Donnerstag, 27. Januar 2011

DC: Echte und unechte Küsse

Ich habe, schwör!, keine einzige Minute Dschungelcamp angeschaut. Aber natürlich komme ich über solche Passagen in BILD nicht einfach hinweg:

Das schönste Dschungelpärchen seit Tarzan und Jane knutschte derart heftig, dass die Affen rote Ohren bekamen. Doch da gibt es böse Gerüchte: Sind die Umarmungen und Küsse zwischen Jay und Indira im Badeteich etwa nicht echt?"

Jetzt also rätsle ich über die Interessenstruktur von Menschen. Was kann jemanden an so was wie das DC interessieren? Da muss es doch was geben, das da Erklärung schafft! Na da schau her!

Piet1
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Ihr macht mich neugierig, ich habs mir noch nie angeschaut.
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bigbrotherfan10
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Piet1 hat geschrieben:
Ihr macht mich neugierig, ich habs mir noch nie angeschaut.


Du musst es dir auf jeden Fall anschauen. Das ist total cool und unterhaltsam. icon_biggrin.gif icon_cool.gif
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Dienstag, 25. Januar 2011

SZ-Sprachkünstler!

Wieder und immer wieder: Was für Sprachkünstler, die Leute vom SZ-Streiflicht:

Ach, es ist trotz dieser kleinen administrativen Emporschwingung doch ein bisschen traurig, dass sich ein Land [Frankreich], von dem wir soviel in Sachen Libertinage lernen durften, dermaßen schwertut, es wenigstens mal wieder halblaut krachen zu lassen. Da brauchen wir Deutsche uns gar nicht zu grämen mit unserer Frankenberger-Reinlichkeit und den kippengespickten Sandeimern vor unseren Kneipen. Machen wir uns nichts vor: Eher schafft Sebastian Frankenberger noch mal einen Studienabschluss, als dass in einer französischen Hosentasche jemals wieder eine Gitanes gedreht wird.

Süddeutsche Zeitung Nr. 16, Freitag, den 21. Januar 2011

Montag, 24. Januar 2011

O Gott, die Dichter!

Es gibt einen Bamberger Dichterkreis, von dem ich, Achtel-Bamberger, der ich bin, bis heute nichts gehört hatte. Was für ein Gefühl muss es sein, ein Dichter zu sein!

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Und in der Wikipedia -- ich sehe es erst jetzt -- gibt es eine kleine, doch grimmige Diskussion über diesen Kreis!

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  • Stefan Andres (1906 - 1970); Teilnehmer der Dichterkarawane.
  • Ludwig Friedrich Barthel (1898 - 1962); 1939 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Max Barthel (1893 - 1975); Teilnehmer der Dichterkarawane.
  • Roland Betsch (1888 - 1945); Teilnehmer der Dichterkarawane.
  • Hans Brandenburg (1885 - 1968); Teilnehmer der Dichterkarawane.
  • Bruno Brehm ( 1892 - 1974 ); 1938 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Friedrich Deml (1901 - 1994); 1938 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Hans Franck (1879 - 1964); Teilnehmer der Dichterkarawane.
  • Otto Gmelin (1886 - 1940); 1936 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Heinz Grothe (* 1912); 1938 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Curt Hotzel (1894 - 1967); 1939 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Hans Christoph Kaergel (1889 - 1946); Teilnehmer der Dichterkarawane.
  • Felix Lützkendorf (1906 - 1990)
  • Herybert Menzel (1906 - 1945); 1939 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Josef Friedrich Perkonig (1890 - 1959); 1938 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Ernst Ludwig Schellenberg (1883 - 1964); Teilnehmer der Dichterkarawane.
  • Gerhard Schumann (* 1911); 1939 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Heinz Steguweit (* 1897); 1940 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Anton Wurzer (* 1893 - 1955); 1939 in den Dichterkreis aufgenommen.
  • Heinrich Zerkaulen (1892 - 1954); Teilnehmer der Dichterkarawane.

Blog und Kommentarfunktion

Hin und wieder komme ich auf die Frage zurück: Sollte ich die Einträge in meinen [sic] Blog kommentieren lassen? Eigentlich gehört die Kommentar-Funktion ja zu einem Blog, die Sache ist fast existentiell. Warum habe ich vor Jahren die Kommentarfunktion gleich mal abgeschaltet? Nun ja, einfach: Weil die Kommentare zu anderen Blogs und bei Zeitungen mir zu blöd waren. Sollte ich Beispiele nennen? Ach, lieber nicht. Jeder kann ja nicht bloß bei BILD, sondern auch bei WELT und SPIEGEL vorbeischauen und sich ein Urteil bilden.

Sexualstraftäter

Wie soll man so etwas sehen? Ratlosigkeit bei einer Rundfunkmeldung.

Randerath
Es ist zu einem Ritual geworden: Erst nach Einbruch der Dunkelheit, zwischen 18 und 20 Uhr, zieht das Häuflein der aufrechten Protestierer in Randerath los. Wenig später kann es passieren, dass die Polizei den mit Transparenten bewaffneten Bürgern aufgibt, nicht allzu nah an das Grundstück heranzurücken, vor dem sie seit bald einem Jahr demonstrieren. Hier ist der Sexualstraftäter Karl D. nach seiner Haftentlassung bei seinem Bruder untergekommen.

Ein Argumentationslehrgang in Sachen Demokratie und Justiz, ausgehend von der Frage: Was würden Sie tun, wenn Sie ganz allein entscheiden könnten?

Sonntag, 23. Januar 2011

Vom Ordnung-machen im Büro

Zuerst, wie das einmal jemand nannte: »Augenordnung« machen! Die herumliegenden Dinge, wenn es geht: grob sortierend in Kisten packen. Mit dem festem Vorsatz, der über jede Kiste beim Schließen gesprochen wird: »Ich werde diese Kiste in den nächsten Tagen ›feinsortieren‹!«

Im Zimmer staubsaugen, die Gegenstände abstauben, feucht wischen! Dafür sorgen, dass man sich im Büro wohl fühlt.

Ein Ablage-System entwerfen und Ordner und Schuber beschriften! Ohne ein Ablage-System kann keine Büro-Ordnung entstehen. Zunächst: Was fällt mir ein, dann in einem zweiten und dann dritten Schritt verfeinern.

Dabei gilt für den ersten Sortier-Durchgang, das 7-Kisten-Prinzip. Im Allgemeinen kommt man mit diesen sieben Kisten gut hin:
  1. WICHTIG! Urkunden usw. Alles war hierein kommt, muss anschließend sofort in besonderen Ordner einsortiert werden.
  2. Papiere
  3. Computer-Technik allgemein
  4. CDs und DVDs
  5. Büromaterial
  6. Anderes (z. B. aus der Werkstatt, dem Badezimmer, usw.)
  7. ABFALL (Das muss anschließend sofort weggeworfen werden! Müllsortierung natürlich empfohlen.)

Samstag, 22. Januar 2011

Zeit und Gesicht

Ein Gesicht im Internet, der Name stimmt, und ich weiß nicht, ist er es oder ist er es nicht. Was für ein Leben steckt hinter diesem Gesicht. Schlichter: Wie sah dieser Mann vor 40 Jahren aus?

Auch ein Migrationsproblem

Vor ein paar Minuten im Deutschlandfunk ein Hinweis auf eine Sendung, die kommen wird, über Migranten. Ein Schnipsel O-Ton wird eingespielt. Ein Junge: "Isch hab wirklisch ein paar Fehler, die gut wärn für ein Theaterstück..." So ungefähr.

