Sonntag, 3. Dezember 2017

Bachmannpreisträger Ferdinand Schmalz

Notizbuch:

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LI­TE­RA­TUR­KRI­TIK | Fett! | Der Bachmannpreisträger Ferdinand Schmalz veröffentlicht sein erstes Buch: gesammelte Theatergrotesken. || Fer­di­nand Schmalz, 32, heißt ei­gent­lich Mat­thi­as Schwei­ger. Was auch ein schö­ner Name wäre für ei­nen Wort­spie­ler wie ihn. Aber Schmalz, ein jun­ger Mann mit Wanst und Wal­ross­bart, mag die fet­ten Me­ta­phern. | Drei­mal war Schmalz schon no­mi­niert für den Mül­hei­mer Dra­ma­ti­ker­preis, im Jahr 2014 ha­ben Thea­ter­kri­ti­ker ihn zum Nach­wuchs­au­tor des Jah­res ge­wählt, aber so rich­tig be­kannt wur­de er erst in die­sem Som­mer. Mit sei­nem ers­ten Pro­sa­text, der Gro­tes­ke „mein lieb­lings­tier heißt win­ter“, ge­wann er das Wett­le­sen um den In­ge­borg-Bach­mann-Preis. Zur­zeit ar­bei­tet Schmalz dar­an, die mor­bi­de Schau­er­ge­schich­te zu ei­nem Ro­man fort­zu­schrei­ben, An­fang 2019 soll er bei S. Fi­scher er­schei­nen. Fürs Ers­te hat der Ver­lag so­eben „leib­stü­cke“ ver­öf­fent­licht, eine Samm­lung sei­ner Thea­ter­tex­te, ge­schrie­ben in Klein­buch­sta­ben. ... | Tobias Becker (magazin.spiegel.de)

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16:15 Uhr: es fällt mir auf und ein, dass die Lust an der Schahrade und am Klamauk bei den Österreichern vielleicht besonders ausgeprägt ist. Da ist nicht nur der Mann mit dem Pseudonym Ferdinand Schmalz, sondern auch diesem Mann-Lady mit dem schönen Namen Conchita Wurst. Es ist wohl so das nicht nur ich solches Gebaren als wahrscheinlich zeitgemäß, aber auch unglaublich nervig empfinde. Natürlich hat es manchmal was, sich zum Affen zu machen, aber so recht als große Kunst will mir das nicht erscheinen. Auf der anderen Seite natürlich – Kleinkunst kann sehr unterhaltsam sein. Man vergleiche nur die Känguru-Chroniken. Allerdings ist da auch weit und breit kein Bachmann-Preis zu sehen.

Donnerstag, 30. November 2017

Literarische Skizze

Der später weltberühmte Schriftsteller Carlos Saiuma Marcos, der den Roman ›Drei der vier Schenkel‹ schrieb, sagte als junger Mann: „Ich werde einmal ein berühmter Schriftsteller werden! Die ganze Welt wird mich kennen.“ Dass Saiuma Marcos das gesagt hat, wissen wir von seinem Jugendfreund, dem italienischen Pianisten und Filmkomponisten Federico Falconi.

Mittwoch, 29. November 2017

Fans aus der Ultra-Szene

Was sagt man denn dazu? Das war mir gar nicht klar!

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Fußball, Bundesliga: Klubpräsident Klaus Hofmann von Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat kräftig gegen den Vizemeister RB Leipzig gewettert. "Leipzig darf keine Lizenz bekommen. Sie erfüllen die faktischen Voraussetzungen eines Vereins nicht. Juristisch mag das erlaubt sein, aber Leipzig hat nur 17 Mitglieder, da darf kein weiteres Mitglied rein", sagte Hofmann, 50, auf der Mitgliederversammlung des FCA am Montagabend. | Hofmann kündigte an, in einer Art Selbstversuch Mitglied bei den Leipzigern werden zu wollen. "Das probiere ich aus! Schauen wir mal, was passiert", sagte Hofmann und ergänzte süffisant: "Das sollte doch möglich sein, schließlich erfüllt doch Leipzig die offiziellen Fakten bei der Lizenzierung. Regeln sind für alle gleich und nicht für einen gleicher!" (Irgendwo, vielleicht hier.)

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Die Wikipedia fasst das so:

Verein und Mitgliedschaft

Der eingetragene Verein wird durch den Vorstand vertreten. Dieser besteht aus dem Vorsitzenden Oliver Mintzlaff, Ulrich Wolter und Johann Plenge. Dem e. V. gehören die Jugendmannschaften von der U8 bis zur U14 sowie alle Mädchen-Mannschaften an. | Im Gegensatz zu allen anderen deutschen Fußballvereinen räumt RB Leipzig seinen Anhängern keine offizielle Möglichkeit ein, stimmberechtigtes Mitglied zu werden. Nach Angaben des damaligen Geschäftsführers Ulrich Wolter strebe RB Leipzig nicht die hohen Mitgliederzahlen anderer Klubs an. Laut Wolter seien Vereine, in denen Fans aus der Ultra-Szene Strukturen geschaffen haben, nicht im Sinne des deutschen Fußballs, und man wolle sich solchen Zuständen absolut entziehen. So hatte der Verein nach übereinstimmenden Medienberichten in den ersten fünf Jahren seiner Vereinsgeschichte weniger als zehn ordentliche Mitglieder. Für die Gründung eines eingetragenen Vereins (e. V.) sind gemäß § 56 BGB mindestens sieben Mitglieder nötig. Im Rahmen der Lizenzvergabe für die 2. Fußball-Bundesliga erteilte die DFL dem Verein mehrere Auflagen, unter anderem die Neustrukturierung der Führungsebene. Im Zuge dessen eröffnete RB Leipzig auch erstmals die Möglichkeit, offizielles Fördermitglied zu werden. Der Jahresbeitrag liegt zwischen 70 und 1000 Euro und dient der Förderung des Nachwuchsbereichs. Im Gegenzug erhalten die Fördermitglieder bestimmte Privilegien wie Karten-Vorkaufsrecht, ein Treffen mit der Mannschaft und ein Fitnesstraining in der Red Bull Arena. Ein Stimmrecht haben die Fördermitglieder jedoch nicht, da diese keine Mitglieder im Sinne des BGB sind und folglich nicht im Organ der Mitgliederversammlung (§ 32 BGB) sitzen. Im Zuge der Diskussion über den möglichen Neubau eines größeren Stadions äußerte der Vorstand Oliver Mintzlaff im März 2016, dass RB Leipzig 17 stimmberechtigte Mitglieder und ca. 300 weitere Fördermitglieder habe.

