichen aber so groß, dann müsse das Papier entsprechend vergrößert werden. Darum habe es auch so lange gedauert.
[Frei nach einer wahren Begebenheit.]

Anti-Ypsilantisten

Im Deutschlandradio, heute, kurz vor 1. Ein süffisant artikulierender Kommentator walzt aus, dass in der vergangenen Woche die SPD-Abweichler und Anti-Ypsilantisten ausgerechnet am Hubertus-Tag die Chefin abgeschossen haben. Und von da an geht es in der Jäger-Metaphorik weiter. Hubertus Heil darf auch nicht fehlen.
Mir ist die Sache vorher schon beim Küche-Aufräumen durch den Kopf gegangen. Anders und ungefähr so: Wir betonen immer, dass wir unsere Abgeordneten ihrem Gewissen verpflichtet sein lassen, nicht der Partei-Raison und nicht dem imperativen Mandat ihrer Wählerschaft. Und dann sagen einmal vier Abgeordnete, dass sie gegen ihre -- Wahlversprechen brechende und schlingernde -- Partei und Parteichefin stimmen werden. Und was ernten sie? Hohn und Spott und bestenfalls Desinteresse. Dabei sollten wir innehalten und sagen: Endlich einmal eine Gewissensentscheidung! Sogar eine ziemlich glaubwürdige. Denn um ihre politischen Karrieren kann es dem Jürgen Walter und seinen drei Mitstreiterinnen wohl kaum gegangen sein. Diese Karrieren sind wohl zu Ende. Also unterm Strich, wieder einmal: Wir haben schon eine merkwürdige politische Öffentlichkeit!

Freitag, 7. November 2008

Politik verquerst


Es gibt in der Politik einfach Dinge, die nicht zusammen- und nicht aufgehen. Das ist wieder so ein Ding. Irgendein Journalist konnte am Nachmittag schon nicht anders als zu kalauern: "Der Wulff im Schafspelz". Und dann auch noch, mitten im Halbsinnfreien: "Wulff macht den Sinn".
Wie will man es fassen? Das von Christian Wulff, den zu verteidigen ich nicht den geringsten Grund habe, wird also so berichtet:

"Es war am Donnerstag, die N24-Sendung Studio Friedman war reichlich fortgeschritten, als sich Christian Wulff auf Geheiß des Moderators zu 'unangemessen hohen' Managergehältern äußern sollte. Nach kurzem Zögern sprach der 49-Jährige von einer Neiddebatte und befand forsch: 'Ich finde, wenn jemand 40 Millionen Steuern zahlt und Zehntausende Jobs sichert, dann muss sich gegen den hier nicht eine Pogromstimmung entwickeln.'"

In der Sache halte ich das für 'voll daneben'. Die Manager, um die es da geht, haben ja eben keine Jobs gesichert. Das zum einen. Wie viele Jobs sie vernichtet haben, die Manager, als Kaste, das wird sich demnächst zeigen. Außerdem muss man die Sache wohl einmal als ziemliches Gerede auf der Schiene von 'großer und darum groß zu bezahlender Verantwortung' als schlicht dämlich bezeichnen. Wenn ich bedenke, wie viele Menschen der Lokführer Karl Müller verant- wortungsvoll in einem Jahr durch die Lande fährt, dann müsste der 500.000 Euro plus Erfolgszulage bekommen. Es ist wohl einfach so, dass Leute der Wirtschaft halt nur einen Maßstab haben, nämlich Geld. Also bekommen sie, wenn sie, nicht selten ja voll zumwinkelnd, oben angekommen sind, viel Geld. Andere Maßstäbe haben sie ja nicht. Arme Kerle! Eine riesenhafte Zulage in Sachen riesig-grotesker Lebenssinn. Eine groteske Sicht, die der Ministerpräsident da zum Besten gibt.

Aber nun dieses Wort Pogrom. Dass es jetzt reflexhaft reserveriert wird und der Ministerpräsident dann den Kotau vor dieser Reservierung macht, das ist genauso grotesk unhistorisch. Pogrome sind alt, oft gegen die Juden gerichtet, oft auch gegen andere Minderheiten. Der Blödsinn des Inhalts der These wird hinter einen Aufschrei um ein sinnlos reserviertes Wort verschoben. Als ob man jetzt Lustmord reservieren wollte für den Haarmann Fritz. Mit dem Tanz um die geschützten Wörter sollten wir aufhören. In den Inhalten sollten wir sorgfältiger sein.

Ach so, dass der Friedman wieder da ist, darf man auch mal so ganz nebenbei und lustvoll grinsend erwähnen. Wie war das noch mit dem, damals vor unvordenklichen Zeiten, im Jahr 2003?

Islamismus, Populismus und Youtube

Surfen, politisches.
Was man doch bei Youtube alles findet! Zuerst einen Bericht über die Anschläge in London, am 7. Juli 2005, dann taucht gleich daneben ein neueres Interview mit Jörg Haider. Das lassen wir mal wertfrei so stehen.
Was die Argumentation in Sachen Fremdenfeindlichkeit angeht, so muss man, denke ich, den Populismus immer ein weniger genauer ins Auge fassen, etwas so wie hier.

Betrug und schlichte Dummheit

Solange Betrüger nicht auf die Idee kommen, einen Betrugsversuch-Text, vulgo Pishing-Attacke, von einem Muttersprachler ordentlich korrigieren zu lassen, haben wir eine sehr gute Chance, schwarze Schafe zu erkennen. So sprachlich daneben sind Banken nun denn doch nicht, auch wenn sie sich gelegentlich in ihrem höchsteigenen Metier gewaltig vertun.
Ein derartiges Pishing-Muster gefällig? Hier bitte!

Donnerstag, 6. November 2008

Fernseh-Kritik

Nehmen wir mal an, Sie denken daran, sich einen dieser neuen, hippen LCD-Fernseher bei Amazon zu kaufen. Wie wär es damit?

Panasonic TH PX 80 E 16:9 "HD-Ready" LCD-Fernseher mit DVB-T Tuner schwarz

Bei Amazon lesen Sie dann:

Produktinformation
Display-Weite: 42
Größe und/oder Gewicht: 1.130 x 330 x 810 cm ; 35 Kg
Produktgewicht inkl. Verpackung: 34 Kg
Versand: Dieser Artikel kann nur in folgende Länder verschickt werden: Deutschland
Modellnummer: TH-42PX80E
ASIN: B0013YBQMI
Fällt Ihnen was auf? Jawohl! Sie müssen sich ein neues Haus bauen! Denn der Fernseher misst 11,3 x 3,3 x 8,1 Meter! Für sowas reicht Ihre große Wohnzimmerwand im Moment doch nicht aus, oder?
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Und -- nun ja, eigenartig ist auch, dass man woanders ganz was anderes liest.

Breite (cm) 102
Höhe (cm) 72,7
Tiefe (cm) 9,5
Gewicht (kg) 28

Montag, 3. November 2008

Ulrich-Horstmann-Seiten

Diesen Text zum Tagesausgang gelesen:

"Impressum
untier.de ist seit 6/2000 online.
Die Ulrich-Horstmann-Seiten verzeichnen derzeit monatlich rund 4.000 verschiedene Besucher, Tendenz steigend. Das ist entschieden zu viel."

Wunderbar!

Und was sagt Reich-Ranicki dazu?
Ach so, der sieht ja nur fern.