Die Gangsta-Rapper-Haltung, die ist ein Problem. Dass manche jungen Zuwanderer glauben, wenn sie nur bizarr genug kriminell oder sonstwie "sozial abweichend" lebten, dann müsste doch die Rapper- oder Schriftsteller- oder Schauspieler-Karriere auf sie warten. Irgendeiner müsste sie doch entdecken, und es geht dann als Künstler weiter. Möglichst natürlich als Star. Das sagen auch urdeutsche Schüler inzwischen, wenn sie in der Schule gefragt werden, was sie am liebsten werden möchten: "Star oder -- wenn es nicht klappt, Hatz-Vier."

Die Hoffnungsrichtung, die wohl auch junge afrikanische Fußballer aus der zweiten Begabungsreihe haben, wenn sie über die Türkei versuchen, in einen deutschen Regionalliga-Club, aber am besten natürlich in die 1. Bundesliga zu kommen.

Freitag, 21. Januar 2011

Werfen und schieben

Ja, die Sprache und die sprachliche Darstellung:

"Störrischer Patient samt Bett aus Klinik geworfen

Nun ja, darunter stellt man sich wohl was vor! 5. Stock, es fliegen 1 Mann und 1 Bett durch die Luft... Rumms!

Ganz so war es aber nicht:

Die Klinik rief daraufhin die Polizei. Gutes Zureden fruchtete nicht, zumal der Mann betrunken war. Daraufhin schoben die Beamten das Bett mit dem 56-Jährigen darin kurzerhand zum Streifenwagen.

Also, wenn da gestanden hätte: "Störrischen Patient samt Bett aus Klinik geschoben", hätte ich die Meldung ja gar nicht gelesen. Sie wissen schon, wie man Effekte hascht, die Journalisten!

OpenOffice: Zeilenumbruch mit Fußnote

So viele kleine Probleme, auch bei den Textverarbeitungen, auf die man erst mit der Zeit kommt: Komma+Fußnote -- gibt es schon mal --, und die Fn-Ziffer wird beim Zeilenumbruch abgetrennt. Das geht natürlich nicht!


Just found: Turkey and Turkish


For that matter, why doesn't the young (and I'm assuming well educated) Turkish woman want to live in her ancestral homeland? Would she face discrimination based on gender? Most Turkish men wouldn't work for an educated woman if their life depended on it. And why don't the brilliant intellects at Der Spiegel take a long hiatus in Turkey and see if they can get away with criticizing the Turkish Government, or Islam. They might get a taste of Turkish prison, if they weren't assaulted first.

Sebastian Frankenberger und die Gitanes

Fraongreisch! Und der Frankenberger!

Ach, es ist trotz dieser kleinen administrativen Emporschwingung doch ein bisschen traurig, dass sich ein Land, von dem wir soviel in Sachen Libertinage lernen durften, dermaßen schwertut, es wenigstens mal wieder halblaut krachen zu lassen. Da brauchen wir Deutsche uns gar nicht zu grämen mit unserer Frankenberger-Reinlichkeit und den kippengespickten Sandeimern vor unseren Kneipen. Machen wir uns nichts vor: Eher schafft Sebastian Frankenberger noch mal einen Studienabschluss, als dass in einer französischen Hosentasche jemals wieder eine Gitanes gedreht wird.
Süddeutsche Zeitung Nr. 16, Freitag, den 21. Januar 2011, Seite 1

Vielleicht singen wir mit Udo L. dann mal so:

Franki, ich glaub', Du bist doch eigentlich auch ganz locker
ich weiß, tief in dir drin, bist Du eigentlich auch'n Rocker
Du ziehst dir doch heimlich auch gerne mal ein Zigarettchen rein!
und schließt Dich ein auf'm Klo und fühlst dich wieder klein.

Dienstag, 18. Januar 2011

Greed Enterprises: Doe Run, e. g.

Das Gelaber von den Kosten! Das Totschlag-Argument der kühl Gierigen, die ihre Gier nicht spüren, weil sie ja nur im Wettbewerb stehen. Ein Buch dazu? Hier bitte.

Wie wäre es, wenn es eine Website gäbe, die die wahrhaft gierigen Unternehmen darstellen. Lesen wir bei der Gelegenheit noch einmal bei Naomi Klein nach!

Und hier ein erstes Beispiel:

"In La Oroya steht das größte Hüttenwerk Lateinamerikas, betrieben von einer Tochter des US-Konzerns Doe Run. Die Hütte ist zurzeit außer Betrieb, weil Doe Run über Jahre gegen Umweltauflagen verstoßen hat. Die vorläufige Stilllegung ist der Erfolg einer hauptsächlich aus Jugendlichen bestehenden Umweltorganisation. Aufgeschreckt durch Studien, wonach 99 Prozent der Kinder in La Oroya Bleiwerte im Blut aufweisen, die das unschädliche Maximum teils um das 7-fache überschreiten, haben sie gegen den Konzern mobil gemacht. Sehr zum Ärger von Politik, von Gewerkschaften und Arbeitern. Doch damit ist noch nichts gewonnen, denn nun wird vor und hinter den Kulissen um die Zukunft der Hütte gerungen."


Gustafsson

Was für Texte! Wie schön vorgelesen! Der Ankündigungstext im Internet gibt die Sache nicht wieder. Aber egal. Die Texte von Gustafsson sind -- ach Gott, es fehlt das richtige Wort.

Lars Gustafsson, einer der bedeutendsten Gegenwartsautoren Schwedens, beschreibt in seinen Geschichten Glückssucher ganz eigener Art. Sie streben nicht nach der Erfüllung eines Wunsches, sondern sind auf der Suche nach sich selbst. Es liest Joachim Kerzel.

Zwiebelmett

So, das noch und dann -- Schluss für heute!

"Interessant bleibt aber, dass m.W. die Autoren bzw. der Musikverlag des Songs die Tonträger-Veröffentlichung einer Coverversion mit verändertem Text erlauben müssen. Deshalb durften auch die göttlichen Norbert & die Feiglinge ihren Song “Zwiebelmett” zur Melodie von “Dancing Queen” nicht aufnehmen, weil die ollen Abbas da keinen Spaß verstanden."

Google-Translation: Stille Post

Was passiert, wenn man Googles Sprachtools in einen Kreis schickt. Es geschieht Erstaunliches:

  • Vorgabe: Mein Vater trinkt am Abend gerne ein Bier.
  • Google-Übersetzung: My father drinks in the evening like a beer. (... drinks like a beer -- wow!)
  • Rückübersetzung: Mein Vater trinkt abends gerne ein Bier.
Der Fehler ist also streng regelbasiert. Da lässt sich drauf aufbauen, linguistisch gesehen.

Montag, 17. Januar 2011

BILD-WORT-SPIELE

ComputerBILD ist bekannt für seine Überschriften-Wortspiele. Aber auch die tägliche BILD kommt ohne gewagte Wortspiele nicht aus. Heute online:

Das neue Image des Casanovas:
HEISSE GERÜCHTE
Prompt spekulieren auch alle anderen Medien munter, wer die Glückliche an der Seite von Italiens reichstem und mächtigsten Mann sein könnte und ihn womöglich unter dem Druck der Justiz entlastet.