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Ok, da denke ich jetzt noch ein wenig drüber nach! Irgendwie kann ich die Leipziger aber schon jetzt verstehen.

Dienstag, 28. November 2017

Politik, dein Name ist: Hirnriss

Soeben aufgeschnappt:

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28. November 2017, 12:00 Uhr Ringen Iranischer Ringer muss absichtlich verlieren | Ringer Ali-Resa Karimi (rechts) musste aus politischen Gründen bereits im Achtelfinale verlieren. || Der iranische Ringer Ali-Resa Karimi musste aus politischen Gründen sein Achtelfinale bei der U23-Ringer-WM verlieren. Er hätte sonst auf einen Ringer aus Israel treffen können. Die strikten Boykott-Maßnahmen seines Landes finden damit eine Fortsetzung. Karimi beharrt indes auf einer Entschädigung. | Bei der U23-Ringer-WM in Polen hat es erneut einen Eklat um die iranische Boykott-Politik gegen israelische Sportler gegeben. Der Freistil-Ringer Ali-Resa Karimi, einer der Favoriten auf die Goldmedaille, musste auf Anweisung seiner Trainer im Achtelfinale verlieren, weil er sonst in der nächsten Runde gegen einen israelischen Gegner hätte antreten müssen. "Ich hatte so hart trainiert und so fest an den WM-Titel geglaubt. Dann aber kamen die Anweisungen und es war wie ein Eimer kaltes Wasser auf all meine Träume", sagte Karimi der Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag. (sueddeutsche.de)

Montag, 27. November 2017

"Ärzte laufen Sturm ..."

Wie beweglich sie doch ist, unsere Sprache! Und unsere Vernunft noch dazu. Da lese ich gerade im SPIEGEL die folgenden Zeilen:

SPD-Forderung an GroKo | Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung || Was könnte die SPD in einer neuen Großen Koalition durchsetzen? Gesundheitsexperte Karl Lauterbach pocht auf die Abschaffung der privaten Krankenversicherung - und erntet den wütenden Protest der Ärztelobby. || Mit heftigen Protesten haben Ärzteverbände auf SPD-Forderungen nach einer Bürgerversicherung reagiert. "Wer die Bürgerversicherung will, der startet den Turbolader in die Zwei-Klassen-Medizin", sagte Bundesärztekammer-Präsident Frank-Ulrich Montgomery.

War es bisher nicht so, dass man die privaten Krankenversicherungen als ein Symbol, nein: als eine klare Ursache für die Zweiklassenmedizin in Deutschland angesehen hat? Natürlich kann man sich denken, wie Frank-Ulrich Montgomery argumentieren wird. Da wird es also lauter angeblich Gleiche durch Gleichmacherei geben. Und dann werden die, die wirklich Geld haben, sich ihre Ärzte suchen, die allerbesten Ärzte natürlich, die sie dann wirklich privat bezahlen. Die Frage ist nur, ob dieses Argument in den konkreten Zusammenhängen wirklich trägt.

Das ist ein interessantes Spiel, wenn es darum geht, die eigenen vor Annahmen zu prüfen. In diesem Fall liege ich, wie ich finde, goldrichtig. Der Text geht nehme ich auf diese Weise weiter:

Einheitssysteme wie in den Niederlanden oder Großbritannien führten zu Rationierung, Wartezeiten und Begrenzungen der Leistungskataloge, so Montgomery. Diejenigen, die es sich leisten könnten, sicherten sich dort einen exklusiven Zugang zur Spitzenmedizin als Selbstzahler oder durch teure Zusatzversicherungen. | Die Existenz der privaten Krankenversicherung sorge für Innovationen bei Diagnostik und Therapie und setze damit die Krankenkassen unter Zugzwang, sagte Montgomery weiter. Privat Versicherte ermöglichten mit ihrem kostendeckenden Finanzierungsbeitrag zudem eine hochwertige medizinische Ausstattung von Krankenhäusern und Praxen. | Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnte, eine Bürgerversicherung löse kein einziges Problem in der gesetzlichen Krankenversicherung. Kritisch äußerten sich auch der Hartmannbund und der Hausärzteverband.

Worum geht es wirklich? Ich denke niemand, nicht einmal Herr Doktor Montgomery, wird widersprechen, wenn ich sage, dass es hier ganz schlicht um Interessen geht. Dass damit vielleicht noch nicht alles gesagt ist, sollte man gleich eingestehen. Denn natürlich ist es tatsächlich so, dass der Blick in andere Länder, die eine einheitliche Versicherungsstrategie fahren, vielleicht zeigt, dass es ganz grundsätzlich schwierig ist die Gleichheit unter den Menschen herzustellen. Das gilt nicht nur im Gesundheitswesen, aber da eben auch und besonders.

