Freitag, 12. September 2008

Leben im Web 2.0: ftp


So ist das Leben: Ich will wieder -- nach zwei Jahren ohne -- eine eigene Homepage aufbauen. Zwei beruflich genutzte Seiten sind immer noch da. Bei 1&1 zahle ich dafür viel zu viel. Bitte um Erklärung der Abbuchungen werden nicht so beantwortet, dass ich irgend etwas entnehmen kann. Ich vermute, es sind wohlklingende, aber inhaltslose Textbausteine. Ich mache also Nägel mit Köpfen. Wechsel zu Strato. Geht ganz schnell am Telefon.

Jetzt beginnen die normalen Probleme. Welches ftp-Programm. Wise ftp von Ipswitch ist ganz schön teuer geworden. Dafür gibt es Diskussionen zuhauf, z. B. hier. Und die Idee, dass auch der Windows-Explorer dienlich sein kann, mit Screenshots. Oder Filezilla. Filezilla hab ich schon mal installiert. Ging auch gut. Als ich aber nicht als Administrator mich verbinden will, taucht eine Meldung auf, die ich nicht sonderlich witzig finde. (Der Screeshot da oben. Wird durch Draufklicken lesbar.) Das klingt wieder nach Rumfummeln. Und dazu habe ich keine Zeit und keine Energie. Mit anderen Worten: keine Lust.
Jetzt stelle ich mal die Frage in meinen beiden zentralen Ratgeber-Organen, Wintotal-Forum und wer-weiss-was.de. Mal sehen, was dabei herauskommt. Gegliedert so: Soll ich ... ?
a) wise ftp kaufen (es ist immer noch das beste ftp-programm)
b) den Windows Explorer nehmen (siehe Screenshot-Site oben)
c) Filezilla doch einrichten (ist vielleicht nicht so schwer)
d) ein anderes Programm verwenden (ja, welches wäre das denn dann wohl)


Donnerstag, 11. September 2008

Lob des Journalisten (als Gattung)

Lob auch der Zeitung, die die Worte des Journalisten zu uns bringt! Als Abendlektüre in der ZEIT eine große Fülle von Gedanken und Informationen.
  • Tiere, die in Zoos getötet werden, weil sie nicht "reinrassig" sind. (Sollte nicht gerade der Begriff der Rasse aus dem Grundgesetz genommen werden? Es gibt gar keine Rassen! Also kann man auch nicht die Benachteiligung einer Rassen verbieten. Aber Tiere sind keine Menschen. Oder sind Menschen doch nur hohe Säugetiere? Wer weiß.)
  • Ein Schwede, Biologe, der gelassen ist und uns gelassen macht.
  • Aly und Wehler sind sich einig in der Ablehnung der 68er und im übrigen spinnefeind.*
  • Ach, und fast hätte ich es vergessen: Die bürgerliche Französin, die vor Jahren ihr obsessives Intimleben in einem Buch ausbreitete und jetzt den gefühlten Hintergrund nachreicht: das Protokoll ihrer Eifersuchtsattacken. Ja, Catherine Millet heißt diese Dame.

Berichte aus dem Menschenzoo eben, und sogar aus dem Tierezoo. Was will man mehr am Abend?

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* Und hat man erst den Anfang vom Faden, dem roten, dann findet man noch andernorts solche Pretiosen: ... Wehler: "Der Aly war ein Edelmarxist und gibt nicht gerne zu, dass er zu den Studenten gehörte, die den Politologen Alexander Schwan, den Mann von Gesine Schwan, im vierten Stock aus dem Fenster hielten und fragten, ob er mal fliegen lernen wolle. Das hat der Bursche alles gut verdrängt." Folgt noch der Hinweis auf Alys letztes großes Buch: "Und sein ,Volksstaat' war ja dann kalter Kaffee."

Mittwoch, 10. September 2008

Das also ist des Googles CERN!

Der Kasus macht mich lachen!

Mal aus dem Kopf niedergeschrieben.

Über das heutige Google-Logo*, das, nicht sonderlich durchsichtig, die Inbetriebnahme des Large Hadron Collider am CERN feiert, komme ich schnell auf die möglichen kleinen Schwarzen Löcher, die vielleicht die Erde verschlingen werden.** Und von dort zu einem der Vertreter dieses Gedankens, Professor Rössler aus Tübingen, und dann auf den Streit zwischen Rössler und der Universität Tübingen und dem Land Baden-Württenberg. Und dann auf einen Satz in einem SPIEGEL-Bericht: "Otto Rössler [...] verschanzte sich hinter der grundgesetzlich garantierten Freiheit von Forschung und Lehre, die er sehr weitgehend interpretiert." Und ich bin wieder bei meiner Sprachempfindlichkeit: weit interpretiert Rössler vielleicht die diese Form der Freiheit, aber nicht weitgehend. Warum das so ist -- die Regel muss ich noch finden. (Wenn Rössler die den Inhalt dieser Freiheit weitgehend interpretierte, dann fehtl da was. Es ginge etwa so: R. legt den Begriffsinhalt weitgehend durch eigene Interpreation, nicht durch eine semantische Analyse fest. So ungefähr.)

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* Weil diese Logos rasch wieder "verlorengehen, halte ich das heutige hier mal fest. Falls jemand was dagegenhat? Bitte bei mir melden. delabarquera[at]aol[punkt]com
** Der CERN einer Komödie nach Dürrenmatt liegt da! Stellen wir uns nur vor, Rössler behält doch recht. So ein kleines Schwarzes Loch -- erst mal ein schwarzeslöchlein sozusagen -- sinkt zum Mittelpunkt der Erde und beginnt die Erde von innen her aufzufressen. Das wird nach fünf Jahren festgestellt. Und die Fachleute vom CERN werden dazu verdonnert, das Ende der der Welt zu berechnen. (Wie würde das Schwarze Loch denn im Frühstadium des Fressens auffallen? Wann werden welche Veränderungen eintreten? Wann wird das Leben in der heutigen Form unmöglich werden? Wann ist vom gesamten Planeten nichts mehr da?)

Dienstag, 9. September 2008

Zahlenmystik

Hier und heute ein kleines Zahlen- rätsel, das für Ihre und meine Zukunft ganz ent- scheidend sein wird. Damit nie- mand sagen kann, ich hätte bei Nostradamus abgeschrieben, hier mal das Bild. Und das Datum dieses Hochladens wird ja auch festgehalten. Nun denn, Sie verstehen das doch auf den ersten Blick, oder? Was, erst auf den zweiten?! Nun denn. Auch nicht schlimm.

Samstag, 6. September 2008

Kleiner Sprachtest

Im Deutschlandfunk heute, Sendung "Tacheless". FDP-Chef Westerwelle erstaunlich souverän und gut.

Das Folgende nichts inhaltlich und auch nicht politisch Kritisches. Nur eine Kleinigkeit für den Sprachempfindlichen:

"Deutschlandradio Kultur: Sie haben eben gesagt, dass die FDP durchaus erfolgreich ist, erfolgreicher als in den 90er Jahren. Aber wenn man sich das liberale Milieu beispielsweise in den Großstädten ansieht, wenn man sieht, wie die Volksparteien verlieren, dann gewinnt doch die FDP nicht so viel, wie sie sich eigentlich versprechen könnte.

Guido Westerwelle: Na ja, wenn wir bei der letzten Kommunalwahl - übrigens auch in den Großstädten - in Bayern das beste Ergebnis nach dem 2. Weltkrieg hatten, also, seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland, dann kann man damit schwer unzufrieden sein."

schwer unzufrieden sein kann heißen: 'sehr unzufrieden sein' oder, so wie es natürlich gemeint ist, 'kaum / überhaupt nicht / schwerlich unzufrieden sein'. Wie schätzen Sie diese Stelle ein? Welcher Sprachverstoß liegt vor. Beurteilungsskala: 0 = überhaupt keiner ... 10 = ein extrem schwerer.

Freitag, 5. September 2008

Broders Law

Eine Meldung -- oder vielmehr die darin mitgeteilte politisch-logische Konstruktion, die gestern in der SZ zu finden war, geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
Also, Evelyn Hecht-Galinski, Tochter von Heinz Galinski, wird von Henryk M. Broder antisemitischer und antizionistischer Behauptungen geziehen. Evelyn Hecht-Galinski schaffte es bis zur einstweiligen Verfügung. Broder darf das nicht mehr behaupten. Broder legt Widerspruch vor einem Kölner Gericht ein. Usw.
Dann aber: "Entscheidend ist", so die SZ, "ein anderer Satz Broders: Dass es Evelyn Hecht-Galinski nicht zustehe, sich den Vorwurf, sie sei eine Antisemitin, zu verbitten, 'weil sonst Antisemiten entscheiden dürften, was Antisemitismus ist, als ob Pädophile entscheiden könnten, was echte Kinderliebe ist.' "
Die SZ nennt das erst einmal "eine moralische Keule der furchtbarsten Art". Nur -- das warum diese Aussage falsch ist, ist damit noch nicht gesagt. Wohlgemerkt: Es geht mir hier nicht darum, wer Recht hat. Es geht darum, dass gesagt wird: "Ein Mitglied der Gruppe A kann nicht darüber urteilen, ob ein Mitglied der Gruppe A, erst selbst oder jemand anders aus der Gruppe A, die zentrale Eigenschaft A* hat -- die zentrale Eigenschaft, die Menschen zu Mitgliedern von A macht.
Ich erinnerte mich plötzlich daran, dass ich irgendwo in Frankreich einmal auf eine Internet-Seite von boy lovern gestoßen bin, die etwas weinerlich sich gegenseitig vorbeteuerten, wie schön und gut ihre tiefen Gefühle für Knaben seien. Das Sexuelle war sozusagen nur das Ergebnis schöner Gefühle. Wie also?
Wenn man gegen Broder etwas einführen muss, dann das: dass die Sprachgemeinschaft, diese nebelhafte Gesamtrunde, in der Diskussion bestimmt, was antisemitisch ist und was nicht, nicht ein Einzelner. Denn es gilt eben auch: Auch der Philosemit kann nicht bestimmen, wer Antisemit ist. Es muss die Sprachgemeinschaft sein, die frei diskutiert.