Samstag, 1. November 2008

Scharia und Grundgesetz

Vielleicht hat der bayerische FDP-Abegeordnete Barfuß ja nur einem vorübergehenden Herostrades-Impuls nicht widerstehen können, als er meinte, die Scharia könne, soweit sie dem Grundgesetz nicht widerspreche, auch bei uns Gesetz sein. Und ganz so blöd, wie sich das auf den ersten Horch anhört, ist die Sache nun auch wieder nicht. Natürlich wird ein religiöses Recht nicht Teil unseres Rechtssystems. Sonst müssten Fragen des katholischen Kirchenrechts vor unseren "weltlichen Gerichten" verhandelt werden, nach Vorgaben des Kirchenrechts. Aber freiwillige Bindungen kann es natürlich geben. Wer sich den Sprüchen des Bischofs oder des Imams nicht fügen will, muss halt aus der Kirche oder dem Islam austreten. Dann hat sich die Sache. Bedroht werden darf er dann, wenn er austritt, aber nicht. Versteht sich, Herr Barfuß, oder?

Allerdings gibt es natürlich praktische Probleme, wie immer in solchen Fällen. Sollen wir, das ist so eine Frage, die Feiertage anderer Religionen auch arbeitsfrei halten? Und muss der Ramadan oder meinetwegen auch der Sabbat entsprechend gefeiert werden? Auf welcher Ebene und wie konkret? Das Autofahren am Samstag verbieten? Mal nur so als Beispiel.

Wahrscheinlich ist nur sinnvoll zu sagen: ohne historisch gewordene Grundwerte und Grundgegebenheiten, und das sind bei uns halt nun mal Werte der Aufklärung und des Christentums, funktioniert diese Gesellschaft nicht. Wer hier leben will, der soll sich anpassen. Wenn er das nicht will, dann gibt es ja auch andere Länder.*
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Nachtrag: Erforschen sollte man bei den Politikwissenschaftlern aber schon mal die Frage, was Einzelne und ganze Parteitage** dazu treibt, Dinge öffentlich zu machen, die absehbar Kopf und Kragen oder doch zumindest Wahlergebnisse kosten. Ist es mangelnde Voraussicht oder dieses emporschwappende "Wir sind die Progressiven!"?
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* Ich weiß, klingt nach: "Ihr könnt ja rübergehen!" Je nun, die Gegenargumente müssen aber erst mal gebracht werden, gegen argumentersetzende Historiosierungen.
** "Konkordat und Kruzifix - das sind natürlich unglückliche Debatten", sagt Daxenberger. Viele bei den Grünen würden sich kirchlich engagieren, seine Großmutter habe in der NS-Zeit fürs Kreuz in der Schule gekämpft. Nein, der Kruzifix-Beschluss könne "so nicht bleiben, wir werden das korrigieren". Denn nicht die CSU, sondern die Grünen seien "die Werte-Partei".

Freitag, 31. Oktober 2008

Künstliche Intelligenz, wieder mal


In Lausanne, so habe ich heute in der Sendung Nano gesehen, wird das menschliche Gehirn im Computermodell nachgebaut. In 10 Jahren soll es soweit sein, dann denkt und fühlt sich der Computer als Mensch? Wirklich und wahrhaftig?
Weizenbaum hat doch mal gesagt, um denken zu können wie ein Mensch, müsse ein Computer sitzen können. Das Ich entstehe aus dem praktischen Handeln und dem Körpergefühl heraus. Da muss das Gehirn also einen Körper haben. Der kommt dann in 10 Jahren wahrscheinlich von einer japanischen Firma.
Und dann kann dieses Ich auch übersetzen, schätze ich. Vorbei dann die Zeiten, in denen solche Pretiosen wie die da oben von Übersetzungsprogrammen gefertigt werden. Schade eigentlich.


Donnerstag, 30. Oktober 2008

Alltagsärger - Lösung 1 - Fa. Novus

Vor ein paar Tagen habe ich über Alltagsärger geschrieben. Jetzt ist ein Lob fällig: die Fa. Novus, deren Gerät nicht aufging, sodass keine Heftklammern nachgelegt werden konnten, hat auf eine Mail hin ein Ersatzgerät geschickt. Was für ein Service!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Anne Sinclair

Wer, wenn nicht BILD, würde uns vermelden, dass die einstige Star-Journalistin Anne Sinclair -- die schönsten blauen Augen Frankreichs und am 15. [sic] Juli dieses Jahres 60 geworden -- von ihrem Ehemann Dominique Strauss-Kahn, 69, betrogen worden ist? [Wie bin ich denn damals auf "69" gekommen? Muss freudsch gewesen sein! Damals war er so -- 58.] Sex im Alter... Endlich eine Fortsetzung für dieses Thema.
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Kleiner Nachtrag in der Sprache der Liebe:

"Dominique Strauss-Kahn a présenté publiquement ses excuses au personnel du Fonds monétaire international (FMI) pour avoir fait 'une erreur de jugement' en ayant une liaison avec une subordonnée, mais a nié tout abus de pouvoir."

Dienstag, 28. Oktober 2008

Rom: Engelsbrücke || Trajansäule


Diese Bilder heute noch. Aufgenommen habe ich sie im Sommer 1984. (Überflüssig zu sagen: analog.) Da wurde die Hadrianssäule -- nein, die Trajanssäule gerade renoviert. Und die Engel auf der Engelbrücke waren schön wie immer.

Miley Cyrus apologizes ...

... what for?

Have a look now [1]! [ 2 ] [ 3 ]

Tss. tss. tss!

Zwangsheirat

Den Artikel "Die Ehe als Waffe" von Seyran Ates* (ZEIT 44 / 25.10.2008, S. 13) sollte jeder politisch Interessierte wohl im Augen haben. Dank immer an die ZEIT, die so etwas auffindbar hält. <- Das sind die Leserbriefe dazu. Der Artikel -> steht hier.

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* Autorin des Buches "Der Multi-Kulti-Irrtum".

Fußball im Quadraaat!

Das muss der Fußball-Fan einfach gesehen haben! Dann wird das Leben leichter.

Und wenn wir schon dabei sind: Auch die Traum-Tore muss man einfach gesehen haben!

Nothing but life, Mister!

Little-Lindbergh-Act. Worauf man via Internet doch so alles kommt. Habe ich, der notorissche SPIEGEL-Leser, es nicht mitbekommen oder einfach wieder vergessen?

Stimmungswörter. Hier: Fairetrade

Zwei Stichwörter am Morgen, als ich den von meiner Frau gekauften Kaffee sehe: "Ökolo- gisch" -- ach Gott, das Mogelpackung-Wort, das den Umsatz steigern soll. "Fair- trade" -- ja, wenn es funktioniert, ist es gut.
Dann wollen wir doch mal schauen, was die Homepage der Vertreiber-Firma so sagt. Auf der Packung steht ja schon: "Kontrolliert durch DE-005-Öko Kontrollstelle". Was das Fairetrade angeht: http://www.transfair.de/
Der Vertrieb läuft über "Naturkind Lebensmittelvertriebs GmbH" in Mülheim an der Ruhr. Die Internet-Seite findet sich hier. Da sieht man unverschlüsselt, dass es sich bei der GmbH um eine Tengelmann-Tochter handelt. Aber muss das von vorneherein schlecht sein? Kann dahinter nicht die Philosophie eines Privatunternehmens stehen: "Liebe Kunden! Wenn ihr bereit seid, für was Gutes ein wenig mehr Geld zu zahlen und es uns noch erlaubt ist, unseren notwendigen Gewinn zu machen -- an uns als Händler soll's nicht liegen!"
Kann das gehen? Da muss man mal genauer hinsehen. Mit dem Wikipedia-Artikel zum fairen Handel kann man ja schon mal anfangen.

Freitag, 24. Oktober 2008

Komödie

Die heutige Komödie
Was soll das heißen`?