Sonntag, 26. November 2017

Michelle Pfeiffer

[ Michelle Pfeiffer in diesem Blog ]

Pfeiffer: Von der Supermarktkassa zum Star

Elisabeth Sereda


Die zeitlose Beauty Michelle Pfeiffer (59) ist zwar schon in Los Angeles geboren und aufgewachsen – aber im Stadtteil Santa Anna, der kaum weiter vom glamourösen Mekka des Films entfernt sein könnte.

Ihre Mutter war Hausfrau, ihr Vater verkaufte Klimaanlagen. Auch Pfeiffers erster Job fand fernab von irgendeinem Red Carpet statt – als Supermarktkassiererin.

Nun spielt sie im US-Remake des Agatha Christie-Klassikers "Mord im Orient Express" (von 1974) die "Mrs. Hubbard", die damals Lauren Bacall verkörperte.

KURIER: Der Film hat wie das Original nur große Stars. Wer hat Sie am meisten beeindruckt?

Michelle Pfeiffer: Judi Dench natürlich! Sie ist unglaublich witzig, warmherzig und charmant. Ich war immer ganz hingerissen von ihrem Talent, aber jetzt bin ich es auch von ihrer Persönlichkeit.

Stimmt es, dass Sie gerne auf all den Ruhm durch die Schauspielerei verzichten würden?

Ich habe es so formuliert: Das Schauspielen mache ich gratis, aber für die Publicity verlange ich viel Geld. Dieser Beruf ist weder normal noch gut für die menschliche Psyche. Zuerst lebst du im Fantasyland, und dann wirst du genau dafür kritisiert, verfolgt, falsch zitiert und heruntergemacht. Deine Kinder werden vor der Schule von den Paparazzi abgepasst. Dafür ist eine gute Gage noch die geringste Entschädigung.

Sind Sie als Schauspielerin sehr detailversessen?

Ich bin entsetzlich detailorientiert – oder sagen wir pedantisch! Heute früh etwa stand ich vorm Spiegel und war felsenfest davon überzeugt, dass meine Haare auf der einen Seite länger sind als auf der anderen. Kein Wunder also, dass mein Spitzname Prinzessin auf der Erbse ist.

Sie sind seit 24 Jahren verheiratet (mit dem Produzenten David E. Kelley) – was ist das Geheimnis?

Respekt. Wir haben ganz großen Respekt füreinander. Und wir gestatten einander gegenseitig unsere Marotten. Ich kriege ihn nirgendwo hin auf Urlaub, wenn er nicht fischen kann. Ich brauche wiederrum meine einsamen Momente, wo mich keiner anquatscht. Das Geheimnis sind Respekt – und verdammt viel Glück!

Glück und Glas ...

Das eine Liebe "zerbricht" ist eine gängige Formel. Ist diese Formel denn auch die richtige Beschreibung der jeweiligen Sachverhalte? Die BUNTE glaubt offenbar daran.

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Warum zerbrach das Liebes-Glück von Judith Rakers und Andreas Pfaff? Im September sah man den smarten Banker mit einer Runde von Freunden in Hamburgs Szene-Lokal „Zwick“ im angesagten Viertel Pöseldorf feiern. Mit dabei: eine attraktive brünette Frau. Apartes Gesicht, halblanges Haar, Anfang bis Mitte 30. Eine Woche später steht er wieder am Tresen. Mit dabei: die hübsche Brünette. Beide amüsieren sich, sie trinken Bier und Weißwein auf Eis. Jeder im Lokal kann beobachten, wie vertraut sie sind: „Die beiden hielten immer mal wieder Händchen und küssten sich“, berichtet ein Gast, der die Szene beobachtete, BUNTE.

Nur einen Tag später sah man Pfaff und die schöne Brünette zur Mittagszeit an der Außenalster in der Höhe des beliebten In-Treffs „Alstercliff“ spazieren gehen. Er hatte eine Basecap auf dem Kopf und den Arm um sie gelegt. Von Judith Rakers fehlte jede Spur. Sie war – wie so oft – wieder beruflich unterwegs.

Die ganze Geschichte lest ihr in BUNTE 43/2017.

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Werbung, die nervt

Wichtig: Die Überschrift besagt zugleich, dass es Werbung gibt, die einem nicht auf die Nerven geht.

Was folgt daraus? Die sogenannten „Werbetreibenden“ müssten sich doch nur darum bemühen, Werbespots zu drehen oder Werbeanzeigen zu schalten, die einem nicht auf die Nerven gehen. Oder noch besser: die so interessant sind, dass man sie nachgerade sucht und immer wieder gerne ansieht.

Und jetzt warte ich auf folgende weitere Umdrehung der Schraube: Man kann bei den Werbeblockern  wie AdblockPlus* einstellen, dass Seiten, die als Erstes verlangen: „Bitte schalten Sie Ihren Werbeblocker aus!“ von der Suche mit Google ausgeschlossen werden. Dann will ich mal sehen, diese Aufforderungen immer noch kommen!

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* Wobei ich die Kritik, dass hier eine Privatfirma viel Macht ausübt, durchaus akzeptiere. Es wäre vielleicht doch an Google, als inzwischen supranationaler, mächtiger Instanz, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Dann wäre auch Werbung und Suche kurzgeschlossen. Wie ich schon sehr oft gesagt habe: Von Google lernen heißt siegen lernen! Heißt: Google hat es geschafft, mit seiner Werbung den Benutzern eben nicht auf die Nerven zu gehen. Dezent bleiben ist in diesem Bereich alles. Warum ist das nur so schwer nachzuvollziehen?