Heute peinlich: das SZ-Magazin

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung, Nummer 36 vom 5. September 2008, wird in die Geschichte der journalistischen Peinlichkeiten eingehen. In der Kategorie des Peinlichen ganz und gar unterschiedlich, sollte es doch in einem absoluten Ranking gleich nach den Kujau-Hitler-Tagebüchern des STERN zu stehen kommen.
Worum geht es?
Der Titel klingt unverfänglich: "Das neue Amerika. Ein Modeheft."
Das Titelbild ist alles andere als unverfänglich. Um Copyright-Problemen aus dem Weg zu gehen, hier nur eine Beschreibung:* Vier hochgewachsene, sehr dünne webliche Models in Jeans, barfüßig und natürlich ab Gürtellinie nach oben hin nackt. Die rechten drei voluminös lang-dunkelhaarig, das rechts stehende Mächen kurze, hochgewuschelte Haare, blond. Alle vier Mächen von der Seite aufgenommen, den Blick in die Kamera gewendet. Affektiert posierend, dümmlich wirkende Mode-Hochnäsigkeit zelebrierend. Alle vier: kleine bis sehr kleine Brüste. Mädchen Eins hält sich lässig an der Gürtelschnalle -- nein, keine Gürtel --, an der Gürtelschlaufe von Zwei fest, Zwei steckt die Hand nach hinten aus, in die Gesäßtasche des Rücken-an-Rücken-stehenden Mädchens Drei. Räumliche Trennung zwischen Drei und Vier. Ins Bild, zwischen Mädchen Drei und Vier, geschrieben: "Yes, We can!"
Was können die Vier? Sich die Bluse und den BH ausziehen? Erstaunlich!
Ein Sinnbild einer neuen Vanitas sein? Yes, they can!
Das Innere des Hefts. Die Dümmlich- und Geschmacklosigkeiten sind gar nicht aufzuzählen! Drei Highlights nur: "We (der übliche Herz-Kringel) NY". Eine Journalistin, abgebildet. "Szene-Kennerin Plum Skykes", deren Look Langhaar-auf-Auge an die gute alte Emma Peel erinnert: "Bei uns im Vogue-Büro ..." Dann viele Kästchen, seltsam bebildert. Textprobe: "Der Place to be. Im Restaurant 'The Waverly Inn' essen Liv Tyler, Kate Hudson und die Olsen-Zwillinge. Das 'Mercer' hingegen ist nicht mehr so angesagt, die Modeseszene geht jetzt lieber in die Sushibar '15-East' -- fantastisches Essen!"
Später dann, aber immer noch dieser Artikel aus dem Vogue-Büro, auf Seite 44f., über eine Party der Vogue-Chefin Anna Wintour -- Nachname verpflichtet, möchte man sagen: "Socialities reagieren nervös, wenn sie nicht eingeladen werden!" Sie sind nicht beleidigt oder verschnupft, die Socialities, nein, sie reagieren nervös! Modisch und auch sonst Upperclass eben! Selbst wenn die Vogue-Chefin sie nicht einlädt.
In den nächsten beiden Kästchen kommen sie ebenfalls vor, die Socialities. Was muss das für eine Truppe sein! Und wie sollte man das Wort denn übersetzen? Man versteht es ja auf Anhieb. Wohlwollende Übersetzung: die wichtigen Leute. Weniger wohlwollend: die trendsetterischen Wichtigtuer.**
Die Vogue-Chefin ist übrigens abgebildet. Mit dem kopfgeneigten Lächeln eines späten Mädchens, das sie Princess Diana, Gott hab sie selig, abgeschaut hat. Dazu trägt sie ein langes, silbernes, vielfältig gerüscht-gerafftes Kleid mit voluminöser Kurzschleppe und -- Gipfel des Erstaunlichen! --, über den Knien beginnend und im Schoßbereich endend, zwei missgebildet-eingerollte Steinbock-Hörner an den Seiten. Symbole des sich zurückziehend Phallischen wahrscheinlich, mit Gedanken an die in der NY-Szene vormals sicherlich schwer angesagte Doppelpenetration, die aber inzwischen eben schon wieder out ist. (Gab es da nicht mal ein Buch mit dem Titel "Suche impotenten Mann fürs Leben"? In diesem Sinne.)
Haben wir damit den Gipfel der Geschmacklosigkeit erreicht? I wo! Es gibt noch die vier Titelmädchen, denen wir auf S. 70 wieder begegnen, jetzt frontal zu sehen und natürlich nackt bis auf die Männerunterhosen der stilbildenden Firmen Calvin Klein und Konsorten.
Und jetzt aber, drittens! "Rühmen, das ist's!" Da wollen wir mal kräftig Wind machen! Damit derlei journalistische Glanzleistung nicht in Vergessenheit gerät.
Fett gedruckte Bibelzitate garniert mit Modemarken-Angaben. Gipfel der Geschmacklosigkeit: Zwei Models in dunklen Kirchenbänken. "Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch! (1. Brief des Petrus, Kapitel 5,7"). Gemeint ist damit wahrscheinlich die Legitimität des Reichtums der Socialities, hergeleitet aus der Bibel. Darunter: "Top mit Voland und Rock von Prada" Und dann, Achtung! "Rosenkranz von Lulu Frost".
Dass eine Seite später ein Mädchen als Schein-Tote in Blumen und vor einem Altar mit Kreuz und Kerzen aufgebahrt ist, von den Füßen her aufgenommen, "Kleid von Dior, Seidenblumen von Dulken & Derrick", kann einen da, japsend wie man so dasitzt, schon nicht mehr wirklich erschüttern.
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* Wer sich das Bild dann auch noch ansehen will, kann das bis auf Weiteres hier tun. Dort auch einige andere Bilder aus dem Heft.
** Ein Querverweis auf einer Website, auf der ich nachschlage, führt zu einem Britannica-Artikel Social Insect. Das wäre eine prima Übersetzung für Socialities: 'soziale In-Sekten'.

Mittwoch, 3. September 2008

Weil alles erneut sich begibt

Endlich im Netz gefunden. Lange gesucht. Lange her, dass ich das Gedicht in der Schule mal auswendig gelernt habe. In einer Zeit, als in den Lesebüchern noch Bergengruens Gedichte standen.
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Werner Bergengruen

Weil alles erneut sich begibt

Aus dem Dunkel, das lind dich umschließt,
aus dem Naß, das dich nährend umfließt,
mach dich auf, tritt hinaus aus dem Schoß.
Dann das Licht ist so süß und so groß.

Wenn die Wölbung des Schlafes zerbricht,
tritt hinaus in das östliche Licht,
in den Tau, der die Sohlen dir kühlt,
in die Luft, die so blau dicht umspült.

Und du fühlst, wie der Atem beglückt.
Die Wiese ist rötlich geschmückt.
Und ein silberner Mittag beglänzt
den Hang, der mit Reife sich kränzt.

Doch bevor noch ein Strahl dich versengt,
hat kühl sich der Schatten verlängt,
und grünlich verfärbt sich der West,
da der Tag seine Gäste entlässt.

Was dich schreckte und scheuchte, vergiss.
Denn die Erde ist treu und gewiß.
Und du weißt dich vom Dunkel geliebt,
weil alles erneut sich begibt.

Und so trittst du vertrauend hinein
in die Nacht, in den Tod, in den Stein.
In den Sand, in den Schiefer, den Ton,
in den Wein, in das Öl, in den Mohn.

Google Chrome - Anonym surfen

Es gibt jetzt Google Chrome. Beta. So ist es überall zu lesen. Ich habe der Versuchung wider- standen, es gleich zu installieren. Aber was anderes. Man kann damit anonym surfen. Solcherlei bieten ja allerlei Dienste und Programme an. Ich finde das immer eine prima Idee. Fände! Wenn ich da nicht irgendwo anders die Meldung lesen würde, dass sich Kinderpornographen, organisierte Kriminelle und Terroristen im Netz zusammenfinden. Wie soll ich jetzt zum Anonymen stehen? Vielleicht: Na ja, das BKA und die untergeordneten Stellen hebeln, wenn notwendig, das Anonyme schon aus. Oder: Das mit den Kinderpornographen usw. ist ein Preis der Freiheit. Den muss man bezahlen. Da kann man nichts machen. Oder noch was anderes? Es bleibt ein mulmiges Gefühl.

Frau Mustermann, Rechtsanwaltsgattin

Ich habe vergessen eine Rechnung zu bezahlen. Ich dachte es würde abgebucht. Da kam denn auch schon Post vom Rechtsanwalt. Irgendwas vor der Pfändung. Ich rufe also beim Rechtsanwalt Mustermann an, nach Vornamen ein Mann. Eine harte Frauenstimme, die mir mit langsamen - abgehackten Sätzen erklärt, was ich zu tun habe. "Sie - überweisen - auf das - Konto, das - rechts unten - angegeben ist." Ich versuche nicht zu lachen. Am Schluss frage ich, halbwegs elaboriert: "Dürfte ich Sie freundlicherweise bitten, mir noch einmal Ihren Namen zu nennen? Ich habe vorhin nicht aufgepasst." Die Antwort kommt im gleichen Sprechstil: "Ich - bin - Frau - Mustermann."
Meine Überlegung: Bezahlen vielleicht in 99 Prozent der Fälle die Leute die Rechnungen nicht, mit denen die Frau so sprechen muss, um sich verständlich zu machen? Und dann natürlich gleich anschließend der bange Gedanke: Jesses, in welche Gesellschaft komme ich, wenn ich mich mal bis an die Grenze mahnen lasse?!

Montag, 1. September 2008

Werbung im Internet

Hat eigentlich schon mal jemand die Frage untersucht, in welchem Umfang ungefragt eingeblendete Pop-ups das Image einer Firma ruinieren? Der Firme, die doch eigentlich für sich werben will? Als ich gerade den Browser besichtige, stehen unter der Oberfläche drei dieser Einblendungen, die ich schnell wegklicke. Das Bild der Firma Quelle bleibt im Gedächtnis. Nie -- wirklich niemals werde ich etwas bei Quelle bestellen!

Freitag, 15. August 2008

"Heiliger Antonius ...

-- hilf, dass ich's finden muss!" war ein Stoßgebet meiner Mutter, wenn sie etwas verlegt oder verloren hatte. Und nun das Internet? Man staunt immer wieder, was es da so alles gibt. Auch in Sachen Heiliger Antonius.