Sonntag, 16. Januar 2011

Mord und Macht

Die politische Theorie muss mit einer Theorie der Macht beginnen, bestehend aus Subtheorien der Machterringung, der Machterhaltung und des Machtverlusts. Ich höre eine Deutschlandfunk-Sendung über Medellin. Wie Banden entstehen, vergehen und wiederkommen. Die Formel der Macht?
  • Wer erringt 
  • mit welchen Methoden und 
  • welcher Hintergrund-Ideologie
  • welchen Unterstützern
  • welche Art von Macht
  • in welchem soziopolitischen Umfeld?
Dazu anschließend: "Statusspiele". Der von mir vordem durchaus geschätzte Minister Schäuble führt einen Untergebenen vor Journalisten vor. Sehr, sehr unangenehm. So demontiert sich einer selbst. Und wahrscheinlich ist Schäuble doch zu alt. Ihm ist nicht klar, dass er mit seinen dummen Machtsprüchen auf Youtube-TV für immer verewigt werden.

Wie ich in solchen Momenten, bei solchen Bildern an den so unglaublichen Erweckungsschnipsel mit Friedrich Merz denke! Die, die sich immer wieder instinktiv als volkstümlich und als "Menschen wie du und ich" geben, wenn sie die Kamera nicht auf sich gerichtet fühlen oder wenn ihr Machttemperament mit ihnen durchgeht, dann sehen wir sie, wie sie wirklich sind. 

Katholisch : Abmahnung : Missbrauch

Sollten wir nicht die katholische Kirche abmahnen bevor sie uns abmahnt? Wie steht es mit dem Abmahnwillen der katholischen Kirche in Sachen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen -- heute? Das muss man immer wieder fragen. Mit diesem indexikalischen Wort heute.

Zeitmanagement

Mal wieder ein Fund zu diesem Thema! (Mehr mit der Label-Suche unten.) Das hier sei zitatweise festgehalten:

Interview
Karlheinz Geißler: Zeit lässt sich nicht managen
FAZ.NET sprach mit dem Zeitforscher Karlheinz Geißler über Sinn und Unsinn des Zeitmanagements, die Wichtigkeit von Zeitritualen und das Ende der Pünktlichkeit.


"Vom Tempo der Welt": Zeitforscher Karlheinz Geißler
10. Juli 2001
Karlheinz Geißler ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik an der Universität der Bundeswehr in München. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze über den Umgang mit Zeit veröffentlicht, zuletzt die beiden Titel "Zeit - Verweile doch, du bist so schön" und "Vom Tempo der Welt - Am Ende der Uhrzeit". FAZ.NET sprach mit dem Zeitforscher über Sinn und Unsinn des Zeitmanagements, die Wichtigkeit von Zeitritualen und das Ende der Pünktlichkeit.


Was halten Sie von Zeitmanagement?


Der Begriff ist ein Widerspruch in sich, weil man Zeit nicht managen kann. Die Formel "Zeitmanagement" setzt voraus, dass sich der Mensch zur Zeit verhält wie zu einem Gegenstand, den er verändern kann. Das Gegenteil ist der Fall: Der Mensch ist ein zeitliches Wesen und kann nicht über seine Lebenszeit bestimmen. Zeitmanagement fördert die Illusion, der Mensch könne die eigene Zeitlichkeit überwinden. Tatsächlich ließe sich in vielen Fällen Zeit dadurch sparen, dass man auf Zeitmanagement verzichtet.

Zufallsfund: der Ton in der Wikipedia

Das halte ich wieder mal fest. Absoluter Zufallsfund:

Wie kann denn die Seite entsperrt werden? // Aus meiner Sicht können die aufgeführten Mängel der Seite ja nur behoben werden, indem die Seite wieder frei gegeben wird, um qualitative Ergänzungen zu zu lassen. Gerne würde ich z.B. einen Artikel zum Thema Kritik des Zeitmanagements verfassen. Leider weiß ich nicht wie. Meine Bitte ist: das Thema wieder zu entsperren. (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag – siehe dazu Hilfe:Signatur – stammt von Jo kurse 25. Sep. 2008

Nein, du verstehst nicht wie Wikinazis (die Admins) arbeiten: Die Idee ist es ja gerade, dass es nicht behoben werden kann. So dass die die Löschkeule ansetzen können. Denn alles was nicht in deren Bild passt, muss ja bekanntlich wegzensiert werden. „Die freie Enzyklopädie“… na klar… dass ich nicht lache! Fuck them! — 188.100.196.188 19:17, 25. Mai 2010

Probleme mit der Wikipedia-Kategorie "Attentäter"

Attentäter bekommen bei der Wikipedia eine eigene Kategorie. Die Opfer bekommen keine. Sie sind auch schwerer zu fassen, diese Opfer. Denn im Gegensatz zu den Tatmenschen, den Attentätern, sind sie -- oft zufällige -- Opfer! Hey, du Opfer! Meine Überlegungen in der WP-Diskussion:

---

Ich bin hierher gekommen nach dem gestrigen Attentat auf Gabrielle Giffords in Tucson. Und da habe ich diese Diskussion zum ersten Mal gelesen. Meine Schlussfolgerungen:
Das allgemeine Unwohlsein besteht sofort, dass die Attentate und Attentatstypen eine Liste bekommen, die Opfer aber offenbar nicht. (Großfrage: Sollte das offenkundige Herostradentum, das hinter vielen Attentaten steckt, überhaupt unterstützt werden, oder sollten die Tätertypen eher in den Hintergrund rücken?)
Die Kategorisierung geht nach Attentatstypen, bis hin zum Regenschirm-Attentat. (Seltsame Ausnahmen, die die Kategorisierung durcheinander bringen: David Mark Berger, Geiselnahme von München, Attentat auf Martin Luther King, Mykonos-Attentat).
Es zeigen ich die Grenzen dieser Kategorienlisten. Viel sinnvoller wären Tabellen, die sich automatisiert umgrupppieren lassen. Das mit den umsortierbaren Listen geht ja in der WP-Software, eine Verbindung mit den automatisierten Kategorien-Sammlungen ist aber offenbar noch nicht möglich.
Wenn also mal fleißige Leute eine solche Tabelle aufstellen wollten, wäre mein Vorschlag:

Datum
Opfer
Opfer-Typ (z. B. Politiker)
Täter
subj. Täter-Motiv
Attentatstyp
Besonderheiten (freie Angaben)







Samstag, 15. Januar 2011

Yalda als Lockvogel

In Frankreich verliebt sich ein Gefängnisdirektor in eine Gefangene, die als femme fatale gilt. Dieses Mädchen war der Lockvogel einer Gang von selbsternannten Barbaren, die einen jungen Juden zu Tode folterten. Damit alles in Sachen Datenschutz korrekt ist, können wir Yalda natürlich auch Emma nennen. Wie Emma Bovary.

--

Yalda a 17 ans. Jolie, peau café au lait, les yeux soulignés d’un trait de khôl et les lèvres barbouillées de rose, la jeune fille a été flattée que « Youssouf le barbare » la choisisse pour monter un plan. Elle s’en est même vantée auprès d’Isabelle, une fille qui partage sa chambre à l’internat : « Il cherchait une bête de meuf et il a pensé à moi. » C’est grâce à Tifenn, 19 ans, « fugueuse » de Bagneux (Hauts-de-Seine), que Youssouf a embauché Yalda. Les deux jeunes filles se rencontrent à l’Institut français de Grignon à Thiais (Val-de-Marne), un foyer éducatif où Yalda stagne en « seconde consolidée ». Le week-end, elle rentre chez sa mère, qui s’est enfuie d’Iran avec ses deux filles après la mort du père, en 1999. Yalda a une petite soeur, retardée mentale parce qu’elle avait été maltraitée par ce père. Atteint « de schizophrénie et de paranoïa », l’homme était devenu violent. « Un bagage lourd à porter » pour Yalda, explique Me Eric Plouvier, son avocat. Après avoir été transportée de logement de fortune en foyer, la mère de Yalda a obtenu un appartement HLM à Sevran (Seine-Saint-Denis), et le statut de réfugiée politique.