Na, vielleicht das: die Bankenkrise ist so alt nicht. Selbst ich, der absolute Nicht-Geldfachmann habe sie vor mehr als 1 Jahr schon wahrgenommen. Bitteschön!

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Bürger und Kleinbürger

"Was ist das Kennzeichen des entwickelten Bürgertums? Nicht der Zynismus, sondern die Unsentimentalität. Jene Unsentimentalität, die auch die instinktive Ablehnung des Sentimentalen und des Kitschigen beinhaltet. Der Zynismus ist, im übrigen und nebenbei gesagt, die Verwirrtheit des übersättigten Großbürgertums."

Wer hat das gesagt?

Dienstag, 21. Oktober 2008

Die Schafkopfertn



Dös wollmer aoba aa no schnell aufschreim! Do gibts bei Guugl a Saitn die wo füe ihr Schopfkopfspuiln wiabt. Konst onlain moacha. Muas ja vui Goild kostn sowaoas vorana Werbung. Und dann -- je herrgottzfixsakrament! Die Saitn "ist nicht zu erreichen". Da legts di wiadamol nieda.
Probienses jetzt amoll Sie! Vielleicht haom Sie ja mea Glück.
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Ha! Jetzad is die Saitn doa. Ja verreck! Guad des ich' ean dockumentiert hoab, den Fehler, den grauslichen.

Erfolg macht Leute


Seien wir mal ehrlich: Wenn sie nicht die Ämter, Posten, das Geld oder die Auflagen hätten, die sie nun einmal haben, würden die Großen des Landes, ja die Großen der Welt vom ersten Augenschein her als ganz gewöhnliche Bürger – ach was: als Menschen! durchgehen. Einige höchstens ungewöhnlich in ihrer außergewöhnlich steifen Korrektheit, andere in ihrer sichtbaren Selbstverliebtheit. Manche von ihnen würden wir sogar unter die ziemlich schrägen Zausel einsortieren.
Beispiele der äußerlichen Gewöhnlichkeit?
Na ja, wenn man die eine oder den anderen nennt, tut man den übrigen natürlich Unrecht. Auf diese Gefahr hin, in alphabetischer Reihenfolge der Vornamen und mit dem Bemühen, die wichtigsten Sparten des Lebens zu treffen, mal ein Dutzend Beispiele. Sollte eine oder einer Ihnen unbekannt sein, verlinke ich mal – mit einer Ausnahme, die auf eine andere Web-Seite rausgeht – auf den entsprechenden Eintrag in der Wikipedia.
Angela Merkel
Bill Gates
Charles, Prince of Wales
Charlotte Roche
Dieter Bohlen
George W. Bush
Herbert Grönemeyer
Hubertus Heil
Joseph Alois Ratzinger
Markus Lüpertz
Michael Glos
Norbert Tadeusz
So, nun werden Sie fragen: Wozu das Ganze?
Das will ich Ihnen sagen. Es geht darum, die lapidare Redeweise "Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg" zu hinterfragen. Ich will dafür plädieren, dass es eine neue Wissenschaftdisziplin geben sollte, angesiedelt zwischen den Disziplinen Philosophie, Soziologie, Neurologie und Linguistik. Noch andere Mutterdisziplinen kämen selbstverständlich in die weitere Auswahl. Die neue Wissenschaftsdisziplin könnte beispielsweise Eudoxikologie heißen. Oder auch anders. Da möchte ich mich noch nicht festlegen. Diese Wissenschaft erforscht, was die Großen des Landes und der Welt so an Eigenschaften mit sich herumtragen, die sie zu dem gemacht haben, was sie nun einmal sind. In Frage kämen:
Chuzpe
Fleiß
Glück
Instinkt
Intelligenz (verborgene)
Paranoia (im Griff gehalten vom bürgerlichen Ich)
Selbstüberschätzung
Zufall
Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl der möglicherweise relevanten Eigenschaften. Und Sie vermissen in dieser Liste vermutlich das Wort Können. Nun aber – genau darum geht es! Dieses Wort und alle damit verbundenen Begriffe würden ausgespart. Das ist der Witz an der Sache! Das Können schreiben wir den Berühmtheiten zu, weil sie das geworden sind, was sie nun sind. Nach dieser Unbekannten hin gilt es die Gleichung der Eudoxikologie aufzulösen.
Also, wenn es da endlich ein Forschungsinstitut für Eudoxikologie gäbe, ich würde mich auf jeden Fall bewerben! Auf jeden Posten, und sei es den des Hausmeisters. An diesem Institut möchte ich arbeiten und beobachten können. Auch, welche Eigenschaften die Insti- tutsleiterin und ihr Stellvertreter so haben.
Ach so, und das noch! Manche Menschen, die würden nicht erforscht, weil sie ganz offensichtlich etwas Besonderes sind. Auf die eine oder andere Weise. Ich nenne mal nur: Karl Lagerfeld, Oskar Lafontaine, Romy Schneider.

Freitag, 17. Oktober 2008

Webdesigner


Die Webdesigner sind schon tolle Kerle! Was man bei denen alles finden kann! Hier ein Bild zur Dialektik der Aufklärung. Wunderbar. Erfrischend. Einmalig. Oder?
Interessieren würde den Begeisterten noch: Wer war das Mädchen für die Vorlage? Oder ist dieses herrliche Wesen etwa 100%ig computergeneriert? Und komponierte der Computer, der das geschafft hat, dann anschließend ganz von selbst ein Oratorium des Titels "Die Schöpfung"? Oder: "Engel fliegen einsam"?
Und auch das noch. 恭喜!貌似沒有多少個香港blog能夠入圍全球華文部落格大獎初審呢。期望您的blog能夠更上

Strukturanalyse: Sucht

Strukturanalyse der persönlichen Tragödien, von kleinen, großen, sehr und extrem großen: die lustvolle Art, gegen Regeln zu verstoßen. Regeln, die geschaffen sind, um Ruhe und Zufriedenheit zu bringen. Ein normales Leben.
Magersucht: ein normales Gewicht ablehnen, das Schlanke immer weiter und dann bis in den Tod suchen. Die Anziehungskraft des Selbstzerstörerischen.
Mit dem anderen Extrem, der Fettleibigkeit, Adipositas, kommt man nicht so schnell zu Tode, kann auch in extremis längere Zeit leben, wie Beispiele zeigen.
Das alles zusammenzufassen unter dem Begriff der Sucht: nicht anders können, auch wenn man es noch so gerne möchte. Der Wille versagt. Eins ums andere Mal. Junkies, Workaholics, Alkoholiker, Raucher. Hektiker, die immer etwas unternehmen müssen. Wenn sie Glück haben, werden sie sehr angesehene, sehr große, sehr rastlose Unternehmer. Wenn sie Glück haben, wie gesagt.
Was steckt dahinter? Kindheitstraumata? Was wenn sie als Baby missbraucht wurde, mit 1 1/2 Jahren, in einer Zeit, an die die bewusste Erinnerung niemals heranreicht. Sehr wohl aber die nicht bewusste. Oder ist ihre Sucht nur ein normales Hirnstoffwechselproblem? Nobody knows.
In diesem Zustand beginnt sie eine Therapie, die etwas Besonderes ist. Eine radikale Selbsttherapie. Sie ist ihr eigener Therapeut. Niemand hört von außen in ihr Leben hinein.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Aktmalerei - innovativ! (Forts.)

Abramowitsch sei Dank!
Wenn Sie mal schaun woll'n, bitte hier!
Und bei der Gelegenheit: Ich erhebe Bildschutz für eine Serie, in der 12 Akte nach Gewichtsklassen gemalt sind: von 1_magersüchtig bis 12_extrem_übergewichtig. Und man sieht hier, wie ich auf die Idee gekommen bin. So stiftet Kunst Kunst!