Dann ein wenig später, ein Klick auf das Impressum der Hl.-Antonius-Seite:

Impressum:Diese Seite wird betrieben von
Mehr über uns finden Sie auf unserer Homepage: http://www.idn-marketing-service.de
http://www.heiligerantonius.de

Da staunt man doch, wohin Geschäftstüchtigkeit führt! Wenn ich es richtig sehe, gibt es sogar eine Fürbitten-Anmeldung -- ausdrücklich ohne Geld-zurück-Garantie!

Mittwoch, 13. August 2008

Liebe Erdkunde-Lehrer ...

... fragt doch mal bitte eure Deutsch-Kollegen, was an den beiden folgenden Sätzen sprachlich nicht recht koscher ist.
"Die Melodie wurde der britischen Nationalhymne entnommen, der Komponist von derselben ist nicht bekannt. Diese Hymne hatte offiziell allerdings nie den Status einer Nationalhymne, war aber im Gebrauch einer solchen sehr ähnlich."
Um den Deutsch-Kollegen schon mal drei Hinweise zu geben:
1. "Die Melodie wurde der britischen Nationalhymne entnommen", das klingt doch sehr nach Melodieverpflanzung, analog zur Herzverpflanzung. Das ist doch unschön! (Überhaupt: Verpflanzung! Die Sprache! TsTsTs!)
2. "der Komponist von derselben " ist wohl ein Tribut an die Schüler-Sprache. So sollten wir das als Lehrer nicht ausdrücken, Freunde!
3. Am Schulheft-Rand, da wo links, auf der Seite, steht: "Diese Hymne hatte offiziell allerdings nie den Status einer Nationalhymne, war aber im Gebrauch einer solchen sehr ähnlich." würde der aufmerksame Deutschlehrer wohl schreiben müssen: "Wie war das denn nun eigentlich?"
(Anmerkdungen zu dieser Seite.)

Dienstag, 12. August 2008

Sound-Freuden

Die Freuden des PC-Alltags. Irgendwann kommt kein Ton mehr aus den Lautsprechern. Alles prüfen. Treiber löschen, neueste holen und installieren. Der Ton bleibt verschwunden.
Realtek fordert auf, andere Audioanwendungen zu beenden. Aber -- "isch abe gar keine andere Audioanwendungen geöffnet" sagt der Task-Manager. Und ich bin mit meinem Latein am Ende ...
(Bilder durch Drauf-Klicken vergrößerbar.)
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Nachdem mir Franky bei WinTotal (hoch soll das Forum leben!) versucht zu helfen, schau ich im Geräte-Übersicht nach. Da tauchen Legacy-Audiotreiber auf, die ich aber nicht deinstallieren kann. Andere haben das Problem auch:
"... Ich hab auf mein frisches WinXP die SoundBlaster-Treiber von der Original-CD aus dem letzten Jahrtausend geschmissen - ohne zu schnallen, dass es schon wieder 4 Jahre zurück liegt und es da noch kein XP gab Jetz hab ich den Salat mitbekomm. Legacy-Treiber (zu Deutsch: Kompatibilitätstreiber) und die gehen nimmer runter. Da half kein Deinstallieren in der Software, Deinstallieren & Deaktivieren im Gerätemanager wird nicht ma angeboten. Was kann da noch helfen? CleanSweep hab ich etwas zu spät aufgespielt und Systemwiederherstellung hab ich auch verpasst. ..."
Auch Antworten werden gegeben. Ob die helfen?
"Legacy-Treiber werden immer genau dann verwendet, wenn kein anderer Treiber für das Gerät installiert ist. Legacy-Treiber entfernen zu wollen ist also ein vollkommen sinnloses Unterfangen - sinnvoll hingegen wäre, einfach mal die aktuellen Treiber vom Hersteller zu saugen und zu installieren."
"Deinstallieren kannst Du sie natürlich wenn Du einen anderen Treiber für die Soundkarte benutzt.--> per Hand versteht sich.Aber we Rika schon sagte : "Dat tut doch nicht not".
Anmerkung: Vielleichts tut's doch not?
"Noch ne Möglichkeit gibt es: Falls du in diesem Gerät schon nen Onboard Sound hast, könnte der Legacy Treiber auch von diesem kommen. Wenn du ihn nicht brauchst, kannst du den meist im Bios abschalten (meist unter: Integrated Peripherials) und dann ist das Ding im Windows verschwunden. Den (ohnehin wahrscheinlicheren) Weg haben meine Vorredner schon beschrieben: Den neuesten Treiber raufspielen wäre sowieso kein Fehler."
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Sonntag, 10. August 2008

Treiber und Werbung

Haben sich die Second-Hand-Anbieter von -- zum Beispiel -- Treibern mal überlegt, wie schnell man ein Fenster schließen kann, wenn da erst dreißig grelle Werbungen aufpoppen, bevor man vielleicht irgendwo dann den Download-Butten findet? Ich jedenfalls flüchte von Seiten wie Planet3DNow blitzschnell.

Donnerstag, 7. August 2008

Freeware?

Gesucht wird ein neuer Begriff: Software, die sich als "free" aufführt, aber kaum installiert eine "Premiumversion" verkaufen will. Und die freie Version kann rein gar nichts. Beispiel?


Dringende Warnung, dieses Programm zu installieren!

Sonntag, 3. August 2008

Sprache: ...ganze 45,4 Prozent mehr

Ich hab es irgendwo schon mal gesagt: ganze ... Prozent mehr heißt bislang: eine ziemlich geringe Pronzentzahl mehr. In der letzten Zeit wird dieses ganze aber exakt umgekehrt verwendet: viel mehr. Wieder so ein Beispiel:

Bei Fujitsu Siemens Computers sank der Absatz um 7,6 Prozent auf 278.000 Geräte. Für den Anteil an dem stark gewachsenen Markt bedeutete das einen Einbruch von 15,1 auf 11,4 Prozent. Acer verkaufte dagegen mit 298.000 PCs ganze 45,4 Prozent mehr. Der Marktanteil rückte von 10,3 auf 12,2 Prozent vor.

Donnerstag, 31. Juli 2008

Freeware

Es gibt Software, die bleibt frei, und es gibt Software, die wir eine Zeitlang frei angeboten, um die Leute anzufixen. Dann werden wichtige Funktionen kostenpflichtig. Hier ist wieder mal so ein Beispiel:

Das war bis vor kurzem eine prima Sache. Vor allem, dass man mp3 so dowloaden konnte, war schön. Nun ploppt beim Versuch, auf Nur-Audio umzuschalten, ein Fenster auf. Wieviel soll die Sche kosten? 29 $ oder 29 €? Ich hab es schon wieder vergessen. Also -- 21 $ sind es.

Aber egal. Das Geld ist es nicht. Sondern das Per-Anfixen-andere-für-dumm-verkaufen-wollen. Ich schau mich nach was anderem um.


Nachtrag: Ich hab jetzt lange gesucht. Nichts Besseres gefunden. Wenn die Bezahlungsmodalität schlichter wäre, würde ich kaufen. So aber -- abwarten.

Samstag, 19. Juli 2008

"Ein Abgrund an Normalität"

Das mit der Gemeinde Eschenau ist an mir, dem Zeitungsleser, vorübergegangen. Schon eigenartig. Heute morgen dann -- Süddeutsche Zeitung -- habe ich den Fall entdeckt. (SZ Nr 167, S. 45. Rubrik: Bayern) Man braucht bei Google nur das Wort Eschenau einzugeben, und schon wird man aufgeklärt, einschließlich der Werbung rechts für das Marks-Buch. Ist Kindsmissbrauch wirklich Normalität, wie es das Zitat, das ich finde, nahelegt. Wird geschwiegen, weil der normale Erwachsene weiß, dass gegen diesesn Urtrieb Sexualität einfach kein Kraut gewachsen ist, schon gar keines, das Normalität hervorruft?
Und dann finde ich noch diese Werbung in einem Bericht, und ich frage mich, ob ich zu zart besaitet bin, wenn ich diese Werbung in diesem Zusammenhang für subtil-unpassend, also für bescheuert halte.







Mittwoch, 16. Juli 2008

strombergs g*-munich

Ich würde dem Herrn Holger Stromberg, Koch, der in der kreativ küche von meine familie und ich (7 /2008, S. 66ff.) sehr gelobt wird, eine kostenlose Sprachberatung angedeihen lassen -- gegen, sagen wir mal: 7 Abendmenus, verteilt über ein Jahr, jeweils mit meiner Frau oder einem Freund.
"Parken vor der Türe, ein peppiger Empfang, schöne Menschen, eine chillige Atmosphäre, eine kleine Unterwassserwelt, Kontraste in der Einrichtung, provokative Kunst, Sexyness, zeitgemäße Küche, modern persönlicher Service verbinden sich zu einem Lifestyle, den man vergleichbar aus London, Ibiza oder Shanghai kennt."
Dafür würde ich dann aus dem gerade Zitierten einen Text machen, bei dessen Lektüre bürgerliche Menschen nicht zuerst Atemnot und dann Asthma bekommen.

Karikatur von Obama

Werde ich in der Zukunft nach einem Beispiel für ein Dilemma gefragt, dann verweise ich auf die Karikatur von Obama im New Yorker. Und auf die einfache Un-Logik hinter der Sache. Es klappt so gut wie nie, wenn man versucht, Vorurteile und Quatsch dadurch vorzuführen, indem man deren Inhalte karikierend darstellt. Der Inhalt des Quatschs ist allemal stärker als der ehrenwerte Versuch zur Volksaufklärung.
Das sollte einem auch sonst mit Blick auf die politische Logik zu denken geben.

Samstag, 12. Juli 2008

Klimaveränderung

Ich will es wenigstens als Erster angemerkt haben: Wir rücken dem Äquatorialklima näher. Heute am frühen Nachmittag ein plötzlicher Regenguss. Gleich darauf: wieder helleres Wetter. Die Wäsche draußen ist trotzdem nass geworden. Wir werden umlernen müssen!