Gang des barbares - En prison, elle séduit le directeur !
Brendan Kemmet 14/01/11 à 08h06
Le directeur de la prison pour femmes de Versailles a été mis en examen et suspendu. Il entretenait une relation amoureuse avec une détenue, condamnée aux côtés du Gang des barbares.


Freitag, 14. Januar 2011

Linksliberale

Aus einem bestimmten Anlass, der hier noch keine Rolle spielt, halte ich das hier einmal fest:

22.12.2010 - Politik » Deutschland
Linksliberale FDP-Politiker wollen Partei “grüner” machen
Berlin (dts) – Angesichts immer schlechterer Umfragewerte wollen führende FDP-Politiker ihre Partei thematisch breiter aufstellen. Wie die “Bild-Zeitung” (Mittwochausgabe) berichtet, haben sich zu Wochenbeginn in Berlin ein halbes Dutzend linksliberale Mandatsträger zum “Dahrendrof-Kreis” zusammengeschlossen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Abgeordnete aus dem Bundestag und dem Europaparlament. Ziel des “Dahrendorf-Kreises” sei eine stärkere Ausrichtung der FDP auf “grüne Themen”, zitiert die Zeitung Teilnehmer der Gründungsrunde.
Bis zum Dreikönigstreffen in Stuttgart am 6. Januar 2011 werde ein Thesenpapier erstellt. Darin sollen unter anderem die Positionen der FDP zu nachhaltiger Finanzpolitik und mehr direkter Demokratie neu definiert werden. Wie die Zeitung weiter schreibt, will der “Dahrendorf-Kreis” an die Arbeit und Tradition des “Freiburger Kreises” in der FDP anknüpfen. Die Mitglieder sehen sich zugleich als Gegenpol zum innerparteilichen Protestbündnis “Liberaler Aufbruch”.

Atom-Ethik

Eine Radiosendung über die Atom-Industrie. Auch ein Bericht über Uran-Abbau im Niger. Ein Tuareg, der in einer Mine des französischen Unternehmens xxx arbeitet, sagt: Wir im Niger sind sehr, sehr froh, wenn wir irgendeine Arbeit haben. Wir fragen nicht, was für eine Arbeit das ist. -- Sie können es sich nicht leisten zu fragen, ob ihre Gesundheit bei der Arbeit draufgeht. So ist die Welt, ihr Damen und Herren Minister der Bundesrepublik Deutschland!
Der französische Staatskonzern Areva schürft seit Jahrzehnten in Niger Uran - und hat dabei offenbar lange die Gesundheitsrisiken für Arbeiter und die Bevölkerung in Minenstädten ignoriert. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht Greenpeace-Expertin Rianne Teule über die schmutzige Seite der Kernkraft.

Virtual Desktop Toolbox

Mal sehen, ob das klappt! Aufräumen des überfüllten Desktops.


"Virtual Desktop Toolbox" macht Schluss mit überladenen Desktops.
Die Freeware ""Virtual Desktop Toolbox" verschafft Überblick durch virtuelle und nicht virtuelle Desktops. So lassen sich Programme und Fenster nach Kategorien auf verschiedene Bildschirmseiten verteilen. Mit den eingebauten Tools lassen sich die eigenen Arbeitsplätze leicht einstellen. Dank des »Creation Wizard« können auch unerfahrene Benutzer schnell einsteigen.
In Verbindung mit den Windows XP eigenen »Remote Desktop«-Features kann man nun schnell auf einen fremden Rechner zugreifen und ihn wie den eigenen steuern.

Ob das mit dem Remote Desktop irgendwann mal hinhaut, will ich vorerst nicht fragen.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Es gibt Tage

... da wollt ich
ich wär mein Hund...

Neugierig und entspannt.



Dank an Herrn Reinhard Mey!

An Frau Margot Käßmann

Was mir so durch den Kopf geht, bevor ich diesen Brief schreibe: 

Man muss das wohl so sehen: Manche Menschen werden in eine gleichsam göttliche Gnade und Begnadigung hineingeboren. Agnostiker und Atheisten werden das so ausdrücken: "Die haben immer Schwein! Keine Ahnung warum."

Wer bekommt schon, wenn er betrunken am Steuer eines Autos erwischt wird, Jahrs darauf eine Gastprofessur? Eben! Nur Gnaden- bzw. Glückskinder! Und hält dann eine in den Medien getreulich wiedergegebene Vorlesung in Bochum. Natürlich eine Vorlesung mit einer politisch sehr korrekten, nächstenliebenden Zentralthese.

Ex-Bischöfin Käßmann; Migration gab es bereits in der Bibel
...
In ihrer Antrittsvorlesung als Gastprofessorin in Bochum hat sich die frühere Bischöfin Margot Käßmann mit Migration und Mission auseinandergesetzt. Hier veröffentlichen wir einen Auszug.

Migration ist ein urbiblisches Motiv! Die Ersten, die sich aufmachen, sind in der biblischen Geschichte Adam und Eva. Sie müssen das Paradies verlassen und eine neue Heimat finden. Und dieses Motiv bleibt konstant: Abraham und Sarah brechen auf in ein unbekanntes Land – aus freien Stücken. Joseph findet sich gezwungenermaßen in der Fremde wieder und muss sich integrieren.

Mose führt in der biblischen Erzählung das ganze Volk Israel aus Ägyptenland in die Wüste und schließlich bis zur Grenze des gelobten und verheißenen Landes. Dort werden die Israeliten kämpfen müssen, um ihre Kultur zu behaupten gegen die vorhandene Kultur des Landes Kanaan.

Was ein wenig ärerglich ist: Wenn das Glückskind in die nächstbeste Theologen-Trickiste greift, von der man gedacht hat, dass sie spätestens seit Otto Walkes' Predigt-Parodie* nicht mehr möglich ist. Der Trick: durch Uminterpretieren und sinnwidriges Gleichsetzen eine ziemlich billige Gut-Menschentum-Rede unter die Leute zu bringen, eine Rede, bei der dann die massenweise herbeigeströmten Zuhörer ergriffen die Augen verdrehen können. Aber ein Wort bedeutet immer das, was es zu einer bestimmten Zeit unter konkreten Umständen bedeutet. Dass die Leute zu jeder Zeit wegen schrecklicher Armut und anderer Missstände versucht haben, ihre Lage zu verbessern und eine der Möglichkeiten war, woanders hinzugehen, wo es, angeblich oder tatsächlich, besser war, das ist das eine; dass jede konkrete historische Situation an jeden konkreten Ort ihre eigenen, schlecht zu vergleichenden Probleme hat und also das Völkerwandern in der Bibel schlecht mit unseren Migrationsproblemen heute verglichen werden können, das ist das andere, das Zentrale. Nun denn ...

-- ***

Liebe Frau Käßmann!


Warum zur Abwechslung nicht mal rational sein. Nein, Rationalität und klares Nachdenken, sind nicht per se Zeichen von Hartherzigkeit. 