Freitag, 24. November 2017

Bernd Rabehl

Anfrage im Wikipedia-Café:

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Hinführung: ich habe heute Morgen in der Süddeutschen Zeitung ein Interview mit Gretchen Dutschke gelesen. Sie wies zwischendurch daraufhin, dass Bernd Rabehl ja rechts geworden sei. Das wusste ich nicht; so sehr interessieren mich die 1968er nun auch wieder nicht. Dann habe ich doch noch ein wenig nachgelesen und nachgedacht. Von Horst Mahler ist bekannt, dass er ein Rechtsradikaler geworden ist. Jetzt also auch Bernd Rabehl. Unser Wikipedia-Artikel vermerkt:

"In einem Interview mit der NPD-Zeitung Deutsche Stimme vom März 2005 sagte Bernd Rabehl zu der Kritik, dass er sich, ähnlich wie Horst Mahler, von einem linksradikalen Kritiker der Bundesrepublik zu einem rechtsradikalen Opponenten entwickelt habe: „In letzter Konsequenz bin ich meinem Denken von damals treu geblieben, nur dass sich inzwischen die politischen Positionen verschoben haben. Was früher als ‚links‘ angesehen wurde, gilt heute als ‚rechts‘.“"

Es gibt ja einen Spruch in Abwandlungen: Wer in seiner Jugend kein Revolutionär sei, der habe kein Herz; wer als Erwachsener immer noch Revolutionär sei, habe keinen Verstand. Da mag viel dran sein. Was genau daran ist, habe ich allerdings noch nicht herausgefunden. – Dazu kommt: Wenn man die Alt-68er auf Fotos anschaut, dann wirken sie so wie viele Junge wirken: Sie halten sich offenbar für ewig und unveränderlich jung. Wenn man sie als Alte ansieht, beschleicht einen das Gefühl, dass sie auch in ihrer Jugend nicht wirklich nachgedacht haben. So selbstgewiss und selbstgefällig kamen und kommen sie daher. -- Also, wer hat eine Antwort auf die Frage: Wie kann es sein, dass sich politische Ansichten im Laufe des Lebens in ihr Gegenteil verkehren? Manchmal gepaart mit der Selbsteinschätzung, man sei ja selbst immer gleich geblieben; nur die anderen hätten sich geändert, indem sie die Zeichen der Zeit, der Gegenwart, nicht zu deuten wüssten. (Berichte über Selbsterfahrungen ausdrücklich erwünscht!) -- Nachtrag: Wer sich von Professor (!) Bernd Rabehl ein Bild machen möchte, ein bewegtes sogar, der kann einmal hierher schauen.

Dienstag, 21. November 2017

"Teenager-Gruppe verwüstet Tchibo-Filiale"

Wieder aus dem ZEIT-Forum herüberkopiert.

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Führt irgendjemand eine Einzelfallstatistik? Wird die Wahrnehmung von Terror und Kriminalität durch die Berichterstattung verzerrt? Wenn ja, in welche Richtung? Ich kann die Dinge offen gestanden nicht mehr einordnen. Die Flüchtlinge aus Syrien, dachte ich bisher, seien die, die sich rasch einordnen, bilden, die vorankommen wollen. Das Folgende dann ein Einzelfall? Mit gleich 7 Tätern? Wie gesagt: Ich hätte gerne eine umfassende Falldarstellung, natürlich mit allen Straftaten, von vom auch immer vorbereitet und / oder begangen. Einfach um das Gefühl loszuwerden, dass das Land irgendwohin driftet, wo es am Ende keiner haben wollte.

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"DER JÜNGSTE WAR ERST 13 JAHRE Teenager-Gruppe verwüstet Tchibo-Filiale Die Filiale am Hauptbahnhof wurde völlig zerstört | 20.11.2017 Essen – Sieben junge Syrer (13-18 Jahre alt) haben am Sonntag eine Tchibo-Filiale im Essener Hauptbahnhof komplett verwüstet und zwei Ladendetektive angegriffen – einer von ihnen musste ins Krankenhaus! Im Geschäft waren zahlreiche Verkaufsständer umgeworfen und zum Teil zerstört worden. Die gesamte Auslage lag am Boden. Die Mitarbeiterinnen (29, 32 und 48) der Filiale waren schockiert und konnten kaum Angaben machen. Die beiden 26 Jahre alten Ladendetektive aus Essen und Mülheim, die nach eigenen Angaben von den Syrern angegriffen wurden, erklärten, dass ihnen die Gruppe bereits im Personentunnel des Hauptbahnhofs aufgefallen war. Die Männer wüteten wild im Geschäft."

Montag, 20. November 2017

Die Kinder bringt der Stoch!

DIE ZEIT: Herr Stoch, alle paar Monate herrscht in der Republik große Aufregung, weil irgendwo eine Unisex-Toilette eröffnet wird oder Kita-Kinder über Sex aufgeklärt werden. Sie haben als Kultusminister der damaligen grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg den ersten dieser Kämpfe ausgefochten. Ihnen wurde vorgeworfen, einen sexualisierten Lehrplan durchsetzen zu wollen.

Andreas Stoch: Das Thema kam für mich aus heiterem Himmel. Ich wusste, dass es in den 1970er Jahren eine Debatte darum gab, wer Kinder aufklären sollte. Nur die Eltern? Auch die Schule? Aus meiner Sicht sind beide wichtig. Für mich war das aber durch.

ZEIT: Ein Missverständnis.

Stoch: Das wirkliche Missverständnis war, dass es nicht um Sexualkunde ging, sondern um einen neuen Bildungsplan, also um den Lehrplan für die nächsten Jahre. In dem wollten wir fächerübergreifend das Thema Toleranz verankern gegenüber nicht heterosexuellen Menschen. Es ging dabei nie um Sexualpraktiken, wie das von böswilligen Menschen unterstellt wurde.