Goo-oooo-oogle -- Ad- and Nonsense. So lustig!

Ach ja, und auch das noch. Hier in diesem Blog lasse ich Google oben was einblenden. Heute komme ich auf die Idee mal selbst draufzuklicken. Dann wird es lustig: Google findet seinen eigenen Link nicht!
Und fast hätte ich die Terror-Tomaten übersehen!

Aktmalerei - innovativ!

"33-Millionen-Geschenk für die Freundin"
So geht das in der modernen Welt: Ich höre im Kopfhörer, dass die Freundin von Millia-ard-är Abramowitsch in Moskau eine Galerie hat.* Da suche ich nach. Bei der Google-Bildersuche wird statt der Freundin unter anderem Amy Winehouse gefunden. Macht ja nix. Aber drüber interessante andere Bilder. Da komme ich auf eine Seite, die auf eine Seite mit einem Bild von Lucian Freud verlinkt ist. Und da ist es endlich! Das Bild, das einen Akt zeigt, wie man ihn -- warum eigentlich? -- so noch nicht gesehen hat.
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* Wer es noch nicht weiß, bitte hier! (Man beachte die charaktervollen, freundlich-freudvollen Gesichter von Milliardär und Freundin!)

Freitag, 10. Oktober 2008

Google Chrome 2



Ja, und inzwischen habe ich erste Erfahrungen. Mit der Seitendarstellung haperts manchmal. Beispielsweise hier, eine Seite mit dem IE und dann mit Chrome.

Google Chrome 1

Also, irgendwie konnte ich dann doch nicht widerstehen. Als ich gelesen habe, wie schlank und schnell Googles Chrome ist. Nachdem ich mich schon als Google-Freund geoutet habe, stand nichts mehr im Weg.

Erfahrung: Dass man sich an was Neues erst gewöhnen muss, ist klar. Zwei Dinge sind zunächst sehr erstaunlich:

a) Die Google Toolbar itself taucht nicht auch und lässt sich offenbar bislang auch nicht mit Chrome verbinden. Größter Schaden für mich: ich verwalte Favoriten mit der Toolbar, und ausgerechnet bei Googles eigenem Produkt stehen mir die Favoriten nicht zur Verfügung.

b) Vielleicht noch witziger: Chrome wurde als Admin installiert. Wenn ich in meinen normalen Nutzer-Account wechsle, ist das Programm nicht da. Tolle Idee: Ich kopiere den Link vom Admin-Desktop auf meinen normalen Desktop, der nur eingeschränkte Rechte hat. Macht man ja so, dass man im Arbeitsalltag nicht mit Admin-Rechten durch die Gegend surft. Und was geschieht? Der Link funktioniert nicht.

Wie auch immer. Warten wir halt mal auf die erste stabile Sache. Das war mein Bericht als Beta-Tester.
(Mein Beitrag aus dem Wintotal-Forum hierher kopiert.)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Markus Lüpertz

Markus Lüpertz spricht im Bayerischen Rundfunk. Leicht im Stimmfall gedrückt erreicht er bei weitem nicht die grandiose Affektiertheit des Großmeisters von der Nachbarzunft. Des Schönlisplers Karl Lagerfeld. Aber immerhin, eine fürstliche Entwicklung hin zum Äffischen, das ja die Kunst auszeichnet, ist unverkennnbar. Sollten wir àm Wochenende nach Passau fahren?

Süddeutsche Zeitung / Streiflicht

Ich bin ein glühender Verehrer der Sprachartisten vom SZ-Streiflicht. Heute wieder mal. Das da.

"Das Tollste an Senioren: Sie müssen keinen Bammel mehr haben. Ihre Weisheit, ihre Lebenserfahrung, ihr unermüdlicher Einsatz für das Gemeinwohl machen sie zu Stützen der Gesellschaft. Auch wenn nicht jeder Senior derart bammelfrei über die Bühne hüpfen kann wie Mick Jagger, nicht so sensibel dichten wie Leonard Cohen oder plaudern wie Jopie Heesters - das bisschen Arthritis ist doch nichts gegen die Unerfahrenheit der Jugend! Gerade wünschte sich der Spiegel Altkanzler Helmut Schmidt als Retter aus der Finanzkrise zurück: 'Kaum vorstellbar jedenfalls, dass er so passiv geblieben wäre, sein Verständnis von Führung sieht anders aus.' Das ZDF wiederum würdigte den Staatsmann Franz Josef Strauß mit einem Knoppschen Zweiteiler, der selbst FJS-Gegnern von einst noch Tränen der Rührung in die Augen trieb. So einen großen Alten bräuchte es halt wieder. Dann müsste der vielleicht viel zu junge Seehofer nicht permanent erklären, dass er 'einen leichten Bammel' vor seinem Leben als Doppelspitze hat."

Süddeutsche Zeitung, Nr. 235, Donnerstag, den 09. Oktober 2008, Seite 1

Aus der Reihe ...

... "Das Netz kennt keine Gnade". Früher unter dem Titel "Das Stahlnetz".

Auf der anderen Seite: Donatella Versace musste ja nicht zum Schönheitsdoktor hinlaufen. Und so frisieren, wie sie das nun einmal tut, müsste sie sich auch nicht.

Gmail Drive, Datenschutz und anderes Grundsätzliche

Ich möchte wissen, ob es Sinn macht, das große Google-Postfach mittels Programmen wie Gmail Drive als Datenablage zu benutzen. Wie das geht und ob das erlaubt ist von seiten der Nutzungsbedingungen
Daraus ergibt sich im Forum Wintotal eine nicht uninteressante Diskussion zum Thema Datenschutz. Und die Erkenntnis wieder: Wie unterschiedlich doch die Menschen die Welt und sich selbst sehen!