Sonntag, 6. Juli 2008

PC, Vista: Porsche mit Fichtenholz-Schaltknüppel

Es ist mir schon oft durch den Kopf gegangen: Heutige PCs (darunter natürlich auch Apples gefasst) sind wahre Wunder an Technik. Um so verwunderlicher ist, dass an den primitivst-einfachen Stellen das Gehirnschmalz eingetrocknet ist. Ob die Serie BIOS - Betriebssystem & Registry - Treiber der Weisheit letzter Schluss ist müßig zu diskutieren.
Es hat sich halt so entwickelt. Und das ist ungefähr so, als wollte man fragen, ob Autofahren vernünftig ist. Ist es nicht. Aber so wie es geworden ist, ist es nun mal: Wir haben uns daran gewöhnt und es hängen Arbeitsplätze davon ab. (Immerhin schon erstaunlich, dass die Grünen und andere den Ausstieg aus der Atomkraftwerk-Kultur fordern, aber vom langfristigen Ausstieg aus der Auto-Kultur redet keiner. Aber gut, das ist ein anderes Thema.)
Zurück zum PC & Vista: Da gibt es schon mal einen Blueescreen. Um im Vergleich zu bleiben: Der Volksporsche bleibt mit blitzschnellem Motorwürgen am Straßenrand stehen. Wenn das zweimal in der Woche passiert und die automatische Dateisicherung eingeschaltet ist, denkt man nicht lange nach. Der Neustart ist ja nicht viel mehr als den Zündschlüssel rumzudrehen. Wenn das allerdings fünf mal am Tag passiert -- respektive alle 50 Kilometer --, dann wird es ärgerlich.
Jetzt konikret: Mein Notebook, ein Medion MD 98300, fängt an zu zicken, immer häufiger und am Ende bei bestimmten Video-Programmen eine halbe Minute nach Programmaufruf. Vista weiß auch zu sagen, woran es liegt.

Freitag, 4. Juli 2008

Fetischismus

Ich stoße wirklich zufällig darauf. (Na ja, was heißt schon zufällig? Gesucht habe ich eine uralte Bekannte, und gelandet bin ich auf einer SPIEGEL-Seite, wo eine Person gleichen Namens vorkam. Und in der Nähe stand es dann.)

... in Nr. 29/51 FETISCHISMUS - In HEISSEN LÄNDERN über den Amtsgerichtsrat Buddee aus Detmold und seine heimliche Liebe zu Damenkleidern, die ihn zum Stehlen verführte. | Kürzlich war Hauptverhandlung gegen Buddee. Zunächst sollte die Presse ausgeschlossen werden, da der Angeklagte es sich, nach den Worten seines Anwalts, nicht leisten konnte, daß die Dinge in breitester Form in die Presse gelangten und außerdem die Artikel seinen Angehörigen vor Augen kämen. Das Gericht lehnte nach halbstündiger Beratung den Antrag ab. Von den drei hinzugezogenen psychiatrischen Gutachtern vertrat nur Professor Ewald, Göttingen, die Ansicht, der Angeklagte sei im Sinne des § 51, Absatz 1, nicht zurechnungsfähig für seine Taten gewesen. Die beiden anderen, Professor Langenlüdecke, Marburg, und Professor Bürger-Prinz, Hamburg, verweigerten Amtsgerichtsrat Buddee den Schutz des § 51. Nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" (Im Zweifelsfalle für den Angeklagten, hier 1 : 2 für ihn) sprach das Gericht Buddee auf Kosten der Staatskasse frei.
Überraschend erst mal: wie wenig man im Netz über diesen Fall findet. Nämlich das da und nichts weiter.

Und dann: Irgendwie fordert dieses eine kriminologische Dissertation heaus, wie den aus welchen Gründen Urteile gegen Juristen ausfallen. Ich will eine Hypothese wagen: Sie sind im Inhalt und Form unanfechtbar, im Strafmaß aber doch immer mal wieder erstaunlich. Ich erinnere mich da an einen Fall im ostwestfälischen Gütersloh, wo ein Richter seine Frau aus Eifersucht mit einer Angelschnur erdrosselt, sich anschließend perfekt stumm gab und sich einen ordentlichen Anwalt nahm. Hat er nun viereinhalb oder dreieinhalb Jahre bekommen. Wäre das Urteil gleich ausgefallen, wenn der Mann, sagen wir: Fernfahrer gewesen wäre? Ist ja nur mal so 'ne Frage...

Donnerstag, 26. Juni 2008

EM D - T 3:2

D wie Dusel! Getrieben von der Türkei, die das Spiel machte. Aber bei fast maximaler Chancenauswertung ein Halbfinale gewonnen. Deutschland ist, sollte es das Endspiel gewinnen, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer endgültig ein souveräner Staat. Es ist schon erstaunlich.
Und ein türkischer Fan deutscher Zunge sagt in Istambul in die Fernsehkamera: Ja, er habe sich natürlich gewünscht, dass die Türkei gewinnt. Aber so? Geht auch. Er lebe und arbeite schließlich in Deutschland. Wunder gibt es immer wieder ...!

Mittwoch, 25. Juni 2008

Eine eingeBILDete Meinung zur EM-Berichterstattung

BILD bewertet die EM-Moderatoren. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen! Die BILD-Leute hätten doch noch ein wenig warten können... Vielleicht gewinnt Deutschland dieses Halbfinale ja doch?!
Und wenn nicht? Dann ist BILD schuld, liebe Fans! Zieht vor das Redaktionsgebäude und macht eurem Unmut Luft. Wie man so sagt.
Wie auch immer. Zur Benotung: Ob Günter Netzer wirklich mit diesem Tonfall, den er nun mal hat, die "klarsten Sätze der Fußball-Welt" spricht und die Note 1 verdient?
Und auf der anderen Seite den wirklich netten Urs Meier so zu fassen: "Als Regelexperte okay, aber sonst nervig. Sagt in jedem zweiten Satz „schlussendlich“. Nach der EM ist Schluss, endlich!" Das ist wieder mal ein prima Wortspiel auf BILD-Niveau und im Übrigen eine dümmliche Frechheit auf der Ebene der Hauptschulwitze.
Bleibt zu fragen: Wie wäre es, wenn die Beurteilten ihrerseits BILD beurteilen sollten? Würde der Günter N., bloß weil BILD ihm gut wollte, auch BILD hochleben lassen?
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Es bleibt dabei: Unterhalb von BILD ist das große Myzel der deutschen Volksseele, und an dieser einen Stelle sprießt eben dieser großgemusterte Giftpilz empor! Nicht davon naschen, Urs! Und mach dir nichts draus, aus diesem schlagzeilernden Fuß(ball)pilz! (Merke: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil!)

Donnerstag, 19. Juni 2008

Recht-schrei-breform ad infinitum

Warum in aller Welt stoße ich immer wieder auf die Rechtschreibreform?! Sie soll, so mein Wunsch, doch langsam in Schulen und Ämtern verrotten -- die drohende Fäulnis nach Art gepflegter Komposthaufen gedämmt durch Zwischenschichten. Durch immer neue Reformen der Reform. Und ich? Ich schhreibe, wie ich will. Ich kann es schließlich!
Dann also finde ich, auf dem Weg, mal "heute früh / Früh" durch Internet-Suche zu testen, einen Artikel aus der Süddeutschen.
Zitate:
Ein Schüler, der nach seiner Rückkehr aus den Sommerferien immer noch ,,jedesmal‘‘ schreibt, ,,Stengel‘‘, ,,greulich‘‘ oder ,,leid tun‘‘, muss dafür nun einen Fehler angestrichen bekommen. ,,Heute abend‘‘ und ,,rauh‘‘, ,,schneuzen‘‘ und ,,zur Zeit‘‘, ,,im allgemeinen‘‘ und ,,des öfteren‘‘ - lauter vernünftige und viele Jahrzehnte gebräuchliche Schreibweisen also, sind mit dem heutigen Tage definitiv falsch.

Tja, Herr Steinfeld! Pech gehabt! Da schaun's doch bitte mal her. Sie können des auch durch Draufklicken (oder durch drauf Klicken? Naa, doch net!) größer machen.

Weiter der gelehrte Thomas Steinfeld:
Dennoch kann auch das Erreichte nicht befriedigen. Auch die neugefassten Regeln sind schwerverständlich und werden überdies durch ganz unerwartete Pakete von Ausnahmen belastet - so heißt es immer noch ,,Rad fahren‘‘, aber auch ,,eislaufen‘‘. Endgültig ist auch der jetzige Zustand nicht.
Interessant ist, wie durch die Reform das ehedem doch recht verlässliche "Rechtschreibgefühl" ausgehebelt wurde. schwer verständlich, warum nicht. Immerhin noch: Eis laufen -- never! Man läuft ja nicht das Eis oder mit dem Eis, sondern auf dem Eis. So ungefähr mein Gefühl. Nur: Wie lange noch wird es in solchen Fällen funktionieren? Ja und -- tut es mir nun Leid, dass ich da nicht besser bin? Na ja, schaumer doch mal! Und zwar hier:*
[...] Im Gegensatz zu "schwimmen lernen", wo man das Schwimmen lernt, lernt man bei "kennen lernen" eben nicht das Kennen. Jedoch hätte man sich an solchen Stellen noch etwas verbindlichere Formulierungen gewünscht und ein deutliches Abraten von der unsäglichen Form "kennen lernen", die ja offenbar nur noch aus Gründen der "Abwärtskompatibilität" mitgeschleift wird. Und gerade bei Varianten, wo eine Empfehlung bitter nötig wäre, etwa bei den zu Recht bespöttelten Auseinanderschreibungen mit "wohl" ("ein wohl durchdachter Plan"), schweigt der Wahrig.

Wie hat meine Mutter, Gott hab sie selig**, immer empfohlen: "Schreib beide Möglichkeiten hin, schau sie an und entscheide dich dann für das, was dir plausibler vorkommt!" Das waren noch Zeiten, als man auf diese Weise den Common sense aus sich herauskitzeln konnte! Jetzt fühle ich mich doch alleingelassen. (SIC)

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* Eine lustige Seite, wenn da nur nicht stünde:
Das Wort, daß [sic] Du meinst, ist "unsozial". "assozial" bildet sich aus einer Assimilation, "ad" + "sozial", wobei "ad" (lateinisch) "dazugehörig" heißt. Demnach bedeutet "assozial" sinngemäß "zum Sozialen gehörig". Um das Ganze noch zu ergänzen, schreibt man "assozial" mit 2 "s", weil das "d" zu einem "s" assimiliert wird.
Über die rote Kleinigkeit sehen wir hinweg. Kann passieren. Aber -- MERKE: Etymologie und Wortgeschichte erklären nie, niemals, never! die Bedeutung heutiger Wörter. Die Bedeutung entsteht, lassen wir da ruhig good old Wittgenstein die Ehre, im Gebrauch und darum bedeuten die Wörter, was sie eben bedeuten. Und sind ohne gelahrte Besserwisserei zu verwenden.
Ja, ok, es ist das nur ein Leser-Kommentar, und der wrd auch weiter unten richtiggestellt. Leider wieder, wenn auch passender, etymologisierend.