Wer macht mit? Wir verabschieden uns mit lauten Erklärungen aus diesem Themenbereich: wegen nachgewiesenen irrlichternder Widersprüchlichkeit in dieser unserer Gesellschaft? Da ist erlaubt: dass im Fernsehen Menschen nackt aufeinander losgelassen werden, für Zuschauer, die darauf warten, wann die ersten kopulieren. Und Zeitungen, die am nächsten Tag über den Stand der Dinge berichten. Dann aber wundert man sich über manche sexistische Runden?! Oder mal anders gesagt: Dass Frauen sehr kurze Röcke tragen können, ohne dass Männer vergewaltigend über sie herfallen, ist ein junges, noch nicht in allen Kulturen angekommene Form der Triebunterdrückung.

Das wäre doch mal was für den Sexualkundeunterricht. Mit ergänzender Einladung an jenen ägyptischen Rechtsanwalt und Fachmann, der, noch nicht lang her, meinte, man müsse Frauen, die zerrissene Jeans tragen, einfach vergewaltigen. Die forderten die Vergewaltigung doch nachgerade heraus! So wird Multikulti gemacht! Denn merke: Die Kulturen sind nicht alle so, wie Deutsch-Krethi und Deutsch-Plethi sich das so vorstellen.

"Stern und Kreuz"

Ja, ja, die Wikipedi-ja!

"Wikipedianer sein heißt: eine Sache um ihrer selbst willen problematisieren!"

Na dann! Darf bei Muslimen ein Kreuz das Sterbedatum anzeigen. Das will schon mal diskutiert sein! (Und es ist durchaus lustig zu lesen! Beispiel: 

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Die Fettschrift ist so unnötig wie die Tatsache, für sie [Userin Marietta] zu antworten. Ich denke, das kann sie bestimmt selbst machen. --Wladyslaw 14:19, 17. Aug 2006

Marietta, mir fällt jetzt auch gerade eine Fülle von groben Beleidigungen ein, mit denen ich dich aus meiner Sicht mit gutem Recht überhäufen könnte. Im Gegensatz zu dir halte ich aber lieber den Mund. --ThePeter 14:34, 16. Aug 2006

Benutzer wie ich können es sich leisten, Mariettas Kopf zu schütteln.--Kramer 03:38, 17. Aug 2006

Ganz ohne Frage ;-) --Marietta 02:22, 19. Aug 2006

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Und dann geht es von da an natürlich an anderer Stelle weiter!

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Der Artikel wurde ohne Stern und Kreuz eingestellt; inzwischen wurden Stern und Kreuz zweimal eingefügt. Darüber gibt es keinen Konsens, die Zeichen sind zu entfernen. --BHBIHB 18:48, 20. Jul. 2015 (CEST)

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Tod

Hier steht, dass er [Valdet Gashi] getötet wurde. --141.90.9.62 12:53, 29. Sep. 2016

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Anstatt hier um Kreuz oder nicht Kreuz zu streiten, sollte der Artikel nicht zwei unterschiedliche Todesdaten nennen. Man stirbt nur einmal. --62.202.180.144 05:02, 22. Sep. 2017 (CEST)

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Zitat: "Während für die normalen Menschen die Sachen, die Sachverhalte und die realen Handlungen und Unterlassungen die Realität ausmachen, ist für alle, die länger und tiefer nachgedacht haben, klar: Es sind die Symbole, die am Ende den Lauf der Welt bestimmen. Man mag das für verrückt halten, aber gegen die wirkliche Wirklichkeit, die des Einflusses der Symbole, kommt man nicht an. (Robert Langdon: ''The Real World of Worldcreating Symbols''. Harvard UP 2005. S. 57. - Meine Übersetzung.)

Enzensbergers 'radikale Verlierer'

In den Zeiten des sogenannten Kalten Kriegs konnten sich westliche Intellektuelle nicht vorstellen, dass es einmal die Renaissance der RELIGION -- nun gut, einer bestimmten Religion geben wird. Aber dann? Die Erklärung ist so schlicht wie einleuchtend: Der Atheismus marxistischer Provenienz dankt mit den Ost-Regimen ab. Und die Abhängten der Welt, soweit sie unter islamischem Einfluss stehen, drängen in die Lücke und damit nach vorne. Nicht selten hier gesagt, aber vielleicht nicht in diesen Worten: 

Wenn Männer, die sich selbst überaus wichtig nehmen, feststellen müssen, dass sie in der Öffentlichkeit nicht wichtig sind, dann suchen sie nach Wegen um sich wichtig zu machen. 

Die Mittel? Gewalt zieht immer, weil sich der Gewalt keiner entziehen kann. Wenn jemand im Fernsehen großen Quatsch von sich gibt, kann man abschalten. Wenn jemand mit einem großen Messer vor einem steht und großen Quatsch redet, ist da erst einmal das große Messer und man kann nicht abschalten. Unter diesen Voraussetzungen:

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Warum schließt sich ein Thaiboxer aus Singen dem IS an? || Wie kommt ein Mensch aus einer süddeutschen Kleinstadt dazu, die Kalaschnikow in die Hand zu nehmen und sich einer Terrorgruppe anzuschließen, die den Rest der Welt in Angst und Schrecken versetzt? Warum lässt er dem IS zuliebe Frau und zwei kleine Töchter am Hohentwiel zurück? So präsentiert er sich auf seiner Facebook-Seite: Thaibox-Star Valdet Gashi aus Singen vor der Flagge des Islamischen Staates | Als überzeugter Muslim wolle er den Glaubensbrüdern in Syrien helfen, beteuert Gashi – „Alten, Jungen, Obdachlosen, Witwen oder Armen“. Und er wolle „dem nachgehen, was hier wirklich passiert“. Blut habe er nicht an seinen Händen. || Von Singen über Winterthur nach Syrien: Eine Spurensuche in der Schweizer Stadt 'Ich habe kein Blut an meinen Händen': Interview mit dem Thaiboxer Valdet Gashi Wie der IS seine Mitglieder anwirbt 