Alltagärger

Alltagsärger der kleinen, fiesen Art wohin man blickt! Bei- spielsweise:
  • Ich habe neuerdings ein Kabel, um mein Notebook mit dem Internet zu verbinden. WLANs sind ja unsicher und führen zu Verbindungsabbrüchen. Aber, o Graus -- dauernd zusammen- brechende Verbindungen mit dem Kabel. Bis ich drauf komme, dass das daran liegt, dass der Stecker, genauer: die "Steckdose" am Notebook ausgeleiert ist. Obwohl ich die kaum jemals benutzt habe. Wegen vorher ja WLAN. Jetzt liegt da eine kleine chinesische Dose und ein mehrfach gefaltetes Papier unter dem Stecker und drückt den nach oben. Es geht. Ein Workaround halt.
  • Ein nagelneuer Galaxy von Ford. Ok, vor zwei Monaten war er nagelneu. Darin ein CD-Laufwerk des Autoradios. Jetzt ist da eine CD drin, und die spielt auch. Nur auswerfen kann ich sie nicht. Da entsteht, wenn ich auf dem Auswerfen-Knopf drücke, ein Rattern, und nichts gesschieht.
  • Vorher schon die falsch anzeigende Tankuhr. Sie hat vor ein paar Wochen auf der Autobahn zwischen München und Garmisch gemeldet, dass jetzt auf Reservetank gefahren wird. Diesel noch für 60 Kilometer. Und dann ist sie innerhalb von 5 Kilometern auf "noch 3 Kilometer" gefallen. Ich habe mit Mühe und mit dem schon stotternden Motor die nächste Ausfahrt erreicht. Eine Dreiviertelstunde warten auf den ADAC, der einen Kanister mit Diesel bringt. Dann kommt die Rückrufaktion von Ford. Ganz offensichtlich also ein Fehler, der nicht nur bei uns vorgekommen ist. Garantie natürlich. Aber die zwei Stunden, die man mit Telefonaten, Fahrt zur Werkstatt, Abholen verbringt, die werden nicht bezahlt. Und jetzt das gleiche Theater mit dem Autoradio. Das eingeschickt werden muss. Mal sehen, ob es ein Ersatzgerät für diese Zeit gibt. Jesses na! Interessieren würde mich, wer die Strafpunkte und die Geldstrafe übernimmt, wenn man mit so einem Auto auf der Autobahn liegenbleibt.
  • Meine Frau kauft Äpfel. Von einem Bauern. An der Haustür. Prima so eine Direktvermarktung ohne Tegelmann dazwischen. Dann, ein paar Tage später, ein kleiner, eigenartiger Geruch. (Für die Feingeister unter uns: Jener Geruch, der Friedrich Schiller inspiriert hat, dass er ohne diesen Geruch gar nicht mehr schreiben konnte.) Nachgesehen und -- das auf dem Bild Abgebildete gefunden. Jetzt erinnert das doch wieder an Tengelmann, wo oft unter 7 Tomaten in der Fertigpackung 1 faule ist, von der man den Eindruck hat, das sei die Quotenfaule. Da würde beim Verpacken immer zu 6 guten genau 1 faule dazugepackt. Nur so eine Vermutung natürlich. Auch was den Bauern an der Haustür angeht. Vielleicht war der vorher Lehrling beim Tengelmann-Lieferanten.
  • Und dann auch das noch! Ich habe mir vor einiger Zeit einen Novus B4 gekauft. Das ist ein schöner, schwarzer Hefter. So ein Ding, mit dem man Papier zusammentackert. Nun zeigt sich, als ich Klammern nachfüllen will, dass sich er Schlitten nach dem Drücken der roten Arretierung nur um ca. 1 cm aus dem Gerät herausbewegt und dann absolut fest sitzt. Überdeckt vom vorderen Teil der Abdeckung. Auf diese Weise kann man ca. 4 Klammern einsetzen, und auch das nur mit Mühe.

Dienstag, 7. Oktober 2008

"12 Fehler am Schreibtisch"

Das ist der Satz, den ich gestern auf einem Prospekt gelesen habe. "Gratis CD für Sie". Dazu hübsche, karikaturenhafte Zeichnungen. Darum habe ich den Prospekt überhaupt mit in mein Arbeitszimmer genommen. Die Bestellkarte innen eingeklebt. Ein A5-Ordner, Loseblattsammlung, 24,95 €. "Nur 14 Tage gültig." Dann kostet das Ganze 29,95 €.

Die Sache wird empfohlen von dem "Erfolgsteam" Prof. Dr. Lothar Seiwert und Werner Tiki Küstenmacher. Seiwert, auf der Rückseite, "ist im In- und Ausland als 'Meister' im Bereich Zeitmanagement bekannt".

Über die Methode der Zeitmanagement-Berater habe ich doch irgendwo schon mal was geschrieben, überlege ich.

Ich beschließe, mal etwas genauer hinzusehen. Die Seiwert-Homepage -- Achtung! -- ist erst mal eine von den Websites, die man mit dem Browser-Rückpfeil nicht mehr verlassen kann. Muss keine Absicht sein. Kann eine schlampige Arbeit des Seiten-Programmierers sein. Muss aber nicht. Vielleicht steckt doch die Absicht dahinter: Möglichst lange halten!

Dann mal die Frage: Wo ist Professor Seiwert Professor und dann: Wo hat er worüber promoviert?

Schaun wir also mal bei der Wikipedia vorbei.

"Seiwert studierte Wirtschaftswissenschaften in Marburg und Frankfurt und wurde 1978 mit der Arbeit Mitbestimmung und Zielsystem der Unternehmung – Ansätze zu einem erweiterten Unternehmungsmodell der Betriebswirtschaftslehre an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Philipps-Universität Marburg promoviert."

Na also! Da haben wir's doch! Nix dagegen zu sagen.

Seiwert Seit 2002 ist Seiwert Dozent an der Universität St. Gallen.

"[...] Seine Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und über 3 Millionen mal verkauft."

"Zusammen mit Werner Tiki Küstenmacher verfasste er den Weltbestseller Simplify your life. Im deutschsprachigen Raum wurde das Buch bis 2006 über eine Million Mal verkauft, in weiteren knapp 30 Ländern ebenfalls mit einer Auflage von über einer Million Stück."
Ja da schau her! Dieser witzige Titel. Mein Motto zu diesem Buch: "Make your life very complicated. Read this book!" Die Logik des Buches, das ich offen gestanden nur in der Buchhandlung durchgeblättert habe, entspricht der Logik des Bürokratie-Abbaus. 'Wann Sie mal bitte hier schaun wollen, der Herr - die Dame?'

Aha. Und das wusste ich auch noch nicht: "Seiwert ist ein Cousin der Erfolgsautorin Hera Lind (Das Superweib)."
Zu bewundern ist vor allem der Geschäftssinn und die Durchsetzungsfähigkeit von Seiwert. Die Fähigkeit Slogans zu kreieren, die im Ohr bleiben und Erfolg verschaffen. Die Chuzpe auch, mit den kleinen, wohlfeilen Glücksversprechen den Leuten das Geld aus der Tasche zu locken. Aber, Gott! Eine Fähigkeit, kein Zweifel. Von Interesse wäre, wie viele Menschen durch das Zeitmanagement-System a la Seiwert wirklich effizienter geworden wären. Für mich gesprochen: Ich weiß schon, wie es geht. Nur gehen kann ich den Weg oft nicht. Weil andere Dinge am Weg liegen, die mich plötzlich interessieren.
Und weiter dann? Abwarten. Vielleicht fällt mir ja noch was ein.
---
Ach, doch gleich das noch. Hab ich erst hinterher gesehen: Ein paar kritische Töne gibt es in der Wikipedia-Diskussion zum Seiwert-Artikel. Damit meine ich nicht die Töne, die ich selbst gerade beigesteuert habe.

Samstag, 4. Oktober 2008

Molfsee vanished again

Immerhin -- so falsch gelegen habe ich vor Kurzem nicht, als ich der Gemeinde Molfsee Selbstüberschätzung vorgeworfen habe. Heute steht in der Süddeutschen die Überschrift + Erläuterung (SZ Nr. 231, Seite 12):

"Nicht ganz im Bild. Wie sich holsteinische Städte im Kampf gegen Google blamieren".

Und dann kommt's:

"Die Revolte aus Molfsee und weiteren holsteinischen Städten und Gemeinden, die sich dem Protest anschlossen, hat jedoch zwei Haken: Keine der Gemeinden kann bisher sagen, ob die Straßenverkehrsordnung dem Willen von Google juristisch Stand hält. Roman Hoppe, der Molfseer Bürgermeister, verweist auf die noch laufende Prüfung. Andernorts wartet man auf die Stellungnahme des wissenschaftlichen Dienstes im Kieler Landtag. Der zweite Haken: Ein Google-Sprecher hat erklärt, man wolle Schleswig-Holstein überhaupt nicht fotografieren. Womöglich zu unbekannt, das Land der Horizonte."

Ach, und noch ein Nachtrag zum Thema Datenschutz:

"Spärlich bekleidet abfotografierte Menschen sowie Männer vor Erotik-Shops sollen sich gegen 'Street View' zur Wehr gesetzt haben."