Das mit dem Nachdenken in Sachen Migration ist nicht allzu schwierig und geht so:


1. Dass wir gegenwärtig eine große und weltweite Negativ-Migration** haben, das ist schlimm und wir haben


2. wenn wir offen und ehrlich sind, nicht die geringste Ahnung, was wir da langfristig tun können. Denn die Ausgangslage ist so:


3. In manchen Weltgegenden gibt es eine große Armut und eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Verfolgung, Folter. All das. Nur eben: Wenn alle die, die allein in Afrika in größter Not leben und keine Hoffnung haben, nach Europa kommen, 


4. kollabieren hier die Sozialsysteme und es kommt langfristig zum Bürgerkrieg oder zum Rechtstotalitarismus, weil vor allem die Einheimischen, die selbst nicht viel haben, nicht für die Einwanderer bezahlen können und wollen. (Und wenn Sie die "Wohlhabenden" zur Kasse bitten wollen, dann müssen Sie sagen, mit welchen Anteilen und Beträgen und wie Sie das "politisch durchsetzen wollen", wie man so sagt. Und Sie müssen konkrete Zahlen zur Diskussion stellen: Wie viele unausgebildete Einwanderer soll die EU mit welcher Verteilung auf die Mitgliedsländer gegenwärtig aufnehmen, mit welchen finanziellen Folgen für welche Mitgliedsländer? Das und so zu fragen ist schon wieder Hartherzigkeit? Nun ja, irgendjemand wird das fragen und regeln müssen. Man kann sich natürlich die wirklichen Probleme vom Hals halten und schöne Vorlesungen halten; aber ist das eines vernünftigen, nachdenkenden Menschen würdig?)


5. Dass die meisten Einwanderer in die EU eben nicht die Facharbeiter sind, die gesucht werden, ist eines von vielen Problemen, die wir -- diese Probleme -- erst einmal sachlich aufzählen sollten, ohne gleich zwischen guten und bösen Hiesigen zu trennen. Denn die guten Hiesigen sind doch zu großen Anteilen solche, die in ihrer eigenen heilen Welt leben und mal ins Blaue hinein fordern, "der Staat" oder doch jedenfalls die anderen sollten bitteschön mehr Nächstenliebe zeigen.


6. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Also, liebe Frau Käßmann, es wäre doch besser, wenn Sie eine Famile aus Afrika ins eigene Haus zu holten, um mal zu schauen, ob und in welchen Grenzen Sie mit der entstehenden Situation zurechtkommen, statt über die Probleme im Allgemeinen und Wohlfeilen eine Vorlesung zu halten.


7. Und wenn Sie doch etwas quasi Politisches tun wollen, dann organisieren Sie einen runden Tisch, an dem es nur eine Ausgangsforderung gibt: Jeder der da sitzt, bemüht sich, ehrlich und realistisch zu sein und die Grenzen zwischen hartherzigen Verwaltern der Abschiebung und Verwaltern des individuellen gutmenschlichen Wohlgefühls aufzubrechen.


Es grüßt Sie herzlich!


Bernardo de la Barquera

--

* "Theo -- wir fahr'n nach Lodge!" -- "Wer sind die vier, die da nach Logde fahren? Und wer ist dieses Theo, der in so schönen Worten vorkommt wie: Theo-logie, Theo-dorant, Theo-der-Kaffee?

** Die Positiv-Migration ist die der ausgebildeten Greencard-Reisenden, die, um ihre berufliche Situation zu verbessern, ihm Rahmen eines Einladungsverfahrens in andere Länder gehen.

*** Dass ich nicht den ersten Offenen Brief an die Frau K. schreibe, habe ich mir schon gedacht. Dass es aber gleich so viele Briefe sind, die man im Internet findet, das hätte ich dann doch nicht gedacht.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Maschmeyers Prinz

Vielleicht könnten wir doch auch so ein "ungarisches Journalistenkontrollgesetz" auf den Weg bringen. Vorgeschlagen als Leiter der Expertengruppe: Herr RA Prinz.

Höhepunkt der Streitereien ist [...] ein 61-seitiges, sogenanntes Hinweisschreiben von Maschmeyers Anwalt Mathias Prinz an die Intendanten der ARD-Anstalten, um die Ausstrahlung von „Der Drückerkönig und die Politik“ zu verhindern. „Wir prüfen alle Dinge, die dort angeführt werden, sehr genau“, sagt Wels. Bis zum heutigen Tag habe der Sender nicht entdecken können, was einer Ausstrahlung entgegenstehe. 
[...] 
Der Film stellt die Geschäftspraktiken von Maschmeyer und seine Nähe zu Politikern äußerst kritisch dar. So skizziert das Stück etwa seine Kontakte zu Verantwortlichen aus der Zeit von Rot-Grün unter Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), nennt Verbindungen zu den Renten-Experten Walter Riester und Bert Rürup sowie der heutigen Familienministerin Kristina Schröder (CDU).

Tja, wer genug Geld hat, der kann immerhin versuchen, die Pressefreiheit abzuschaffen. Ein passender Anwalt findet sich schon.

SZ: Was für ein Feuilleton! Teil 4

Tja, wie das Paar Maschmeyer und Ferres doch zusammenpasst! Alles ein wenig wie in der Heinrich-Mann-Darstellung -- "für ihre Rolle der alkoholkranken Heinrich-Mann-Gefährtin Nelly in dem ARD-Dreiteiler "Die Manns" erhielt Veronica Ferres 2002 den Adolf- Grimme-Preis in Gold". Wahr, dass V. F. eine sehr, sehr glaubwürdige Verkörperung der Nelly war. Und Maschmeyer -- der schöne, lächelnde Charme der Finanzhai-Brutalität im Gesicht, ob mit oder ohne Schnurrbart. Und dazu diese persönlichen Freunde! "Der Selfmade-Mann aus Hannover zählt Alt-Kanzler Gerhard Schröder und Bundespräsident Christian Wulff zu seinen persönlichen Freunden."

In was für einem Land wir doch leben!

Mit einer ganzen Reihe von juristischen Vorstößen hatte Maschmeyer, der das Unternehmen AWD 2007 verkaufte, über seine Anteile am Neueigentümer Suisse Life aber weiter davon profitiert, durch seinen Hamburger Anwalt Prinz versucht, die Wiederholung des strittigen Films vom September unmöglich zu machen. Etliche Personen, die in dem Stück zum Teil nur am Rande ins Bild laufen, ließen sich nun von Prinz vertreten und ihre Persönlichkeitsrechte per Einstweiliger Verfügung schützen, andere Teile des Film sollten wegen strittiger Urheberrechte nicht wieder verwendet werden dürfen. Mal hatte Prinz Erfolg, mal nicht. Viele kleine Scharmützel, die Prinz gleich an drei Gerichtsorten initiierte. 'Forum shopping' nennen Fachleute diese Strategie, die Richter verärgert und vor allem den Beklagten eine Menge Arbeit macht. 'Ich habe den Eindruck', sagt der stellvertretende Chefredakteur des NDR, Stephan Wels, dass so 'möglichst viel existierendes Bildmaterial vom Markt genommen werden soll, um weitere Filme unmöglich zu machen.

RALF WIEGAND: Unglaubliche Vorwürfe und eine Tsunami-Taktik. Wie AWD-Gründer Maschmeyer die ARD unter Druck setzt.