** Wegen seelig / selig vgl. hier! Unbedingt anschauen!

Samstag, 14. Juni 2008

FDP-Member 1: Beginn

Ich beginne heute und hier mit der Reihe

Why I'm a FDP-Member

Oder so. Das wollte ich schon seit einiger Zeit mal versuchen.
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Ganze Kapitel oder auch nur nur mehrere Abschnitte eines Buches in einen Blog zu setzen verbietet sich. Die Texte sind zu unterschiedlich. Darum hier nur eine Textprobe.

Eine kleine, nebensächliche Szene habe ich noch genau in Erinnerung: Eine junge Kollegin, eine der wenigen Menschen, mit denen ich mich an diesem Arbeitsplatz duze, geht neben mir über den Flur. Ich sage, dass ich an diesem Abend noch einen Termin habe und deshalb früher gehen müsse. Dann füge ich hinzu: Ich muss zu einer Parteiversammlung. Ich spüre, wie die Kollegin zögert. Sich fragt, ob sie mich das fragen darf. Ob das nicht doch zu persönlich ist. Dann aber stellt sie doch die Frage: Zu welcher Partei ich denn da ginge. Als ich sage, dass es die FDP ist, fühle ich, dass diese Kollegin erstarrt. Sie sagt dann noch einer kurzen Pause – ja, dass sie das erstaune. So habe sie mich nicht eingeschätzt. Ich wiederum schätze sie als eine linke SPD-Frau ein. Vielleicht gehört sie auch zu den systemkritischen Grünen. Oder doch – nein, eher nicht. Linke SPD, das kommt hin. Mit gelegentlichen Klagen, dass ma ja den SPIEGEL nicht mehr lesen könne. So seicht wie der geworden sei.

blogger.com und die Bilder

By the way ... Ach, das gehört in den nächsten Eintrag! Also in diesen.

Warum speichert blogger.com ein Bild, das man hochlädt, eigentlich immer an der Spitze des Eintrags? Ich möchte das Bild doch da haben, wo der Cursor gerade steht. Genau das geht nicht. Dumm! Erst lange Fummelei oder man lässt das mit der richtigen Reihenfolge von Text und Bild.

Avira Antivir



Ich habe eine Avira-Antivir-Lizenz erworben. Während Avira Personal problemlos funktioniert, ist die Lizenzeinspielung schwierig und diie Anweisungen sind ziemlich kryptisch formuliert. Nicht, dass das Folgende nicht zu verstehen wäre. Es ist kryptisch, weil es nicht funktioniert.

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Führen Sie bitte folgende Schritte aus:
1. Wechseln Sie zum manuellen Kopieren der Lizenzdatei auf Ihren Desktop. Klicken Sie direkt mit der rechten Maustaste auf die Lizenzdatei HBEDV.KEY und wählen den Eintrag Kopieren.
2. Anschließend öffnen Sie das Installationsverzeichnis der AntiVir Software (z.B. C:\Programme\Avira\AntiVir PersonalEdition Premium\ bzw. C:\Programme\Avira\Avira
Premium Security Suite\) und fügen über den Menüpunkt Bearbeiten - Einfügen die Lizenzdatei in dieses Verzeichnis ein.
3. Eventuell erscheint der Hinweis, dass diese Datei bereits besteht. Bestätigen Sie die Frage mit Ja, um die alte Lizenzdatei zu überschreiben.
---+´
Da hätte ich doch lieber einen 12-stelligen Schlüssel eingetippt. Aber na gut.
Leiderleider! Da meldet das Programm sich mit dem da oben. (Bild kann durch Draufklicken vergrößert werden.) Die Frustrationen des EDV-Alltags eben. Soll ich jetzt das Programm deinstallieren und neu installieren.Wahrscheinlich mit dem vorausgehenden Ergebnis?
Fragen wir mal die Hilfe bei Avira ...
Und dann sehe ich noch das? Habe ich vielleicht die Datei auf meinen Büro-PC und da auf den USB-Stick geladen, auf den PC zu Hause kopiert, und das Programm vermutet jetzt Betrug. Das mit dem Runterladen -- ich weiß es einfach nicht mehr.
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By the way ... Ach, das gehört in den nächsten Eintrag!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Rechtschreibung und Demokratie

Wieder mal so ein Fund im Vorbeigehen:

"Die Deutschen ziehen die Sprache Goethes der Sprache Schröders vor. An der Frage, ob man die Schifffahrt nun mit drei oder zwei "f" schreibt, spaltet sich die deutsche Nation praktisch in zwei Hälften. Die Schweizer und Österreicher nahmen die linguistische Reform mit stoischer Gelassenheit auf. Doch unter Schröder ist das Thema sogar für einen Parteienstreit gut."
"Iswestija", Moskau

Es mag ja sein, dass die Deutschen im Gegensatz zu den Österreichern die größeren Rechthaber sind. Aber genauso gut könnte man die Österreicher und die Schweizer als übertrieben obrigkeitsgläubig kennzeichnen und die Deutschen als die, die Traditionen nicht in die Hand einer Clique von veränderungs- besessener Sprachwissenschaftlern geben wollen. Einer Clique, die es durch lange Bearbeitung von Schulbürokraten geschafft hat, ihre partikulären Vorstellungen Verordnung werden zu lassen. Und vergessen wir bitte nicht, es war die österreiche Zeitung Die Presse, die einst vollmundig verkündete, nie werde man sich die Rechtschreibung von geistigen Pickelhaubenträgern, also den Preußendeutschen, verändern lassen.* Was ist aus dieser Ankündigung geworden?
Warum komme ich auf dieses platte Thema "Rechtschreibreform" immer wieder einmal zurück? Nun, wahrscheinlich wegen des grandiosen Umfangs an Streit, aber auch wegen der theoretischen Interessantheit dieses Falles. Was kann man doch alles über akademische Selbstverwirklichung, Lobbyarbeit, langen Atem, Kulturtraditionen, aber auch über die Kurzsichtigkeit einzelner geisteswissenschaftlicher Theoretiker in Sachen komplexe Normen lernen! Und natürlich über die Schwierigkeiten, die aus Selbstverwirklichungstrips mit womöglich subjektiv besten Absichten alles entstehen können. Siehe beispielsweise hier!

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* Merke: Das Netz vergisst nicht! Nachzulesen im Zusammenhang hier.

Donnerstag, 5. Juni 2008

YSL - STGM

Wie der Modemacher-Kritiker Charles T. Willamoviz (nicht verwandt mit dem -- ja auch anders zu schreibenden -- Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff ) hat bereits 1939 gesagt: "Sie leben, als seien sie den unsterblichen Göttern gleich, und sie sterben wie jeder Bauer und der gewöhnliche Landedelmann." Es scheint gewiss, dass Willamoviz bei diesem Satz an Yves Saint-Laurent gedacht, ja den Inhalt nachgerade auf diesen Fürst der Modewelt zugeschnitten (sic) hat. Solche Kritiker können ja in die Zukunft schauen. Das qualifiziert sie für ihren Beruf.
Jetzt also ist YSL tot. Seit dem 1. Juni schon. Er, der sich so hart konturiert nackt fotografieren ließ, dass es nur beschnittene Bilder zu geben scheint. (Alles SIC! Und die ganz nackte Nachahmung gibt es natürlich auch.) Wobei diesem Fürsten zugute gehalten werden soll: Er war im Alter menschlich. Obgleich er zuletzt schlurfend daherkam, wie eine Fata Morgana, die einen uralten Pharao daherbringt.
Und die undankbare Nachwelt wird seiner gedenken, wie sie noch immer jedes Großen gedacht hat: Routiniert nach außen, mit wohlwollenden Gedenkworten. Und nach innen, tief unten im Unbewussten? Da tönt es: "Jetzt ist der hin, hin -- hin! Schaugts ean an, er ist hin!"
Die auch nicht mehr ganz jungen Postpubertären werden es sein, die seinen Stil imitieren.
YSL
STGM
(Ein Leichtes, das weitere Kürzel aufzulösen, nicht wahr?)

Dienstag, 3. Juni 2008

Flugzeug-Fallschirm

Zu den Ideen, die mir immer wieder einmal durch den Kopf gehen, gehört die eines "Flugzeug-Fallschirms". Nun sehe ich eben, als ich Downloads des Deutschlandfunks suche, dass es diese Idee und eine ansatzweise Realisierung schon gibt. Halte ich mich jetzt voller Enttäuschung für einen Post-Boten der Idee. Nein.
Meine Idee ging auch ein wenig anders. Die Frage lautet: Ist es möglich, für Verkehrsflugzeuge Fallschirmsysteme zu entwickeln, bei denen der Piloten und Passagierbereich wie eine Art großer Schleudersitz -- ohne Flügel, Triebwerke und Fahrwerk -- an großen Fallschirmen zu Boden gleitet. Entweder von den Piloten ausgelöst oder von einem Überwachungssystem automatisch ausgelöst. Letzteres eine Art Air-Bag in einem neuen Sinn.
Wer weiß, vielleicht ist es ja möglich. Ich müsste bei den Experten einmal nachfragen.

Montag, 2. Juni 2008

Hits of the Best

Gerade lese ich, dass mein Counter, just heute, 3.777 Treffer auf meinen Blog anzeigt. Hits, wie man heute auch sagt.

Bei dieser Gelegenheit: Es glaubt mir ja doch wieder kein Schwein. Aber mein Ehrgeiz ist, dass meine Kolumne nicht von vielen, sondern von den Besten gelesen wird. Das sind naturgemäß nicht viele, die Besten. Fühlen Sie sich also, sollten Sie das hier lesen, zu den Besten des Landes gehörig!

Korrespondenten-Erziehung im DLF

Jetzt hoffe ich, dass ich mich nicht vertue, denn ich schalte am Morgen schon mal von einem Radiosender zu einem anderen. Aber ich glaube nicht. Nun denn ...

Sandra Schulz heißt die Moderatorin der "Informationen am Morgen", die heute morgen im Deutschlandfunk ihrem Kollegen, der – aus der Schweiz? ja, aus der Schweiz - berichtet hat, so radikal das Wort abgeschnitten hat, dass ich doch richtiggehend erschrocken bin. Wirklich mitten ins Sprechen des Mannes hinein, sagte sie ihn ab: »Das war NN ...« Und NNs Mikrofon wird von der Regie schnell zugemacht. Die Länge des Korrespondenten-Interview war wahrscheinlich exakt bestimmt. 4 Minuten oder so.