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das war nicht in Molfsee, sondern in den USA. Ich meine, könnten die Damen und Herren es sich nicht früher überlegen, ob sie der Öffentlichkeit ihren Anblick zumuten wollen bzw. wo und was sie einkaufen wollen?
Gesetzeslage in Sachen Datenschutz: Anschauen bzw. ertragen muss ich solche Leute, nur fotografieren darf ich sie nicht.
Wenn es dann doch mal geschieht, dann ist die Diskussion groß.
Aber -- ach Gott! Ich schweife ab. Verzeihung.
Also weiter: Muss da Google herhalten, wenn einer zwar "erotisch einkaufen", das aber nicht dokumentiert sehen möchte? Und wenn ihn seine Nachbarin dabei sieht, will er der dann verbieten lassen, an dieser Ecke vorbeizugehen? Wie auch immer. Neugierig bin ich aber schon geworden. Kann man wirklich Herrn Mustermann vor dem Erotikshop so richtig als Person erkennen?! Wow.

Freitag, 3. Oktober 2008

Flachdächer und Beton

Eine gute Stunde her. Während ich einen Raumteiler einbaue, komme ich auf eine für mich als Bau-Laien schwierige Frage. Vorgeschichte: Vor ein paar Monaten haben wir unserem Flachdachbungalow ein neues Dach verpassen lassen. Das hat natürlicheine Stange Geld gekostet. Und da, eben, habe ich mich gefragt: Warum werden solche Flachdächer eigentlich nicht von vornherein und im Rohbau isoliert und dann miteinem hochwertigen Beton plus Stahlarmierung übergossen. Mit einem Beton,der ungefähr die Lebensdauer des Hauses hat. Der Hintergedanke: ganze Stauseen werden doch mit Beton hochgezogen. Die haben Druck und ständiges Wasser hinter der Mauer auszuhalten. Wenn das da geht, warum nicht auch bei einem Hausdach?
Nun, es gibt für solche Laienfragen ja Foren. Und Experten-Suchdienste wie wer-weiß-was.de. Also habe ich gefragt, und die erste -- wie ich finde: vollkommen genügende -- Antwort war nach wenigen Minuten da, von Dieter Kubeth
Du hast recht, es ist möglich, Decken als WU-Beton Konstruktion herzustellen. WU-Beton = Wasserdichter Beton. Dies wird bei Kellern, Bodenplatten etc. so praktiziert. Bei dem Flachdach hast Du folgenden Nachteil: Zuerst würde die tragende Deckenplatte aus Stahlbeton gegossen werden, dann bringst Du eine druckfeste Dämmung auf, um darüber nochmals eine WU-Betonplatte zu gießen.
  • dies ist teuer und
  • verursacht hohe Eigenlasten
  • der Beton altert ebenfalls durch Umwelteinflüsse, so dass dieser ebenfalls nach ca. 20 Jahren saniert werden muss

Und ich bin wieder um eine Unwissenheit ärmer!

Roma-und Sinti-TATORT

Die Meldung geht seit ein paar Tagen schon durch die Zeitungen. Und jetzt das:

"Roma- und Sinti-Protest folgenlos
Die Tatortfolge "Brandmal" wird ausgestrahlt, obwohl der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma heftig dagegen protestiert. WDR: Der Film bestätigt nicht die Klischees."

Der vernünftige Zeitgenosse, der zu sein sich jeder am Tag der deutschen Einheit bemühen sollte, ist hin und her gerissen zwischen dem Lachen über die Political Correctness und dem Bestreben, nicht wilde Vorurteile via TATORT weiterzutransportieren. Wie entscheidet sich der Vernünftige da?

Nun, solange wir in einer funktionierenden Demokratie mit Presse- und Meinungsfreiheit leben, lautet die Antwort wohl: Über das, was ich nicht kenne, kann ich nicht urteilen. Niemand kann das. Und bevormunden von noch so honorigen Zentralräten, die mehr wissen als er, lässt sich der mündige Mensch nicht so gerne. (Übrigens, allen Zentralräten sei so ganz nebenbei empfohlen umzufirmieren. Der Ausdruck ist im heutigen Deutsch doch arg lächerlich und DDR-haft.) Also, zeigt den Film, damit ihn die öffentliche Meinung und auch ich gegebenenfalls in die Pfanne hauen können. Aber zeigt ihn erst einmal.
Oder anders rum, nachdem der Film offenbar ausgestrahlt wird: Richtig entschieden!
In diesem Sinne! Schaumer mal, wie er so ist, der Film.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Hat der Papst das verdient?

Das liest man hier. In dieser Rechtschreibung. Darum die Frage in der Überschrift da oben.
Sex Pabst hatte Sex mit Romy Schneider
am: 19.08.2008, 08:26:13 »
Oswalt Kolle der Sexpabst der Siebziger Jahre bekennt, dass er Sex mit der unvergessenen Romy Schneider hatte. Der Aufklärungs Pabst schrieb den Bestseller ..."

Suters dunkle Seite

Ich lese dieser Tage Martin Suters "Dunkle Seite des Mondes". Heute suche ich im Netz und finde zum Beispiel das:

"Ein erstaunlich positiver Bericht zu “Magic Mushrooms” bzw. Psilocybin ist dieser Tage bei Spiegel Online unter dem Titel “Pilz-Trip kann Stimmung dauerhaft heben” zu finden, auch wenn zu Anfang und zum Schluss die idiotische Geschichte des Schriftstellers Martin Suter zitiert wird, der in seinem Roman “Die dunkle Seite des Mondes” (Titel von Pink Floyd abgekupfert) einen Wirtschaftsanwalt nach Pilzgenuss zum Mörder werden lässt."

Natürlich wird mancher da denken: 'Was stört es die SPIEGEL-Eiche und und die Suter-Buche, wenn sich das kleine Blog-Schwein daran reibt'*, aber das wäre dumm. Damit ist die Macht dargestellt, aber nicht die Richtigkeit des Arguments gewürdigt. Aber es scheint halt, dass der Blogger tatsächlich nicht so ganz auf dem Laufenden ist. Intertextualität, davon kann man halten was man will. Aber Pink Floyd bewusst zum Titel zu machen, ist ein Kunstgriff. Wie groß die Kunst ist, ist eine andere Frage. Unangenehm aber ist die Gewohnheit, die Blogger-Sau rauszulassen. Die "idiotische Geschichte" -- ich lese sie gerade. Sie ist hochgradig spannend und intelligent geschrieben. Meine Punkt-um-Meinung.
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* Damit ich nicht in Verdacht gerate, ich wollte da jemanden beleidigen: Das ist nur eine Abwandlung des entsprechenden deutschen Sprichtworts.

Dienstag, 30. September 2008

Hypo Real Estate -- München?

"Gefeierte Tochter stürzte Hypo Real Estate ins Verhängnis" vermeldet der SPIEGEL.

Dass Bänker eben nicht Allseits-Geldexperten sind, zeigt sich in diesen Tagen. Manche sagen gleich: Das seien in der Mehrzahl arrogante Trottel, die rendite- und erfolgsgeil mit dem Geld anderer Leute, ohne eigenes Risiko zocken gehen.

Mag ja sein. Ein Aspekt wird aber kaum gesehen: Jene verhängnisvolle Sprachglobalisierung, die sich in solchen Wort-Monstren wie Hypo Real Estate austobt. Die HRE, das ist nicht etwa eine New Yorker Bank, sondern eine Münchener. Geht's denn noch blöder?

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Hello Friends from the English speaking world around! Why so many comments especially here? Are you a bot (or two)? Or what are you interested in? (09/27/2018)

Sonntag, 28. September 2008

Rechtschreibung: zusammen gebaut

Eine Erweiterung schöner Beispiele, die zeigen, dass die Rechtschreibreform besonders bei der Getrenntschreibung der als Einheit gesprochenen Wörter einen Hirnriss nach dem anderen produziert.
"Also mit weiblicher Logik den Sensor zusammen gebaut und an der richtigen Stelle eingesetzt. Und siehe da: Es funktioniert!"
Keine Kritik an der Schreiberin dieser Zeilen. Höchstens, dass sie nicht auf ihr Aussprachegefühl, sondern auf eine autoritative Vorgabe von Pseudo-Experten sich verlässt. Wenn man beide Alternativen mal ruhig ausspricht, merkt man doch leicht, dass das zwei paar Stiefel sind: Wir haben das Haus zusammen gebaut. vs. Wir haben das Haus zusammengebaut. Der Sensor lag in Teilen da? Also wurde er zusammengebaut.