Süddeutsche Zeitung Nr. 8, Mittwoch, den 12. Januar 2011, Seite 15

(Dass ich vor Jahren mein Geld nicht dem AWD und damit Herrn Maschmeyer zur Mehrung seines Reichtums überantwortet habe verdanke ich einem alten Steuerberater, einem gewissen Herrn von W. aus Münster in Westfalen.)

SZ: Was für ein Feuilleton! Teil 3

Hätten wir das von denen gedacht, wie wie Gott leben, in ihrem schönen, großen Land?! Aber was heißt das schon? Vielleicht ist Gott ja so unzufrieden wie seine Franzosen?

[...] Unzufrieden sind die Franzosen länger schon. Es ist bekannt, dass in keinem anderen europäischen Land ähnlich viele Antidepressiva genommen werden wie hier. Als aber eine Gallup-Umfrage unter 64000 Bürgern in 53 Ländern vor einigen Tagen zutage brachte, dass die Franzosen die pessimistischsten Menschen auf diesem Planeten sind, dass sie die Zukunft also noch schwärzer als die Menschen in Afghanistan, Pakistan oder Nigeria sehen, waren die Gallup-Forscher selbst überrascht.

ALEX RÜHLE: Das unzufriedenste Volk der Welt. Der Widerstandskämpfer Stéphane Hessel bewegt die Franzosen mit dem Aufruf, sich gegen die Verhältnisse zu empören.

Süddeutsche Zeitung Nr. 8, Mittwoch, den 12. Januar 2011, Seite 11

SZ: Was für ein Feuilleton! Teil 2

Das Bild! Dieses Bild -- ein einzelnes, sehr einsames Auto inmitten eines riesigen, verfallenen rokokohaften Theaters!

Hier gibt es andere Bilder:


Und hier auch noch:


In ihrem Bildband 'The Ruins of Detroit' dokumentieren die französischen Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre den Verfall der Stadt, die einmal das Zentrum der amerikanischen Automobilindustrie war. Mit ihrer Weitwinkellinse fangen sie das Panorama einer Stadt ein, die von ihren eigenen Überresten dominiert wird.

Amerikas einstiges arsenal of democracy prägte mit seinen Automobilen weltweit das moderne Stadtbild. Erste wirtschaftliche Rückschläge und die gesellschaftlichen Unruhen in den fünfziger und sechziger Jahren läuteten den Verfall Detroits ein. Die weiße Bevölkerung verließ die Innenstadt und nahm ihre Kaufkraft mit. Viele Gebäude waren nicht mehr rentabel und wurden abgerissen. Große Löcher im Stadtgeflecht taten sich auf und wurden mit Parkplätzen und freien Feldern nur provisorisch geflickt. Übriggeblieben sind Fassaden, Mahnmale einer vergangenen Zeit.

Die bekannteste landmark ruin ziert das Cover des Bildbands. Die Michigan Central Station - errichtet 1913 vom selben Architektenteam, das auch New Yorks Grand Central Station entwarf - hieß die neuen Arbeiter willkommen. Die Stadtväter warteten vergeblich darauf, dass Downtown bis zum Bahnhof expandierte. Michigan Central Station liegt heute drei Kilometer vor den Toren der Stadt und ist somit zu einem Wahrzeichen der Deindustrialisierung geworden.

DANIEL WÜLLNER: Die Leere im Herzen der Autostadt. Verfall einer Metropole: Yves Marchand und Romain Meffre dokumentieren die Ruinen von Detroit.

YVES MARCHAND, ROMAIN MEFFRE: The Ruins of Detroit. Steidl Verlag, Göttingen 2010. 228 Seiten, 89Euro.

Süddeutsche Zeitung Nr. 8, Mittwoch, den 12. Januar 2011, Seite 11

SZ: Was für ein Feuilleton! Teil 1

Die Süddeutsche -- Extraklasse! Aus Zeitgründen seien die Artikel festgehalten, die ich für unglaublich wichtig halte. Für zu wichtig, als dass sie im Tagesjournalismus des nächsten Tages absaufen dürfen.

"Joseph Vogl argumentiert also wie ein gutwilliger Finanzbürger, der zu glauben bereit wäre, könnte ihm die Ökonomie vernünftige Gründe dafür liefern. Das aber ist offenbar nicht der Fall, ja, schlimmer noch: Der Glaube ist dazu angetan, die schlimmsten Katastrophen nicht nur zu rechtfertigen, sondern selbst in die Welt zu setzen.

Tatsächlich scheint die ökonomische Theorie sich unbedingt apologetisch zu ihrem Gegenstand zu verhalten und vor allem eines zu tun, nämlich idyllische Vorstellungen vom Funktionieren der Wirtschaft in die Welt zu setzen: Bernard Mandevilles Lehre vom privaten Egoismus, der sich in das Wohl der Allgemeinheit verwandle, Adams Smiths Regel von der 'unsichtbaren Hand', Milton Friedmans Verklärung des freien Marktes zu einer Instanz, die das individuelle Treiben von vielen Millionen Menschen zu einem nützlichen Ganzen verbinde - das alles würde man sich vielleicht gern zu eigen machen, wäre es denn die Beschreibung einer vorhandenen Welt. Das sind diese Lehren aber nicht. Vielmehr handeln sie von Dingen, die vielleicht eintreten werden - oder auch nicht. In keinem Fall ist erwiesen, dass die evolutionären Fabeln des Markts, 'deren Erzählung vom Tausch oder vom Wettbewerb zum Gleichgewicht führt, überhaupt elementare, endogene Prozesse neuzeitlichen und modernen Wirtschaftsgeschehens zu fassen vermag'."

Thomas Steinfeld: Gespensterkunde. Eine Entzauberung der Finanzwirtschaft: Joseph Vogl und die Wiederkehr der Politischen Ökonomie. Süddeutsche Zeitung. Nr. 8, Mittwoch, den 12. Januar 2011, Seite 11

Dienstag, 11. Januar 2011

Erkenntnis und Interesse

Ich lese gerade -- und damit ist dann Schluss für heute mit dem Arbeiten:

Habermas teilt mit Husserl die Idee, «eine Einstellung, die theoretische Aussagen naiv auf Sachverhalte bezieht», sei objektivistisch und als solche abzulehnen. Er wirft Husserl jedoch vor, die Erkenntnis vom Interesse lösen zu wollen, um einer «reinen», kontemplativen Theorie den Boden zu bereiten, und macht klar, dass ein unhintergehbarer Zusammenhang von logisch-methodischen Regeln und erkenntnisleitenden Interessen besteht: «In den Ansatz der empirisch-analytischen Wissenschaften geht ein technisches, in den Ansatz der historisch-hermeneutischcn Wissenschaften ein praktisches und in den Ansatz kritisch orientierter Wissenschaften [ein] emanzipatorisehe[s] Erkenntnisinteresse ein» (TWI 155).

Es kommt mir die Sottise in den Kopf: Manche Leute ersaufen schon in jungen Jahren in ihrem eigenen Wortgeklingel. Ob sie von der Gesellschaft der Philosophen in diesem Wortgeklingel ersäuft werden oder selbst hineinspringen und ersaufen, ist nicht klar und wohl von Fall zu Fall jeweils anders gelagert.
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Natürlich ist das Bild schief bis unbrauchbar. Geklingel ist keine Flüssigkeit. Aber das Bild, das nicht aufgehen will, gefällt mir trotzdem.