Kommentar: Das Erschreckende ist die Normalität 

Konstanz: 16-Jährige zieht in den Heiligen Krieg nach Syrien Was wurde aus Sarah O.? Silvio K., der Terrorist vom Bodensee Nachprüfen lassen sich seine Antworten nicht. Aber sie geben einen Einblick in das Seelenleben eines jungen Menschen, der einen neuen Sinn in seinem Leben sucht und bei religiösen Eiferern fündig wird. Auch der frühere Box-Profi vom Hohentwiel kam keineswegs als Heiliger Krieger zur Welt. Aufgewachsen ist er in Deutschland, die Eltern stammen aus dem Kosovo. Der Islam spielte zu Hause keine große Rolle. Zum Koran fand Gashi erst später, als er im Internet auf wortgewandte Prediger wie den deutschen Konvertiten Pierre Vogel stieß. (suedkurier.de)

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Immer wieder der Verweis auf Enzensbergers 'radikalen Verlierer'. Ein längeres Zitat aus dem SPIEGEL. Man übersehe nicht: des Jahres 2005.

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Wer sich mit den objektiven, den materiellen Kriterien, den Indizes der Ökonomen und den niederschmetternden Befunden der Empiriker begnügt, wird vom eigentlichen Drama des radikalen Verlierers nichts verstehen. Was die anderen von ihm halten, seien sie Konkurrenten oder Stammesbrüder, Experten oder Nachbarn, Mitschüler, Chefs, Feinde oder Freunde - das genügt nicht, um ihn zu motivieren. Der radikale Verlierer selbst muss sein Teil dazu beitragen; er muss sich sagen: Ich bin ein Verlierer und sonst nichts. Solange er davon nicht überzeugt ist, mag es ihm schlecht gehen; er mag arm sein, machtlos; er mag die Misere und die Niederlage kennen; zum radikalen Verlierer aber hat er es erst gebracht, wenn er sich das Votum der anderen, die sich Gewinner dünken, zu Eigen gemacht hat.
Niemand interessiert sich freiwillig für den radikalen Verlierer. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Der nämlich schlägt, solange er allein ist, und er ist sehr allein, nicht um sich; er wirkt unauffällig, stumm: ein Schläfer. Wenn er sich dennoch einmal bemerkbar macht und aktenkundig wird, löst er eine Irritation aus, die dem Erschrecken nahe kommt; denn seine bloße Existenz erinnert die anderen daran, wie wenig es bräuchte, und es erginge ihnen so wie ihm. Vielleicht würde man dem Verlierer sogar beistehen, wenn er nur endlich aufgäbe. Aber er denkt nicht daran, und es sieht nicht danach aus, dass er sich gern helfen ließe.
Zahlreichen Berufen dient der Verlierer als Studienobjekt und Existenzgrundlage. Sozialpsychologen, Sozialarbeiter, Sozialpolitiker, Kriminologen, Therapeuten und andere, die sich nicht zu den Verlierern zählen, wären ohne ihn brotlos. Aber auch beim besten Willen bleibt der Klient in ihren Augen opak; ihre Empathie stößt auf gutgesicherte professionelle Grenzen. Immerhin wissen sie, dass der radikale Verlierer schwer zugänglich und letzten Endes unberechenbar ist. Unter den Hunderten, die in ihren Amtsstuben und Praxen vorsprechen, den einen zu identifizieren, der zur letzten Konsequenz bereit ist - damit sind sie überfordert. Vielleicht spüren sie, dass es sich nicht um einen bloßen Sozialfall handelt, der sich auf dem Verwaltungswege reparieren ließe. Denn der Verlierer denkt sich sein Teil. Das ist das Schlimme. Er schweigt und wartet. Man sieht es ihm nicht an. Gerade deshalb wird er gefürchtet. Diese Angst ist historisch sehr alt, doch heute ist sie begründeter denn je. Jeder, der über einen Zipfel sozialer Macht verfügt, ahnt bisweilen etwas von der enormen destruktiven Energie, die im radikalen Verlierer steckt und die durch keine Maßnahme, mag sie noch so gut, vielleicht sogar ernst gemeint sein, stillgelegt werden kann. (spiegel.de)

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Donnerstag, 16. November 2017

"Das 450-Millionen-Dollar-Gemälde"

Gewissen Anmerkungen im ZEIT-Forum kann ich einfach nicht widerstehen!

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Leonardo da Vinci: Das 450-Millionen-Dollar-Gemälde || Einst wurde es für 45 Pfund gehandelt, nun wechselte es für 450.312.500 Dollar den Besitzer. Noch nie wurde so viel Geld für ein Kunstwerk gezahlt. || 16. November 2017 ... ZEIT ONLINE, AFP, dpa, AP, mib, kg || 111 Kommentare

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welll #2
Wäre doch das passende Bild für den "Louvre" Abu Dhabi.
Das Geld hat man dort ja, und man jagt dem Prestige hinterher.