Samstag, 27. September 2008

To put Molfsee on the map!

Siehe dazu auch den Nachtrag hier.
Vor 30 Sekunden gefunden:

"Als erste Gemeinde wolle Molfsee bei Kiel (Kreis Rendsburg- Eckernförde) dem Internetportal Fotoaufnahmen auf ihren Straßen verbieten. Grundlage dafür sei die Straßenverkehrsordnung. Google brauche eine Sondernutzungserlaubnis für die kommerziellen Aufnahmen, so die Rechtsauffassung der Kommune."
Noch einmal: "Grundlage dafür sei die Straßenverkehrsordnung."
Ich staune. Bin ganz hin und weg. Und dann -- ich bekomme eine Kicheranfall. Echt!
Nehmen wir mal an, Sie stellen ein Model vor den Eiffelturm und fotografieren es da. Als Modeaufnahme, ganz einfach. Aber natürlich: ohne Zweifel eine kommerzielle Sache. Dann müssen Sie die Stadt Paris vorher und nachher um Erlaubnis bitten? Und wahrscheinlich jeden einzelnen Fußgänger, der zufälligerweise mit aufs Bild kommt?
Nun ja, werden Sie sagen: Die Stadt Paris und der Turm, das sind sozusagen Stadtpersönlichkeiten des öffentlichen Interesses. Die müssen das Fotografiertwerden dulden. Aber Molfsee und wahrscheinlich auch noch Kiel, sind sozusagen Privatstädte. Die haben ein Recht auf Schutz ihrer privaten Straßen.
Was mir dazu einfällt?
1. Früher musste man, wenn man irgendeine "Luftbildaufnahme" machen oder gar veröffentlichen wollte, eine hochamtlich-behördliche Erlaubnis einholen. Der Staat bzw. seine gespreizten Diener kontr0llieren halt gerne. Ja, was lieben sie es, dass man sie erst fragen muss, wenn man Luft holt. Und immer war da der Adenauersche Gedanke, die Soffjetunion könne über uns herfallen und dann dank Luftbildern von Fritz-Otto Schulze über gutes Kartenmaterial verfügen. Irgendwann wurde dieses Gebaren einfach lächerlich. Es gab halt Satelliten.
Jetzt möchte man in ähnlicher Weise wieder schützerisch tätig werden. Es ist zum ablachen! Öffentlliche Straßen mit unglaublich originellen Menschen, die sich dank der ständig herumfahrenden Google-Autos jetzt nur noch verschleiert aus dem Haus trauen. Google als Helfer zur Totaleinführung des Islam! *AUFSCHREI* Damit Herr Müller aus Erckenschwieg [nicht zu verwechseln mit 'Erkenschwick', siehe unten!] sich nicht in die Menschen und Straßen in Molfsee verguckt. Es ist noch einmal zum Kichern!
2. Eher kann man schon die geheimen Motive der Gemeinde Molfsee und ihrer gewählten Vertreter verstehen. Wer um alles in der Welt hätte diese Gemeinde je kennengelernt, wenn sie nun nicht datenschützerisch mutig vorgeprescht wäre? Jetzt hat sie es in die Nachrichtenseite von Google geschafft, dank Google-Widerstand. Yeah!
Es erinnert das alles an jene Zeitgenossen, die glauben, sie müssten sich ständig um ihre privaten Bilder sorgen. Denn jeder würde sie sonst jederzeit auf der Straße erkennen und um Autogramme bitten. Jetzt, nachdem Falco und Marylin nicht mehr unter uns sind. Aufgepluster und Wichtigtuerei. Dabei würden manche von ihnen nackt über den Stachus gehen, nur damit einer von ihm Notiz nimmt. Datenschutzgeschrei wegen Ego-Problemen ist das, mehr nicht.
---
"Was interessiert die Meinung eines annonymen Bloggers, der noch nicht einmal Erkenschwick fehlerfrei schreiben kann? Das hier gibt den Sachstand besser wieder und da sieht es in der öffentlichen Meinung gar nicht gut aus für das Google-Projekt. --80.142.215.85 20:53, 28. Sep. 2008 (CEST) "
Meine Antwort:
Das hat mir gefallen! Ich erlaube mir anzumerken, natürlich mit einer Verbeugung vor der nicht-anonymen IP und einem großen DANKE. Jetzt weiß ich endlich wie Erken- äh - schwick geschrieben wird. Ich werde auch noch rausfinden, wie diese Stadt sich im Mund ihrer Einwohner und bei den anderen Deutschen ausspricht.
;-)
(Damit ging es mir aber darum, dass man in Ercken schwieg, als die Google-Autos durchfuhren. Aber -- na ja, zu kompliziert das.) Noch ein kleiner Nachtrag am Abend: Eine Google-Liste ist noch kein Argument. Und auch wenn ich flapsig formuliert habe, ein paar Argumente waren bei mir schon zu lesen, die nicht durch eine Suchliste außer Kraft gesetzt werden. Sach ich mal. Nur so. --Delabarquera 10:39, 30. Sep. 2008 (CEST)

Donnerstag, 25. September 2008

Ottoversand-Mädchen, Lagerfeld und Co.

Eine Internet-Werbung mit einem Ottoversand-Mädchen rechts am Bildrand fällt mir auf.
Kurz davor in SPIEGEL-TV DIGITAL ein Bericht über eine Spezialklinik in Kanada. Mager- süchtige Mädchen. Zerfallende Welten. In der ZEIT ein paar Spalten mit Bildern drüber über alternde Modeschöpfer und eine Modeschöpferin. Dem Alter entkommen als Ziel.
Weltwahrnehmungen, die unterschiedlicher nicht sein können. Wie man so sagt. Natürlich geht es unterschiedlicher. Ein Mann erschlägt seine Schrebergarten-Nachbarn. Ein Schüler erschießt seine Klassenkameraden, einen Lehrer auch. Norbert Blüm beklagt in einem SZ-Kommentar, dass 97 % der globalen Kapital- flüsse aus Spekulationsgeld besteht.* Nun denn, die Banken privatisieren Gewinne und sozialisieren Verluste. Wie man so sagt.
__
* Blüms Beitrag hat ein Zitat verdient: "97 Prozent des Finanzkapitals, das den Erdball umkreist, haben mit Wertschöpfung und realen Gütern nichts mehr zu tun. Es ist Spielgeld, das zum Zocken verwendet wird. Mit den Dollar-Billionen, welche die Erde in sechs Tagen umkreisen, kann das amerikanische Sozialprodukt eines Jahres aufgekauft werden. Das Handelsvolumen der Frankfurter Derivatenbörse Eurex war im Jahr 2006 genau 46-mal größer als das deutsche Bruttoinlandsprodukt desselben Zeitraums. Der Handel mit Zinsderivaten war 1600-mal höher als die Summe aller Investitionen im Inland. " (Süddeutsche Zeitung Nr. 224, Donnerstag, 25. September 2008, Seite 2 .)