Practical Reasoning

Da heißt es auf einer klugen Uni-Seite:
  • Wenn Sie noch keinen Duden zur Deutschen Rechtschreibung haben: Schaffen Sie sich einen an!
  • Wenn Sie einen Duden zur Deutschen Rechtschreibung haben: Benutzen Sie ihn!
Folgt daraus:
  • Wenn Sie noch keinen Duden zur Deutschen Rechtschreibung hatten und sich einen angeschafft haben: Dann müssen Sie diesen Duden nicht benutzen!
?
Natürlich nicht!

Lebensversicherungen

Manchmal muss man sich auch mit Lebensversicherungen beschäftigen und dann einfache Fragen stellen. Betrachten wir mal das hier:

"Kritiker bemängelten schon immer, dass die Renditen dürftig seien, weil zu viel Geld in die Verwaltung und in die Provisionen für die Vermittler fließt. Zudem kommen die Erträge nicht nur den Versicherten, sondern auch den Aktionären der Versicherungen zugute.

Doch jetzt wackelt das ganze Geschäftsmodell der Branche. Denn die Versicherer erwirtschaften mit den Kundengeldern an den Kapital- märkten immer weniger. Gleichzeitig lasten hohe Zinsversprechen aus der Vergangenheit auf den Konzernen. Und der Finanzbedarf wächst: Ab 2013 sollen sie nach den Plänen der EU ihr Eigenkapital kräftig aufstocken, die Branche rechnet mit Mehrbelastungen in zweistelliger Milliardenhöhe."

Da nehmen wir doch unser Geld und kaufen -- na ja, was? Aktien? Bundesschatzbriefe? Gold? Gar nichts, sondern legen's auf's Sparbuch?

Montag, 10. Januar 2011

Luise Rinser

Mich würde als Semiotiker vor allem das auch im Alter noch mädchenhaft devot-anbiedernde Blickverhalten der L. R. interessieren. Aber besser natürlich, wenn jemand da genauer der Schriftstellerin gedenkt und es in den SPIEGEL vorabdruckt.* Da kommt ein weiteres Mosaik-Stück zur Martenstein-These dazu.

Dass so viele kleine Leute in Deutschland sich so despektierlich über diese Künstlerin äußern konnten, denen es ganz einfach nicht zustand, hat mich immer gereizt. Es ist ein Reflex, den Golo Mann einmal, als wohlmeinende Freunde ihn fragten, warum er Leuten wie Filbinger oder Strauß beisprang, so erklärte: Er sei aus Prinzip für den Underdog. Wer das jeweils sei, spiele keine Rolle, aber er sei solidarisch mit dem, den die Meute hetzt.

Und daher begann ich mich, als ich von der geplanten Biografie hörte, wieder mit ihr zu beschäftigen, diesmal weniger mit ihren Büchern als mit ihrem Leben.


Es ist halt wohl auch bei Luise R. so, dass sie auf jeden Fall eines wollte: Dabeisein bei den Angesehenen.

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Lebensläufe: Wie sich die Schriftstellerin Luise Rinser zur Widerständlerin stilisierte. -- In: DER SPIEGEL 2/2011, 10.01.2011.

Sonntag, 9. Januar 2011

Da sprach der alte ...

Grüßen wir am Ende dieses Tages den alten Indianer, von dessen Existenz wir dank Google Earth wissen:

Ach, diese tollen Funde im Internet! Ich suche nach einem Zeitleisten-Programm und finde einen Hinweis auf Xtimline. Und auf der Seite von Xtimeline finde ich zum Beispiel das:

[Picture: 2007 London Car Bombs - the Mercedes-Benz on Haymarket covered by a tent]

Certain academics, such as Jorgen Nielsen (Towards a European Islam, London: Macmillan Press, 1999), suggest that there is currently emerging a new brand of Islam in Europe, which is often termed European Islam. While this new kind of Islam is not exactly defined, it could be described as combining on the one hand the religion's basic duties and on the other European culture, values and traditions (such as secularism, democracy, gender equality as perceived by the west, the European system of law, etc.).Tariq Ramadan is considered to be one of the coiners of the term "European Islam". Ramadan calls for creating a new European-Muslim identity in his book "To Be a European Muslim" and he demands participation of Muslims in social and cultural life in conformation with European culture and Muslim ethics and says Muslims should disassociate themselves from Saudi-Arabia and from terrorism. He also thinks that European Muslims "need to separate Islamic principles from their cultures of origin and anchor them in the cultural reality of Western Europe." However, Ramadan also says that "Europeans also must start considering Islam as a European religion."Following the failed car bomb attacks in London and the failed Glasgow airport attack in June 2007, the European Commission started pooling ideas on how to tackle radical Islam and create an "European Islam", i.e. an Islam which is a more tolerant "European" branch of the faith. EU home affairs commissioner Franco Frattini also sent out an 18-question survey asking EU member states how they address violent radicalisation, mainly related to an abusive interpretation of Islam. In addition, Mr Frattini wants to pursue and further the idea of establishing a so-called "European Islam" or "Islam de l'Europe" – something floated by France's then interior minister Nicolas Sarkozy in 2006. (European Islam)

Nach Google-Maps-Installation: ...

Die urdeutsche Angst vor dem Ausspioniertwerden! Meine Überlegung immer: Ein Drittel der Deutschen sehen sich als Stars, die sich vor Stalkern und Fans schützen müssen. Ein weiteres Drittel fragt sich: Wie werde ich berühmt und komme ins Fernsehen? Das restliche Drittel grinst und sieht die Welt halbwegs realistisch.


"... Woher weiß Google, wo ich wohne?"
Ja, Google weiß, wo du wohnst! Und jetzt beobachten sie dich die ganze Zeit, weil ein Multi Milliarden Dollar Unternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern, nichts anderes mit seiner Zeit anzufangen weiß!

Mein Tipp: Das sollte dich "schützen".


Und PS: Lass dich niemals fotografieren. Die Kameras stehlen dir deine Seele ...

Freitag, 7. Januar 2011

BP Umweltpreis

Aus Bösem entsteht Gutes? BP bekommt die Umwelt-Medaille, weil die BPler, nebenbei und versehentlich, herausgefunden haben, was nun allen nützt?

"Forscher haben [...] herausgefunden, dass Bakterien dem Methan zu Leibe gerückt sind - und zwar überraschend schnell. Schon im September vergangenen Jahres sei das ausgeströmte Methangas nahezu komplett zersetzt gewesen, berichten Wissenschaftler um John Kessler von der Texas A&M University. Die Forscher waren mit dem Forschungsschiff "Pisces" der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA unterwegs." (SPIEGEL)

Vielleicht ist da ja auch ein ewiges, evolutionäres Prinzip im Spiel: Aus Bös' mach Gut!

Donnerstag, 6. Januar 2011

Siemens-Haushaltsgeräte

Wir haben vor vier Jahren einen E-Herd, eine Spülmaschine und eine Mikrowelle von Siemens in die damals nagelneue Küche verbauen lassen. Nach 3 1/2 Jahren war die Spülmaschine und die Mikrowelle kaputt. Soll man reparieren lassen. Es ergibt sich folgendes Szenario:

Es kommt ein recht junger, forscher Monteur, auf den ersten Blick: im vollen Bewusstsein seiner Wichtigkeit. Hinter ihm ein -- optisch -- etwas älterer Mann, den der Monteur aber als seinen Auszubildenden (oder so ähnlich) vorstellt. So lange ich stehenbleibe sehe ich: Wie der Jüngere den Älteren mal "vorarbeiten" lässt und kühl-kritische Kommentare und Anweisungen gibt. Eine etwas groteske Situation, wenn man so dabeisteht. Geisteswissenschaftler würden sich an Don Quichotte und Sancho Pansa erinnert fühlen. 