Ich habe in meinem geistigen Ohr die Redaktionskonferenz gehört, bei der die Redaktionsleiterin zu dem Thema ›NN der Vielredner‹ gesagt hat: »Also, Sandra, wenn der NN wieder so ohne Punkt und Komma quasselt, dann gehst du mal ganz hart rein. Mitten in den Satz. Der lernt es sonst nie.«

Samstag, 31. Mai 2008

Ich bin / habe schuld / Schuld ...*

Die Rechtschreibreformer sind an einem fundamentalen Denkfehler gescheitert, dem Schullehrer und bestimmte Hochschullinguisten gleichermaßen unterliegen: Sie glauben, dass die Sprachen Regeln folgen, die sie, die kalten Kenner ohne Sprachgefühl, locker erfassen können. Dabei ist die Sprache ein Urwald mit ein paar Regel-Schneisen. Nur dadurch, dass man Schneisen sieht, weiß man noch nichts über den Urwald. Da nutzen gelehrte Grammatik-Bezeichnungen wie Prädikatsnomen gar nichts. Im Gegenteil. Solche Bezeichnungen nageln Straßennamen an die Trampelpfade, die Schneisen, und dann behaupten die Schullehrer und Linguisten, es sei ja alles klar, das sei nun mal die Prädikatsnomen-Straße.

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Kleiner Gimmick: Der neue Lehrer kommt ins Klassenzimmer und schreibt an die Tafel:

Ich bin Schuld.

Der Deutsch-Primus der Klasse hebt den Finger: "Schuld schreibt man aber klein!"

Der Lehrer löscht mit einem Achselzucken den Anschrieb und schreibt ihn neu:

Ich bin Anselm Schuld, euer neuer Lehrer.

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* Ja, ja, ich weiß schon, das schreiben auch die Reformer klein. Aber das haben sie sich mühsamst abgerungen, dieses Zugeständnis. Wetten!

Dienstag, 27. Mai 2008

Marketing-Theorie

Wenn jeder Zausel die CD von seinem Oberzausel kauft, dann wird der Oberzausel erfolgreich und Millionär. Egal wie seine Zeugnisse in der Schule so waren. Und - MERKE: Erfolg ist, was zählt! Egal welcher Erfolg.

Lady Bitch Ray und die Rechtschreibreform

Wie isses doch interessant! LBR oder: Die RSR ist nun endlich beim Zielpublikum angekommen.

der ihre fotze ist doch aus geleiert man des ist doch keine türkin man hure als nationalitet

Witze-Erklärung

Also, ich war nicht im Publikum. Aber trotzdem: Wer erklärt mir bitte diesen Witz?
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So was lässt einen ja nicht in Ruhe, und: Ach Gott, hier erfährt man es. Wirklich. Zu blöd um wahr zu sein! *
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Und beim besten Witz des Abends lachte aus dem Publikum leider niemand: "Wieso sollten wir Spinnen abschaffen? Das sind doch so nützliche Tiere?" Pocher: "Ja, aber unangenehm, wenn man sie im Haus hat." Schmidt: "Man muss sie ja nicht ins Haus lassen, es gibt ja Parkplätze."
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Wieso hab ich das bis heute (02.06.2008) nicht reingeschrieben? Ich habe doch wenig später gelesen, was der Witz ist! Das ist, man glaubtz es kaum: ein Anti-Witz! Mein lieber Herr Gesangsverein! Eine hochintellektuelle Kategorie! Es soll sogar einen Wikipedia-Artikel dazu geben. Also gibt es auch die Sache! (Merke: Es gibt etwas nur, wenn ein Artikel darüber in der Wikipedia steht. Oder wie wir als Lateiner zusammen mit dem Lateiner Harald Schmidt immer sagen: "Quod non est in Wikipedia, non est in mundo!")
* Aber jetzt sehe ich es. Einen Link immerhin hatte ich gesetzt!

Lektüre: Philip Kerr, Der Tag X

Ein ganz normaler Thriller kann einen mit 1000 und 1 Frage konfrontieren: Woher hat dieser Kerr nur all die Informationen? Nein, nicht die über das Verschwörungstheoretische und das Innenleben seiner Figuren. Das muss Phantasie sein. Sondern die über Zeit-Produkte, Fernseher zum Beispiel. Waffen-Typen mit Einzelheiten. Wetterverhältnisse und Flugpläne des Jahres 1961. Sind diese Hintergründe größtenteils authentisch -- hat Kerr eine Arbeitsgruppe, die ihm da zuarbeitet? -- oder doch frei erfunden?
Dann die Übersetzung.* (Von Cornelia Holfelder-von der Tann. Schöner Name!) Eine Übersetzung, die einerseits gut, weil flüssig und spannend ist. Gelegentlich aber auch einbricht. Etwa wenn ein Menschentyp als Cracker eingeführt wird. Einmal einer, dessen Mundgeruch aus "Fisch, Maisgrütze und Stuss" besteht (S. 325). Dann aber wieder, gleich darauf, ganz andere Typen. Hat sich da der Übersetzer vor der Übersetzung des US-Slang-Ausdruck cracker, ganz allgemein für 'Weiße", gedrückt? Weil es im Deutschen keinen passenden Ersatz gibt? Nur, woher sollen wir das denn wissen?
Abgründig jedenfalls, unterm Strich, wie da der Kennedy-Historie ein zweiter Boden eingezogen wird. Das Doppelbödige ist dann sehr überzeugend und spannend. Was liegt zwischen den Böden? Nur die Phantasie? Wirklich?
Und wieder so ein Buch, bei dem man, noch während man die Übersetzung liest, sagt, dass jetzt die englisch Originalausgabe her muss.
Wenn einer sagt, dass das solide Thriller-Kost, aber kein Meisterwerk ist, wegen zu wenig Tempo, dann hat er nur die eigenen Thriller-Maßstäbe angelegt. Es gibt aber auch noch andere, verzweigtere und verzwicktere. Und da kann dieser Tag X etwas ganz anderes sein, jenseits der üblichen Maßstäbe.
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Links zum Buch und zum Thema: 1, 2 und 3.
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* Meine Ausgabe: 1. Aufl. Wunderlich Verlag 2001.

Montag, 26. Mai 2008

Yoko Bruni?

Dieses Foto, das einen unwillkürlich fragen lässt, wie ähnlich sich Carla Bruni und Yoko Ono sind. Und was haben die beiden sonst noch, neben der äußerlichen sonnenbebrillten Ähnlichkeit, miteinander gemeinsam? Dass sie einen Instinkt haben für die Steigerung des eigenen Ruhms durch die Seite eines berühmten Mannes?

Sonntag, 25. Mai 2008

Fehlermeldungen, geheimnisvolle

Sie hätte doch längst eine Dissertation verdient, die geheimnisvoll raunende Prosa, mit der sich bei Fehlern die Computerprogramme zu Wort melden. Hier wieder so ein Beispiel.

"Es wurde ein Zugtiffsverweigerungsfehler, beim Versuch einen Dienst zu ändern, zuruckgegeben. Sie konnen sich als Administrator anmelden, um diese Änderungen durchzuführen."

Systemabsturz und seine Ursachen: win32.sys

Eigentlich geht es hier um einen Absturz des Systems wegen win32.sys unter Vista. Aber im Internet gibt es ja oft doppelten Lohn, wenn man etwas sucht. Hier ist das Zweite: Die Sprache in den Foren, mit einem wundervollen Beispiel:
"was meinste warum etliche foren im netz nur darüber handeln? weil der prasslige scheiß massig probs verursacht hat und man sich aufgeregt hat, dass man bei spellforce2 den mist genommen hat obwohl die probleme zu der zeit wo man sich dafür entschied den zu verwenden nicht grad unbekannt waren." (Wer am Zusammenhang interessiert ist, kann hier nachschauen.)
Ich will nur anmerken, dass ich mit dem "prassligen scheiß" nun rein gar nichts zu tun habe, weil ich am PC nur Schach spiele. Und auch das inzwischen nur noch selten. Aber Blue-Screen bleibt Blue-Screen. Also halten wir den mal fest.

Freitag, 23. Mai 2008

Scarlett, Vietnam, Flammen


Was Kulturkampf bedeutet, muss man langsam und mit genauer Analyse herausfinden. Der 11. September hätte nicht so ausgesehen ohne Hollywoodl Das haben sich die Attentäter nicht klargemacht. Flammen, Hochhäuser, Inferno. Das ist Bruce Willis. Mohammed Atta ist voll auf dem US-Katastrophen-Film abgefahren.

Auf der anderen Seite machen sich viele der Flammenverliebten in der Werbung so manches nicht klar. LG wirbt gerade für einen Fernseher "Scarlett" an der Seite rechts bei ciao.de mit einem Mädchen vor einem Flammenhintergrund. Hat jemand an das Vorbild-Photo aus Vietnam gedacht? Ein kleines Mädchen vor Napalm-Flammen im Hintergrund. Verdammt lang her. Aber doch präsent.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Der Mord als schöne Unterhaltung betrachtet


Manchmal überrascht einen Google schon. Etwa etwa wenn ein -- wirklicher! -- Mord unter der Rubrik Unterhaltung geliefert wird.

Dienstag, 20. Mai 2008

Freuden im technischen Zeitalter 2.0*

Die kleinen großen Freuden: Es gelingt auf einmal zwei PCs, einen alten mit XP und einen neuen kleinen Asus eee mit einer Linux-Variante, ans Netz zu hängen. Beide hatten sich vorher vehement jeder Verbindung widerstetzt. Das sind Triumphe!* Dann gelingt es noch bei Ebay auf einen vivanco fmh 6055, einen Funk-Kopfhörer, zu setzen. Erst mal für 1 Euro. Wenn das nichts ist. Einer von den zwei, die wir haben, ist zerrissen, wie oben schon geklagt.

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* Wer diese Anspielung versteht, ist über 50. Er braucht nicht zu trauern, dass er, statistisch, weniger Zukunft hat als die 20jährigen. Er hat denen auch was voraus.