Ministerium für Überfülle #2.1
Eben!
Für das Geld könnte man Herrn Neymar gerade mal 10 Jahre beschäftigen und müsste Ihn dann abschreiben. Das Bild wird dauerhaft Besucher anlocken und Einnahmen generieren.
Problematisch für Abu Dhabi wäre vermutlich das Motiv.
Antwort auf #2 von welll

Paul Ericsson #2.2
Ihre Schlichtheit ist grenzenlos.
Antwort auf #2.1 von Ministerium für Überfülle

Bleiben Sie sachlich #2.3
Ob das Bild den Besuchern gefällt oder nicht, ist letztlich zweitrangig. Auf jeden Fall bekommt der Besucher eine extrem hohe Wertdichte zu sehen.
Würde das Museum eines Tages des Bildes überdrüssig und an einen Besucher verkaufen wollen, müsste dieser ca. 12,5 Tonnen Gold dafür auf den Tresen legen. Das entspricht 2.500 der üblichen 5 Kg Barren.
Hätte der Kunde die Barren auf einem LKW und würde jeweils in jeder Hand einen Barren bringen und bräuchte von der Museumskasse zum LKW und zurück insgesamt 5 Minuten, dann würde der Bezahlvorgang gut 104 Stunden dauern, was 4,34 Tagen entspricht. Ohne Schlaf-, Trink- und Pinkelpausen.
Jetzt kann sich jeder einmal ausrechnen, wenn jemand mit dem Bild im Cafe ein Kännchen Kaffee für 4,80 € bezahlen will, wie lange der Ober für das Wechselgeld braucht...?
Antwort auf #2.1 von Ministerium für Überfülle

BDLB #2.4
"Ihre Schlichtheit ist grenzenlos."
Was will uns diese -- gewiss freundlich gemeinte -- Anmerkung sagen? Dass man das Fußball-Genie Neymar für dieses Geld nicht 10 Jahre beschäftigen könnte oder dass die Saudis kein Problem mit dem Christus-Bild hätten?
P. S. Für wie groß halten Sie auf einer Skala von 0 - 10 Ihre eigene Schlichtheit? (0 = überhaupt nicht schlicht, sondern extrem differenziert) Würde wahrscheinlich nicht nur mich interessieren.
Antwort auf #2.2 von Paul Ericsson

Mittwoch, 15. November 2017

Le ragazze di Roma

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[ Ok, Selbstplagiat!]


Isabella

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Die Entwicklung in Simbabwe

Die neueste Entwicklung in Simbabwe.

Nicht nur, aber auch wegen der in letzter Zeit zunehmend eigenartigen Zensur bei den ZEIT-Kommentaren wieder hierher kopiert:

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Wer widerlegt meinen ewigen Pessimismus (den ich selbst gerne widerlegen oder widerlegt sehen möchte!)?

Komplexe These bis auf Weiteres, und: Ja, ich generalisiere: Die afrikanischen Länder hatten nach dem Kolonialismus viel Zeit, um sich neu aufzustellen. Es ist ihnen nicht gelungen. Grund: Es gibt keine aufgeklärte politische Kultur, in der der friedlich herbeigeführte Machtwechsel vorgesehen ist. (Der Machtwechsel muss gar nicht durch westlich-demokratische Wahlen herbeigeführt werden. Alles ist recht, hauptsächlich friedlich.) Folgen: Diktaturen, die von Diktaturen abgelöst werden. Korruption und Vetternwirtschaft. Mugabe hat gezeigt, wie man ein koloniales, aber wirtschaftlich gut aufgestelltes Land kaputtmachen kann. Sollten die Weißen aus Südafrika vertrieben werden, wird sich dort innerhalb von zwei bis fünf Jahren eine mit Simbabwe vergleichbare Lage ergeben.

Ergänzung: Welches sind die drei Länder in Afrika, die als Vorbild für die anderen dienen könnten?

Und bitte nicht vergessen: Ich will widerlegt werden!

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Verona Pooth

"Verona Pooth hatte in der Diskussionsrunde um Sexismus darauf hingewiesen, dass auch ihr "solche Dinge widerfahren" seien: "Aber nie eine Nötigung in einer Form, die mir einen Schaden zugefügt hat." Man dürfe "verführerisch aussehen, aber man darf nicht angefasst werden", sagte Pooth in der Sendung."

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"Später sagte Pooth der "Bild"-Zeitung zum kritisierten Kameraschwenk: 'Der arme Kameramann - warum soll er denn nicht diesen Schwenk machen? Das ist sicher nicht sexistisch.' Die ARD hatte sich bereits 2015 mit einer Kamerafahrt über die Beine der FDP-Politikerin Katja Suding in der 'Tagesschau' Sexismusvorwürfe eingehandelt. Der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke, entschuldigte sich damals und schrieb: 'Der Beine-Schwenk gehört auf den Index.'"


Anne-Laure Sibon

Les années folles...


"Au château, Anne-Laure était la meilleure amie de Nolwenn [Leroy]. Après un premier single en anglais intitulé Superwoman, elle enregistre un album en 2004 qui ne connaitra pas un franc succès. En 2006, elle épouse Vanessa, en Belgique, dont elle est aujourd'hui séparée. En 2008, elle fait partie de la troupe Salut Joe et prépare en parallèle la sortie d'un deuxième album. Quant à son clip Nassim Jade, fait maison, ce dernier a fait un véritable buzz sur le net. En 2010, Anne-Laure Sibon est chroniqueuse dans l'émission Ma Quotidienne sur Ma chaîne étudiante." (purepeople.com)

Dienstag, 14. November 2017

Die Forderung nach 'Quellen'

Hätte ich nicht für möglich gehalten, dass die ZEIT diesen Thread rausnimmt. Warum nur? Deshalb also hab ich das gar nicht hierher kopiert. Im Nachhinein erweist sich das Kopieren aber als sehr vernünftig.

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"Bjoerne #1 | Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke, die Redaktion/rc"

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Nulla dies sine ...