Dann gehe mich. Ich will die Leute nicht kontrollieren. Wenn klar ist, worum es geht, sollen sie sich melden. 

Das Ergebnis, gerundet: Die Spülmaschine, da ist die Pumpe kaputt, verstopft. Kostenpunkt mit Einbau: 320 Euro. Ob sich denn da nicht eine Neuanschaffung lohnt, überlege ich laut. Der Monteur: Nun, bei diesem Einbau-Gerät, "vollverbaut" oder so ähnlich, sei der Preis doch recht hoch. So um die 850 Euro. Ja, die Pumpe habe er dabei. Meine Überlegung, still und für mich: Tage ohne Spülmaschine! Neues suchen. Einbauen lassen. Sie wieder an eines neue Bedienung gewöhnen. Wenn und solange diese Maschine richtig gespült hat, war das Ergebnis ja gut. Neuanschaffung unterm Strich: Alles sehr aufwendig und unangenehm. 



(So sieht die Pumpe aus)


Also gut, in Gottes Namen: Reparatur.

Meinen Hinweis anschließend, dass ich immer mit sorgfältiger Vorreinigung spüle, dass die Kinder -- sehr selten -- vielleicht schon mal einfach die Spülmaschine ohne Vorreinigung anstellten, dass das Filtersystem den groben Schmutz aber doch auf jeden Fall so zurückhalten müsste, dass die Pumpe keinen Schaden nimmt, wozu sei es denn sonst da, das Filtersystem ... -- das alles lässt der Monteur nicht gelten. Es bleibt der Eindruck: Er hält uns für Leute, die einfach nicht wissen, wie man eine wertvolle Siemens-Spülmaschine richtig bedient.

Die Mikrowelle -- nun, da ist einfach der Motor kaputt. Deshalb dreht sich der Teller nicht mehr. Ausdruckstarke Mimik des jetzt ein wenig wortkargen Monteurs. Kann doch schon mal sein, nach 3 Jahren. -- Neupreis der -- natürlich wieder "vollverbauten" -- Mikrowelle: 400. Repapratur: 120. Gleiche Argumentation in meinem Kopf. Also auch Reparatur. 

Soll ich jetzt mit der Firma Siemens zufrieden sein?

---

Die Vordiskussion hier!

Einheitliche Handy-Ladegeräte

... in der EU? Aldi? Wie denn? Warum denn?!

Das war die Überschrift: "Rohstoffe -- EU-Normen für einheitliche Handy-Ladegeräte beschlossen"

Endlich! sage ich. Aber dann lese ich gleich wieder das Gegenteil:

Einheitliche Micro-USB-Ladegeräte für Mobiltelefone sollten eigentlich 2010 kommen. Nun sind die EU-Normen fertig und die Ladegeräte werden für 2011 erwartet, verspricht die EU-Kommission. Wenn denn die Hersteller endlich mitziehen."

Schlüsselsatz hier:

"Die Normen gelten für Mobiltelefone, die an einen Computer anschließbar sind." Ja, warum denn nicht gleich für alle Handys?! frage ich mich. Technische Dinge als Gegenargumente sehe ich nicht.

Aber dann: Ich habe mir bei Aldi eine Heißklebegerät gekauft. 



Ich habe jede Menge dieser Klebestäbe, die man da einschiebt. Und dann? Die einen Klebestäbe -- die, die ich habe -- sind zu dick! 


Es mag da technische Gründe geben. Dass ein Akku-Gerät die dickeren Stäbe nicht verkraftet. Aber dann soll man von solchem Schnickschnack die Finger lassen! Bitte! Normiert die Dinge hin zu einer größeren Einheitlichkeit! Setzt Niklas Luhmann auf eure Weiterbildungsprogramme: Reduzierung der Komplexität!

Ihr Techniker und Technik-Unternehmen! 
Macht unser Leben einfacher! 
Bitte!

Dienstag, 4. Januar 2011

Flashmob: Hochtief-Aktien kaufen!

Flashmob -- so heißt es bei der Wikipedia: *

Ich würde gerne viele, viele Deutsche dazu bringen, Aktien von Hochtief zu kaufen, um ACS draußen zu halten. Ob so was geht? Jetzt noch? -- Schade, dass ich nichts von den Feinheiten des Aktienrechts verstehe.

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* Der Begriff Flashmob (englisch: Flash mob; flash = Blitz; mob [von mobilis beweglich] = aufgewiegelte Volksmenge, Pöbel – deutsch etwa Blitzpöbel) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. Flashmobs werden über Online-Communitys, Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert. Flashmobs gelten als spezielle Ausprägungsformen der virtuellen Gesellschaft (virtual community, Online-Community), die neue Medien wie Mobiltelefone und Internet benutzt, um kollektive Direkte Aktionen zu organisieren.
Obwohl die Ursprungsidee unpolitisch war, gibt es mittlerweile auch Flashmobs mit politischem oder wirtschaftlichem Hintergrund. Diese müssten auf Grund ihrer Sinnhaftigkeit und Zielgerichtetheit als Smart Mob bezeichnet werden.

Montag, 3. Januar 2011

Sollte man bei Facebook ...

mitmachen, fragt Julius. Und sollte dich dann versuchen, ein großer, autodidaktischer Singer-Songwriter zu werden, so wie, sagen wir: Elliott Smith, Tom Waits, Bob Dylan, Leonard Cohen, Jack Johnson, Nick Drake, Tori Amos. Oder auch John Mayer, Corey Taylor, Crystal Bowersox. Oder Stefan Waggershausen vor Zeiten. Oder wie Geiss Haejm.

Ich antwortete Julius gestern: Willst du dir das wirklich antun? Du bist doch noch jung, Mann! Lern was Anständiges. Durchdrehn kannst immer noch, wenn du mal so 50 bist. Besser aber du wartest auf when you are  sixty four. Es gibt sonst einfach zu viel Konkurrenz.

Was bin ich fleißig!

Ist das ein Selbstlob? Bedingt! Nun also, 2006 zählt eigentlich nicht, weil -- das bin ich erst nach der Fußball-WM umgestiegen auf diesen Blog. Aber sonst! Reschpekt, mai Liaba!

Monica Lierhaus -- in Erinnerung gebracht

[ Alle Seiten zu Monica Lierhaus in diesem Blog. ]

Unsere geliebten Promis, die sich gegenseitig lieben und kennen und einladen, bringen uns zum Jahreswechsel alte Namen ins Gedächtnis zurück:

[...]
Zu seiner Ehe mit dem 15 Jahre jüngeren Model Simone Mostert, die sich seit der Hochzeit im Jahr 2006 Kinder gewünscht hatte, wollte sich Geerdes nicht äußern. Seine Frau hatte er im Oktober 2004 bei einem Videodreh kennengelernt und ihr nur ein Jahr später auf der Londoner Towerbridge einen Antrag gemacht. Das Paar heiratete mit einer pompösen Traumhochzeit auf Schloss Tremsbüttel nahe Hamburg. Unter den prominenten Gästen waren damals auch Giulia Siegel, Monica Lierhaus und Oliver Juhnke.

Da wär' ich doch auch gern dabei gewesen!

Weiteres zu Mona Li..., pardon! Monica Lierhaus findet sich hier.