Bayern Munich vs. Bremen - 2:5

Hab ich dieses wichtige Ereignis wirklich noch nicht vermerkt? Ich dachte, ich hätte gleich am nächsten Tag. Oder am gleichen Abend noch ...
Also, auch wir waren -- als Gruppe -- beim Klatsche-Spiel der Bayern gegen Bremen. Hätte es nicht ein anderes Spiel sein können? Oder waren wir dran schuld, dass die Bayern mit 2:5 eingegangen sind? Gestern, im Fernsehen, war es doch ganz unterhaltsam...
NACHTRAG: Und dann: Gestern = 27.09.2008 -- die Fortsetzung! Wie anders doch vor einem Jahr an gleicher Stelle.

Dienstag, 23. September 2008

OpenOffice und der Rotwein

Das will ich mal wieder festhalten. Die Korrekturvorschläge von Open- Office 2.4 für das Wort "Rotwein- gläser".
'Wenn sich Herr Übel dieser Tage seine Aktien anschaut, dann weint er in seine Not in seine nun bereitstehenden Notweingläser bis die Brillengläser beschlagen.' So vielleicht...

Montag, 22. September 2008

Google meldet's um Neun...

Warten auf das Google-Handy.
Stern - vor 8 Stunden gefunden
Das erste Google-Handy wird von T-Mobile veröffentlicht.

Sind die Schreiber des Internets denn von allen guten Geistern verlassen? Seit wann wird ein Handy "veröffentlicht"?

Da war doch vor vielen Jahren mal ein HM-Enzensberger-Aufschrei in der Zeit. Er hatte die unsäglichen Produkte junger lyriker gesichtet. So ähnlich geht es mir heute im Internet

"Die Tagesschau meldet's um Neun. // Gefährlich knurrn die Wipfel. // Das wird ein arger Frieden sein. // In Bonn (heute: in Berlin) gibt's einen Gipfel."

So hieß es in einem der Gedichte damals. (Aus dem Gedächtnis zitiert.) Und Enzensberger hat gemeint, dass abgesehen von der falschen Sendezeit und dem holpernden Versmaß fast nichts auszusetzen sei an dem Gedicht. Vielleicht muss man so auch die Sprache des Internets erdulden.

Die Baader-Meinhof-BILD

Geschichte wird zur Anekdote. Wenn die Jahre ins Land gegangen sind, werden alle zur Anekdotenware, auch für BILD. Und egal wie diese Zeitung zu "denen" da stand. Das liest sich dann so:
"Am Donnerstag kommt der wichtigste deutsche Film des Jahres in die Kinos. „Der Baader-Meinhof-Komplex“ von Uli Edel beschäftigt sich mit einem der spannendsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte, dem sinnlosen Terror der „Rote Armee Fraktion“ (RAF)."
Spannend ist die Sache jetzt. Und in Kapitel aufgeteilt.
"Ozapft is!" Und: "Ja so waorns, ja so waorns, die alten RAF-Leit!"

Donnerstag, 18. September 2008

Offener Brief an die Strato-AG


Sehr geehrte Firma Strato!
Nicht dass es Ihr Mitbewerber 1&1 etwa besser machte; aber als Neukunde hatte ich die Hoffnung, dass Sie es besser machen. Aber was sehe ich -- solche Dummbeuteleien! Warum machen Sie es nicht einfach so, dass Sie fair und direkt sagen, was geboten wird und was das pro Jahr wirklich kostet. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder "mündige Kunde" wird doch verstehen, dass Sie von irgendwas leben und sogar ein wenig Gewinn machen müssen. So aber fühlt man sich für dumm verkauft. Wem gefällt das schon?

Das Leben der Rechner

Seltsam. Heute morgen, plötzlich, fällt mir zum ersten Mal auf, dass mein XP-Rechner mich mit

"Willkommen!"

begrüßt. Und daneben sind dann die Accounts gelistet. Ich mache also diese Maschine jeden Tag an, und immer erscheint dieses "Will- kommen!" Das ist, als wenn mich der Pförtner im Betrieb jeden Morgen mit diesem Gruß empfängt. Ich würde doch an seinem Geisteszustand zweifeln! Könnte der Rechner nicht einfach sagen: "Hallo! Wie geht's dir heute?" Und im nächsten Betriebssystem werden dann vielleicht verschiedene Nutzer-Typen automatisch erkannt. Ich zum Beispiel fände eine Routine gut, die erkennt, was so läuft und sagt: "Hi! Ein wenig spät, oder?" Und ich sage: "Halt die Klappe, Mann!" Antwort: "Da will man nett sein und dann sowas!" Am nächsten Tag: Eisernes Schweigen! So lange, bis ich endlich nachfrage: "Na, immer noch eingeschnappt?" Das wär doch was.

Montag, 15. September 2008

"Was wäre, wenn doch?"

... Habe ich mal nur so gefragt, als am CERN das Ding, das -- na, Sie wissen schon das, na -- ja, also das Ding mit dem Schwarzen Loch losgelassen wurde. Das war am 10. September 2008, um 11 Uhr 50, wenn ich mich recht erinnere. Anneke Wolf hat die Sache dann um 14:04, am 10. Sep. 2008, an die richtige Stelle geschoben. Und es brach tatsächlich eine ziemliche Diskussion los. Die dann allerdings, wie das bei der WP so ist, auch rasch beerdigt -- ich meine archiviert wurde. Weshalb ich hier einen deutlich sichtbaren Gedenkstein setzen will. Aber erst mal das Problem:
Also ich fände es prima und sehr menschenfreundlich, wenn jemand aus der Riege der Fachleute mal mitteilte, wie sich denn die Mini-Löcher verhalten und dann bemerkbar machen würden, wenn Professor Rössler und nicht Professor Hawking Recht behält. Ist denn das bildliche Denken richtig, dass dann "Seine Winzigkeit", das gegen alle Wahrscheinlichkeiten überlebende Schwarze Mini-Loch, zum Erdmittelpunkt driftet, sich dort Materie einverleibt und wächst und wächst... Wann würden wir denn bemerken, dass Hawking Unrecht hatte? Und wie? Und wann wären wir dann alle perdu? Und in welcher Form ginge das, im Rahmen unserer normalen Wahrneh- mungsmöglichkeiten gesprochen, vor sich? Mit einem großen BLUBB?
Falls jemand weiterlesen möchte, hier müsste es bis auf Weiteres möglich sein. Ach ja, und der letzte Diskussionsbeitrag hat dann Entscheidendes geleistet. Es gibt ein solches Schwarzes Loch nämlich, wurde da mitgeteilt. Man kann es sogar kaufen! Unbedingt lesenswert!

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So, das hier nehme ich mal aus der Wikipedia-Diskussion heraus, weil es doch sehr eindringlich und genau ist:

Zurück zur anfänglichen Frage: Nehmen wir mal an, zwei Protonen treffen sich mit gleicher Energie perfekt frontal, netterweise mit entgegengesetztem Spin, im LHC. Es ensteht, da die Allg.Relativitätstheorie, die Quantenmechanik, die QCD und die QED bei diesem Ereignis nicht mehr hinreichend gute Beschreibungen der Wirklichkeit sind (Hypothese!), tatsächlich ein MiniMonster. Was passiert als nächstes? Nix! Lt. Annahme ruht das MiniMonster (zentraler Volltreffer mit exakt gegenläufigem Impuls), hat die gravitative Masse 2p, einen Durchmesser <

Hier bricht die Darstellung des Kopierten ab, wegen eines geheimnisvollen Sonderzeichens, dass die Software von blogger.com uminterpretiert. Oder ist das schon das Schwarze Loch?
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Freitag, 12. September 2008

DSL

Eben ein Kabel gelegt, auch wenn es WLAN gibt. An die Fritzbox angeklemmt. Es geht doch nichts über ein Kabel! Keine Passwörter und kein Gefummele mehr! Es lebe die Materie!