Spannung des Telefonbuchs

Es gibt solche Hinweise zuhauf, dass jemand auch noch Spannung er- zeugen könne, wenn er das Telefonbuch von Münster, Westfalen, vorlesen würde. Da finde ich das aus dem Deutschlandfunk passend:

BÜCHERMARKT
20.05.2002
Das Telephonbuch. Technik, Schizophrenie, Elektrische Rede
Aus dem Amerikanischen von Rike Felka
Michael Wetzel
Von allen technischen Kommunikationsmedien hat das Telephon in letzter Zeit die erstaunlichste Karriere gemacht. Sicherlich, alle reden vom Computer. Aber was den Computer vor allem bei der Jugend eigentlich populär gemacht hat, das ist nicht seine Rechnerkapazität, sondern seine Anschlußfähigkeit ans Internet. Und das funktioniert, wie jeder weiß oder spätestens vom Telecom-Berater erklärt bekommt, über die Telephonbuchse.
Den Wetzel, den wird man sich merken müssen...!

Montag, 19. Mai 2008

Ginés Jiménez Buendía

Noch einmal die Süddeutsche, diesmal die vom vergangenen Samstag, aus dem spanischen Vorstädtchen Coslada:
"'El Sheriff', das ist Ginés Jiménez Buendía, er war 22 Jahre lang der Chef der örtlichen Polizei. Ein angesehener Mann. Die Medien hofierten ihn, weil er wusste, welche Geschichten gute Einschaltquoten bringen könnten; im staatlichen Sender Telemadrid diskutierte Jiménez oft mit Richtern und Anwälten über Verbrechensbekämpfung. Und zweimal wurde er zum Vorsitzenden des nationalen Verbandes der Polizeichefs gewählt. Doch seit dem 8. Mai ist sein Renommee dahin. An diesem Tag tauchte eine Einheit der Kriminalpolizei vor dem vierstöckigen Gebäude der lokalen Polizei auf, sperrte die Avenida de la Constituciãn ab und nahm den Laden auseinander."
Ein Polizeichef tyrannisiert seine Stadt und ist eigentlich ein Krimineller. Was wie ein Krimi-Plot aussieht, ist mal wieder Wirklichkeit. Nachdenken darüber, dass Macht nahezu immer korrumpiert und dass es darum besser ist, man lässt die Finger von der Macht.

Fußball in der Nazi-Zeit

Alles Historische, wirklich alles, kann man in Beziehung zur NS-Zeit setzen. Beispielsweise gerade mal wieder passend wegen Bundesligasaison-Ende und anstehender EM: den Fußball. So macht es die Süddeutsche.

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"Marschik fragt, wodurch ein Fußballspieler Heldenstatus erlangen, also zur beliebten und bewunderten Respektsperson werden konnte. Weder ostentatives Nazitum noch offene Opposition waren da hilfreich. Viele Fotos etwa zeigten den österreichischen Nationalspieler Karl Sesta 'im Dienst des Staates, als Helfer bei der Volksabstimmung, im Arbeitseinsatz als Erntehelfer oder bei der Drapierung eines Vereinsheimes mit Hakenkreuzflaggen'. Beim 2:0-Sieg aber über Reichsdeutschland 1938 wurde Sestaks ekstatischer Jubel als 'resistenter anti-preußischer Akt' gedeutet. Zudem soll er Sepp Herberger, durchaus ruhmfördernd, mit dem Götz-Zitat bedacht haben."

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Nun, da muss man noch weiter nachforschen. Wie war das mit Herberger und warum wurde der mit dem Götz-Zitat "bedacht"? Und war der Sesta nun ein Nazi oder ein Austro-Faschist? Oder gar nichts. Frage über Fragen. Aber ein Anfang ist gemacht.

Samstag, 17. Mai 2008

Rechtschreibung: am liebsten?

Am Liebsten...
(Autor: Ѕаbіne 15.6.2005 12:47 Uhr)

Hallo Deutschprofis!

Schreibt man nach der neuen Rechtschreibung "am Liebsten" oder "am liebsten" wie auch "am Besten" oder "am besten"? Liebsten groß oder klein?

Gruß
Sabine
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Antworten:
Hallo Sabine, man schreibt "am liebsten", "am besten",aber: ich halte es für das Beste, zum Besten geben, halten, ich will nicht das erste Beste, aber: das beste ihrer Bücher usf.Gruß Romael
...und um das mal grammatisch aufzulösen: "am besten" ist der Superlativ von "gut", somit eine Adjektivform, die klein geschrieben wird."Zum Besten geben" hingegen leitet sich vom Substantiv "das Beste" ab, wird somit groß geschrieben."Das beste ihrer Bücher" hat mit "Bücher" ein Substantiv, auf das sich das Adjektiv "beste" bezieht. Stände da kein Bezugs-Substantiv, würde auch hier "Das Beste" groß geschrieben, da es dann selbst Substantiv wäre. Alle Klarheiten beseitigt? *g*
Hope this helps,
Gruß, Dine
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Ich will auch mal antworten:


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Wer mag kann mal den Test hier machen und seine Überraschungen erleben.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Argumente: Notebook und externe Tastatur

Ich suche für mein Zweit-Notebook eine externe Tastatur. Die, die ich beim ersten verwende -- eine Cherry G-200 --, wird es wahrscheinlich nicht mehr geben.* Da finde ich dann das Folgende:

"externe Tastatur beim Notebook ist Unsinn

Manche kommen sich sehr ''professionell'' vor, wenn Sie an einen Notebook mit eingebauter Tastatur eine andere Tastatur anschließen. Doch für den Kenner outen sich so die Laien.

Nachteil 1: Ständige Umgewöhnung

Es macht eine ständige Umgewöhnung zwischen 2 verschiedenen Tastaturen nötig. Wer mit derselben Tastatur jahrelang arbeitet wird auf jeden Fall schneller sein, als jemand der sich ständig zwischen 2 unterschiedlichen Tastaturen umgewöhnen muß."

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Das ist ein wunderbarer Fund in Sachen Argumentationstheorie!

Man hat ein Beispiel für die ungewöhnliche Selbstsicherheit mancher Menschen beim Behaupten. "Doch für den Kenner outen sich so die Laien." (Sage keiner, er gehöre nicht zu diesen Menschen. Ich gehöre immer wieder auch dazu. Zu den manchmal in der Argumentation so Selbstsicheren, meine ich.)

Man kann staunen, wie doch die Sichtweisen auseinandergehen können.

Jetzt mal im Einzelnen:

  • Ich würde auf die Notebook-Tastatur jederzeit verzichten, wenn ich einen Mini-PC fände, der nur als Display + Zentraleinheit (so nannte man das früher) mit Anschluss für Tastatur und Maus geliefert wird, denn
  • ich muss mich da umgewöhnen! Die normale Tastatur ist für mich die Tastatur meines Desktop-PC.
  • Ich schreibe extrem ungern mit diesen – für mich – extrem unangenehmen Notebook-Tastaturen und tue es nur im Notfall (Übrigens: Wenn ich etwas bin, dann ein Schreib-Profi.)
  • Die externe Tastatur + Maus ist für mich als Vielschreiber also der Normalfall.

Aber, wie man sieht: Man kann die Sache auch ganz anders sehen.

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* Doch, es gibt sie noch. Na denn!

Dienstag, 13. Mai 2008

Francoise Hardy

Zeit ihres Lebens. Les choses de la vie ...

Francoise Hardy 1
Francoise Hardy 4

Nachtrag 1: Alle vier Videos nicht mehr verfügbar, "weil dieses Konto gekündigt wurde". Schade! (01.102013)

Ok, so kann das ja nicht bleiben, jetzt, da Daniel Brühl den Lauda gibt, demnächst.


Diesen Film habe ich gesehen. So ist F. H. in meinem Gedächtnis. (So sahen Formel-1-Boliden einmal aus!)

Und wer dann einmal die Transformationen eines Gesichts darstellen will, der kann bei Google nachschauen. Und natürlich dieses Interview, das muss man sich ansehen! Und auch das!



(03.10.2013)

Anonymität in der Wikipedia

Mal wieder was in Sachen Wikipedia: Meine eigener Zwischenruf mit Antworten.
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Ich beobachte seit einiger Zeit mit Interesse die bürokratischen Bemühungen innerhalb der WP, die Ergebnisse des "chaotischen" Zusammenarbeitens seriöser werden zu lassen. In diesem Zusammenhang: Wäre es nicht eine gute Idee, wenn die "tragenden Posten" wie Admins und Schiedsrichter sich mit Klarnamen und einer Berufsskizze vorstellen würden. Übrigens nicht mit: "mein Pseudonym war ..., in Wirklichkeit heiße ich ...", sondern unter Beibehaltung des Pseudonyms -- nur eben: wenn jemand Schiedsrichter werden will und die Kandidatur annimmt, dann sagt er, wie er wirklich heißt und was er beruflich so macht. Insgesamt glaube ich, dass die WP nicht ohne eine Verwaltung und Bürokratie auskommt, dass diese Führungsebene aber nicht aus Pseudonymen bestehen sollte. Was haltet ihr von diesem Vorschlag? --Delabarquera 12:04, 11. Mai 2008 (CEST)
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ich persönlich halte nichts von diesem vorschlag und sehe auch keine nutzen darin. Wird die Wikipedia und oder meine Bearbeitungen besser wenn man weiß das ich Fritz Müller heiße, 1957 geboren bin und seit meinem Philosophiestudium als Maurer arbeite? ...Sicherlich Post 12:11, 11. Mai 2008 (CEST)
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Ja, ich glauub schon. Sie würde besser. --Delabarquera 12:17, 11. Mai 2008 (CEST)
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(BK)Nun, mit Klarnamen und Angabe der beruflichen Tätigkeit, gibt man unter Umständen sehr viel Angriffsflächen für einem nicht wohlgesonnene Personen frei. Ich persönlich habe da kein Problem mit - arbeite schließlich seit meiner Anmeldung unter Klarnamen, habe deswegen auch schon einige persönliche Angriffe per eMail gehabt, kann da aber insgesamt ganz gut mit leben. Für die meisten - die nicht das Privileg der Freiberuflich- bzw. Selbstständigkeit - in Anspruch nehmen können, kann die Klarnamensnennung allerdings zu erheblichen Problemen führen. Insofern ist dieser Vorschlag leider abzulehnen. Vielleicht beruhigt es aber, dass sich zumindest die Mitglieder des Schiedsgerichts (zumindest bisher) nahezu ausnahmslos untereinander persönlich kennen. -- SVL Schiedsgericht? 12:23, 11. Mai 2008 (CEST)
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@Delabarquera; okay; hiermit verkünde ich; ich heiße Fritz Müller - ab sofort damit eine verbesserung meiner beiträge um 50% ...Sicherlich Post 12:25, 11. Mai 2008 (CEST)
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Sehr witzisch! Ehrlich! Für so was hab ich immer was übrig. (Nur das Augenschädliche hab ich rausgenommen. [War vorher extrem klein gesetzt.] Ist doch eine lesenswerte Einlassung!) [...] ) --Delabarquera 12:49, 11. Mai 2008 (CEST)
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Die meisten aktiven Autoren und Admins kennen sich von den Treffen, da wird kein großes Gewese um Anonymität gemacht, außer dass nicht jeder auf ein Gruppenfoto will. Dass man sich nicht zum D-Promi machen will, indem man hier seinen bürgerlichen Namen angibt und einen Lebenslauf einstellt, sollte respektiert werden. Sargoth¿!± 12:31, 11. Mai 2008 (CEST)
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Weil ich grad noch mal hier vorbeischaue. Doch noch eine kleine Anmerkung.
Zitat: Nun, mit Klarnamen und Angabe der beruflichen Tätigkeit, gibt man unter Umständen sehr viel Angriffsflächen für einem nicht wohlgesonnene Personen frei. Ich persönlich habe da kein Problem mit - arbeite schließlich seit meiner Anmeldung unter Klarnamen, habe deswegen auch schon einige persönliche Angriffe per eMail gehabt, kann da aber insgesamt ganz gut mit leben. Für die meisten - die nicht das Privileg der Freiberuflich- bzw. Selbstständigkeit - in Anspruch nehmen können, kann die Klarnamensnennung allerdings zu erheblichen Problemen führen.