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"Professoren: Zeit, zu gehen? | Für viele Professoren ist die Wissenschaft ihre große Leidenschaft. Von der Schwierigkeit, Abschied zu nehmen und dem Nachwuchs Platz zu machen."

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Eine Abfolge von Meinungen bei der ZEIT. Meine Meinung ist die letzte. (Ja, dat is ja de Witz min Jong!)

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Falls die Nachfolger qualifiziert sind, macht das Sinn. [Nämlich die Professoren-Stellen zu räumen.]
Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Evolution sich nun rückwärts entwickelt und die nachfolgende Generation ein Intelligenzproblem hat, die es unmöglich macht, die alten Professoren adäquat zu ersetzen.

HerrVogelscheuche #1.1 — vor 38 Minuten 1
Das ist nun aber wirklich Unsinn. Können Sie dies bitte auch, dem wissenschaftlichen Habitus entsprechend, mit Quellen belegen?
Welche Quellen belegen ein Intelligenzproblem der nachfolgenden Generation? Ich bitte um Verweise.
Denn Derartiges kann ich zB nicht erkennen.
Antwort auf #1 von Bjoerne

PrunusC #1.2 — vor 29 Minuten
In der Regel habilitiert jedoch nicht der durchschnittliche Bildungsbürger, sondern nur eine sehr gebildete und in der Regel auch intelligente Spitze der Bevölkerung. Entsprechend gehe ich nicht davon aus, dass sich eine solche Entwicklung hier auswirken würde.
Hinzu kommt, dass der Werdegang dieser Akademiker heute meist gänzlich von der älteren Generation unterscheidet.
Heutzutage eine Professur anzustreben bedeutet, sich meist ab dem Beginn des Studium mit den gleichen Themen zu beschäftigen und durchgehend zu forschen.
Zwischendurch in die Wirtschaft oder auch nur zu einem Arbeitgeber jenseits von Uni und Instituten zu wechseln, wagen die wenigsten.
Antwort auf #1 von Bjoerne

BDLB #1.3 — vor 1 Sekunde
"...mit Quellen belegen?"
Ich kann sie offen gestanden nicht mehr hören, die Forderung nach 'Quellen'. Da hat der Wikipedia-Jargon und die Wikipedia-Denke wirklich die Landschaft der Gedanken nachhaltig (!) geschädigt. Bei der Wikipedia habe ich vor Zeiten mal angemerkt: "Sorry, ich muss noch mal eben das Buch schreiben, das ich dann -- unter Nickname natürlich -- als Quelle anführe!" Etwas überspitzt vielleicht, aber ja doch nicht ganz aus der Luft gegriffen für die, die wissen, wie man Bücher macht.
Also, neben irgendwelchen Belegen, die ja sehr gut, aber auch sehr, sehr abstrus sein können, gibt es noch: einfache Vermutung, Meinung, ja und auch Witzelei und Spott. Das alles hat seine Berechtigung unter diesem unserem Himmel.
Antwort auf #1.1 von HerrVogelscheuche

"... wirklich nicht gut bei Tesla"

Ein Kommentar-Dialog bei der ZEIT, den ich angestoßen und fortgeführt habe:

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"Nein, es läuft wirklich nicht gut bei Tesla. Vergangene Woche verkündete der E-Auto-Hersteller den größten Quartalsverlust in der Firmengeschichte: mehr als eine halbe Milliarde Euro Minus, angehäuft alleine in den Monaten Juli bis September."

Das werden die Chefetagen von Mercedes, BMW, Audi usw. mit klammheimlicher Freude sehen. Allerdings, nicht vergessen: Es werden die Chinesen bei der E-Mobilität weitermachen, auch wenn Tesla scheitern sollte.

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Denke sie die Deutschen und Franzosen machen nicht weiter?

Alleine BMW, Daimler und VW haben genug Marken wo sie mal "experimentieren" können.

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"Denken Sie, die Deutschen und Franzosen machen nicht weiter?"

Nun ja, in dem TV-Dokumentation, von der ich irgendwo da oben schon mal geredet habe, wurde eben auch angesprochen, dass die Technik, von den Akkus mal abgesehen, viel einfacher ist als die von Benzinern und Diesel-n. Keine Kurbelwelle und kein Ölwechsel, um es mal so zu sagen. Und das Beispiel, das angeführt wurde, war Kodak: Sich fünf Jahre zu lang auf dem Analogfilm ausgeruht, mit immer noch extrem satten Gewinnen in den ersten drei Jahren -- "und weg bist du". So läuft, glaube ich, das gefährliche Spiel der Großwirtschaft im Bereich 'Auto'. Die, die rechtzeitig angefangen haben, werden am Ende liefern. Und ich sehe die Deutschen und die Franzosen eben ein wenig spät dran. Kann sein, dass ich mich irre. On verra.

Und das noch drangehängt: Ein Auto besteht in der Käufer-Verkäufersicht aus "Leistung", selbst wenn allüberall Stau ist, aus Komfort und Äußerlichkeit / Schönheit. Die deutschen Premium-Karren von Mercedes, BMW, Audi und Porsche, die Trump überall gesehen hat, leben von ihrem vagen, aber unglaublich verkaufsfördernden Image, das bei den Reichen und möchte-gern-reichen Protzern immer zieht. Wie wird dieses Image in Zukunft von Deutschland her wohl auf die Straße gebracht werden, wenn alles schnurrt und windschlüpfrig und selbstfahrend ist, sodass der BMW-Fahrer nicht mehr so richtig mit WEG DA! HIER KOMM ICH! die anderen nach Rechts schieben kann? -- Ein komplexes Problem. Mehr will ich ja gar nicht sagen.