Ich versteh die Argumente gut und bin eigentlich auch sonst nicht weltfremd. Und ich geh ja hier auch nicht mit meinem bürgerlichen Namen spazieren. Aber interessieren würd mich schon, ob das nur mir so geht, dass mir der Zustand der Anoymisiererei im Internet immer mal wieder ganz generell merkwürdig bis populär-schizophren vorkommt. Dass wir uns, und sei es mit noch so guten Gründen, zu Avataren machen, kann einen doch ins Grübeln bringen. Oder nicht? Ich meine, so lange es um juvenile Rollenspiele geht, hab ich jedes Verständnis. Aber bei einer relativ ernsthaften Sache wie der WP? Ich meine halt, dass spätestens dann, wenn eine relative Macht ausgeübt wird, die Maskenspiele dazu führen, dass mir der Eindruck von WP-Klüngel entsteht. Und der Hinweis "Die meisten aktiven Autoren und Admins kennen sich von den Treffen, da wird kein großes Gewese um Anonymität gemacht" ist da auch nicht wirklich tröstlich. Gerade um dieses 'Man kennt sich, wenn man unter sich ist' geht es ja.

Und auch dieser Aspekt noch: Wenn ich bedenke, dass ich heftige Diskussionen über Bildrechte mit anschließender Bild-Löschung mitgemacht habe, bloß weil ich mich nicht mehr erinnern konnte, ob vor vielen Jahren ein Schulkamerad oder ich selbst bei einem Foto auf den Auslöser gedrückt hat, kommt mir das mit dem Anonymen in der WP noch einmal komischer vor. Ich hätte doch bloß lügen müssen, und alles wäre geritzt gewesen. Denn natürlich hätte sich nicht mein Klassenkamerad Fritz Wunderlich gemeldet und hätte geklagt, dass er der Inhaber der Bildrechte ist. Also -- mir kommt es vor, als ob zwischen dem bis in die Verästelngen legalistischen Denken der da 100%igen, das bei den Bildrechten manchmal zu verzeichnen ist, und dem Anonymisieren irgendwie ein Widerspruch liegt.
Und ich werde das Gefühl nicht los: Wir sollten eher dafür kämpfen, dass man, ohne Angst haben zu müssen, im Web als reale Person auftreten darf und nicht angemacht wird von Leuten, die hier ihre Psychosen ausleben. Statt uns ins Biedermeierliche unser kleinen Pseudonyme zurückzuziehen. -- OK. Ich sehe selbst, das ist jetzt ein wenig arg komplex. Aber vielleicht versteht der eine oder die andere, was ich meine. --Delabarquera 17:06, 12. Mai 2008 (CEST)

Geschäftsidee 2: Ein neuer Ofen-Typ

Endlich komme ich mal dazu, eine Idee bei der schon vorher erwähnten Geschäftsideen-Seite zu formulieren. Die Formulierung geht so:
Eine wirklich gute Geschäftsidee wäre es [...], die Geschäftsidee-Vermarktung mit Patent-Beratung zu koppeln. Eine "Patentagentur" aufzumachen. (Ich weiß, so was Ähnliches gibt es. Aber eben auch nur So-was-Ähnliches! Hier es darum, drei Größen zusammenzubringen: den Ideen-Inhaber, das Patent-Verfahren und den Hersteller / Vermarkter.)
Die Sache sollte so laufen, dass
a) einerseits Vertrauen hergestellt wird, dass das Vorgetragene nicht vor der Patentierung abgekupfert wird und
b) die Kosten einer Beratung im Rahmen bleiben (Ganz kostenlos muss es und kann es wohl auch nicht sein.)
c) die Patentverfahren-Kosten entfallen, weil -- siehe gleich.
---
Ich habe beispielsweise seit ein paar Jahren eine Idee für einen wirklich neuartigen Ofen. (Kein Scherz!) Ich habe die Sache mit einer technischen Skizze versehen, und Ofenbauer fanden den Ofen machbar und als Produkt sehr interessant. Ich habe dann natürlich gedacht: Die Sache, dieser Ofen-Typ, ist so klar, gut und naheliegend -- das muss es doch längst geben. Gibt es aber nicht.
Nun ist die Idee das eine, die technische Ausführung en detail und die Vermarktung etwas ganz anderes. Also, wenn da jemand käme, der zusichert, dass das, egal wie die Prüfung ausgeht, meine Idee noch vor dem Patentschutz bleibt, dann würde ich für eine seriöse Prüfung und ein Gutachten XYZ Euro zahlen. (Heißt: im 3stelligen Euro-Bereich muss die Prüfung bleiben.)
Und wenn dann das Weitere über einen gerechten Anteil der Agentur am weiterführenden Geschäft abgeglichen würde -- der prozentuale Anteil wäre vorher festzulegen und sollte allgemein sein und nicht von Produkt zu Produkt schwanken --, dann wäre das eine klare, sich selbst regulierende Fortsetzung zum gegenseitigen Vorteil: Die Patentagentur hätte ein Interesse, möglichst viel aus der Idee zu machen, weil das ja hin zum unmittelbaren eigenen finanziellen Vorteil führt: Je besser sie ist, desto mehr verdient sie.
Auf der anderen Seite müsste die Agentur realistisch bleiben, weil nur Gutes am Ende für sie zu Geld wird. Und die Kosten der Patentanmeldung entfielen für den Ideen-Geber.
Na gut, und wenn einer auf dieser Basis an meiner Ofen-Idee Interesse hat, um die Sache einmal auf Probe durchzuspielen, dann kann er sich ja mal melden bei bernardo.delabarquera@gmail.com .

Computer-Tipps, hilfreich

Es gibt Seiten, die man spontan bekanntmachen möchte. Hier ist wieder so eine Seite, zum Thema Computer / Archiverung / nützliche Tipps.

Kriminalität und ihre (Un-) Vergleichgarkeit

Gibt es eine Aufrechenbarkeit von Verbrechen? Ein 'Was ist schlimmer, X oder Y?' Menschlich nicht, juristisch schon. Denn die Schwere des Verbrechens wird in der Strafe ausgedrückt, und das Zeitmaß ist ein klarer Indikator. Dem Hamburger Abendblatt ist es zu danken, dass diese rechtsphilosophische Frage jetzt mit einem Beispiel versehen werden kann. Die Zeitung stellt Analogien her zwischen dem Fall Fritzl / Amstetten und dem Fall Lutz R. / Lauenburg. Bei letzterem hat eine Kripo-Beamtin, Marianne Atzeroth-Freier, gegen die Anweisung ihres Vorgesetzten weiter ermittelt und so einen Doppelmord aufgeklärt.

"Mehr als vier Monate befragt Marianne Atzeroth-Freier in ihrer Freizeit beharrlich die Opferfamilien, erstellt eine Liste von verschwundenen Gegenständen der beiden Frauen. Sie schafft es, den Staatsanwalt zu überzeugen, einen Durchsuchungsbeschluss für Lutz R.s Haus in Rahlstedt sowie sein Wochenendhaus in Basedow bei Lauenburg zu erwirken. Polizisten finden dort die zersägten Leichen von Hildegard K. und Annegret B. Lutz R. hatte sie in Fässer mit Säure gelegt und diese anschließend vergraben."
Wenn wir nun die beiden Fälle vergleichen? Entführungen und zwei Morde gegen Tochter-einsperren und Inzest. Was wiegt schwerer? Menschlich ziehen wir uns zurück ins Schneckenhas der Unvergleichbarkeit. Keine Antwort. Beides ist grässlich. Das muss reichen. Und juristisch?

Politik: Form und Inhalt

Die Politik hat ihre Inhalte, die mal mehr und mal weniger wichtig sind. Solche eins Schlagzeile fällt halt auf:
"Chávez rückt Merkel in die Nähe von Hitler"

Für die Berichterstattung über Politik gilt das Gleiche. Mal ist sie wichtig, mal weniger. Wobei der Grad der Wichtigkeit von den Inhalten und von der Art der Berichterstattung abhängt. Und dann gibt es noch die Form der Berichterstattung, die ihrerseits viele, viele Facetten hat. Eine kleine, einfache Facette ist die Rechtschreibung.

"Chávez reagiere auf ein Interview, dass Merkel gegeben hatte."
Ist das von Belang? Gar bildungspolitisch? Wär das vor der Rechtschreibreform nie passiert? Frage über Fragen.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Schalke und Slomka (2)


Voller Neugierde schaue ich nach, ob das mit Schalke und Slomka vielleicht doch irgendwer gelesen hat. Hat er nicht. Auch recht. Aber dafür ist das doch hübsch, oder?
Nein, es muss wirklich heißen: Ich bin kein Anhänger von Schalke ...